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Freitag, 4. Oktober 2024

W3.0197III: Klarer Sieg für Oschersleben beim Freitagabendspiel der Landesklasse 3

Oscherslebener Sport Club 1990

5 : 1 (4:1)

FSV Drohndorf-Mehringen 1990

- Datum: Freitag, 4. Oktober 2024 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, St. 3 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-1 nach 90 Minuten (45/45) – Halbzeit: 4-1

- Tore: 1-0 17. Krausmann, 1-1 19. Jahn, 2-1 22. Daxha, 3-1 33. Daxha, 4-1 37. Gödecke, 5-1 51. Gödecke

- Verwarnungen: Horlitz (FSV)

- Platzverweise: TW Krüger vom FSV (35. Rot wg. Handspiel außerhalb des Strafraums)

- Austragungsort: Jahnstadion Oschersleben (Kap. 2.250, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 190 (davon ca. 25 Gästefans, 170 zahlende Zuschauer)

- Spielbewertung: 7,0/10

Oscherslebener SC 5:1 FSV Drohndorf-Mehringen

Photos with English commentary:

a) 8th Division: Oschersleben vs. Drohndorf-Mehringen

b) Börde District Sightseeing: Oschersleben town walls

Am Geburtstag meines Vaters besichtigten meine Eltern Weferlingen und Flechtingen, während ich arbeiten ging. Danach trafen wir uns wieder in Weferlingen und fuhren nach Oschersleben. Nach kurzem Gang um die Stadtmauern mit Turm, kehrten wir im „Al Gaucho“ ein. Etwas steriles Ambiente, aber gute Qualität, preislich noch im Rahmen und sehr ungewöhnliche Gerichte wie Krokodil- und Känguru-Steak.

Im Oscherslebener Jahnstadion war ich schon mal, da war das aber noch Naturrasen. Mittlerweile Kunstrasen mit Fangnetzen hinter den Toren, keine Bänke und Stufen mehr auf dem Wall auf der Gegenseite, aber dafür neue Schalensitze auf den Bänken der Tribüne. Die Steinkonstruktion mit der olympischen Feuerschale ist aber noch vorhanden. Auch die Steinpapierkörbe erinnern an die Errichtung des Stadions in der DDR. Nach wie vor ein wirklich schönes Stadion dort in Oschersleben!

Auch die Partie lohnte sich. Oschersleben von Beginn an am Drücker und recht schnell 1:0 in Führung. Nach 20 Minuten aber erstmals eine gute Aktion vom Gast – und schon der Ausgleich! Dann drehte Oschersleben richtig auf und zog auf 3:1 davon. Ein Handspiel des Torwarts außerhalb des Strafraums wurde mit Rot bestraft. Der Freistoß flog dem Ersatzkeeper gleich um die Ohren zum 4:1. Nach der Pause traf Oschersleben schnell noch ein weiteres Mal, konnte dann die besser stehende Abwehr von Drohndorf-Mehringen aber nicht mehr knacken. Alles in allem aber eine sehr gute Partie!

Oscherslebener SC 5:1 FSV Drohndorf-Mehringen

Statistik:

- Grounds: 3.711 (0 neue; diese Saison: 51 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.208 (1; diese Saison: 83)

- Tourkilometer: 90 (90km Auto)

- Saisonkilometer: 10.820 (9.900 Auto, davon 0 Mietwagen/ 920 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 74 [letzte Serie: 54, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 196 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 3. April 2023

W3.0118IV-V: Fußball und Handball in Magdeburg, der Börde und dem Jerichower Land

Photos with English commentary (FLICKR):

a) Under-19 Football in Magdeburg: Ottersleben vs. Germania Halberstadt

b) 7th Division Football in Güsen: Güsen/ Parey vs. Bismarck

c) Handball in Güsen: Güsen vs. Altmark West

d) Under-19 Cup in Niederndodeleben: Irxleben/ Nd. vs. Oschersleben

e) 12th Division Football in Ochtmersleben: Eichenbarleben-O. vs. Dreileben

f) Jerichower Land: Güsen, Zerben

g) Börde: Ochtmersleben, Niederndodeleben

Das Wochenende vor Ostern bin ich noch mal in Sachsen-Anhalt gewesen. Anlass war eigentlich das auf Sonntag angesetzte Spiel zwischen Spergau und Leuna, doch der Absteiger aus dem Nachbardorf schiss sich anscheinend ein vor dem Tabellenführer aus Leuna. Angeblich war der Platz unbespielbar. Wenigstens hat der Scheißverein schon am Samstagabend abgesagt, sodass ich in Ruhe Ersatz für den Sonntag auftreiben konnte. Ansonsten bin ich dafür in so einem Fall die Regelung einzuführen, wie ich sie kürzlich aus Marokko gelesen habe: „Kann der gastgebende Verein spätestens am Vortag absehen, dass er die Partie wegen Mängeln am Spielfeld nicht austragen kann, so ist entweder das Heimrecht zu tauschen oder ein neutraler Platz in zumutbarer Entfernung zu nutzen.“ Der Kunstrasen in Leuna wäre sicher zumutbar gewesen – so eine Regel beugt natürlich Wettbewerbsverzerrung vor. Allerdings wäre bei der Witterung wie dieses Wochenende auch in jedem normalen Land überall gespielt worden...

VfB Ottersleben A 5:0 Germania Halberstadt A

Verein f. Bewegungsspiele Ottersleben (A)

5 : 0 (0:0)

VfB Germania Halberstadt (A-Jugend)

- Datum: Samstag, 1. April 2023 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Sachsen-Anhalt, A-Junioren (3. Spielklasse der U19)
- Ergebnis: 5-0 nach 93 (47/46) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tore: 1-0 32. Töpel, 2-0 48. Kretzer, 3-0 61. Kretzer, 4-0 86. Hohmann, 5-0 88. Wolter

- Gelbe Karten: keine

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Kunstrasen Sportanlage Ottersleben (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 15 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

Samstag wollte ich mich aber sowieso weiter nördlich als Leuna aufhalten, sodass als erste Partie des Tages eine A-Jugend Verbandsligabegegnung zwischen Ottersleben und Halberstadt auf der Tagesordnung stand. Die wirklich gute Partie endete mit einem überraschend deutlichen Sieg, der noch in der ersten Hälfte so nicht absehbar war. 5:0 für Ottersleben auf dem ausbauten- und schmucklosen Kunstrasen im Schwarzen Weg.

Zerben

Spielgemeinschaft SV Germania Güsen 1990 /

SV 90 Parey

1 : 3 (1:1)

TuS Schwarz-Weiß Bismarck 1863

- Datum: Samstag, 1. April 2023 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt Nord (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 95 (45/50) Minuten – Halbzeit: 0-3

- Tore: 0-1 13. Filatov, 1-1 29. Döbberthin, 1-2 49. Buchheim Eigentor, 1-3 69. Scherer

- Gelbe Karten: 3x Güsen, 2x Bismarck

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportplatz Güsen (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 75 (davon 60 Zahlende und ca. 5 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

Weiter ging es nach Parey. Auch hier ist der Platz nicht so spektakulär: Sehr eng, Rasen, ein paar Bänke, eine Freiluftkegelbahn, drumherum einfache ältere Häuser. Direkt drangebaut auch eine Sporthalle, wo dann Spiel drei stattfand.

Für die in der Landesliga üblichen 4€ konnte man sich ein recht intensives und vom Gast aus Bismarck bestimmtes Spiel ansehen. Die Schwarz-Weißen gingen auch in Führung, wobei viele Chancen ungenutzt verstrichen und die SG Güsen/ Parey dann plötzlich mit ihrem ersten Angriff zum Ausgleich kam.

Nach der Pause aber wieder völlig abgemeldet und Bismarck siegte noch verdient mit 1:3. Beide Seiten waren ganz gut am Holzen und Meckern – auch von den wenigen Zuschauern gab es von außen Feuer...

SG Güsen/ Parey 1:3 Schwarz-Weiß Bismarck

Güsener Handball Club

28 : 24 (14:6)

Handballspielgemeinschaft Altmark West (Neuferchau/ Kunrau & Solpke/ Mieste)

- Datum: Samstag, 1. April 2023 – Beginn: 16.55
- Wettbewerb: Verbandsliga Sachsen-Anhalt Nord (6. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 28-24 nach 60 (2x30) Minuten – Halbzeit: 14-6

- Statistiken: Verbandswebsite 

- Austragungsort: Elbe-Havel-Sporthalle Güsen, Große Halle (Kap. 300, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 140 (davon ca. 30 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

Völlig idiotisch, dass die Handballer 5 Minuten vorher begannen. Dafür waren hier doppelt so viele Zuschauer wie beim Fußball, wobei wir beiden nicht die einzigen waren, die da direkt nach Abpfiff rüberwechselten und für eine vergleichbare Liga noch mal 4€ abdrückten. Die Halle ist sehenswerter als der Sportplatz, es sind auch eine aneinandergebaute kleine Halle ohne Tribüne mit kleinerem Feld und eine größere mit Hintertortribüne, Empore auf einer Längsseite und richtigem Handballfeld. Kurioser Bau von den Maßen her, aber ausreichend!

Kurios auch die Partie zwischen dem Tabellenletzten und dem Drittletzten. Teilweise für der Letzte aus Güsen mit 10:3 und 11:4 und sowas und erst im zweiten Durchschnitt kam der von einigen Fans laut unterstützte Gast aus der westlichen Altmark noch mal heran. 28:24 aber am Ende für den Gastgeber, der nun Stendal auf den letzten Platz verdrängt hat.

Güsener HC 28:24 HSG Altmark West

Jugendspielgemeinschaft SV Irxleben 1919 /  TSV Niederndodeleben 1900 (A-Jugend)

2 : 1 n. V. (1:0, 0:1, 0:0, 1:0)

Nachwuchsförderzentrum Oscherslebener SC 1990 (A-Jugend)

- Datum: Sonntag, 2. April 2023 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Kreispokal Börde (Halbfinale; beide Teams Landesliga Sachsen-Anhalt; jeweils 4. und unterste Spielklasse der U19)
- Ergebnis: 2-1 nach 131 (48/50/15/18) Minuten – Halbzeit: 1-0, reguläre Spielzeit 1-1, Verlängerung: 1-0 (0-0)

- Tore: 1-0 22. Nordt, 1-1 90.+4 Kühnen, 2-1 120.+1 Trabert

- Gelbe Karten: 7x Irxleben, 4x Oschersleben

- Rote Karten: NN von Irxleben in der 118. wg. Foul und Reklamierens Gelb-Rot, NN von Oschersleben in der 107. wg. wdh. Foulspiels

- Austragungsort: Sportplatz Niederndodeleben (Kap.: 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

Das erste Ersatzspiel am Sonntag hatte es in sich: Ich machte das von Staßfurt aus alleine, da ich auf die Radtour nicht verzichten wollte. Also binnen zwei Stunden bei ekelhaft kaltem Wind nach Niederndodeleben gefahren und mir erstmal den historischen Ortskern, der doch eher etwas verfallen ist, angeschaut. Die Sportanlage ist sehr gepflegt, was man bei der Zufahrt (Kopfsteinpflaster, verfallener Bahnhof) nicht erwartet... Allerdings gibt es hier mal wieder keine Ausbauten und auch kaum Sitze. Das Halbfinale des A-Junioren Kreispokals Börde hatte einiges zu bieten: Die gastgebende Spielgemeinschaft vergab einen Elfer, bekam dann zwei weitere verfährt, aber erzielte vorher das 1:0 aus dem Spiel heraus. Der Gast aus Oschersleben legte sich ständig mit den Pöblern vom Heimverein – also zu mir waren die freundlich, weiß nicht, was die gegen den Gast hatten... – an und erzielte dann nach einem lächerlichen Freistoß das 1:1 in der Nachspielzeit. In der Verlängerung noch mal Action und für jede Seite eine gelb-rote Karte. In der Schlussminute dann ein Kopfball an den Innenpfosten und rein ins Netz zum verdienten 2:1 für Irxleben/ Niederndodeleben. Ein irres Ende der Partie – und ganz fair wurde dann abgeklatscht!

JSG Irxleben / Niederndodeleben A 2:1 a.e.t. Oscherslebener SC A

Spiel- und Sportverein Blau-Gelb Eichenbarleben/ Ochtmersleben 1889

0 : 2 (0:1)

SG Traktor Dreileben

- Datum: Sonntag, 2. April 2023 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 2. Kreisklasse Börde, Staffel 2 (12. und unterste Spielklasse, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 0-1

- Tore: 0-1 44. Giesecke, 0-2 75. Zibolka

- Gelbe Karten: NN (Dreileben)

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportplatz Ochtmersleben (Kap.: 915, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 18 (davon ca. 6 Gästefans)
- Spielbewertung: 4,0/10

Rückenwind, bergab bis zu 50km/h, bergauf immer noch 15 Sachen mindestens drauf, ein Durchschnitt von 26km/h – so kam ich zwei Minuten vor Anpfiff mit dem Rad durch den engen Gang zum Sportplatz in Ochtmersleben gefahren. Dieses Dorf hat eine schöne Kirche und die ein oder anderen historischen Gebäude – darunter auch eine Ackerbürgervilla – zu bieten. Mit dem Nachbardorf, wo es keinen Sportplatz gibt, existiert eine Spielgemeinschaft. In Eichenbarleben war ich mal, um mir die sehenswerten Gutsanlagen anzuschauen [Pfeil nach links für mehr Bilder klicken!]. Leider weniger sehenswert ist das Gekicke, was diese Spielgemeinschaft da für 2€ in der 2 Kreisklasse abliefert: Mal wieder kein Tor erzielt, mit einem Torverhältnis von 7:12 aus 12 Spielen mit 9 Punkten Drittletzter, mit 6 Unentschieden die meisten in der Liga und 3 von 4 Null-zu-Null-Kicks in der gesamten Ligasaison (bei nur etwas über 50 absolvierten Spielen ist das in so einer Liga sehr viel!) sind Spiele von Eichenbarleben/ Ochtmersleben gewesen! Der Gesamt-Torschnitt pro Spiel in der Liga liegt bei eher niedrigen 4,1 – doch bei Eichenbarleben/ Ochtmersleben bei nur halb so viele Treffern. Naja, zum Glück schenkte Traktor Dreileben denen zwei saubere Dinger ein und ging hochverdient als Sieger vom Platz. Zugute halten möchte ich beiden Mannschaften aber auch wie entspannt und fair der Umgang miteinander war. Ich frage mich aber, ob die wirklich beschissene Spielweise mit so vielen torlosen Partien einen Einfluss auf die Zuschauerzahl hatte: Ich habe schon lange nicht mehr so wenige Leute am Spielfeldrand gesehen, wie hier in Ochtmersleben.

Die Radtour war insgesamt sehr gelungen und nach 91 Kilometern beendet. Ich packte das Rad wieder ins Auto und fuhr nach Braunschweig.

Die nächsten Berichte kommen Mitte April vom Balkan.

Blau-Gelb Eichenbarleben/ Ochtmersleben 0:2 Traktor Dreileben

Statistik:

- Grounds: 3.336 (SA 3, SO 2; diese Saison: 208 neue)

- Sportveranstaltungen: 4.729 (SA 3, SO 2; diese Saison: 248)

- Tourkilometer: SA 290km Auto, SO 100km Auto und 90km Rad

- Saisonkilometer: 44.520 (31.130 Auto, davon 6.020 Mietwagen/ 10.800 Flugzeug/ 2.530 Fahrrad/ 60 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 48 [letzte Serie: 7, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 118 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Dienstag, 25. April 2017

W560III-IV: Wochenende in Sachsen-Anhalt; Leuna und Börde

Photos with English Commentary:
a) Under-15: SV Beuna v TSV Leuna
b) Reserves: TSV Leuna v Bad Dürrenberg
c) Division 9: TuS Pegau v SV Rötha
d) Under-17: Oschersleben v Eggersdorf
e) Amateur Top Flight: Haldensleben v Ammendorf
f) Merseburg: Beuna and Blösien
g) Börde: Ackendorf, Schackensleben, Eichenbarleben, Groß Rodensleben, Bergen, Remkersleben SV Beuna 1916 C 2:3 TSV Leuna 1919 C SV Beuna 1916 C ................................................... 2
TSV Leuna 1919 C ................................................ 3
- Datum: Samstag, 22. April 2017 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: C-Junioren Saalekreisklasse (5. und unterste Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 2-3 nach 72 Min. (35/37) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 7. (Paul), 0-2 43. (Martin), 0-3 45. (Eigentor), 1-3 53. NN, 2-3 70. NN
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Glück Auf Kampfbahn (Kap. 1.200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 10 Leunaer)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Kein gutes, aber unterhaltsames und spannendes Spiel mit verdientem Leunaer Sieg)

Endlich ging es mal wieder nach Leuna, nachdem ich seit August nicht mehr beim TSV war. Für das Spiel der F-Jugend war ich zu spät losgefahren, aber wäre ich erst nach Raßnitz gefahren, hätte ich das Führungstor der C-Jugend in Beuna verpasst. Man merkte dem Spiel zwar an, dass hier Letzter und Vorletzter gegeneinander spielten – die C war auch in der Vorsaison noch fast geschlossen eine D und daher ist die Umstellung noch nicht so ganz abgeschlossen – aber des 0:1 mit unter die Latte versenktem Abpraller sah schon gut aus. Nach der Pause dann ein Doppelschlag: erst freigelaufen und versenkt, dann ein Rückpass, der am Torwart vorbei holpert. Beuna verkürzte noch auf 2:3, auch weil Leuna einen Elfer vergab, aber beim verdienten zweiten Sieg und 8. Punkt blieb es dann doch!

Nach dem Spiel habe ich dann zufällig die Hoppenhaupt-Kirche in Beuna von innen gesehen: die beherbergt nun ein Gemeinde- und Veranstaltungszentrum, was von engagierten Anwohnern geführt wird, die gerade einen irischen Abend vorbereiteten, mich aber sehr freundlich zum Fotografieren herumführten. TSV Leuna 1919 II 0:2 Eintracht Bad Dürrenberg TSV Leuna 1919 II ................................................ 0
SV 1990 Eintracht Bad Dürrenberg .................... 2
- Datum: Samstag, 22. April 2017 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 74., 0-2 88. Marvin Küpping
- Gelbe Karten: 2x Michael Stützer, Dirk Bernhauser, Rene Schmidt, Elia Wilke, Tino Fiebig (Leuna); Steven Lengner, Ronny Michaelis, Marcus Sogalla (Dürrenberg)
- Rote Karten: Michael Stützer von Leuna (31. Min. Gelb-Rot wg. Foul und Meckern oder so)
- Austragungsort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.020, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 30 Leunaer)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Unterhaltsames und packendes Spiel)

Dann stand das Spiel der II. Mannschaft auf der Sportstätte der Jugend gegen den Nachbarn aus Bad Dürrenberg mit dem ein oder anderen alten Bekannten an. Leuna II punktgleich mit dem erstem Abstiegsplatz – hier traf ich natürlich noch mehr bekannte Gesichter als bei der C. Das Spiel war schön emotional geladen und packend, der Schiedsrichter war aber unsicher und wenig kompetent – da mussten schon mal ein paar freundlichen Anmerkungen von draußen kommen zu dem Mann an der Pfeife... Die Härte hatte zur Folge, dass Stützer vom Feld musste und Leuna dann eine Stunde zu zehnt gegenhalten musste. Allerdings hatten beide Seiten ihre Chancen und Bad Dürrenberg hatte nur ein leichtes Übergewicht, ehe sie nach 45 Minuten Überzahl das 0:1 aus spitzem Winkel erzielten. Kurz vor Abpfiff folgte ein genialer Weitschuss zum 0:2 – aber für einen mittlerweile Tabellenführer war das nicht überzeugend...

Da die Erste erst am Sonntag spielte (2:2 bei Buna Halle), an dem ich mich zudem wegen Bekannten anders verplant hatte, verabschiedete ich mich auch schon wieder aus Leuna. Zum letzten Heimspiel oder letzten Saisonspiel (je nach Zeit also am 5. oder 12. Juni) komme ich aber natürlich noch mal wieder! TSV Leuna 1919 II 0:2 Eintracht Bad Dürrenberg TuS Pegau 1903 ..................................................... 4
Röthaer SV 1991 .................................................... 2
- Datum: Samstag, 22. April 2017 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga A Muldental/ Leipziger Land West (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-2 nach 94 Min. (45/49) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 1-0 7. Striepe, 1-1 10. Jelen, 1-2 30. Benedix, 2-2 50. Stacziwa, 3-2 71. Jerke, 4-2 86. Stacziwa
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Große Reitbahn (Kap. 1.260, davon 60 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Spiel mit ein paar Durchhängern)

Der nächstgelegene neue Ground war die Große Reitbahn Pegau. Also da noch mal zum 15 Uhr Spiel der Kreisliga Muldental hin. Eine nette Anlage, recht weitläufig mit frei zugänglichen Nebenplätzen und schönem Eingangsportal an dem die angemessenen 2€ Eintritt gefordert wurden. Es gab die erwartete frühe Führung, doch mit erstem Angriff das 1:1 für Rötha. Sogar das 1:2 vor der Pause. Die Zweite Halbzeit aber war der gut platzierte Gastgeber aus Pegau klar besser und erzielte mit teils richtig gut gemachten Toren einen völlig verdienten 4:2 Sieg. Dann ging es wieder nach Sachsen-Anhalt zurück und weiter gen Norden. TuS Pegau 4:2 Röthaer SV JSG Börde/ Oscherslebener SC B ...................... 12
TSV Blau-Weiß 49 Eggersdorf B ......................... 0
- Datum: Sonntag, 23. April 2017 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: B-Junioren Landesliga Sachsen-Anhalt, Staffel 2 (4. U17-Liga)
- Ergebnis: 12-0 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 5-0
- Tore: 1-0 6. Gruschinski, 2-0 10. Röper, 3-0 11. Daxha, 4-0 22. Daxha, 5-0 32. Daxha, 6-0 45. Modler, 7-0 48. Modler, 8-0 53. Eigentor, 9-0 58. Prudlo, 10-0 62. Fahr, 11-0 72. Hilgenberg, 12-0 74. Modler
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Jahnstadion (Oschersleben, Kap. 2.400, davon 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Sehr gutes Spiel der Gastgeber, der Gast völlig chancenlos)

Sonntag ging es zu zweit in die Börde. Da entpuppte sich der spontan herausgesuchte B-Junioren-Kick als sehr lohnend, da man hier 12 Tore des baldigen Verbandsligaaufsteigers JSG Börde/ Oscherslebener SC gegen die noch in Abstiegsgefahr befindlichen Blau-Weißen aus Eggersdorf zu sehen bekam: darunter war auch eine direkt verwandelte, geschickt mit dem Wind in den langen Winkel gedrehte Ecke zum 1:0 und ein 15m Winkelschuss zum 10:0.

Sehr lohnend auch das Oscherslebener Jahnstadion mit sanierter Turnhalle hinter der vierreihigen Tribüne mit Schalensitzen auf Holzbänken, Graswällen und flachen Stehstufen. Lustig waren die ganzen DDR-Details: Steinpapierkörbe, Mauer mit geometrischen Mustern, Podest für olympische Flamme... Dann noch die Spackos mit dem NVA-Laster vorm Stadion – ich dachte schon, die scheiß Russen wären wieder einmarschiert... JSG Börde/ Oscherslebener SC 12:0 Blau-Weiß Eggersdorf Haldensleber SC .................................................... 0
BSV Halle-Ammendorf 1910 ................................ 2
- Datum: Sonntag, 23. April 2017 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Sachsen-Anhalt (6. Spielklasse, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 94 Min. (46/48) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 82. Gerson Sachs, 0-2 93. Sofiane Batoure
- Gelbe Karten: Fabian Schendel (HSC); Sofiane Batoure, Tobias Große, Michael Podlibnik, Gerson Sachs, Maximilian Cachey (Ammendorf)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Waldstadion (Kap. 5.000, davon 550 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon 56 zahlende und ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Gutes Spiel mit einigen Durchhängern)

Interessant ist auch das Waldstadion in Haldensleben: es liegt sehr weit draußen am Rande der Kleinstadt – logischerweise im Wald, sonst würde es wohl nicht so heißen. Wald ist in der Region üblicherweise von Nadelbäumen dominiert, so auch im weitläufigen Gelände des Haldensleber SC. Schmuckstück ist die überdachte Sitztribüne mit Schalen in Vereinsfarben und interessanter moderner Architektur. Stehränge laufen in einem langgezogenen Achteck rundherum. Sehr moderne Leichtathletikanlagen und gepflegte Scheißhäuser runden die Modernität des Grounds ab. Das Beste ist aber noch die Fressbude im Gartenhüttenstil: Knacker, Bockwurst, Bratwurst, Fischbrötchen und mehr für 1,50€ - und zumindest Knacker und Seelachs waren topp!

Das Spiel hatte immer mal Längen und fing auch weniger topp an. So war das 0:0 bei Halbzeit nicht verwunderlich. Trotz Lattentreffern und Glanzparaden zeichnete sich ein 0:0 Endstand ab, doch in der 82. gelang ein Kopfball unters Tordach für den Gast von Halle-Ammendorf. Der legte in der Nachspielzeit mit einem schönen Heber noch zum 0:2 nach. Haldensleber SC 0:2 BSV Halle-Ammendorf Auf dem Rückweg noch ein bisschen Dorf-Sightseeing. Manches wurde saniert, anderes sieht aufgrund von Leerstand noch schlimmer aus als zu DDR-Zeiten in den ganzen überalterten und perspektivlosen Dörfern. Selbst da, wo Industrie besteht (z.B. Zuckerfabrik Klein Wanzleben) zeigt sich Verfall an jeder Ecke. Fotostopps legte ich in Ackendorf, Schackensleben, Eichenbarleben, Groß Rodensleben, Bergen und Remkersleben ein, wobei meist die Gutshöfe im Mittelpunkt standen. Besonders hervorzuheben sind da der zugemüllte Bruchhof in Schackensleben – der Spast, der seinen Elektroschrott dahin gekippt hat, hat echt ne Schacke – und der zum Großteil verfallene aber in Teilen super sanierte und bewohnte Hof in Eichenbarleben. In Bergen ist die Kommende architektonisch das Highlight in der Ecke und wenn die Besitzer da sind, kann man wohl auch Klingeln – wobei die auf ihrer Seite was schreiben, man solle besser anrufen – aber mir blieb nur übrig, durchs Tor zu fotografieren; und das ging erst, nachdem ich zwei Mal so davor gelatscht hatte, dass die beiden hässlichen Köter vom Geschepper verscheucht wurden...

Nach wieder sehr guter und günstiger Pizza bei Aldo in Staßfurt ging es über teils völlig leere Landstraßen und wenige Autobahnstücke – ich musste die ganzen Pendler-Lemminge vermeiden, die wieder massiv Stau produzierten – nach Bonn. Eichenbarleben Statistik:
- Grounds: 1.908 (1+2; diese Saison: 229 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.017 (3+2; diese Saison: 277)
- Tourkilometer: 1.220 (630+590km Auto)
- Saisonkilometer: 48.060 (42.470 Auto, davon 2.540 Mietwagen/ 2.220 Fahrrad/ 1.100 Flugzeug/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 27 [letzte Serie: 11, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 560 Wochen.

Mittwoch, 21. Mai 2014

W408I: Dienstag nichts zu tun? Dann auf zum Jugendfußball in der Börde!

Oscherslebener Sport-Club 1990 C II .......................... 1
JSG SV Angern/ SV Concordia Rogätz 1908/ SSV Eintracht Loitsche - Zielitz C ........................................ 4
- Datum: Dienstag, 20. Mai 2014 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: C-Junioren Bördeklasse (3. und unterste U15-Liga)
- Ergebnis: 1-4 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 0-3
- Tore: 0-1 2. (7), 0-2 10. (16), 0-3 27. (16), 1-3 60. (Nr. 6), 1-4 66. (9)
- Verwarnungen: Nr. 16 (JSG A-R/ L-Z)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz am Schwimmbad Oschersleben (Kap. 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Einseitiges Spiel mit einigen Längen aber auch etlichen schönen Szenen)  
Photos with English Commentary:
Under-15 Football in Oschersleben: OSC Reserves v JSG Angern-Rogätz/ Loitzsche-Zielitz

Hat man mal unter der Woche nicht viel zu tun – z.B. wenn mehrere Dozenten ihre Seminare zugunsten irgendwelcher Konferenzen absagen – kann man ja zum Fußball fahren. Ich suchte mir am Dienstag zwei Partien in der Börde raus – Börde, da im Salzland nicht gespielt wurde und ich trotzdem Anja in Staßfurt besuchen wollte; und zwei Partien, die ich (mit Recht!) den Ansetzungen unter der Woche nicht traute.

Von Staßfurt aus fuhren wir über die Landstraßen bis kurz hinter Schneidlingen, wo man links in einen Schotterweg einbiegen kann um nach Hakeborn abzukürzen. Dort geht es am Sportplatz vorbei asphaltiert nach Kroppenstedt. In Gröningen angekommen, besuchten wir die Klosterkirche, das verfallene Schlossgelände (ein weitläufiges Gehöft) und die Kirche mit der Germania-Statue davor. Ein paar historische Fachwerkhäuser von bis zu 350 Jahren Alter gibt es auch im Ort.

In Gröningen gibt es auch ein schönes Stadion, doch das werde ich mal zu einem Männerspiel im August aufsuchen: die B-Jugend trainierte heute nur, da das angesetzte Punktspiel gegen Elbe Glindenberg von den Gästen kurzfristig aufgrund von Spielermangel abgesagt wurde. Das kann man aber eigentlich auch schon einen Tag vorher wissen und auf fussball.de einstellen, ihr Rand-Magdeburger Spaste!  
Bis 18.15 waren wir aber auch in Oschersleben (Oschersleben/ Bode oder Oschersleben/ Börde), guckten dort noch kurz in die Altstadt mit der zweitürmigen Kirche und einigen Jugendstilhäusern, und fuhren dann zur kleinsten Sportanlage der Stadt: dem Sportplatz am Schwimmbad.

Der Sportplatz ist ausbautenlos, hat zum Schwimmbad hin einen kleinen Graswall, ein hässliches Gebäude mit Umkleiden und drumherum etliches Gestrüpp und Bäume zu bieten. Unglaublich dumm wirken die Schilder der bescheuerten Stadtverwaltung Oschersleben, auf denen das Betreten des Platzes „strengstens (strengstens auch noch unterstrichen) verboten“ wird und mit Bestrafung bei Zuwiderhandlung gedroht wird. Will die Stadtverwaltung jetzt gegen mich, Anja, die rund 15 Spielereltern und über 22 Spieler vorgehen, weil sie den Platz betreten haben? Laut Schild dürfte man die Anlage ja generell nicht betreten – auch nicht zu Trainings- und Wettkampfzeiten!

Die im hinteren Mittelfeld der Bördeliga stehende Zweite C-Jugend des Oscherslebener C gab sich heute die Ehre, zu Gast war der Tabellenführer und bald Aufsteiger von der Jugendspielgemeinschaft Angern/ Rogätz/ Loitzsche-Zielitz. Die Gäste legten auch schon gleich vor: ein Flachschuss ins lange Eck aus 10-12m war die erste Aktion der Mannschaft und schon stand es 0:1 nach nur rund 120 Sekunden. Der Sechszehner, der ab und an eine zu große Klappe hatte und deshalb auch vom sicheren und fehlerfrei agierenden Schiedsrichter die gelbe Karte sah, schoss innerhalb von einer Viertelstunde die Entscheidung.

Viele Spielerwechsel schienen die Wiederaufnahme des Matches zu stören. Es dauerte jedenfalls eine Weile, ehe Angern/ Rogätz etc. zu weiteren Tormöglichkeiten kam. In der Zwischenzeit konnte der Gastgaber noch den ein oder anderen Akzent setzen: so auch ein Schuss aus über 20m unters Tordach für den Ehrentreffer. Kurz darauf hieß es allerdings nach einem groben Abwehrfehler im Getümmel eines Eckstoßes 1:4.

Nach diesem halbwegs ansehnlichen Match spielten wir noch mal selber – und zwar in Kroppenstedt. Der Platz ist zwar – wie üblich in der asozialen scheiß Börde – abgesperrt und eingezäunt, doch wenn man hinten herum über den Feldweg anfährt und den Wassergraben über die kleine, halb zugewucherte Brücke überquert, steht man schon auf dem Nebenplatz. Und die Einzigen, die dann um nach 20 Uhr noch zu uns aufs Feld kamen, waren ein paar Ziegen, die wirklich nur grasen wollten…  
Statistik:
- Grounds: 1.114 (heute 1 neuer; diese Saison: 143 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.053 (heute 1; diese Saison: 197)
- Tageskilometer: 200 (Dienstag + Mittwoch 200km Auto)
- Saisonkilometer: 57.910 (56.120 Auto/ 1.690 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 20 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 47 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 408

Sonntag, 8. September 2013

W371IV: Pokalsamstag – Erfolglose Magdeburger Postler und Underdog-Sieg in Wolmirstedt

SV Kali Wolmirstedt ----------------------------------------- 3
Oscherslebener Sportclub 1990 ---------------------------- 2
- Datum: Samstag, 7. September 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: 1. Runde Landespokal Sachsen-Anhalt (Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 2; 8. Liga, 3. Amateurliga gegen Verbandsliga Sachsen-Anhalt; 6. Liga, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 95 Min. (45/50) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 21. Christian Schütze, 0-2 52. Sebastian Huth, 1-2 60. Hannes Krüger, 2-2 77. Benjamin Schwanz, 3-2 93. Steffen Wegener (Eigentor)
- Verwarnungen: 1x Oschersleben
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 2.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon 49 zahlende, ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Niedriges Niveau aber packende Schlussphase)

Post Sportverein Magdeburg von 1926 AH ------------ 2
SV Fortuna Magdeburg AH ------------------------------- 4
- Datum: Samstag, 7. September 2013 – Anstoß: 12.00
- Wettbewerb: 1. Runde Stadtpokal Alte Herren, Magdeburg (Kreisliga Alte Herren, 1. Ü35-Spielklasse Magdeburg gegen Kreisklasse Alte Herren, 2. und unterste Ü35-Spielklasse Magdeburg)
- Ergebnis: 2-4 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 6. Sven Warmbold, 1-1 15. Oliver Pfister, 1-2 41. Marco Grun, 1-3 56. Marco Grun, 2-3 78. Ingo Stern, 2-4 Mike Moras
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Post SV Sportplatz, Spielhagenstraße (Kap. 1.200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (gemeldet 20, keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Bis zum 1:3 ein gutes Spiel)

Magdeburger Leichtathletik Verein Einheit KF ------ 2
Post Sportverein Magdeburg von 1926 KF ------------ 1
- Datum: Samstag, 7. September 2013 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: 1. Runde Stadtpokal Kleinfeld, Magdeburg (beide Teams Kleinfeld-Stadtliga Magdeburg, 1. Freizeitfußballliga MD)
- Ergebnis: 2-1 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 0-1 7. (15), 1-1 15 (15), 2-1 20. (15)
- Verwarnungen: Nr. 5 (MLV Einheit)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage MLV Einheit, Neuer Sülzeweg MD-Kannenstieg (Kap. 1.300, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (6 Postler, 3 MLVer, 3 Neutrale)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Gute erste Halbzeit, eng bis zum Schluss) Sportanlage MLV Einheit/ MD-Kannenstieg Photos with English Commentary:
a) Cup of Saxony-Anhalt County: Wolmirstedt defeat Oschersleben at Stadion des Friedens (Including Pictures of Wolmirstedt Town)
b) Magdeburg City Veterans Cup: Post v Fortuna
c) Magdeburg City 7-a-side Cup: MLV Einheit v Post

Ein Pokal-Triple in der Börde: in Magdeburg wurden diverse Pokalwettbewerbe schon vormittags ausgetragen und im benachbarten Wolmirstedt gab es als Highlight ein Landespokalspiel. Das letzteres eigentlich das langweiligste Spiel der drei war und zudem auch der einzige stressige Spielbesuch werden sollte, war nur mal wieder typisch.

Wir holten Anja in Staßfurt ab und kamen dann ganz knapp nach dem Anpfiff um10 Uhr an der MLV Sportanlage im Kannenstieg an. Die Freizeit- oder Volkssportligen in Magdeburg heißen hier Stadtliga bzw. Stadtklasse Kleinfeld und werden entsprechend auch mit anderem Format als z.B. in Leipzig ausgetragen: 7 gegen 7, 2x30 Minuten. Der Leichtathletikverein ist einer der ganz wenigen Clubs, der nur eine solche Kleinfeldmannschaft hat. Zugast war der Post SV.

Auf dem Kleinfeld ging es entsprechend flott hin und her und in einer guten ersten Hälfte entschied MLV nach frühem Rückstand das Spiel mit zwei sauberen Treffern für sich. Die wenigen Zuschauer waren zum Großteil nicht sonderlich begeistert, da sie es mit den Postsportlern hielten, die trotz größerer Mannschaftsstärke und etlichen Torchancen den Leichtathleten in der zweiten Hälfte keinen Treffer mehr einschenken konnten.

Die Idee mit der Kleinfeldliga finde ich übrigens gut. Scheint alles etwas ungezwungener zu sein, als in der Großfeldliga aber hat trotzdem ein ansprechendes sportliches Niveau und einen hohen Grad an Organisiertheit. Da mich mein Studium möglicherweise nächstes Jahr nach Magdeburg führt, wüsste ich schon, wo ich wieder in den Spielbetrieb eingreife nachdem ich in den letzten Jahren immer noch selten an Freizeitturnieren teilnahm… Post-Sportplatz Magdeburg Noch schnell bei einem Netto mit Hund günstig den Picknickkorb gefüllt und weiter zum nächsten Platz: der Post-Sportplatz in der Spielhagenstraße. Die Alten Herren von Post, die in der Stadtliga mit einer 5:0 Niederlage gestartet sind, trafen auf die mit einem Sieg gestarteten Fortunen aus der Stadtklasse. Der Post Sportplatz ist von etlichen größeren Gebäuden wie Wohnblocks und einer Schule umgeben, auch eine kleine Stehtribüne und ein Sportlerheim gibt es – aber der Kunstrasenbelag will mir nicht so recht gefallen…

Das Spiel wusste aber mal wieder zu gefallen. Die Alten Herren in Magdeburg spielen 2x40 Minuten auf ordentlichem bis sehr guten Liganiveau. Nachdem Post in Führung ging, entwickelte sich ein flottes und technisch gutes Spiel, das sich nach und nach zugunsten der Fortuna entwickelte. Erst ein toller Kopfball aus spitzem Winkel, dann direkt nach der Pause das 1:2. Nach dem 1:3 schlief das Spiel leider ziemlich ein. Kurz vor dem Abpfiff traf Post noch mal aus Nahdistanz und nach einem Schlussspurt wurden sie geschickt mit 2:4 ausgekontert.

Es ging dann gleich nach Wolmirstedt weiter. Massig Zeit für eine Stadtbesichtigung. Der Zentrale Platz war erstmal eine tolle Überraschung: zehngeschossige, chaotisch gestellte, unsanierte Plattenbauten. Dahinter dann eine Kirche in Renovierung. Vereinzelt sind auch ältere Häuser mit attraktiven Fassaden zu sehen, aber städtebaulich ist Wolmirstedt ziemlich hässlich. Wirklich gut und sehenswert ist nur die Schlossdomäne mit der backsteingotischen Kapelle und den Resten der Burg. Wolmirstedt town centre Am Rande der Stadt, im Busch sozusagen, befindet sich ein richtig schönes Stadion – das wohl schönste der Börde. Wenn dann dort ein Spiel um 15 Uhr angesetzt, aber 14.30 kein Mensch unterwegs und das Tor verschlossen ist, kriege ich meine Wut! Ich vergewisserte mich mit etwas sportlicher Betätigung, dass 1. tatsächlich kein Spiel auf dem vorbereiteten Platz stattfinden wird und 2. sich ein weiterer Besuch – ob Ende dieser oder Anfang nächster sei mal dahingestellt – wirklich lohnt. Kaum war ich wieder auf dem Parkplatz, schon waren auch ein paar Oscherslebener da, die einen Spaziergänger fragten, der wiederum uns alle in den Norden der Stadt schickte. Dort kamen wir auch rechtzeitig zum gewünschten Spiel an, parkten die Einfahrt halb zu da das Arschloch mit dem Golf aus MD zwei Parklücken nutzte und kamen für noch gemäßigte 3€ (weitreichende Ermäßigungen: 2€) in ein Stadion rein das keineswegs so schlecht war wie befürchtet.

Nach dem Reinfall mit dem Glück-Auf-Stadion wollte ich am Stadion des Friedens eigentlich den Eintritt prellen, aber da es ein ähnlicher Baustil mit Ausbauten auf beiden Längsseiten ist, lohnte sich der Kartenkauf. Die eine Längsseite hat nur alte Stehstufen bis zur Mittellinie, wo sich ein Sprecherturm – der mangels Lautsprecher aber eher ungenutzt scheint – anschließt. Rechts davon ist ein einfacher Graswall. Gegenüber sind auf vielen der Stehstufen noch Holzbänke auf Metallrahmen geschraubt. Einige sind aber nicht mehr benutzbar und auch die Wellblechhütten für die Wechselspieler sind nicht mehr taufrisch.

Alles andere als taufrisch ist in Wolmirstedt auch das Publikum: 90% Meckerrentner und das bei gerade einmal 40 Heimfans. Mehr als ein Drittel der Anhänger war aus Oschersleben. So langweilig wie die Atmosphäre war aber auch das Spiel. Wolmirstedt war ja ganz schlecht in die Landesklasse gestartet und Oschersleben startete mit einem Punkt aus drei Spielen in die Verbandsliga, aber hier schienen zwei Kreisligamannschaften gegen den Abstieg zu spielen. Mit einer Billigaktion holte der Gast einen Elfer raus, nach der Pause nutzten sie einen Torwartfehler zum 0:2 aus. Bei der strittigen Szene konnte der gute Schiedsrichter mal seine Souveränität beweisen.

Dann war aber die große Phase der Heimelf. Aus dem nichts erzielten sie das 1:2, rissen das Spiel an sich, glichen aus und erzielten in der Nachspielzeit – nach der Abwehr mehrerer Chancen der Gäste – das 3:2. Ein Querschläger unter die eigene Latte, aber egal. Hier hat schließlich die weniger schlechte Mannschaft gewonnen. Also wenn das die I. Mannschaft von Oschersleben war, weiß ich nicht wie die in der Verbandsliga auch nur Vorletzter werden wollen!

In Magdeburg gingen wir noch gut essen und fuhren dann nach Hause. Die letzte Groundhoppingtour, die ich fürs erste in Deutschland mache, zog mich mal wieder nach Berlin. Stadion des Friedens, Wolmirstedt Statistik:
- Grounds: 1.003 (3 neue; diese Saison: 32 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.898 (heute 3, diese Saison: 42)
- Tageskilometer: 310 (310km Auto)
- Saisonkilometer: 8.710 (7.950 Auto/ 760 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 168 [letzte Serie: 6, Rekordserie: diese; davor 141, 106 und 101]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 371