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Donnerstag, 26. September 2019

W686III: Fußball und Handball vom Harz bis nach Anhalt

Dessau-Rosslauer Handballverein von 2006 ... 36
1. VfL Potsdam ................................................... 24
- Datum: Sonntag, 22. September 2019 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: 3. Liga Nord (3. Handballliga, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 36-24 nach 60 (30/30) Minuten – Halbzeit: 16-14
- Statistiken: https://www.dhb.de/de/s/liveticker/?FMPID=15774
- Austragungsort: sogenannte Anhalt-„Arena“ (Kapazität: 3.300 Sitzplätze)
- Zuschauer: 1.196 zahlende (davon ca. 20 Gäste)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

SV 1920 Roitzsch ................................................. 3
Holzweißiger SV .................................................. 2
- Datum: Sonntag, 22. September 2019 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Kreisoberliga Anhalt-Bitterfeld (9. Fußballliga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 96 (46/50) Minuten – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 24. Gebhardt, 2-0 48. Meißner, 3-0 58. Gebhardt, 3-1 65. Werner, 3-2 70. Jefkay
- Gelbe Karten: Adrian (Roitzsch); Schletter, Ritter (Holzweißig)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Glück Auf Stadion, Nebenplatz (Kapazität: 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 130 (davon ca. 40 Gäste)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

VfB Germania Halberstadt C .......................... 11
VfL Halle 1896 C ................................................. 2
- Datum: Sonntag, 22. September 2019 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: C-Junioren Verbandsliga Sachsen-Anhalt (2. U15-Fußballliga)
- Ergebnis: 11-2 nach 70 (35/35) Minuten – Halbzeit: 2-1
- Tore: 0-1 33. Pfeffer, 1-1 34. Conrad, 2-1 35. Zahr, 3-1 36. Conrad, 4-1 39. Conrad, 5-1 47. Conrad, 5-2 49. NN, 6-2 54. Zahn, 7-2 56. Eckert, 8-2 61. Zahn, 9-2 65. Selimi, 10-2 68. Conrad, 11-2 69. Zahn
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Friedensstadion, Platz 3 (Kapazität: 600 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 20 Gäste)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 Germania Halberstadt C 11:2 VfL Halle 96 CPhotos with English commentary:
a) Under-15 Football: Germania Halberstadt vs. Halle 96
b) Men’s Amateur Football: Roitzsch vs. Holzweißig
c) 3rd Division Handball: Dessau-Rosslau vs. Potsdam
d) Anhalt: Roitzsch

Am Sonntag fuhren wir von Staßfurt aus nach Halberstadt. Seit meinem letzten Spielbesuch dort im Jahr 2004 hat sich baulich einiges geändert im Friedensstadion. Gespielt wurde aber auf einem der beiden Rasennebenplätze, da hier die C-Jugend kickte. Das Spiel war aber das Kommen wert. Kurioserweise versemmelte Germania Halberstadt Chance um Chance kläglich, ließ dann aber Halle 96 zwei Mal vors Tor kommen, wobei die Gäste die zweite Chance zum 0:1 nach über einer halben Stunde nutzten. Und dann brannte hier plötzlich der Baum: zwei Minuten, zwei Tore zum zwei zu eins für Halberstadt! Pausenpfiff, Pausentee – und sofort nach Wiederanpfiff legte Halberstadt zum 3:1 nach. Dann 4:1, 5:1 und Halle mit der dritten Chance zum 5:2. Dann ging die U15 des „liebevoll“ auch „Affen vom Zoo“ genannten VfL 96 aber völlig unter: 11-2 überrollte Germania Halberstadt die Gäste auch in der Höhe verdient mit richtig gutem Fußball nach dem sehr zähen Beginn. Roitzsch/ AnhaltDann ging es aufgrund einer Gedächtnislücke von mir nach Roitzsch/ Anhalt weiter. Irgendwie hatte ich ganz vergessen, dass ich da 2014 mal von Merseburg aus mit dem Rad war und in dem weiten Rund ein Kreispokalspiel gesehen hatte: https://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157646121482578/ Ich merkte auch die ganzen zwei Stunden auf der Anlage nicht, dass ich hier schon mal war, da die Kreisoberligapartie trotz kackdreisten 3€ Eintritt wegen Rasenschäden im Stadion auf dem ausbautenlosen Nebenplatz stattfand. Der Tiefpunkt bei diesem Platz war, dass der gehirnamputierte Selbstdarsteller mit der Pfeife in der Halbzeit die wenigen Zuschauer (u.a. uns beide) auf der schattigen Gegenseite in die Sonne schickte – denn nur auf einer Seite, der sonnigen Seite vorm Stadion, gibt es eine Absperrung zum Spielfeld hin. Hätte der Depp ordentlich gepfiffen, hätte ihn auch niemand von der Roitzscher Bank bepöbelt und er hätte seine schwachsinnige Show auf unsere Kosten nicht abziehen müssen. So einen Vollidioten wie den Typen aus Paschleben habe ich aber echt noch nie erlebt – allerdings habe ich noch sehr viel mehr Fehlentscheidungen in einem Spiel erlebt, nur eben nicht so eine Selbstdarstellerei und Arroganz!

Dass ich dann keine Show im Gegenzug abzog, lag nur an der Freundlichkeit der Roitzscher Ordner, die direkt sagten, was sie vom Schiri halten, aber sie eben auf Einhaltung seine Anweisungen verpflichtet sind. Sowieso waren die Ordner und der Kassierer von Roitzsch sehr freundlich. Auf dem Feld gingen die Spieler nicht immer so freundlich miteinander um und es wurde auch mal gut geholzt, aber das Spiel gegen Holzweißig zeigte auch viele schöne Spielzüge und Torszenen. Bis nach der Pause war es auch noch völlig offen: doch nachdem es lange 1-0 stand zog Roitzsch auf 3-0 davon. Erst in der Schlussphase gelang es Holzweißig gefährlich zu werde und auf 3:2 heran zukommen. Ein Stoß in den Rücken im Strafraum in der Nachspielzeit blieb ungeahndet, sodass Holzweißig keine Chance mehr auf den Ausgleich bekam, was zu Rudelbildung um den Unparteiischen herum nach Spielschluss führte. Gut, dass dem mal die Meinung gegeigt wurde – gut aber auch, wie vernünftig und pflichtbewusst sich die Ordner hier wieder verhielten und alle dann wieder runterfuhren! SV Roitzsch 1920 3:2 Holzweißiger SVDann noch nach Dessau, diesmal zum Handball. In der Anhalt-Arena hatte ich keine gescheiten Bilder gemacht (auch hier letzter Spielbesuch ewig her: 2005 oder so). Die Halle ist schon sehr sehenswert. In einem hässlichen Industriegebiet gelegen fällt sie durch die schiffsartige Form auf. Nicht ganz so genial gebaut wie die viel kleinere Elbe-Rossel-Halle im benachbarten Roßlau, aber ebenfalls sehr einfallsreicht: eine normale Gegentribüne, wo wir für völlig überzogene 15€ (Einheitspreis – für 3. Liga?! Krank! Hab ich im Westen nirgendwo gezahlt!!!) Platz nahmen, dann gegenüber eine nach oben immer schmaler werdende und dadurch oben ovale und sehr hohe Tribüne unter einem nach unten auf ein Tonnengewölbe lehnendes Dach. Hinter den Toren gibt es noch sehr verbaute Plätze zwischen Verstrebungen und Fangnetzen. Völlig beknackt dort zu hocken...

Das Spiel vom Dessau-Rosslauer HV gegen den 1. VfL Potsdam war wieder sehr stimmungsvoll. Ich mag den Verein überhaupt nicht, aber deren Pöbelfans rockten wieder die Halle – das muss man wirklich positiv hervorheben. Einfallsreichere Gesänge als bei vielen anderen Handballclubs, Fahnen und in allen Ecken der Halle wird bei vermeintlichen und tatsächlichen Fehlentscheidungen pöbelnd aufgesprungen oder nach entscheidenden Toren abgefeiert.

Auch heute wurde Dessau-Rosslau bis auf ein paar Mängel in Hälfte eins der spielerischen Favoritenrolle gerecht. Am Ende ein ungefährdeter 12-Tore-Sieg, der aufgrund der in Halbzeit zwei schwachen Gästeleistung auch völlig verdient war. Hier bekam man guten Handball geboten – mal sehen ob Dessau dann wie anvisiert wieder in die 2. Liga aufsteigt, aus der sie erst letzte Saison abgestiegen sind...

Ich fuhr nach dem Abendessen beim Döner in Staßfurt-Nord binnen 5 Stunden nach Bonn zurück – überwiegend Landstraßen, inklusive mehrerer inoffizieller Umgehungen von teils idiotischen Baustellensperrungen... Dessau-Rosslauer HV 36:24 1.VfL PotsdamStatistik:
- Grounds: 2.505 (2; diese Saison: 62 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.738 (3; diese Saison: 89)
- Tourkilometer: 670 (670km Auto)
- Saisonkilometer: 53.360 (44.140 Flugzeug/ 8.330 Auto, davon 1.680 Mietwagen/ 850 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 17 [letzte Serie: 72, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 686

Donnerstag, 8. August 2013

W367II: Dessau-Roßlauer Nachbarschaftsduell

SV Germania 1908 Roßlau (Elbe) ------------------------- 1
SV Dessau 1905 ------------------------------------------------ 2
- Datum: Mittwoch, 7. August 2013 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Testspiel (Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 5; 8. Liga, 3. Amateurliga gegen Landesliga Sachsen-Anhalt, Süd; 7. Liga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 25. Christian Heß, 1-1 63. Lukas Schuhmacher, 1-2 69. Volker Nickels
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Elbesportpark (Kap. 2.500, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 90 (davon mind. 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Teilweise etwas zerfahrene, aber weitestgehend unterhaltsame Partie) DSC02366 Elbesportpark Roßlau 
Photos with English Commentary:
a) Pre-Season: Germania Roßlau v Dessau 05 – Album Includes Pictures of Roßlau Old Town
b) Some Older Pictures: Dessau I, Dessau II and Wörlitz

Mittwoch ging es in eine von mir nicht sonderlich geschätzte Gegend des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Dessau ist eigentlich eine hässliche Stadt und reichlich überschätzt aufgrund der kulturhistorischen Bedeutung. Das berühmte Wörlitzer Gartenreich liegt kilometerweit außerhalb des verbauten Zentrums. Aber auch einige Kilometer außerhalb dieses Stadtzentrums liegt ein nicht uninteressanter Vorort namens Roßlau, der lange eine eigene Stadt war. Einmal über die Elbe, schon steht man in der Ansammlung weitestgehend primitiver und oft heruntergekommener Ackerbürgerhäuser. Interessant ist hier aber eine sanierte Wasserburg und auch die nördlich des gesichtslosen Marktplatzes gelegene Marienkirche, die innen hervorragend gestaltet ist, lohnt sich. Wenn man in Roßlau etwas anschaut, wird man übrigens von den einen blöd angeglotzt („Was, Fremde gucken sich hier was an? Guck mal auf die Autonummer!“) oder freundlich angesprochen. Die Kirchenführerin ist da in zweierlei Hinsicht eifrig: religiös eifrig und auch touristisch.

Der Grund unseres Besuchs war ein Testspiel von Germania Roßlau in ihrem schönen Elbesportpark. Der ist zum Glück ein ganzes Stück vom Fluss weg, an Bahnanlagen und engen Vorstadtstraßen von Bäumen umgeben gelegen. Die Anlage ist sehr weitläufig mit mehreren, ziemlich verrotteten und ausbautenlosen Nebenplätzen, Tennisanlagen, einem großen und einen guten Eindruck hinterlassenden Vereinsheim an das auch der Sprecherturm gebaut ist. Der Eingangsbereich ist auch ganz nett gestaltet, auf altmodisch gemacht ist z.B. ein Stein für die fürs Vaterland gefallenen von 1870/71, 1914-18 und 1939-1945 sowie ein weiterer Stein mit Vereinsschriftzug „Germania Roßlau“. Allerdings verlangte der Alte am Einlass – zum ersten Mal bei den Testspielen die ich diese Saison besuchte – den vollen Ligaspielpreis von 3€ (ermäßigt 2€). Für die Dreistigkeit bekam man aber noch gute Sitzplätze auf alten Holzbänken, die auf der Mitte der dreireihigen Gegentribüne und auf dem Oberhang der dreireihigen Hintertorkurve stehen. Rechts vom Sprecherturm ist eine vierreihige Haupttribüne – von Kiefern beschattete, massive Steinstufen – und die andere Kurve ist auffällig zugewuchert.

Das Spiel wurde von einem auffällig dürftigen Schiedsrichtergespann geleitet: klare Fouls wurden laufen gelassen, dafür bei gleicher Höhe und passivem Abseits dauernd gewunken. Diese perverse neue Abseitsregelung sollte man als Amateurschiedsrichter prinzipiell ignorieren – dass die scheiß Amateurverbände zu dumm sind, sich gegen solche kranken DFB-Richtlinien durchzusetzen und mit diesen Drecksregeln nur die Unparteiischen verunsichert, zeigt nur ihre Unfähigkeit und Entfremdung von den Spielern und Fans der unteren Klassen. Einige der Abseitsentscheidungen, hauptsächlich des zwanghaften Abseitswinkers der vor der Gegentribüne dauernd rumwedelte – waren ohnehin bei jeder Regelauslegung falsch. Wenn der dauernd winken will, soll er eine Vereinsfahne nehmen und sich damit auf die Tribüne stellen! Der Schiri hatte auch noch die Karten vergessen, sonst hätte er für jede Mannschaft zwei gelbe zeigen müssen!

Das Spiel war durchschnittlich, aber schon recht unterhaltsam. Anfangs tat sich Dessau sehr schwer mit dem unterklassigen Gegner. Hätte Roßlau nicht so schlechte Stürmer, wären die Dessauer nie mit dem Pillepalle vorm eigenen Strafraum ohne Gegentor weggekommen. Nach 25 Minuten traf Roßlau nach Standardsituation zwar per Kopf, aber das hätte längst das 3:0 oder 4:0 sein müssen. So gelang Dessau noch ohne allzu großen Aufwand das Spiel nach der Pause zu drehen. Zwei Mal trocken eingenetzt und das war’s. Die zweite Halbzeit wurde ohnehin deutlich von den Gästen bestimmt, die zwar 10 Feldspieler wechseln konnten, aber wie die junge Frau neben mir meinte, nicht einmal den Ersatztorhüter dabei hatten sondern 90 Minuten lang einen dritten Ersatzmann zwischen den Pfosten. Der hielt sich allerdings bei allen Unsicherheiten und dem Fakt, dass der Kopfball zum Gegentor haltbar war, noch ziemlich gut. Die Niederlage Roßlaus lag allerdings weniger an der Torhüter- und Abwehrleistung Dessaus, sondern am schwachen Germania-Sturm.
Während einige Roßlauer noch leere Bierbecher auf der Steintribüne verbrannten, machten wir uns zügig nach Merseburg zurück.
 DSC02350 Marienkirche Roßlau  
Statistik:
- Grounds: 980 (heute 1 neuer; diese Saison: 9 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.864 (heute 1, diese Saison: 8)
- Tageskilometer: 170 (170km Auto)
- Saisonkilometer: 2.050 (1.980 Auto/ 70 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 137 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 367

Montag, 30. Januar 2012

W287III: Hallenhockey, wie es schlechter kaum sein könnte – und; munteres Siebenmeterwerfen in Kühnau

TSV Leuna 1919 4:4 SC Charlottenburg Berlin
Datum: Sonntag, 29. Januar 2012 – Beginn: 11.00
Wettbewerb: 2. Bundesliga Ost, Hallenhockey
Ergebnis: 4:4 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 4:3
Tore: 1-0 6. Christian Zeiger, 1-1 9. Benjamin Borchardt, 1-2 19. Benjamin Borchardt (Ecke), 2-2 13. Nils Poczatek, 3-2 24. Christian Zeiger, 3-3 25. Phillip Kröger, 4-3 29. Nils Poczatek, 4-4 42. Moritz Barckhausen (Überzahl)
Grüne Karten: Christoph Ruttkies, Stefan Münzner (Leuna)
Gelbe Karten (2 Minuten): Michael Franz (Leuna), Moritz Barckhausen (SCC)
Rote Karten (Platzverweis): keine
Spielort: Sporthalle Leuna (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 100 (keine Gästefans darunter)
Unterhaltungswert: 1,5/10 (Richtig schlechtes Spiel beider Mannschaften, unmögliches Schiedsrichtergespann, kaum Zuschauer – unterstes Hallenhockeyniveau! Da kann man ja gleich Feldhockey schauen!)

SG Kühnau 26:28 SV Friesen Frankleben
Datum: Sonntag, 29. Januar 2012 – Beginn: 16.00
Wettbewerb: Verbandsliga Sachsen-Anhalt Süd (6. Handballliga, 3. Amateurspielklasse)
Ergebnis: 26:28 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 13:13
Tore: k.A. (Kühnau); Wasner 11, Holzapfel 7, Graßmeyer 4, [Nr. 3] 3, Berg 2, [Nr. 5] 1 (Frankleben)
Siebenmeter: Kühnau 4 von 9, Frankleben 9 von 10
Gelbe Karten: Nr. 15, Nr. 10, Nr. 2 (Kühnau); Nr. 3, Nr. 14 (Frankleben)
Zeitstrafen: 2x Nr. 10, Nr. 2, Nr. 6, Nr. 13, Rot Nr. 15 (Kühnau = 12 Minuten); 3x Nr. 11, 2x Nr. 3, Nr. 5, Nr. 9 (Frankleben = 14 Minuten)
Disqualifikationen: Nr. 15 Kühnau (59., angeblich „Tätlichkeit“); Nr. 11 Frankleben (52., dritte Zeitstrafe)
Spielort: Sporthalle Friedensschule Dessau-Ziebigk (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 150 (davon Gästefans: ca. 5)
Unterhaltungswert: 5,5/10 (Mittelmäßiges, aber spannendes Spiel)
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Photos and English Version:
a) Indoor Hockey: Leuna v Charlottenburg

Da fragt man sich, wieso man sich schon am frühen Morgen aufgemacht hat, um bei Schneeglätte in die hässliche Leunaer Sporthalle zu gurken, dort für überhöhte 3,50€ die immer gleichen hässlichen Eintrittskarten und das immer gleiche schlecht gemachte „Programm“ (eine A4-Seite als Faltblatt, das nur Informationen zum TSV hat und nie zu einer Gastmannschaft) entgegenzunehmen, um sich dann in die erste Reihe – der einzigen Reihe auf dieser scheiß Tribüne, von der aus man das Spielfeld (mit ein paar Verrenkungen) komplett einsehen kann – zu hocken, um die Mannschaft anzufeuern.

Heute fanden sich so wenige Fans wie schon ewig nicht mehr zum Hockey ein. Knapp 100 Leunaer wollten sich das Spiel gegen den Tabellennachbarn Charlottenburg (die Westberliner haben auf Rang zwei stehend zwei Punkte mehr auf dem Konto als Leuna) nicht entgehen lassen. Aber so ein Gegurke hätte eigentlich nicht einmal 10 Zuschauer verdient gehabt!

Ich lästerte auch schon, als die Berliner (!) Schiedsrichter Luft und Bütschek vor Beginn bei Charlottenburgern standen und mit denen quatschten, dass da wohl Spielabsprachen getroffen werden würden. Was im Spaß gesagt war, sollte sich als gar nicht so abwegig zeigen: wenn von diesem hirnlosen Verband Berliner Schiedsrichtern in einem Spiel einer Berliner Mannschaft bei einer sachsen-anhaltischen angesetzt werden, hat das halt wenig mit einer unparteiischen Spielleitung zu tun. Aber beide Mannschaften hätten auch auf 0:0 spielen können: dieses Spiel war von Taktiererei, Ball Hin-und-Her-Geschiebe und Zustellen an der Bande geprägt, dass es klar war, dass hier beide nur nicht verlieren wollten. Das Unentschieden war ab Mitte der zweiten Hälfte augenscheinlich abgemachte Sache. Mitte der ersten Hälfte waren bereits alle Schiedsrichterentscheidungen gegen Leuna abgemachte Sache.

Meine Wertung von 1,5 Punkten gibt es nur deshalb, da im ersten Spielabschnitt einige Aktionen von Zeiger, Poczatek und Reichardt sehenswert waren. Auch die Charlottenburger zeigten ab und an mal, dass sie wenigstens ein bisschen mehr können, als das, was heute auf dem Feld ablief. Aber ansonsten war es symptomatisch, wie Leuna den Ausgleich kassierte: ein Charlottenburger sperrt den schon lange nicht mehr bundesligareifen Franz von den „Un“parteiischen völlig ungestraft im Mittelfeld – Franz verhält sich natürlich unheimlich intelligent, indem er dem Berliner in dem Magen schlägt. Mit Gelb war er noch gut bedient, doch in den zwei Minuten Unterzahl, kassierte Leuna auch prompt den Ausgleich. Man sollte also auch das Augenmerk auf die Schwachpunkte wie v.a. Franz und Ruttkies legen, anstatt sich nur über die Schiris aufzuregen, deren zweitgröbste Fehlentscheidung (Zeiger wird gefoult (Check in den Rücken), daraufhin ein Regelverstoß der Leunaer (Fußspiel) begangen, woraufhin es statt Freischlag für Leuna eine Strafecke für den Gast gab) die zwischenzeitliche 1:2 Führung der Berliner verursachte. Die gröbste Fehlentscheidung weckte auch die ruhigere Sorte Fans noch etwas auf: 30 Sekunden vor Abpfiff ein mindestens gelbwürdiges, taktisches Foul eines Berliners gegen einen auf den Flügel durchbrechenden Leunaer, der nach dem Beinstellen auf den Ball fiel. Die Schiedsrichter gaben Fußspiel und Freistoß für Berlin, was fast noch zu Tumulten führte, da auch Spieler und Trainer des TSV nun richtig sauer waren.

Eine abartigere Schiedsrichterleistung habe ich noch nicht gesehen im Hallenhockey. Auch ein schlechteres und langweiligeres Spiel noch nicht. Zum Glück ist Leuna jetzt wirklich gesichert, da Güstrow wieder verloren hat. Für 2. Liga reicht es ja dann doch!
Allerdings muss man, wenn man ehrlich ist – und das wird die Leunaer Mannschaft auch akzeptieren, da es ihnen nichts bringt, wenn man sie nur aus Sympathie übertrieben lobt – klar und deutlich sagen, dass die Mehrheit der Spieler dieser Mannschaft (heute war es ganz besonders auffällig: nach Hochmuth, Zeiger und Poczatek kommt lange nichts) kaum durchschnittliches Niveau bringt und vor allem die Mehrheit der Spiele des TSV unterdurchschnittlich sehenswert sind. So ein Wahnsinnsspiel wie in Köthen kommt so wie so nur alle 10 Jahre mal vor und so ein Spiel wie heute ist näher dran an der normalen Leistung der Mannschaft, als das vor drei Wochen. Ob ich nächste Saison dafür die überdurchschnittlich hohen 3,50€ mehr als ein einziges Mal den stets mit dem Kassieren überforderten Hockeymädchen an der Kasse hinblättere, überlege ich mir gut. Im Rückblick hat es sich bei der Mehrheit der in den letzten beiden Spielzeiten besuchten Hockeyspiele des TSV nicht gelohnt!
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Erheblich besser als dieses grauenhafte Hallenhockeyspiel war das Spitzenspiel der Handball Verbandsliga zwischen dem Zweiten und dem Dritten der Tabelle. In der letzthin mal wieder von leichten ethnischen Unruhen erschütterten, ohnehin verrufenen, wie auch wenig sehenswerten Mittelstadt Dessau wurde in der Sporthalle der passenderweise „Friedensschule“ genannten Sekundarschule im Stadtteil Ziebigk gespielt. Die Halle ist farblich sehr gut gelungen, die Beleuchtung ist gut und die Zuschauer sitzen direkt am Spielfeld, aber die dreireihige Holz- und Aluminiumtribüne steigt zu niedrig an und sieht auch ziemlich mies aus. Auf der Tribüne hatten sich immerhin etwa 150 Fans eingefunden, von denen natürlich fast alle für die Heimmannschaft waren. Großartig Stimmung kam aber nicht auf.

In einem mittelmäßigen und sehr ausgeglichenen Spiel setzte sich Friesen Frankleben erst zum Ende der zweiten Halbzeit hin entscheidend ab. Teilweise fünf Tore Vorsprung waren es da, die erst in den letzten beiden Minuten wieder teilweise von der SG Kühnau aufgeholt wurden. 26:28 war kein ungerechtes Resultat, wobei die Franklebener in erster Linie einfach nur die besseren Siebenmeterschützen waren. In diesem Siebenmeterfestival von Dessau verwandelten sie 9 von 10 Siebenmetern, während Kühnau nur 4 von 9 versenken konnte. Das Spiel war übrigens – trotz 19 Siebenmetern – nicht überhart, aber beide Abwehrreihen hatten schon so ihre Probleme gegen die starken Angreifer der jeweils anderen Seite mitzuhalten. Nur dadurch, dass die Torhüter beider Teams – besonders der Gästekeeper Küster – so stark waren, bleiben beide Mannschaften unter der 30-Treffer-Marke.

Von beiden Mannschaften wurde übrigens je ein Spieler kurz vor dem Ende des Feldes verwiesen: bei Frankleben war es halt der unsauberste Akteur, der sich als Verteidiger oft nur mit Fouls behelfen konnte – bei Kühnau jedoch flog einer zu Unrecht vom Platz, der einen Gegenspieler weggeschubst hatte und für dieses Zwei-Minuten-würdige Foul vom inkompetenten Magdeburger Schiedsrichtergespann gleich Rot sah. Die Magdeburger waren uns übrigens schon vor einigen Wochen in Halle negativ aufgefallen: dort pfiffen sie völlig einseitig zugunsten der Seehausener Mannschaft, die ohne Schiedsrichterhilfe wahrscheinlich nicht gewonnen hätten. In der ersten Halbzeit lieferten die beiden Pfeifen auch wieder eine grauenhafte Leistung ab, wobei auffälligerweise immer Frankleben die Angeschissenen waren. Mehrere unberechtigte Zeitstrafen gegen Friesen, während mehrere Male die Kühnauer trotz Stürmerfoul aufs Tor werfen oder trotz Verteidigerfouls einen Tempogegenstoß einleiten durften. Bis zur 55. oder 56. Minute gab es in der zweiten Halbzeit aber plötzlich keine einzige Willkürentscheidung gegen Friesen mehr: nur zwei lachhafte Siebenmeter für (ja: für!) Frankleben. In der vorletzten Minute gab es ja sogar noch einen unberechtigten Platzverweis für den Gastgeber. Ganz komische Leistung, aber vom Gespann Wolf/ Schwibbe kann man nichts anderes erwarten. Sachsen-Anhaltische Handballschiedsrichter halt...

Ohnehin war dieses Wochenende katastrophal in Sachen Schiedsrichter: einer schlechter als der andere – in allen fünf Partien dieses Wochenendes! Ich hoffe, dass ich die Unparteiischen in den nächsten Spielen mehr loben kann: schließlich gibt es in den allermeisten Sportarten über die Mehrheit der Schiedsrichter nicht viel zu meckern – meistens haben sie Recht mit ihren Entscheidungen! Und beim Handball trifft das wenigstens so auf jedes dritte Gespann zu...
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Statistik:
Grounds: 697 (heute 1 neuer; diese Saison: 103 neue)
Sportveranstaltungen: 1.457 (heute 2, diese Saison: 143)
Tageskilometer: 180 (180 Auto)
Saisonkilometer: 27.700 (19.150 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.940 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 30
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 287

Samstag, 22. Mai 2010

W199II: Nachdem Buna und PSV mein 88. Spiel ohne 0:0 spielten, schafften es 22 Bennstedter und Dessauer Hornochsen nicht, auch nur eine Bude zu machen

SG Buna Halle-Neustadt II 4:3 Polizei SV Halle
Samstag, 22. Mai 2010 – Anstoß 12.00
Stadtliga Halle (10. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 4:3 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit 1:2
Tore: 1:0 5. Nr. 11, 1:1 19. Nr. 14 (?), 1:2 34. Nr. 10, 1:3 62. Nr. 8, 2:3 66. Nr. 11, 3:3 77. Nr. 4 (?), 4:3 90. Nr. 4
Verwarnungen: Nr. 3 (Buna); Nr. 12, Nr. 3 (PSV)
Platzverweise: keine
Spielort: Buna-Stadion Lilienstraße (Kap. 2.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 16 (davon ca. 6 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Flottes, spannendes Spiel mit überraschender Wendung)
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Photos and English Version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157623989894541/detail/

In Halle-Neustadt gibt es mit den Sportanlagen im Bildungszentrum ein paar wirklich schöne Sportstätten, doch das Stadion in der Lilienstraße macht auch etwas daher mit seiner siebenreihigen Haupttribüne, der fünfreihigen und viel schmaleren Gegentribüne und vor allem dem vielen Grün: Bäume hinter beiden Tribünen und vor der Haupttribüne eine Hecke als Fanzaun. Macht doch viel mehr her, als ein Metallzaun! Bei rabiateren Fanszenen kann man ja statt Buchsbaum Säulenkakteen nehmen...

Buna II steht als Drittletzter knapp vor den Abstiegsplätzen, der Polizei SV im Mittelfeld, weswegen man von einem Sieg der Gäste ausgehen konnte. Die Polizisten legten auch gleich offensiv los, wobei nach drei vergebenen Chancen die Buna-Spieler mit ihrem ersten Angriff gleich ihr erstes Tor erzielten. Schön heraus gespielt! Nach und nach baute der Polizei SV allerdings größeren Druck auf, traf auch mal den Pfosten und die Latte und konnte dann nach 20 Minuten den Ausgleich verzeichnen. Das 1:2 fiel auch noch vor der Pause.

Der PSV schien nach einer Stunde im Soll, als sie nach einer ausgeglichenen Phase des Spiels die Führung auf 1:3 ausbauten. Auch nach dem Anschlusstreffer, den Buna nur fünf Minuten später erzielte, hätte man nicht mit diesem furiosen Ausgang gerechnet: eine Viertelstunde vor dem Ende lag der Ball plötzlich zum 3:3 im Tor. Dann warf Buna alles nach vorne, traf spektakulär die Latte, den Pfosten aus spitzem Winkel und wurde schließlich in der 90. Minute für ihren Mut belohnt: einige Meter vorm Strafraum zog ein Buna-Spieler ab und traf halbhoch ins Eck. 4:3 war der nicht unverdiente Endstand in einer Partie zweier insgesamt gleichstarker Mannschaften.

Wir brauchten dann fast eine Dreiviertelstunde, um von Halle-Neustadt nach Bennstedt zu kommen. Dass, was uns dort geboten wurde, ist eigentlich keinen Bericht wert. Aber auch solche Scheiße muss kommentiert werden. Der folgende Bericht ist entsprechend reich an Kraftausdrücken, die aber eigentlich noch zu lasch sind. Diese beiden Mannschaften haben von den Spielanlagen her nichts in der Landesliga zu suchen.
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FSV Bennstedt 0:0 SV Dessau 05
Samstag, 22. Mai 2010 – Anstoß 15.00
Landesliga Süd (7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 0:0 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit 0:0
Tore: keine - bei der scheiß Leistung auch kein Wunder!
Verwarnungen: Seifert, Lindeke (FSV); Görmer (SV 05)
Platzverweise: da wären eigentlich 22 fällig gewesen!
Spielort: Sportanlage an der Eisdorfer Straße, Platz II (bzw. Sportstätte an der alten B80, Platz II: Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 0,0/10 (Was für ein Scheißspiel!)

Photos and English Version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157624114361140/detail/

Die Sportanlage in Bennstedt macht weit weniger her, als die von Buna: auf dem Graswall von Platz I, den wir vor ein paar Jahren bereits besucht hatten, steht mittlerweile eine mickrige Tribüne mit 66 überdachten Schalensitzen. Auf deren Boden tun sich Fugen und Risse auf, was nicht sehr Vertrauen erweckend aussieht. Aber dass das Spiel auf Platz II, der auf der anderen Seite des Graswalls liegt und keine Besonderheiten aufweisen kann, ausgetragen wurde, hat nichts mit der verpfuschten Tribüne zu tun, sondern mit dem – offensichtlich seit Monaten – abgesoffenen Teil des Hauptplatzes.

Bennstedt ist Fünfter und Dessau, die nur deshalb in der Landesliga spielen, da sie bankrott gegangen sind, Zweiter. Für die 3€ Eintritt, die nur von knapp 100 Leuten bezahlt wurden (eine schwache Anzahl!), wurde einem also ein Spitzenspiel angekündigt. Mit Spitze hatte dieses lahme, unbedarfte, beschissene, an Technik mangelnde und an Harmlosigkeit und Dilettantismus vorm Tor kaum zu überbietende Gekicke aber nichts zu tun. Nach einem Spiel zwischen Motor Halle und Halle 96 III (1:0) und Hallescher FC – Meuselwitz (0:0) war das das drittschlechteste Spiel, was ich je gesehen habe. Wie es Dessau auf Platz 2 geschafft hat, will ich ja mal wissen, wenn ich diese Freistoßtechnik (Bogenlampe auf gut Glück in den Strafraum, die stets in den Armen des Torwarts von Bennstedt landete) sehe. Auch Bennstedt hatte absolut kein Niveau. Die erste Halbzeit über machten sie etwas Druck, scheiterten aber an ihrer tuntenmäßigen Schusstechnik. In der 90. dann der absolute Tiefpunkt, als der Dessauer Fliegenfänger eine schwache, als Torschuss gedachte Flanke abklatschet und ein Brachstedter fünf Meter übers halbleere Tor schoss.

Schlimm war aber auch, dass Dessau dauernd gemotzt hat – vor allem der arrogant am Schiedsrichter rummeckernde Trainer, der dann hoffentlich auch seine Mannschaft zur Sau gemacht hat – und versuchte Elfmeter zu schinden, indem sie nach einem Pressschlag oder Tritt gegen den Gegner schreiend Elfmeter fordernd zu Boden gingen. Nichts können außer rummaulen!

Nach Abpfiff feierten sich die Bennstedter übrigens mit Kreisgehüpfe und „oh wie ist das schön“ auch noch selber! Jungs, seid doch mal ehrlich: ihr habt doch echt den Arsch offen, zu feiern! 90 Minuten lang eine einzige Beleidigung für die Zuschauer zu zeigen und sich dann auch noch toll zu fühlen, weil man einen Punkt geholt hat! Wenn 22 wie besoffenen über den Platz trottende Hornochsen es nicht fertig bringen, wenigstens ein Tor zu erzielen, hat einfach niemand zu feiern! Sowas ist eine Beleidigung für die Zuschauer!
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Nächsten Montag gibt es dann sicherlich mehr Tore zu sehen. Da kann ich ja dann eine dritte Rekordserie was Nicht-0:0-Spiele angeht starten. 88 war die zweitbeste, 101 mein absoluter Rekord.

Statistik:
Ground Nr. 428 (ein neuer Ground; diese Saison: 97 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.005 und 1.006 (diese Saison: 148)
Tageskilometer: 60 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 34.210 (21.720 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 3.250 Bus, Bahn, Tram/ 3.240 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 199