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SG TSV Haar 1923 / Putzbrunner SV 1949 / TSV Grasbrunn-Neukeferloh 1957 (Senioren B) |
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0 : 2 (0:0) |
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Türkgücü München e. V. (Senioren B) |
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Datum: Mittwoch, 17. April 2024 – Beginn: 19.30 - Tore: 0-1 55. Kaynar, 0-2 63. Kilicaslan - Verwarnungen: NN - Platzverweise: nur gegen einen Gästefan... -
Austragungsort: Sportplatz Vockestraße (Haar bei München; Kap. 2.500 Stehplätze) |
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SC Malching 1974 II |
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2 : 1 (1:1) |
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SV 1949 Haspelmoor II |
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Datum: Dienstag, 16. April 2024 – Beginn: 19.30 - Tore: 1-0 28. Giggenbach, 1-1 45. Schenner, 2-1 50. Giggenbach - Verwarnungen: Jennrich (Malching); Krönninger, Haag (Haspelmoor) - Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportplatz Malching (Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze) |
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SG SV Helios-Daglfing 1919 / FC Aschheim 1956 / FC Rot-Weiß Oberföhring 1922 (Senioren A) |
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4 : 1 (2:1) |
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Spielvereinigung Höhenkirchen 1945 (Senioren A) |
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Datum: Montag, 15. April 2024 – Beginn: 19.30 - Tore: 1-0 3. Franke, 2-0 22. Mayer, 2-1 36. Denes, 3-1 73. Pandea, 4-1 85. Mayer - Verwarnungen: Melieni (Höhenkirchen) - Platzverweise: keine -
Austragungsort: Bezirkssportanlage Englschalking / Westpreußenstraße,
Kunstrasen (Kap. 760, davon 10 Sitzplätze) |
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Photos with English commentary: a) O-35 Veterans 2nd Division in Englschalking b) Men’s 12th Division in Malching/ Oberbayern c) O-40 Veterans 1st Division in Haar bei München d) Sightseeing: Munich (Englschalking), Malching (Oberbayern), Haar (bei München) |
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In dieser Woche war ich dienstlich in München unterwegs. Da bis auf den Donnerstag mit Geschäftsessen keine Abendveranstaltung angesagt und die Verpflegung abends nie in den Tagungskosten drin war, verzog ich mich schon am ersten Tag und auch am Dienstag und Mittwoch vom Hotel aus auf die Fußballplätze Münchens und Umgebung. Da der Chef keine privaten Touren mit dem Firmenwagen will, nahm ich die S-Bahn bzw. Busse fürs Groundhopping. Erschreckend, wie schlecht der ÖPNV in München ist: fast kein Zug/Bus pünktlich, dauernd Ausfälle, Taktung auch meist nur alle 20 Minuten. Dienstagabend z. B. noch direkt mit dem Schlusspfiff zur S-Bahn gehetzt, die fuhr dann zehn Minuten Verspätung rein, Anschluss gekriegt, da die andere 5 Minuten zu spät war. Die sammelte aber auch 10 Minuten zusammen, dadurch war der Anschluss weg, die nächste fiel aus und der Schienenersatzverkehr – Bus voller besoffener Osteuropäer – brauchte so lange, dass ich erst nach 23 Uhr im Hotel war (statt wie geplant 22.30)... Insgesamt muss ich aber sagen: München war mal wieder eine Reise wert! |
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Ich kam zum Glück noch zu einer vernünftigen Zeit in Englschalking an. Zu Fuß von der S-Bahn-Haltestelle zu einer in Sanierung befindlichen, alten, kleinen Kirche, dann noch eine größere Kirche aus dem 20. Jahrhundert angeschaut und über die Ostpreußenstraße in die Westpreußenstraße gegangen. Dort an der Bezirkssportanlage angekommen, fragte ich, wo die Saupreußenstraße ist... Aber den Gastgeber Helios Daglfing hielt ich ja auch erst für einen Griechenverein, bis ich das Gründungsdatum 1919 sah... Deren Altherren sind in einer Spielgemeinschaft mit Aschheim und Oberföhring. Gespielt wurde wie üblich auf dem Kunstrasen, der von Häusern umgeben ist und den Blick auf zwei Kirchtürme ermöglicht. Der Gast aus Höhenkirchen wurde gleich hinten reingedrängt und eine Bogenlampe über den Schlussmann sorgte für die frühe Führung. Ein Abstauber nach Abpraller bescherte das 2:0, ehe ein Weitschuss den Gast wieder herankommen ließ. In einem recht guten Spiel machte der Gast dann phasenweise mehr, kam aber auch gegen den Ersatzkeeper (die Nummer 1 verletzte sich nach der Pause unglücklich) nicht zu einem weiteren Tor und der Gastgeber netzte noch zweimal ein. |
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Am Dienstag kam ich mit einigen Verzögerungen in Maisach an, wo ich nur für einen Imbiss unweit des Bahnhofs ausstieg. Ich bekam eine Bahn früher als geplant nach Malching (eine Station weiter), weil diese mal wieder verspätet war. So konnte ich ganz entspannt durch das kleine Dorf laufen. Sehenswert ist der alte Bereich um die Kirche herum. Auch die Sportanlage ist so schlecht nicht: Modernes Vereinsheim mit Gaststätte, Nebenplatz neu parallel zum Hauptplatz angelegt – der alte Nebenplatz ist nur noch eine Wiese (war mal südlich vom Sportlerheim). Der Hauptplatz hat auch einige Holzbänke zu bieten, ansonsten ist der Blick zur Bahnstrecke bemerkenswert, man beachte auch die Anlage für Eisstockschießen und – genauso typisch bayrisch – ein Jesuskreuz mit Mariendarstellung direkt am Platz. Auf dem Feld tat sich wenig – selbst wenn man bedenkt, dass es die unterste Liga war. Der Gast aus Haspelmoor schoss mal ein Ding an die Latte, ansonsten gab es nur von den Malchingern gute Szenen. Zurecht gingen die Gastgeber auch irgendwann mal in Führung. Kurz vorm Pausenpfiff der glückliche Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel schnell ein Weitschuss zum 2:1. Das sollte der Endstand bleiben. |
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Am Mittwoch fand sich noch die Zeit, das Stückchen nach Haar rauszufahren. Die eigenständige Gemeinde liegt direkt an der Münchener Stadtgrenze. Im Zentrum gibt es ein Schloss, welches u.a. das Rathaus beherbergt, sowie zwei Kirchen, davon eine ältere (18. Jahrhundert) mit kleinem Friedhof und Mauer. Der TSV Haar hat eine größere Sportanlage mit mehreren Plätzen und noch ihren alten Rasenplatz mit drei Stehstufen auf der einen und einer weiteren Stufe auf der anderen Längsseite. Die Zuschauerbereiche und auch die Laufbahn sind zwar bemoost und teilweise wild zugewuchert, aber zumindest die Alten Herren spielen hier öfters mal. In der Braunschweiger Ecke oder dem Rheinland, hätte das Spiel hier nicht stattgefunden oder wäre abgebrochen worden, aber keines der Spiele, das ich heute im Raum München anvisiert hatte, fiel aus! Auch hier wurde trotz 30 Minuten teils heftigem Graupelschauer, Pfützen auf dem Rasen und starkem Wind bei einstelligen Temperaturen, ohne zu Murren gespielt. Tore fielen allerdings erst nach dem Seitenwechsel, komischerweise auch erst, als sich das Wetter beruhigt hatte. Ein unabsichtlich wirkender Kopfball und ein toller 25-Meter-Schuss besorgten dem aufgrund seiner insolventen Regionalligamannschaft bekannten Gast, Türkgücü, den verdienten Sieg. Die Spielgemeinschaft aus Haar, Putzbrunn und Grasbrunn kam erst gegen Spielende zu gefährlichen Gelegenheiten. |
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Donnerstag wie gesagt Geschäftsessen. Der Eintritt für die drei Spiele am Montag, Dienstag und Mittwoch war kostenlos. In Niedersachsen und den meisten anderen Bundesländern hätte mindestens das Dienstagsspiel 2€ gekostet. Ansonsten war auch das Essen im deutschen Vergleich in München keineswegs teurer. Dass die Firma die Hotelübernachtungen zahlt, ist mir aber sehr recht gewesen, bei den hohen Preisen dort... Insgesamt lohnte nicht nur die Tagung, sondern auch die Freizeit auf dieser Tour nach München – wie zuvor eigentlich jede Fahrt nach Bayern auch bereits! Morgen geht es zurück. Nächste Woche dann Berichte und Bilder von einem Wochenende in Sachsen-Anhalt! |
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Statistik: - Grounds: 3.604 (Mo 1, Di 1, Mi 1 neue; diese Saison: 190 neue) - Sportveranstaltungen: 5.062 (Mo 1, Di 1, Mi 1; diese Saison: 238) - Tourkilometer: 760 (Mo 630km Auto, 20km Bahn / Di 90km Bahn und Bus / Mi 20km Bahn) - Saisonkilometer: 97.730 (58.120 Flugzeug/ 31.850 Auto, davon 15.450 Mietwagen/ 5.490 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 3.090 Fahrrad/ 180 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 15 [letzte Serie: 19, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 173 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |
Donnerstag, 18. April 2024
W3.0173I-III: Drei Spiele in München und Umgebung
Dienstag, 4. Februar 2020
W705II-III: Hansa-Auswärtsfahrt zum FC Bayern und Eishockey in der obersten und der untersten Liga
F.C. Hansa Rostock .......................................... 0
- Datum: Samstag, 1. Februar 2020 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. Profifußballliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 94 (45/49) Minuten – Halbzeit: 1-0
- Tor: 1-0 28. Kwasi Wriedt („Hand“elfmeter)
- Verwarnungen: Kern, Trainerbank (Bayern); Pepic, Rheintaler, Rieble, Granatkowski, Hanslik (Hansa)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße (Kapazität: 15.000, davon 6.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 3.000 (davon 2.811 zahlende und ca. 1.600 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10
Eislaufverein Fürstenfeldbruck 1b ................ 4
TSV Schliersee 1b/ Tennis- und Eissportverein
Miesbach 1c ...................................................... 5
- Datum: Samstag, 1. Februar 2020 – Beginn: 16.50
- Wettbewerb: Bezirksliga Bayern, Gruppe 3 (6. und unterste Eishockeyliga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-5 nach 60 (3x20) Minuten – Drittel: 1-3, 2-1, 1-1
- Tore: NN
- Strafen: NN
- Austragungsort: Eisstadion Fürstenfeldbruck (Kapazität: 2.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon 2-3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10
Straubing Tigers .............................................. 5
Schwenninger Wild Wings .............................. 1
- Datum: Sonntag, 2. Februar 2020 – Beginn: 16.30
- Wettbewerb: Deutsche Eishockeyliga (DEL; 1. Profi-Eishockeyliga)
- Ergebnis: 5-1 nach 60 (3x20) Minuten – Drittel: 2-0, 1-0, 2-1
- Statistiken: siehe Ligenwebsite
- Austragungsort: Eisstadion am Pulverturm (Kapazität: 5.730, davon 1.543 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 5.000 (davon angeblich nur 4.577 zahlende und ca. 50 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10
Photos with English commentary:a) Football 3rd Division at famous “Grünwalder Straße“ Stadium in Munich: Bayern Munich Res. vs. Hansa Rostock
b) Amateur Ice-Hockey (open air): Fürstenfeldbruck II vs. Schliersee II/ Miesbach III
c) Professional Ice-Hockey (indoor): Straubing Tigers vs. Schwenningen Wild Wings
d) Bayerisch Schwaben (Bavarian Swabia): view on Donauwörth
e) Oberbayern (Upper Bavaria): in and around Munich – Blutenburg, Pullach, Grünwald
e) Niederbayern (Lower Bavaria): Landshut, Haibach, Straubing
Der Start in den Februar war so lohnend und mit Spielen und Sightseeing vollgepackt, wie sicher der ganze Monat sein wird. Vor den nächsten beiden Länderpunkten und einer weiteren Auslandsfahrt ging es schon einmal fast ins Ausland: nach Bayern.
Da ich teilweise über die Bundesstraßen fuhr, fuhr ich in München an der Blutenburg vorbei. Letztes Mal konnte ich dort die sehr sehenswerte Kapelle wegen einer Taufe nicht besichtigen – diesmal klappte es, direkt nach mir wurde aber wieder geschlossen; schon wieder Taufe...Ansehnlich ist auch das Burgschloss Schwaneck im an München angrenzenden Pullach. Das Tagungszentrum kann aber nur von außen besichtigt werden. Einmal über das recht tief eingeschnittene Isartal und man ist schon in Grünwald. Da das Hansa-Auswärtsspiel in der Grünwalder Straße anstand, sollte auch ein Abstecher in den an München angrenzenden Ort Grünwald, in den ebendiese Straße führt, drin sein: Es gibt dort eine (derzeit wegen Restaurierungsarbeiten geschlossene) Burg und eine Kirche mit direkt dran gebauter Kapelle. Etwas außerhalb auf dem Weg zum Stadion auch noch eine schöne Kapelle.
Endlich klappte also ein Spielbesuch in der Grünwalder Straße! Parken ist nur 700, 800m oder noch weiter entfernt möglich. Also überhaupt möglich, nicht nur kostenlos möglich. Ich stellte mich auf unbeschränkte Parkstreifen auf Höhe eines Krankenhauses (Grünwalder Str. 91) und war so schnell am Stadion. Das Betonoval ist nicht ganz regelmäßig: eine Kurve hinter dem einen, ein parallel zum Tor verlaufender Block hinter dem anderen Tor. Auch die beiden überdachten Sitztribünen sind deutlich anders gebaut als die jeweils andere. Originell sind auch die sehr schlanken und sehr eng anliegend mit Scheinwerfern bestückten Flutlichtmasten – die Form sieht dadurch aus wie manche Blütenpflanzen mit langem Stiel (Fingerhut und sowas).Während bei teuren Eintrittspreisen bei den 1860ern jedes Spiel schon Wochen vorher ausverkauft ist, ist bei Bayern II für nur 10€ eine Stehplatzkarte an der Tageskasse zu kriegen. Das teils dürftige Spiel war auch nicht viel Wert. Auch vom Schiri eine ganz schwache Leistung. Ein unberechtigter Handelfmeter für Bayern führte zum verdienten 1:0 und ein unberechtigter Handelfmeter für Hansa wurde kurz darauf vom unfähigen Pepić versemmelt.
Passend zu dem Scheiß, den Hansa bot, blieb es im gut gefüllten Gästeblock still, da gut 20 Fans im Stadionknast festgesetzt wurden – angeblich wegen Lächerlichkeiten wie Sachbeschädigung durch Aufkleber anbringen. Zum Glück klärte sich das in der Pause, die Leute wurden wieder rausgelassen und nun war die Stimmung auch stark.
Das Spiel blieb aber von den Rostockern ganz schwach. Es lief nichts zusammen, es wurde lustlos über den Platz den Bayern hinterher gelaufen. Nur zwei gute Chancen in der Schlussphase. Ob die überhaupt Punkte holen wollten? Ich bin ja nächste Woche auf Zypern – also wenn da eine Mannschaft so eine schwache Leistung gegen ein schlechter platziertes und solide aber nicht übermäßig stark spielendes Team bietet, würde ich sofort „Wettbetrug“ schreien...
Nach Abpfiff raus aus dem Stadion, wegen Fantrennung durfte ich eigentlich erst nicht zum Auto, aber wenn man statt den unterbelichteten Anfängern einen hochrangigen fragt, wird man auch durchgelassen. Ärgerlich war aber, dass kurzfristig doch noch Rindertrieb auf der Kreuzung am Grünwalder war und ich dadurch nördlich der Hauptstraße fahren musste. Hätte ich das gewusst, wäre ich natürlich südlich drumherum. So kam ich erst sieben, acht Minuten nach Spielbeginn in Fürstenfeldbruck an. Dort stand Eishockey in einem offenen Stadion an. Die Partie war teilweise auf der Kippe, da es ungewöhnlich mild war (12 Grad, teils Regen, sehr windig) und am Vorabend deshalb eine U20-Partie ausfiel. Aber nach einem Juniorenspiel gab es nun auch eine Partie der Männer-Bezirksliga zu sehen. Natürlich habe ich da eine „Weltklassepartie“ erwischt: Bei einem der wenigen Vereine, der in dieser Liga Eintritt nimmt (3€) trat der Letzte (9.) gegen den Drittletzten dieser untersten Liga an, wobei der Drittletzte, eine Spielgemeinschaft aus Miesbach und Schliersee, auswärts genauso noch keinen einzigen Punkt aus 7 Partien geholt hat, wie der Gastgeber. Das Hinspiel in Schliersee (oder Miesbach?) ging 5:2 an die SG.Hier gab es aber eine sehr ausgeglichene und gute Partie mit einem vom Gast starken zweiten Abschnitt des ersten Drittels zu sehen. Zum Glück noch keine Tore gefallen, als ich durch den Eingang zwischen Hallenbad und Eisfläche kam – dann aber ab der 10. Minute viel Aktion vor den Toren, Doppelschlag für die Gäste, Anschlusstreffer, vor dem ersten Seitenwechsel noch das 1:3. Im zweiten Drittel war dann FFB besser dran, konnte ausgleichen, kassierte dann aber noch einen Treffer. Im Schlussdrittel war es wieder ausgeglichen, sodass es am Ende 4:5 für den Gast hieß. Insgesamt war die Partie vor sehr wenigen Zuschauern sehr ansprechend – man merkte doch, dass Bayern beim Eishockey Bundesland Nr. 1 ist, eben auch gerade im Amateurbereich; denn nirgendwo gibt es so viele Vereine, Teams und Eissportanlagen wie in Bayern.
Im letzten Drittel wird – im Gegensatz zum Eishockey in der Halle – aber immer noch nach 10 Minuten die Seite gewechselt. Das ist bei unüberdachten Anlagen so üblich. Fürstenfeldbruck hätte natürlich auch gerne eine Halle, wie fast alle anderen deutschen (und die meisten anderen ausländischen) Vereine auch. Und so interessant es ist, auch mal unter freiem Himmel Eishockey zu schauen: Witterungseinflüsse machen das Spiel langsamer und der Energieaufwand für die Betreibung der Anlage ist höher. Ich habe – abgesehen von dem schwachsinnigen DEL-Wintergame in Nürnberg – bisher nur in Niesky in einem offenen Stadion geguckt; und das ist mittlerweile auch überdacht! Vergleich: Fotos von mir von 2011 und vom für den Umbau verantwortlichen Architekturbüro aktuell!
Ich fuhr dann nach Marzling bei Freising zum Übernachten weiter. Der Gasthof Nagerl ist sehr preisgünstig, wie so oft bei den bayerischen Gasthöfen aber sehr klein, eng und niedriger Standard. Dafür aber sehr hohe Qualität der Küche. Im Vergleich zu den Zimmern fand ich die Preise aber zu hoch und auffälligerweise gab es hier in Flughafennähe mit so vielen ausländischen Übernachtungsgästen überwiegend unbayerische Gerichte: Vegetarischen Schnulli in drei Variationen, aber keine saure Kalbslunge – der Urbayer kriegt die Krise und ich nahm auch lieber den eher österreichischen Tafelspitz mit Meerrettichsoße...
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Am Sonntag ging es nach Niederbayern weiter. In Landshut steht eine tolle Festungsanlage auf einem Berg und unterhalb gibt es auch eine sehenswerte Altstadt mit der höchsten Backsteinkirche Deutschlands zu besichtigen. Für bayerische Verhältnisse ist die Strecke nach Straubing dann eher öde, ehe es dort ins Gebirge hochgeht. Ich fuhr aber nur nach Haibach zur Schlossruine in wirklich schöner Landschaft. Und dann zurück nach Straubing. Die Altstadt dort kann sich auch sehenlassen. Schönes Schloss, mehrere sehenswerte Kirchen, ein interessanter Stadtturm und Stadtmauer.
An einem der Türme der Stadtmauer, dem Pulverturm, liegt die Eissporthalle, die auch dementsprechend Eisstadion am Pulverturm heißt. Sie ist Heimat der Straubing Tigers und eine der kleinsten und engsten Hallen mit interessanter Verteilung der Plätze: die größte Tribüne hat dabei unten Sitzplätze in der Mitte Stehplätze und im Oberrang wieder Sitzplätze. Die Eintrittspreise sind wegen der Hallengröße sehr übertrieben (20,90€+2€ Gebühren für Kackticket aus dem Drucker). Größtes Ärgernis ist aber, dass die DEL (= Drecks Eishockey Liga) seit dieser Saison die in Deutschland maximale rechtlich zulässige Einschränkung in Sachen Fotografieren auffährt: nur Handys, keine Kameras in den Hallen erlaubt. Das liegt nicht an den Straubing Tigers, sondern an den neuen Anordnungen der Drecks Eishockey Liga. Ob das alle Vereine so kontrollieren, ist die andere Frage, aber wahrscheinlich schon. Von daher ist es für mich dann doch nicht mehr so interessant, wenn nächste Saison endlich wieder mit Abstieg und Aufstieg aus der DEL2 gespielt wird – wenn ich meinen Lesern (im Gegensatz zu anderen populären deutschen Ligen wie der Fußball-Bundesliga und so gut wie jeder anderen Sportliga der Welt – siehe meine Erfahrungen aus 68 Ländern und über 3.000 Veranstaltungen in 144 Sportarten!) keine qualitativ hochwertigen Bilder von der Drecks Eishockey Liga zeigen kann, sondern nur solche Handyknipsereien, dann kaufe ich mir kein leistungsfähigeres Handy, sondern einfach keine Karten mehr für die Drecks Eishockey Liga...Noch zum Spiel und Stimmung: Der 3. traf auf den 14. (Letzten) – mal schauen, ob die Truppe aus Villingen-Schwenningen dann die nächste Saison übersteht. Straubing war drückend überlegen, ging mit einem tollen Weitschuss in Führung und traf nur Sekunden später zum 2:0. Im Mitteldrittel fiel nur ein weiteres Tor zum 3:0, ehe sie im Schlussdrittel auf 5:0 davonzogen. Das 5:1 nur etwas mehr als eine Minute vor der Schlusssirene war dann nur die bekannte Ergebniskosmetik – der Gast war völlig unterlegen und 5:1 noch zu niedrig!
Die Stimmung seitens der paar Gästefans auch null, aber dafür von einer gut gefüllten Heimkurve doch sehr ansehnliche Akzente, auch optisch mit einige Fahnen und auch Schalparade. Rein vom Spiel und der Stimmung hat der Besuch dann doch gelohnt.
Lohnend war auch das Abendessen im „Bayerischen Löwen“. Nicht ganz so hohe Preise und gute deftige Küche mit Schnitzel, Kalbslunge, Knödeln oder – wie ich genommen habe – Milzwurst. In dieses typische einheimische Gericht wird mitunter auch noch Hirn rein gegeben, charakteristisch ist aber nicht nur der starke Geschmack, sondern dass man keine Wurst wie in Form einer Weiß- oder Bratwurst auf den Teller haut, sondern mehrere Scheiben von einer sehr dicken Wurst (10cm Durchmesser oder so) abschneidet und dann mit einer Panade überbackt, sodass es auf den ersten Blick aussieht wie überbackener Camembert, der da neben dem Kartoffelsalat in der Biersoße schwimmt...
Statistik:- Grounds: 2.575 (Sa 2, So 1; diese Saison: 127 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.823 (Sa 2, So 1; diese Saison: 169)
- Tourkilometer: 1.280 (Sa 630km Auto, So 650km Auto)
- Saisonkilometer: 77.360 (56.340 Flugzeug/ 18.760 Auto, davon 4.670 Mietwagen/ 2.340 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 19 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 705 Wochen in Folge.
Dienstag, 14. August 2018
W628III-IV: Hansa bei Unterhaching – ein Wochenende in Oberbayern und Bayerisch Schwaben
F.C. Hansa Rostock ......................................... 1
- Datum: Samstag, 11. August 2018 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. Profifußballliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 95 (45/50) Minuten – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 30. Hain, 2-0 72. Marseiler, 2-1 87. Williams
- Gelbe Karten: Marseiler, Porath (Haching)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportpark Unterhaching, sogenannter Alpenbauer Sportpark (Kapazität: 15.053, davon 6.874 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 4.500 (davon 4.000 zahlende und ca. 1.500 Gäste)
- Unterhaltungswert: 5,5/10
S.V. Hausen-Schopflohe 1978 II ..................... 2
SV Schwörsheim-Munningen 1948 II ............ 0
- Datum: Sonntag, 12. August 2018 – Beginn: 13.15
- Wettbewerb: Kreisklasse Donau, Nord 1, Reserve (2. von 4 Reserveligen, insgesamt 14. Liga, 10. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-0 nach 94 (47/47) Minuten – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 6. / 2-0 45.+1 Feile
- Gelbe Karten: Stangl, Stelzle (Hausen)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Hausen (Kapazität: 1.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 15 Gäste)
- Unterhaltungswert: 3,0/10
TSV Mönchsdeggingen ........................................ 4
SV Wechingen 1970 ............................................. 4
- Datum: Sonntag, 12. August 2018 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: A-Klasse Donau, Nord (10. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-4 nach 94 (46/48) Minuten – Halbzeit: 3-1
- Tore: 0-1 20. Greiner, 1-1 20. Beck, 2-1 40. Maier, 3-1 42. Beck, 3-2 50. Schrüppel, 4-2 52. Kirchgasser, 4-3 78. Dürrwanger, 4-4 88. Schuster
- Gelbe Karten: Kirchgasser, Maier, Bäuerle (Mönchsdeggingen); Sonntag, Dotzauer, Hertle (Wechingen)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Johann-Klingler-Sportanlage (Kapazität: 5.200, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 120 (davon 80 zahlende und ca. 15 Gäste)
- Unterhaltungswert: 7,0/10
Photos with English Commentary :a) 3rd Professional Division: Unterhaching defeat Hansa Rostock
b) 3rd District Reserves Division: Hausen-Schopflohe Res. def. Schwörsheim-Munningen Res.
c) 3rd District Division: TSV Mönchsdeggingen vs. SV Wechingen
d) Oberbayern/ Upper Bavaria: Munich (München), Starnberg, Rottenbuch, Ilgen, WIESKIRCHE, Bernbeuren
e) Bayerisch Schwaben/ Bavarian Swabia: SCHWANGAU (St. Coloman, NEUSCHWAHNSTEIN, HOHENSCHWANGAU), HARBURG/ SCHWABEN, Niedernhaus & Hochhaus Castle Ruins near Ederheim/ Hürnheim, Mönchsdeggingen
Auswärtsspiele des FCH in Süddeutschland sind mir am Liebsten – da kenne ich viele Regionen noch nicht so gut und es gibt viel um die Spiele herum zu entdecken. Letztes Jahr war da Spiel in Unterhaching beschissen gelegt und ich konnte nicht kommen um den Sieg zu sehen – diesmal klappte es aber. Leider bis auf den Sieg...
Am Freitag fuhr ich jedenfalls nach der Arbeit bis fast nach Augsburg durch und übernachtete in Gersthofen in einem Ibis Budget.
Am Samstagmorgen ging es weiter nach München. Im Gegensatz zu allen meinen in Deutschland lebenden ausländischen Freunden war ich da noch nie in meinen fast 29 Jahren, von denen ich nun auch schon gute 14 groundhoppingmäßig unterwegs bin. Im Karstadt am Stachus geparkt und von dort zweieinhalb Stunden durch die Innenstadt gegangen. Die ist zwar überfüllt, überteuert und auch eher etwas unecht und durchsetzt, doch voller interessanter und eindrucksvoller Gebäude. Ich schaute nur mehrere Kirchen, einige repräsentative Plätze, die Residenz und den Viktualienmarkt an. Zu mehr reichte die Zeit gar nicht. Daher werde ich sicher noch mal wieder kommen für den Englischen Garten, Nymphenburg und einige andere Sights. München ist jetzt keine beeindruckend schöne Stadt, aber sehr sehenswert und definitiv attraktiver als Berlin oder Großstädte in NRW oder BaWü. Doch Bayern finde ich genau wie Baden-Württemberg am schönsten in der Provinz. Da ging es aber erst nach dem Spiel hin...
Nur wenige Kilometer außerhalb von München gelegen, bietet das Großdorf Unterhaching einen der lächerlichsten Vereine im deutschen Profifußball: die mit ihrem zusammengepfriemelten Stadion im Gewerbegebiet, das selbst zu Bundesligazeiten kaum ausverkauft war. Das Gute an so etwas: parken geht kostenlos in der Nähe, Eintrittskarten bekommt man selbst für Gäste zum Preis von 12€ an der Tageskasse (aber ein schlechter Stehplatzblock) und außerdem ist der Sportpark Unterhaching, irgendwie passend von einem Sponsor als „Alpenbauer Sportpark“ umgetauft – denn nichts anderes als Bauern sind diese Randmünchner – baulich ganz gelungen: Stehkurven hinter den Toren, eine ansprechend Sitztribüne mit Dach auf der einen Seite und eine ähnliche Tribüne, die derzeit gesperrt ist weil wohl neue Bestuhlung da drauf soll, auf der anderen Seite. Andererseits war es bezeichnend, dass es kaum was am Fressstand gab: nur Steak im Brötchen und vier, fünf Getränkesorten zu hohen Preisen und mit 30 Minuten anstehen und verkauft von überforderten aber freundlichen Betreibern. So schlechtes Catering ist nicht mal Niveau Bezirksliga Oberbayern!Auch eher provinziell die Musikauswahl. Fast nur Deutsch-Pop-Scheiße und ein langweiliges Vereinslied bei dem keiner mitging. Und – hab ich bisher nur beim rechtsverseuchten Rot-Weiß Erfurt und diversen Motoballvereinen mit entsprechendem Publikum erlebt – vorm Einlauf die Onkelz „auf gute Freunde“. OK, wie fast alle Onkelz-Lieder völlig unverfänglicher Text und im Gegensatz zu vielen ihrer Fans sind die Musiker auch vom rechten Rand abgerückt – aber es gibt schon nachvollziehbare Gründe, warum kaum ein Stadionsprecher diese Band spielen möchte, so gut ihre zünftige Rockmusik auch ist. Die Mucke kam natürlich auch sehr gut bei den Hansafans an. Die Hälfte des Blocks, inklusive einiger Rostocker die mit arabischen oder südasiatischen Freunden gekommen waren, grölte textsicher mit...
Nach diesem recht kultigen Beginn war die Stimmung nicht unbedingt überragend, das Spiel war auch nur mittelmäßig. Nach Chancen auf beiden Seiten riss der Gastgeber nach und nach das Spiel an sich und ging nach einer halben Stunden 1:0 in Führung. Ab da war Hansa bis zur 75. leider ziemlich abgemeldet und kassierte auch das 2:0, was hervorragend herausgespielt und abgeschlossen war. So wurde die Stimmung im Gästeblock eher weniger gut, interne Streitigkeiten und solche mit Ordnern gab es auch. Ab der Mitte der zweiten Hälfte wollte Haching mit Zeitschinden und Unsportlichkeiten das 2:0 verwalten. Erst danach warf Hansa alles nach vorne und konnte noch einmal treffen. Doch im Gegensatz zu Cottbus rangen sie den Randmünchenern nicht noch einen Punkt ab. Haching kam einfach besser mit der englischen Woche zurecht und muss eher als Aufstiegskandidat gelten als Hansa.
Nach dem Spiel ging es wie gesagt in die Provinz. Über Starnberg mit seiner schönen kleinen Altstadt mit Schloss oberhalb des berühmte und schön gelegenen – aber auch sehr überlaufenen – Sees. Weiter in den Pfaffenwinkel mit seiner bekanntesten Pilgerkirche, der Wies, die wirklich ein beeindruckender Barockbau auf der grünen Wiese ist. Schließlich nach Bernbeuren, einem schönen kleinen Dorf in gebirgiger Landschaft mit vielen Sakralbauten für einen Ort dieser Größe. Dort kann man beim Doldewirt gut und recht preisgünstig übernachten und kriegt auch sehr gutes einheimisches Essen zu für Süddeutschland gemäßigten Preisen.
Sonntag gleich um 7 Uhr zum Frühstück runter, dann ab nach Bayerisch Schwaben. Dort befinden sich im Ort Schwangau einige der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Schloß Neuschwanstein, Hohenschwangau und die Pilgerkirche Sankt Coloman. Absoluter Scheiß natürlich: die Pilgerkirche ist kaum offen und die Schlösser dürfen innen nicht fotografiert werden, obwohl maßlose Eintrittspreise verlangt werden. So entrichtete ich nur die maßlosen Parkgebühren und wanderte mit diversen v.a. ausländischen Touristen zum Schloss Neuschwanstein und der spektakulären Marienbrücke über eine gewaltige Schlucht, die den klassischen Fotoblick auf Neuschwanstein freigibt und unten auch einen Wasserfall hat, hoch. Landschaftlich und baulich natürlich sehr lohnend und extrem spektakulär. So ein Ensemble findet man weder in Deutschland noch in einem anderen Land so häufig. Sollte man sich auf jeden Fall einmal angeguckt haben! Aber einmal reicht bei dem Touristenhype und der Abzocke auch...Sehr viel ruhiger war es dann am anderen Ende von Bayerisch Schwaben, in Harburg. Auch ein sehr schönes Burgschloss, ganz anderer Baustil aber ähnlich tolle landschaftliche Lage und natürlich wenig bekannt.
Das erste Spiel des Sonntags fand auf einem wirklich toll in der Natur des Mittelgebirgszugs Ries gelegenen Sportplatz statt. An einem Hang zwischen Feldern und einem Waldstück liegt der Sportplatz Hausen weit außerhalb des Dorfes. In den steilen und schön bewachsenen sowie von Felsen durchzogenen Hang wurden einige Bänke gebaut. Das Spiel der II. Mannschaft des SV Hausen-Schopflohe und der Reserve von Schwörsheim-Munningen war ein mieser, langweiliger Kick, der verdientermaßen mit einem 2:0 für den Gastgeber endete. Aber der Besuch dieses genialen Platzes lohnt jeden Grottenkick!
Dann war noch Zeit für ein bisschen Sightseeing. Im Ederheimer Ortsteil Hürnheim stehen zwei Burgruinen am Ortsrand auf den zwei Höhenzügen. Beide sind schnell erreicht, wenn man am Fuße des jeweiligen Hügels parkt. Die Ruine Niedernhaus ist etwas kleiner, aber besser erhalten als die Ruine Hochhaus. Der deutlichste Unterschied aber ist, dass Hochhaus im Wald zuwuchert und eigentlich nicht betreten werden darf (interessiert aber keine Sau, außer mir liefen da mindestens 10 Leute rum, da auch keinerlei Sicherung vorgenommen wurde) und Niedernhaus weitestgehend frei von Bewuchs und Gestrüpp und gut sichtbar exponiert am Hang liegt.In Mönchsdeggingen gab es dann ein tolles ehemaliges Kloster mit sehr schöner barocker Kirche zu sehen. Hier waren einige Seitenaltäre besonders sehenswert und die Deckenbemalung herausragend.
Spiel 2 fand auch in Mönchsdeggingen statt. Der kleine Ort hat eine weitläufige Sportanlage. Zwei weiter unten am Hang gelegene und ganz schöne Nebenplätze, mehrere Tennisplätze und v.a. ein von einer Laufbahn, welche mit Buchsbaumhecken von der Tribüne abgetrennt wird, umgebener Hauptplatz mit hohen Graswällen, Sportlerheim und überdachter Sitztribüne sowie unüberdachter Stehtribüne. Interessant auch die vier gewaltigen Gedenksteine überwiegend militärischen Inhalts.Das Spiel war sehr lohnend und das Beste der ganzen Tour. In einem munteren Hin-und-Her ging erst der Gast aus Wechingen 0:1 in Führung, ehe Mönchsdeggingen schnell auf 3:1 drehte. Nach der Pause der Anschlusstreffer, auf den Mönchsdeggingen schnell mit dem 4:2 reagierte. Doch Wechingen holte noch auf und erzielte in einem spannenden Schlussspurt das 4:4!
Mit diesem schönen Kick fand die Tour einen schönen Abschluss und es ging in 4,5 Stunden nach Bonn zurück.
Statistik:- Grounds: 2.230 (3; diese Saison: 18 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.404 (3; diese Saison: 19)
- Tourkilometer: 1.350 (470+190+690km Auto)
- Saisonkilometer: 3.710 (3.360 Auto, davon 0 Mietwagen/ 350 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 24 [letzte Serie: 35, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 628 Wochen.
Dienstag, 4. Dezember 2012
W332I: Brandenburg-Berlin-Duell am Montagabend
Montag, 1. Juni 2009
WE149 I: Feiertagsfahrt in den Raum Weimar: von nervigen Ausflüglern und cholerischen Fußballpräsidenten
Montag, 1. Juni 2009 - Anstoßzeit 15.00
Kreisliga Weimarer Land (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 13. (Nr. 7), 1:1 56. Elfmeter (Nr. 10), 2:1 60. (Nr. 10)
Verwarnungen: 1x Tonndorf, 4x Weimar
Platzverweise: keine
Sportplatz: Schlossberg Stadion (Kap. 1.000)
Zuschauer: 50 (10 Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (Gutes Spiel)
Sightseeingtour: 5,0/10 (Nichts Besonderes)
Montagsspiel in der Kreisliga. Natürlich war das nur aufgrund des Pfingstmontags möglich und derlei Spiele waren selbst an dem Tag rar. Doch im thüringischen Tonndorf, auf halbem Wege zwischen Erfurt und Weimar, gab es ein solches Spiel.
Die Anreise gestaltete sich noch schlimmer als befürchtet. Während der Zug, der uns von Merseburg nach Weimar brachte, fast völlig leer war, stürmten alle Langschläfer von jungen Eltern samt Kleinkindern den Zug Weimar - Kranichfeld. Wenn man da vor der Endstelle - wir z.B. in Bad Berka - aussteigen wollte, musste man schon zügig die Räder kreuz und quer schieben oder gar werfen. Da weis man nicht, über wen man sich als sportlicher Fahrer mehr ärgern soll: die scheiß Bahn, die bei einer überfrequentierten Strecke nur einen Schienenbus einsetzt, oder diese Sorte Radfahrer, die nur mit dem Rad unterwegs sind, weil es ja viel umweltschonender ist, und dann auch noch die Radwege zu viert nebeneinander schleichend verstopfen.
Das nächste, worüber wir uns dann ärgern konnten war die hässliche „Stadt“ Bad Berka mit ihren schlechten Beschilderungen. In dem Kaff gibt es eigentlich nichts zu sehen. Und wie wir bald noch verstärkt feststellen mussten, ist die Beschilderung in der ganzen Gegend südlich von Weimar auf einem Niveau, das man sonst vielleicht im Nahen Osten vorfindet. Die Straßen sind übrigens auch so, wie man sie sonst nur im hintersten Nordost-Syrien findet. Mit dem Fahrrad natürlich zum Kotzen, so was macht nur mit dem Auto Spaß!
Was mit dem Auto nicht unbedingt Spaß macht, ist die Brücke in Buchfart, die unser nächster Punkt war. Eine überdachte, mittelalterliche Holzbrücke ist noch vor der Kirche und der Höhlenburg, die wir ein anderes Mal besuchen werden, die Hauptsehenswürdigkeit des kleinen Ortes. Dort quetschten sich Sonntagsfahrer und verhinderte Raser zusammen mit Motorradfahrern hindurch, die sich durch absichtliches Aufheulen lassen des Motors im Brückenkörper und ähnlichem Schwachsinn hervortaten. Bei gutem Wetter kommen diese zum Fahrradfahren zu schwachen und zum Auto fahren zu blöden leider jedes Wochenende heraus. Für Auto- wie Radfahrer eine echte Plage.
Weiter ging es durch wenig sehenswerte Käffer, die ab und an mal eine schöne Kirche vorweisen konnten - Oettern und Mechelroda seien hier genannt - über katastrophal heruntergekommene Straßen - die Weimarer Kreisverwaltung hat echt nur Geld in die Stadt Weimar gepumpt, die umliegenden Orte und deren Infrastruktur hemmungslos vernachlässigt, obwohl Ausflügler- und Touristenhorden vor allem sommers diese Gegend mit ihrem Besuch „beehren“ - nach Blankenhain. Eine hässliche Kleinstadt mit schönem Kern. Der schönste Teil des Kerns ist natürlich das hervorragend sanierte Schloss. Nach kurzem Herumlaufen im Innenhof fuhren wir mit einem Abstecher nach Krakendorf - eigentlich nur des Namens wegen, eine schöne Kirche haben die da übrigens! - nach Tannroda. Dort gibt es eine Burg, deren Bergfried hervorragend restauriert, deren Unterburg als Ferienheim benutz wird und deren Oberburg fast völlig verfallen ist. Die danebenliegende Kirche sah auch ganz interessant aus, aber diese war genauso geschlossen, wie der Bergfried. Ein Armutszeugnis für diesen Kreis, dass man die Kirchen und gesicherten Burgen nicht regelmäßig besichtigen kann. Touristisch ist die Gegend eigentlich das Letzte. Unverständlich, wie viele Leute da trotzdem herumgurken.
Der nächste Ort, wo ich etwas fotografierte, war München. Nein, nicht die bayrische Landeshauptstadt, ein Ortsteil von Bad Berka heißt so. Horden von Ausflüglern fielen im dortigen Gasthof ein. Fotografiert habe ich übrigens nur das Ortsschild.
In Tonndorf sparten wir uns den Weg zum Schloss hoch - da es in Privatbesitz ist, kann man eh nur ans Tor - und fuhren über die Kirche gleich zum Fußballplatz. War ja dann auch nur noch eine Viertelstunde bis Anpfiff, weswegen wir gleich schon mal Fischbrötchen und Brause im Sportplatzkiosk abfassten. Somit also zurück zum Ausgangspunkt: Montagsspiel! Dieses ging auch gleich besser los, als so manches 2. Bundesliga-Montagsspiel, was beim Deutschen Werbe Fernsehen während der Dauerwerbe- und Pokersendungen zwischenzeitlich übertragen wird. Nach mehreren vergebenen Chancen erzielte Tonndorf das 1:0. Empor Weimar fiel nur durch zwei Sachen auf: Die Spieler damit, die schnell kombinierenden Tonndorfer zu foulen und der Präsident fiel auf, weil er andauernd am meckern war. Und auf welchem Niveau! Selbst die Zuschauer nahmen sich so was nicht heraus, dauernd - auch völlig unangebracht - über den Schiedsrichter zu meckern. Echt tolles Aushängeschild für den Verein Empor, wenn der unsympathische Schreihals bei Kreisligaspielen der 2. Mannschaft am Spielfeldrand herumsteht und motzt.
In der Halbzeit schiss der cholerische Präsident dann noch die Spieler zusammen, von wegen es sei zum Kotzen, dass sie am Vorabend noch saufen würden und dann am nächsten Tag ihren Klassenerhalt aufs Spiel setzten. „Das ist doch eine Frechheit, was ihr da vorne anbietet!“ bekamen sie - das mal ausnahmsweise nicht zu Unrecht - zu hören aufgrund ihrer wenigen Chancen, die sie dann auch noch kläglich vergaben.
Wie auch immer, den Rest der Halbzeit nutzte ich zum Essen der 2€ teuren, aber auch sehr langen und guten Bockwürste.
In der zweiten Halbzeit wurde es dann besser aus Sicht der Gäste. Jetzt hatte auch Empor gute Chancen. Nach 11 Minuten bekamen sie dann als Belohnung einen Elfmeter vom bis dato sicheren Schiedsrichter geschenkt, der sicher verwandelt wurde. Doch nur vier Minuten später spielte ein Tonndorfer einen Freistoß genial um die Abwehrmauer, die im übrigen sicherlich nicht mehr als 6,50m vom Freistoßpunkt entfernt stand und nicht 9,15m, sodass die Hausherren gleich wieder in Führung gingen.
Diese Führung hielten sie bis zum Abpfiff und zwar keineswegs durch Ergebnisverwaltung, sondern mit offensivem, schönen Fußball, der leider an der Chancenverwertung zu wünschen übrig ließ. Empor erzielte in der 89. dann fast noch den Ausgleich, aber wie gesagt: 2-1 war dann der Endstand.
Wir improvisierten dann auf dem Rückweg, da wir in Tonndorf ein Hinweisschild nach Erfurt sahen. Anstatt nach Kranichfeld, dort in den Schienenbus und mit Umsteigen in Weimar nach Merseburg, fuhren wir nach Erfurt, stiegen dort - gerade noch rechtzeitig ankommend - in den Zug und kamen von dort mit Fahrräder umpacken in Weimar ohne Umstieg nach Merseburg. Räder umpacken übrigens deshalb, da uns der Schaffner auf eine Plattform schickte, da die beiden Fahrradabteile zu voll waren. In Weimar schickte er uns dann ins Abteil, da viele ausgestiegen waren. In Naumburg wurde der Zug dann natürlich wieder voll zugestellt von Schönwetterradlern. Aber der ausgesprochen sinnvoll und locker handelnde Schaffner hielt immerhin die Deppen mit großen Rucksäcken davon ab, ins Fahrradabteil zu rammeln. Gestört hat er sich auch weder an Fahrrädern in Gängen, noch an Gepäck auf dem Boden. Wirklich selten, dass man mal cooles und freundliches Personal bei diesem scheiß Unternehmen hat.
In Merseburg kamen wir dann gerade so raus aus dem überfüllten und zugestellten Abteil. Typisch Feiertag eben!Statistik:
Ground Nr. 317 (neuer Ground; diese Saison: 87 neue)
Sportveranstaltung Nr. 816 (diese Saison: 183)
Tageskilometer: 255 (180 Bahn, 65 Rad)
Saisonkilometer: 25.250 (12.810 Auto; 4.860 Öffentliche Verkehrsmittel; 4.620 Fahrrad; 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 23
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 149
Fotos unter:
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