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Mittwoch, 6. März 2024

W3.0166IV: Bahnfahrt nach Bremen – Spannung am Panzenberg, Langeweile in Findorff

Bremer Sport-Verein 1906

1 : 0 (1:0)

FC Teutonia 05 Ottensen

- Datum: Sonntag, 3. März 2024 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Regionalliga Nord (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 101 (48/53) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tor: 1-0 22. Gröger

- Gelbe Karten: Hoxha, Goguaze, Trainer (BSV); Liesegang, Maiolo (Ottensen)

- Rote Karten: Bukusu vom BSV (65. Rot wg. Tätlichkeit)

- Austragungsort: Stadion am Panzenberg (Kap. 5.000, davon 750 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 750 (davon 679 zahlende und ca. 20 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

Eisenbahnersportverein Blau-Weiß Bremen (Ü40)

2 : 0 (1:0)

Sportgemeinschaft 1965 Marßel Bremen (Ü40)

- Datum: Sonntag, 3. März 2024 – Beginn: 12.35
- Wettbewerb: Ü40-Landespokal Bremen Großfeld (2. Kreisklasse Ü40 gegen 3. Kreisklasse Ü40; 2. bzw. 3. Spielklasse im Altherren-Großfeldfußball der Altersklasse Ü40, 2x30 Minuten Spielzeit)
- Ergebnis: 2-0 nach 63 (31/32) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tore: 1-0 15. Stanko, 2-0 45. Stanko

- Gelbe Karten: keine

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Bezirkssportanlage Findorff, Hockeyplatz / Kunstrasen 2 (Kap. 100 Stehplätze zzgl. 500 Stehplätze hinterm Zaun)
- Zuschauer: ca. 9 (davon 5 Heimfans und 3 Gäste)
- Spielbewertung: 2,0/10

Bremen

Photos with English commentary:

a) 4th Division: Bremer SV vs. Teutonia Ottensen

b) Veterans Cup: ESV Blau-Weiß vs. Marßel

c) Bremen: Walle, Bürgerpark

Am Sonntag gleich noch mal zum Bahnhof und dann via Hannover binnen 3 Stunden nach Bremen gegurkt. Den Tag über sollte ich Glück mit den Zügen haben: maximal 15 Minuten Verspätung, während ein Gegenzug Braunschweig-Hannover mit 55 Minuten Verspätung mehr Verspätung als Fahrzeit hatte, der Zug vor meinem Hannover-Bremen-Zug ausfiel und im Fernverkehr mehrfach Durchsagen wie „heute 80 Minuten später“ kamen...

Mit kurzem Abstecher am Bürgerpark ging es nach Findorff. Dort gibt es eine hässliche Bezirkssportanlage unweit des Fernsehturms. Besonders hässlich sind die zwei Kunstrasenplätze, insbesondere der Hockeyplatz. Bei so einem Altherrenspiel darf man zum Glück innen am Zaun stehen.

Die Partie war aber auch unter aller Sau. Einfach nur schlechter Fußball, was der ESV Blau-Weiß und die SG Marßel da lieferten. Der ESV-Torwart hielt den Kasten sauber – rülpste auch wie ein junger Hüpfer – und sein Gegenüber bekam zwei Tore eingeschenkt. ESV BW damit im Pokalhalbfinale.

ESV Blau-Weiß Bremen Ü40 2:0 SG Marßel Ü40

Anlass der Fahrt war natürlich Spiel 2: Im wirklich schönen Stadion am Panzenberg – Blick zum Fernsehturm, überdachte Steh- und Sitztribüne, Sitze immer nur in den ersten drei oder vier Reihen, steile Stehränge, paar Sitze hinter dem einen Tor, Hochstraße in Blickweite, Häuser direkt an der Gegengerade, Graffiti überall, originelle Anzeigetafel – bekam man für 9€, was unterer Preisbereich für die Liga ist, eine spannende Regionalligapartie geboten. Bremer SV in Abstiegsgefahr, doch die bessere Mannschaft heute gegen Teutonia Ottensen. Der selbsternannte Aufstiegskandidat im freien Fall gen Mittelfeld, in der Winterpause wurde auf Einreichung der 3. Liga-Lizenzunterlagen verzichtet. BSV bestimmte die gesamte erste Hälfte und ging mit einem tollen 20-Meter-Schuss in den Winkel 1:0 in Führung. Es sollte das einzige Tor bleiben, maßgeblich auch, weil sich Bremen selber dezimierte, da ihr Neuner sich völlig bescheuert provozieren lies. Vor allem nach diesem Platzverweis drehte der Schiri aus Osnabrück aber auch hohl: im Zweifel wurde nur noch zugunsten von Ottensen entschieden, die maßlos lange Nachspielzeit von 6 Minuten wurde auf 8 ausgedehnt und nach einem dunkelgelben Einsteigen eines Ottensener pfiff er einfach ohne jede Strafe ab. Auf der Ebene habe ich schon lange keine derart schlechte und vor allem auffällig einseitige Schiedsrichterleistung mehr gesehen.

Ein Besuch beim Bremer SV lohnt übrigens nicht nur wegen des Stadions. Das Publikum ist schon sehr originell: manche Alte holen bei Eckstößen noch den Schlüsselbund raus (wegen Schlüsselszene). Alternative und linkes Studenten-/ Bürger- und Arbeitertum dominieren das Publikum. Entsprechend originell ist die Aufkleber- und Graffitikultur bei denen. Für den deutschen Profi-/Halbprofi-Bereich waren auch sehr viele Migranten im Publikum. Kurios auch, dass man sowohl pro-israelische Anti-Fa-Aufkleber (Israel-Flagge + Rote Flagge) sah, als auch z. B. eine junge Frau, wohl Palästinenserin, mit Kopftuch und Kapuzenpulli „From the River to the Sea, Palestine will be free“, die mit weißen Deutschen zusammen dem Spiel folgte. In ihrer Israelhörigkeit versuchen deutsche Politiker diese Parole unter dem Gesinnungsparagraphen strafbar zu machen. Erste Gerichte haben das schon auf Demos so als verboten bestätigt. Klar muss man sich fragen, was es bringen soll, wenn statt den Israelis nun die Palästinenser das Sagen haben zwischen River (Jordan) und Sea (Mittelmeer) – aber es sollte doch ruhig jeder seinen politischen Dünnschiss im Rahmen der Meinungsfreiheit ablassen. Israelische Propaganda ist ja angeblich ein wichtiger Teil der deutschen Staatsräson,  zu Israel soll man sich – vor allem als Zugewanderter – nun bekennen, als ob das unser 17. Bundesland wäre... Da schadet Gegenrede wirklich nicht! Warum man das aber beim Fußball so plakativ machen muss, zumal ja z. B. kein Gegner, der sich politisch positioniert auf dem Feld stand, ist dann doch schon fragwürdig. Als Groundhopper sehe ich aber positiv, dass man bei so linken Vereinen naturgemäß als „komischer Fremder“ willkommen ist, bei einem Verein mit rechter Szene aber eher beäugt und belästigt wird. Bei linken Vereinen hatte ich als Ortsfremder nie Probleme, so kann ich einen Besuch beim Bremer SV auch nur empfehlen!

Bremer SV 1:0 Teutonia Ottensen

Statistik:

- Grounds: 3.575 (2 neue; diese Saison: 161 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.031 (2; diese Saison: 210)

- Tourkilometer: 430 (10km Rad und 420km Bahn)

- Saisonkilometer: 87.610 (51.300 Flugzeug/ 30.330 Auto, davon 14.770 Mietwagen/ 2.860 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.490 Fahrrad/ 180 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 6 [letzte Serie: 14, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 166 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 25. Juli 2011

W260IV: Die schönere Hansestadt, im Cloppenburger Museumsdorf und späte Tore beim BVC

BV Cloppenburg 1:1 BV Borussia Dortmund II
Datum: Sonntag, 24. Juli 2011 – Beginn: 15.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Oberliga Niedersachsen (5. Liga, 2. Halbprofiliga) gegen Regionalliga West (4. Liga, 1. Halbprofiliga)
Ergebnis: 1:1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:0
Tore: 0-1 78. Kevin Nennhuber (Eigentor), 1-1 88. Rogier Krone
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: sogenannte „TimePartner Arena“ (früher „Arena“ Oldenburger Münsterland, Kap. 5.001, davon 1.080 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 251 (davon ca. 12 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Weitestgehend gutes und schnelles Spiel)
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Photos and English version:

Die beiden Hansestädte Bremen und Hamburg sind ja für viele ein touristisches Ziel, wobei dabei auch die Frage entsteht, welche Stadt eigentlich die schönere ist. Da gibt es natürlich immer weit auseinander gehende Meinungen, aber nach einem weiteren Besuch in Bremen wurde mein Eindruck nur verstärkt: wer was an Hamburg findet, muss echt Geschmacksverirrungen haben. Bremen ist mit seinem Rathaus- und Domplatz mit umliegenden Gebäuden wie dem Schütting, der Böttcherstraße, den Wallanlagen und dem mittelalterlichen Schnoorviertel – also der gesamten Altstadt, die nur wenige Bausünden aufweist – und einiger Außenbezirke wie dem Botanischen Garten mit Rhododendrenpark um so viele Klassen besser als dieses arrogante Dreckloch Hamburg, dass die Frage nach der schöneren der beiden Hansestädte eindeutig ausfallen muss: Bremen.

Von Bremen aus ist man natürlich sofort wieder in Niedersachsen, wobei wegen Fußball Cloppenburg – an sich ein mieses Provinznest – unser Ziel war. Vor dem Spiel schauten wir die einzigen beiden Sehenswürdigkeiten an: das Schloss mit Resten der ehemaligen Burg und das Museumsdorf. Dieses Freilichtmuseum verlangt zwar 6€ (Studenten 3€, Kinder 2€ usw.) Eintritt, aber lohnt sich, da man gut erklärt und rekonstruiert die ländlich-mittelalterliche und -frühneuzeitliche Architektur Norddeutschlands vor sich hat. Nicht so authentisch wie Kumrovec in Kroatien, aber dafür deutlich größer, sind dort dutzende Gebäude zugänglich: von Stallungen und Bauernwohnhäusern, über Windmühlen und einer Schule, bis hin zu einer Kirche und einem Landadelssitz. Die Geldanlage lohnt sich schon, da in Niedersachsen, dass neben Nordrheinwestfalen und Saarland das an sehenswerter Architektur ärmste Bundesland ist, die ländliche Architektur mit Fachwerk und Reetdach am ansehnlichsten ist.
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Erst gestern haben die Cloppenburger ihrem Stadion, das vorher ohnehin mit „Arena Oldenburger Münsterland“ einen ziemlich dämlichen Namen trug, mit einem wirklich völlig hirnverbrannten Namen zugesetzt: „TimePartner Arena“ heißt dieses weitläufige Sportgelände mit dem kurios zusammen gebastelten Stadion jetzt. Immerhin hat das noch regionalen Bezug, da die Sponsorenzusammenarbeit mit der Cloppenburger Niederlassung dieses sogenannten Personaldienstleisters erfolgt. Aber ein viel dümmerer Name hätte kaum für Firma und vor allem Stadion gefunden werden können. Was aber eben wirklich kurios an dem Stadion ist, ist der Punkt, dass die neue „Arena“ stellenweise ein altes Stadion überbaut, dessen Reste auch so stehen gelassen wurden. Der alte Eingangsbereich ist rechts und links von hohen Stehtraversen flankiert, von denen man etliche Meter vom gegenwärtigen Spielfeld weg stehend zugucken könnte (wäre da kein Zaun, der das verbietet). Noch besser natürlich die kleine, alte Tribüne schräg hinter der höheren, breiteren und mit blauen und gelben Sitzschalen bestückten neuen Tribüne. Außer von dieser überdachten Sitztribüne kann man übrigens auch von den drei anderen Spielfeldseiten zugucken, wobei die Stehplätze durch unnötig hohe Zäune und Ballfangnetze eine Zumutung sind. Hinter den Stehrängen befinden sich übrigens mehrere Nebenplätze.

Zum heutigen Testspiel zwischen dem BV Cloppenburg und der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund kamen nur 251 Zuschauer, obwohl der Eintritt erheblich reduziert wurde: statt 10€/ ermäßigt 9€, kosteten die Karten 6€ bzw. 5€. Das war das erste Mal, dass ich in Deutschland erlebe, dass bei einem Vorbereitungsspiel, bei dem Eintritt erhoben wird, der Eintrittspreis unter dem normalen Kartenpreis für Pflichtspiele liegt. Sehr anständig! Dem BV Cloppenburg reichte ein zweiter Platz in der Oberliga nicht ganz zum Aufstieg, die zweite Mannschaft des schwarz-gelben Ruhrpottclubs holte eine Liga höher den 6. Platz. So war ein eigentlich ein relativ ausgeglichenes Spiel mit einem knappen Dortmunder Sieg zu erwarten.
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Das Spiel war von der ersten Minute an fast durchgängig schnell und gut, doch war die Anzahl der Torchancen eher mittelmäßig und der Abschluss schwach. Wie so oft in den Halbprofiligen Regional- und Oberliga: außer verteidigen können die Mannschaften nicht wirklich viel. Was man beiden Kontrahenten heute aber zu gute halten musste: von einem passiven Spiel konnte diesmal nicht die Rede sein. Die geringe Torzahl lag zum einen an der eben starken Abwehr und zum anderen an dem Problem, dass die meisten Spieler zwar technisch gut und weitestgehend sauber am Ball in Aktion waren, doch keine so richtig guten und spektakulären Schüsse abfeuerten. So war es nicht verwunderlich, dass erst 12 Minuten vor Abpfiff ein Eigentor – der Cloppenburger huppte in den eher ungenauen Flankenball des Dortmunders und lenkte ihn gegen die Laufrichtung des eigenen Torwarts ins Netz – einen erlöste. Ein 0:0 war ziemliche nahe gewesen. Die Schlussphase sah noch einmal die beinahe gleichwertigen Gastgeber herankommen, wobei ein starker Flachschuss ins kurze Eck den verdienten Ausgleich für den BVC besorgte. Verdient war er vor allem deshalb, weil Dortmund als Klassenhöherer nur geringfügig mehr Chancen hatte, aber kaum mehr Ballbesitz und nur mehr Fouls auf dem Konto vorweisen konnte. Da hat man dann als Favorit keinen Sieg über den eine Liga tiefer spielenden Gegner verdient.

Nach diesem alles in allem guten Spiel fuhren wir nach Bremen zurück und aßen bei einem zufällig gefundenen persischen Restaurant gut zu Abend. Auch dieser Bericht ist wieder im ETAP entstanden und dank der ebenso schnellen wie kostenfreien Internetverbindung bereits heute im Netz gelandet.
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Statistik:
Grounds: 593 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 142 neue)
Sportveranstaltungen: 1.317 (heute eine, diese Saison: 205)
Tageskilometer: 180 (180 Auto)
Saisonkilometer: 45.230 (23.370 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.660 Bahn, Bus, Tram/ 5.190 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 44
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 260

Sonntag, 1. März 2009

WE135III: Familiäre Atmosphäre beim Radball - und: der MBC mit Startschwierigkeiten

Turnier der Radballoberliga in Mücheln
Sonntag, 1. März 2009 - Erstes Spiel 10.15
Oberliga (3. Liga)
Punkte: Post Magdeburg 9 (4 Spiele), Sangerhausen 9 (3 Sp.), Mücheln II 3 (4 Sp.), Lostau IV 3 (2 Sp.), Lostau II 0 (3 Sp.), Post Magdeburg II n. angetr.
Bestes (und auch torreichstes) Spiel: Sangerhausen 7:6 Magdeburg
Besondere Vorkommnisse: Post SV Magdeburg II nicht angetreten
Sporthalle: Sporthalle am Eptinger Rain (Kap. 100, davon 20 Sitzplätze)
Zuschauer: 10
Spielqualität: 6,0/10 (Ordentlich)
Wir brauchten aufgrund einer Umleitung etwas länger als erwartet und kamen deshalb 15 Minuten nach dem geplanten Turnierbeginn in die Halle. Erst einmal die bekannten Gesichter begrüßen - sprich: jeden zweiten Spieler, Betreuer und Zuschauer - und dann aufatmen, da wir noch gar nichts verpasst hatten. Lostau war etwas später eingetrudelt, da es Probleme mit dem Kleinbus des Teams gab.
Kaum saßen wir auf einer Bank am Spielfeldrand, schon ging auch das erste Spiel los.
Die Zuspätkommer zeigten gegen die lange Zeit der Saison unter ihren Leistungsanforderungen spielenden Sangerhäuser ein gutes Spiel, doch am Ende waren es Pfaffenberger und Rohde, die für Sangerhausen (ehemals Edersleben) einen schönen 7:4 Sieg einfuhren.
Danach kamen unsere Favoriten und Lokalmatadoren, Vater und Sohn, Gerd und Daniel Heimbach für Mücheln II. Mann muss ihnen zu gute halten: sie spielten noch nie zusammen, Gerd hätte schon einmal fast die Karriere beenden müssen und sein Sohn kommt erst an den Sport so richtig ran und zwar mit Spielen in der untersten Spielklasse, der Landesliga, also 5. Liga. Es passierten einfach zu viele Fehler, die von Magdeburg I, die letzte Saison beinahe aufgestiegen wären und auch diese Saison gut liegen: Platz 2, Relegationsplatz, direkt hinter Chemie Zeitz I, die mit 18 Siegen aus 18 Spielen souverän führen. Post Magdeburg gewann 8:3, wobei es eigentlich ein 7:2 war: wieso der Kommissär den Ball zum 2:1 drin gesehen hat, verstehe ich nicht.
Nach 10 minütiger Pause war Mücheln gleich noch einmal dran und die beiden Heimbachs drehten voll auf. Unter anderem war ein wunderbarer Freischlag von Gerd quer übers Feld gesemmelt und in die Ecke des gegnerischen Tores platziert worden. 7:2 Sieg nach einer 3:8 Niederlage: sehr schön!
Das beste Spiel des Turniers sollte nun folgen: Magdeburg gegen Sangerhausen. Es ging hin und her und nie führte jemand mit mehr als einem Tor, obwohl reichlich Tore fielen. Am Ende hatte Sangerhausen die Nase vorn und siegte mit 7:6 in einem, gerade für die Oberliga, die schon merklich im Niveau hinter der 1. Bundesliga zurückhängt, hervorragenden Spiel.
Mücheln II spielte dann im darauf folgenden Spiel wieder nicht so gut, sodass Lostau IV zu einem Sieg kam.
Lostau II kam im darauf folgenden Spiel aber zu keinem Sieg, denn Magdeburg war einfach klar stärker, sodass sie ihren zweiten 8:3 Sieg in diesem Turnier einfuhren.
Dann spielte Sangerhausen gegen Mücheln. In diesem Spiel ging meine Kamera beinahe kaputt. Zumindest wusste ich dann, warum ich beim Radball immer den Gegenlichtfilter, obwohl von den Lichtverhältnissen her meist unnötig, vors Objektiv schraube: ist einfach ein Schutz für letzteres. Als Radballzuschauer lebt man aber ohnehin nicht ungefährlich: die Aggressionen halten sich zwar in Grenzen - solche Vollidioten wie das Duo von Ginsheim-Gustavsburg, die in Zscherben Stress gemacht haben, sind eher die Ausnahme - aber man sitzt fast immer nah dran und bekommt von Zeit zu Zeit Bälle ab oder wird sogar überfahren. Nun ja, ist ja nichts passiert und es war schon sehr höflich, wie mich alle fragten, ob denn irgendwas kaputt gegangen sei. Deswegen war das Spiel sogar kurz unterbrochen... Besagtes Spiel war allerdings auch nicht so der Knaller, da Sangerhausen sich mit ein paar schönen Aktionen unspektakulär den Sieg erspielte. 4:2 am Ende.
Zum Abschluss siegte Magdeburg noch einmal, diesmal gegen Lostau IV und zwar mit 6:2, was ebenfalls ein recht unspektakuläres Spiel war.
Nach diesem letzten Spiel verbrachten wir noch etwas Zeit im Vorraum, wo Gerd uns gleich einmal Bockwürstchen und Apfelwasser spendierte. Das Bier lehnten wir aber dankend ab, was Gerd den Spielern und Zuschauern mit den Worten „so, jetzt können alle mal noch ordentlich einen zischen!“ anbot.
Wir wollten schließlich noch weiterkommen mit dem Rad.

Die Ergebnisse der Spiele:
Lostau II 4:7 Sangerhausen I
Magdeburg I 8:3 Mücheln II
Lostau II 2:7 Mücheln II
Sangerhausen I 7:6 Magdeburg I
Lostau IV 5:3 Mücheln II
Lostau II 3:8 Magdeburg I
Sangerhausen I 4:2 Mücheln II
Lostau IV 2:6 Magdeburg I
Mitteldeutscher BC 89:74 Bremen Roosters
Sonntag, 1. März 2009 - Tip-off 16.30
2. Basketballbundesliga
Ergebnis: 89:74 nach 40 Min. - Drittelstände: 17-24, 26-20, 26-8, 20-22
Scorer MBC: Moore 19, Ides 16, Bernard 16, Gilbert 13, Chavis 11, Cardenas 9, Schmidt 2, Leutloff 2, Krüger 1
Scorer BR: Weddle 28, Freymond 23, Fikiel 8, Sabourin 6, Hakanowitz 6, Njei 3
Platzverweise: keine
Sporthalle: Stadthalle Weißenfels (Kap. 3.000, davon 2.500 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 2.900 (ca. 10 Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)

Wir kamen schon weit vor dem Spiel in Weißenfels an. Da der Grill schon angeschmissen wurde und wir noch Hunger hatten, griffen wir zu Bulette und Steak. Vor der Halle gibt es Essen in hervorragender Qualität. Vom Essen in der Halle kann ich eher abraten.
Wir waren sogar so früh da, dass wir noch das Aufwärmprogramm der Cheerleader mitbekamen. Diese studieren ihre Stücke etwa eineinhalb Stunden vor dem Spiel ein, während die Spieler erst etwa eine Stunde vor Anpfiff die ersten Körbe werfen.
Das Spiel begann schlecht für den MBC: dreieinhalb Minuten lang waren sie ohne Punkterfolg und der Außenseiter, der Mitteldeutsche BC war Tabellenführer und Bremen nur Neunter von 16, führte mit 0:6, kurz vor der Viertelpause lagen sie 4:17 vorne. 13 Punkte Vorsprung sollte allerdings der Höhepunkt sein für die Hähne.
Ab dem zweiten Viertel spielte Weißenfels nämlich gutes Basketball. Bei Pause lagen sie dann nur noch einen Punkt hinten: 42-43.
Nach der Pause langweilte ich mich allerdings dann doch oftmals, obwohl das Spiel gar nicht schlecht war. Aber es war einfach zu durchschnittlich.
Wenigstens zog der MBC uneinholbar davon und siegte am Ende mit 15 Punkten Unterschied 89:74.
Die Stimmung war diesmal übrigens so gut wie seit 1. Bundesliga Zeiten nicht mehr. Zur 1. Bundesliga war zwar noch mehr los und an die Chemnitzer Fans kamen sie auch nicht annähernd heran, doch das Rudel bemühte sich redlich, und ab und an zogen auch mal 50-60% der anderen Fans mit. An der Schalparade (Zitat Hallensprecher: „Verwandelt die ganze Halle in ein Meer aus Schals“) muss man aber noch arbeiten: das war ne Pfütze oder maximal ein Teich. Aber OK: wir hatten ja unseren Schal auch vergessen...
Nach dem Spiel brach übrigens wegen der zahlreich erschienen Fans und auch wegen dem Durchgangsverkehr ein Verkehrschaos aus. Höhepunkt war natürlich ein fast noch handgreiflich gewordener Streit an der Kreuzung zur Bundesstraße zwischen uns und irgendeinem gehirnamputierten Arschgesicht, das meinte, ihm gehöre die ganze Straße.
Statistik:
Ground Nr. 282 (kein neuer Ground; diese Saison: 52 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 760/ 761 (diese Saison: 128)
Tageskilometer: 70 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 18.070, genauer 9.270 Auto/ 2.980 Fahrrad/ 2.960 Flugzeug/ 2.860 Bahn
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 135

Fotos unter:
Radball:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090301a%20Radball-Oberliga%20in%20Muecheln/
Basketball:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090301b%20Mitteldeutscher%20BC%2089-74%20Bremen%20Roosters/