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Mittwoch, 13. April 2016

W506VI: Sonntäglicher Sport in der Börde

HSV Haldensleben ...................................... 27
HV Wernigerode ......................................... 32
- Datum: Sonntag, 10. April 2016 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: Sachsen-Anhalt-Liga (5. Handballliga, 2. Amateurebene)
- Ergebnis: 27-32 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 18-20
- Tore: NN (Haldensleben); NN (Wernigerode)
- Gelbe Karten: Nr. 2, 24, 68 (Haldensleben); Nr. 5, 17, 22 (Wernigerode)
- Zeitstrafen: Nr. 6, 9, 10, 11, 61, 69 (Haldensleben = 12 Minuten); 3x Nr. 11, 2x Nr. 17, 22, 23, 1x Nr. 5, 12 (Wernigerode = 22 Minuten)
- Platzverweise: Nr. 11 von Wernigerode (60. Min. wg. drittter Zeitstrafe)
- Austragungsort: Ohretalhalle (Kap. 450, davon 350 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 220 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes, allerdings nicht durchgängig gutes Spiel)

SV Kali Wolmirstedt FR ............................... 3
FC Halle-Neustadt FR ................................... 1
- Datum: Sonntag, 10. April 2016 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Sachsen-Anhalt-Liga Frauen (4. Frauenfußballliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 93 Min. (48/45) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 11. Johanna Sophia Gellert, 1-1 12. Torhüterin Juliane Werner (Handelfmeter), 2-1 37. Fanziska Schlenker, 3-1 88. Elana Rudolph
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Glück-Auf-Stadion (Kap. 3.500, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 2,5/10 (Ganz niedriges Niveau aber ein paar schöne Szenen)

Eilslebener Sportverein C ............................. 0
SV 1889 Altenweddingen C ........................... 6
- Datum: Sonntag, 10. April 2016 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: C-Junioren Kreisklasse Börde (4. und unterste Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 0-6 nach 71 Min. (36/35) – Halbzeit: 0-3
- Tore: 0-1 7. Lukas Schwarz, 0-2 13. Pierre Ackermann, 0-3 17. Oskar Krause, 0-4 45. Felix Vorwallner, 0-5 47. Felix Vorwallner, 0-6 50. Felix Vorwallner
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz Eilsleben, sogenannte Expan-Arena (Kap. 1.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 17 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Allenfalls durchschnittliches Spiel) Eilslebener SV U15 v SV 1889 Altenweddingen U15 Photos with English Commentary:
a) Youth Football: Eilsleben v Altenweddingen
b) Women’s Football: Wolmirstedt v Halle-Neustadt
c) Handball: Haldensleben v Wernigerode
d) Börde: Seehausen and Irxleben Towers, Druxberge Sports Ground, Hillersleben Old Army Facilities

Ich hatte noch einen Zwischenstopp in Staßfurt eingelegt. Von dort aus ging es am Vormittag nach Eilsleben, einem Ground der schon länger anstand. Der behinderte Name Expan-Arena sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Bude mit dreireihiger Sitztribüne mit Holzbänken, verbautem Eingangsbereich und verfallenen Nebenplätzen sowie seltsamer Mittelkonsole mit Wanduhr in der Mitte der Tribüne auch den Besuch eines C-Jugend-Spiels rechtfertigt.

Von der sanierten Stehtribüne auf der Gegenseite beobachteten wir die sehr einseitige Partie des Vorletzten gegen den Tabellenführer aus Altenweddingen. Die U15 von Altenweddingen versemmelte zwar viele Chancen kläglich, kam aber zu einem völlig verdienten 0:6. Von einem Tabellenführer und Aufsteiger muss man hier aber ein 0:10 oder 0:12 verlangen – wenn das heute die übliche Chancenausbeute war, sehe ich in der höheren Liga schwarz... Kali Wolmirstedt 3:1 FC Halle-Neustadt Ein noch erheblich sehenswerteres Stadion befindet sich in Wolmirstedt. Vor zwei Jahren oder so wollten wir da mal ein Männerpokalspiel gucken, doch das wurde im ebenfalls sehenswerten Stadion des Friedens am anderen Ende der Stadt ausgetragen. Das Glück-Auf-Stadion steht in allen Belangen passend für den Bergbau in Wolmirstedt: nicht mehr das, was es/ er mal war… Außer im Ortsteil Zielitz ist der Kalibergbau weggebrochen, der Verein heißt aber nach wie vor Kali Wolmirstedt und das Stadion ist nutzbar, auch wenn es auf den Stehrängen etwas grünt, das Podest für die olympische Flamme nicht mehr im besten Zustand ist und die schöne, überdachte Sitztribüne einige beschädigte Holzbänke hat.

Für dieses Stadion taten wir uns auch ein Abstiegsspiel der Frauenlandesliga an. Kali Wolmirstedt hatte noch keinen einzigen Punkt geholt und auch der FC Halle-Neustadt unterstrich mit seiner Leistung, wie schlecht es um Frauenfußball in Halle steht. Die Neustädterinnen kickten nur zu zehnt. Wolmirstedt ging schnell in Führung, doch die wurde sofort mit einem zweifelhaften Handelfmeter von der Torhüterin ausgeglichen. Vor der Pause erzielte Wolmirstedt das 2:1, hielt in einer ganz schwachen zweiten Hälfte die Gästinnen auf Abstand und erzielte dann mit ihrer zweiten Chance in Hälfte zwei (die erste war ein Lattentreffer in der 49.) in der 88. ein ganz gut gemachtes Tor zum 3:1 Endstand und den ersten Punkten für das Team! Kali Wolmirstedt 3:1 FC Halle-Neustadt Die mit Abstand hochklassigste Veranstaltung heute war das Handballspiel in Haldensleben. Die Ohretalhalle ist eine moderne Form der Rundsporthalle, deren runde Form außen durch die fraktalen Verschalungen und den rechteckigen Eingangsbereich und innen durch die gerade angeordete Sitztribüne gebrochen wird. Für 4€ (ermäßigt 3€) ging es rein.

Auch hier ging es gegen den Abstieg: Haldensleben und Wernigerode mussten beide unbedingt gewinnen, beide waren bemüht und spielten in der ersten Hälfte auch sehr rasant. Durch schwache Torhüter fielen 38 Treffer: 18-20 für die stets vorne liegende Gastmannschaft. In der zweiten Hälfte brachen beide Teams etwas ein, die Kräfte ließen nach und es wurden nur noch 21 Tore geworfen (9-12). Wernigerode siegte verdient mit 27:32.

Interessant war das Schiedsrichtergespann: Schwibbe/ Reinhardt. Berüchtigt war lange Zeit Schwibbe/ Wolf – anscheinend wurde dieses Blindschleichenduo getrennt, damit wenigstens ein kompetenter Unparteiischer auf der Platte steht. Heute sollte das groteske Formen annehmen, da Sportfreund Reinhardt völlig souverän die Partie auf seiner Hälfte leitete, während Schwibbe so seine sieben, acht Fehlentscheidungen traf. Das Lowlight: ein Haldensleber wirft ein Tor, läuft in die eigene Hälfte zurück, ist bereits auf der Mittellinie und der Wernigeröder Torwart wirft völlig unkontrolliert den Ball in Richtung seines Mitspielers im Mittelkreis, der keine drei Schritte zum Fangen machen will, sondern zulässt, dass der Haldensleber den Ball von hinten an Fuß bekommt. Der Spieler konnte den Ball nicht sehen und hat für jeden erkenntlich keinen Regelverstoß begangen – doch Schwibbe sah ein unsportliches Verhalten/ Zeitspiel/ Fußspiel oder was auch immer und schickte den Haldensleber mit zwei Minuten runter… HSV Haldensleben 27:32 HV Wernigerode Wir hatten auf dem Weg noch ein paar Sachen angeguckt: in der Börde stehen noch viele mittelalterliche Warten (Warthen/ Warttürme) gut erhalten an Straßen. Besonders schön ist eine bei Seehausen, doch bei Irxleben kann man sogar auf die im 19. Jh. neugebaute Warthe steigen. Durch Zufall entdeckten wir noch die Heeresversuchsanstalt Hillersleben, deren neue Gebäude von der Bundeswehr zum Trainieren von Häuserkampf u.ä. genutzt werden. Die alten Gebäude sind zwar zum großen Teil abgerissen, aber einige Ruinen stehen noch spektakulär und ich traf auch zufällig auf einen Rentner, der mir ausführlich erzählte, wie so die Lage in der ehemaligen Militäreinrichtung und dem Dorf ansich aussieht…

Am Montag traf ich noch meine syrische Freundin Rama in Halle und fuhr dann nach Bonn zurück. HSV Haldensleben 27:32 HV Wernigerode Statistik:
- Grounds: 1.602 (3 neue; diese Saison: 187 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.648 (3; diese Saison: 212)
- Tageskilometer: 180 (180km Auto)
- Saisonkilometer: 50.860 (33.810 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 5.680 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.850 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 506 Wochen

Samstag, 3. Mai 2014

W405IV: Zwei Siege für Leuna; E-Jugend gewinnt in Döllnitz und Handballer steigen nach 10-Tore-Erfolg eventuell auf!

TSV Leuna 1919 ................................................................ 32
Merseburger SV Buna Schkopau II ................................ 22
- Datum: Samstag, 3. Mai 2014 – Anstoß: 17.00
- Wettbewerb: Bezirksklasse Sachsen-Anhalt Süd (8. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 32-22 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 13-9
- Tore: Sven 10, Dry 5, Schmidten 5, Fünfer 4, Hoschi 4, Schnausen 2, Nr. 17 1, Nr. 22 1 (Leuna); k.A. (Buna)
- Siebenmeterquote: Leuna 2 von 2 (100%); Buna 5 von 5 (100%)
- Gelbe Karten: Sven, Schmidten (Leuna); Nr. 30 (Buna)
- Zwei-Minuten-Strafen: Nr. 2 (Leuna = 2 Minuten); 2x Nr. 2, Nr. 17 (Buna = 6 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sporthalle Leuna (Kap. 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 12 Gästefans und 10 Spergauer Spielbeobachter)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes, von Leuna konsequent und erfolgreich geführtes Spiel)

Fußball-Club Halle-Neustadt II ....................................... 3
Roter Stern Halle ............................................................... 2
- Datum: Samstag, 3. Mai 2014 – Anstoß: 12.00
- Wettbewerb: Stadtliga Halle (10. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 97 Min. (46/51) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 2. Zamil Zamil, 1-1 12. Sten Meerheim, 2-1 52. Huu Nam Hoang, 3-1 58. Zamil Zamil, 3-2 75. Steve Küchler
- Verwarnungen: Lukas Jandtke, Huu Nam Hoang (Neustadt); 2x Jacob Adolphi, Peter Chlebowski, Kai Nothaft, Sten Meerheim, Lukas Kölln (Roter Stern)
- Platzverweise: Jacob Adolphi (Roter Stern; 90. Min. Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels)
- Spielort: Stadion im Bildungszentrum, Platz 2 (Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Spannendes und recht gutes Match)

Sport-Gemeinschaft Döllnitz E ........................................ 2
TSV Leuna 1919 E ............................................................. 4
- Datum: Samstag, 3. Mai 2014 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: E-Junioren Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (Liga der U11)
- Ergebnis: 2-4 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 0-3
- Tore: 0-1 16. Kevin, 0-2 19. Paul, 0-3 22. Kevin, 1-3 32. Nr. 7, 2-3 38. k.A., 2-4 47. Paul
- Freundschafts-Neunmeterschießen: 4-7 für Leuna nach je 11 Schützen
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Döllnitz (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes und gutes Spiel zweier gleichwertiger Teams)
  
Photos with English Commentary:
a) Under-Aged Football: SG Döllnitz v TSV Leuna, Under-11
b) Amateur Football: FC Halle-Neustadt Reserves v Roter Stern Halle
c) Amateur Handball: TSV Leuna 1919 v MSV Buna Schkopau Reserves

Diesen Samstag sollte es wieder zu Spielen des TSV Leuna gehen. Die E-Jugend trat beim punktgleichen Tabellennachbarn (5. gegen 4.) in Döllnitz an. Der Sportplatz dort wächst langsam etwas zu, aber nach wie vor ist er einer der schöneren mit seinem enorm hohen Graswall von dem aus man das Spielfeld prima überblickt.

Auf dem Feld sah man eine sehr ausgeglichene Partie. Lange gab es kaum Chancen und somit fielen auch keine Tore, was an der Gleichwertigkeit der Teams lag. Als Döllnitz den Druck erhöhte, antwortete Leuna mit unglaublich sicher vorgetragenen Kontern. Innerhalb von sieben Minuten erzielten sie eine vorentscheidend wirkende 3:0 Führung.

Bei der Kleinfeldjugend ist eine sichere Halbzeitführung aber nicht 3:0 sondern eher 13:0, sodass es nicht verwunderte, dass Döllnitz noch einmal herankommen konnte. Zwei Treffer, davon auch ein sehr unglücklicher durch die Hosenträger des ansonsten wieder sehr guten Leunaer Schlussmanns, und schon wurde es wieder eng! In der Schlussphase war es dann aber doch der TSV, der die Nerven behielt und mit einem vierten Treffer den Sieg klar machte!  
Nach diesem sehr schönen Juniorenspiel fuhren wir quer durch Halle um in Neustadt den Tabellensiebten der Stadtliga gegen den noch im Aufstiegskampf befindlichen Dritten zu sehen. Eigentlich ging es uns nicht so sehr ums Spiel zwischen der Reserve des FC Neustadt und dem Roten Stern, sondern vielmehr um den Platz. Es war schlimm zu sehen, wie sehr diese ehemals wirklich tolle Sportanlage im Bildungszentrum versaut wird! Das Stadion wurde wegen der HFCer schon vor mehreren Jahren völlig verunstaltet, jetzt wurde eine hässliche Halle auf den Rasenplatz 3 gebaut und der Hartplatz 2 ist nun ein Kunstrasen (das ist die einzige sinnvolle Veränderung auf der ganzen Anlage!) der von Zäunen umgeben ist, die die offizielle Kapazität auf 200 Stehplätze senkt. Also so ein beschissener Platz! Da merkt man doch, dass da die Stadt Halle baut!

Wir scherten uns, wie die Hälfte der Zuschauer auch, aber einen Scheißdreck um das Verbot den Innenraum zu betreten und platzierten uns auf dem kleinen Stück Graswall hinter dem einen Tor auf Höhe der Eckfahne. Das erste Tor hatten wir bereits verpasst, der Ausgleich für Roter Stern fiel durch einen Freistoß, der durch die Mauer gezimmert wurde. Das recht flotte Spiel ging mit 1:1 in die Pause und wurde dann durch einen Kopfballtreffer und ein starkes Solo um den Torwart herum und durch zwei Verteidiger hindurch zugunsten der Gastgeber entschieden. Roter Stern fing jetzt an zu meckern, wodurch der ansonsten gute Schiedsrichter etwas zu sehr ins Kartenverteilen geriet: eine Gelbe für Neustadt war unberechtigt, zwei für den Gast überzogen. Durch einen Nachschuss im Getümmel unter die Latte kam Roter Stern noch mal ran, doch die letzten Minuten gingen sie nur noch zu zehnt an.

Der Sieg für Halle-Neustadt II ging jedenfalls so in Ordnung, u.a. auch deshalb, da sie die diszipliniertere Mannschaft waren. Das ist auch nicht so untypisch, denn trotz des schlechten Rufes ist die Neustadt gar nicht so schlecht und der FC HaNeu rühmt sich sicher auch nicht zu Unrecht mit seiner Auszeichnung um die besonderen Verdienste in der Integration. Mehr Integrationsarbeit sollte man ja eher von den linksalternativen und anarchistischen Galgenbergchaoten erwarten, aber wie so oft bei den linksaußen aufgestellten Vereinen spielen keine Ausländer oder andere zu integrierende Leute mit und zu sonstiger sozialer Arbeit sind die Clubs mit den Namen wie Roter Stern auch nicht zu gebrauchen…  
Wir machten heeme einen Zwischenstopp, sahen dann im Fernsehen, wie die scheiß Leipziger den Aufstieg ihres österreichischen Konzernvereins bejubelten – den Leipzigern und Markranstädtern, die sich für Red Bull prostituieren, kann man als Sportfan nur wünschen, dass wie in Osteuropa oder den USA, wo das bei solchen Klubs (bzw. Franchisen) immer wieder vorkommt, der Geldgeber den Verein an einen anderen, wirtschaftlich attraktiveren Ort umsetzt; und das am besten bevor das Hurenpublikum ihren Erfolg unter dem Motto „Erstligafußball in Leipzig auf Teufel komm raus“ feiern kann – und fuhren dann weiter nach Leuna.

Es stand Handball an, wobei der TSV Leuna auf die Zweite Mannschaft von Buna Schkopau traf. Dass deren Erste Mannschaft vom Wettkampfbetrieb abgemeldet wurde, aber die Zweite und Dritte weitermachen ist so ein Kuriosum dieses Randmerseburger Komikervereins… Jedenfalls war Leuna als 3. gegen den 6. favorisiert und im Falle eines Sieges vom dritten Platz nicht mehr zu verdrängen – und der berechtigt eventuell zum Aufstieg in die Bezirksliga!

Leuna gab sich in dem nur von einem einzigen Schiedsrichter geleiteten Match in keiner Phase eine Blöße, zog erstmal auf 3:0 davon und hielt dann konstant einen Vorsprung von fünf Toren. Schöne Kombinationen und Würfe der Leunaer, starke Tempogegenstöße der Schkopauer: vier Tore Vorsprung bei Pause.
Nach dem Seitenwechsel ging es weiter wie zuvor: vier bis fünf Tore Unterschied zugunsten der Gastgeber. Ab der 47. zog Leuna zur Freude der Mehrheit der gut 100 Zuschauer mit bis zu 10 Treffern davon. Schkopau bekam jetzt auch die ersten Zeitstrafen des Schiedsrichters, der nur ab und an mit seiner schweren Aufgabe das Spiel alleine zu leiten Schwierigkeiten hatte, ab. Am Ende war es ein verdienter und überzeugender 32:22 Sieg für Leuna! Und wenn die Aufstockung der Bezirksklasse wie geplant durchgeführt wird, heißt das Aufstieg! In jedem Fall war es eine sehr gute Saison der Leunaer Handballer – Glückwunsch dazu!  
Statistik:
- Grounds: 1.103 (1 neuer; diese Saison: 132 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.038 (heute 3; diese Saison: 182)
- Tageskilometer: 70 (70km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 55.630 (53.940 Auto/ 1.590 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 20 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 33 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 405

Samstag, 5. Juni 2010

W201II: Ein normaler Spieltag in zwei halleschen Ligen

Teil I: Erfolg für die zweite Mannschaft, die eigentlich die erste Mannschaft ist

TSG Wörmlitz-Böllberg III 0:3 SG Aufbau Tasmania Halle (II)
Samstag, 5. Juni 2010 – Anstoß 11.00
1. Stadtklasse Halle (11. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 0:3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 45. (9), 0:2 75. (7), 0:3 83. (11)
Verwarnungen: 1x Wörmlitz-Böllberg (4)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Wörmlitz/ Kaiserslauterer Straße (Kap. 900 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Flott, viele Torszenen, hart aber fair)
DSC09104
Photos and English Version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157624085873325/detail/

Nun sollten endlich die letzten halleschen Grounds, die meinem Vadder noch fehlten, gemacht werden. Der vorletzte in dieser Rubrik ist der wenig interessante, aber angeblich kleinste Platz der Liga, der sich in der Kaiserslauterer Straße befindet. Dort spielte die III. von Wörmlitz-Böllberg, als Vorletzter können sie die Klasse nur halten, wenn die nächsten Spiele (und das sind nicht mehr viele) gewonnen werden, gegen die II. von Aufbau-Tasmania. Warum das eigentlich nicht die II. ist, kann man ausführlich in anderen Berichten (unterm Post das Label „Aufbau Tasmania“ anklicken) lesen. Diese II. oder I. ist jedenfalls sicherer Tabellenzweiter, was den Aufstieg in die Stadtliga bedeuten sollte.

Aufbau Tasmania zeigte auch gleich, warum sie soweit oben stehen. Die Chancenverwertung war zwar nicht unbedingt toll, aber der enorme Druck aufs Wörmlitzer Tor und die gute Zweikampfhaltung machten einen starken Eindruck. Nach 45 Minuten war das Leder dann auch endlich im Eckigen. Dieser Vorgang war in der zweiten Hälfte, die dann etwas härter geführt, aber vom souveränen Schiri stets lässig geleitet – manch ein kleinlicher Wichtigtuer hätte hier mit gelben Karten um sich geworfen – war, dann noch zwei weitere Male zu beobachten. Obwohl Wörmlitz-Böllberg Kampfgeist zeigte und nun auch zu etlichen Chancen kam: Aufbau Tasmania gelang also ein glatter 0:3 Sieg.

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Teil II: Pillepalle am Planetarium

Kanenaer SV 2:1 FC Halle-Neustadt II
Samstag, 5. Juni 2010 – Anstoß 15.00
Stadtliga Halle (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 97 Min. (48/49) – Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 19. (11), 1:1 58. (8), 2:1 63. (10; Foulelfmeter)
Verwarnungen: 3x Kanena (2, 6, 7), 1x Neustadt (8)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz am Planetarium (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20 (keine Gästefans?)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (Zum Ende kam noch etwas Feuer in die Partie, aber meistens war das Spiel ziemlich lahm)
DSC09137
Photos and English Version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157624085873325/detail/

Ein Zwischenstopp am Döner beim Bahnhof und ein bisschen um den Hufeisensee herumfahren später, saßen wir im Schatten der Bäume in der Straße am Planetarium, wo sich der Platz in Kanena, einem der ziemlich dörflichen Ortsteile Halles, befindet. Das Spiel war zwar eine Klasse höher, als das Elfuhrspiel, doch beide Mannschaften – sowohl der sichere Absteiger aus Halle-Neustadt, als auch der Viertplatzierte Gastgeber – spielten ziemlich Pillepalle.

Nachdem die Gäste überraschend per Kopf zur Führung kamen, brauchte Kanena bis in die zweite Hälfte hinein, um nennenswerte Aktionen zu zeigen. Der Ausgleich war ein guter Abstauber nach einer hohen Flanke und das 2:1 ein souverän ins Eck gezimmerter Elfmeter, der recht umstritten war. So richtig gesehen habe ich die Berührung, die zum ziemlich krampfhaften Fallen geführt hat, auch nicht – und diesem kleinlichen und schwachen, immer wieder klare Fehlentscheidungen treffenden Schiri, würde ich nicht zutrauen, dass der auch nur die Hälfte der Entscheidungen richtig sieht – aber das 2:1 war ein nicht unverdienter Endstand, da Kanena die weniger schwache zweier an diesem Tage ziemlich schwacher Mannschaften war. FC Halle-Neustadts Zweite vergab die größten Chancen noch kurz vor Abpfiff.

Vor unserer Abfahrt haben aufmerksame Kanenaer Fans gleich festgestellt, dass mein Vadder drauf und dran war, sein zweites Portemonnaie in drei Monaten zu verlieren. Am völlig überlaufenen Osendorfer Wassersportzentrum vorbei, fuhren wir dann ohne irgendwelche Highlights zurück.
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Statistik:
Ground Nr. 431 (kein neuer Ground; diese Saison: 100 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.014 und 1.015 (diese Saison: 157)
Tageskilometer: 50 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 34.500 (21.720 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 3.510 Fahrrad/ 3.270 Bus, Bahn, Tram/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 9
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 201