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Montag, 19. November 2018

W642I-IV: Eine bunte Sportwoche mit 5 Spielen in 5 Sportarten

HSG Sieg (Siegburg/ Hennef) ......................... 23
SV Rot-Weiß Merl ........................................... 13
- Datum: Dienstag, 13. November 2018 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Kreisliga Bonn-Euskirchen-Sieg (8. Handballliga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 23-13 nach 60 (2x30) Minuten – Halbzeit: 13-8
- Tore: Quadflieg 5, Wenigmann 4, Grünewald 4, Weckwert 3, Stöcker 3, Kamber 1, Becker 1, Schlipköther 1, Dickopp 1 (Sieg); Künkler 4, C. Schmitz 2, S. Schmitz 2, Möller 2, Preußner 1, Mohr 1, Schütz 1 (Merl)
- Gelbe Karten: Kamber, Becker, Weckwert (Sieg); Mohr, Möller (Merl)
- Zeitstrafen: Kamber, Füssinger, Weckwert (Sieg = 6 Minuten); Schütz, Künkler, Nies, Möller (Merl = 8 Minuten)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sporthalle Schulzentrum Neuenhof (Kapazität: 100, davon 40 Sitzplätze; ehemals: 1.000, davon 900 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

Tischtennisfreunde Lengsdorf 1956 ................. 7
SG Erftstadt 1970 ............................................... 9
- Datum: Freitag, 16. November 2018 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Bezirksklasse Mittelrhein, Staffel 4 (10. Spielklasse, 8. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-9 Spiele, 30:33 Sätze und 591:600 Bälle nach ca. 190 Min.
- Statistiken: https://www.mytischtennis.de/clicktt/WTTV/18-19/ligen/Herren-Bezirksklasse-4/gruppe/334350/spielbericht/10993775/TTF-Lengsdorf-vs-SG-Erftstadt
- Austragungsort: Turnhalle Kreuzbergschule/ Kreuzberghalle (Kap. 50 Stehplätze)
- Zuschauer: 1 (ich)
- Unterhaltungswert: 6,0/10

VC Menden-Much 08 III ............................... 2
Aktiver Volleyball Club Köln 93 II .............. 3
- Datum: Samstag, 17. November 2018 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Rheinland Landesliga, Staffel 2 (7. Liga, 4. Amateurvolleyballliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 121 (27/22/31/28/13) Minuten
- Satzergebnisse: 21-25, 25-19, 20-25, 25-19, 5-15 (96:103)
- Strafen: keine
- Austragungsort: Sporthalle Menden Süd (Kapazität: 700, davon 600 Sitzplätze; durch Tribünensperrung bei Drittelfeld: 60, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: 3 (keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10

SG Palotti Rheinbach .................................. 71
Future Sports Meckenheim ........................ 73
- Datum: Sonntag, 18. November 2018 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: 1. Kreisliga Bonn (9. Basketballliga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 71-73 nach 45 (4x10+5) Minuten – Viertel: 13-18, 22-14, 14-28 (35-32), 16-5 (65-65), Verlängerung: 6-8
- Punkte/ Fouls: https://www.basketball-bund.net/public/ergebnisDetails.jsp?type=1&spielplan_id=1792470&liga_id=26020&defaultview=1
- Austragungsort: Sporthalle des Vinzenz Palotti Kollegs (Kapazität: 200, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10

SV Rot-Weiß Queckenberg ........................... 5
SV Beuel 06 V ................................................. 0
- Datum: Sonntag, 11. November 2018 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga D, Bonn, Gruppe 3 (11. und unterste Liga, 7. Amateurfußballliga)
- Ergebnis: 5-0 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 2-0
- Tore: NN
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Heinrich-Kessel-Sportfeld Am Eichener Weg (Kapazität: 700 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 65 (davon ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 HSG Sieg 23:13 Rot-Weiß Merl Photos with English Commentary :
a) Handball: HSG Sieg vs. RW Merl
b) Table Tennis: Lengsdorf vs. Erftstadt
c) Volleyball: Menden-Much III vs. AVC Köln II
d) Basketball: Pallotti Rheinbach vs. Future Sports
e) Football: RW Queckenberg vs. Beuel V
f) Eifel: Queckenberg, Klein Schlebach, Groß Schlebach, Scherbach, Loch, Sürst Hardt, Eichen

5 Spiele pro Woche sind ja für mich normal, selbst wenn ich nur Samstag und Sonntag gucke – aber das Ganze auf vier Tage verteilt und v.a. mit fünf verschiedenen Sportarten: so fair auf diverse Sportwettbewerbe verteilt, plane ich das selten, zumal die Ausfallseuche beim Fußball noch nicht angefangen hat... Aber ich wollte halt nur in der Umgebung mit dem Rad neue Grounds machen – und da war die Auswahl mal wieder eingeschränkt.

Also ging die Tour am Dienstag nach der Arbeit los: als Ausweichhalle nutzen die Handballer der HSG Sieg eine Schulsporthalle in Siegburg. Das Schulzentrum Neuenhof ist nicht mit der anderen Ausweichhalle in Siegburg, dem Anno-Gymnasium, zu verwechseln: es liegt 150m weiter südlich als das Gymnasium, aber ebenfalls an der Zeithstraße! Die meisten Spiele der HSG finden aber eh in Hennef unweit des Stadions statt, obwohl diese Halle baulich die schlechteste von allen dreien v.a. für Zuschauer ist. Die Siegburger Hallen sind deutlich ansehnlicher und besser, zudem sind die Spielflächen in Topp-Zustand. Allerdings ist die Tribüne im Neuenhof wegen Unfallgefahr gesperrt. Sonst könnte man da 1.000 Leute unterkriegen. Allerdings gucken auch an einem Dienstagabend eh nur 15 zu...

Die paar Fans bekamen ein ganz gutes, aber von Anfang an für die besser platzierte HSG einseitig verlaufendes Spiel zu sehen. Merl war eine Klasse schlechter und nur durch eine bessere Phase Mitte der ersten Hälfte einer schlimmeren Klatsche als dieser 10-Tore-Niederlage entgangen. 23:13 ist ein dürftiges Ergebnis, aber das Spiel war wirklich nicht schlecht. Der Schiedsrichter, der alleine die Partei leitete, machte seine Aufgabe übrigens hervorragend! HSG Sieg 23:13 Rot-Weiß Merl Auch Donnerstag fuhr ich nach der Arbeit noch zu einem Spiel. Seit Längerem wollte ich da mal wieder zum Tischtennis. Auch hier sollte in einer seltener genutzten Halle bzw. Ausweich-Ground gespielt werden, doch an der Burgschule unterhalb der Godesburg in Bad Godesberg angekommen, standen da vier genervte Tischtennismannschaften und machten sich langsam auf den Nachhauseweg: die Doppelansetzungen von Blau-Weiß Friesdorf mussten ausfallen, da es einen Kurzschluss im Schulgelände gab und niemand das Licht wieder anbekam... TTF Lengsdorf 7:9 SG Erftstadt Wegen des Reinfalls am Donnerstag, trug ich mir gleich mal den nächsten Termin in der Sporthalle der Burgschule ein – vielleicht geht da das Licht ja wieder – und fuhr am Freitag zu einer anderen Schulturnhalle zum Tischtennis. Deutlich höherklassiger trafen in einer Spitzenbegegnung der 3. und der 1. der Bezirksklasse Mittelrhein aufeinander: TTF Lengsdorf gegen SG Erftstadt. Gespielt wurde in der Kreuzbergturnhalle: eigentlich eine dieser sinnlosen Minihalle im Kastentyp: nicht mal ein Basketballfeld passt da mit korrekten Maßen rein, obwohl noch zu zwei Seiten genug Baugrund zu sein scheint, aber selbst von diesen fehlerhaft konzipierten Grundschulturnhallen sieht keine aus wie die andere – wer etwas anderes behauptet, soll mal zum Optiker gehen, vielleicht sieht er nicht so gut, oder die Gehirnwindungen sind mit den Sehnerven nicht richtig verknüpft, aber das müsste der Ophtalmologe klären... nur jedenfalls ist mir noch keine solche Wand aus Glasbausteinen in einer solchen Halle untergekommen, weswegen es sich lohnt, mal bei den Tischtennisfreunden Lengsdorf vorbeizuschauen. Einfach klingeln – es wird geöffnet (warum die die Hallentür verriegeln müssen, erschließt sich mir aber auch nicht).

Das Spiel heute war für Tischtennis auch unterhaltsamer als der Durchschnitt, da trotz furiosem Start mit 3:0 (Doppel 1 und 2, 1. Einzel) für Lengsdorf, in den letzten drei Spielen der Gast aus Erftstadt noch das Ergebnis drehte. Von 7:6 auf 7:9 inklusive Sieg im Schlussdoppel. In einigen Spielen, v.a. Einzelspielen, gab es auch tolle Ballwechsel, die sich etliche Meter entfernt von der Platte abspielten. Die Selbstbeschimpfungen und Wutausbrüche einiger Spieler – v.a. bei Lengsdorf – waren auch wieder anhörenswert. Oberknaller war aber die Knalltüte von Gästetrainer, die quer durch die Halle eine Auszeit für die hintere Platte plärrte und sich dann über das Weiterspielen des Lengsdorfers beschwerte, der genauso wie alle anderen auch meinte, die vordere Platte solle Auszeit nehmen. Der Trainer lief jedenfalls maulend quer durch die Halle, was schließlich zu einer Auszeit auf beiden Platten führte, weil bei dem Gesabbel keiner weiterspielen wollte... VC Menden Much III 2:3 AVC Köln II Am Samstag fuhr ich nur kurz weg: zum Volleyball in Menden an der Sieg. Die Spielgemeinschaft VC Menden/ Much 2008 hat vier Männermannschaft – von der Regionalliga bis zur untersten Wettkampfklasse. Die III. Mannschaft spielt üblicherweise in der Sporthalle Menden Süd ihre Spiele der 7. von 8 Wettkampfligen. Die Sporthalle Menden Süd ist von außen genauso ein hässlicher Betonbau wie die angrenzende Schule, hat innen in hässlichen Farben eine siebenreihige Tribüne mit Stehreihe dahinter. Diese Tribüne ist aber gesperrt. Trotzdem ist diese Kackhalle auch Heimspielstätte der Regionalligamannschaft (4. Liga, 1. Amateurliga). Selbst da wird die Tribüne nicht ausgefahren, wie man Fotos der Vereinsseite entnehmen kann. Durch diesen Unsinn dürfte die Ausfahrtechnik der Tribüne auch nicht mehr funktionsfähig sein. Heute kam noch die Unsitte hinzu, dass die Halle in drei Felder getrennt wurde um Strom zu sparen. Zeitlich hätte man Volleyball und Tischtennis auch hintereinander in der Mitte der ungeteilten Halle machen können. Einfach Volleyball 30 Minuten nach vorne, hätte gereicht.

Zum Tischtennis blieb ich natürlich nicht, ich schaute nur Volleyball Landesliga zwischen VC Much Menden III und AVC Köln II, was der 5. gegen den 8. war, wobei der 9. zurückgezogen hat und die III. vom AVC Köln komischerweise klar besser als 3. als die II. spielt...
Der erste Satz war eng und wurde am Ende vom Gastgeber aus der Hand gegeben. Danach bestimmte Menden Much Satz 2 recht klar, unterlag aber wieder in Satz 3, was den ersten Punkt für den Gast sicherte. Satz vier konnte wiederum von Menden siegreich gestaltet werden, ehe der Tiebreak völlig von Köln dominiert wurde, sodass in der Tabelle nun 2 Punkte an den AVC gehen und 1 Punkt an VCMM geht. Das Spiel wartete mit einigen starken Ballwechseln auf, Fehlerquote war auch im Rahmen – also gerade für diese Spielklasse sehr ansehnliches und gutes Volleyball. Schwach war nur der Hauptschiedsrichter, der andauernd Situationen, die nicht eindeutig waren, zu Ungunsten der Gäste auslegte. Klassischer Heimschiri; hat aber nichts genutzt und das Spiel nicht nennenswert beeinflusst. Es gab nur viel Gemecker in der Halle dadurch...
Ansonsten dröhnte durch die Halle nur das ausdauernde Selbstanfeuern der Mannschaften – beim unterklassigen Volleyball, wo es üblicherweise zwischen 0 und 10 Zuschauern gibt (heute waren es mit mir 3) feuern sich die Teams meist selbst mit rhythmischen Klatschen und Gegröle im Fußball- und/ oder Karnevalsstil an. SG Pallotti Rheinbach 71:73 (after overtime) Future Sports Meckenheim Noch ein Spiel mit wenigen Zuschauern war das Basketball-Kreisliga-Match in Rheinbach. Dort wurde in der Sporthalle des ehemaligen Vinzenz Pallotti Kollegs gespielt. Der Namensgeber hieß eigentlich Vincenzo Pallotti und war ein italienischer Geistlicher des 18./ 19. Jahrhunderts. Er wurde 1950 selig- und 1963 heiliggesprochen. Warum man seinen Namen durch Eindeutschung verhunzt, weiß ich nicht. In jedem Fall schließt die geistliche Gemeinschaft der Pallottiner gerade ihre Niederlassung in Rheinbach: ein Teil der Gebäude ist schon abgerissen und das Gymnasium geschlossen worden. Das Gymnasium wird allerdings durch einen anderen Träger in dieser Schulform weiter genutzt. Daher hat auch die Sporthalle nichts zu befürchten. Diese ist auch ein sehr moderner Bau mit großer Glasfront oben und vom Bautyp her einer der nach 2000 wohl nur im Westen errichteten tribünenlosen geräumigeren Hallen mit Maßen bis maximal Handball, die halb unterirdisch gebaut sind, weswegen man sie über einen Treppenabgang von oben kommend betritt, wobei man alternativ auch durch die kurze Fensterfront vom Foyer aus reingucken kann.

Das Spiel war für Kreisliga flott und gut. Den Beginn verpennte Rheinbach aber und geriet schnell 0:12 in Rückstand. Erst nach 5 Min erzielten sie durch Freiwürfe ihre ersten Punkte zum 2:12, der erste 2er (Treffer aus dem Spiel heraus) gelang erst in der 8. Minute zum 5:17. Gegen Ende des ersten Viertels holten sie etwas auf, da Future Sports Meckenheim, die noch in den alten BG Bonn-Meckenheim Trikots auftraten, etwas nachließ. Im zweiten Viertel drehten sie die Partie auch völlig und führten mit bis zu 3 Punkten, nur um im dritten Viertel wieder deutlich ins Hintertreffen zu geraten. Das wurde dann im letzten Viertel wieder umgekehrt und in der Schlussminute stand es 65:63 für Rheinbach, doch Ausgleich von Future Sports wurde 20 Sekunden vorm Ende erzielt. In der Verlängerung war dann doch Future Sports erfolgreich, die mit geschicktem Zeitspiel und daraus folgenden Fouls der Rheinbacher ihren Vorsprung hielten und trotz vier in der Schlussminute vergeigten Freiwürfen 71:73 gewannen.

Die Schiris hatten ab und an etwas Probleme, dem Spiel zu folgen, waren aber nicht so schlecht, wie das beide Mannschaften und deren Fans oft sahen... Queckenberg, view towards the football ground Direkt an der Hauptstraße gegenüber der Pallottistraße ging ich zum Mittagessen in einen Dönerimbiss, der sehr gute Sucukpizza hatte. An so einem Wintersonntag - wenigstens sonnig, aber halt 5 Grad nur - waren außer mir in dem Imbiss nur irgendwelche asozialen Polacken auf Montage ihr Bier saufen.

Es ging dann noch höher und es wurde noch kälter: über die winzigen, in der schönen Voreifellandschaft des Ahrgebirges liegenden Dörfer zwischen Merzbach und Queckenberg, die alle nach Rheinbach eingemeindet sind, aber architektonisch bis auf die Kapelle in Queckenberg und das Wasserschloss Winterburg in Sürst Hardt (aber auch die beiden Gebäude sind nun kein Knaller, zudem ist die Kapelle wohl immer zu und in die Wasserburg natürlich von einem Privatmann vor der Öffentlichkeit weggesperrt – wie üblich im Rheinland) ganz dürftig sind, fuhr ich zum höchstgelegenen Sportplatz im Rhein-Sieg-Kreis. Dort wird zwar nur Kreisliga D geboten, aber immerhin führen da die Queckenberger. Und in jedem Fall ist aufgrund der landschaftlichen Lage mit Blick über die Dörfer und in die gegenüberliegenden Berge ein Besuch dieses ausbautenlosen Ascheplatzes lohnend. Zudem wurde trotz immerhin rund 65 Zuschauern auf das Erheben von Eintritt verzichtet. Jedenfalls kam keiner zu mir und ich habe keinen gesehen. Die Gastmannschaft vom SV Bonn-Beuel, genauer deren V. (Fünfte!) Mannschaft, kassierte aber dafür – und zwar passenderweise fünf Tore. Die Partie war auch sehr einseitig und wenig mitreißend, aber aufgrund der vielen Torszenen der Queckenberger ganz ansehnlich. SV Rot-Weiß Queckenberg 5:0 SV Beuel 06 V Statistik:
- Grounds: 2.297 (5; diese Saison: 85 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.479 (5; diese Saison: 95)
- Tourkilometer: 170 (Di 30km Rad, Do 30km Rad, Fr 30km Rad, Sa 10km Rad, So 70km Rad)
- Saisonkilometer: 38.400 (19.200 Flugzeug/ 17.980 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 1.220 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 642 Wochen.

Mittwoch, 25. November 2015

W487II: Beuel gegen Boluspor

SV Bonn-Beuel 06 III .................................... 0
SV Boluspor Bonn 1992 II ............................ 4
- Datum: Mittwoch, 25. November 2015 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Kreisliga D, Bonn/ Gruppe 2 (11. und unterste Liga, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-4 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 0-3
- Tore: 0-1 4. Sezgin Zengin, 0-2 17. Erhan Akgül, 0-3 32. Tuncay Akcay, 0-4 61. Sezgin Zengin
- Verwarnungen: Marco Tosello, Vitali Mann (Beuel); Erhan Akgül, Sezgin Zengin, Fatih Bülbül (Bolu)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Franz-Elbern-Stadion, Kunstrasenplatz (Kap. 150 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnitt) SV Beuel III 0:4 Boluspor II Photos with English Commentary:
Amateur Football: Beuel III v Boluspor II

Wegen einer Konferenz von Freitag bis Montag habe ich am Wochenende keine Spielbesuche und daher bereits Montag eine Sportveranstaltung besucht und heute noch mal Zeit nach der Uni gefunden: die III. Mannschaft des SV Beuel traf auf die II. Mannschaft von Boluspor – ein Spiel der untersten Spielklasse.

SV Beuel hatte wortreich über den achso schlechten Zustand seiner Anlage gejammert und bekam nun von der Stadt Bonn einen teuren Kunstrasen und obendrauf noch neue Stufen für das Hauptstadion (reiner Luxus-Unfug bei den guten älteren Stufen und dem geringen Zuschaueraufkommen!), das jetzt natürlich bei einem Kunstrasen gegenüber einem Rasenplatz kaum noch genutzt werden wird. Eine eigene Website für ihre Sanierungsmaßnahmen haben sie auch on gestellt: http://www.kunstrasen-beuel.de/

Der Kunstrasenplatz sieht natürlich aus wie Hund, ist aber von guter Qualität. Nur auf einer Seite kann man als Zuschauer stehen. Etwa zwei Dutzend fanden sich ein, um das in der ersten Halbzeit gute und in der zweiten Halbzeit abebbende Spiel zu verfolgen. Boluspor legte mit einem vom Torwart in den Winkel gewischten Schuss zum schnellen 0:1 vor, dann ein toller Hackentreffer nach Ecke zum 0:2. Vor der Pause noch ein schöner Weitschuss zum 0:3. Ein weiterer Weitschuss sorgte nach der Pause dann zum 0:4 Endstand.

Den nächsten Bericht gibt es dann am Wochenende 5./6. Dezember. Wahrscheinlich u.a. Eishockey in Luxemburg… SV Beuel III 0:4 Boluspor II Statistik:
- Grounds: 1.505 (1 neuer; diese Saison: 90 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.545 (1; diese Saison: 111)
- Tageskilometer: 10 (10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 26.040 (15.680 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.580 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.160 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 79 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 487.

Freitag, 8. Mai 2015

W458I-III: Kreisliga C einmal mit Raffinerie-Panorama und einmal mit Kapelle und Rheinlandschaft im Hintergrund

VfB 1920 Linz am Rhein III ................................... 3
SV Rengsdorf 1926 II .............................................. 0
- Datum: Donnerstag, 7. Mai 2015 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Kreisliga C, Westerwald/ Wied, Nord-Ost (10. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeitstand: 2-0
- Tore: 1-0 14. (11), 2-0 19. (6), 3-0 56. (11?)
- Verwarnungen: Nr. 6, 11, 14, TW1 (Linz); Nr. 6, 14 (Rengsdorf)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Kaiserbergstadion (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 21 (je ca. ein Drittel Heimfans, Gästefans und Neutrale)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmaß)

JSG Beuel B-Md. ..................................................... 0
SV Ennert-Küdinghoven 1911 B-Md. .................... 2
- Datum: Mittwoch, 6. Mai 2015 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: B-Juniorinnen Kreisklasse Bonn (5. und unterste Liga der U17-Mädchen)
- Ergebnis: 0-2 nach 80 Minuten (40/40); Halbzeitstand: 0-2
- Tore: 0-1 64. (10), 0-2 77. (6)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Franz-Elbern-Stadion (Kap. 3.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 1,0/10 (Was soll man bei einem Spiel Letzter gegen Vorletzter in dieser Spielklasse auch erwarten...)

SV Godorf 1956 ....................................................... 7
FV Hellas Frechen ................................................... 3
- Datum: Dienstag, 5. Mai 2015 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Kreisliga B, Köln/ Staffel 3 (9. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-3 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeitstand: 4-1
- Tore: 1-0 9. Sven Lambertz, 2-0 36. Andreas Jaehnsch, 2-1 41. Yannick Zander (Elfmeter), 3-1 42. Ugur Ayas (Elfmeter), 4-1 Marcel Hilgers, 5-1 50. Alexander Esch, 5-2 54. Kevin Ehwald, 5-3 76. Pietro Spinosa, 6-3 84. Marco Klein, 7-3 88. Marco Klein
- Verwarnungen: Alexander Esch?, Ugur Ayas (Godorf); Antonios Marinidis (Frechen)
- Platzverweise: Danny Schütz von Frechen (26. Min. wg. Schiedsrichterbeleidigung)
- Spielort: Sportplatz Godorf (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Schön offensives und sehr torreiches Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur Football, Cologne: SV Godorf v Hellas Frechen
b) U17 Girls Football, Bonn: JSG Beuel v SV Ennert
c) Amateur Football, Linz am Rhein: VfB Third XI v Rengsdorf Reserves
d) Rhineland-Palatinate: Erpel Old Town, Linz am Rhein Castle and Old Town

Das asoziale Lokführer-Pack streikt mal wieder, da ihre sicheren Gehälter für einen im Vergleich zu anderen Berufsfahrern simplen Job angeblich nicht genug sind, obwohl sie faktisch höher sind als die vieler anderer Berufsfahrer. Typisch deutsch nimmt man das hin, mault lautstark rum – bis auf die paar Deppen, die diese Sabotageaktionen verteidigen, weil sie starke Gewerkschaften begrüßen (was bei zu starken Gewerkschaften passiert, sieht man ja in Spanien und Griechenland) – aber unternimmt nichts dagegen. Frei nach Lenin kaufen sich deutsche Revolutionäre halt erst einmal ihre Bahnsteigkarte vorm Erstürmen des Bahnhofs – so kommen Streikbetroffene auch nicht auf solche Ideen, wie ich das z.B. von einem Groundhoppingkollegen in seinem Argentinienbericht gelesen habe, das Bahnhofsgebäude zu verwüsten, die Eisenbahnerkantine zu plündern und Streikbanner der Lokführer in Brand zu stecken. Wenig verwunderlich: nach wenigen Stunden wurde der für den ganzen Tag geplante Streik abgebrochen...

Da die gierigen Typen von der GDL aber keine solche Gegenwehr der deutschen Kunden befürchten muss, können sie munter bis zum Sonntag den Bahnverkehr behindern. Das führte bei uns an der Uni dazu, dass Dienstag nicht mal die Hälfte der Kommilitonen und auch nur ein Teil der Dozenten erscheinen konnte, weswegen am Institut entschieden wurde, dass die Aufgaben von zuhause aus erledigt werden und die Studenten in Gruppen per Email und Chat ihre Sachen machen, anstatt im Institut. Da das alles schneller ging als sonst, war abends stets Zeit für die v.a. in NRW so häufigen Wochentagsspiele der unteren Fußballligen.  
Am Dienstagabend ging es in den südlichen Kölner Stadtteil Godorf, der direkt an Wesseling grenzt und genauso von Industrie geprägt ist. Die Industrieanlagen Wesselings setzen sich quasi in Godorf direkt am Rhein fort. Der Platz liegt herrlich vor der Raffinerie – ein Tank direkt links der Mittellinie, dahinter fünf Schornsteine, eine Fackel, zwei Kühltürme... Ansonsten wäre der auf den anderen drei Seiten von Bäumen umgebene Aschenplatz, der an vielen Stellen bewachsen ist, sehr unspektakulär.

In entspannter Atmosphäre ging das Spiel der Kreisliga B zwischen dem SV Godorf und Hellas Frechen mit einer frühen Führung von Godorf – ein Flankenball rutschte dem Griechenschlussmann durch die Hände und fiel einem Stürmer der Heimelf vor die Füße – los. Dann viel Leerlauf, ehe ein Spieler der Gäste den Schiri irgendwie anpöbelte und vom Platz musste und Godorf dann auf 2:0 erhöhte. Dann gab es innerhalb von zwei Minuten zwei Elfmeter – erst einer für Frechen, dann für Godorf und schon stand es 3:1 – und kurz vor der Pause noch das vierte Godorfer Tor. Nach dem Seitenwechsel war mit dem 5:1 alles gelaufen, doch Godorf hatte wieder einen Durchhänger und Frechen wusste ihn diesmal zu nutzen: 5-3 nach 76 Minuten. In der Schlussphase traf dann ein Godorfer Spieler noch zwei Mal, wobei auf fussball.de ihm der Schiri mit dem sehr zum Äußeren passenden Namen Yakub Kasapoğlu (Jakob Fleischersohn) den ersten Treffer aberkannte und ihn als Eigentor eines Hellas-Spielers wertete. Jedenfalls war 7:3 der spektakuläre Endstand der sehenswerten Partie!  
Am Mittwoch ging es nur mal kurz auf die andere Rheinseite Bonns. Das beste rechtsrheinische Stadion ist das Franz-Elbern-Stadion. Ein Bericht im Bonner Generalanzeiger vom letzten Jahr http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/beuel/rost-schimmel-und-stolperfallen-article1317213.html legt einen nahe, dass das ganze Stadion in einem Zustand ist, der einen Spielbetrieb nahezu unmöglich macht. Dass dort jedes Wochenende um die 10 Spiele – mal auf dem Rasenplatz, mal auf dem Ascheplatz (Nebenplatz) – ausgetragen werden lässt den Sportexperten schon richtig vermuten: wieder einmal Jammern auf hohem Niveau, was man v.a. im Westen Deutschlands ganz hervorragend kann und ausgesprochen gerne macht... Allerdings glaube ich den Beuelern schon, dass ihre Kabinen verschimmeln. Nur dann muss man halt zur Not drei Bauwagen mit Toiletten mieten – hab ich im Burgenlandkreis schon gesehen... Was das andere Gejammer angeht: die Mauer mit dem Vereinsschriftzug schimmelt – na und? Die Kassenhäuschen stehen leer – dafür sehen die aber nicht mal verfallen aus! Die Stehränge (sieben Stufen auf der einen Längsseite und zwei Stufen auf der anderen bzw. hinter dem einen Tor) sind stark bewachsen – habt ihr doch prima gemäht und jetzt kann man ordentlich drauf sitzen oder stehen, was wollt ihr denn nur? Der Plattenweg ist uneben und birgt Stolpergefahr – legt mal ein paar Schaumstoffmatten aus! Der Rasen ist uneben und Spieler haben sich dadurch schon verletzt – also das ist natürlich der Gipfel; in NRW verletzt man sich durch die Unfairness vieler Gegenspieler, aber nicht durch einen durchschnittlich holprigen Rasen! Mann, Mann, Mann – was ein Gesülze...

Das Stadion war heute aber echt das interessanteste – das Spiel zwischen den U17-Juniorinnen der JSG Beuel und des SV Ennert war absolut langweilig. Schön, dass Eltern, Betreuer und Spielerinnen so begeistert bei der Sache waren, aber mehr als zwei Stolpertore aus Nahdistanz für den Gast waren nicht erwähnenswert – und das nach vollen 80 Minuten auf Kleinfeld. Wenn ich das mit dem Spiel des FV Endenich (Tabellenzweiter) vergleiche, das ich mal im Februar gesehen habe, liegen da mehr als nur ein paar Tabellenplätze im Niveau dazwischen.  
Donnerstag wurde die längste der drei Radtouren: Immer das rechte Rheinufer entlang, 35km bis Linz in Rheinland-Pfalz. Auf dem Weg schaute ich mir die Reste der Lufendorff-Brücke, als Brücke von Remagen bekannt, und zuvor noch ein Dorf mit dem schönen Namen Erpel, kurz hinter der Landesgrenze von NRW zu RPL gelegen, an, da es dort einen markanten Stadttorturm und einige Fachwerkhäuser gibt. Auch in Linz am Rhein sieht es so aus: Fachwerkhäuser und gleich mehrere gemauerte Türme. Auch eine Burg gibt es, die ist aber eine umbaute Niederungenburg und recht unspektakulär. Spektakulär ist hingegen der Blick auf den Rhein und die ihn umgebende Landschaft vom Kaiserbergstadion aus.

Der Blick ist wirklich majestätisch und auch von der Tribüne, einer achtstufigen Betonkonstruktion, aus sieht man in schöne, grüne Landschaft hinaus. Gegenüber auf den Stehplätzen an der Reling hat man ein interessantes Panorama: Tribüne, Vereinsheim, Kreuz auf dem Aussichtspunkt und Kapelle. Interessant war auch die Musikauswahl: die Spieler ließen zünftigen Rap und harten Rock über die Anlagen dröhnen, während im Vereinsheim live Blasmusik gespielt wurde.

Das Spiel zwischen der Dritten von Linz und der Zweiten von Rengsdorf war das fairste, was ich je in Rheinland-Pfalz gesehen habe. Der sehr langsame und gemächliche, mehrfach offensichtlich auf Zurufe reagierende Schiedsrichter hätte auch ein, zwei Gelbe stecken lassen können. Nur in der Schlussphase, als das Spiel nach drei Treffern der Linzer mit 3:0 entschieden war, wurde mal ein bisschen geholzt. Besonders sehenswert war das Spiel insgesamt gesehen nicht, aber kurios war noch der Umstand, dass der Kassierer mich beim Eintritt einsammeln vergaß, weil ich neben einer Gruppe von Spielern eines anderen Vereins saß, die die 1,50€ mit faulen Ausreden (kein Geld dabei, weil man nur beim Training probehalber vorbeischauen wollte) nicht zahlen wollten...  
Statistik:
- Grounds: 1.359 (Di 1 neuer, Mi 1, Do 1; diese Saison: 204 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.369 (Di 1, Mi 1, Do 1; diese Saison: 257)
- Tageskilometer: 120 (Di 40km Fahrrad, Mi 10km Fahrrad, Do 70km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 52.090 (37.070 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.760 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.970 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 64 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 458

Freitag, 30. Januar 2015

W444I: Freitagstestspiel in Ippendorf

Sportfreunde Ippendorf 1923 II ................................ 5
Sportverein Beuel 1906 II .......................................... 0
- Datum: Freitag, 30. Januar 2014 – Anstoß: 19.50
- Wettbewerb: Testspiel Kreisliga Bonn B, Gruppe 2 (9. Spielklasse, 5. Amateurliga) gegen Kreisliga Bonn C, Gruppe 2 (10. Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-0 nach 91 Minuten (45/46); Halbzeitstand: 2-0
- Tore: 1-0 3. Wesley Silva, 2-0 20. David Herrera, 3-0 54. Wesley Silva, 4-0 84. Haris Omerbasic (Eigentor), 5-0 91. David Herrera
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Ippendorf (Kap. 1.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: 3 (2 Heimfans, 1 Neutraler)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Unterer Durchschnitt)  
Photos with English Commentary:
Friendly Match: Sportfreunde Ippendorf Reserves v SV Beuel Reserves

Da ich ab Mitte Februar kurzzeitig und ab März dann langfristig nach Bonn ziehe, werde ich doch mal in den nächsten Monaten alle Sportplätze und Stadien auf dem Stadtgebiet Bonns abgrasen. Wie viele das genau sind, habe ich noch nicht nachgezählt, aber ich habe so den Eindruck, dass da nicht viele lohnende dabei sind: die meisten Anlagen sind moderne Einheitsware. So wie der Sportplatz Ippendorf, der sich im gleichnamigen Stadtteil im Süden der ehemaligen Bundeshauptstadt befindet. Einfach in die grüne Landschaft geklatscht: ein Kunstrasenplatz ohne Ausbauten. Gerade bei einem Flutlichtspiel nicht sonderlich attaktiv...

Das Spiel selber war auch nicht sonderlich attraktiv, ansonsten kann man ja nicht so klagen über die Qualität der oft recht hitzigen Wettkämpfe hier. Nur dieses Freundschaftsspiel zwischen den beiden zweiten Mannschaften von Ippendorf und Beuel wollten außer mir auch nur zwei andere Zuschauer sehen. OK, so schlecht war das Spiel jetzt auch nicht. Doch nach der schnellen Führung für den Klassenhöheren, passierte erstmal nicht so viel. Dann fiel mal plötzlich das 2:0 – auch eher ein Torwartfehler. Vereinzelt kam Beuel mal vors Tor, aber nach der Pause war das schnelle 3:0 die Entscheidung. In der Schlussphase setzten die teilweise sich im Strafraum auf Nahdistanz die Bälle quer zuschiebenden Ippendorfer noch zweie drauf zum 5:0 Endstand.  
Statistik:
- Grounds: 1.274 (heute 1 neuer; diese Saison: 120 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.276 (heute 1; diese Saison: 164)
- Tageskilometer: 40 (40km Auto)
- Saisonkilometer: 32.500 (24.050 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 3.520 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.420 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 4 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 444

Dienstag, 7. Oktober 2014

W427V: Die Hälfte der Fußballplätze von Wesseling an einem Tag

Spvg. Wesseling-Urfeld 1919/1946 .................................... 2
SG Germania Burgwart Bergstein ................................... 0
- Datum: Sonntag, 5. Oktober 2014 – Anstoß: 15.15
- Wettbewerb: Landesliga Niederrhein, Staffel 2 (6. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-0 nach 94 Min. (46/48) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 16. Christoph Wanner (Foulelfmeter), 2-0 60. Quinito Proenca
- Verwarnungen: Christoph Wanner, Yaschar Hayit (Wesseling); TW Thomas Mörs, Maximilian Hallmans, Yusuf Duman (Bergstein)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Ulrike-Meyfarth-Stadion (Kap. 2.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 240 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel)

Spvg. Wesseling-Urfeld 1919/1946 II ................................ 3
Gleuel Knapsacker Sport Club Hürth 1923/ 26 .............. 0
- Datum: Sonntag, 5. Oktober 2014 – Anstoß: 13.00
- Wettbewerb: Kreisliga B Rhein-Erft-Kreis, Staffel 3 (9. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 51. Alim Eroglu, 2-0 58. Sydlik Ndomba, 3-0 76. David Kulinna
- Verwarnungen: Kevin Haas, David Kulinna (Wesseling); Heiko Vahle (Hürth)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Kunstrasenplatz Am Kronenbusch (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Schnelles und ganz gutes Spiel mit Defiziten in Sachen Torszenen)

SC Widdig 1922 II .............................................................. 3
SV Bonn Beuel 1906 II ....................................................... 3
- Datum: Sonntag, 5. Oktober 2014 – Anstoß: 11.00
- Wettbewerb: Kreisliga C Bonn, Gruppe 2 (10. Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-3 nach 95 Min. (45/50) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 5. Uwe Frembogen, 2-0 8. Martin Parkop bzw. Eigentor des Beueler Torwarts Christopher Schwarz, 2-1 30. Haris Omerbasic, 2-2 55. Valon Ramadani, 3-2 80. Uwe Frembogen, 3-3 91. Mucahit Dogan oder Eigentor von Widdig
- Verwarnungen: Martin Parkop, Lukas Schweikert (Widdig); 2x Mario Angelo Bursch, Haris Omarbasic, Kidane Tesfagaber Petros (Beuel)
- Platzverweise: Mario Angelo Bursch von Beuel (74. wg. wiederholtem Reklamieren und Meckern)
- Spielort: Tennenplatz Widdig (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz ansehnliches und v.a. spannendes Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur Football in Wesseling (1): Widdig Reserves v Beuel Reserves
b) Amateur Football in Wesseling (2): Wesseling-Urfeld Reserves v GKSC Hürth
c) Amateur Football in Wesseling (3): Wesseling-Urfeld v Germania Burgwart Bergstein
d) Wesseling Town: Centre of Chemical Industry

In Wesseling gibt es fünf bzw. sechs Sportplätze im Spielbetrieb, dazu 2 Trainingsplätze (die zwei Hartplätze am Kronenbusch) und ein paar kleine Freizeitfußballanlagen. Widdig ist eigentlich kein Ortsteil von Wesseling, sondern von Bornheim, aber bei fussball.de wird der Verein unter Wesseling geführt, also fuhr ich da heute zuerst hin, da dort schon um 11 Uhr angepfiffen wurde.

Gespielt wurde auf einem Hartplatz, der in einer eintönigen Siedlung (ganz Widdig sieht so aus: ein Reihenhaus langweilig wie das andere) liegt, aber zum Glück komplett von Bäumen (v.a. Robinien) umgeben ist. Riesige Strommasten ragen hoch über dem Platz auf. Er ist nicht völlig ausbautenlos, sondern hufeisenförmig geht (auf der Längsseite unterhalb des Sportlerheims besonders deutlich zu sehen) eine doppelte Stufe um den Platz herum...

Das Spiel der Kreisliga B war echt nicht schlecht. Widdig II ging schnell in Führung mit einem Abstauber nach Eckball und einem kuriosen Eigentor: Flanke in den Fünfer, ein Widdiger sprintet rein, nimmt den Ball volley mit Sprungtritt, trifft die Latte, von dort segelte der Ball von oben nach unten auf den Rücken des Torwarts und von da geht er zum 2:0 ins Netz. Der Anschlusstreffer ging schön ins lange Eck, während der Ausgleich in der zweiten Hälfte eher unspektakulär war. Nachdem ein Spieler von Bonn Beuel II, ein ständig rummaulender rechtsrheinischer Vorstadtproll, vom zugegebenermaßen teils unsicher agierenden Schiri vom Feld geschickt wurde, tankte sich der trotz hoher Gewichtsklasse agile 74er durch die Abwehr und netzte zum 3:2 ein. Den verdienten Ausgleich erzielte Beuel II – immer noch in Unterzahl – erst in der Nachspielzeit: und ob da überhaupt einer von ihnen mit dem Kopf an der Pille war oder doch eher ein Gegenspieler, war auch unklar...  
Ich war kurz nach Anpfiff am Kronenbusch, wo es zwischen den beiden Hartplätzen (der ausbautenlose wird als Parkplatz genutzt, der mit den zwei kleinen Tribünen als Trainingsstätte) einen Kunstrasen gibt. Auch der ist von zwei Tribünen flankiert, wobei diese sehr neu sind, jeweils drei Reihen haben (wobei die erste immer die längste und die letzte die kürzeste ist) und teils mit Kriechpflanzen bestückt sind.

Hier wurde etwas weniger gemeckert aber noch auffälliger in dem regionaltypischen Dialekt kommuniziert als in Widdig. Typisch als Zugezogener kommen mir für den rheinischen Dialekt (besonders in der Kölner Ecke) das gerollte L und das deutlichere R vor, zudem ist das G meist ein J („joot“ statt gut wenn der Pass beim Mitspieler ankam) und es gibt einen Partikel der wie in Halle (dort: „aas“) zum Beispiel an Missfallen ausdrückende Sätze gehängt wird („jeht’s dir noch joot, dooooo?“ nach einem Foul). Der Dialekt treibt in Wesseling übrigens solche Blüten, dass sogar Schilder in seltsamem Hochdeutsch in den Sportanlagen aushängen, wo an unpassenden Stellen von „einführen“ („es ist verboten, Kippen in das Urinal einzuführen“) oder gar vom völlig veralteten „gewärtigen“ („wer den Schiedsrichter belästigt hat den Verweis vom Sportplatz zu gewärtigen“) geschrieben wird. Und in wie fern man den Schiri belästigen kann, habe ich auch nicht ganz verstanden. Vielleicht ist das ja auch nur ein typischer Anti-Kölner-Schwuchteln-Gag...

Das Spiel zwischen Wesseling-Urfeld II und dem GKSC Hürth war jedenfalls temposcharf und beide Seiten zeigten viel Einsatz – aber leider waren die Schüsse oft sehr dürftig. Erst kurz nach der Pause musste der Hürther Torwart mal hinter sich greifen, als einer der türkischen Spieler einen Nachschuss an ihm vorbeibrachte. Ein Schuss in den Winkel aus 12m von einem Afrikaner brachte die Vorentscheidung. Am Ende hieß es sogar 3:0, was aber noch fast zu niedrig war, da Gleuel-Knapsack-Hürth kaum eine Torchance zustande gebracht hatte.  
Nach diesem Spiel ging es vom Kronenbusch einmal 10m rüber auf die andere Straßenseite und schon war man vorm Ulrike Meyfarth Stadion. Die erfolgreiche Leichtathletin stammt aus Wesseling – deswegen die auffällige Namensgebung. Der Eingangsbereich ist sehr wuchtig und der Aufsatz des Gebäudes ungewöhnlich da oval. Sieht man diesen Sozialtrakt dann von innen, stellt man überrascht fest, dass der obere Mitteltrakt verglast ist wie eine Bundesliga-VIP-Loge... Alles andere als Bundesliga sind die einfachen Stehstufen, fünf auf beiden Längsseiten, wobei die Stufen der Hauptseite doppelt so hoch und groß sind. Das Spielfeld ist, klar bei der Namensgeberin, von sehr modernen Leichtathletikanlagen umgeben.

Zum ersten Mal heute zahlte ich mal Eintritt, dafür aber auch mit 6€ nicht zu knapp. Das ist schon irgendwie krank, wenn man für 2. Amateurliga, zwei Klassen unterhalb der Regionalliga (die kostet 8€) 6€ abdrücken muss. Immerhin bekommt man ein sehr gutes Programmheft kostenlos dazu. Da sammelten sich zwar auch wieder komische Ausdrücke die mit Hochdeutsch nichts zu tun haben und sagten sich mal mit derben Rechtschreibfehlern hallo, aber insgesamt war die Qualität der Vorschau- und Spielberichte erstaunlich gut. Warum zur allgemeinen Belustigung ein Bericht über das Skandalurteil gegen den SV Spich mit Originalzitaten – Vereinspräsident Spich: „Ich will nich, dass wir als Asi-Verein dastehen! Den Schiedsrichter haben wir versehentlich nach dem Spiel in der Kabine eingesperrt und wer sein Fahrrad in den Wald geworfen hat, wissen wir nicht – er hatte es ja nicht einmal an den Radständer angeschlossen“ – gebracht wurde, weiß ich zwar nicht, aber vielleicht wollte man mal auf die Willkür der Sportgerichtsbarkeit hinweisen, die einen Verein mit vierstelligen Strafzahlungen und Zuschauersperren kaputt machen will, dem weder mehrfaches Fehlverhalten anzulasten noch überhaupt nachzuweisen ist, dass er für die fraglichen Vorkommnisse verantwortlich ist. Anmerkung: nach drei fragwürdigen Platzverweisen gegen Spich soll es zu üblen Beleidigungen gegen den Unparteiischen gekommen sein, der nach Spielschluss ausversehen/ absichtlich in die Kabine gesperrt wurde, während draußen sein Rad von wem auch immer gestohlen und in den Wald hinterm Stadion geleddert wurde...

Dieses Landesligaspiel hier, war aber trotz vollem Einsatz beider Teams das fairste das ich in NRW überhaupt gesehen habe. Fast niemand meckerte rum – und das in NRW! Ein paar Fouls, ein bisschen Holzen, einmal ein „halt die Fresse“ zu so einem gestörten Zuschauer mit seinen dummen Kommentaren – klar sowas muss auch sein! Aber alles sehr vernünftig. Den Schiedsrichter musste man auch nicht einsperren, auch wenn manch eine Entscheidung fragwürdig war...
Nicht einmal der Elfmeter, durch den Wesseling in Führung ging, war eindeutig. Das 2:0, aus vollem Lauf über den Torwart gelupft, war aber mehr als eindeutig. Der Gast aus Bergstein brachte einfach zu wenig nach vorne um den Gastgebern der Spielvereinigung Wesseling-Urfeld wirklich gefährlich zu werden.

So viel erstmal zu Wesseling: die anderen drei Sportanlagen (Urfeld, Süd d.h. RG Wesseling, und Berzdorf) werde ich im Laufe der Saison mal besuchen. Zum Ende des Monats schaue ich mir mal die Wesselinger Handballer an. Deren Halle ist im Moment jene am Kronenbusch. Da der Betrieb an der Uni erst ab 13.10. zu 100% anläuft, kann ich mir wohl noch ein paar Amateurkicks unter der Woche leisten und am Wochenende so wie so ein breites Sportprogramm einrichten.  
Statistik:
- Grounds: 1.198 (heute 3 neue; diese Saison: 44 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.183 (heute 3; diese Saison: 71)
- Tageskilometer: 20 (20km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 15.530 (10.860 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 970 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 155 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 427