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Donnerstag, 3. Juni 2021

W3.0022.II: Mit QR-Code zum unterklassigen Fußball

TV Asberg 1897 B/C ................................................ 2
Essener SF 99/06 B/C ............................................... 2

- Datum: Donnerstag, 3. Juni 2021 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisleistungsklasse C-Jugend Wesel gegen Niederrheinliga C-Jugend, 5. gegen 3. U15-Liga)
- Ergebnis: 2-2 nach 84 Minuten (45/39) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 5. Sulaiman, 1-1 9. Sievers („Foul“elfmeter), 2-1 54. Seemann, 2-2 55. Schrader
- Gelbe Karten: 2x Asberg, 1x Essen
- Zeitstrafen: 1x Essen (2 Minuten)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportanlage Asberger Straße, Rasenplatz (Kap.: 500 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit auf irgendeine Fantasiezahl beschränkt)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 10 Gäste und 1 Zaungast)
- Spielbewertung: 3,0/10 (Müder Sommerkick mit nur kurzen guten Phasen und unterirdischer Schiedsrichterleistung) TV Asberg 1897 C 2:2 Essener SG 99/06 C Photos with English Commentary:
a) Under-15/17 Friendly in Moers: TV Asberg vs. Essener SG 99/06
b) Ruhrgebiet: Moers, Duisburg
c) Lower Rhineland: Düsseldorf, Krefeld

Am Happy Cadaver Day war nicht viel Auswahl aufgrund des Dauerlockdowns. In Zero-Covid-Cologne war man zu blöd ein Hygienekonzept für 2. Frauenbundesliga zu erstellen, also fuhr ich mit dem Rad im Auto nach Düsseldorf und stieg dort aufs Mountainbike um.
Die öde Rheinlandschaft entlang und durch die hässlichen Städte und Ortsteile wie Bankrott-Uerdingen nach Moers. Im Stadtteil Asberg sieht es aus wie Hund – also da ist es selbst fürs Ruhrgebiet ziemlich hässlich.
Auch die Sportanlage macht nicht viel daher, schon gar nicht der ausbautenlose Naturrasenplatz 2 – uneben, an den Längsseiten Banden, an drei Seiten Bäume und Gestrüpp, statt richtige Linien standen hier Hütchen. Originell war nur der Schuppen, der mit „VIP-Room“ beschriftet und mit einem Geweihähnlichen Zweig gekrönt war...
Die Anlage durfte nach dem Scannen eines QR-Codes betreten werden – zwei junge Leute vom Heimverein kümmerten sich da sehr kompetent und freundlich drum.
Der Test, der auf 2x45 Minuten anberaumt wurde, aber dann am Ende doch 5, 6 Minuten kürzer ausfiel, war ja ganz interessant von der Ansetzung her, aber dass die U15- und U17-Spieler monatelang keinen Wettkampf hatten, war denen klar anzusehen. Unklar warum, denn trainieren tun die schon seit Wochen und in Dresden war ein vergleichbares Spiel am Sonntag viel besser gewesen. Dort war übrigens auch die Schiedsrichterleistung sehr viel besser als hier. Der favorisierte Gast ging früh in Führung, doch das Spiel war keine zehn Minuten alt, bis die erste Irrsinnsentscheidung des Unparteiischen kam: ein völlig unberechtigter Elfmeter für den Gastgeber, der schön versenkt wurde. Danach viel Leerlauf. Nach der Pause der Gast klar besser, doch ein glücklicher Weitschuss führt zum 2:1 für Asberg. Eine halbe Minute später der hochverdiente Ausgleich. Ein Treffer kurz vor Schluss zählte dann wegen angeblichen Abseits nicht. Genauso wirr wie viele Freistoß- oder Eckballentscheidungen. Asberg hatte das Unentschieden überhaupt nicht verdient. TV Asberg 1897 C 2:2 Essener SG 99/06 C Statistik:
- Grounds: 2.795 (1; diese Saison: 137 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.079 (1; diese Saison: 194)
- Tourkilometer: 210km Auto (150km Auto und 60km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 47.320 (36.120 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 3.490 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28 [letzte Serie: 6, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 22 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Mittwoch, 3. Mai 2017

W561IIIb/c: Fußball in Moers

Meerbecker SV Moers 13/20 .................................. 0
SV Walbeck 1913 ..................................................... 1
- Datum: Sonntag, 30. April 2017 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Bezirksliga Niederrhein Gruppe 4 (7. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-1 nach 95 Min. (45/50) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 87. Gorthmanns
- Gelbe Karten: Debernitz (MSV); van den Berg, Kropp, NN (Walbeck)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Rheinpreußenstadion, Hartplatz (Kap. 300 Stehplätze + 2.700 gesperrte Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon 85 zahlende und ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchwachsenes Spiel mit unverdientem Sieger)

FC Rot-Weiß Moers II .......................................... 0
TuS Borth 71 .......................................................... 4
- Datum: Sonntag, 30. April 2017 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Kreisliga C, Moers, Gruppe 2 (10. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-4 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 9. Kaffka, 0-2 41. Ridders, 0-3 54. Kaffka, 0-4 86. Ridders
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Am Jostenhof Moers (Kap. 2.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnitt) Rot-Weiß Moers II 0:4 TuS Borth II Photos with English Commentary:
a) 10th Division: Rot-Weiß Moers II v TuS Borth II
b) 7th Division: Meerbecker SV Moers v SV Walbeck

Zwischen den ganzen Radsportwettbewerben besuchte ich auch noch zwei Fußballspiele in Moers. Sehenswerte Stadien gibt es da mehrere: so auch diese beiden heute. Zuerst der Jostenhof am markanten Turm der Feuerwache. Auf einer Seite gibt es ein paar Stehstufen, einige Schalensitze und eine überdachte Tribüne mit 32 Sitzen, sowie eine dekorativ bepflanzte Gartenhütte. Das Sportlerheim ist weniger dekorativ und v.a. gibt es dort bei Spielen der II. Mannschaft nicht mal was zu Essen. Die II. vom FC Rot-Weiß Moers lieferte eine ganz schwache Leistung gegen die Reserve vom TuS Borth ab: ein schnelles Gegentor durch einen Schuss in den Winkel aus sechs Metern, dann hielt der Torwart u.a. mit einem gehaltenen Elfer die Truppe im Spiel, ehe er mit einem Heber überrumpelt wurde. Nach der Pause schnell das 0:3, dann Leerlauf, in der Schlussphase noch das 0:4. Meerbecker SV Moers 0:1 SV Walbeck Gleich weiter zum völlig überlaufenen Rheinpreußenstadion. Das war leider nicht wegen des Bezirksligaspiels überlaufen, sondern wegen eines türkischen Frühlingsfestes, das wohl von der Gemeinde der Auswanderer aus Balıkesir organisiert wurde. Allerdings liegt es nicht an denen, dass der Rasenplatz nicht genutzt wird: da war keine Markierung erkennbar, also seit Wochen oder Monaten wird da bestenfalls nur trainiert – die Tribünen, massive Stehstufen aus den 20ern oder 50ern (je nach Quelle; sieht mir für 20er aber etwas zu schlicht aus, also eher 50er) sind wegen angeblicher Einsturzgefahr gesperrt, somit gibt es 0 Zuschauerplätze. Einsturzgefahr ist natürlich Schwachsinn, denn die Tribüne kann gar nicht zusammenfallen, da sie ja keinen Hohlraum überbaut, sondern auf festen Erdwällen ruht – aber natürlich sind die Stufen in einem erbärmlichen Zustand, der zumindest einen Haftungsausschluss erfordert, wenn einer so blöd ist und da auf die Fresse fliegt...

Allerdings ist der Nebenplatz auch einen Besuch wert: dort gibt es Tribünenstufen auf der Rückseite, die Rückseite des Sprecherturms und überwachsene Stufen hinter dem einen Tor. Die sind allerdings auch alle gesperrt, interessiert nur zum Glück keinen. Sonst dürfte man nur ebenirdisch an der Bande stehen (etwa 300 Plätze). Bei so viel Blödheit, ein Bezirksligaspiel auf Asche statt auf Rasen auszutragen, nahm ich mir aber dennoch heraus, mich einer türkischen Familie anzuschließen und auf dem Weg zum Frühlingsfest ohne dafür zu Bezahlen zum Spiel abzudrehen. Wer Nebenplätze nutzt – auch wenn sie so spektakulär sind wie dieser – kann von mir kein Verständnis für Eintritt im Bereich von 5€ erwarten...

Das Spiel war lange auch nicht auf dem Niveau Bezirksliga, doch nach und nach riss der Gastgeber die Partie an sich. Leider machte der MSV Moers keine Tore. Der Torwart von Walbeck war einfach zu souverän und die MSV-Stürmer zu schwach. In der 87. Minute dann endlich ein Tor – das einzige der Partie und natürlich völlig unverdient für den Gast... Das gaben die hinterher auch ganz offen zu, wie unverdient das war – aber wenigstens kein 0:0! Meerbecker SV Moers 0:1 SV Walbeck Statistik:
- Grounds: 1.913 (2; diese Saison: 234 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.022 (2; diese Saison: 282)
- Tourkilometer: 270 (270km Auto)
- Saisonkilometer: 48.420 (42.740 Auto, davon 2.540 Mietwagen/ 2.310 Fahrrad/ 1.100 Flugzeug/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 32 [letzte Serie: 11, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 561 Wochen.

Samstag, 30. Januar 2016

W496II: Bundesliga im Bowling und ein Radballturnier mit enormer Unentschiedenquote

5. Spieltag der Radball Verbandsliga Nordhein-Westfalen; in Kempen/ St. Hubert
- Datum: Samstag, 30. Januar 2016 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Radball Verbandsliga NRW (4. deutsche Radballliga)
- Punkte: RV Flottweg 1922 St. Hubert (8; 2 Siege, 2 Unentschieden, 0 Niederlagen; 22:12 Tore), RSV Leeden IV (9; 2-3-0; 14:11), SG Suderwich (5; 1-2-0; 11:9), RSV Münster (5; 1-2-1; 15:16), RSC Niedermehnen I (2; 0-2-2; 14:18), RSC Niedermehnen II (1; 1-0-3; 7:23)
- Bestes Spiel: St. Hubert 5:5 Niedermehnen I (7,5)
- Schlechtestes Spiel: Münster 4:4 Niedermehnen I (5,5)
- Tore insgesamt/ Torschnitt pro Partie: 89/ 7,4
- Strafen: keine
- Austragungsort: Kleine Turnhalle am Hohenzollernplatz (Kap. 40, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: bis zu 15 (keine Fans von Gastmannschaften darunter)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes Turnier mit fast durchweg spannenden Spielen)

5. Start der 1. Bowling-Bundesliga der Herren
- Datum: Samstag, 30. Januar 2015 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: Wettkampftag der 1. Deutschen Bowling-Bundesliga (Amateurliga)
- Ergebnisse: siehe Verbandswebsite http://dbu-bowling.com/index.php?id=6366
- Austragungsort: Bowling Arena Moers (Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40
- Unterhaltungswert: 1,5/10 (1. Ein zum Zuschauen eher langweiliger Sport, 2. Kann man kaum Zuschauen bei solchen scheiß Bahnen) Radball Verbandsliga NRW (Kempen/ St. Hubert) Photos with English Commentary:
a) Bowling: Bundesliga Match Day in Moers
b) Cycle Ball: Regional Tournament in St. Hubert
c) Sightseeing: Niederrhein – Ratingen and Kempen

Beim Brandenburger Landespokal vor ein, zwei Jahren waren wir mal bei Chemie Premnitz. Dort kamen wir mit einem Ordner gut ins Gespräch, der uns erzählte, dass eine Meistermannschaft in der brandenburgischen Kleinstadt angesiedelt ist: der Bowling-Bundesligist Chemie Premnitz. Also irgendwie hatte ich seitdem halt diese Bowling-Bundesliga, die in Form von sechs übers Jahre verteilten Turnieren an denen stets alle 10 Bundesligisten teilnehmen, ausgetragen wird. Dabei muss der Austragungsort nicht immer einen Bundesligastarter haben, so wie es heute in Moers der Fall war, die in den unteren Klassen zu finden sind. In dieser hässlichen Stadt am Niederrhein fanden sich Teams aus ganz Deutschland ein: außer Chemie Premnitz auch noch der Rivale aus Brandenburg: Strike Eisenhüttenstadt, aber auch direkte Nachbarn: 1.BC Duisburg und der Tabellenletzte Lok Stockum aus Düsseldorf. Zudem trafen auch Finale Kassel (Tabellenführer), BC Ingelheim (Rheinland-Pfalz und knapp vor Premnitz auf Rang 2), Strikee’s Bremen, Ratisbona Regensburg, Arena Team Spandau (Berlin) und Action Team Hamburg ein.

Gut 40 Zuschauer taten sich diesen Wettkampf an, der an sich – wie jeder Präzisionssport – seine Faszination hat, aber hier wirklich für den Zuschauer unerträglich ist: man kann nur von hinten zugucken, dauernd stehen die anderen Spieler im Weg und die Anzeigetafeln sind klein und unübersichtlich. Beim Kegeln ist wenigstens nicht so ein Gewusel auf 10 Bahnen und v.a. kann man dort richtig Sitzen und sieht jede Aktion - und Platzbahnkegeln ist sowieso sehenswerter als Bowling und Kegeln zusammen und besser für Zuschauer allemal1st Bowling Bundesliga in Moers Ich fuhr dann nach weniger als zwei Stunden Anwesenheit nach Kempen/ Niederrhein weiter, wo es eine wuchtige und ziemlich hässliche Backsteinburg, ein interessantes Stadttor, eine recht spektakuläre und wie in Zons z.B. auch in die Stadtmauer integrierte Windmühle, eine komisch rotgefärbte Kirche und einige ältere Häuser zwischen den ganzen hässlichen Betonbauten der Nachkriegszeit zu sehen gibt.

Vorm Bowling hatte ich schon die Altstadt von Ratingen besucht, die mit ganz ansehnlichen Stadtmauerresten und Türmen aufwarten kann, allerdings sehr überformt ist von Betonbauten und als eigentliches Hightlight ein Wasserschloss etwas außerhalb zu bieten hat. Ratingen Danach wurde es sportlich besser, da ein Radballturnier anstand. Zwar nur Verbandsliga NRW, also 4. Liga (2. Liga auf NRW-Ebene, darunter gibt es noch zwei weitere), aber das lohnte sich richtig. Die Halle in St. Hubert, in der man von den meisten Radballern wieder einmal freundlich begrüßt wurde, gehört zu einer Grundschule. Die Grundfläche beträgt nur etwa 30x15m. OK – das reicht gerade so für Radball, aber man kann nur hinter den Toren Stehen oder auf Turnbänken und –kästen in einem der Geräteräume sitzen. Der zweite Geräteraum wird für Werkzeuge und Ersatzteile sowie die Kocher für Würstchen und Kaffee gebraucht, der dritte Geräteraum ist fürs Kampfgericht. Die Halle war schon irgendwie klasse, da sie auch von Formen und Farben her ansprechend ist. Nur war immer Durchzug, sodass auch mal Bälle aus der Tür rausgeschossen wurden. Gut, dass wir nicht in Dortmund waren, da hätte bestimmt einer draußen den Ball vorn Wanst gekriegt und sich beschwert wie bei Großkreutz seinem Cousin...

Die Spielergebnisse, von denen übrigens genau die Hälfte unentschieden ausging (so viele Unentschieden habe ich noch nie beim Radball gesehen) waren dabei im Einzelnen:
RV St. Hubert 1 - RSV Münster 1 6:3
RSV Leeden 4 - RSC Niedermehnen 2 4:1
RSC Niedermehnen 1 - SG Suderwich 1 2:4
RSV Leeden 4 - RSV Münster 1 2:2
RSC Niedermehnen 2 - SG Suderwich 1 5:5
RSV Leeden 4 - RV St. Hubert 1 3:3
RSC Niedermehnen 1 - RSV Münster 1 4:4
RSC Niedermehnen 2 - RV St. Hubert 1 1:8
RSV Leeden 4 - SG Suderwich 1 2:2
RSC Niedermehnen 1 - RV St. Hubert 1 5:5
RSC Niedermehnen 2 - RSV Münster 1 4:6
RSV Leeden 4 - RSC Niedermehnen 1 5:3 Radball Verbandsliga NRW (Kempen/ St. Hubert) Statistik:
- Grounds: 1.541 (2 neue; diese Saison: 126 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.583 (2; diese Saison: 147)
- Tageskilometer: 230 (230km Auto)
- Saisonkilometer: 36.970 (24.180 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 4.730 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.330 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 496.

Freitag, 21. August 2015

W473IV: Boxen in Moers

8. Internationale Deutsche Meisterschaft U21 Männer & Frauen im Olympischen Boxsport
- Datum: Freitag, 21. August 2015 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: 4. und 5. Viertelfinale der 8. Internationalen Deutschen U21-Meisterschaften im Boxen
- Ergebnisse: siehe Verbandswebsite http://www.box-sport-verband.de/
- Ausrichter: Amateur Box Club Rheinkamp
- Austragungsort: sogenannter „ENNI.SportparkRheinkamp“ (Moers, Kap. 1.200 Sitzplätze, davon heute 600 (500 Tribünenplätze + 100 temporäre Ringbestuhlung geöffnet)
- Zuschauer: ca. 70 (mehrheitlich Aktive)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Durchwachsenes Niveau, aber fast durchweg temporeiches und spannendes Boxen) Boxing: German U21 championships Photos with English Commentary:
a) Boxing: German U21 Amateur Championships in Moers
b) Sightseeing: Ruhrgebiet; Moers Palace and Town Centre

Mit massiver Verspätung kam ich am Duisburger Hauptbahnhof an, bekam gerade noch den Anschluss nach Moers. Moers ist ein unglaublich hässlicher Ort mit teils sehr zwielichtiger Bevölkerung; selten so viele saufende Arbeiter und arbeitslose Säufer auf einen Haufen gesehen – halt typisch Ruhrgebiet. Nur der Schlosspark ist schön, da sehr gepflegt und originell gestaltet. Das Schloss selber ist ein 0815-Maasrenaissance-Bau. Besseres 0815 ist die Sporthalle, der sogenannte ENNI Sportpark (benannt nach dem ihn finanzierenden Unternehmen) im Moerser Ortsteil Rheinkamp. Allerdings muss man vom Bahnhof aus knapp 6km dahin laufen. Dafür ist dort gute, unbeeinträchtigte Sicht aufs Spielfeld bzw. heute den Ring von Standard-Ausziehtribünen, die in drei Abschnitte eingeteilt sind. Beim Boxen gibt es natürlich auch noch die berühmte Ringbestuhlung, die oftmals mehr kostet als die Tribüne, was ich als Fotograf eher Unsinn finde: besser die Draufsicht von oben, denn die Ringseile sind so oder so immer im Bild...

Zum Viertelfinale der deutschen U21 Meisterschaften wurde nur 5€ Eintritt erhoben, die Finalkarten sind mit bis zu 16€ schon ziemlich überteuert. Aber ich wollte eh nur mal wieder ein bisschen Boxen sehen und bekam auch von 15 bis kurz nach 17 Uhr zwei Stunden ohne Unterbrechung zu sehen. Die Abendveranstaltung von 19 bis 21 Uhr schaute ich mir doch nicht mehr an, da ich sonst nicht vor 1.45Uhr zurück in Bonn gewesen wäre...

Was positiv auffiel, war das hohe Tempo der Kämpfe, was auch bei Halbwelter- und Mittelgewicht ja nicht immer der Fall ist. Ansonsten war das Niveau jetzt nicht unbedingt herausragend, viele waren ja auch noch nicht so erfahren mit ihren oft nur 18 Jahren und teilweise weniger als 30 offiziellen Kämpfen. Warum die Deutsche Meisterschaft als Internationale Deutsche Meisterschaft angekündigt wurde, habe ich nicht ganz verstanden. Wahrscheinlich weil fast alle Kämpfer, selbst die Frauen und ostdeutschen Starter, Migrationshintergrund haben...

Der Modus bei den Männern war 3 Runden zu je 3 Minuten, bei den Frauen 4 Runde zu je 2 Minuten. Nur der 9. und letzte Kampf war Frauenboxen, ansonsten traten nur Männer gegeneinander an. Die ersten vier Kämpfe waren im Halbwelter bis 64kg. Zuerst traten Baryshnik für Baden-Württemberg und Temur für NRW an. Die ersten beiden Runden waren gut und ausgeglichen, dann ging Temur die Puste aus und Baryshnik dominierte die letzte Runde weswegen er den Kampf gewann. Ceyhan für Niedersachsen und Al-Saadi für Schleswig-Holstein lieferten sich einen chaotischen und unsauberen Kampf, irgendwie hatte am Ende Al-Saadi mehr Punkte. Salah für Thüringen und Rashid für Sachsen-Anhalt zeigten dann einen der besseren Kämpfe, recht ausgeglichen auch, am Ende aber ein deutlicher Punktsieg für den arabischen Thüringer. Zani (Hamburg) besiegte dann Perdomo (Mecklenburg-Vorpommern) nach Punkten in einem mittelmäßigen Kampf.

Weiter ging es mit Mittelgewicht bis 75kg und Karabay (NRW) gegen Kloß (Sachsen-Anhalt). Das war der schlechteste Kampf des Nachmittags, da der Sachsen-Anhalter nur passiv reagierte, herumstand und seinen schwachen Gegner herumschickte. Am Ende reichte es für einen Punktsieg für Kloß. Dann Magmedov (BaWü) gegen Kostic (NRW) und der einzige vorzeitig beendete Kampf: ein Cut über dem Auge von Kostic nach 2 Minuten und das war es. Rexhepi (Hamburg) und Rennert (Niedersachsen) lieferten dann den besten Kampf des Nachmittags ab: der gute und ausgeglichene Kampf endete in einem Punktsieg für Rexhepi. Ähnlich gut war Daschjan (Schleswig-Holstein) gegen Merzlyakov (Bayern), dort gewann der Bayer nach Punkten.

Zum Ende gab es noch einen recht dürftigen Frauenkampf: die beiden Athletinnen, Maky aus Berlin und Asanova aus NRW, stürmten aufeinander los, zeigten ein bisschen solides Boxen und dann ging ihnen schnell die Kondition aus. Das gleiche in allen vier Runden, besonders deutlich in der letzten. Asanova bekam anscheinend NRW-Bonus, weswegen Maky bei der Urteilsverkündung auch etwas rumzickte, aber besser war sie ja auch nicht wirklich.

Naja, was Boxen angeht, werde ich sicherlich mal noch irgendwelche Ligenvergleiche (Bundes- oder Oberliga) besuchen. Kampfsport finde ich im Vereinswettkampf eh immer am besten, da man dort als Neuling/ Neutraler ja immer weiß, für wen man ist: nämlich für den Starter der sympathischeren Stadt oder des cooleren Vereins. Entsprechend ist allerdings dort das Publikum oftmals etwas hitzig: heute blieb es trotz dessen, dass das Boxen ja wirklich mittlerweile viel mehr Proletensport als Fußball ist (v.a. was da an Ex-Amateuren für Profiställe mitunter boxt, ist vom Verhalten her unter aller Sau und gehört eher zum Wrestling oder in den Bare-Knuckle-Bereich), ausgesprochen sachlich und fair. Boxing: German U21 championships Statistik:
- Grounds: 1.443 (1 neuer; diese Saison: 28 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.463 (1; diese Saison: 29)
- Tageskilometer: 230 (220 Bahn, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 4.600 (3.690 Auto/ 470 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 440 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 30 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 472.

Sonntag, 17. Januar 2010

W181I: Der erste Heimsieg der Saison für den VCBDS – davor: ein enttäuschendes Handballspiel in Braunsbedra

SG Saaletal Reichardtswerben/ Prittitz II 24:28 VfB Bad Lauchstädt
Samstag, 16. Januar 2010 - Anwurf 16.00
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd (6. Handball-Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 24:28 nach 60 Min. – Halbzeit: 15:13
Torschützen: sind mir unbekannt
Zeitstrafen: Saaletal 10 Minuten; VfB 10 Minuten
Platzverweise: Nr. 10 Bad Lauchstädt (21. Minute, 3. Zweiminutenstrafe)
Spielort: Geiseltalhalle St. Barbara Braunsbedra (Kap. 350 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,5/10 (Ziemlich Schwach)

VC Bad Dürrenberg/ Spergau 3:0 Moerser SC
Samstag, 16. Januar 2010 - Beginn 19.30
1. Volleyballbundesliga (Profi- und Halbprofiliga)
Ergebnis: 3:0 nach 89 Min. – Sätze: 28:26, 25:20, 30:28
Besondere Vorkommnisse: keine
Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.200 Sitzplätze)
Zuschauer: 862 (davon ca. 8 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich Gutklassig)
DSCF4252
Photos and English version: Handball in Braunsbedra and Volleyball in Spergau

Die SG Saaletal ist die Spielgemeinschaft, die sich vorher auf die Vereine SKV Prittitz und Frisch Auf Reichardtswerben aufteilte, mehrerer kleiner Orte unter 3.000 Einwohnern im Saaletal zwischen Weißenfels und Merseburg. Meist wird in Plotha-Plennschütz gespielt, doch auch die wenig sehenswerte Geiseltalhalle St. Barbara (die Schutzheilige der Bergarbeiter: eine Ikone aus Stein hängt an der Mauer links vom Eingang) in Braunsbedra – hinter dem stinklangweiligen Stadion, das vor allem wegen dem alljährlich dort stattfindenden Kreispokalfinalspiel des Saalekreises (früher Merseburg-Querfurt) bekannt ist – wird von diesem Verein mit immerhin vier Männer und mehrerer Frauen- und Jugendmannschaften genutzt. So auch diesmal, wobei nur die II. und die I. Männer in Aktion traten.

Wir traten dann aber auch nur bei den II. Männern in Aktion, da am Abend noch mal Volleyball geguckt werden wollte. Außer uns waren dann immerhin noch so 60 Zuschauer in der Halle, die allerdings eine erschreckende Langeweile ausstrahlten. Man muss ihnen aber auch zugutehalten, dass man bei einem derart schwachen Spiel wie zwischen dem Tabellenletzten (11.) und dem 6. auch nicht so enorme Anfeuerungen loslassen muss. Dass, was auf der Platte ablief, war größtenteils wirklich nicht einer Bezirksligapartie würdig. Die thüringer Kreisklasse in der Vorwoche war technisch und spielerisch klar besser und läuferisch ebenbürtig. Das Spiel in Braunsbedra stand dann allerdings zwischenzeitlich wegen der dünnen Personaldecke der Gäste (waren wohl viele Spieler krank oder anderweitig verhindert) auf der Kippe. Zumindest nach der lächerlichen roten Karte gegen den 10er von Bad Lauchstädt. Aber in der Pause wechselte sich der Trainer ein und ein weiterer Spieler erreichte die Halle. In der ersten Halbzeit war der Tabellenletzte, der von neun Spielen nur eines gewinnen konnte, die bessere Mannschaft. In der zweiten Hälfte jedoch wendete sich das Blatt: die SG Saaletal II brauchte ganze zehn Minuten, ehe sie ihr erstes Tor in Halbzeit zwei erzielten. Ab der 42. führte dann der Gast aus der Goethestadt nur noch. Sie hielten dies bis zum Ende mit der viel schwächeren Personaldecke durch. Respekt dafür und für den 24:28-Sieg.
DSCF4275
Normalerweise nehmen wir die Räder für eine läppische 16km-Distanz wie Merseburg – Braunsbedra, doch die scheiß Gemeinden räumen ja kaum die Straßen. Also waren wir erst mit dem Bus, der seine Kurvenschneiderei unfallfrei hinbekam, unterwegs und stiegen dann, zurück in Merseburg, erst wieder auf das Fahrrad um. Weiter nach Spergau. Auf dem Weg dahin war dann wenigstens ab Leuna geräumt. Andere Orte kriegen ja in der Hinsicht nie den Arsch hoch.

Beim VC BDS gab es ja letzte Woche einen peinlichen Ausfall, da die Halle völlig unsinnig wegen Schnee gesperrt war. Ob das dem verletzungsgeschwächten VC jetzt recht kam oder nicht, ist mir in dem Fall egal. Wettbewerbsverzerrung heiße ich da nicht gut – egal ob zugunsten oder zuungunsten der Sachsen-Anhalter. Jetzt war die Schneelast zwar immer noch nicht geringer, aber auch die blödesten Aktionisten hielten Ruhe, sodass gegen Moers aus der 106.000-Einwohner-Stadt am Rande des hässlichen Ruhrpotts gespielt werden konnte. Moers mit zwei Minuspunkten mehr und zwei Satzpunkten schlechter als der VC BDS. Beide Mannschaften in der Pflicht zu siegen, da die Gäste den letzten und der Gastgeber den drittletzten Platz belegten. Die Zuschauerzahl nicht ganz so hoch wie zu Spitzenspielen, die Stimmung jedoch so solide wie immer. Auch der Hallensprecher gut drauf wie immer, das Büffet wie immer und die VIP-Tribüne mir Getränken überschüttet und verklebt wie immer. Manche lernen es halt einfach nicht – oder erst dann, wenn mal das Glas aus der Hand über die Brüstung und einem darunter stehenden Balljungen auf den Kopf fällt.

Was nicht wie immer bzw. nicht wie immer in der letzten Zeit war, war das Spiel. Nur zu Anfang mit Fehlern durchsetzt und zuungunsten des Gastgebers verlaufend, nahm es schnell an Qualität zu und wendete sich zugunsten des VCBDS. Die Moerser führten allerdings bis zu ihrem ersten Satzball konstant, doch die Schlussphase des ersten Spielabschnitts gehörte dem VC.
Den zweiten Satz dominierten sie dann klar, wenn auch Moers nie ganz chancenlos war.
Der dritte Satz sollte der letzte sein, wenn es auch lange Zeit mal wieder nicht danach aussah, als ob die sogenannten Piraten zum Erfolg kommen würden. Diesmal lagen sie sogar in der Verlängerung hinten und schafften aber 30 zu 28 Punkte.
Der Sieg war – wenn auch drei höchst zweifelhafte Entscheidungen gegen die Gäste entschieden worden – verdient. Die schönsten Ballwechsel holten zwar stets die Moerser, aber schon allein dafür, dass sie jede Szene anzweifelten, als ob sie hemmungslos verschoben werden würden, haben sie das Pech, zwei Sätze in der Verlängerung verloren zu haben, verdient.

Die Gäste waren sichtlich niedergeschlagen, wobei deren Fans schon im ersten Satz aufgegeben zuhaben schienen. Bei Moers dürften also so langsam die Lichter ausgehen und für Liga 2 geplant werden.
Die Pressekonferenz der „Pirates“ nach dem Spiel war also erfreulich locker und lustig gestaltet. Die Volleyballer hatten ja auch genug Grund zum Feiern gehabt. Der erste Heimsieg in dieser Saison und das erste gute Spiel, das ich seit Monaten von ihnen gesehen habe!
DSCF4346
Statistik:
Ground Nr. 386 (ein neuer Ground; diese Saison: 55 neue)
Sportveranstaltung Nr. 944 (diese Saison: 86)
Tageskilometer: 50 (30 Bus, 20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 15.960 (12.120 Auto/ 2.000 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.840 Fahrrad/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 46
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 181