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Donnerstag, 7. August 2025

W3.0240II: Testspiele in Haldensleben und Umgebung

Bebertaler SV 1931

2 : 1 (1:1)

MTV Weferlingen von 1881

- Datum: Samstag, 2. August 2025 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Testspiel (Bördeoberliga; 9. Spielklasse, 4. Amateurliga gegen Bördeliga; 10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 92 (45/47) Minuten – Halbzeit: 1-1

- Tore: 0-1 17. Braun, 1-1 20. Vorbrodt (Eigentor), 2-1 75. Berger    

- Verwarnungen: keine

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz am Beberberg (Kap. 1.050, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 125 (davon ca. 20 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,0/10

Haldensleber Sport Club (B-Junioren)

0 : 4 (0:1)

Verein für Bewegungsspiele Ottersleben (B-Junioren)

- Datum: Samstag, 2. August 2025 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Testspiel (B-Jugend Landesliga Sachsen-Anhalt, Staffel 1; 4. Spielklasse der U17 gegen B-Jugend Verbandsliga Sachsen-Anhalt; 3. Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 0-4 nach 82 (40/42) Minuten – Halbzeit: 0-1

- Tore: 0-1 40. Laaser, 0-2 47. Kocaoglu, 0-3 54. Altenkirch, 0-4 67. Altenkirch   

- Verwarnungen: NN (HSC); Jörges (Ottersleben)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Allee (Kap. 2.000, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 5,0/10

Haldensleber SC B 0:4 VfB Ottersleben B

Photos with English commentary:

a) Pre-Season Men: Bebertal vs. Weferlingen

b) Under-17 Pre-Season: Haldensleben vs. Ottersleben

c) Sightseeing: BEBERTAL (two churches, one palace)

Am Samstag ging es auf eine mittellange Radtour zu zwei Testspielen in die Kreishauptstadt des ehemaligen Ohrekreises, hin via Flechtingen und Bülstringen nach Haldensleben und dann von Bebertal via Bodendorf von Südosten nach Weferlingen zurück. Wie immer gut zu fahren, aber so gut wie keine Radwege.

Erstes Ziel war ein U17-Testspiel des SC Haldensleben, das erfreulicherweise im Stadion an der Jahn-Allee ausgetragen wurde. Das ist noch ein bisschen schöner als das Waldstadion, auf dessen Gelände die meisten Spiele stattfinden. Großes Eingangsportal mit zwei symmetrisch zueinander gestellten Kassenhäuschen (natürlich freier Eintritt heute), auf der Hauptseite ein origineller Sprecherturm (als Lager umgenutzt), mehrere Reihen Stehstufe und dazwischen immer wieder blaue und gelbe Bänke. Auch ein paar Picknickbänke gibt es, und auf der ausbautenlosen Gegenseite weitere Sitzbänke.

Das Spiel war nicht so begeisternd, aber der favorisierte Gast aus Magdeburg-Ottersleben setzte Haldensleben so gut unter Druck, dass die sich am Ende 0:4 geschlagen geben mussten. VfB Ottersleben ging jedoch erst mit dem Pausenpfiff in Führung.

Bebertal

Dann ging es weiter nach Bebertal. Der Ort ist richtig sehenswert, v.a. Bebertal I (ehemals Alvensleben), da dort beide Kirchen regelmäßig geöffnet sind (ich glaube April bis Oktober 10-18 Uhr). Innen machen die noch mehr her als außen, vor allem die weiter unten gelegene St. Godebert mit der dreifachen Empore und dem Taufengel, aber auch die oben gelegene Marktkirche mit dem barocken Altargemälde und der Bemalung der einfachen Empore, ist besuchenswert. Sehr schön ist auch das Schloss mit Turmresten der Burganlage. Wer zum SV Bebertal kommt, kann ruhig mal eine Stunde nach dem Spiel oder besser davor, durch das Dorf latschen! 

Ich fuhr ja zuerst durch das Dorf und kam deshalb auch pünktlich zum Testspiel des 4. der Bördeoberliga gegen den 4. der Bördeliga, MTV Weferlingen. Daher auch der Revisit dieses aber auch wirklich schöne Grounds am Hang unterhalb eines Sendemastes. Mit weit über 100 Zuschauern war die Partie so gut besucht wie ein normales Pflichtspiel. Leider wurden auch normale Pflichtspielpreise verlangt, was im benachbarten Niedersachsen selbst Landesligisten fast nie machen bei Testspielen.

Nach der guten Einlaufmusik mit „Hells Bells“ kann ich auch die Pausenmusik, auch wenn die qualitativ natürlich nicht mit Rock mithalten kann, sondern eher lustige Lärmbelästigung ist, loben: es liefen die ganze Zeit Malleschlager wie „Wir hörn im Lager nur Partyschlager, mit dem Stapler besoffen am Hochregal, so wie auf Malle mega asozial“...

Das Spiel war ganz ansehnlich, aber nicht herausragend. Ein 1:4 für Bebertal in Weferlingen war vor über einem Jahr das erste Spiel, was ich vom MTV gesehen hatte – an dem Tag, als ich in Weferlingen die Wohnung übernommen hatte... Heute deutlich ausgeglichener, aber insgesamt völlig verdienter Sieg für Bebertal. Weferlingen ging zwar überraschend in Führung, kassierte aber schnell den Ausgleich und in der Schlussviertelstunde konnte der sehr gute Torwart des MTV ein zweites Mal nicht mehr retten.

Ich bin aber gespannt, ob Weferlingen den Aufstieg in die Bördeoberliga anpeilt – mir haben schon letzte Saison die Spiele überwiegend gefallen und ich werde auch diese Saison wieder einige besuchen...

SV Bebertal 1931 2:1 MTV Weferlingen 1881

Statistik:

- Grounds: 3.858 (1; diese Saison: 18 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.396 (2; diese Saison: 22)

- Tourkilometer: 60km Rad

- Saisonkilometer: 2.170 (1.800 Auto, davon 0 Mietwagen/ 370 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 43 [letzte Serie: 22, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 240 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Montag, 3. April 2023

W3.0118IV-V: Fußball und Handball in Magdeburg, der Börde und dem Jerichower Land

Photos with English commentary (FLICKR):

a) Under-19 Football in Magdeburg: Ottersleben vs. Germania Halberstadt

b) 7th Division Football in Güsen: Güsen/ Parey vs. Bismarck

c) Handball in Güsen: Güsen vs. Altmark West

d) Under-19 Cup in Niederndodeleben: Irxleben/ Nd. vs. Oschersleben

e) 12th Division Football in Ochtmersleben: Eichenbarleben-O. vs. Dreileben

f) Jerichower Land: Güsen, Zerben

g) Börde: Ochtmersleben, Niederndodeleben

Das Wochenende vor Ostern bin ich noch mal in Sachsen-Anhalt gewesen. Anlass war eigentlich das auf Sonntag angesetzte Spiel zwischen Spergau und Leuna, doch der Absteiger aus dem Nachbardorf schiss sich anscheinend ein vor dem Tabellenführer aus Leuna. Angeblich war der Platz unbespielbar. Wenigstens hat der Scheißverein schon am Samstagabend abgesagt, sodass ich in Ruhe Ersatz für den Sonntag auftreiben konnte. Ansonsten bin ich dafür in so einem Fall die Regelung einzuführen, wie ich sie kürzlich aus Marokko gelesen habe: „Kann der gastgebende Verein spätestens am Vortag absehen, dass er die Partie wegen Mängeln am Spielfeld nicht austragen kann, so ist entweder das Heimrecht zu tauschen oder ein neutraler Platz in zumutbarer Entfernung zu nutzen.“ Der Kunstrasen in Leuna wäre sicher zumutbar gewesen – so eine Regel beugt natürlich Wettbewerbsverzerrung vor. Allerdings wäre bei der Witterung wie dieses Wochenende auch in jedem normalen Land überall gespielt worden...

VfB Ottersleben A 5:0 Germania Halberstadt A

Verein f. Bewegungsspiele Ottersleben (A)

5 : 0 (0:0)

VfB Germania Halberstadt (A-Jugend)

- Datum: Samstag, 1. April 2023 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Sachsen-Anhalt, A-Junioren (3. Spielklasse der U19)
- Ergebnis: 5-0 nach 93 (47/46) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tore: 1-0 32. Töpel, 2-0 48. Kretzer, 3-0 61. Kretzer, 4-0 86. Hohmann, 5-0 88. Wolter

- Gelbe Karten: keine

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Kunstrasen Sportanlage Ottersleben (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 15 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

Samstag wollte ich mich aber sowieso weiter nördlich als Leuna aufhalten, sodass als erste Partie des Tages eine A-Jugend Verbandsligabegegnung zwischen Ottersleben und Halberstadt auf der Tagesordnung stand. Die wirklich gute Partie endete mit einem überraschend deutlichen Sieg, der noch in der ersten Hälfte so nicht absehbar war. 5:0 für Ottersleben auf dem ausbauten- und schmucklosen Kunstrasen im Schwarzen Weg.

Zerben

Spielgemeinschaft SV Germania Güsen 1990 /

SV 90 Parey

1 : 3 (1:1)

TuS Schwarz-Weiß Bismarck 1863

- Datum: Samstag, 1. April 2023 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt Nord (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 95 (45/50) Minuten – Halbzeit: 0-3

- Tore: 0-1 13. Filatov, 1-1 29. Döbberthin, 1-2 49. Buchheim Eigentor, 1-3 69. Scherer

- Gelbe Karten: 3x Güsen, 2x Bismarck

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportplatz Güsen (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 75 (davon 60 Zahlende und ca. 5 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

Weiter ging es nach Parey. Auch hier ist der Platz nicht so spektakulär: Sehr eng, Rasen, ein paar Bänke, eine Freiluftkegelbahn, drumherum einfache ältere Häuser. Direkt drangebaut auch eine Sporthalle, wo dann Spiel drei stattfand.

Für die in der Landesliga üblichen 4€ konnte man sich ein recht intensives und vom Gast aus Bismarck bestimmtes Spiel ansehen. Die Schwarz-Weißen gingen auch in Führung, wobei viele Chancen ungenutzt verstrichen und die SG Güsen/ Parey dann plötzlich mit ihrem ersten Angriff zum Ausgleich kam.

Nach der Pause aber wieder völlig abgemeldet und Bismarck siegte noch verdient mit 1:3. Beide Seiten waren ganz gut am Holzen und Meckern – auch von den wenigen Zuschauern gab es von außen Feuer...

SG Güsen/ Parey 1:3 Schwarz-Weiß Bismarck

Güsener Handball Club

28 : 24 (14:6)

Handballspielgemeinschaft Altmark West (Neuferchau/ Kunrau & Solpke/ Mieste)

- Datum: Samstag, 1. April 2023 – Beginn: 16.55
- Wettbewerb: Verbandsliga Sachsen-Anhalt Nord (6. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 28-24 nach 60 (2x30) Minuten – Halbzeit: 14-6

- Statistiken: Verbandswebsite 

- Austragungsort: Elbe-Havel-Sporthalle Güsen, Große Halle (Kap. 300, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 140 (davon ca. 30 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

Völlig idiotisch, dass die Handballer 5 Minuten vorher begannen. Dafür waren hier doppelt so viele Zuschauer wie beim Fußball, wobei wir beiden nicht die einzigen waren, die da direkt nach Abpfiff rüberwechselten und für eine vergleichbare Liga noch mal 4€ abdrückten. Die Halle ist sehenswerter als der Sportplatz, es sind auch eine aneinandergebaute kleine Halle ohne Tribüne mit kleinerem Feld und eine größere mit Hintertortribüne, Empore auf einer Längsseite und richtigem Handballfeld. Kurioser Bau von den Maßen her, aber ausreichend!

Kurios auch die Partie zwischen dem Tabellenletzten und dem Drittletzten. Teilweise für der Letzte aus Güsen mit 10:3 und 11:4 und sowas und erst im zweiten Durchschnitt kam der von einigen Fans laut unterstützte Gast aus der westlichen Altmark noch mal heran. 28:24 aber am Ende für den Gastgeber, der nun Stendal auf den letzten Platz verdrängt hat.

Güsener HC 28:24 HSG Altmark West

Jugendspielgemeinschaft SV Irxleben 1919 /  TSV Niederndodeleben 1900 (A-Jugend)

2 : 1 n. V. (1:0, 0:1, 0:0, 1:0)

Nachwuchsförderzentrum Oscherslebener SC 1990 (A-Jugend)

- Datum: Sonntag, 2. April 2023 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Kreispokal Börde (Halbfinale; beide Teams Landesliga Sachsen-Anhalt; jeweils 4. und unterste Spielklasse der U19)
- Ergebnis: 2-1 nach 131 (48/50/15/18) Minuten – Halbzeit: 1-0, reguläre Spielzeit 1-1, Verlängerung: 1-0 (0-0)

- Tore: 1-0 22. Nordt, 1-1 90.+4 Kühnen, 2-1 120.+1 Trabert

- Gelbe Karten: 7x Irxleben, 4x Oschersleben

- Rote Karten: NN von Irxleben in der 118. wg. Foul und Reklamierens Gelb-Rot, NN von Oschersleben in der 107. wg. wdh. Foulspiels

- Austragungsort: Sportplatz Niederndodeleben (Kap.: 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

Das erste Ersatzspiel am Sonntag hatte es in sich: Ich machte das von Staßfurt aus alleine, da ich auf die Radtour nicht verzichten wollte. Also binnen zwei Stunden bei ekelhaft kaltem Wind nach Niederndodeleben gefahren und mir erstmal den historischen Ortskern, der doch eher etwas verfallen ist, angeschaut. Die Sportanlage ist sehr gepflegt, was man bei der Zufahrt (Kopfsteinpflaster, verfallener Bahnhof) nicht erwartet... Allerdings gibt es hier mal wieder keine Ausbauten und auch kaum Sitze. Das Halbfinale des A-Junioren Kreispokals Börde hatte einiges zu bieten: Die gastgebende Spielgemeinschaft vergab einen Elfer, bekam dann zwei weitere verfährt, aber erzielte vorher das 1:0 aus dem Spiel heraus. Der Gast aus Oschersleben legte sich ständig mit den Pöblern vom Heimverein – also zu mir waren die freundlich, weiß nicht, was die gegen den Gast hatten... – an und erzielte dann nach einem lächerlichen Freistoß das 1:1 in der Nachspielzeit. In der Verlängerung noch mal Action und für jede Seite eine gelb-rote Karte. In der Schlussminute dann ein Kopfball an den Innenpfosten und rein ins Netz zum verdienten 2:1 für Irxleben/ Niederndodeleben. Ein irres Ende der Partie – und ganz fair wurde dann abgeklatscht!

JSG Irxleben / Niederndodeleben A 2:1 a.e.t. Oscherslebener SC A

Spiel- und Sportverein Blau-Gelb Eichenbarleben/ Ochtmersleben 1889

0 : 2 (0:1)

SG Traktor Dreileben

- Datum: Sonntag, 2. April 2023 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 2. Kreisklasse Börde, Staffel 2 (12. und unterste Spielklasse, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 0-1

- Tore: 0-1 44. Giesecke, 0-2 75. Zibolka

- Gelbe Karten: NN (Dreileben)

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportplatz Ochtmersleben (Kap.: 915, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 18 (davon ca. 6 Gästefans)
- Spielbewertung: 4,0/10

Rückenwind, bergab bis zu 50km/h, bergauf immer noch 15 Sachen mindestens drauf, ein Durchschnitt von 26km/h – so kam ich zwei Minuten vor Anpfiff mit dem Rad durch den engen Gang zum Sportplatz in Ochtmersleben gefahren. Dieses Dorf hat eine schöne Kirche und die ein oder anderen historischen Gebäude – darunter auch eine Ackerbürgervilla – zu bieten. Mit dem Nachbardorf, wo es keinen Sportplatz gibt, existiert eine Spielgemeinschaft. In Eichenbarleben war ich mal, um mir die sehenswerten Gutsanlagen anzuschauen [Pfeil nach links für mehr Bilder klicken!]. Leider weniger sehenswert ist das Gekicke, was diese Spielgemeinschaft da für 2€ in der 2 Kreisklasse abliefert: Mal wieder kein Tor erzielt, mit einem Torverhältnis von 7:12 aus 12 Spielen mit 9 Punkten Drittletzter, mit 6 Unentschieden die meisten in der Liga und 3 von 4 Null-zu-Null-Kicks in der gesamten Ligasaison (bei nur etwas über 50 absolvierten Spielen ist das in so einer Liga sehr viel!) sind Spiele von Eichenbarleben/ Ochtmersleben gewesen! Der Gesamt-Torschnitt pro Spiel in der Liga liegt bei eher niedrigen 4,1 – doch bei Eichenbarleben/ Ochtmersleben bei nur halb so viele Treffern. Naja, zum Glück schenkte Traktor Dreileben denen zwei saubere Dinger ein und ging hochverdient als Sieger vom Platz. Zugute halten möchte ich beiden Mannschaften aber auch wie entspannt und fair der Umgang miteinander war. Ich frage mich aber, ob die wirklich beschissene Spielweise mit so vielen torlosen Partien einen Einfluss auf die Zuschauerzahl hatte: Ich habe schon lange nicht mehr so wenige Leute am Spielfeldrand gesehen, wie hier in Ochtmersleben.

Die Radtour war insgesamt sehr gelungen und nach 91 Kilometern beendet. Ich packte das Rad wieder ins Auto und fuhr nach Braunschweig.

Die nächsten Berichte kommen Mitte April vom Balkan.

Blau-Gelb Eichenbarleben/ Ochtmersleben 0:2 Traktor Dreileben

Statistik:

- Grounds: 3.336 (SA 3, SO 2; diese Saison: 208 neue)

- Sportveranstaltungen: 4.729 (SA 3, SO 2; diese Saison: 248)

- Tourkilometer: SA 290km Auto, SO 100km Auto und 90km Rad

- Saisonkilometer: 44.520 (31.130 Auto, davon 6.020 Mietwagen/ 10.800 Flugzeug/ 2.530 Fahrrad/ 60 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 48 [letzte Serie: 7, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 118 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Mittwoch, 12. Juni 2019

W671II-672I: Pfingsten mit hohem Sieg zum Saisonabschluss des TSV Leuna

TSV Leuna 1919 ....................................................... 5
SV Eintracht Gröbers 1915 ..................................... 1
- Datum: Samstag, 8. Juni 2019 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 7 (8. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 8. Wetzig, 2-0 26. Haufe (Elfmeter), 3-0 53. Haufe, 4-0 72. Degner, 5-0 82. Haufe, 5-1 87. Willno
- Gelbe Karten: 2x Leuna, 3x Gröbers
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stadion des Friedens, Kunstrasenplatz (Kap. 2.210, davon 210 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 120 (davon 100 zahlende und ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10

SV Bielen 1926 C .................................................... 25
VfB Friedetal Sollstedt C II ..................................... 0
- Datum: Samstag, 8. Juni 2019 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: C-Junioren Kreisliga Nordthüringen (4. und unterste U15-Liga)
- Ergebnis: 25-0 nach 65 Min. (30/35) – Halbzeit: 14-0
- Tore: NN
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportstätte SV Bielen (Kap. 1.250, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 18 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10

Fußball Club Eilenburg ........................................... 3
SG Union Sandersdorf 1911 .................................... 0
- Datum: Sonntag, 9. Juni 2019 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: NOFV Oberliga Süd (5. Liga, 2. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 30. Vogel, 2-0 42. Fiedler, 3-0 90. Bunge
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Ilburgstadion (Kap. 5.600, davon 443 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 300 (davon 251 zahlende und ca. 50 Gäästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10

TSV Schackensleben ............................................ 3
SV Blau-Weiß Elbe Glindenberg ........................ 0
- Datum: Montag, 10. Juni 2019 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 1. Bördekreisklasse, Staffel 1 (11. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 5. Kramarczyk, 2-0 53. Gießmann, 3-0 71. Thielecke
- Gelbe Karten: Böttcher, Thielecke, Gießmann (Schackensleben); Chekanov (Glindenberg)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Schackensleben/ Klein Santersleben (Kap. 1.150 davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon 60 zahlende und ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

Verein für Bewegungsspiele Ottersleben C ....... 4
TuS 1860 Magdeburg-Neustadt C II .................. 2
- Datum: Montag, 10. Juni 2019 – Beginn: 16.45
- Wettbewerb: Magdeburger Stadtpokal, C-Junioren (sogenannter WOBAU-Stadtpokal; C-Junioren Landesliga Staffel 2 gegen C-Junioren Kreisunion Magdeburg-Börde; 3. gegen 4. U15-Liga)
- Ergebnis: 4-2 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 5. Nr. 6, 1-1 9. Iyamu, 2-1 38. Nr. 6, 3-1 42. Nr. 11, 4-1 50. Nr. 9, 4-2 52. Sigo
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportanlage Schwarzer Weg/ Ottersleben (Kap. 3.000 Stehplätze)
- Zuschauer: max. 200 (davon ca. 80 Otterslebener und 50 Neustädter)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 TSV Leuna 1919 5:1 SV Eintracht Gröbers 1915 Photos with English Commentary :
a) 8th Division (Leuna): TSV Leuna 5:1 Eintracht Gröbers
b) Under-15 (Südharz): Bielen 25:0 Friedetal Sollstedt Res.
c) 5th Division (Northern Saxony): FC Eilenburg 3:0 Union Sandersdorf
d) 10th Division (Börde): TSV Schackensleben 3:0 BWE Glindenberg
e) Under-15 Cup Final (Magdeburg): VfB Ottersleben 4:2 TuS MD-Neustadt Res.
f) East Hesse: Gißlingskirche and Walterskirche church ruins (Gosselndorf and Waldradeberg deserted villages) 
g) Südharz: Straußberg, Wernrode, Ludwigshall (Wolkramshausen), Bielen 
h) Merseburg: Neumarkt and Palace 
i) Leuna: Church ruin next to the Stadium 
j) Northern Saxony: Eilenburg, Schönwölkau, Zschepplin, Hohenprießnitz, Schnaditz 
k) Börde: Schackensleben, Klein Santersleben  Church ruin Walterskirche Saisonende in der Landesklasse Staffel 7, Leuna noch mit Aufstiegschancen – da geht es selbstverständlich hin da!
Auf dem Weg, den ich bereits um 4 Uhr antrat, lag die Gißlingskirche, die ich trotz direkter Lage an der Autobahn 4 zwischen Bad Hersfeld und Friedewald und trotz meiner Sightseeingbesuche in Bad Hersfeld und Friedewald nie besichtigt habe. OK, sie liegt auch trotz 20m Luftlinie zur Autobahn schwer erreichbar. Oder gerade wegen. Es gibt halt keine Abfahrt. Die geschotterten Waldwege sind gut fahrbar, sodass mich so um 7 Uhr frühs auch die Sperrung nicht interessierte. Sowieso ein typisch westeuropäischer Stuss: wem schadet man bitte, wenn man da parallel zur Autobahn durch den Wald fährt, um nicht 3km zu einer Kirchenruine wandern zu müssen? Richtig: keinem! Bescheuerter wäre es, auf Höhe der Ruine auf dem Standstreifen zu parken und die Böschung runter zu gehen...
Nach 3km Piste (Abzweig in Sorga, unter der Autobahnbrücke durch, am Gehöft links und dann parallel zur A4) hat man die Kirchenruine erreicht. Diese war einmal Teil eines nun völlig abgetragenen Dorfes namens Gosselndorf. Leider gibt es von dieser Dorfwüstung gar keine Reste mehr zu sehen. Von der Gißlingskirche steht nur noch ein Turm aus dem 14. Jahrhundert. Der ist schön gemauert, schön gelegen – aber wenn man nicht gerade viel Langeweile hat, Wander- oder Mountainbike-Fanatiker ist oder eine große Begeisterung für spätmittelalterliche Ruinen hegt, lohnt es sich maximal, wie ich es gemacht habe, mit dem Auto (gut befahrbarer Schotterweg) hinzufahren und nach 5 Minuten wieder weiter parallel zur A4 bis zur Sternwarte Friedewald (sehr steiler Schotterweg!) zu gurken. Ab da ist es wieder befestigt und bewohnt.

Nur zwei Orte weiter, außerhalb von Unterneurode, befindet sich eine weitere Wüstung, von der nur noch eine Kirchenruine übrig ist. OK, in Waldradeberg steht außer der Walterskirche noch ein Rest von einem Brunnen. Ebenfalls alles aus dem 14. Jahrhundert, ebenfalls nur über Schotterpisten erreichbar und ebenfalls einen Besuch wert. Hier ist sogar noch die Umfassungsmauer des Friedhofs erhalten und das Kirchenschiff gut erkennbar. Wernrode Das Sightseeingprogramm ging in Thüringen, genauer in den Ausläufern des Südharz südlich von Nordhausen, weiter: Straußberg (die Kleinstadt in Brandenburg schreibt sich Strausberg!) ist ein winziges Dorf mit schönen Häusern und einer ansehnlichen Burgruine mit hohem Bergfried. Allerdings wird die Anlage seit Jahren saniert und ist daher nur eingeschränkt begehbar.

In Wernrode verfallen sowohl Schloss als auch Kirche ganz schlimm. Aber baulich sind der Fachwerkturm der Kirche und die versetzt zur Fassade angebrachten Erker des Schlosses ganz hervorragend!

In der Wolkramshausen gehörenden Siedlung Ludwigshall befinden sich die spektakulären Ruinen eines Kalischachtes. Weitestgehend gesichert, aber völlig zugemüllt. Dazwischen ein paar bewohnte Häuser. Ein seltsames Bild!

Direkt neben Nordhausen liegt das Dorf Bielen, wo es einen ganz ansehnlichen Ortskern mit schöner Kirche gibt. SV Bielen 1926 C 25:0 VfB Friedetal Sollstedt C In Bielen gab es dann auch noch Jugendfußball zu sehen: Der Platz liegt am Ortsrand und hat einen Graswall mit ein paar Bänken. Sportlerheim ganz ordentlich. Leider kein Blick in die Landschaft, aber direkt hinter dem Platz läuft ein kleiner Fluss entlang. Die Brücke neben dem Platz ist derzeit nru für Fußgänger und Zweiräder passierbar. Aber es gibt direkt daneben eine Furt, die mit guter Bodenfreiheit machbar ist.

Das Spiel hielt einen noch höheren Sieg als erwartet parat. Die C-2 von Friedetal Sollstedt machte sich überhaupt nicht richtig warm und kassierte in nur 65 Minuten 25 Tore gegen Bielen. Bei den Bielenern lief der Ball auch wirklich schön. Die bunt gemischte Truppe trat mit 10 Mann an, der Gast mit 9 und davon 4 Mädchen. Weder die Mädchen noch die Jungen konnten irgendetwas mit dem Ball anfangen. Das 25:0 war eigentlich noch zu niedrig. Aber dennoch ist es ein neuer Rekord in meiner Statistik: der deutlichste Sieg (zuvor war es ein 24:1 in einem Testspiel von Lok Leipzig) und das zweittorreichste Spiel zusammen mit diesem 24:1 nach dem 16:11 in einem Kleinfeldspiel der Alten Herren des ESV Merseburg... SV Bielen 1926 C 25:0 VfB Friedetal Sollstedt C Nach Merseburg fuhr ich im Anschluss, traf meine Eltern. Dann ging es zum eigentlich Anlass der Tour: dem Spiel der Ersten vom TSV Leuna gegen Eintracht Gröbers. Letztes Saisonspiel der Landesklasse, ein Punkt hinter Rot-Weiß Weißenfels auf Platz 2.

Gespielt wurde auf dem Kunstrasenplatz, da das Pfingstsportfest parallel dazu im Stadion lief. Das Spiel war sehr flott, von Leuna bestimmt und von Gröbers mit etwas Härte versehen. Robert Wetzig besorgte die schnelle Führung. Kurz darauf wollte der Linienrichter Abseits gesehen haben, als Leuna ein offenbar sauberes Tor erzielte. Auch danach alle fragwürdigen Entscheidungen nur gegen Leuna – insgesamt eine eher mangelhafte Leistung des Gespanns. Einfluss auf das Spiel hatte es zum Glück nicht. Denn Gröbers foulte so offensichtlich, dass es Elfmeter gab: Tobias Haufe verlud den Schlussmann der Gäste zum 2:0. Nach der Pause traf er noch zwei weitere Male (3:0 und 5:0). Außerdem trug sich Kevin Degner in die Torschützenliste ein. Erst kurz vor Schluss ein Treffer für Gröbers zum 5:1 Endstand in einer sehr guten und dem Saisonabschluss absolut würdigen Partie.

Leider gewann Rot-Weiß Weißenfels durch zwei späte Tore in Überzahl in Großgrimma. Offenbar auch durch Schiedsrichterhilfe – da wir keine Großgrimmaer Anhänger haben, schenke ich den Bemerkungen auf der facebook-Seite von Großgrimma Glauben: „Trotz erneut großer Personalsorgen lieferte unsere 1.Mannschaft ein gutes Spiel ab und war dem Aufsteiger aus Weißenfels grgenüber mehr als gleichwertig. Über die wohl Spielentscheidende Situation wollen wir gar nicht so viel reden , schön jedoch das Fairplay von Rot-Weiß Akteur Max Ullmann - welcher bezeugt das unser Spieler Felix Zech keinerlei Schiedsrichterbeleidigung o.ä ausgesprochen hat! Wir sind gespannt ob dies Auswirkungen in der Beurteilung der roten Karte haben wird.....“ (https://www.facebook.com/svgrossgrimma/) Dabei kommt noch verschärfend hinzu, dass der Schiri aus Emseloh (Mansfeld-Südharz) war. In dem Landkreis habe ich mal erlebt, wie ein Schirikollege ein reguläres Tor der Gastmannschaft wegen Abseits aberkannte und dann mit Ecke für die Gäste weiterspielen ließ...

Im Jahr des 100. Vereinsjubiläums also leider keine Krönung durch den Aufstieg. Aber Fußball wird im TSV Leuna ja auch erst seit 1920 angeboten – also vielleicht bei 100 Jahren Fußball dann der Aufstieg in die Landesliga 2020! TSV Leuna 1919 5:1 SV Eintracht Gröbers 1915
Schönwölkau Sonntag ging es nach Nord-Sachsen. Landschaftlich ist das die ödeste Ecke in ganz Sachsen, doch in vielen Orten gibt es noch interessante Schloss- und Burganlagen. Leider sind diese außer in Delitzsch fast nirgendwo in einem guten Zustand. Der erste Besichtigungsort war Schnaditz, wo man um ein interessantes, hohes Schloss, das sich aber in einem unmöglichen Zustand befindet und auch zu DDR-Zeiten baulich beschädigt wurde, herumlaufen kann. Auch die Kirche gegenüber ist ein ganz schöner Bau. In Hohenprießnitz hat ein Bayer das sehr symmetrische Barockschloss saniert. Betreten nur an bestimmten Tagen und zu den regelmäßigen Veranstaltungen wie Konzerten oder Weihnachtsmarkt, aber man kann wie heute auch durchs geschlossene Tor den Innenhof sehen. Die Kirche ist weniger interessant, aber auf dem Friedhof gibt es zwei interessante Ehrenmale (für Gefallene des 1. und 2. Weltkriegs aus dem Ort sowie für 10 sowjetische Soldaten). Das Schloss in Zschepplin hingegen, ist völlig versifft und wird erst teilweise saniert – im Internet ist über die Besitzer nichts Stichhaltiges zu finden, es wird aber als „Spekulationsobjekt“ beschimpft. Der englische Landschaftspark unterhalb des Schlosses spottet jeder Beschreibung: Wildwuchs, Schrott, verschlickte Teiche...

Eilenburg ist eine ziemlich unattraktive Kleinstadt. Sehenswerte Gebäude sind das Rathaus, die Kirche daneben und natürlich die Burganlage, die aber zu DDR-Zeiten völlig vermüllt und verändert wurde. Zwei Türme sind noch übrig, ein paar Mauern – historische Bausubstanz weitestgehend Fehlanzeige. Der Baustil und die Landschaft ließen mich an den Niederrhein wähnen. Da sieht es noch etwas schlimmer als, als in Nord-Sachsen...

Nach dem Spiel gab es die beste Besichtigung: Schönwölkau. Interessante barocke Kirchenruine (nur Mai-September, So 14-17 offen) mit kleinem, aber sehr hohem Kirchenschiff und hohem Turm. Gegenüber ein Gut und Barockschloss samt Park. Natürlich auch hier völlig auf den Müll gekommen, aber sehr schöner Bau! FC Eilenburg 3:0 Union Sandersdorf Sonntag gab es natürlich auch noch Fußball, letzter Spieltag der NOFV Oberliga Süd. Die Wahl fiel auf Eilenburg – eben weil ich die Gegend noch nicht so kannte, was für die vier anderen Optionen für einen neuen Ground nicht zutraf. Vom Spiel her lohnte es sich auch. Anfangs machte Eilenburg, die eine gute Saison aber weit hinter dem Aufstiegsplatz gespielt hatten, Druck. Dann kam Sandersdorf, die weit hinten landeten, aber nicht mehr absteigen konnten wegen des Rückzugs von Gera, immer wieder vors Tor. Nach einer halben Stunde allerdings ein Konter der Eilenburger zum 1:0. Kurz vor der Pause ein Kopfball zum 2:0. In der zweiten Hälfte passierte leider wenig. Nur ein Konter in der Schlussminute – perfekt mit Heber zum 3:0 abgeschlossen. Das nicht sonderlich zahlreiche Publikum – wir waren irgendwie im Gästesektor bei den gut 50 Sandersdorfern gelandet – reagierte wenig aufs Spiel. Es gab aber je eine Handvoll Fans beider Teams, die regelmäßig anfeuerten.

Das Stadion ist übrigens nicht uninteressant. Man geht nach Zahlung von 7€ Eintritt durch einen Torbogen, auf dem sich die Sprecherkabine und eine Anzeigetafel befindet. Rundherum laufen Graswälle, die außer auf der Hauptseite völlig zugewuchert sind. Irgendwie wuchert in Nordsachsen alles zu... Ein paar Stehstufen sind kaum erkennbar unter dem Gras auf der Gegengerade. Hinter der einen Kurve sieht man nur in die öde Wiesenlandschaft, hinter der anderen sind die beiden Burgtürme etwas zu sehen. Baulich gelungen ist die Haupttribüne mit den zwei überdachten Sitzplatzbereichen, auf deren Sitzen „FCE“ steht. FC Eilenburg 3:0 Union Sandersdorf
TSV Schackensleben 3:0 Blau-Weiß Elbe Glindenberg Am Montag stand im Bördedorf Schackensleben ein Kreisklassespiel an. Vorletzter Spieltag, letztes Heimspiel. Der Platz des TSV Schackensleben liegt schön direkt am Gutshof, unweit der Kirche des ehemaligen Dorfes Klein Santersleben, welches von Schackensleben umbaut wurde. Die eigentliche Kirche Schackensleben liegt 1km entfernt. Es gibt ein paar Stufen vor dem schönen Sportlerheim, eine tolle Grillhütte (Schmorwurst [Roster] und Buletten je 1,50€ und sehr gut!), einige schöne Bäume und diverse Vereinswappen auf der Anlage verteilt.

Das Spiel (2€ Eintritt) des bereits aufgestiegenen TSV Schackensleben wurde völlig von ihnen bestimmt. Obwohl Blau-Weiß Elbe Glindenberg Vierter ist, sahen sie keinen Stich. Kaum eine Torchance, dafür ständig Schackensleben am Drücker und nach 1:0 Pausenführung v.a. in Hälfte zwei trotz zwei weiterer Treffer einfach viel zu wenig. 3:0 natürlich trotzdem für die Schackenslebener ein toller Heimspielabschluss, in dessen Anschluss eine Medaillen- und Pokalübergabe erfolgte. Das war bereits der zweite Aufstieg in Folge für den 2016 in die unterste Liga abgestürzten TSV! TSV Schackensleben 3:0 Blau-Weiß Elbe Glindenberg Danach ging es noch nach Magdeburg-Ottersleben, wo die Anlage ebenfalls von großen Bäumen umgeben ist. Sie ist aber viel weitläufiger und neuer, hat größere Stehstufen, eine Laufbahn, ist flankiert von einer Feuerwache – aber alles nicht sonderlich sehenswert. Dafür waren hier noch mehr Zuschauer, weil es seit 9 Uhr morgens hier diverse Stadtpokalfinals der Junioren gab. Nun stieg hier das letzte Stadtpokalfinale: die jeweiligen unangefochtenen Tabellenführer ihrer U15-Liga (3. bzw. 4. von 5 Ebenen) traten gegeneinander an: VfB Ottersleben und TuS Magdeburg-Neustadt II.

Das flotte Spiel sah zuerst eine Otterslebener Führung, doch Neustadt kämpfte sich zurück und glich aus. Mitte der zweiten Hälfte entschied Ottersleben das Spiel für sich mit drei Toren in recht kurzer Zeit. Der Anschlusstreffer der Neustädter war zu wenig und zu spät. Auf jeden Fall ein gutes Spiel, gerade für C-Jugend. Gut war auch der Sprecher, der sich Mühe gab, die vielen ausländischen Namen der Neustädter richtig auszusprechen – gelang zwar nicht, aber bis in die Regionalligen kann man es sonst überall erleben, dass da nicht Buchstabe für Buchstabe vorgelesen wird, sondern aus dem Torschützen Owen Etinosa Iyamu ein „Ofen Äddi... äh... Kannichnichaussprechen“ wird...

Den Rückweg legte ich größtenteils über Bundesstraßen, was erstaunlich schnell ging. Es war ungewöhnlich wenig Verkehr. Drei angebliche Sperrungen umfuhr ich jeweils innerorts – solange es keine gesperrt Brücke ist, kann man fast immer innerorts drumherum fahren, auch wenn die Asozialen ausschildern, man müsse 10km außen herum fahren – und kam so schon um Mitternacht in Bonn an. VfB Ottersleben C 4:2 TuS Magdeburg-Neustadt C II Statistik:
- Grounds: 2.434 (Sa 1, So 1, Mo 2; diese Saison: 224 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.632 (Sa 2, So 1, Mo 2; diese Saison: 248)
- Tourkilometer: 1.280 (Sa 560km Auto, So 220km Auto, Mo 500km Auto)
- Saisonkilometer: 63.900 (36.200 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 28.830 Flugzeug/ 3.370 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28 [letzte Serie: 71, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 672