Sonntag, 15. März 2015

W449I-V(MOR15;4-8): Bandbreite Marokkanischer Sehenswürdigkeiten; eine syrische Burg, spanische Festungen, Halfagrassteppen, Palmenoasen und Hochgebirge

Photos with English Commentary:
a) Rif Mountains: KASBAH AMERGOU (12th Century Castle in Syrian Style), GURUGU NATIONAL PARK (Castillo de Tazuda, Fuerte de Gurugu)
b) Eastern Region: Oujda Town Centre, Figuig Oasis, Bouarfa Town
c) Tifilalt: Ziz Gorges, Aoufous Kasbah, Maâdid Kasbah
d) Anti-Atlas: Kasbahs and Landscape in Alnif, Tazarine, Nekob, Ait Semgane, Tasla 
e) Agadir Region: Foum Zguid, Talate, Tasetiffte, Alugoum, Tisgui Ida Oubaloul, Isafen, Timkite 
Den Montag verbrachten wir noch bei meiner Gastfamilie in Fés. Nach dem Frühstück kam uns die Idee, mal kurz bei Jim vorbeizuschauen, der ja u.a. das Riad besitzt, das Khadija bewirtschaftet. Außerdem hat er auch sein „Moroccan Host Network“ und eine Sprachschule für Marokkanisch-Arabisch. Er freute sich sehr, mich mal wieder zu sehen und nach mehr als einer Stunde Unterhaltung – zum ersten Mal in Marokko mal wieder auf Englisch statt Arabisch – fuhren mein Vater und ich gen Norden.

Wir hatten nur einen Besichtigungspunkt geplant und der ist auch aufwendig genug. Wir fuhren bis Karia Ba Mohammed, nahmen dann einen anderen Weg als geplant und zweigten auf die sehr schlechte Straße nach Moulay Bouchta ab. In Moulay Bouchta war gerade Markt und ein Lieferant erklärte uns nicht nur den Weg zur Burg, sondern schickte uns auch gleich in ein temporäres Restaurant, da wir nach Essen fragten. Dort wurde in einem Zelt an der Straße Fisch gebraten und dazu scharfes Gemüse, Brot und Wasser gereicht.

Auf der Landesstraße R408 von Moulay Bouchta zur Landesstraße R501 (Karia Ba Mohamed nach Ouezzane) muss man dann innerorts (von der R501 kommend links) eine Piste hochfahren. Den Weg zum Jebel Amergou erfragt man am besten im Ort. Nachdem sich die Piste etwa 1km teils recht steinig und immer wieder von einzelnen Bäumen flankiert die Hangkante entlang windet, sieht man links oben auf dem Berg die Burgruine. Nach einem weiteren Kilometer kommt man an zwei uralten Bäumen vorbei in ein kleines Dorf namens Douar Amergou. Dort parkt man auf der Freifläche bei den Bäumen unterhalb der Moschee das Auto und latscht ins Dorf hinter und an der letzten Biegung nach oben. Oder man lässt sich für sagen wir mal 50 Dirham von einem Mann aus dem Dorf auf den Jebel Amergou führen. Wir trafen jedenfalls auf Hassan, der uns freundlich und kompetent nach oben führte und von hochtrabenden Plänen zur Tourismusentwicklung (die Piste asphaltieren, einen Parkplatz anlegen, Wegweiser aufstellen und Leute mit Werbung anlocken, damit so viele Inlands- und ausländische Touris kommen, dass man einen Gasthof aufmachen kann) erzählte.

Ganz oben auf dem Berg befinden sich die stattlichen Ruinen einer Burg, die als Kasbah Amergou bzw. Qalaah Amergou (Kasbah wie auch Qalaah heißt „Burg“, wobei ersteres vorwiegend im Maghreb und letzteres in der Levante benutzt wird) bekannt ist. Erbaut wurde sie im 12. Jahrhundert von einem offensichtlich syrischen Architekten für die Almohadendynastie als Militärfestung nach dem Vorbild der Saladinsburg (Qala’h Salah ad-Din) bei al-Haffah in Syrien. Zum Vergleich hier ein Link zu meinen Bildern von der Saladinsburg: https://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157623535528251/ – Auf dem Bergsporn von Amergou hat man eine fantastische Sicht auf den nahegelegenen Stausee und über die anderen Berge hinweg in eine grüne Landschaft bis nach Taounate. Nicht nur landschaftlich, auch baulich ist die Burg Amergou herausragend, denn es gibt keine zweite Festungsanlage in Marokko mit runden Türmen. Die Wehrtürme rund bzw. halbrund zu mauern (und nicht eckig mit Lehm zu stampfen wie bei den Kasbahs der Berber) ist nicht nur für bestimmte europäische Burgen typisch, sondern auch für die syrischen. Burgen die im heutigen Libanon, Jordanien, Israel oder Palästina stehen fallen auch unter den syrischen Bautyp, dessen (vermutlich) einziges Beispiel in Marokko wie gesagt diese Qalaah Amergou ist.

Nachdem wir eine halbe Stunde durch die mittels Mauern in drei Bereiche gegliederte, wirklich sehr schöne Burg mit massiven Mauern und runden Türmen gelaufen sind, stiegen wir ab und gaben Hassan in Ermangelung eines kleineren Scheins 100 Dirham, was ihn sehr freute. Aber insgesamt waren die Leute in diesem Ort auch ausgesprochen freundlich und keineswegs so aufdringlich wie woanders in der Region.

Auf einer etwas anderen Route fuhren wir nach Fès zurück. Da gab es am Abend endlich wieder Blödsinn mit Zakaria und mir: Fußball im Innenhof mit einem Gummiball den wir solange krachend vor die Holztüren (also Tore) donnerten, bis die kleinen Kinder der Amifamilie, die auch derzeit zugast bei Khadijas Homestay ist, pennen gehen mussten...  
Dienstag ging die große Tour los. Mein Vater und ich verabschiedeten uns früh am Morgen von der Familie und fuhren auf der Autobahn bis Guercif durch und zweigten dann gen Nador ab. Vor Nador ging es via Segangane den Jebel Gurugu Nationalpark, Marokkos zweitschönster nach dem Jebel Tazekka Nationalpark, hoch. Bei meinem Besuch letztes Jahr hatte ich zu knapp Zeit vorm Handball in Nador um mehr als die beeindruckende Berglandschaft, durch die sich enge Asphalt- und Schotterwege an Berghängen unter Nadelbäumen in Sichtweite von gezackten und zerklüfteten Felsformationen entlang winden, zu fotografieren. Jetzt wollten wir so viele wie möglich von den fünf oder sechs spanischen Festungen die dort stehen besuchen. OK, am Ende wurden es nicht mehr als zwei, aber egal – wenn man alle abklappern will, braucht man bei den beschissenen Zufahrten und den Fußwegen locker zehn Stunden...

Die erste Festung war ganz typisch für das spanisch kolonisierte Nordafrika: ein runder Turm mit Zinnen, ein paar eckige Nebengebäude bzw. deren Mauerreste und alles aus verputztem Beton und schön auf einem Bergkegel thronend. Diese Festung hieß Castillo de Tazuda oder Fuerte Tazuda. Nur 2km weiter fuhren wir auf eine Piste, die erst nach 50m einen Aussichtspunkt zu bieten hat und dann nach 1km oben an der größten Festung des Gurugu Gebirges herauskommt. Wir liefen allerdings den Kilometer, da uns ab dem Aussichtspunkt die Piste so eng und steinig vorkam, dass wir mit dem Mietwagen trotz Allrad nichts riskieren wollten. Gerade in einem fast menschenleeren Nationalpark braucht man keine Schäden in die Mietkarre zu fahren... Jedenfalls heißt dieses Fort Fuerte Gurugu oder Arabisch auch „Khandaq Almany“ (Deutscher Graben), da es ein besonderes, wohl von einem deutschen Festungsarchitekten entworfenes Grabensystem aufweist. Den Großteil der Festungsmauern hat man innerhalb des verschachtelten Grabensystems, in das man nur an einer Stelle – der mit dem besten Ausblick in die Berglandschaft des westlichen Rifs – hineinklettern kann.

Nach dieser eindrucksvollen Festung sahen wir zwar noch zwei weitere bekannte, verpassten dann aber die Abzweige bzw. Aufstiegsmöglichkeiten und fuhren dann aufgrund der fortgeschrittenen Zeit durch Nador. Dort sahen die meisten Restaurants so teuer aus, dass wir noch 10km nach Sirouane weiterfuhren und da in einem ganz ordentlichen kleinen Restaurant trotz zweier großer Cola als Getränk dazu für weniger als 8€ gute Tajine mit Pommes und prima Thunfischsalat bekamen. Aber was die Bekanntheit dieser Festungen angeht: wie auch die am Montag besuchte „syrische“ Burg Amergou und die von mir letztes Jahr zwei Mal besuchte Kasbah Nesrani; die Festungen im Gurugu-Gebirge werden in keinem Marokkoreiseführer erwähnt, obwohl sie für jeden Burgenfreund oder Fan von Festungsbauwerken wirklich interessant sind. Man sollte dabei bedenken, dass es auch von einem neutralen Standpunkt aus eine absolute Frechheit ist, dass niemand Werbung für v.a. die Burg Amergou macht, deren qualitätsvolle Baukunst einmalig in Marokko ist: man kann doch im Reiseführer warnen, dass man entweder Allrad braucht oder 3km laufen muss um an den Fuß des Burgberges zu kommen! Und die Festungen im Gurugu-Park sind ja teilweise noch ziemlich einfach zugänglich!

Wir fuhren dann um den Stausee Mohamed V herum nach Taourirt und via El Aioun (nicht mit dem gleichnamigen Ort in der Westsahara verwechseln!) nach Oujda. Oujda ist zwar eine ganz sympathische Stadt, aber dadurch dass sie sehr untouristisch ist und trotz der überwiegend armen Bevölkerung auch eine zahlenmäßig gar nicht so kleine Oberschicht existiert, ist sie recht unübersichtlich und teuer. Bis wir getankt, eingekauft und in ein Hotel eingecheckt hatten (die Klitsche in der Straße nahe des Bahnhofes gegenüber der Altstadt war mit 200 Dirham noch zu teuer: in vielen Städten würde ein solches unteres Mittelmaß 150Dh. kosten) verging weit über eine Stunde.

Nach dem Einkaufen im Marjane (die kleinen Läden hatten kein vernünftiges Angebot, also fuhren wir den reichen Leuten mit dicken Autos ins nette Shoppingcenter nach) gab es noch ein Erlebnis, das gar nicht unangenehm war, aber auf das ich natürlich lieber verzichtet hätte: Oujda ist ein Hotspot für Flüchtlinge, die in Algerien nicht versorgt werden und daher die Grenze illegal passieren und in Marokko bestenfalls eine Grundversorgung aber ohne jede Verdienstmöglichkeiten bekommen, sodass man in Oujda viel angebettelt wird. Meist sind das Schwarzafrikaner, doch beim Einpacken ins Auto wurde ich von einer Frau, etwa so alt wie ich, auf syrisch-gefärbten Hocharabisch angesprochen, ob ich „marokkanischer Bruder“ nicht etwas Geld für syrische Flüchtlinge hätte. Vom Äußeren her hätte sie mit schwarzem Kopftuch und langer Jacke auch eine Einheimische sein können, aber als ich misstrauisch fragte, von woher genau aus Syrien sie stamme und sie dann meinte „bei Idlib“, war ich mir langsam sicherer, dass sie keine Marokkanerin ist, die asozialerweise behauptet Kriegsflüchtling zu sein um Mitleid zu erregen und Almosen einzusacken. Ich meinte dann nur noch: „Was heißt bei Idlib? Idlib-Stadt oder Saraqib oder Jisr?“ Sie daraufhin lächelnd: „Du kennst Saraqib (beta’ref Saraqib)?“ – Bei den Geographiekenntnissen der meisten Marokkaner, die höchstens Damaskus und Aleppo kennen, und mit ihrem freundlichen Bedanken statt dem wie in Marokko üblichen Fordern nach (noch) mehr „vielen Dank und Gott segne dich, mein marokkanischer Bruder“ (muss mich wohl für nen Berber gehalten haben, bei meinem komischen Akzent und hellen Äußeren) für meine 20-Dirham-Spende, war aber klar, dass sie die Wahrheit sagte. Aber so was ist zum Kotzen, wenn man Leute aus einem Ort, den man kennt da man dort mal Fußball geguckt und dabei sogar Freunde gefunden hat und eingeladen wurde und nach wie vor noch Kontakt hat (mein Kumpel aus Saraqib lebt aber schon seit Ende 2010 in Deutschland zum Studium), beim Betteln am Arsch der Welt trifft!  
Mittwoch ging es recht früh von Oujda aus nach Süden. Man passiert südlich der östlichsten Großstadt Marokkos ein bergiges, bewaldetes Bergbaugebiet, das auf den seltsamen Namen Jerada (Heuschrecke) hört. Durch Jerada selbst fuhren wir nicht durch, da wir den direkten Weg gen Ait Beni Mathar nahmen. Ab dort wird die Landschaft öde und extrem leer. Nach über 100km Nichts bzw. Halfagrassteppe und Halbwüste kommt dann ein Dorf namens Tandrara, wo nach Osten nichts abgeht, da die umstrittene und geschlossene algerische Grenze direkt daneben verläuft und nach Westen nur noch Pisten über das fast menschenleere Plateau du Rekkam verlaufen. Der Polizeiposten am Ortseingang war sehr freundlich und bat uns einen Kollegen ins 80km entfernte Bouarfa mitzunehmen. Kurz vor Bouarfa sollte es sich als sehr geschickt herausstellen, diesen Polizisten namens Soufiane mitgenommen zu haben: ich war mit 70 statt der erlaubten 60 in den Ort eingefahren und ein Polizist namens Zakaria hielt mich deswegen an. Soufiane meinte gleich, er solle uns doch einfach durchlassen, aber Zakaria belehrte mich erstmal in bestem Hocharabisch, dass er mir bei der nächsten Verkehrsübertretung eine Geldstrafe auferlegen muss. Nach einer Entschuldigung meinerseits für mein zu hohes Tempo, fuhren wir in der Tat ohne etwas zahlen zu müssen weiter und ließen Soufiane in der Ortsmitte der sehr gepflegten Kleinstadt Bouarfa heraus.

Von Bouarfa fährt man eine schöne Strecke von etwas mehr als 100km nach Figuig, wobei man kurz vorm Ortsanfang bei einer sehr freundlich Kontrolle Passdaten sowie eine Telefonnummer angeben muss und dann sogar noch die Gendarmerie-Nummer bekommt, die man bei einem Problem anrufen solle. Die beiden Polizisten waren so gut drauf, dass sie meinem Vater noch während der minutenlangen Datenaufnahme einen ihrer Feldstecher gaben, dass er sich mal die Berglandschaft angucken solle – eigentlich dürften die beiden dieses fürs Militär genormte Hochpräzisionsteil, das z.B. zum Überwachen illegaler Grenzübertritte oder Verkehrsbewegungen dient, nicht mal so aus der Hand geben... Jedenfalls liegt die Kleinstadt Figuig mit ihren 12.000 Einwohnern total am Arsch des Landes: von zwei Seiten von Algerien eingeklemmt, dessen Grenzen zu Marokko aufgrund beiderseitiger Blödheit und Sturheit geschlossen sind. Drumherum schroffe Berge und der Ort selbst verteilt sich recht malerisch zwischen von Lehmmauern und -türmen umgebenen Palmoasen, die die Lebensgrundlage dort bilden. Bekannt ist der Ort in sportlicher Hinsicht für einen Erstligisten im Volleyball: Auswärtsspiele sind da schon was Geiles, mal eben 1.500km nach Tanger oder Rabat fahren für Volleyball... Figuig ist weitestgehend gepflegt aber unübersichtlich und an den Rändern sind die Palmoasen sehr struppig und teils verlassen. Auffällig ist hier (das gilt aber in Marokko für jeden Ort östlich von Fés, selbst für die Region Taza und für Oujda so wie so), dass es so gut wie keine Touristen gibt. Das hat den Vorteil, das trotz der Strukturschwäche der „Region Orientale“ die Leute weder so aufdringlich noch so ausländerfeindlich wie in etlichen anderen Gegenden Marokkos sind. Ganz im Gegenteil: gerade Dienstleister sind ausgesprochen freundlich. Wir aßen Tajine in einem kleinen Restaurant, in dem eine junge Frau bediente, die wirklich sehr freundlich und gut gelaunt war. Als ich von den geforderten 71 auf 80 Dirham aufrunden wollte, meinte sie nur „vielen Dank, aber das ist zu viel, mach ein bisschen weniger“, sodass wir uns auf 75 einigten.

Wir fuhren schon nach anderthalb Stunden in Figuig wieder nach Bouarfa zurück. Dort kauften wir nur was zum Abendessen (leider ist in Bouarfa anscheinend ziemliche Mangelwirtschaft) ein und mussten aufgrund der Grenznähe noch mal Passdaten abgeben. Wir fuhren durch ganz interessante Halbwüstenlandschaft mit kahlen, imposant geformten Tafelbergen bis Boudnib, was sich als das letzte Scheißkaff herausstellte. Kam zwar recht gepflegt daher, aber statt einer richtigen Tankstelle anzusteuern musste man sich zu einem Laden durchfragen, der Öle und andere Schmierstoffe sowie auch Kraftstoffe aus Kanistern verkaufte. Statt der üblichen 9,2 oder 9,3 Dirham kostete hier ein Liter Diesel auch stolze 11 Dirham (1,07€) – aber wenigstens bekam man mit einem prima Trichter die Plörre aus umfunktionierten Olivenölflaschen in den Tank gefüllt. Was wir dann nicht akzeptierten war der Preis für eine Übernachtung auf dem Campingplatz in der Oase. Irgend so ein scheiß Franzose führt da ein „Camping de Rekkam“ und verlangt da pro Person 220Dh. für eine Nacht im Zelt mit Verpflegung. Doof wie der war, wollte der nicht auf mein Handeln eingehen, aber solche Spaste wie der sind eh nicht mal ansatzweise integriert. Wir fuhren also über 70km weiter bis in einen Vorort von Er-Rachidia, wo es eine Petrom-Tankstelle mit angeschlossenem Hotel gibt, und checkten dort nach dem Volltanken für 250 Dh. (24€) pro Person ein. Eigentlich wären es 280 Dh. (die waren schon etwas grenzwertig, auch wenn das Hotel nicht schlecht ist) gewesen, aber wenn man auf Arabisch ganz scheinheilig fragt „OK, ähm... gibt es noch ein Hotel in der Stadt, dass so etwa 200 Dirham pro Zimmer nimmt?“ geht der Chef schnell runter im Preis...  
Donnerstag setzten wir die Fahrt von Er-Rachidia aus fort. Zuerst nach Süden via Aoufous, wo es einen tollen Palmenhain in einer der spektakulären Schluchten des Flusses Ziz (nach dem heißt übrigens eine Tankstellenkette) und einige verfallene Lehmbauten (kleine Kasbahs) gibt, und via Maâdid wo es ebenfalls eindrucksvolle aber verfallene Lehmkasbahs zu sehen gibt, bis Rissani. Dort bogen wir nach Alnif ab. Ob die Spaste mit den Wohnmobilen (fürchterlich wie viele Franzosen, Deutsche, Schweizer und Spanier mit diesen Karren in Marokko und v.a. dem Hohen und Anti-Atlas rumkurven) durch die Furt gekommen sind? Mit unserem Dacia war das ja kein Problem, eine 30cm tiefe Flussquerung zu passieren, die aufgrund eines Brückenschadens auf der einzigen Einfahrt von Osten her nötig ist. Alnif ist insgesamt leider heruntergekommen und voller Bettler.

Tazarine ist da sehr viel angenehmer, wobei das Touristen-Restaurant etwas zu teuer war. Nekob machte dann einen noch sehr viel besseren Eindruck: sehr viele, meist gut erhaltene bzw. sehr gepflegte Lehmbauten wie Kasbahs und Ksars in schöner Landschaft und freundliche Leute. Auf dem Weg nach Ouarzazate, den wir etwas ausdehnten aufgrund der reichlichen Zeit, passierten wir noch einige verfallene Kasbahs (befestigte Häuser), Ksars (Wehrdörfer) und Agadirs (befestigte Getreidespeicher). In einem namenlosen Ort zwischen Nekob und Tansikht und dann auf der Nebenroute in Ait Semgane und Tasla befanden sich die besten Beispiele.

Wir erreichten Ouarzazate wie geplant in der Dämmerung kurz vor 19 Uhr und checkten im Hotel Zaghrou ein, dass ich sehr empfehlen kann, obwohl es sich direkt an unserer Budgetgrenze für eine Nacht (300 Dirham, d.h. 29€) bewegt. Aber hier ist Frühstück in diesem Preis inbegriffen und wenn man noch mal etwa 140 Dh. für zwei Leute hinlegt, bekommt man sogar ein hervorragendes warmes Abendessen (Tajine, Brouchette oder Couscous) im Restaurant serviert.  
Freitag bewegten wir uns dann, südlicher als anfangs angedacht, auf spektakulären Umwegen bzw. Nebenwegen gen Agadir. Wir fuhren die bereits bekannte Strecke von Ouarzazate bis Tazenakht, wo hinter dem Ort eine enge und schlechte Asphaltstraße nach Foum Zguid abgeht. Der Weg bis Foum Zguid ist ein ruhiges, dünn besiedeltes Tal mit schroffen Felswänden und steinigen Wadis, die ab und an von Oasendörfern mit Lehmbauten und Palmenhainen gesäumt sind. Von diesen Oasendörfern sind v.a. Talate, Tasetiffte und Alugoum lohnend. In all diesen Orten fällt übrigens auf, dass die Leuten zurückhaltend und freundlich sind.

Foum Zguid hat dann ein paar wenige Lehmbauten zu bieten und ist ansonsten ein ungepflegtes Kaff mit vielen Betongebäuden. Die Strecke von dort nach Tata ist von Dünen und Felsen gesäumt, sehr leer da fast völlig unbesiedelt und schnell zu fahren. In Tata, eine ehemalige Militär-Stadt die mit ihren heute rund 50.000 Einwohnern aufgrund ihrer geschickten Kommunalpolitik mit vielen internationalen Projekten im Energie-, Dienstleistungs- und Medizinsektor bekannt ist, gingen wir in einer kleinen Klitsche essen: das Besitzerehepaar waren ein Harratin (d.h. seine Vorfahren waren schwarze Sklaven) und eine Sahraouia (also eine aus der Sahara).

Wir bogen dann in die Berge in Richtung Ighrem/ Taroudante ein und passierten einige interessante Berberdörfer, die ebenfalls sehr ruhig und angenehm waren. Tisgui Ida Oubaloul liegt toll an einem breiten, steinigen Wadi. Isafen liegt deutlich oberhalb des Wadis halb in den Bergen. Timkite hat eine schöne Speicherburg (ein Agadir) zu bieten. In Ighrem selbst gab es nichts zu sehen und Taroudant kannten wir schon, sodass wir nach Agadir durchfuhren, dort 19h ankamen und nach einem Einkauf in dasselbe Hotel wie letztes Jahr eincheckten: nur 16,30€ für ein Doppelzimmer – zugegebenermaßen aber auch recht einfach und Klo/Bad auf dem Gang...  
Statistik:
- Tageskilometer: 2.630 (Mo: 210km Auto, Di: 590km Auto, Mi: 770km Auto, Do: 560km Auto, Fr: 600km Auto)
- Saisonkilometer: 40.410 (28.880 Auto/ 5.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)

W448IV-VI(MOR15;1-3): Rückkehr nach Fés, Ittihad Zemmouri Khémisset und Handball unter freiem Himmel auf Betonboden

Association Sportive Taza جمعية تازة 
15:13 (6:8)
Mouloudia Missour جمعية المولودية ميسور
- Datum: Sonntag, 1. März 2015 – Beginn: 11.30
- Wettbewerb: Botola al-Qism al-Watani al-Awwal, al-Majmoua al-Awwal (بطولة القسم الوطني الاول المجموعة الاولى = 2. Marokkanische Handballliga, Staffel 1; 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 15-13 nach 60 Minuten (30/30); Halbzeitstand: 6-8
- Torfolge: 2-0, 2-3, 3-3, 3-4, 4-4, 4-5, 6-5, 6-8; 9-8, 9-10, 10-10, 10-11, 13-11, 13-12, 15-12, 15-13
- Gelbe Karten: Nr. 3, 13, 17 (Taza); Nr. 3 (Missour)
- Zeitstrafen: Nr. 3 (Taza = 2 Minuten); Nr. 8 (Missour = 2 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stade Municipal de Taza, Terrain du Handball (الملعب البلدي بتازة; Kap. 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Also dass man auf Betonboden und windschiefe Tore noch vernünftig Handball spielen kann... Und eng und emotional war das Spiel auch!)

Ittihad Zemmouri Khémisset الاتحاد الزموري للخميسات  
1:0 (0:0)
Difaâ Hassani d’El Jadida الدفاع الحسني الجديدي
- Datum: Samstag, 28. Februar 2015 – Beginn: 15.30
- Wettbewerb: GNF Botola 1 (البطولة الوطنية الاحترافية = 1. Marokkanische Profiliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 98 Minuten (48/50); Halbzeitstand: 0-0
- Tor: 1-0 55. Mohammed Jaouad
- Verwarnungen: Nr. 16 (IZK); Nr. 5 (DHJ)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stade 18 Novembre (ملعب 18 نونبر; Kap. 3.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 2.000 (davon Gästefans: ca. 100)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Mittelmäßiges Spiel, zunehmend gute Stimmung)  
Photos with English Commentary:
a) Football: Ittihad Zemmouri Khemisset defeat Difaa Hassani El Jadida 
b) Handball: Association Sportive Taza defeat Mouloudia Missour 

c): Sightseeing Fes: Old Town of Fés 
d) Zemmour: Oued Beht Cave
e) Taza & Tazekka: Friouato Cave, Landscape near Jebel Tazekka
   
Vor fast genau einem Jahr hatte ich mein Auslandssemester in Fés beendet und mich von meiner Gastfamilie verabschiedet. Am letzten Februarwochenende 2014 ging dann die Reise mit dem Auto gen Süden, bis nach Mauretanien, und dann von dort wieder nach Norden, den Atlantik entlang bis zum Fährhafen in Ceuta. Die einzige von meiner Gastfamilie, die ich noch auf der Rückreise besuchen konnte, war Fayza, da sie zu der Zeit noch in Larache am Atlantik in der Nähe von Ceuta gearbeitet hatte.

Diesmal ging es v.a. darum, noch mal ein paar Tage bei meiner Gastfamilie mit Khadija und ihren Kindern Mohammed, Hamza, Zakariya und Rita – ihr Mann Driss weilte leider mal wieder zur Arbeit in Algerien – zu verbringen. Außerdem wollte ich einige mir noch unbekannte Ecken des Landes sehen. Und ein paar interessante neue Grounds stehen auch noch auf der Liste, da z.B. mehrere Erstligisten in neue bzw. sanierte Stadien gezogen sind.  
Freitag holte mich mein Vater in Bonn ab. Dann ging es weiter nach Weeze, wo mitten in der Pampa an der niederländischen Grenze ein ehemaliger britischer Militärflughafen zu einem zivilen Flugplatz mit einer Handvoll Flüge pro Tag (zu Massentourismusdestinationen und auch irgendwelchen anderen sinnlosen Kleinstflughäfen), umgebaut. Auch Fés hat einen sehr kleinen Flughafen, ist aber zweifelsohne ein Massentourismusziel und natürlich auch anderseits bei den vielen Marokkanern in NRW ein beliebtes Ziel, sodass die Ryan-Air-Maschine richtig voll war.

Pünktlich war der Vogel trotzdem – das ist auch fast das einzige, das man der Billig-Airline nicht zum Vorwurf machen kann, wobei das bei den Provinzflughäfen mit ihren 12 Starts und Landungen am Tag auch kein Kunststück ist: wenn man wie die Lufthansa auf Flughäfen operiert, die in einer halben Stunde 12 Starts und Landungen sehen, dann handelt man sich halt viel leichter eine Verspätung ein – nur der Mietwagen hielt auf. Bei Hertz war ein richtiger Stau am Schalter. Genial war dann aber wieder, dass wir für 30€ am Tag einen Dacia Duster bekamen. Also genau dasselbe Auto, das wir privat fahren. 2011 hatten wir schon mal einen Mietwagen in Marokko – damals besaßen wir einen Dacia Sandero Stepway und genau denselben Wagen bekamen wir am Flughafen in Casablanca von Hertz überreicht!

Ich fand ohne Probleme zum Parkplatz in Fés-Batha wo uns Hamza schon erwartete. Natürlich sind wir auf dem Weg noch in eine Polizeistreife gelaufen und Hamza konnte sich nicht ausweisen, da Perso beim Sportverein liegen gelassen. Aber mal eine klare Ansage auf Arabisch von mir, dass mit Hamza alles in Ordnung ist und wir wirklich Gäste seiner Familie sind und der Polizist ermahnte Hamza nur noch, dass er stets ein Ausweisdokument bei sich tragen sollte. Der Rest der Familie empfing uns jedenfalls freudig im Haus in der Altstadt. Dort übernachteten wir dann auch die folgenden vier Tage.  
Am Samstag fuhren wir erst relativ spät los nachdem wir uns noch lange beim Frühstück unterhalten hatten und auch kurz die neuen amerikanischen Gäste kennengelernt hatten. Unglaublich, wie viele Amis in Marokko unterwegs sind und bei Khadija’s Homestay landen und wie viele von den Amis mit Kleinkindern herumreisen...

Hamza hatte als einziger Zeit mit uns zufahren und hetzte nach der Schule zum Essen nach Hause und dann mit uns zum Parkplatz. Wenig intelligent war, dass er so viel gegessen hatte, dass es ihm in Oued Beht hochkam und wir schnell anhalten mussten, damit er nicht den ganzen Mietwagen vollkotzt... Praktischerweise mussten wir genau unter dem Treppenaufgang zur Höhle Oued Beht anhalten. Die ist nirgendwo verzeichnet oder ausgeschildert, aber eine kleine, ganz interessante Höhle in einem eindrucksvollen Felsen hoch über einem grünen Flusstal in ebenso grüner, jetzt sogar mit orangen Blumen durchzogener, Hügellandschaft.

In Khémisset trieben wir in der Straße zum Stadion einen guten kleinen Imbiss mit Tajine auf. Dort lief auf Flachbildglotze das 13.30-Spiel in Khenifra. Wir gingen dann in dessen Halbzeit bzw. nach unserem Mittagessen rüber zur Kasse des Stadions von Khémisset und besorgten uns Tribünenkarten. Die Gegentribüne des Stadions 18. November – am 18.11.1956 erlangte Marokko von Frankreich und Spanien (beide Länder hatten das Land unter sich aufgeteilt) die Unabhängigkeit – ist zwar schöner mit ihren Arkaden hinter den roten und grünen Sitzen die den Vereinsschriftzug IZK (Ittihad Zemmouri Khémisset) bilden, aber auf der im Mittelsektor überdachten und mit blauen Sitzen und in den Außensektoren mit roten Sitzen versehenen Haupttribüne hat man nicht lauter Bekloppte um sich herum. Im Gegenteil: der Einsatzleiter sprach uns plötzlich höflich an und schickte uns in den Mittelteil unterhalb der Presseplätze. Aufgrund der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen wegen des IS-Terrors – während Iran, Libanon und Co. Terroristen nach Syrien schicken um dort mit Assads kriminellen Banden zu kämpfen, schicken die Maghreb-Staaten (also v.a. Tunesien und Marokko) Terroristen zum genauso kriminellen IS; doch im Gegensatz zur Gegenseite ist das nicht staatlich legitimiert – mussten wir erst mal unseren Personalien abgeben und konnten uns dann aber sehr nett auf Hocharabisch mit dem Polizisten und seinem Assistenten unterhalten, die beide sehr positiv auf Deutschland zu sprechen waren und auch etwas Deutsch konnten.

Das Spiel zwischen Khémisset und El Jadida begann und es waren nur 10 Gästefans und knapp 1.000 Heimfans zugegen, doch kaum war der Stimmungsboykott in der 15. Spielminute aufgehoben, schon strömten noch nach und nach so viele Zuschauer herein, dass mindestens 2.000 (davon 100 Gästefans) anwesend waren. Die Gästefans sangen fast geschlossen und sehr ausdauernd durch, bei den Heimfans waren es so etwa 300-500 auf der Gegenseite die richtig abgingen.

Auf dem Feld passierte nicht so viel in den Strafräumen, doch beide Teams erarbeiteten sich Chancen, wobei der Gast seiner Favoritenrolle absolut nicht gerecht wurde. Außer einem Lattentreffer hatten sie auch kaum eine Torchance in der ersten Halbzeit und nach dem Seitenwechsel war es v.a. die Heimelf die aktiv wurde. In einem besser werdenden Spiel gelang IZK auch der Siegtreffer nach einer knappen Stunde. Durch das überraschende 1:0 verbesserte sich Khémisset vom letzten auf den vorletzten Tabellenplatz. Und wir fuhren wieder denselben 125km langen Weg auf der Landstraße zurück nach Fés.  
Sonntag hatte dann leider gar keiner Zeit, sodass wir zu zweit zu einer tollen Tour nach Taza und dem Tazekka Nationalpark aufbrachen. Zuerst fuhren wir nach Taza rein und suchten den Sportkomplex auf. Ich hatte ja mal letztes Jahr dort ein Fußballspiel im Stadion gesehen, doch außer einem Fußballstadion gibt es auch noch Tennisplätze, Petangefelder, Basketballcourts und auch ein Handballstadion. Alles unter freiem Himmel, alles ohne Überdachungen und v.a. alles in ziemlich schlechtem Zustand...

Der Handballplatz von Taza ist so ziemlich das Übelste was mir je untergekommen ist und die Anlage ist auch in der ganzen Liga berüchtigt. Gegen eine sechsstufige Betontribüne ohne Geländer aber dafür mit riesen Zwischenräumen sage ich ja nichts, aber wenn die dann auf einen eingezäunten Betonplatz mit windschiefen Toren mit löchrigen Netzen schaut... In Deutschland würde da keiner Handball spielen – aber hier spielte die 2. Liga!

Natürlich ist die 2. Liga mit ihren acht regional unterteilten Staffeln eine reine Amateurliga. Aber trotzdem war der Anfahrtsweg der Gäste aus Missour im hinteren Mittleren Atlas ganze 200km lang. Die Gäste benahmen sich auch so, wie ich das von den Berberprolls aus dieser Ecke kenne: unablässiges Meckern und Pöbeln. Wie die Schiris hier mit so wenigen Strafen auskommen konnten ist mir schleierhaft, allerdings waren generell ein paar Fehlentscheidungen dabei.

Das Spiel war sehr eng und spannend, aber natürlich langsam. Es war auch nicht übertrieben hart. Niemals führte bis zur 55. eine der beiden Mannschaften mit mehr als zwei Toren und mehrfach wechselte die Führung. Bei Pause stand es 6:8, doch gleich nach der Pause ging Taza wieder in Führung. In der Schlussphase zeichnete sich dann ein Sieg für Taza ab, der wenige Minuten vor Schluss in Form der 15:12 Führung und der angrenzenden Pöbeleien mit Betreuern und Trainern auf dem Platz manifestiert wurde. Es fiel noch das 15:13, dann wurde abgepfiffen und bei der erneuten Pöbelei von der asozialen Gastmannschaft ging auch mal die Polizei dazwischen und mehrere Fans der Heimmannschaft – das waren insgesamt aber leider auch nur so etwa 70 – liefen ebenfalls pöbelnd auf den Platz um v.a. dem Arschloch von Gästetrainer noch mal zu sagen, dass er ein Arschloch ist...

Als sich das Ganze beruhigte, gingen wir Essen in einem der Tajine-Restaurants an der Hauptstraße. Wir fuhren dann an der ummauerten Altstadt vorbei ins Gebirge hoch. Der Jebel Tazekka Nationalpark, dessen schroffe aber stark bewaldete Berghänge und -gipfel mit Höhlen durchzogen sind, ist wohl der schönste Nationalpark Marokkos. Spektakuläre Straßen schlängeln sich hier – teils ohne jede Sicherung – an tiefen Schluchten entlang. Mit der Friouato-Höhle gibt es hier auch eine ganz spektakuläre Sehenswürdigkeit. In einen schroffen Berg führt mindestens 18km lang ein Höhlensystem mit Stalagmiten, Stalagtiten, unterirdischen Wasserläufen und allem was sonst noch zu einer Höhle gehört hinein. Die riesige Vorhöhle in die 550 Stufen hinabführen kann man für 10 Dirham besuchen, die ersten 1,5km bis zu einer großen, wassergefüllten Höhle kann man dann nur mit Führer (300 Dirham pro Gruppe) und vernünftiger Kleidung (Overall, Helm, Stirnlampe) besuchen. Nach dieser Höhle ist aufgrund der nicht vorhandenen Sicherung und erforderlicher Tauchgänge und ähnlich waghalsiger Sachen, die Speläologen gerne machen, Schluss. Bis zu diesem Punkt braucht man aber auch schon mindestens 45 Minuten, die einen u.a. durch zwei Engstellen, in denen man fast stecken bleibt, über steile Treppen und blanke Felsen sowie über schmale Planken die über Wasserläufe, deren Tiefe nicht erkennbar ist, gelegt sind, führen. Wir waren nach etwa 100 Minuten wirklich guter Kletterpartien wieder draußen und fuhren die Runde im Nationalpark, vorbei an Korkeichen und anderen interessanten Bäumen, vorbei an tiefen Schluchten und schroffen Bergen, vorbei an der seltsamen Ansiedlung Bab Bou Ider mit ihren europäischen Häusern mit Satteldächern und der schönen Sportanlage, zu Ende.  
Statistik:
- Grounds: 1.300 (Sa: 1 neuer, So: 1; diese Saison: 146 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.304 (Sa: 1, So: 1; diese Saison: 192)
- Tageskilometer: 2.720 (Fr: 2.000km Flug, 180km Auto; Sa: 250km Auto, So: 290km Auto)
- Saisonkilometer: 37.800 (26.250 Auto/ 5.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 19 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 448

Freitag, 27. Februar 2015

W448III: Viel Sport am Donnerstagabend

Telekom Baskets Bonn 4 ......................................... 42
Bonner SV Roleber .................................................. 84
- Datum: Donnerstag, 26. Februar 2015 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: Landesliga Staffel 1 (7. Spielklasse im Basketball, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 42-84 nach 40 Min. (4x10) – Viertelergebnisse: 10-17,13-29, 11-19, 8-19
- Punkte: NN
- Fouls: NN
- Spielort: Baskets Ausbildungszentrum (Kap. 120 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmäßiges und sehr einseitiges Spiel)

Bonner SC 01/04 E II ............................................... 15
VfL Alfter E ................................................................ 2
- Datum: Donnerstag, 26. Februar 2015 – Beginn: 17.30
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel (E-Junioren Kreisliga Bonn, Staffel 5 gegen Staffel 1; jeweils 1. Spielklasse der U11)
- Ergebnis: 15-2 nach 52 Min. (26/26) – Halbzeit: 9-0
- Tore: 1-0 3. (7), 2-0 8. (6), 3-0 13. (6), 4-0 17. (Eigentor), 5-0 21. (11), 6-0 23. (4), 7-0 24. (11), 8-0 25. (11), 9-0 25. (4), 10-0 27. (6), 10-1 34. (Nr. 11), 11-1 35. (NN), 12-1 35. (4), 12-2 36. (Nr. 10), 13-2 42. (8), 14-2 44. (Eigentor), 15-2 47. (7)
- Verwarnungen: kein Schiri = keine Karten
- Platzverweise: s.o.
- Spielort: Sportplatz An der Josephshöhe (Tennenplatz 1, Kap. 1.030, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (BSC spielte wirklich prima, Alfter war leider sehr überfordert)  
Photos with English Commentary:
a) Football Friendly Match: Bonner SC Under-11 Reserves v VfL Alfter Under-11
b) Basketball League Match: Telekom Baskets Bonn IV v Bonner SV Roleber

Also zwei Spiele an einem Wochentag zu gucken ist schon eine Leistung – selbst in einer Großstadt wie Bonn... Aber beim Spielplan des Bonner SC stand an diesem Donnerstag ein Spiel der E-Jugend auf der Josefshöhe drin und dann 3 Stunden später spielte eine der sieben Mannschaften der Telekom Baskets, genauer gesagt die Vierte Mannschaft, ein Ligaspiel gegen Bonn-Roleber.

Erstmal ging es in die Nähe meiner neuen Wohnung, zum Sportplatz an der Josefshöhe. Dort gibt es drei weitestgehend ausbautenlose, ziemlich ungepflegte Tennenplätze. Platz 3 wird wohl nur zum Trainieren genutzt, aber Platz 2 (mit einer Bankreihe für 200 Leute versehen) dient allen Mannschaften von Boluspor Bonn als Heimstätte und schließlich der Hauptplatz, Platz 1, wird von mehreren Juniorenmannschaften des Bonner SC genutzt. Der Platz 1 sieht allerdings besonders ärmlich aus und hat auch nur ein paar Betonbänke für etwa 30 Leute zu bieten.

Das Spiel der Zweiten E-Jugend des BSC gegen den VfL Alfter war aber wirklich lohnend. Störend war nur, dass nach den schwachsinnigen Fair-Play-Regeln gespielt wurde, sodass es keinen Schiri gab und die Trainer fast gar keine Anweisungen zu den ständigen Regelverstößen gaben. 90% der Einwürfe wurden falsch ausgeführt, jeder Abschlag über die Mittellinie gebolzt und nur bei wirklich klaren Fouls wurde Freistoß gemacht – und das auch immer nur nach kurzem Hin und Her. Absolute Scheiße, dieses Konzept! Immerhin haben die Kinder aber schon richtiges Toreschießen gelernt, wenn sie schon keinen Einwurf können und auch nie auf einen Schiedsrichter hören müssen – keine Ahnung, wie die sich umstellen sollen, wenn dieses „Fair-Play“-Konzept dann im Ligaalltag der D-Jugend nicht mehr gilt, nachdem F- und E-Jugendspiele so gehandhabt wurden. Jedenfalls ging der BSC schnell in Führung, Alfter kam kaum über die Mittellinie und ließ den BSC-Torwart weitestgehend in Ruhe. Bis zur Pause zog Bonn auf 9:0 davon. Kurz nach dem Seitenwechsel wurde es zweistellig und dann war etwas die Luft draußen, sodass auch Alfter endlich einmal zu Chancen und sogar Toren kam. Am Ende hieß es allerdings doch ausgesprochen deutlich 15:2 für den Bonner SC gegen den VfL Alfter. Ja, „Alfter“ heißt der Ort: aber warum unterstreicht die Rechtschreibkontrolle bei Word eigentlich immer „Alfter“ rot und schlägt „After“ vor?  
Danach ging es mit dem Auto ans andere Ende der Stadt. Im Anbau des Telekomdomes befindet sich das Ausbildungszentrum, eine große Dreifachhalle mit drei vollwertigen Basketballfeldern, aber leider ohne Tribünen. Wenig sinnvoll ist auch der Einlass: man geht vorne rein, eine Treppe hoch, an allen Kabinen vorbei, eine Treppe runter und steht dann in der Halle Feld 3, sodass man innen noch mal komplett hinter laufen muss um zu Feld 1 zu gelangen...

Dort fand heute ein Spiel der vierten Männermannschaft statt, die gegen den Bonner SV Roleber von der rechten Seite des Rheins antraten. Von Anfang an verlief das Spiel einseitig zugunsten der Gastmannschaft, was auch den Tabellenpositionen der beiden entsprach. Am Ende gewann Roleber in einem mittelmäßigen Spiel mit genau der doppelten Trefferzahl 84 zu 42.  
Statistik:
- Grounds: 1.298 (2 neue; diese Saison: 144 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.302 (2; diese Saison: 190)
- Tageskilometer: 20 (20km Auto)
- Saisonkilometer: 35.080 (25.530 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 18 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 448

Mittwoch, 25. Februar 2015

W448II: Debakel in der Schlussphase

SV Ennert-Küdinghoven 1911 .................................. 0
VfR Hangelar 1912 .................................................... 4
- Datum: Dienstag, 24. Februar 2015 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga A Bonn gegen Kreisliga A Sieg, Staffel 1; jweils 8. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-4 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 20. Nr. 8, 0-2 81. Nr. 8, 0-3 83. Nr. 16, 0-4 86. Nr. 16
- Verwarnungen: Nr. 6 (Ennert); Nr. 11 (Hangelar)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Finkenberg (Kap. 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Spiel)  
Photos with English Commentary:
Friendly Match: Ennert-Küdinghoven v VfR Hangelar

Eigentlich wollte ich mal wieder mit dem Fahrrad zu einem Testspiel, aber mein Vermieter lud mich freundlicherweise noch auf etwas zu Essen – natürlich was Italienisches – im Familienzimmer ein. Sowieso macht das Haus hier einen guten Eindruck durch die Südeuropäer: der griechische Kollege im Nachbarzimmer telefoniert auch einfach mal um 1 Uhr nachts, sodass es gar nicht auffiel, dass ich mit einer syrischen Freundin bis fast um 2 Uhr noch geskypt habe... Jedenfalls bin ich dann mit dem Auto noch zum Anstoß auf den Finkenberg gekommen. Der moderne Kunstrasen dort ist völlig ausbautenlos und langweilig, lohnt aber wegen der ihn umgebenden Landschaft. Wenn man den Platz bei Helligkeit kennt, ist das natürlich sehr viel besser, als wie jetzt bei Dunkelheit und den funseligen Flutlichtern.

Das Spiel zwischen den beiden A-Ligisten SV Ennert-Küdinghoven und VfR Hangelar war auf gutem Niveau. Überraschenderweise war der Gast aus dem Nachbarkreis Rhein-Sieg der spielerisch bessere. Beide sind im Mittelfeld ihrer jeweiligen Ligen, aber es sah eher wie Mittelfeld gegen Spitzenteam aus. Den Großteil der Chancen hatte der Gast, der auch mit einem direkt aufs kurze Eck getretenen Freistoß nach 20 Minuten in Führung ging. Erst in der Schlussphase waren es dann Freistöße und Konter, die das sehr deutliche Ergebnis von 0:4 herstellten.  
Statistik:
- Grounds: 1.296 (1 neuer; diese Saison: 142 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.300 (1; diese Saison: 188)
- Tageskilometer: 10 (10km Auto)
- Saisonkilometer: 35.060 (25.510 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 17 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 448

Montag, 23. Februar 2015

W448I: Nah dran beim Wasserball in der Bütte...

Schwimm Club Hürth 1930 ....................................... 9
SG Wasserball Essen ................................................ 22
- Datum: Montag, 23. Februar 2015 – Beginn: 20.20
- Wettbewerb: NRW-Wasserballpokal (Mittelrheinliga, 5. Spielklasse, 4. Amateurliga gegen Verbandsliga NRW, 4. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 9-22 nach 32 Min. (4x8 Min.) – Viertelstände: 2-5, 2-4, 2-6, 3-7
- Tore: NN
- Strafen: NN
- Spielort: Familienbad „De Bütt” (Kap. 200, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 2-3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Also ein munteres Spiel war es schon: denn Tore fielen in dieser Badewanne richtig viele...)  
Photos with English Commentary:
Water Polo Cup of Northrhine-Westphalia: Schwimmclub Hürth v SC Wasserball Essen

Also in was für kleinen Orten und v.a. in was für Badewannen von Schwimmbädern man Wasserball in NRW spielt, ist schon toll! Und zu was für Zeiten! Montag 20.15 Uhr! Im Familienbad Hürth...

Zur 2. Runde im Wasserballpokal trafen hier der Fünftligist Hürth und der Viertligist Essen aufeinander. Wenn man Schuhe und Jacke abgelegt und in die Kabinen verfrachtet hat, kann man in die Halle und dort direkt am Beckenrand sitzen. Etwas anderes bleibt einen nicht übrig – nur die einheimischen Wasserballexperten räumten gleich die Cafeteria aus und nahmen die Bestuhlung ans Becken mit...

Durch das sehr enge Spielfeld und den erkennbaren Klassenunterschied wurde es ein ziemliches Torfestival, das trotz einer starken Phase der Gastgeber nach dem Beginn von Viertel 2 (dort verkürzten sie von 2:5 auf 4:5) eigentlich nie richtig spannend war. Die Entscheidung fiel dann auch noch im zweiten Viertel, denn spätestens nach dem 4:9 war die Sache klar. Die Essener erzielten sehr viele einfache und verhinderbare Tore und gewannen zu hoch mit 9:22. Die Zuschauerzahl war übrigens gar nicht schlecht und das Publikum war wirklich begeisterungsfähig: schön, dass Hürth einen solchen Anhang hat!  
Statistik:
- Grounds: 1.295 (1 neuer; diese Saison: 141 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.299 (1; diese Saison: 187)
- Tageskilometer: 50 (50km Auto)
- Saisonkilometer: 35.050 (25.500 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 16 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 448

Sonntag, 22. Februar 2015

W447V: La Calamine, Kelmis

Royal Football Club Union Kelmis ........................... 1
Football Union Wallone Ciney .................................. 2
- Datum: Sonntag, 22. Februar 2015 – Anstoß: 16.00
- Wettbewerb: Division 3, Groupe B (3. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 94 Min. (47/47) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 26. Dylan Biersard, 1-1 62. Florent Bernier, 1-2 67. Aurelien Lambert
- Verwarnungen: Nr. 9 (Kelmis); Nr. 6, 13, 17, 18 (Ciney)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Prinz-Philippe-Stadion (Kap. 2.200, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 250 (davon ca. 25 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel mit unverdientem Sieger)  
Photos with English Commentary:
Belgian League 3: RFCU La Calamine v FUW Ciney

Wo heißt ein deutsches Stadion noch nach einem Adligen? Richtig: in Ost-Belgien! Das nach Prinz (mittlerweile König, aber zur Zeit der Einweihung eben noch nicht) Philippe benannt Areal ist schon recht attraktiv. Allerdings wirkt es halbfertig. Sehr guter Kunstrasen, aber drei verschiedene Tribünenteile, davon einer (der überdachte) nur ganz vereinzelt bestuhlt. Auf der Gegenseite nur einfache Stehränge, hinter den Toren gar kein Ausbau.

In diesem zweitgrößten Stadion der Ostkantone, das in Deutschland bestenfalls Mittelrheinliga sehen würde, traten auch Spieler auf diesem Niveau an, wobei es in Belgien hier für die 3. Division, eine Halbprofiliga, die in zwei Staffeln aufgeteilt ist, reicht. Unglaublich, dass bei einem geringfügig niedrigerem Einkommen als in Deutschland – gerade die Deutschsprachige Gemeinde in Belgien gilt als wenig wirtschaftsstark und wohlhabend – dort deutsche 3. Ligapreise fällig werden. Und wie schlecht und teuer das Catering hier ist – ein guter Grund, nicht noch mal nach Belgien zu kommen!

Für die 10€ Eintritt bekam man dann auch nur ein durchschnittliches Spiel zu sehen. Ciney zeigte trotz Platz 3 nicht viel in Hälfte eins, während die Mittelfeldmannschaft von Kelmis aktiver und attraktiver spielte. Mitte der ersten Hälfte netzten sie zur 1:0 Führung und ließen dann noch einige Chancen liegen. Nach dem Seitenwechsel wurde es nicht besser mit den Chancen: zwei Pfostentreffer in nur einer Minute, aber auch grauenhafte Schussversuche, die auf der angrenzenden Straße landeten. Nachdem Ciney schon einen zweifelhaften Elfmeter verschossen hatte, versuchten sie es im zweiten Spielabschnitt mit Schüssen aus dem Spiel heraus, mit denen sie erfolgreicher waren. Mit wenig Aufwand erreichten sie viel und drehten das Spiel auf ein unverdientes 1:2.

Zur Mittagszeit war ich übrigens umgezogen innerhalb Bonns: diese Studentenbleibe ist nun ein Einzelzimmer zur Untermiete; erstaunlich viele Leute müssen (hat weniger mit wollen zu tun, als mit finanziell müssen) größere Häuser untervermieten. So haben meine Vermieter das Erdgeschoss für sich, während im ersten Stock drei Zimmer an drei Leute vermietet sind. Für weniger Kohle als in Wesseling habe ich hier übrigens mehr Möbel und Wohnraum: das ist der Unterschied zwischen italienischem und (wie in Wesseling) russischem Vermieter – bei Letzterem dreht man am besten gleich ab...  
Statistik:
- Grounds: 1.294 (1 neuer; diese Saison: 140 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.298 (1; diese Saison: 186)
- Tageskilometer: 200 (200km Auto)
- Saisonkilometer: 35.000 (25.450 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 16 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 447

Samstag, 21. Februar 2015

W447IV: Köln rechtsrheinisch

FC Viktoria Köln 1904 ............................................... 2
Sportclub Verl von 1924 ............................................. 0
- Datum: Samstag, 21. Februar 2015 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Regionalliga West (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 2-0 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 76. Daniel Reiche, 2-0 82. Tim Väyrynen
- Verwarnungen: Andreas Schäfe (Viktoria); Patryk Plucinski, Daniel Mikic (SCV)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportpark Höhenberg (Kap. 6.214, davon 2.214 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 700 (davon 624 zahlende und ca. 20? Gästefans)
- Unterhaltungswert: 2,5/10 (Absolut ideenloser Anti-Fußball von beiden Seiten, bis Viktoria zu Treffern kam)  
Photos with English Commentary:
Regional League (Division 4): Viktoria Köln defeat SC Verl

Den Vormittag nutzte ich dazu, in Bonn mal die Sportplätze abzufahren, die ich bei einem Flutlichtspiel fotografiert hatte. Denn wenn man die Anlagen mal im Hellen ablichtet, findet man doch einige Details mehr, v.a. in der Landschaft. Die Bilder finden sich nun in den jeweiligen Spielordnern Bonner SC, Ippendorf, Plittersdorf, Brüser Berg und Friesdorf.

Den freizugänglichen und nicht im Spielbetrieb genutzten Sportplatz „Ennert“ habe ich dann auch noch aufgesucht. Ist ein ziemlicher Akt, da auf diesen bewaldeten Berg zu kommen, wo scheinbar völlig sinnfrei ein gut gepflegter Ascheplatz in der Pampa herumsteht... Die Bilder hiervon finden sich unter dem Ordner: „Köln/ Bonn“.  
Auch ziemliche Pampa ist die rechte Rheinseite in Köln. Hässliche Vorstadt, aber wenigstens Gestrüpp drumherum, dass man dann als das berühmte „Grüne“ glorifizieren kann... Das drittgrößte und vielleicht sogar absolut attraktivste Stadion Kölns steht hier draußen. Der Höhenberg der FC Viktoria. Herausragend ist die Haupttribüne: eine sehr interessante Dachform, steile Ränge, primitive Schalensitze, ein Sprecherturm. Gegenüber ist nicht so der Bringer mit den einfachen Stehrängen unterhalb vom Waldstück. Der größte Knaller war dann aber, dass die Stehränge heute geschlossen waren (was wohl öfter vorkommt), man aber an der Kasse einfach Stehplätze bestellen konnte und dann für 5€ weniger (9 statt 14€) auf der Tribüne sitzen konnte. Ich ließ mir die Studentenermäßigung natürlich nicht entgehen und zahlte nur 7€ für überdachte Sitzplätze!

Auf diesen lapprigen Schalensitzen konnte man sich dann gepflegt langweilen, den teils ganz netten Anfeuerungen der Viktoria-Fans zuhören und sich diesen ideenlosen Dreck angucken, den beide Teams da spielten. Nur defensives Lauern, völlig einfallslos, ganz vereinzelte Angriffe und bis zur 76. kein Tor. Dann schoss die weniger schlechte zweier spielerisch ganz armseliger Truppen den Ball zum 1:0 rein und erzielte kurz darauf in einem Anflug von Fußball das 2:0. Da ich die Viktoria schon zwei Mal auswärts gesehen habe – eine Leistung schlechter als die andere; einmal war wenigstens der Gegner ganz gut – frag ich mich, wie man eigentlich so einen scheiß gucken kann. Also 700 Zuschauer sind ja schon ne schwache Kulisse, aber eigentlich haben die keine 70 verdient. 70€ pro Spiel in die Mannschaftskasse vielleicht... Aber haben die keine II. Mannschaft oder A-Jugend, die man aus Protest bei den beschissenen Spielen der I. Männer gucken kann? So macht doch selbst gewinnen keinen Spaß!  
Statistik:
- Grounds: 1.293 (1 neuer; diese Saison: 139 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.297 (1; diese Saison: 185)
- Tageskilometer: 100 (100km Auto)
- Saisonkilometer: 34.800 (25.250 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 15 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 447

Freitag, 20. Februar 2015

W447III: Endenich und Friesdorf

FV Bonn-Endenich 08 B-Juniorinnen ....................... 9
FC Blau-Weiß Friesdorf B-Juniorinnen ................... 0
- Datum: Freitag, 20. Februar 2015 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: B-Juniorinnen Kreisklasse Bonn (5. und unterste Spielklasse der weiblichen U17; Siebener-Kleinfeldliga)
- Ergebnis: 9-0 nach 80 Minuten (40/40); Halbzeit: 6-0
- Tor: 1-0 6. (12), 2-0 12. (9), 3-0 14. (9), 4-0 29. (12), 5-0 30. (10), 6-0 32. (11), 7-0 55. (8), 8-0 56. (12), 9-0 70. (9)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Endenich (Kap. 1.600, davon 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 14 (davon Gästefans: ca. 6)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Einseitiger geht es nicht, das Spiel hätte auch zweistellig enden müssen – aber was der FVE da zeigte, war teilweise richtig gut!)  
Photos with English Commentary:
U17 Girls: Bonn-Endenich defeat Blau-Weiß Friesdorf

Zumindest noch in der sechsklassigen Landesliga spielen die Männer des FV Endenich, die damit der drittbeste Fußballclub der Stadt sind – fast gleichauf mit dem FC BW Friesdorf. Beide Teams haben irgendwas zwischen 10 und 15 Jugendteams, u.a. auch eine U17-Mädchen-Mannschaft. Was anderes gab es heute nicht auf dem schönen Hartplatz in der Röckumstraße, der von Bäumen und hässlichen, teils heruntergekommenen Wohnhäusern umgeben und von einer vierreihigen Tribüne (zwei Reihen Holzbänke, dahinter zwei Reihen Stehstufen) flankiert ist – aber es sollte gar nicht mal schlecht sein, was sich auf dem Feld abspielte.

Zwei absolut disziplinierte Mannschaften, die sich untereinander selbst nach groben Fehlern nie vollmeckerten, und auch keine gröberen Fouls machten, waren hier aber absolut nicht auf Augenhöhe. Friesdorf versuchte nur zu Kontern, denn von Beginn an standen sie unter Druck. Meistens waren das die Nr. 12 und die Nr. 9 von Endenich, die für Gefahr sorgten. Am Ende machten beide je einen Hattrick. Die Nr. 9 gefiel mir aus zwei Gründen von allen Akteurinnen am besten: zum einen lief sie in athletisch-korrekter Haltung (keine Armeschlenkern und so was wie bei fast allen anderen Spielerinnen) und mit hohen Sprintgeschwindigkeiten zum Ball, kontrollierte dadurch auch lange Bälle und lieferte auch insgesamt die platziertesten Schüsse ab (dass es „nur“ drei Treffer waren, lag an der schwachen Kondition in Hälfte zwei), zum anderen spielte sie mit langer Hose, langen Ärmeln und Kopftuch in zum Trikot bzw. Verein passender Farbe, was bei manchen gegnerischen Vereinen erstmal zu schön doofen Fragezeichen überm Kopf führen dürfte, ob so wirklich die beste Torschützin des Gegners aussieht...

Das Spiel endete verdient aber noch zu niedrig 9:0 für Endenich. Der verschossene Handelfmeter – Mann, hat der bescheuerte Gästetrainer da rumgetönt, dass das kein „Elfer“ gewesen sei: bei einem aus der Luft weggeklatschten Ball mit Händen auf Stirmhöhe... – in Hälfte eins und dutzende Chancen in Hälfte zwei hätten das Resultat viel höher schrauben müssen. Friesdorf bekam durch die gute Abwehrarbeit der Gastgeberinnen leider gar keine richtige Torchance, zwei oder drei Mal fing die Torhüterin die Pille im Strafraum ab.  
Statistik:
- Grounds: 1.292 (1 neuer; diese Saison: 138 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.296 (1; diese Saison: 184)
- Tageskilometer: 20 (20km Auto)
- Saisonkilometer: 34.700 (25.150 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 14 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 447

W447II: Donnerstag zur Prime-Time; Wasserball in Köln

SGW Rhenania/ Blau-Weiß Poseidon Köln II ....... 16
SG Wasserball Rheda-Steinhagen ............................. 4
- Datum: Donnerstag, 19. Februar 2015 – Beginn: 20.15
- Wettbewerb: Wasserball Verbandsliga Nordrhein-Westfalen (4. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 16-4 nach 32 Minuten (4x8); Viertelergebnisse: 4-0, 3-1, 6-1, 3-2
- Tore: NN
- Strafen: NN
- Spielort: Schwimmzentrum Köln-Müngersdorf (Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: 9 (1 Heimfan, 1 Neutraler, 7 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Extrem einseitiges, aber ganz ansehnliches Spiel)  
Photos with English Commentary:
Water Polo 4th Division: Rhenania/ BW Poseidon Cologne Reserves v Rheda-Steinhagen

Diesmal ging es zu einem klimatisch angenehmeren Abendspiel: um 20.15 war im Schwimmzentrum in Köln-Müngersdorf ein Wasserballspiel der Verbandsliga NRW angesetzt – in vielen Bundesländern ist maximal auf dieser 4. Ebene Schluss, aber in NRW gibt es noch zwei weitere darunter! – sodass es nicht wie gestern zwei Stunden im Kalten stehen hieß...

Aber außer, dass die Schwimmhalle warm ist, was man dann wiederum im Sommer nicht gebrauchen kann, hat diese schräg gegenüber des Stadions vom 1. FC Köln gelegene Sportstätte nichts zu bieten: eine „Galerie“, d.h. eine Art Empore oder ein Oberrang, satte 3,50m über dem Becken mit einer niedrigen Brüstung. Überhaupt keine Sitzgelegenheiten. Keine Ahnung, ob Köln nicht noch besseres für Wassersportwettkämpfe zu bieten hat, als diese erbärmliche Halle. Aber immerhin ist sie gepflegt und sauber und mit einem 50m-Becken (so etwa 30m sollten es sein für Wasserball) ausgestattet. Ich habe Wasserball schon zwei Ligen höher in 25m-Becken direkt am Rand sitzend gesehen...

Jedenfalls trafen die Reserve der SG Wasserball Köln, das ist die Spielgemeinschaft von Rhenania Köln und Blau-Weiß Poseidon Köln, und die SGW Rheda-Steinhagen, die auf dem letzten Tabellenplatz steht, aufeinander. Den Leistungsunterschied zwischen 5. und 12. sah man von der ersten Minute an. Der Gastgeber zog sofort auf 3:0 davon, erzielte das 4:0 vor der ersten Pause. Erst nach einer Durchhängerphase kam der Gast, der richtig viele Fans mitgebracht hatte, zu einem Treffer. Doch bald darauf konnte nur noch der einzige(!) Heimfan jubeln: 7-1 bei Seitenwechsel. Ein besonders starkes drittes Viertel sorgte für einen klaren zweistelligen Sieg. Erst im letzten Viertel zeigten die Gäste etwas richtiges Wasserball um verkürzten auf 12 Treffer. Am Ende hieß es 16:4.  
Statistik:
- Grounds: 1.291 (1 neuer; diese Saison: 137 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.295 (1; diese Saison: 183)
- Tageskilometer: 80 (80km Auto)
- Saisonkilometer: 34.680 (25.130 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 447

Donnerstag, 19. Februar 2015

W447I: Die beiden besten Bonner Vereine im Test

FC Blau-Weiß Friesdorf ............................................. 1
Bonner SC 1901/2004 .................................................. 0
- Datum: Mittwoch, 18. Februar 2015 – Beginn: 19.15
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel (Landesliga Mittelrhein Staffel 1, 6. Spielklasse, 2. Amateurliga gegen Mittelrheinliga, 5. Spielklasse, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeit: 1-0
- Tor: 1-0 30. NN
- Verwarnungen: 2x Nr. 7, 1x Nr. 6, 20, 22 (Friesdorf); 2x Nr. 21 (Bonner SC)
- Platzverweise: Nr. 7 von Friesdorf und Nr. 21 von Bonn (jeweils wegen wiederholt unsportlichen Verhaltens, 63. Min.)
- Spielort: Sportzentrum Friesdorf (Kap. 2.000, davon 40 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon Gästefans: ca. 25)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Ein richtig farbiges Freundschaftsspiel...)  
Photos with English Commentary:
Friendly Match between Bonn’s Best Teams: FC Blau-Weiß Friesdorf surprises Bonner Sport Club by a 1:0 victory

Einer der besten Plätze in Bonn ist das Sportzentrum Friesdorf. Das liegt zwischen Häusern, Gärten und Bäumen eingeklemmt. Der Kunstrasenplatz hat eine ganz kleine Stehtribüne und ein paar Sitzbänke auf der Seite am Eingang und eine sechsreihige Stehtribüne an deren Rand ein Baum aus den älteren Treppen wächst.

Nur 60 Zuschauer fanden sich bei freiem Eintritt hier ein. Einige gingen auch schon vor dem Ende der Partie, obwohl es weder so enorm kalt noch langweilig war. Die Partie zwischen den beiden besten Teams der Stadt Bonn, dem Landesligisten Friesdorf und dem Mittelrheinligisten Bonner SC, war packend und unterhaltsam. Der BSC mit mehr Spielanteilen, aber der Gastgeber trotz Klassenunterschied kaum unterlegen. Je stärker die Friesdorfer wurden, umso unsauberer spielte der BSC. Der Gastgeber machte natürlich munter mit. Beide Trainer rissen auch munter das Maul auf, v.a. natürlich der vom BSC, und die Wechselspieler blökten auch fleißig rein. Wie man so ein Testspiel auf Kunstrasen, dessen Auslinien man durch die Krümmung erst ab 10m Entfernung sieht, ohne Linienrichter machen kann, weiß ich nicht...

Allerdings war der Sportfreund hier auch ziemlich überfordert und machte einen wenig kompetenten Eindruck. Zum Glück kannten einige Spieler und Betreuer ihn persönlich, sonst wäre er wohl schlimmer angegangen worden. Versteckte Fouls des BSC blieben ungestraft, während Friesdorf drei gelbe Karten bekam. Dass er den absolut unfair spielenden 21er vom BSC vom Platz stellte war völlig klar, aber sein Kontrahent, den er zwei Mal innerhalb von nur zwei Minuten umschubbste, hätte nur eine gelbe Karte gebraucht; nämlich dafür, dass er nach dem dritten Foul in zwei Minuten von diesem hohldrehenden 21er einmal zurückgefoult hat...

Der Tiefpunkt war dann kurz vor Schluss ein unberechtigter indirekter Freistoß (angeblicher Rückpass und der BSC-Stürmer besitzt die Frechheit in einem Testspiel zu lügen, er hätte den Ball nicht mehr berührt), der fünf Meter vorm Tor ausgeführt wurde aber vom Friesdorfer Schlussmann abgeblockt wurde. Somit schaffte es der Favorit nicht mehr, den 1:0 Rückstand aus der 30. Spielminute – das war ein Schuss aus ca. 18 Metern ins Eck – auszugleichen.  
Statistik:
- Grounds: 1.290 (1 neuer; diese Saison: 136 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.294 (1; diese Saison: 182)
- Tageskilometer: 20 (20km Auto)
- Saisonkilometer: 34.600 (25.050 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 447