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Dienstag, 22. November 2011

W277II: Mit kuriosem 1:0-Sieg an die Tabellenspitze – und hitzige Punkteteilung in Markwerben

SV Sietzsch/ SG Reußen B 0:1
Eintracht Bad Dürrenberg/ TSV Leuna 1919 B
Datum: Samstag, 19. November 2011 – Anstoß: 10.10
Wettbewerb: B-Junioren Kreisklasse Saalekreis/ Halle (5. und unterste Spielklasse der 14-16jährigen)
Ergebnis: 0:1 nach 81 Min. (35/36) – Halbzeit: 0:1
Tor: 0-1 30. Bledar Shoshi (Handelfmeter)
Verwarnungen: Nr. 15, Nr. 3, Nr. 9, Nr. 11, Nr. 5, Nr. 4 (Sietzsch), Bledar Shoshi, Nr. 11, Nr. 9 (BD/L)
Platzverweise: Nr. 4 Sietzsch (nach Spielschluss wg. Schiedsrichterbeleidigung)
Spielort: Sportplatz Lohnsdorf (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon 7 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehr spannendes Spiel mit völlig verdientem Sieg der deutlich besseren Mannschaft – aber die Chancenverwertung von Dürrenberg/ Leuna war wirklich grauenhaft)

FC Markwerben 2:2 TSV Tröglitz
Datum: Samstag, 19. November 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: Kreisoberliga Burgenland (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 2:1
Tore: 0-1 19. Frank Körner, 1-1 26. Christian Weber, 2-1 44. Thomas Hartmann, 2-2 68. Christian Fahr
Verwarnungen: Christian Weber, Frank Hartmann, Thomas Hartmann (FCM); Nico Röhler (TSV)
Platzverweise: keine
Spielort: Andreas Hajek Sportstätte (Kap. 1.100, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon 20 zahlende; Gästefans: ca. 3)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes und emotionsreiches Spiel, starke Zweikämpfe aber ungewöhnlich starke technische Mängel, am Ende verdiente Punkteteilung)
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Photos and English version:

Heute teilten wir die Tour in eine Autofahrt und eine Radfahrt. Zuerst ging es per Auto nach Lohnsdorf zwischen Landsberg und Sietzsch, die Heimat des SV Sietzsch und seiner Jugendspielgemeinschaft Sietzsch/ Reußen. Diese haben in der B-Junioren-Kreisklasse einen Punkt mehr als Bad Dürrenberg/ Leuna geholt, wobei sie dafür auch ein Spiel mehr hatten. Als einzige Mannschaften sind Sietzsch/ Reußen und Bad Dürrenberg/ Leuna noch ungeschlagen – nach 10 bzw. 11 Spielen! – sodass ein Spitzenspiel zu erwarten war.

Es entwickelte sich auch ein wirklich gutes und sehenswertes Spiel, das in Sachen Spielanteilen bei maximal 45% zu 55% zugunsten der Gäste, aber in Sachen Chancen bei mindestens 10% zu 90% für die Gäste lag. Sietzsch konnte stets gut mithalten und wurde Dürrenberg/ Leuna immer wieder gefährlich – aber solche Chancen wie die Gäste hatten sie nicht. Schon allein in der Anfangsphase versiebten die Stürmer der Gäste zwei „100%ige“. Ein Tor wurde wegen Abseits (zweifelhaft) nicht anerkannt. Danach ein harter Handelfmeter (war eher Oberarm) und Bledar Shoshi verlädt den Torwart und verwandelt sicher zum 0:1 nach einer halben Stunde.

Immer wieder Angriffe aufs Tor der Gastgeber, auch in der zweiten Hälfte unvermindert. Es fallen auch weitere Tore – doch alle zählen sie nicht: eins war eine klare Abseitsstellung, eins eine klare Fehlentscheidung des Unparteiischen. Der wollte mit viel Gel im Haar und einer gewissen Arroganz wohl überspielen, dass er einen leichten Knick in der Optik hat. Einige der Entscheidungen (in beide Richtungen, aber ganz besonders gegen den Gast, dem mindestens ein Tor unberechtigtermaßen aberkannt wurde und der eine völlig ungerechtfertigte gelbe Karte erhielt) waren wirklich grob daneben. Grob daneben waren ab der 50. jegliche Schüsse der Gastgeber und die Art und Weise wie der Gast seine Chancen vergab. Die Dinger waren zwar immer wieder knapp und v.a. reagierte auch der gegnerische Torwart richtig – aber hier wäre 0:4 das Mindeste gewesen. Die Überlegenheit in puncto Angriffsspiel war schon erstaunlich und ließ einen nachdenken, wie Sietzsch sich so lange vor Dürrenberg/ Leuna festsetzen konnte, zumal diese Mannschaft relativ undiszipliniert spielte. Ich habe zwar schon viel schlimmere Truppen als die gesehen, aber die Anzahl der Karten, die bis auf eine auch alle berechtigt waren (auch die Rote!) spricht ja schon für sich.

Durch diesen völlig verdienten Sieg ist Bad Dürrenberg/ Leuna aber nun die einzige ungeschlagene Mannschaft und führt somit endlich die Tabelle an! Glückwunsch, Leute!
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Mit dem Rad fuhren wir von Merseburg aus weiter nach Markwerben bei Weißenfels. Oberhalb des ganz ansehnlichen Ortes befindet sich der etwas kahle, aber von ein paar Bäumen umgebene Sportplatz. Der heißt nach Andreas Hajek, einem hervorragenden Ruderer (u.a. Olympiasieger), der jetzt einen ganz schlechten Fahrradladen in der Steinstraße in Halle betreibt: schlecht geführt und völlig inkompetente Mitarbeiter – da wird nur ohne Sinn und Verstand rumgepfriemelt.

Das Spiel zwischen Markwerben und Tröglitz begann zwar etwas ruhig, nahm aber nach dem 0:1 für Tröglitz nach knapp 20 Minuten richtig an Fahrt auf. Mit zwei schönen Toren drehte der Gastgeber, der in akuter Abstiegsgefahr schwebt – allerdings ist Tröglitz nach einem furiosen Start in die Saison ziemlich abgesackt – das Spiel bis zur Pause. In der zweiten Hälfte wurde es zunehmend hitzig, was mehrheitlich an Markwerben lag: Geholze, unsaubere Zweikämpfe, Schauspieleinlagen, Gepöbel und als Highlight eine Schubserei. Der Schiri, der korrekt und sicher auftrat, aber teilweise die Undiszipliniertheiten beider Teams etwas zu locker hinnahm, ließ einfach weiterspielen. In der linken Hälfte spielte Markwerben eine halbe Minute lang völlig normal offensiv aufs Tröglitzer Tor, während sich mehrere Spieler in der rechten Spielfeldhälfte beschimpften und schubsten – eine geniale Szene! Der schlimmste Schreihals der Tröglitzer stolperte dann leider noch den Ausgleich rein, wobei er natürlich völlig verdient war und eine gerechte Punkteteilung ermöglichte. Nur dass eben gerade der 10er, der größtenteils Mist spielte und dann völlig hacke nach Spielschluss auf den Schiedsrichter zu rannte und in grundlos vollmaulte und von seinen Mitspielern nur mit Mühe zurückgehalten werden konnte, den Ausgleich schoss, war schade.

Alles in allem fehlte es aber heute in keinem einzigen Spiel an Spannung, Torszenen und Emotionen! Das war ein wirklich gelungener Samstag!
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Statistik:
Grounds: 667 (heute 1 neuer; diese Saison: 73 neue)
Sportveranstaltungen: 1.410 (heute 2, diese Saison: 96)
Tageskilometer: 110 (60 Auto, 50 Fahrrad)
Saisonkilometer: 13.560 (11.670 Auto/ 1.880 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 277

Samstag, 9. Juli 2011

W258II: Turnier in Reichardtswerben und überraschend deutlicher Sieg des TSV Leuna in Braunsbedra

Turnier des LSV Rot-Weiß Reichardtswerben
Datum: Samstag, 9. Juli 2011 – Beginn: 10.00
Wettbewerb: Großfeldturnier (11 gegen 11 Spieler, 1x20 Minuten) zum 50jährigen Vereinsbestehen des LSV Rot-Weiß Reichardtswerben
Sieger: wird nachgetragen
Bestes Spiel: Droyßiger SG 0:2 Grün-Weiß Langendorf (6,5/10)*
Schwächstes Spiel: VfL Roßbach 0:0 FC Markwerben (2,0/10)*
Torschnitt: 1,9 Treffer pro Spiel (19 in 10 Spielen)*
Torreichstes Spiel: Droyßiger SG 2:2 WFV Schwarz-Gelb (6,0/10)*
Torärmstes Spiel: VfL Roßbach 0:0 FC Markwerben (2,0/10)*
* Eröffnungsspiel bis erstes Halbfinale
Austragungsort: Sportplatz Reichardtswerben (Kap. 1.100 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 Fans + bis zu 100 Aktive
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Kein richtig gutes Spiel dabei, ziemlich wenig Sehenswertes auf dem Feld: da bin ich im Burgenland weit höheres Niveau gewohnt)

SV Braunsbedra 2:5 TSV Leuna 1919
Datum: Samstag, 9. Juli 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Landesliga (7. Liga, 2. Amateurliga) gegen Landesklasse (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 2:5 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1:4
Tore: 0-1 6. Kevin Degner, 0-2 14. Kevin Degner, 0-3 17. Toni Feist, 0-4 42. Toni Feist, 1-4 45. (Nr. 11), 2-4 75. (Nr. 13), 2-5 83. (Eigentor)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 30 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Nach überragender Leunaer Leistung in Halbzeit 1, musste in 2. Hälfte ein Gang zurückgeschaltet werden: kaum war Braunsbedra am Drücker, wurde das Spiel unattraktiver)
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Photos and English version:

Diesmal kann ich dem Leser nur relativ wenige Fotos dieser beiden Sportveranstaltungen zeigen, da die Kameraakkus doch nicht so aufgeladen waren, wie erwartet. Einen ausführlichen Bericht gibt es trotzdem, auch wenn das Fußballturnier zum Vereinsjubiläum des LSV Rot-Weiß Reichardtswerben keinen besonders ausführlichen Report verdient hat – das packende Testspiel zwischen Braunsbedra und Leuna natürlich umso mehr!

Ab kurz nach 10 standen sich jedenfalls sieben Mannschaften aus Kreisoberliga, Kreisliga und Kreisklasse (bis auf Roßbach aus dem Saalekreis waren alle aus dem Burgenlandkreis) auf dem Sportplatz von Reichardtswerben, der nicht so uninteressant aber auch nicht wirklich herausragend ist – die offenen Felder auf der einen und hohen Bäume auf der anderen Seite bilden die Umgebung, ein Feldweg flankiert das Spielfeld auf der einen und ein kleiner Graswall auf der anderen Seite, und schließlich fallen noch die beiden aufgegebenen Großfeld-Nebenplätze auf, wobei aus dem einen ein Beachhandballplatz gemacht wurde, auf – gegenüber. Beachhandball hätten wir auch gucken können – wäre eine neue Sportart gewesen – aber ein sinnfreier Handballverschnitt (Kleinfeldrasenhandball) in den letzten vier Wochen reicht mir: Volleyball am Strand? OK, da ist mehr Bewegung als in der Halle! Fußball am Strand? Na gut, geht so! Aber Handball auf Sand und dann noch mit den Regelmodifikationen (Volleyballzählweise usw.) ist der Gipfel der Albernheit. Haben die Handballer in der Sommerpause nichts zu tun oder warum müssen sie krampfhaft den anderen Sportfreunden nacheifern?

Die Spiele des Fußballturniers, dass aufgrund einer absagenden Mannschaft leider mit 7 Mannschaften und entsprechend ungünstigen Modus ausgetragen werden musste, die wir gesehen haben, waren erst einmal das Eröffnungsspiel zwischen dem Gastgeber Rot-Weiß Reichardtswerben und dem Weißenfelser FV Schwarz-Gelb. Das war ein typisches Eröffnungsspiel: wenig sehenswert, kaum Torszenen und erst ein Elfmeter muss das Spiel entscheiden.
Großkorbetha traf dann auf den FC Markwerben und brauchte eine Weile ehe sie den Führungstreffer erzielten. Die Markwerbener glichen dann eine knappe Minute vor Abpfiff aus.
Droyßig geriet gegen Langendorf schnell in Rückstand. Der Turnierfavorit setzte dann später mit einem Konter den entscheidenden Treffer drauf.
Großkorbetha verlor dann gegen den zwei Klassen niedriger spielenden VfL Roßbach mit 0-2: ein Treffer nach knapp 2 Minuten machte den Anfang, in der 14. legte der Außenseiter nach.
Reichardtswerben wurde dann von Droyßig kräftig auseinandergenommen.
Langendorf tat sich gegen Schwarz-Gelb Weißenfels sehr schwer, aber erzielte wenigstens einen Treffer – und den nur zwei Minuten vor Abpfiff.
Roßbach gegen Markwerben war dann ein ganz müder und zudem torloser Kick.
Dafür war Langendorf gegen Reichardtswerben erheblich besser: die Grün-Weißen erzielten in der 13. und der 18. zwei Treffer gegen die Rot-Weißen. Wir holten nebenbei eine Terrine Erbsensuppe – mal ganz ordentliche Verpflegung heute!
Droyßig und Schwarz-Gelb lieferten sich einen guten Schlagabtausch, der 2:2 endete.
Das letzte Spiel, das wir sahen, war das erste Halbfinale, dass Langendorf erwartungsgemäß gewann gegen Markwerben: erst senkte sich ein Ball, der vom FCM Torwart unterschätzt wurde, ins Netz - dann ein starker Konter zum 2:0 für Langendorf.

Alle Ergebnisse des Turniers:
Gruppe 1: RW Reichardtswerben 1-0 WFV Schwarz-Gelb
Gruppe 2: TSV Großkorbetha 1-1 FC Markwerben
Gruppe 1: Droyßiger SG 0-2 GW Langendorf
Gruppe 2: TSV Großkorbetha 0-2 VfL Roßbach
Gruppe 1: RW Reichardtswerben 0-3 Droyßiger SG
Gruppe 1: WFV Schwarz-Gelb 0-1 GW Langendorf
Gruppe 2: VfL Roßbach 0-0 FC Markwerben
Gruppe 1: GW Langendorf 2-0 RW Reichardtswerben
Gruppe 1: Droyßiger SG 2-2 WFV Schwarz-Gelb
Halbfinale: GW Langendorf 2-0 FC Markwerben
Halbfinale: VfL Roßbach ?-? Droyßiger SG
Spiel um Platz 5: RW Reichardtswerben ?-? TSV Großkorbetha
Spiel um Platz 3: FC Markwerben ?-? X
Finale: GW Langendorf ?-? Y

Gesamttabelle:
1. wird ergänzt
2. wird ergänzt
3. wird ergänzt
4. wird ergänzt
5. wird ergänzt
6. wird ergänzt
7. Weißenfelser FV Schwarz-Gelb ... 3 (0-1-2) 2:4 1

Alles in Allem ließ die Qualität des Turniers doch zu wünschen übrig – im Burgenlandkreis bin ich bessere Spiele gewohnt.
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Dafür wurde es in Braunsbedra erheblich besser: das Testspiel zwischen dem SV Braunsbedra und TSV Leuna 1919 war wirklich gut und sehenswert. Das möchte aber auch sein, wenn man an der Kasse 3€ entrichten soll, als sei das ein Landesligaspiel. Deutschland ist irgendwie das einzige Land, das mir bisher untergekommen ist, in dem Eintrittspreise zu Testspielen genauso teuer oder sogar noch teurer sind als die zu Ligaspielen.

Eigentlich hatte ja der Gastgeber die Favoritenrolle inne: eine Spielklasse höher, beide Mannschaften hatten im Mittelfeld abgeschlossen und Braunsbedra in der Landesliga sogar auf einem besseren Platz, Leuna ohne auch nur einen einzigen Auswechsler doch der Gastgeber mit sechs Wechselspielern und dann hatte der SVB auch bereits ein Testspiel absolviert, während Leuna erst wenige Trainingseinheiten durchgeführt hatte. Dieses Testspiel hatte der SVB allerdings gegen die Roten Hornochsen aus Leipzig gespielt und 3:12 verloren. Entgegen aller Vorzeichen, lief der Start für den TSV Leuna derart gut, dass man schon auf eine weitere 3:12 Niederlage für den SVB spekulieren konnte.

Die ersatzgeschwächte Landesligaelf legte gleich in der sechsten Minute mit einem Abstaubertor (nach langer Hereingabe) von Kevin Degner vor. Ein Lattenknaller von Carsten Arndt und keine zehn Spielminuten später und schon legte Kevin nach: ein toller Heber aus einiger Entfernung nach schönem Flankenwechsel! Das 3:0 erzielte dann der Ex-Braunsbedraer Toni Feist, der mir bei SVB-Spielen in der Halle schon sehr positiv aufgefallen war und diesen Eindruck heute bestätigen konnte, nach einer chaotischen Strafraumsituation. Kurz vor der Pause legte ebendieser Toni Feist auch sogar noch das 4:0 nach. Der Jubel ob des unverhofft starken und souveränen Spiel der Leunaer wurde bei den Gästefans immer lauter – der Heimanhang konnte nur mit dem Kopf schütteln. Auch der Treffer zum 1:4 der ganz knapp vor der Pause fiel, ließ wohl kaum Hoffnung aufkommen.

Der Leistung des TSV Leuna war in der ersten Halbzeit wirklich hervorragend: gegen einen klassenhöheren (ob eingespielt oder nicht: Braunsbedra ist länger wieder im Training als Leuna!) so klar überlegen zu sein ist schon herausragend. Da lief es aber auch auf allen Position gut: ob Kevin Degner, Toni Feist und Nino Hammerschmidt vorne oder der A-Jugendliche Neuzugang David Weise – ob Routinier Carsten Arndt oder Michael Schulze – und ganz zu schweigen vom neuen Mann zwischen den Pfosten: Patrick Lenzen kenne ich noch aus meinen Zeiten als Jugendspieler beim TSV als starken Torhüter – und heute bewies er (zurückgekehrt von der IMO) seine Klasse mit schnellen Reaktionen und sicherer Strafraumbeherrschung. Für den zweiten Treffer der Braunsbedraer konnte er nichts: das war halt mal eine von vielleicht zwei, drei Situationen in denen die TSV-Abwehr zu ungeordnet unterwegs war. Schließlich war es auch ein noch viel gröberer Fehler in der Braunsbedraer Abwehr, der die absolute Entscheidung brachte: ehe Nino Hammerschmidt die Flanke in den Strafraum mit einem Torabschluss verwerten konnte, rutschte ein Braunsbedraer hinein und beförderte den Ball ins eigene Tor.

Während also die SVB-Spieler nach dieser Leistung alles andere als begeistert sein können – bei allem Druck und allen tollen Offensivaktionen der Leunaer, aber eine Landesligaabwehr müsste eigentlich stärker sein; ganz zu schweigen von manchen vielsagenden Fouls, die auch ein, zwei gelbe Karten hätten nach sich ziehen müssen – können die heute wieder von 30, 35 Fans unterstützten Leunaer wirklich zufrieden sein: wirklich sehr starke Offensivarbeit, über weite Strecken starke Abwehrleistung mit durchweg starkem Torwart - zudem diszipliniert und attraktiv gespielt! Dass das Spiel in der zweiten Hälfte nicht mehr so gut wie in der ersten war, lag ausschließlich am Gastgeber, dem Leuna aufgrund der dünnen Besetzung sinnvollerweise mehr Platz lassen musste: mit 11 Mann ohne Auswechsler kann man gegen 11 + 6 Mann halt nicht 90 Minuten durchpreschen. Also: weiter so Leuna!!
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Statistik:
Grounds: 588 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 137 neue)
Sportveranstaltungen: 1.309 (heute zwei, diese Saison: 197)
Tageskilometer: 40 (40 Fahrrad)
Saisonkilometer: 43.630 (21.990 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.660 Bahn, Bus, Tram/ 4.970 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 39
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 258

Samstag, 21. März 2009

WE138I: Unerfreuliche Ergebnisse auf dem Kunstrasen in Leuna

TSV Leuna II 1:4 SV Merseburg 99 II
Samstag, 21.März 2009 - Anstoßzeit 12.30
Kreisoberliga (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:4 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 1:2
Tore: 0:1 24. Horenburg, 1:1 28. Rene Schmidt (Elfmeter), 1:2 39. Pohl, 1:3 55. Pohl, 1:4 65. Immig
Verwarnungen: Steffen Schmidt (TSV) und Specht (SV 99)
Platzverweise: keine
Stadion: Kunstrasenplatz Stadion des Friedens (Kap. 3.000, davon 120 Sitzplätze)
Zuschauer: 25 (5 Gästefans)
Spielqualität: 1,5/10 (ganz schwach)

TSV Leuna 2:3 FC Markwerben
Samstag, 21.März 2009 - Anstoßzeit 15.00
Landesklasse Staffel 9 (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:3 nach 93 Min. (47/46) - Halbzeit 1:2
Tore: 1:0 7. Prorok, 1:1 36. Schmeißer, 1:2 45. Hartmann, 2:2 54. Nino Hammerschmidt, 2:3 62. Weber
Verwarnungen: Nino Hammerschmidt (TSV), Eberhardt, Benndorf, Beyer (alle drei FC)
Platzverweise: keine
Besondere Vorkommnisse: Nino Hammerschmidt verscheißt Elfmeter in 74. Minute
Stadion: Kunstrasenplatz Stadion des Friedens (Kap. 3.000, davon 120 Sitzplätze)
Zuschauer: 90 (2 Gästefans)
Spielqualität: 5,5/10 (durchschnittlich)
Nachdem wir innerhalb von 20 Minuten in Leuna waren, fiel gleich an der Kasse die Bemerkung, dass beide Spiele heute auf dem Kunstrasen ausgetragen werden würden. Dass der Kunstrasen - Zitat Gisbert - „votz-trocken“ ist und somit die Verletzungsgefahr enorm hoch, interessierte den Wichtigtuer vom Dienst - will mal keinen Namen nennen - aber nicht. Der hervorragend bespielbare Hauptplatz wurde mit der Begründung, dass man ihn noch bis April schonen wolle, gesperrt.

Das erste der beiden Spiele stand also schon unter einem schlechten Vorzeichen, zudem die beiden Teams ja auch in der Kreisoberliga weit hinten in der Tabelle zu finden waren. Vorweg: Leuna II war auf dem Niveau eines Freitagabendfreizeitteams und die Zweite von SV Merseburg 99 maximal 2. Kreisklasse. Nach 18 Minuten haben diese beiden völlig unbedarft und langweilig agierenden Mannschaften eine erste Torchance zustande bekommen. Sechs Minuten später stolperte 99 sogar den ersten Treffer rein. Ein Elfmetergeschenk, das der teils schwache Schiri wenige Minuten später an Leuna vergab, wurde von Rene angenommen. Kurz darauf fiel das 1:2 für 99.
In der zweiten Halbzeit sahen die wenigen Zuschauer, von denen fünf für 99 waren - ua. ein nichteinsatzfähiger Spieler, der es sich nicht nehmen lies, immer wieder den Linienrichter zu belappen -, dann ein paar wenige sehenswerte Spielszenen. Unter anderem folgten noch zwei Tore der Gäste.

Im zweiten Spiel sah es für meine Leunaer schon bedeutsam besser aus. Nach nur sieben Minuten ein Treffer von Prorok. Allerdings glichen die Markwerbener nach 36 Minuten aus. Ein klarer Elfmeter wurde den Leunaern dann kurz darauf verwährt. Der Schiri, der von einer hübschen Linienrichterin und einem etwas übergewichtigen Linienrichter assistiert wurde, übersah in der 43. dann ein klares Handspiel des auffälligen Gästekapitäns. Der nahm den Ball mit der Faust mit und zimmerte ihn ins Tor. „Danke“ auch an den übergewichtigen Linienrichter, der den Schiri darauf aufmerksam machen hätte können - war ja nah genug dran!
Der Pausenstand ließ schon Schlimmes vermuten, doch Leuna glich nach 54 Minuten mit einem tollen Volleydirektschuss aus 25m unter die Torlatte aus. Nino Hammerschmidt mal wieder! In der 62. dann wieder ein Konter und 2:3 für Markwerben. Unmutsbekundungen einer Gruppe Minderjähriger war dann ein Böllerwurf in den Eingangsbereich Karl-Barth-Straße. Aber selbst unser 1-Mann-Ordnungsdienst machte nichts weiter.
Noch etliche vergebene Chancen und sogar ein vergebenes Elfmetergeschenk für Leuna später und die Niederlage war perfekt. So dürfte aber auch endlich das Thema Aufstieg erledigt sein. Wenn man gegen eine mittelmäßige Tretermannschaft wie Markwerben nicht gewinnen kann, dann sollte man auch gar nicht versuchen in die Landesliga aufzusteigen.

Zusammenfassend gesagt: ich habe schon bessere Spiele der ersten Mannschaft des TSV Leuna gesehen. Ein solches besseres Spiel ist sicherlich wieder beim nächsten Mal zu erwarten, denn auch eine eigentlich attraktiv und gut spielende Mannschaft agiert manchmal nicht gut.
Auf dem Heimweg kamen wir dann an zwei Dauerärgernissen vorbei. Wann mal endlich jemand diesem Vollpfosten, der in der Merseburger Straße vorm von Leuna kommend drittletzten Haus vor der Rössener Brücke, den Spiegel abfährt! Stellt sich immer auf den Radstreifen und dann auch noch ein paar Zentimeter in die Autofahrbahn hinein. Und dann auch noch der aggressive Drecksköter in dem Verschlag in der Brückenstraße...

Statistik:
Ground Nr. 286 (kein neuer Ground; diese Saison: 56 neue)
Sportveranstaltung Nr. 770 und 771 (diese Saison: 138)
Tageskilometer: 10 per Fahrrad
Saisonkilometer: 18.550; genauer. 9.270 Auto/ 3.290 Rad/ 3.030 Zug/ 2,960 Flugzeug
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 138

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090321%20TSV%20LEUNA%20II%201-4%20SV99%20II%20u%20I%202-3%20Markwerben/