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Donnerstag, 21. August 2014

W421I: Interessantes Internationales Spiel vor Peinlicher Kulisse

Universitätssportverein Halle ........................... 27
Gandbol‘niyy Klub Zsariya Kaspiya Astrakhan‘
Гандбольный клуб Заря Каспия Астрахань 30
- Datum: Mittwoch, 20. August 2014 – Anwurf: 19.00
- Wettbewerb: Internationales Handballtestspiel; sogenannte „Mittel”deutsche Oberliga (4. deutsche Handballliga, 1. Amateurliga) gegen Superliga (Cуперлига; 1. russische Handballliga, Profiliga)
- Ergebnis: 27-30 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 16-17
- Tore: k.A. (USV); Ustin 7, Kantemirov 5, Vasilyev 4, Zaikin 4, Polyakov 3, Predybailov 3, Dershenkov 2, Kudinov 1, Parshutyn 1 (Astrakhan)
- Gelbe Karten: Nr. 13, 26 (USV); Nr. 4, 7, 28 (Astrakhan)
- Zeitstrafen: Nr. 5 (USV = 2 Minuten); Nr. 4, 7, 10, 28 (Astrakhan = 8 Minuten)
- Rote Karten: keine
- Spielort: Geiseltalhalle St. Barbara (Braunsbedra; Kap. 350 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 65 (davon 41 zahlende und keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr gutes und erfreulich offenes Handballspiel)
  
Photos with English Commentary:
International Friendly Match in Braunsbedra: USV Halle (German Amateur Handball Top Division) v Zarya Kaspiya Astrakhan (Russian Professional Handball Top Division)

Als ich letzthin noch den alten Dacia im Ford-Autohaus Leuna verkaufsbereit machen ließ (mit einem halb abgerissenen Spiegel kann man zwar fahren, aber beim Verkaufen macht das keinen guten Eindruck), fiel mir die Mitteldeutsche Zeitung in die Hände. Da stand mal was Interessantes drin: eine internationale Handballansetzung in der St. Barbara-Halle in Braunsbedra. Das letzte Mal, dass ich dort ein Handballspiel sah, ist Jahre her und es war auch ein ganz schlechtes, diesmal war zumindest einseitiger Spitzensport garantiert.

Das Startrecht in der sogenannten „Mittel“deutschen Oberliga des ehemaligen Drittligisten und mittlerweile völlig herabgewirtschafteten HC Einheit Halle ging nach einer Fusion oder ähnlichem an den Universitätssportverein über. Für das internationale Freundschaftsspiel des in Dessau zu einem Trainingslager anwesenden russischen Profiteams Zarya Kaspiya (Morgenröte des Kaspischen Meeres) aus Astrakhan, einer Stadt, die logischerweise bei dem Namen am Roten Meer liegt, mussten sie aufgrund der Hallenbelegung nach Braunsbedra ausweichen. Penetrant wurde der Gastverein noch mit dem alten Namen „Dinamo“ angekündigt. Aber angekündigt wurde ohnehin fast nichts: völlig unprofessionell gehandhabt, aber dann 3. Liga-Preise von 8€ pro Karte verlangen und dann nicht mal die Mühe gemacht, Karten aus einem stinknormalen Drucker auszudrucken, sondern eine Rolle mit hässlichen Abrisskarten mitbringen! Den ganzen Umständen (nicht ein Plakat in dem Dreckskaff ausgehängt) entsprechend, war eine peinliche und lächerliche Kulisse von nur 40 bis 65 Zuschauern zugegen.

Die Umstände waren zwar Niveau Kreisliga, aber das Spiel dafür locker auf dem Level der 3. Liga. Überraschend war nur, dass die Vollprofis aus Astrakhan eine so schwache Abwehr hatten, dass der USV ständig durch die Verteidigung brechen und treffen konnte. Beide Teams waren weitestgehend gleichwertig – einzig auffällig war, dass die russischen Kreisläufer wuchtigere und genauere Würfe abfeuerten. In der Abwehr war Halle aber eher stärker als Astrakhan, die sich teilweise Fehlabspiele am eigenen Kreis leisteten. Nach einem offenen Schlagabtausch in Hälfte eins, verteidigten beide Teams nach dem Seitenwechsel phasenweise besser. Dadurch sank die Torquote, doch der Attraktivität des Spiels tat das keinen Abbruch. Auch in der zweiten Halbzeit führte Astrakhan nie mit mehr als fünf Toren, am Ende war das 27:30 für den USV eine wirklich respektable Leistung. Zarya Kaspiya schien etwas überspielt, wenn die 1. russische Liga sich nicht ohnehin nur auf dem Niveau der 3. deutschen Liga befindet.  
Statistik:
- Grounds: 1.165 (heute 0 neue; diese Saison: 11 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.132 (heute 1; diese Saison: 20)
- Tageskilometer: 40 (40km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 3.410 (3.060 Auto/ 350 Fahrrad/ 0 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 112 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 421

Freitag, 16. Mai 2014

W407I: Erste Saisonniederlage für TSV-Altherren

Sportverein Braunsbedra AH ...................................... 3
TSV Leuna 1919 AH ..................................................... 1
- Datum: Freitag, 16. Mai 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 3-1 nach 73 Min. (37/36) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 9. Mario Melchior, 1-1 30. Nr. 7, 2-1 53. Nr. 15, 3-1 57. Nr. 7 (Foulelfmeter)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens Braunsbedra, Platz 2 (Kap. 650 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Spiel, das Leuna durch die schlechte Chancenverwertung verloren geben musste)  
Photos with English Commentary:
Veterans Football: SV Braunsbedra defeat TSV Leuna (including pictures of Bedra Palace and all sporting venues in Braunsbedra)

Dass ich mit den Alten Herren des TSV Leuna mal einen neuen Ground abhaken würde, hätte ich gar nicht gedacht. Aber wenn der Hauptplatz im Stadion des Friedens vom SV Braunsbedra geschont werden soll, dann hat man noch zwei Ausweichmöglichkeiten. Den für die Zuschauer mit seinen drei Stufen und dem gegenüberliegenden Graswall schöneren, aber für die Spieler unangenehmen Hartplatz (Platz 3) wollte man den Ü40-Kickern nicht andrehen – also wurde das Spiel auf dem viel von Jugendmannschaften genutzten, aber völlig ausbautenlosen und nur von einigen Bäumen flankierten Platz 2 ausgetragen.

Auf diesem Platz habe ich einmal selbst gespielt – das war mit der II. E-Jugend im Jahr 2000 und das Ergebnis war ziemlich scheiße… Zumal ich drei Wochen zuvor noch mit der I. E-Jugend des TSV gegen denselben Gegner 6:1 gewonnen hatte… Heute sollten ein paar weniger Tore fallen, was v.a. an der schwachen Chancenverwertung des TSV Leuna lag!

Beide Teams legten ein gutes Spiel hin, wobei Leuna den besseren Start hatte. Mario Melchior vergab als Mittelstürmer zwei gute Gelegenheiten, doch nach weniger als 10 Minuten umkurvte er den Torwart und schob ins lange Eck ein. Braunsbedra kam ab der 15. mehr ins Spiel und glich Mitte der ersten Hälfte auch durch einen Flachschuss aus.

In der zweiten Hälfte bekam Leuna trotz einer Vielzahl an Chancen keinen Treffer mehr hin, während Braunsbedra aus ein paar Chancen weniger zwei Tore mehr machte. Das 2:1 war allerdings etwas unklar, da der Ball vom Innenpfosten wieder herauszuspringen schien. Das 3:1 war dann ein zurecht verhängter und sicher verwandelter Foulstrafstoß. Mit diesem für Braunsbedra ziemlich glücklichen Ergebnis erlitt Leuna also die erste Niederlage im achten Saisonspiel.  
Statistik:
- Grounds: 1.108 (1 neuer; diese Saison: 137 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.047 (heute 1; diese Saison: 191)
- Tageskilometer: 40 (40km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 56.950 (55.160 Auto/ 1.690 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 20 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 41 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 407

Samstag, 9. Juli 2011

W258II: Turnier in Reichardtswerben und überraschend deutlicher Sieg des TSV Leuna in Braunsbedra

Turnier des LSV Rot-Weiß Reichardtswerben
Datum: Samstag, 9. Juli 2011 – Beginn: 10.00
Wettbewerb: Großfeldturnier (11 gegen 11 Spieler, 1x20 Minuten) zum 50jährigen Vereinsbestehen des LSV Rot-Weiß Reichardtswerben
Sieger: wird nachgetragen
Bestes Spiel: Droyßiger SG 0:2 Grün-Weiß Langendorf (6,5/10)*
Schwächstes Spiel: VfL Roßbach 0:0 FC Markwerben (2,0/10)*
Torschnitt: 1,9 Treffer pro Spiel (19 in 10 Spielen)*
Torreichstes Spiel: Droyßiger SG 2:2 WFV Schwarz-Gelb (6,0/10)*
Torärmstes Spiel: VfL Roßbach 0:0 FC Markwerben (2,0/10)*
* Eröffnungsspiel bis erstes Halbfinale
Austragungsort: Sportplatz Reichardtswerben (Kap. 1.100 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 Fans + bis zu 100 Aktive
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Kein richtig gutes Spiel dabei, ziemlich wenig Sehenswertes auf dem Feld: da bin ich im Burgenland weit höheres Niveau gewohnt)

SV Braunsbedra 2:5 TSV Leuna 1919
Datum: Samstag, 9. Juli 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Landesliga (7. Liga, 2. Amateurliga) gegen Landesklasse (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 2:5 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1:4
Tore: 0-1 6. Kevin Degner, 0-2 14. Kevin Degner, 0-3 17. Toni Feist, 0-4 42. Toni Feist, 1-4 45. (Nr. 11), 2-4 75. (Nr. 13), 2-5 83. (Eigentor)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 30 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Nach überragender Leunaer Leistung in Halbzeit 1, musste in 2. Hälfte ein Gang zurückgeschaltet werden: kaum war Braunsbedra am Drücker, wurde das Spiel unattraktiver)
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Photos and English version:

Diesmal kann ich dem Leser nur relativ wenige Fotos dieser beiden Sportveranstaltungen zeigen, da die Kameraakkus doch nicht so aufgeladen waren, wie erwartet. Einen ausführlichen Bericht gibt es trotzdem, auch wenn das Fußballturnier zum Vereinsjubiläum des LSV Rot-Weiß Reichardtswerben keinen besonders ausführlichen Report verdient hat – das packende Testspiel zwischen Braunsbedra und Leuna natürlich umso mehr!

Ab kurz nach 10 standen sich jedenfalls sieben Mannschaften aus Kreisoberliga, Kreisliga und Kreisklasse (bis auf Roßbach aus dem Saalekreis waren alle aus dem Burgenlandkreis) auf dem Sportplatz von Reichardtswerben, der nicht so uninteressant aber auch nicht wirklich herausragend ist – die offenen Felder auf der einen und hohen Bäume auf der anderen Seite bilden die Umgebung, ein Feldweg flankiert das Spielfeld auf der einen und ein kleiner Graswall auf der anderen Seite, und schließlich fallen noch die beiden aufgegebenen Großfeld-Nebenplätze auf, wobei aus dem einen ein Beachhandballplatz gemacht wurde, auf – gegenüber. Beachhandball hätten wir auch gucken können – wäre eine neue Sportart gewesen – aber ein sinnfreier Handballverschnitt (Kleinfeldrasenhandball) in den letzten vier Wochen reicht mir: Volleyball am Strand? OK, da ist mehr Bewegung als in der Halle! Fußball am Strand? Na gut, geht so! Aber Handball auf Sand und dann noch mit den Regelmodifikationen (Volleyballzählweise usw.) ist der Gipfel der Albernheit. Haben die Handballer in der Sommerpause nichts zu tun oder warum müssen sie krampfhaft den anderen Sportfreunden nacheifern?

Die Spiele des Fußballturniers, dass aufgrund einer absagenden Mannschaft leider mit 7 Mannschaften und entsprechend ungünstigen Modus ausgetragen werden musste, die wir gesehen haben, waren erst einmal das Eröffnungsspiel zwischen dem Gastgeber Rot-Weiß Reichardtswerben und dem Weißenfelser FV Schwarz-Gelb. Das war ein typisches Eröffnungsspiel: wenig sehenswert, kaum Torszenen und erst ein Elfmeter muss das Spiel entscheiden.
Großkorbetha traf dann auf den FC Markwerben und brauchte eine Weile ehe sie den Führungstreffer erzielten. Die Markwerbener glichen dann eine knappe Minute vor Abpfiff aus.
Droyßig geriet gegen Langendorf schnell in Rückstand. Der Turnierfavorit setzte dann später mit einem Konter den entscheidenden Treffer drauf.
Großkorbetha verlor dann gegen den zwei Klassen niedriger spielenden VfL Roßbach mit 0-2: ein Treffer nach knapp 2 Minuten machte den Anfang, in der 14. legte der Außenseiter nach.
Reichardtswerben wurde dann von Droyßig kräftig auseinandergenommen.
Langendorf tat sich gegen Schwarz-Gelb Weißenfels sehr schwer, aber erzielte wenigstens einen Treffer – und den nur zwei Minuten vor Abpfiff.
Roßbach gegen Markwerben war dann ein ganz müder und zudem torloser Kick.
Dafür war Langendorf gegen Reichardtswerben erheblich besser: die Grün-Weißen erzielten in der 13. und der 18. zwei Treffer gegen die Rot-Weißen. Wir holten nebenbei eine Terrine Erbsensuppe – mal ganz ordentliche Verpflegung heute!
Droyßig und Schwarz-Gelb lieferten sich einen guten Schlagabtausch, der 2:2 endete.
Das letzte Spiel, das wir sahen, war das erste Halbfinale, dass Langendorf erwartungsgemäß gewann gegen Markwerben: erst senkte sich ein Ball, der vom FCM Torwart unterschätzt wurde, ins Netz - dann ein starker Konter zum 2:0 für Langendorf.

Alle Ergebnisse des Turniers:
Gruppe 1: RW Reichardtswerben 1-0 WFV Schwarz-Gelb
Gruppe 2: TSV Großkorbetha 1-1 FC Markwerben
Gruppe 1: Droyßiger SG 0-2 GW Langendorf
Gruppe 2: TSV Großkorbetha 0-2 VfL Roßbach
Gruppe 1: RW Reichardtswerben 0-3 Droyßiger SG
Gruppe 1: WFV Schwarz-Gelb 0-1 GW Langendorf
Gruppe 2: VfL Roßbach 0-0 FC Markwerben
Gruppe 1: GW Langendorf 2-0 RW Reichardtswerben
Gruppe 1: Droyßiger SG 2-2 WFV Schwarz-Gelb
Halbfinale: GW Langendorf 2-0 FC Markwerben
Halbfinale: VfL Roßbach ?-? Droyßiger SG
Spiel um Platz 5: RW Reichardtswerben ?-? TSV Großkorbetha
Spiel um Platz 3: FC Markwerben ?-? X
Finale: GW Langendorf ?-? Y

Gesamttabelle:
1. wird ergänzt
2. wird ergänzt
3. wird ergänzt
4. wird ergänzt
5. wird ergänzt
6. wird ergänzt
7. Weißenfelser FV Schwarz-Gelb ... 3 (0-1-2) 2:4 1

Alles in Allem ließ die Qualität des Turniers doch zu wünschen übrig – im Burgenlandkreis bin ich bessere Spiele gewohnt.
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Dafür wurde es in Braunsbedra erheblich besser: das Testspiel zwischen dem SV Braunsbedra und TSV Leuna 1919 war wirklich gut und sehenswert. Das möchte aber auch sein, wenn man an der Kasse 3€ entrichten soll, als sei das ein Landesligaspiel. Deutschland ist irgendwie das einzige Land, das mir bisher untergekommen ist, in dem Eintrittspreise zu Testspielen genauso teuer oder sogar noch teurer sind als die zu Ligaspielen.

Eigentlich hatte ja der Gastgeber die Favoritenrolle inne: eine Spielklasse höher, beide Mannschaften hatten im Mittelfeld abgeschlossen und Braunsbedra in der Landesliga sogar auf einem besseren Platz, Leuna ohne auch nur einen einzigen Auswechsler doch der Gastgeber mit sechs Wechselspielern und dann hatte der SVB auch bereits ein Testspiel absolviert, während Leuna erst wenige Trainingseinheiten durchgeführt hatte. Dieses Testspiel hatte der SVB allerdings gegen die Roten Hornochsen aus Leipzig gespielt und 3:12 verloren. Entgegen aller Vorzeichen, lief der Start für den TSV Leuna derart gut, dass man schon auf eine weitere 3:12 Niederlage für den SVB spekulieren konnte.

Die ersatzgeschwächte Landesligaelf legte gleich in der sechsten Minute mit einem Abstaubertor (nach langer Hereingabe) von Kevin Degner vor. Ein Lattenknaller von Carsten Arndt und keine zehn Spielminuten später und schon legte Kevin nach: ein toller Heber aus einiger Entfernung nach schönem Flankenwechsel! Das 3:0 erzielte dann der Ex-Braunsbedraer Toni Feist, der mir bei SVB-Spielen in der Halle schon sehr positiv aufgefallen war und diesen Eindruck heute bestätigen konnte, nach einer chaotischen Strafraumsituation. Kurz vor der Pause legte ebendieser Toni Feist auch sogar noch das 4:0 nach. Der Jubel ob des unverhofft starken und souveränen Spiel der Leunaer wurde bei den Gästefans immer lauter – der Heimanhang konnte nur mit dem Kopf schütteln. Auch der Treffer zum 1:4 der ganz knapp vor der Pause fiel, ließ wohl kaum Hoffnung aufkommen.

Der Leistung des TSV Leuna war in der ersten Halbzeit wirklich hervorragend: gegen einen klassenhöheren (ob eingespielt oder nicht: Braunsbedra ist länger wieder im Training als Leuna!) so klar überlegen zu sein ist schon herausragend. Da lief es aber auch auf allen Position gut: ob Kevin Degner, Toni Feist und Nino Hammerschmidt vorne oder der A-Jugendliche Neuzugang David Weise – ob Routinier Carsten Arndt oder Michael Schulze – und ganz zu schweigen vom neuen Mann zwischen den Pfosten: Patrick Lenzen kenne ich noch aus meinen Zeiten als Jugendspieler beim TSV als starken Torhüter – und heute bewies er (zurückgekehrt von der IMO) seine Klasse mit schnellen Reaktionen und sicherer Strafraumbeherrschung. Für den zweiten Treffer der Braunsbedraer konnte er nichts: das war halt mal eine von vielleicht zwei, drei Situationen in denen die TSV-Abwehr zu ungeordnet unterwegs war. Schließlich war es auch ein noch viel gröberer Fehler in der Braunsbedraer Abwehr, der die absolute Entscheidung brachte: ehe Nino Hammerschmidt die Flanke in den Strafraum mit einem Torabschluss verwerten konnte, rutschte ein Braunsbedraer hinein und beförderte den Ball ins eigene Tor.

Während also die SVB-Spieler nach dieser Leistung alles andere als begeistert sein können – bei allem Druck und allen tollen Offensivaktionen der Leunaer, aber eine Landesligaabwehr müsste eigentlich stärker sein; ganz zu schweigen von manchen vielsagenden Fouls, die auch ein, zwei gelbe Karten hätten nach sich ziehen müssen – können die heute wieder von 30, 35 Fans unterstützten Leunaer wirklich zufrieden sein: wirklich sehr starke Offensivarbeit, über weite Strecken starke Abwehrleistung mit durchweg starkem Torwart - zudem diszipliniert und attraktiv gespielt! Dass das Spiel in der zweiten Hälfte nicht mehr so gut wie in der ersten war, lag ausschließlich am Gastgeber, dem Leuna aufgrund der dünnen Besetzung sinnvollerweise mehr Platz lassen musste: mit 11 Mann ohne Auswechsler kann man gegen 11 + 6 Mann halt nicht 90 Minuten durchpreschen. Also: weiter so Leuna!!
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Statistik:
Grounds: 588 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 137 neue)
Sportveranstaltungen: 1.309 (heute zwei, diese Saison: 197)
Tageskilometer: 40 (40 Fahrrad)
Saisonkilometer: 43.630 (21.990 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.660 Bahn, Bus, Tram/ 4.970 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 39
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 258

Dienstag, 10. August 2010

W211: Großkayna

Übrigens: Dieser Post gehört zu W211: W211: Saisonbeginn der Amateure.

* * * * *

Es dauert nicht viel mehr als eine halbe Stunde, bis man mit dem Fahrrad von Merseburg nach Großkayna (je nach Route 10-15km) gefunden hat. Dort gibt es keine wirklichen Sehenswürdigkeiten. Der Ort ist ein Ortsteil von Braunsbedra, was ein nicht minder unattraktiver Ort ist. Umrahmt wird Großkayna von zwei Tagebauseen, die derzeit touristisch erschlossen werden. Einziges auffälliges Gebäude in einer Anzahl von wenigen hundert Ein- und Mehrfamilienhäuser ist eine Kirche, dessen Baujahr irgendwo zwischen 1910 und 1960 liegen muss. Das Kreuz sieht mehr wie eine Fernsehantenne aus, als alles andere. Der Friedhof liegt wenige hundert Meter hinter der Kirche und hat einen auffälligen, freistehenden Glockenturm zu bieten. Neben dem Friedhof liegt der Fußballplatz.

Den dort ansässigen Verein hat man quasi zu Grabe getragen. Überraschend zogen sie sich vom Spielbetrieb zurück, obwohl sie in der Vorsaison sogar noch zwei Männermannschaften hatten. Die erste wurde von der Kreisoberliga in die Kreisliga und letzte Saison gar in die 1. Kreisklasse durchgereicht. Die zweite Mannschaft verlor die meisten Spiele in der 2. Kreisklasse. Der Sportplatz Großkayna wird derzeit wohl nur von der neugegründeten III. Mannschaft des SV Braunsbedra (3. Kreisklasse, Staffel 1) bespielt. Da Braunsbedra der nächstgelegene Verein ist, wäre es nur logisch, dass die Spieler von Großkayna zu Braunsbedra gewechselt sind. Warum man keine Spielgemeinschaft bilden kann (wie z.B. Hohenmölsen II/ Jaucha II), sondern die Mannschaft gleich in den SV Braunsbedra eingliedern muss, ist mir ein Rätsel.

Da ich am 5.4.2003 bereits den Ground "Sportplatz Großkayna" gemacht habe (Großkayna besiegte Weißenschirmbach mit 4:3 in einem wirklich guten Spiel), dort aber nur analog Fotos mit einer billigen Dreckskamera aufgenommen habe, bin ich einfach mal so zu dem Platz gefahren. Vielleicht suche ich auch noch ein Spiel der III. Mannschaft des SVB auf, aber ich habe eigentlich nur die schlechten Analogaufnahmen mit guten Digitalaufnahmen der Sportanlage ergänzen wollen - der angestammte Verein spielt ja auch nicht mehr auf der Anlage und dieser Ground war auch schon lange abgehakt in meiner Liste. Nur das Zeichen für „Fotos gemacht“ fehlte.

Zum Sportplatz Großkayna kann ich eigentlich nur anmerken, dass die Anlage mein Lieblingsort in dem Dorf ist. Wenige Meter oberhalb des einen Sees gelegen, umgeben von Bäumen und ein paar Häusern, ordentlicher Rasen, ein Graswall auf einer Seite, auf dem sich auch zwischen den beiden Trainerbänken ein paar mit Holzbuhnen gefertigte Stufen befinden. Der Graswall ist zum Zugucken auf dem Hauptplatz sehr gut geeignet. Insgesamt hat die Anlage eine Kapazität von etwa 1.200 Stehplätzen. Auf dem Nebenplatz hat man stets zwei bis drei Tore mit Netz stehen, auf die man bolzen kann. Der SV Großkayna hat nie ein Schild aufgestellt, dass das Betreten des oder Bolzen auf dem Neben- oder auch Hauptplatz untersagt. Der daneben befindliche Basketballplatz ist auch sehr gut und sogar mit einer kleinen Tribüne versehen.

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Tribüne Sportplatz Großkayna.
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Blick vom Spielfeld auf Tribüne und Spielerbänke.
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Blick von der Tribüne auf's Spielfeld.

Freitag, 30. April 2010

W195I: Und nun zur Abwechslung mal eine Niederlage

SV Braunsbedra AH 6:2 TSV Leuna 1919 AH
Freitag, 23. April 2010 – Anstoß 17.50
Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 6:2 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit 1:1
Tore: 0:1 17. Harnisch, 1:1 28. Nr. 10, 2:1 41. Nr. 11, 3:1 44. Nr. 12, 4:1 50. Nr. 12, 4:2 59. Witzel, 5:2 60. Nr. 7, 6:2 69. Nr. 11
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze, davon 1.000 überdacht)
Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 8,0/10 (Sehr gutes Altherrenspiel zwischen einer sehr guten und einer guten Mannschaft)
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Photos and English Version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157623834558573/detail/

Da der Schiedsrichter zehn Minuten früher anpfiff (ist der zu blöd die Uhr abzulesen, oder was?!) verpassten wir fast eine Viertelstunde des Spiels im Braunsbedraer Stadion des Friedens. Wir kamen gerade rein, da erzielte Braunsbedra mit drei Torschüssen in 15 Sekunden fast das 1:0, während im Gegenzug Mario Melchior eine prima Gelegenheit ausließ. Lars Harnisch machte es besser und schoss den Ball herrlich in den Winkel. Doch die Führung hatte nicht lange Bestand, was in Anbetracht des enormen Drucks aufs Leunaer Tor auch gerechtfertigt war.

Nach der Pause fing Leuna gut aber ohne Torerfolg an – und der erste Angriff von Braunsbedra landete dafür gleich im Netz. Die wirklich auffällig agilen, technischen starken und im Angriff durchsetzungsfähigen Gastgeber konnten in der Folgezeit noch mehrfach treffen. Den nicht viel schwächeren Leunaern gelang noch durch Ingo Witzel ein zweiter Treffer. Auch wenn das Ergebnis von 6:2 sehr deutlich war: Leuna war nicht schwach, nur Braunsbedra ausgesprochen gut! Letzte Saison hatte Leuna allerdings knapp gewonnen, also sollte man mal das Rückspiel abwarten.
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Statistik:
Ground Nr. 414 (kein neuer Ground; diese Saison: 83 neue)
Sportveranstaltung Nr. 986 (diese Saison: 128)
Tageskilometer: 40 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 32.120 (20.600 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 2.950 Bus, Bahn, Tram/ 2.570 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 70
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 195

Montag, 1. September 2008

Merseburg - Braunsbedra

WE109 III: The third amateur match - and unfortunately the third flop.

SV Merseburg 99 2:2 SV Braunsbedra

Sunday, 31st August 2008 - kick-off time 14.00
Landesliga Süd (7th level, 3rd amateur division)
Result: 2:2 after 93 min. (45/45+3) - Halftime 2:1
Goals: 1-0 3rd Rausch, 1-1 38th Seemann, 2-1 45th Rausch, 2-2 73rd Dratschmidt
Bookings: Merseburg 2, Braunsbedra 1
Sent-offs: None.
Stadium: Stadtstadion Merseburg (cap. 10,000; 34 seated)
Attendance: approx. 200 (50 away fans)
Match quality: 2.5/10 (weak)

Not a new ground (up to now: 243 grounds; this season: 12)
Sporting event No. 651 (this season: 18)
Kilometres that day: 10 (by bike)
Km this season: 6,490 (4,810 car/ 1,210 public transport/ 440 bike)
Number of football matches since the last goalless draw: 70
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 109

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There isn’t much to say about that match despite that it was weak. Although the first time the ball passed the line of the Merseburg goal was in minute 2 when a Braunsbedra player scored after a foul. Consequently, the goal wasn’t counted, but one minute later Merseburg scored regularly. After 38 minutes of a weak match with a slightly better Braunsbedra team, the visiting team equalised. One minute before the break, Merseburg made a good counter and went in front once again with a nice chip over Braunbedras goalkeeper. By the way: their goalkeeper is always an eye catcher in the Landesliga because he is the only African goalkeeper. The 15 other - if you count the substitution goalkeepers too, there are more than 30 - are all Europeans, Germans respectively.
In the second half the match did not became better and there was only one further goal scored. Braunsbedra equalised after 73 minutes with an easy run through the defence of SV Merseburg 99.
There were about 200 fans inside the stadium; only five of them supported their team - SV Braunsbedra - regularly. It was shocking, that no-one of the Merseburg 99 ‘fans’ tried to hold against their opponents.
Something that was even more shocking was the performance of the referees. Their performance was even worse than that of the players. Fussy, absurd and incorrect - over the whole match. An even worse performance than the referees the day before.
The *Arsehole of the Match Award* wins the following person: the coach of Braunsbedra. Always complaining about something - especially disturbing: when one of his players fouled, he used to complain about the behaviour of his fouled opponent - he should have been sent off the coaching zone or maybe even off the stadium area.

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See
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080831%20SV%20Merseburg%2099%202-2%20SV%20Braunsbedra/ for more pictures.