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Dienstag, 18. September 2018

W633IIc: Wichtiger aber wenig überzeugender erster Sieg für den TSV Leuna (I. Männer)

TSV Leuna 1919 ..................................................... 2
SSC Weißenfels II .................................................. 1
- Datum: Samstag, 15. September 2018 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 7 (8. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 93 (45/48) Minuten – Halbzeit: 2-1
- Tore: 0-1 4. Pavlu, 1-1 16. Gumbrecht, 2-1 21. Walther
- Gelbe Karten: Hebestreit, Gumbrecht (Leuna); Pavlu, NN (Weißenfels)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kapazität: 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon 42 zahlende und ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 TSV Leuna 1919 2:1 SSC Weißenfels II Photos with English Commentary :
TSV Leuna defeat SSC Weißenfels Res.

Nun ging es endlich ins Stadion des Friedens, wo die I. Mannschaft nach zwei Unentschieden (2:2 und 1:1) gegen die schwach gestartete neue Fusionstruppe aus Weißenfels (der SSC ist die Fusion vom SC Uichteritz-Markwerben Weißenfels und dem 1. FC Weißenfels) etwas unter Druck stand. Nach einer dreistelligen Zuschauerzahl im ersten Heimspiel an einem Freitag gegen Laucha kamen heute nur gut 50 Zuschauer. Sehr schwach leider. Auch der Start vom TSV war schwach: Weißenfels nutzte eine Unaufmerksamkeit und ging früh in Führung. Danach kam aber Leuna in Fahrt und konterte zwei Mal erfolgreich durch Billy Gumbrecht und Nils Walther. In den folgenden 70 Minute traf keiner mehr, obwohl es Chancen auf beiden Seiten gab. Leuna war immer wieder unsicher: ärgerliche Ballverluste oder riskante Querschläger vorm Tor. Aber zumindest auf Ronny Golloiuch im Tor war Verlass: der entschärfte sogar einen Elfmeter und beim einzigen Fehler war dann Marcus Hebestreit auf der Linie da und klärte das Problem... So war das zwar kein überzeugender aber ein wichtiger Sieg für den TSV und mit dem Sieg der D-Jugend zusammengenommen ein richtig erfolgreiches Wochenende, das übrigens noch vom 0:6-Sieg der C-Jugend in Braunsbedra abgerundet wurde!

Ein paar Bilder von der Anfahrt – dann ging es unter lockererer Regelauslegung nach Staßfurt weiter, wo es eine neue Handballhalle zu besuchen galt. TSV Leuna 1919 2:1 SSC Weißenfels II Statistik:
- Grounds: 2.253 (2; diese Saison: 41 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.431 (4; diese Saison: 46)
- Tourkilometer: 590 (590km Auto,)
- Saisonkilometer: 7.350 (6.780 Auto, davon 0 Mietwagen/ 570 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 49 [letzte Serie: 35, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 633 Wochen.

Dienstag, 22. November 2011

W277II: Mit kuriosem 1:0-Sieg an die Tabellenspitze – und hitzige Punkteteilung in Markwerben

SV Sietzsch/ SG Reußen B 0:1
Eintracht Bad Dürrenberg/ TSV Leuna 1919 B
Datum: Samstag, 19. November 2011 – Anstoß: 10.10
Wettbewerb: B-Junioren Kreisklasse Saalekreis/ Halle (5. und unterste Spielklasse der 14-16jährigen)
Ergebnis: 0:1 nach 81 Min. (35/36) – Halbzeit: 0:1
Tor: 0-1 30. Bledar Shoshi (Handelfmeter)
Verwarnungen: Nr. 15, Nr. 3, Nr. 9, Nr. 11, Nr. 5, Nr. 4 (Sietzsch), Bledar Shoshi, Nr. 11, Nr. 9 (BD/L)
Platzverweise: Nr. 4 Sietzsch (nach Spielschluss wg. Schiedsrichterbeleidigung)
Spielort: Sportplatz Lohnsdorf (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon 7 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehr spannendes Spiel mit völlig verdientem Sieg der deutlich besseren Mannschaft – aber die Chancenverwertung von Dürrenberg/ Leuna war wirklich grauenhaft)

FC Markwerben 2:2 TSV Tröglitz
Datum: Samstag, 19. November 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: Kreisoberliga Burgenland (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 2:1
Tore: 0-1 19. Frank Körner, 1-1 26. Christian Weber, 2-1 44. Thomas Hartmann, 2-2 68. Christian Fahr
Verwarnungen: Christian Weber, Frank Hartmann, Thomas Hartmann (FCM); Nico Röhler (TSV)
Platzverweise: keine
Spielort: Andreas Hajek Sportstätte (Kap. 1.100, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon 20 zahlende; Gästefans: ca. 3)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes und emotionsreiches Spiel, starke Zweikämpfe aber ungewöhnlich starke technische Mängel, am Ende verdiente Punkteteilung)
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Photos and English version:

Heute teilten wir die Tour in eine Autofahrt und eine Radfahrt. Zuerst ging es per Auto nach Lohnsdorf zwischen Landsberg und Sietzsch, die Heimat des SV Sietzsch und seiner Jugendspielgemeinschaft Sietzsch/ Reußen. Diese haben in der B-Junioren-Kreisklasse einen Punkt mehr als Bad Dürrenberg/ Leuna geholt, wobei sie dafür auch ein Spiel mehr hatten. Als einzige Mannschaften sind Sietzsch/ Reußen und Bad Dürrenberg/ Leuna noch ungeschlagen – nach 10 bzw. 11 Spielen! – sodass ein Spitzenspiel zu erwarten war.

Es entwickelte sich auch ein wirklich gutes und sehenswertes Spiel, das in Sachen Spielanteilen bei maximal 45% zu 55% zugunsten der Gäste, aber in Sachen Chancen bei mindestens 10% zu 90% für die Gäste lag. Sietzsch konnte stets gut mithalten und wurde Dürrenberg/ Leuna immer wieder gefährlich – aber solche Chancen wie die Gäste hatten sie nicht. Schon allein in der Anfangsphase versiebten die Stürmer der Gäste zwei „100%ige“. Ein Tor wurde wegen Abseits (zweifelhaft) nicht anerkannt. Danach ein harter Handelfmeter (war eher Oberarm) und Bledar Shoshi verlädt den Torwart und verwandelt sicher zum 0:1 nach einer halben Stunde.

Immer wieder Angriffe aufs Tor der Gastgeber, auch in der zweiten Hälfte unvermindert. Es fallen auch weitere Tore – doch alle zählen sie nicht: eins war eine klare Abseitsstellung, eins eine klare Fehlentscheidung des Unparteiischen. Der wollte mit viel Gel im Haar und einer gewissen Arroganz wohl überspielen, dass er einen leichten Knick in der Optik hat. Einige der Entscheidungen (in beide Richtungen, aber ganz besonders gegen den Gast, dem mindestens ein Tor unberechtigtermaßen aberkannt wurde und der eine völlig ungerechtfertigte gelbe Karte erhielt) waren wirklich grob daneben. Grob daneben waren ab der 50. jegliche Schüsse der Gastgeber und die Art und Weise wie der Gast seine Chancen vergab. Die Dinger waren zwar immer wieder knapp und v.a. reagierte auch der gegnerische Torwart richtig – aber hier wäre 0:4 das Mindeste gewesen. Die Überlegenheit in puncto Angriffsspiel war schon erstaunlich und ließ einen nachdenken, wie Sietzsch sich so lange vor Dürrenberg/ Leuna festsetzen konnte, zumal diese Mannschaft relativ undiszipliniert spielte. Ich habe zwar schon viel schlimmere Truppen als die gesehen, aber die Anzahl der Karten, die bis auf eine auch alle berechtigt waren (auch die Rote!) spricht ja schon für sich.

Durch diesen völlig verdienten Sieg ist Bad Dürrenberg/ Leuna aber nun die einzige ungeschlagene Mannschaft und führt somit endlich die Tabelle an! Glückwunsch, Leute!
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Mit dem Rad fuhren wir von Merseburg aus weiter nach Markwerben bei Weißenfels. Oberhalb des ganz ansehnlichen Ortes befindet sich der etwas kahle, aber von ein paar Bäumen umgebene Sportplatz. Der heißt nach Andreas Hajek, einem hervorragenden Ruderer (u.a. Olympiasieger), der jetzt einen ganz schlechten Fahrradladen in der Steinstraße in Halle betreibt: schlecht geführt und völlig inkompetente Mitarbeiter – da wird nur ohne Sinn und Verstand rumgepfriemelt.

Das Spiel zwischen Markwerben und Tröglitz begann zwar etwas ruhig, nahm aber nach dem 0:1 für Tröglitz nach knapp 20 Minuten richtig an Fahrt auf. Mit zwei schönen Toren drehte der Gastgeber, der in akuter Abstiegsgefahr schwebt – allerdings ist Tröglitz nach einem furiosen Start in die Saison ziemlich abgesackt – das Spiel bis zur Pause. In der zweiten Hälfte wurde es zunehmend hitzig, was mehrheitlich an Markwerben lag: Geholze, unsaubere Zweikämpfe, Schauspieleinlagen, Gepöbel und als Highlight eine Schubserei. Der Schiri, der korrekt und sicher auftrat, aber teilweise die Undiszipliniertheiten beider Teams etwas zu locker hinnahm, ließ einfach weiterspielen. In der linken Hälfte spielte Markwerben eine halbe Minute lang völlig normal offensiv aufs Tröglitzer Tor, während sich mehrere Spieler in der rechten Spielfeldhälfte beschimpften und schubsten – eine geniale Szene! Der schlimmste Schreihals der Tröglitzer stolperte dann leider noch den Ausgleich rein, wobei er natürlich völlig verdient war und eine gerechte Punkteteilung ermöglichte. Nur dass eben gerade der 10er, der größtenteils Mist spielte und dann völlig hacke nach Spielschluss auf den Schiedsrichter zu rannte und in grundlos vollmaulte und von seinen Mitspielern nur mit Mühe zurückgehalten werden konnte, den Ausgleich schoss, war schade.

Alles in allem fehlte es aber heute in keinem einzigen Spiel an Spannung, Torszenen und Emotionen! Das war ein wirklich gelungener Samstag!
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Statistik:
Grounds: 667 (heute 1 neuer; diese Saison: 73 neue)
Sportveranstaltungen: 1.410 (heute 2, diese Saison: 96)
Tageskilometer: 110 (60 Auto, 50 Fahrrad)
Saisonkilometer: 13.560 (11.670 Auto/ 1.880 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 277

Samstag, 1. Oktober 2011

W270II: 14 Tore in 40 Minuten + wieder klare Niederlage für Borau II + Krauschwitz dreht Spiel kurz vor Schluss

TSV Leuna 1919 F 1:13 SV Merseburg-Meuschau F
Datum: Samstag, 1. Oktober 2011 – Anstoß: 10.30
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Saalekreis F-Junioren, Staffel 2
Ergebnis: 1:13 nach 40 Min. (20/20) – Halbzeit: 1:5
Tore: 0-1 1. (10), 0-2 5. (11), 0-3 8. (11), 0-4 13. (10), 0-5 15. (8), 1-5 19. (6), 1-6 26. (10), 1-7 28. (10), 1-8 29. (3), 1-9 30. (3), 1-10 32. (3), 1-11 33. (8), 1-12 35. (10), 1:13 37. (7)
Freundschafts-Neunmeterschießen: 8-6 (nach 12-12 Schützen)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 20 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 60 (darunter ca. 25 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes und sehr einseitiges Spiel: die ältere und erfahrenere Meuschauer Mannschaft besiegte Leuna sehr hoch – der TSV schenkte ihnen aber wenigstens einen Ehrentreffer ein)

FSV Blau-Weiß Borau II 0:5
SV Hohenmölsen II/ SV Großgrimma III
Datum: Samstag, 1. Oktober 2011 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgendlandkreis, Staffel 3 (11. und unterste Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 0:5 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0:2
Tore: 0-1 15. (6), 0-2 30. (10, Handelfmeter), 0-3 53. (4), 0-4 55. (11), 0-5 64. (10)
Verwarnungen: Nr. 11 (HHM/ Ggr.)
Platzverweise: keine
Spielort: H.-Patzschke-Sportplatz (Kap. 1.030, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (darunter ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel, das in der zweiten Hälfte ziemlich deutlich zugunsten der Gäste ausfiel)

SV Krauschwitz 3:1 FC Markwerben II
Datum: Samstag, 1. Oktober 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgendlandkreis, Staffel 3 (11. und unterste Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 0:1
Tore: 0-1 8. (11), 1-1 52. (9, Handelfmeter), 2-1 81. (8), 3-1 82. (15)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Krauschwitz (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 50 (darunter ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittsspiel, das lange zugunsten der schwächeren Mannschaft verlief, aber mit einem verdienten Sieg für die bessere endete)
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Photos and English version:

Am diesem sonnigen Herbstmorgen fanden wir uns zu dritt unter knapp 60 Eltern und Freunden der F-Junioren vom TSV Leuna und SV Meuschau auf der Sportstätte der Jugend ein. Besonders Leuna macht mit ihrer F-Jugend dem Namen der Sportstätte alle Ehre: es gibt nur wenige Mannschaften im Spielbetrieb, die so junge Spieler wie der TSV haben. Mit einem Sieg und einer Niederlage sind sie klarer Außenseiter gegen die länger im Spielbetrieb aktiven Meuschauer, die mit einer eindrucksvollen Bilanz von 26:0 Toren und 9 Punkten aus drei Spielen glänzen. Allerdings haben sie viel mehr 7- und 8jährige im Team als Leuna, die auch Spieler der sogenannten Bambini-Altersklasse – habe ich eigentlich mal erwähnt, wie bescheuert diese Bezeichnung auf einen Italiener wirkt? – in der Mannschaft haben.

Die körperlichen und spielerischen Vorteile der Meuschauer waren auch schon nach 15 Sekunden zu sehen: ein Gästespieler setzte sich gekonnt durch und feuerte den Ball über den Leunaer Torwart ab ins Netz. Nach und nach überliefen die Meuschauer die Leunaer Abwehr immer wieder – da konnte der Torwart oftmals auch nichts mehr machen, wenn da drei vorm Kasten auftauchten und den Ball über die Linie drückten – und kamen so zu einer 0:5 Führung. Kurz vor der Pause gelang es einem Leunaer mit einem schönen Schuss in den kurzen Winkel allerdings, den Meuschauer Torwart zu überwinden. Das war für den das erste Mal nach fast 140 Minuten im Ligaspielbetrieb dieser Saison.

Mit 1:5 ging es in die Pause und durch die in der zweiten Halbzeit stärker sichtbar werdende körperliche Unterlegenheit sowie die höhere Spielerfahrung der Gäste, sollte es für die jüngsten TSV-Mitglieder noch einmal sehr deutlich werden. 1:13 hieß es am Ende, wobei der Treffer zum 1:10 am schönsten war: über den Flügel trieb ein Meuschauer den Ball locker nach vorne und hob ihn aus spitzem Winkel über den Leunaer Torwart hoch ins lange Eck.
So eindrucksvoll das Ergebnis auch war: man sollte nicht vergessen, dass es kein allzu großes Kunststück ist, mit einer F-Junioren- (und bald E-Junioren-) Mannschaft, die im Durchschnitt anderthalb Jahre älter und somit deutlich erfahrener, geübter und körperlich stärker ist, gegen eine F-Jugend-Mannschaft, die mehrere G-Jugendliche („Bambini“) in der Elf – äh: vielmehr Acht – hat, zweistellig zu gewinnen. Möglicherweise ist die erste richtige Probe für die Meuschauer Mannschaft erst ein Spiel gegen eine E-Jugend. Mal sehen, ob sie gegen eine Mannschaft mit im Schnitt 6 Monate älteren Spielern auch gewinnen...
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Nach diesem flotten Jugendspiel setzten wir die Ground-Sammelei im Burgenlandkreis fort. Heute standen die Sportplätze in Borau und Krauschwitz auf dem Programm. Ersterer ist nach einem gewissen H. Patzschke benannt und ein etwas kahler, mit wenigen Bäumen flankierter und auf drei Seiten von ganz niedrigen Graswällen und Äckern umgebener Dorffußballplatz der langweiligeren Sorte. Letzterer ist einer der sehenswerteren Sorte, mit Bachlauf und massiven Bäumen am Spielfeldrand, einer Pferdekoppel hinter dem einen Tor und auch einer überdachten Terrasse auf der man die für 1,50€ angebotenen Roster und für 2€ verkauften Steaks essen kann. Das Spanferkel, was sich hinter der Terrasse drehte, war leider für die Kindergartenfete auf dem Nachbargrundstück... Eintritt wurde bei all den Spielen nicht erhoben.

Borau II ist wie immer weit hinten in der Tabelle zu finden, aber immerhin haben sie schon einmal gewonnen in dieser Saison. Der Gegner hat auch nur einen Punkt mehr auf dem Konto und sich letzte Woche ein 0:0 erdreistet – das erste 0:0 in dieser Staffel nach 5 Spieltagen (mit insgesamt 30 Spielen), in denen im Durchschnitt 6,8 Tore pro Partie fielen...

Heute wurde es erheblich torreicher für die Gäste, doch den Torschnitt drückten sie trotzdem nach unten. Zwar zappelte bereits nach 15 Minuten das Leder nach einer Flanke auf die ein Kopfball folgte im Netz, aber erst nach einer halben Stunde erhöhte der Gast auf 0:2, wobei ich den Grund für den Elfer wegen Unaufmerksamkeit nicht erkannt habe: soll Handspiel gewesen sein. Schlecht geschossen war der Elfer auch, aber noch schlechter reagiert vom Schlussmann.
In der zweiten Hälfte legte Hohenmölsen/ Großgrimma ganz schön nach, doch nach drei weiteren, teils wirklich schön direkt nach weiten Hereingaben abgenommenen Toren, sollte kein weiterer Treffer mehr fallen. Die wenigen Chancen die sich der Gastgeber erspielte, wurden meist kläglich vergeben oder vom sicheren Gästetorwart entschärft.
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Beim letzten Spiel an diesem Tag sollte ein eher überraschender Sieg für den Heimverein herausspringen. Dem SV Krauschwitz dürfte nach der 0:6 Niederlage in Nessa zwar langsam klar sein, dass es mit Aufstieg nicht weit her sein kann – auch wenn man noch nicht hat abreißen lassen an der Spitzengruppe, zu der Nessa II, Keutzschen, Goseck und auch der heutige Gegner Markwerben II zählen – aber wenn man sieht, wie sie das Spiel drehten und wie schwach Markwerben auftrat, könnte Krauschwitz am Saisonende zumindest nach den drei Mannschaften die ich für die Fähigsten halte – also Nessa II, Keutzschen und Goseck, wobei mir Letztere in dieser Staffel am Liebsten sind und ich ihnen den Aufstieg sehr gönnen würde – eintreffen.

Der Beginn der Partie gehörte allerdings Markwerben II, die auch durch einen Abstimmungsfehler in der Abwehr zum 0:1 einschießen konnten. Bis zur Pause hatten die Gastgeber zwar massig Chancen aber leider nicht einen Treffer zu verzeichnen. Das sollte sich in der zweiten Hälfte so lange fortsetzen, bis der schwache Schiedsrichter in der 52. einen lächerlichen Handelfmeter verhängte. In Anbetracht der Tatsache, dass Krauschwitz deutlich aktiver, (bei allen ligatypischen Fehlern) attraktiver und (alles in allem einfach nur) besser spielte als der Gast aus Markwerben, war die Entscheidung allerdings gar nicht so schlimm. Einer der Krauschwitzer Stürmer verlud den Gästekeeper auch souverän mit einem strammen Schuss ins linke Eck. Erst kurz vor Ende der Partie gelang es den Krauschwitzern mit zwei Toren die Partie siegreich zu gestalten. Nach etlichen vergebenen Chancen für die Heim- und ein paar wenigen vergebenen Chancen für die Gastelf traf ein junger Krauschwitzer schön aus der Drehung heraus ins lange Eck. Kurz darauf köpfte ein anrennender Stürmer dem Torwart den Ball durch die Arme hindurch ins Netz – der Torwart verpasste dem Stürmer in der Laufbewegung zwar noch ne Kelle und beide prallten zusammen, aber da lag von keiner Seite ein Foul vor. Das 3:1 war auch der völlig verdiente Endstand.

Mit den Berichten aus dem Burgenlandkreis geht es erst übernächsten Samstag weiter. Jetzt sind erstmal Leipzig und dann Tschechien gefragt...
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Statistik:
Grounds: 640 (heute 2 neue; diese Saison: 46 neue)
Sportveranstaltungen: 1.371 (heute 3, diese Saison: 57)
Tageskilometer: 90 (80 Auto, 10 Fahrrad)
Saisonkilometer: 9.750 (8.510 Auto/ 1.240 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 90
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 270

Montag, 29. August 2011

W265V: 130 Radkilometer und Tor nach 10 Sekunden

Frauenfußballturnier des SV Benndorf
Datum: Sonntag, 28. August 2011 – Beginn: 10.30
Wettbewerb: Kleinfeldturnier für Freizeitfrauenfußballmannschaften (7 gegen 7 Spieler, 2x10 Minuten, Hin- und Rückspiel)
Sieger: wird nachgetragen
Bemerkungen: -
Spielort: Sportplatz Benndorf (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (+ 20 Aktive)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (Unterstes sportliches Niveau, aber was soll man bei so einem Turnier auch erwarten? Einstellung und Spaß stimmten bei den Teams jedenfalls!)

FSV Grün-Gelb Osterfeld 2:1 FC Markwerben
Datum: Sonntag, 28. August 2011 – Anstoß: 14.10
Wettbewerb: Kreisoberliga Burgenland (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 1:1
Tore: 1-0 1. Sebastian Pfitzner, 1-1 45. Christian Weber, 2-1 85. Dominique Fries
Verwarnungen: Christoph Hentschel, Michael Weikert (Osterfeld); Maik Ebisch (FCM)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz am Schützenplatz (Kap. 1.050, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 120 (davon zahlende: 76, Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Furioser Start, danach gutes Mittelmaß)
Photos and English version:
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Wir hatten eher zugfällig am vorletzten Freitag von der Ansetzung eines Frauenfreizeitfußballturniers in Benndorf (Lanitz-Hasseltal) erfahren, sodass wir nicht (wie zuerst geplant) gegen 11 Uhr losfuhren, sondern uns schon um 7 Uhr auf die Räder schwangen. So ein Umweg durch so schöne Landschaften und über so herrliche Strecken wie von Naumburg-Roßbach und -Weinberge nach Möllern und Burghäßler gen Punschrau nahmen wir gerne in Kauf, zumal wir einen weiteren der „Zusatz-Grounds“ in meiner Liste der Sportanlagen des Burgenlandkreises abhaken konnten: Benndorf. Im Bereich Lanitz-Hasseltal und Naumburg gibt es ja recht rege Freizeitfußballszenen (besonders die Mannschaften aus Hassenhausen müssen hier hervorgehoben werden) zu der auch der SV Benndorf gehört. Auf einem kleinen, von Hecken, Maisfeldern und Bäumen umgebenen, sehr gepflegten Platz mit vier kleinen Flutlichtmasten (!) und in der Nähe der Kirche gelegenen Kleinfeldplatz spielt der SV Benndorf regelmäßig Turniere.

Heute waren vier Frauenmannschaften, die nicht am geregelten Spielbetrieb teilnehmen, zusammengekommen, um einen Pokal zu kämpfen. Dabei traten gegen die Heimmannschaft die Füchse aus Hassenhausen und die beiden thüringischen Vertreter vom SV Thalbürgel und dem VfB Steudnitz (deren Platz herrlich unterhalb der Dornburger Schlösser liegt) an. Wir kamen – da wir uns in der Zeit doch etwas verschätzt hatten und den Gegenwind nicht erwartet hatten – kurz nach Beginn des Eröffnungsspiels zwischen Benndorf und Thalbürgel an. Benndorf war schon in Führung gegangen und geriet aber zunehmend unter Druck. Die Thüringerinnen waren seit unserem Aufkreuzen besser und erzielten noch ein Tor zum 1:1 Endstand. Beim zweiten Spiel also jenem zwischen Hassenhausen und Steudnitz, gingen die Thüringerinnen zuerst in Führung und die Damen aus dem Süden Sachsen-Anhalts brauchten bis zur Schlussminute um ihren einzigen guten Torschuss abzufeuern (die anderen Versuche waren kläglich bis grauenhaft, aber das 1:1 war gut gemacht). Schließlich guckten wir noch Steudnitz gegen Thalbürgel, wobei auch das „Thüringenderby“ 1:1 endete. Thalbürgel war erst in der 13. in Führung gegangen und in der 19. – also eine Minute vor dem Abpfiff – glich Steudnitz aus.

Noch schnell eine der guten Roster in der zweiten Halbzeit des thüringischen Duells gegessen und dann weiter nach Osterfeld. Nicht dass das Turnier so grauenhaft gewesen wäre, aber mehr als mal kurz reingucken hatten wir in Anbetracht der Paarungen in der Kreisoberliga der Männer nicht geplant. So machten wir uns durch schöne Gegenden wie Bad Kösen und seine südlichen Nachbardörfer gen Osterfeld auf. Bergauf mit oft unter 10km/h, bergab mit bis zu 60 km/h. Dass man in manchen Dörfern sogar mit dem Fahrrad geblitzt wird, ist aber auch ein Ding...
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Auch Osterfeld ist eine ganz nette Ansiedlung, da sie sich in sehr bergiger Lage befindet. Eine als Grundschule genutzte Burganlage mit Wehrturm, eine historistisch überformte (oder Neogotik oder so) Kirche und ein ganz netter zentraler Platz unten im Tal sind die Sehenswürdigkeiten Osterfelds. Die Sportanlage ist auch ein bisschen sehenswert. Recht dicht von Bäumen und Gestrüpp umstanden, ein Graswall hinter dem einen Tor, offene Felder brechen steil an der einen Längsseite hinter den Pappeln ab, ein langes Sozialgebäude mit Kabinen – davor ein paar Bänke auf einem ganz niedrigen Graswall – erstreckt sich auf der zweiten Längsseite.

Für sehr anständige Eintrittspreise – Studenten zahlten z.B. nur 1€ – betraten wir die Anlage mehrere Minuten nach geplantem Spielbeginn. Danke an die unparteiischen Sportfreunde Kirchhoff, Lienau und Scholze, dass sie genauso verspätet waren! So verpassten wir den genialen Osterfelder Spielzug nicht, mit dem sie das 1:0 erzielten: vom Anstoß weg den Ball nach vorne, ein langer Pass in den Strafraum und ein Kopfball am Fünfer – hoch ins kurze Eck! Es waren nicht einmal ganz 10 Sekunden gespielt!
Bis zur 25. Minute war es wirklich ein sehr offensives Spiel, das von Osterfeld bestimmt wurde, doch danach kam Markwerben mehr ins Spiel, was es nur unwesentlich langsamer machte. In der letzten Minute vor der Pause fiel dann der Ausgleich mit einem Schuss halbhoch ins Eck.

Beide Mannschaften waren ja mit Unentschieden gestartet: Markwerben mit einem 2:2 gegen Freyburg und Osterfeld sogar mit einem 3:3 bei Motor Zeitz. So schien es in der zweiten Halbzeit auch lange Zeit weiterzugehen, da die Zahl der Chancen nun geringer und das Spiel zwar nicht langweilig aber doch nicht mehr spektakulär war. Am Spektakulärsten war noch ein aberkanntes Tor, als der 7er von Osterfeld den Ball mit der Hand aus Nahdistanz einstieß und sich dabei auch noch verletzte. Aber beim 1:1 blieb es dann doch nicht: Ein Schuss aus nicht mal einem halben Meter Entfernung nach einem Gewühl nach einer Standardsituation entschied das Spiel zugunsten der Hausherren. Schiri und Assistent lagen übrigens auch hier wieder richtig: das war kein Abseits, wie einige Markwerbener meinten!
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Statistik:
Grounds: 620 (heute 2 neue; diese Saison: 26 neue)
Sportveranstaltungen: 1.346 (heute 2, diese Saison: 32)
Tageskilometer: 130 (130 Rad)
Saisonkilometer: 3.890 (3.050 Auto/ 840 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 64
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 265