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Dienstag, 22. November 2011

W277II: Mit kuriosem 1:0-Sieg an die Tabellenspitze – und hitzige Punkteteilung in Markwerben

SV Sietzsch/ SG Reußen B 0:1
Eintracht Bad Dürrenberg/ TSV Leuna 1919 B
Datum: Samstag, 19. November 2011 – Anstoß: 10.10
Wettbewerb: B-Junioren Kreisklasse Saalekreis/ Halle (5. und unterste Spielklasse der 14-16jährigen)
Ergebnis: 0:1 nach 81 Min. (35/36) – Halbzeit: 0:1
Tor: 0-1 30. Bledar Shoshi (Handelfmeter)
Verwarnungen: Nr. 15, Nr. 3, Nr. 9, Nr. 11, Nr. 5, Nr. 4 (Sietzsch), Bledar Shoshi, Nr. 11, Nr. 9 (BD/L)
Platzverweise: Nr. 4 Sietzsch (nach Spielschluss wg. Schiedsrichterbeleidigung)
Spielort: Sportplatz Lohnsdorf (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon 7 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehr spannendes Spiel mit völlig verdientem Sieg der deutlich besseren Mannschaft – aber die Chancenverwertung von Dürrenberg/ Leuna war wirklich grauenhaft)

FC Markwerben 2:2 TSV Tröglitz
Datum: Samstag, 19. November 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: Kreisoberliga Burgenland (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 2:1
Tore: 0-1 19. Frank Körner, 1-1 26. Christian Weber, 2-1 44. Thomas Hartmann, 2-2 68. Christian Fahr
Verwarnungen: Christian Weber, Frank Hartmann, Thomas Hartmann (FCM); Nico Röhler (TSV)
Platzverweise: keine
Spielort: Andreas Hajek Sportstätte (Kap. 1.100, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon 20 zahlende; Gästefans: ca. 3)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes und emotionsreiches Spiel, starke Zweikämpfe aber ungewöhnlich starke technische Mängel, am Ende verdiente Punkteteilung)
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Photos and English version:

Heute teilten wir die Tour in eine Autofahrt und eine Radfahrt. Zuerst ging es per Auto nach Lohnsdorf zwischen Landsberg und Sietzsch, die Heimat des SV Sietzsch und seiner Jugendspielgemeinschaft Sietzsch/ Reußen. Diese haben in der B-Junioren-Kreisklasse einen Punkt mehr als Bad Dürrenberg/ Leuna geholt, wobei sie dafür auch ein Spiel mehr hatten. Als einzige Mannschaften sind Sietzsch/ Reußen und Bad Dürrenberg/ Leuna noch ungeschlagen – nach 10 bzw. 11 Spielen! – sodass ein Spitzenspiel zu erwarten war.

Es entwickelte sich auch ein wirklich gutes und sehenswertes Spiel, das in Sachen Spielanteilen bei maximal 45% zu 55% zugunsten der Gäste, aber in Sachen Chancen bei mindestens 10% zu 90% für die Gäste lag. Sietzsch konnte stets gut mithalten und wurde Dürrenberg/ Leuna immer wieder gefährlich – aber solche Chancen wie die Gäste hatten sie nicht. Schon allein in der Anfangsphase versiebten die Stürmer der Gäste zwei „100%ige“. Ein Tor wurde wegen Abseits (zweifelhaft) nicht anerkannt. Danach ein harter Handelfmeter (war eher Oberarm) und Bledar Shoshi verlädt den Torwart und verwandelt sicher zum 0:1 nach einer halben Stunde.

Immer wieder Angriffe aufs Tor der Gastgeber, auch in der zweiten Hälfte unvermindert. Es fallen auch weitere Tore – doch alle zählen sie nicht: eins war eine klare Abseitsstellung, eins eine klare Fehlentscheidung des Unparteiischen. Der wollte mit viel Gel im Haar und einer gewissen Arroganz wohl überspielen, dass er einen leichten Knick in der Optik hat. Einige der Entscheidungen (in beide Richtungen, aber ganz besonders gegen den Gast, dem mindestens ein Tor unberechtigtermaßen aberkannt wurde und der eine völlig ungerechtfertigte gelbe Karte erhielt) waren wirklich grob daneben. Grob daneben waren ab der 50. jegliche Schüsse der Gastgeber und die Art und Weise wie der Gast seine Chancen vergab. Die Dinger waren zwar immer wieder knapp und v.a. reagierte auch der gegnerische Torwart richtig – aber hier wäre 0:4 das Mindeste gewesen. Die Überlegenheit in puncto Angriffsspiel war schon erstaunlich und ließ einen nachdenken, wie Sietzsch sich so lange vor Dürrenberg/ Leuna festsetzen konnte, zumal diese Mannschaft relativ undiszipliniert spielte. Ich habe zwar schon viel schlimmere Truppen als die gesehen, aber die Anzahl der Karten, die bis auf eine auch alle berechtigt waren (auch die Rote!) spricht ja schon für sich.

Durch diesen völlig verdienten Sieg ist Bad Dürrenberg/ Leuna aber nun die einzige ungeschlagene Mannschaft und führt somit endlich die Tabelle an! Glückwunsch, Leute!
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Mit dem Rad fuhren wir von Merseburg aus weiter nach Markwerben bei Weißenfels. Oberhalb des ganz ansehnlichen Ortes befindet sich der etwas kahle, aber von ein paar Bäumen umgebene Sportplatz. Der heißt nach Andreas Hajek, einem hervorragenden Ruderer (u.a. Olympiasieger), der jetzt einen ganz schlechten Fahrradladen in der Steinstraße in Halle betreibt: schlecht geführt und völlig inkompetente Mitarbeiter – da wird nur ohne Sinn und Verstand rumgepfriemelt.

Das Spiel zwischen Markwerben und Tröglitz begann zwar etwas ruhig, nahm aber nach dem 0:1 für Tröglitz nach knapp 20 Minuten richtig an Fahrt auf. Mit zwei schönen Toren drehte der Gastgeber, der in akuter Abstiegsgefahr schwebt – allerdings ist Tröglitz nach einem furiosen Start in die Saison ziemlich abgesackt – das Spiel bis zur Pause. In der zweiten Hälfte wurde es zunehmend hitzig, was mehrheitlich an Markwerben lag: Geholze, unsaubere Zweikämpfe, Schauspieleinlagen, Gepöbel und als Highlight eine Schubserei. Der Schiri, der korrekt und sicher auftrat, aber teilweise die Undiszipliniertheiten beider Teams etwas zu locker hinnahm, ließ einfach weiterspielen. In der linken Hälfte spielte Markwerben eine halbe Minute lang völlig normal offensiv aufs Tröglitzer Tor, während sich mehrere Spieler in der rechten Spielfeldhälfte beschimpften und schubsten – eine geniale Szene! Der schlimmste Schreihals der Tröglitzer stolperte dann leider noch den Ausgleich rein, wobei er natürlich völlig verdient war und eine gerechte Punkteteilung ermöglichte. Nur dass eben gerade der 10er, der größtenteils Mist spielte und dann völlig hacke nach Spielschluss auf den Schiedsrichter zu rannte und in grundlos vollmaulte und von seinen Mitspielern nur mit Mühe zurückgehalten werden konnte, den Ausgleich schoss, war schade.

Alles in allem fehlte es aber heute in keinem einzigen Spiel an Spannung, Torszenen und Emotionen! Das war ein wirklich gelungener Samstag!
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Statistik:
Grounds: 667 (heute 1 neuer; diese Saison: 73 neue)
Sportveranstaltungen: 1.410 (heute 2, diese Saison: 96)
Tageskilometer: 110 (60 Auto, 50 Fahrrad)
Saisonkilometer: 13.560 (11.670 Auto/ 1.880 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 277

Montag, 21. Februar 2011

W238IV: Sietzsch schlägt Schochwitz auf einem der idyllischsten Plätze der Kreisklasse

TSV 1990 Schochwitz II 0:3 SV Sietzsch
Datum: Sonntag, 20. Februar 2011 - Anstoß 14.00
Liga: 2. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 2 (12. Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 0:3 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 0:0
Tore: 0-1 58. Nr. 8, 0-2 77. Nr. 13, 0:3 92. Nr. 13
Verwarnungen: Nr. 6, Nr. 10 (TSV)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Schochwitz (Kap. 1.000, davon 40 Sitzplätze)
Zuschauer: 20 (davon 2 Sietzsch-Sympathisanten)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Sietzsch hab ich letztes Jahr klar besser spielen sehen, aber für einen verdienten Sieg reichte es trotzdem)
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Photos and English version:
Amateur Football in Schochwitz Village: TSV Reserve vs. SV Sietzsch

Dass ich mit dem Komplettieren der Grounds im Saalekreis schon im Februar weitermachen könnte, hätte ich nicht gedacht. Auch dass es noch mehr Leute gibt, die bei knapp unter Null Grad Sport treiben wollen, hatte ich aufgrund der Erfahrungen in den letzten vier, fünf Jahren stark bezweifelt. Während mein Sport darin bestand, die etwa 35km von Merseburg nach Schochwitz mit dem Fahrrad zu bewältigen, hatten sich in Schochwitz mehr als 20 Leute aus dem Dorf im Salzatal und dem Dorf Sietzsch bei Landsberg zum Fußballspielen zusammen gefunden.

Schochwitz (1.200 Einwohner) ist auch als Ort gar nicht so uninteressant, da es ein (allerdings für die Öffentlichkeit nicht zugängliches) Schloss mit recht spektakulärer Fassade und eine ordentliche Kirche direkt daneben hat. Auch in den Ortsteilen Krimpe, wo es eine kleine Kirche und vier Menhire gibt, und Gorsleben, wo eine ganz ansehnliche romanische Kirche auf einem Hügel steht, lohnt mal ein kurzer Zwischenstopp, wenn man schon mal in der Ecke ist. Besonders interessant ist allerdings der Fußballplatz.

Auf der einen Seite des Platzes fällt das große, zweistöckige Vereinsheim ins Auge, gegenüber ein massiver, stark bewaldeter und von einem Trampelpfad der knapp oberhalb der Laweke verläuft, gesäumter Hügelzug. Rechts vom Vereinsheim sind Felder und Bäume, links Wiese und Bäume und direkt hinter dem Tor plätschert der kleine Bach Laweke entlang, aus dem so mancher Ball gefischt werden muss. Heute allein drei Mal. Allerdings bleiben an vielen Engstellen die Bälle so oder so im Bachlauf stecken, da der Bach oft nur 30cm breit und 15cm tief ist. Dieser Platz fällt also unter die Sorte nicht spektakulär (es fehlen halt auch Ausbauten: man kann sich nur auf die 10 Parkbänke setzen), aber richtig schön idyllisch.
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Der TSV Schochwitz hat auch immerhin 5 Mannschaften im Spielbetrieb: zwei Männer- (Kreisoberliga, 2. Kreisklasse), zwei D-Junioren- und eine Frauenmannschaft (Verbandsliga). Die zweite Männermannschaft, die wir uns heute mit knapp 20 Schochwitzer Anhänger zusammen ansahen, spielte gegen SV Sietzsch. Die hatten zwar keinen Anhang dabei, aber wir zwei haben natürlich unsere Sympathien für den Verein aus dem bei Landsberg liegenden Dorf Sietzsch. Auch ohne Fanunterstützung schafften sie es ihrer Favoritenrolle (Sietzsch als 2. mit gutem Vorsprung auf Sennewitz II auf einem Aufstiegsplatz und Schochwitz II als 7. von 12 mit einem erstaunlich geringen Vorsprung vor dem einzigen Abstiegsplatz) gerecht zu werden.

Die erste Halbzeit wurde gleich mit ein paar nicht ungefährlichen Torschüssen der Sietzscher eröffnet. Allerdings ließ die Genauigkeit dann enorm nach. Auch Schochwitz brachte keinen richtig guten Ball aufs Tor. 0:0 in einem allenfalls mittelmäßigen Spiel zur Pause.
Dann dauerte es nach der Pause eine Weile, bis mal richtig was los war; aber mit dem ersten Tor der Partie nach fast einer Stunde war es dann auch ein Highlight: Ein langer Ball wird vom Achter der Gäste noch vor der Linie erwischt und ins Netz gedroschen. Kurz darauf wurde ein Tor der Sietzscher aberkannt (der Schiri war ja wirklich gut, aber ich glaube da lag der mal nicht richtig). Das zweite Tor für Sietzsch wurde mit Aufsetzer durch die Arme des Torwarts gebracht. In der Nachspielzeit war auch noch ein sehr guter Sturmlauf des 13ers erfolgreich, der den Ball überlegt am Torwart vorbeibrachte. Das 0:3 war zwar vielleicht etwas zu hoch ausgefallen, aber Sietzsch war klar die bessere Mannschaft – allerdings hat mir das andere Spiel, dass ich in dieser Saison von ihnen gesehen habe, erheblich besser gefallen.

Apropos hoch: das torärmste Spiel an diesem Spieltag war ebendieses Duell in Schochwitz. Die drei anderen Spiele gingen 2:2, 0:4 und 17:0 aus. Das letztere Spiel (Zscherben II – Teicha II) war natürlich richtig hoch und klar vor einem 10:1 von Tabellenführer Zscherben II gegen Wallwitz II das torreichste und deutlichste Spiel in der ganzen Saison.
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Statistik:
Grounds: 529 (heute 1 neuer Ground; diese Saison: 79 neue)
Sportveranstaltungen: 1.229 (heute 1, diese Saison: 116)
Tageskilometer: 70 (70 Fahrrad)
Saisonkilometer: 19.440 (12.070 Auto/ 3.920 Bahn, Bus, Tram/ 2.650 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 88
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 238

Sonntag, 7. November 2010

W223III: Der Fußballplatz mit der Mühle, und: Sieg von Sietzsch über Sennewitz

SpG Glesien/ Zwochau/ Zschernitz 1:8 SpG Naundorf/ Zschepplin
Sonntag 7. November 2010 – Anstoß 10.30
Liga: Nordsachsenliga der A-Junioren (5. Liga der 16-18jährigen)
Ergebnis: 1:8 nach 92 (45/47) Min. – Halbzeit: 0:4
Tore: 0:1 9. (11), 0:2 27. (11), 0:3 31. (11), 0:4 37. (9), 0:5 47. (9), 0:6 51. (7; Elfmeter im Nachschuss), 1:6 52. (10; Elfmeter), 1:7 57. (9), 1:8 67. (9)
Verwarnungen: 2x Glesien/ Zw./ Zs.
Platzverweise: keine
Besondere Vorkommnisse: 59. Torwart von Glesien/ Zw./ Zs. hält Elfmeter von Naundorf/ Zsc.
Sportanlage: Sportanlage an der Mühle (Kap. 1.200, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: 15 (davon 7 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Für diese Jugendspielklasse ein wirklich starkes Spiel; der Gastgeber gab sein Bestes, doch der Gast war klar überlegen)

SV Sietzsch 3:1 1. SV Sennewitz
Sonntag 7. November 2010 – Anstoß 14.00
Liga: 2. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 2 (12. Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 95 (47/48) Min. – Halbzeit: 2:0
Tore: 1:0 17. (11; Elfmeter), 2:0 33. (6), 2:1 65. (Eigentor), 3:1 82. (12)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Sportanlage: Sportplatz Lohnsdorf (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: 25 (keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Sietzsch in einem guten Spiel die deutlich bessere Mannschaft, jedoch Durchhänger von 45. bis 75. Minute)
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Photos and English version:
a)
SpG Glesien/ Zwochau/ Zschernitz 1:8 SpG Naundorf/ Zschepplin (Under-19)
b)
SV Sietzsch 3:1 SV Sennewitz Reserve

Diesmal ging es bereits morgens los, da uns das Spiel in Sietzsch, wo es uns v.a. um den Besuch des Platzes ging, nicht reichte. Wir schauten erst im sächsischen Nachbarkreis Nordsachsen in Zwochau ein A-Junioren-Spiel. Es standen sich auf der höchsten Liga der Kreisebene zwei Spielgemeinschaften gegenüber. Die erste besteht aus Glesien, einem 1.400 Einwohner zählenden Ortsteil von Schkeuditz und Heimat des FV Glesien, aus Zwochau, heute Spielort; der SV Zwochau kommt aus der 1.000-Einwohner-Gemeinde nördlich des Leipziger Flughafens, und Zschernitz, wo die Union 47 Zschernitz herkommt, was der ortsansässige Verein des 500 Einwohner-Ortsteils der Gemeinde Neukyhna ist. Für Archäologen, die sich mit der Jungsteinzeit befassen, dürfte zumindest das dritte Mitglied der Spielgemeinschaft ein Begriff sein: dort wurde nämlich vor wenigen Jahren eine Tonfigur gefunden, die aufgrund ihrer auffälligen Darstellung eines Mannes für diese Kulturzeit etwas besonders war. Die andere Truppe hat Spieler vom SV Naundorf und dem SV Zschepplin. Beide Orte bilden mit mehreren anderen Dörfern eine Gemeinde mit Namen Zschepplin. Die 3.000 Einwohner wohnen auf einer gar nicht so kleinen Fläche nördlich von Leipzig.

Zwei kleine Sehenswürdigkeiten gibt es in Zwochau, dass sind die Kirche und die Windmühle. Direkt neben der Windmühle befindet sich der Fußballplatz, der ohne die Mühle und das geschickt auf einen Wall gebaute Sportlerheim mit einer fanfreundlichen Terrasse – alle Bänke und Tische mit Blick zum Spielfeld, dabei kann man sich Essen und Trinken durch die Theke durchreichen lassen – ein extrem eintöniger Ort wäre. Auf drei Seiten befinden sich öde, weite, flache Felder. So wie er besteht, ist er aber ein richtig netter Amateurground.

In der Nordsachsenliga ist die Dreiergemeinschaft von Glesien/ Zwochau/ Zschernitz aussichtslos abgeschlagen auf dem letzten Platz: nach 6 Spielen 3:39 Tore und noch kein Punkt, während die Kombination der beiden Vereine aus Zschepplin den zweiten Platz hinter Bad Düben (2 Punkte Rückstand auf den Aufstiegsplatz also) belegt. Das sah man, nachdem mehrere schwache Angriffe der Heimseite verpufft waren, auch deutlich. Nach neun Minuten war die Abwehr schon ausgehebelt und der 11er von Naundorf/ Zschepplin begann damit einen Hattrick zu machen, für den er nur 22 Minuten brauchte. Bis zur Pause stand es 0:4.

In Halbzeit zwei ging es richtig rund: ein überlegter Schuss ins lange Eck zum 0:5, ein Elfmeter – den man nicht unbedingt hätte geben müssen – saß erst im Nachschuss, nachdem der gute Torwart der Heimmannschaft, der nur wegen seiner schwachen Vordermannschaft zu viele Buden fing, den Ball an den Pfosten lenken konnte. Nur eine Minute später gab es für Glesien einen Elfer, der ebenfalls nicht richtig ersichtlich war, aber sicher verwandelt wurde. Bald stand es aber schon 1:7 durch einen Schuss unters Tordach und Naundorf bekam eine erneute Chance auf einen Treffer per Elfmeter. Der Elfer war ganz schlecht geschossen, doch den hätte nicht jeder Torwart so sicher festgehalten. Ein weiteres Mal musste er aber hinter sich greifen; das 1:8 war schließlich der Endstand.

Für ein Spiel dieser Spielklasse war es richtig gut, da der Unterlegene stets gegen hielt und der Gast eine wirklich gute Leistung zeigte. Richtige Durchhänger im Spielniveau gab es keine.
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Für uns ging es weiter nach Landsberg, da in den ganzen verkommenen Käffern auf dem Weg kein Gasthaus und kein Imbiss offen hatten. In Landsberg war wenigstens der gute Dönerladen am Rathausplatz offen. Die türkische Pizza (Lahmacun) aßen wir dann am Platz in Sietzsch, einem kleinen Dorf südlich von Landsberg, das u.a. mit Lohnsdorf, wo sich die weitläufige Sportanlage mit drei Plätzen und etlichen Containern (Umkleiden, Sportlerheim etc.) befindet, einen Ortsteil von Landsberg bildet. Ohne die Bäume wäre die Platzanlage noch kahler. In Sietzsch gibt es übrigens eine ganz interessante Kirche, die zwar keinen Turm mehr hat, sodass die Glocken daneben angebracht wurden, aber ein schönes Barockinterieur mit interessantem Taufbecken.

Beim Kreisklassespiel des SV Sietzsch gegen den 1. SV Sennewitz II handelte es sich um ein Spitzenspiel, da der 2. gegen den 3. antrat. Wenn Sennewitz II verliert, dann haben sie 7 Punkte Rückstand auf den zweiten Aufstiegsplatz. Den Gast hatte ich zwei Mal an den letzten beiden Wochenenden spielen sehen und beide Male hatten sie mich nicht die Bohne überzeugt. Die Gastgeber aus Sietzsch sah ich zum ersten Mal und sie belagerten auch gleich das Tor der Sennewitzer. Diese waren zwar nicht chancenlos, doch hatten weit weniger vom flotten und unterhaltsamen Spiel als die Hausherren. Nach 17 Minuten trat ein Sennewitzer Verteidiger dem Ballführenden Sietzscher auf die Latschen, der kam zu Fall und erhielt mit Recht einen Elfmeter. Der Landsberger 11er verwandelte ganz sicher zum 1:0. Da schimpften die beiden Sennewitzer Schreihälse schon ganz gut, doch richtig geärgert haben sie die Trainer der Gastmannschaft erst nach dem 2:0, das zwar keineswegs aus Abseitsposition erzielt wurde – hatte man die Glotzen richtig aufgemacht so wie ich, hat man den kleingewachsenen Dreier vom SV Sennewitz bemerkt, der das Abseits auf der Zaunseite aufhob – aber für die Sennewitzer natürlich ohne Frage irregulär war.

Nach der Pause hatte Sietzsch dann leider ganz schön nachgelassen, was dem Gastverein ermöglichte einen Treffer in einer unübersichtlichen Aktion im Strafraum zu erzielen. Allerdings drückte ein Sietzscher den Ball unglücklich über die Linie, also hat Sennewitz eigentlich gar keinen Treffer selbst erzielt... Jedenfalls musste man sich einige Minuten Sorgen machen, dass Sennewitz den Sietzschern doch noch den Sieg nehmen würde, doch diese begannen ab der 75. wieder richtig Druck zu machen. Die Fans gingen mit, feuerten die Truppe an und schimpften über den immer unsicherer werdenden Schiri oder ärgerten die Gästespieler. Nach etlichen vergebenen Chancen saß dann ein Schuss zum 3:1. Mehrere weitere Angriffe hätten locker für ein 5:1 oder noch deutlicher gereicht, aber mit dem 3:1 hat Sietzsch seinen Aufstiegsplatz gefestigt – sogar die Tabellenführung übernommen! – und allen anwesenden Fans ein schönes Spiel gezeigt.

Unter den wenigen Anwesenden am Spielfeldrand war auch ein bekanntes Gesicht der Groundhoppingszene aus Landsberg: der hatte die Andeutung im Bericht vom letzten Sonntag schon ganz richtig gedeutet und sich schon gedacht, wenn er in Lohnsdorf treffen würde. Was ich nicht gedacht hätte, war dass das Durchschnittsalter des Publikums so jung war: da waren kaum Rentner da und schon gab es aus der Reihe der 25 Zuschauer wenig Gemecker und dafür viele richtige Anfeuerungsrufe für den SV Sietzsch und zünftige Zurufe gegen die Gästespieler. Besonders lustig sind dabei natürlich ein Zwei-Mann-Wechselgesang „SV Sietzsch – SV Sietzsch“ und ein bekannter Spruch der im studi.VZ über 600 Mitglieder in der entsprechenden Gruppe zählt: „Deine Mutter zieht LKWs auf DSF“...

Auf jeden Fall war das heute wieder eine lohnende Tour mit einem deutlich ausgegangenen aber guten Spiel auf einem schönen Platz und einem engeren Spiel in lustiger Atmosphäre.
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Statistik:
Ground Nr. 495 (zwei neue Grounds; diese Saison: 45 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.173 und Nr. 1.174 (diese Saison: 61)
Tageskilometer: 90 (Rad)
Saisonkilometer: 11.810 (8.170 Auto/ 1.840 Fahrrad/ 1.000 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 80
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 223

Sonntag, 10. Oktober 2010

W219II: Was war der einzige Spielausfall in der Staffel? Richtig: unser Spiel! Aber dafür gab’s im 14-Uhr-Spiel den Ausgleich in der Nachspielzeit

SV Sietzsch C x:x SV Tura 90 Beesenstedt C
Sonntag 10. Oktober 2010 – Anstoß 10.00
Liga: C-Junioren Kreisklasse Saalekreis (4. Liga der 12-14jährigen = unterste Spielklasse)
Ergebnis: Ausfall wegen (k.A.)

SV 1970 Röglitz 1:1 LSG Kütten II
Sonntag 10. Oktober 2010 – Anstoß 14.00
Liga: 3. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 3 (13. Liga, 7. Amateurliga = unterste Spielklasse)
Ergebnis: 1:1 nach 96 Min. (48/48) – Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 24. Nr. 7 LSG, 1:1 91. Nr. 7 SVR
Verwarnungen: 2x LSG
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Röglitz (Kap. 700 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Ganz O.K. für die Klasse)
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Photos and English version:
SV 1970 Röglitz 1-1 LSG Kütten Reserve

Um einen weiteren Saalekreisground abhaken und hier für die interessierten Amateurfußballfans vorstellen zu können – in diesem Falle der vom SV Sietzsch genutzte Sportplatz Lohnsdorf – wollten wir eigentlich um 10 Uhr ein C-Junioren Spiel dort sehen. Wir hatten in dieser Saison bereits zwei Spiele (eines nur zur Hälfte und das war katastrophal schlecht – das andere jedoch komplett und überrascht über die Stärke beider Teams) dieser Klasse gesehen und bisher gab es auch in dieser Klasse erst zwei Ausfälle in mehr als 60 Spielen, doch welches Spiel kam heute – sicherlich durch Absage am gleichen Tag wegen Spielermangels – nicht zustande: genau, Sietzsch gegen Beesenstedt. Also fuhren wir weiter und verlegten den Groundpunkt Sietzsch auf einen Termin im November; da aber natürlich die Herrenmannschaft.

Nach einer Esspause im Sportlerheim Raßnitz fuhren wir nach Röglitz, einem kaum mehr als 300 Einwohner zählenden Dorf auf einer Anhöhe, oberhalb des Flussbetts der Luppe und der umliegenden Aue mit ihren Feldern und kleinen Waldstücken, das mit auffällig gepflegten Häusern und einer schönen, in kräftigem Gelb gestrichenen Kirche aufwarten kann, um ein Spiel der untersten Spielklasse zu sehen.
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Den SV 1970 Röglitz kannte ich noch als reinen Freizeitverein (Link zum Bericht Röglitz – Döllnitz AH) und mein Vater hatte den erst in diesem Jahr erstmalig zum Spielbetrieb hinzu gestoßenen Club bisher noch gar nicht spielen sehen. Der nicht uninteressante Platz – er ist recht eng und liegt schön am Rande des Berghangs bzw. hinter der Kurve der Hauptstraße nach Großkugel und Raßnitz hinter dem Teich; zudem ist er von ein paar Ahornbäumen und Pappeln flankiert – war also nur einer der Gründe, wieso wir dieses Nachholspiel besuchten. Nachgeholt werden musste es übrigens nur, weil man sich beim Verband in Magdeburg nicht mit dem Ausstellen Spielerpässen der Röglitzer beeilt hatte.

Was die Tabellensituation angeht, so ist Röglitz als Vierter (4 Siege, 2 Niederlagen) klar favorisiert gegen den Vorletzten (d.h. Neunten) aus Kütten (das ist aber auch nur die Reservemannschaft), der nur zwei Siege bei vier Niederlagen hat. Am Spieltag zuvor zeigte Röglitz mit einem 2:1 mal wieder, wie torarm ihre Spiele leider sind: 17 Tore in 6 Spielen = 2,8/ Partie, d.h. die geringste Torquote in der Staffel 3 und wohl auch der ganzen 3. Kreisklasse. Bei Kütten kamen die üblichen fast doppelt so hohen Ergebnisse zustande (5,2/ Spiel).

Auch diesmal wurde es kein Torfestival, wobei man auch nicht von einem langweiligen Spiel reden konnte. Beide Mannschaften spielten die ganze Spielzeit über ziemlich flott hin und her, es gab etliche Chancen auf beiden Seiten und nach 24 Minuten traf der Gast aus Kütten auch mit einem Freistoß, der als Aufsetzer im Eck landete. In der zweiten Halbzeit war es weiterhin das flotte und weitestgehend saubere Spiel mit der in dieser Spielklasse üblichen Anzahl an Fehlern (Fehlpässe, Ballverstolpern, unbeabsichtigte Rempler und Handspiele). Einen weiteren Treffer gab es aber erst in der Nachspielzeit, wobei der Ausgleich für Röglitz zwar aus abseitsverdächtiger Position erzielt wurde, ich aber erstens hervorheben muss, dass Röglitz gleichwertig war und deshalb den Ausgleichstreffer verdient hatte und zweitens der Schiri auch völlig richtig mit der Linie lag, im Zweifel das Spiel einfach laufen zu lassen; ob nun vielleicht Hand oder Abseits vorlag oder nicht: wenn man in der Klasse dauernd pfeift, stört man das Spiel enorm!
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Statistik:
Ground Nr. 481 (kein neuer Ground; diese Saison: 31 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.154 (diese Saison: 42)
Tageskilometer: 30 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 10.260 (7.170 Auto/ 1.440 Fahrrad/ 850 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 69
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 219