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Mittwoch, 12. Juni 2019

W671II-672I: Pfingsten mit hohem Sieg zum Saisonabschluss des TSV Leuna

TSV Leuna 1919 ....................................................... 5
SV Eintracht Gröbers 1915 ..................................... 1
- Datum: Samstag, 8. Juni 2019 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 7 (8. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 8. Wetzig, 2-0 26. Haufe (Elfmeter), 3-0 53. Haufe, 4-0 72. Degner, 5-0 82. Haufe, 5-1 87. Willno
- Gelbe Karten: 2x Leuna, 3x Gröbers
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stadion des Friedens, Kunstrasenplatz (Kap. 2.210, davon 210 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 120 (davon 100 zahlende und ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10

SV Bielen 1926 C .................................................... 25
VfB Friedetal Sollstedt C II ..................................... 0
- Datum: Samstag, 8. Juni 2019 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: C-Junioren Kreisliga Nordthüringen (4. und unterste U15-Liga)
- Ergebnis: 25-0 nach 65 Min. (30/35) – Halbzeit: 14-0
- Tore: NN
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportstätte SV Bielen (Kap. 1.250, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 18 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10

Fußball Club Eilenburg ........................................... 3
SG Union Sandersdorf 1911 .................................... 0
- Datum: Sonntag, 9. Juni 2019 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: NOFV Oberliga Süd (5. Liga, 2. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 30. Vogel, 2-0 42. Fiedler, 3-0 90. Bunge
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Ilburgstadion (Kap. 5.600, davon 443 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 300 (davon 251 zahlende und ca. 50 Gäästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10

TSV Schackensleben ............................................ 3
SV Blau-Weiß Elbe Glindenberg ........................ 0
- Datum: Montag, 10. Juni 2019 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 1. Bördekreisklasse, Staffel 1 (11. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 5. Kramarczyk, 2-0 53. Gießmann, 3-0 71. Thielecke
- Gelbe Karten: Böttcher, Thielecke, Gießmann (Schackensleben); Chekanov (Glindenberg)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Schackensleben/ Klein Santersleben (Kap. 1.150 davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon 60 zahlende und ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

Verein für Bewegungsspiele Ottersleben C ....... 4
TuS 1860 Magdeburg-Neustadt C II .................. 2
- Datum: Montag, 10. Juni 2019 – Beginn: 16.45
- Wettbewerb: Magdeburger Stadtpokal, C-Junioren (sogenannter WOBAU-Stadtpokal; C-Junioren Landesliga Staffel 2 gegen C-Junioren Kreisunion Magdeburg-Börde; 3. gegen 4. U15-Liga)
- Ergebnis: 4-2 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 5. Nr. 6, 1-1 9. Iyamu, 2-1 38. Nr. 6, 3-1 42. Nr. 11, 4-1 50. Nr. 9, 4-2 52. Sigo
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportanlage Schwarzer Weg/ Ottersleben (Kap. 3.000 Stehplätze)
- Zuschauer: max. 200 (davon ca. 80 Otterslebener und 50 Neustädter)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 TSV Leuna 1919 5:1 SV Eintracht Gröbers 1915 Photos with English Commentary :
a) 8th Division (Leuna): TSV Leuna 5:1 Eintracht Gröbers
b) Under-15 (Südharz): Bielen 25:0 Friedetal Sollstedt Res.
c) 5th Division (Northern Saxony): FC Eilenburg 3:0 Union Sandersdorf
d) 10th Division (Börde): TSV Schackensleben 3:0 BWE Glindenberg
e) Under-15 Cup Final (Magdeburg): VfB Ottersleben 4:2 TuS MD-Neustadt Res.
f) East Hesse: Gißlingskirche and Walterskirche church ruins (Gosselndorf and Waldradeberg deserted villages) 
g) Südharz: Straußberg, Wernrode, Ludwigshall (Wolkramshausen), Bielen 
h) Merseburg: Neumarkt and Palace 
i) Leuna: Church ruin next to the Stadium 
j) Northern Saxony: Eilenburg, Schönwölkau, Zschepplin, Hohenprießnitz, Schnaditz 
k) Börde: Schackensleben, Klein Santersleben  Church ruin Walterskirche Saisonende in der Landesklasse Staffel 7, Leuna noch mit Aufstiegschancen – da geht es selbstverständlich hin da!
Auf dem Weg, den ich bereits um 4 Uhr antrat, lag die Gißlingskirche, die ich trotz direkter Lage an der Autobahn 4 zwischen Bad Hersfeld und Friedewald und trotz meiner Sightseeingbesuche in Bad Hersfeld und Friedewald nie besichtigt habe. OK, sie liegt auch trotz 20m Luftlinie zur Autobahn schwer erreichbar. Oder gerade wegen. Es gibt halt keine Abfahrt. Die geschotterten Waldwege sind gut fahrbar, sodass mich so um 7 Uhr frühs auch die Sperrung nicht interessierte. Sowieso ein typisch westeuropäischer Stuss: wem schadet man bitte, wenn man da parallel zur Autobahn durch den Wald fährt, um nicht 3km zu einer Kirchenruine wandern zu müssen? Richtig: keinem! Bescheuerter wäre es, auf Höhe der Ruine auf dem Standstreifen zu parken und die Böschung runter zu gehen...
Nach 3km Piste (Abzweig in Sorga, unter der Autobahnbrücke durch, am Gehöft links und dann parallel zur A4) hat man die Kirchenruine erreicht. Diese war einmal Teil eines nun völlig abgetragenen Dorfes namens Gosselndorf. Leider gibt es von dieser Dorfwüstung gar keine Reste mehr zu sehen. Von der Gißlingskirche steht nur noch ein Turm aus dem 14. Jahrhundert. Der ist schön gemauert, schön gelegen – aber wenn man nicht gerade viel Langeweile hat, Wander- oder Mountainbike-Fanatiker ist oder eine große Begeisterung für spätmittelalterliche Ruinen hegt, lohnt es sich maximal, wie ich es gemacht habe, mit dem Auto (gut befahrbarer Schotterweg) hinzufahren und nach 5 Minuten wieder weiter parallel zur A4 bis zur Sternwarte Friedewald (sehr steiler Schotterweg!) zu gurken. Ab da ist es wieder befestigt und bewohnt.

Nur zwei Orte weiter, außerhalb von Unterneurode, befindet sich eine weitere Wüstung, von der nur noch eine Kirchenruine übrig ist. OK, in Waldradeberg steht außer der Walterskirche noch ein Rest von einem Brunnen. Ebenfalls alles aus dem 14. Jahrhundert, ebenfalls nur über Schotterpisten erreichbar und ebenfalls einen Besuch wert. Hier ist sogar noch die Umfassungsmauer des Friedhofs erhalten und das Kirchenschiff gut erkennbar. Wernrode Das Sightseeingprogramm ging in Thüringen, genauer in den Ausläufern des Südharz südlich von Nordhausen, weiter: Straußberg (die Kleinstadt in Brandenburg schreibt sich Strausberg!) ist ein winziges Dorf mit schönen Häusern und einer ansehnlichen Burgruine mit hohem Bergfried. Allerdings wird die Anlage seit Jahren saniert und ist daher nur eingeschränkt begehbar.

In Wernrode verfallen sowohl Schloss als auch Kirche ganz schlimm. Aber baulich sind der Fachwerkturm der Kirche und die versetzt zur Fassade angebrachten Erker des Schlosses ganz hervorragend!

In der Wolkramshausen gehörenden Siedlung Ludwigshall befinden sich die spektakulären Ruinen eines Kalischachtes. Weitestgehend gesichert, aber völlig zugemüllt. Dazwischen ein paar bewohnte Häuser. Ein seltsames Bild!

Direkt neben Nordhausen liegt das Dorf Bielen, wo es einen ganz ansehnlichen Ortskern mit schöner Kirche gibt. SV Bielen 1926 C 25:0 VfB Friedetal Sollstedt C In Bielen gab es dann auch noch Jugendfußball zu sehen: Der Platz liegt am Ortsrand und hat einen Graswall mit ein paar Bänken. Sportlerheim ganz ordentlich. Leider kein Blick in die Landschaft, aber direkt hinter dem Platz läuft ein kleiner Fluss entlang. Die Brücke neben dem Platz ist derzeit nru für Fußgänger und Zweiräder passierbar. Aber es gibt direkt daneben eine Furt, die mit guter Bodenfreiheit machbar ist.

Das Spiel hielt einen noch höheren Sieg als erwartet parat. Die C-2 von Friedetal Sollstedt machte sich überhaupt nicht richtig warm und kassierte in nur 65 Minuten 25 Tore gegen Bielen. Bei den Bielenern lief der Ball auch wirklich schön. Die bunt gemischte Truppe trat mit 10 Mann an, der Gast mit 9 und davon 4 Mädchen. Weder die Mädchen noch die Jungen konnten irgendetwas mit dem Ball anfangen. Das 25:0 war eigentlich noch zu niedrig. Aber dennoch ist es ein neuer Rekord in meiner Statistik: der deutlichste Sieg (zuvor war es ein 24:1 in einem Testspiel von Lok Leipzig) und das zweittorreichste Spiel zusammen mit diesem 24:1 nach dem 16:11 in einem Kleinfeldspiel der Alten Herren des ESV Merseburg... SV Bielen 1926 C 25:0 VfB Friedetal Sollstedt C Nach Merseburg fuhr ich im Anschluss, traf meine Eltern. Dann ging es zum eigentlich Anlass der Tour: dem Spiel der Ersten vom TSV Leuna gegen Eintracht Gröbers. Letztes Saisonspiel der Landesklasse, ein Punkt hinter Rot-Weiß Weißenfels auf Platz 2.

Gespielt wurde auf dem Kunstrasenplatz, da das Pfingstsportfest parallel dazu im Stadion lief. Das Spiel war sehr flott, von Leuna bestimmt und von Gröbers mit etwas Härte versehen. Robert Wetzig besorgte die schnelle Führung. Kurz darauf wollte der Linienrichter Abseits gesehen haben, als Leuna ein offenbar sauberes Tor erzielte. Auch danach alle fragwürdigen Entscheidungen nur gegen Leuna – insgesamt eine eher mangelhafte Leistung des Gespanns. Einfluss auf das Spiel hatte es zum Glück nicht. Denn Gröbers foulte so offensichtlich, dass es Elfmeter gab: Tobias Haufe verlud den Schlussmann der Gäste zum 2:0. Nach der Pause traf er noch zwei weitere Male (3:0 und 5:0). Außerdem trug sich Kevin Degner in die Torschützenliste ein. Erst kurz vor Schluss ein Treffer für Gröbers zum 5:1 Endstand in einer sehr guten und dem Saisonabschluss absolut würdigen Partie.

Leider gewann Rot-Weiß Weißenfels durch zwei späte Tore in Überzahl in Großgrimma. Offenbar auch durch Schiedsrichterhilfe – da wir keine Großgrimmaer Anhänger haben, schenke ich den Bemerkungen auf der facebook-Seite von Großgrimma Glauben: „Trotz erneut großer Personalsorgen lieferte unsere 1.Mannschaft ein gutes Spiel ab und war dem Aufsteiger aus Weißenfels grgenüber mehr als gleichwertig. Über die wohl Spielentscheidende Situation wollen wir gar nicht so viel reden , schön jedoch das Fairplay von Rot-Weiß Akteur Max Ullmann - welcher bezeugt das unser Spieler Felix Zech keinerlei Schiedsrichterbeleidigung o.ä ausgesprochen hat! Wir sind gespannt ob dies Auswirkungen in der Beurteilung der roten Karte haben wird.....“ (https://www.facebook.com/svgrossgrimma/) Dabei kommt noch verschärfend hinzu, dass der Schiri aus Emseloh (Mansfeld-Südharz) war. In dem Landkreis habe ich mal erlebt, wie ein Schirikollege ein reguläres Tor der Gastmannschaft wegen Abseits aberkannte und dann mit Ecke für die Gäste weiterspielen ließ...

Im Jahr des 100. Vereinsjubiläums also leider keine Krönung durch den Aufstieg. Aber Fußball wird im TSV Leuna ja auch erst seit 1920 angeboten – also vielleicht bei 100 Jahren Fußball dann der Aufstieg in die Landesliga 2020! TSV Leuna 1919 5:1 SV Eintracht Gröbers 1915
Schönwölkau Sonntag ging es nach Nord-Sachsen. Landschaftlich ist das die ödeste Ecke in ganz Sachsen, doch in vielen Orten gibt es noch interessante Schloss- und Burganlagen. Leider sind diese außer in Delitzsch fast nirgendwo in einem guten Zustand. Der erste Besichtigungsort war Schnaditz, wo man um ein interessantes, hohes Schloss, das sich aber in einem unmöglichen Zustand befindet und auch zu DDR-Zeiten baulich beschädigt wurde, herumlaufen kann. Auch die Kirche gegenüber ist ein ganz schöner Bau. In Hohenprießnitz hat ein Bayer das sehr symmetrische Barockschloss saniert. Betreten nur an bestimmten Tagen und zu den regelmäßigen Veranstaltungen wie Konzerten oder Weihnachtsmarkt, aber man kann wie heute auch durchs geschlossene Tor den Innenhof sehen. Die Kirche ist weniger interessant, aber auf dem Friedhof gibt es zwei interessante Ehrenmale (für Gefallene des 1. und 2. Weltkriegs aus dem Ort sowie für 10 sowjetische Soldaten). Das Schloss in Zschepplin hingegen, ist völlig versifft und wird erst teilweise saniert – im Internet ist über die Besitzer nichts Stichhaltiges zu finden, es wird aber als „Spekulationsobjekt“ beschimpft. Der englische Landschaftspark unterhalb des Schlosses spottet jeder Beschreibung: Wildwuchs, Schrott, verschlickte Teiche...

Eilenburg ist eine ziemlich unattraktive Kleinstadt. Sehenswerte Gebäude sind das Rathaus, die Kirche daneben und natürlich die Burganlage, die aber zu DDR-Zeiten völlig vermüllt und verändert wurde. Zwei Türme sind noch übrig, ein paar Mauern – historische Bausubstanz weitestgehend Fehlanzeige. Der Baustil und die Landschaft ließen mich an den Niederrhein wähnen. Da sieht es noch etwas schlimmer als, als in Nord-Sachsen...

Nach dem Spiel gab es die beste Besichtigung: Schönwölkau. Interessante barocke Kirchenruine (nur Mai-September, So 14-17 offen) mit kleinem, aber sehr hohem Kirchenschiff und hohem Turm. Gegenüber ein Gut und Barockschloss samt Park. Natürlich auch hier völlig auf den Müll gekommen, aber sehr schöner Bau! FC Eilenburg 3:0 Union Sandersdorf Sonntag gab es natürlich auch noch Fußball, letzter Spieltag der NOFV Oberliga Süd. Die Wahl fiel auf Eilenburg – eben weil ich die Gegend noch nicht so kannte, was für die vier anderen Optionen für einen neuen Ground nicht zutraf. Vom Spiel her lohnte es sich auch. Anfangs machte Eilenburg, die eine gute Saison aber weit hinter dem Aufstiegsplatz gespielt hatten, Druck. Dann kam Sandersdorf, die weit hinten landeten, aber nicht mehr absteigen konnten wegen des Rückzugs von Gera, immer wieder vors Tor. Nach einer halben Stunde allerdings ein Konter der Eilenburger zum 1:0. Kurz vor der Pause ein Kopfball zum 2:0. In der zweiten Hälfte passierte leider wenig. Nur ein Konter in der Schlussminute – perfekt mit Heber zum 3:0 abgeschlossen. Das nicht sonderlich zahlreiche Publikum – wir waren irgendwie im Gästesektor bei den gut 50 Sandersdorfern gelandet – reagierte wenig aufs Spiel. Es gab aber je eine Handvoll Fans beider Teams, die regelmäßig anfeuerten.

Das Stadion ist übrigens nicht uninteressant. Man geht nach Zahlung von 7€ Eintritt durch einen Torbogen, auf dem sich die Sprecherkabine und eine Anzeigetafel befindet. Rundherum laufen Graswälle, die außer auf der Hauptseite völlig zugewuchert sind. Irgendwie wuchert in Nordsachsen alles zu... Ein paar Stehstufen sind kaum erkennbar unter dem Gras auf der Gegengerade. Hinter der einen Kurve sieht man nur in die öde Wiesenlandschaft, hinter der anderen sind die beiden Burgtürme etwas zu sehen. Baulich gelungen ist die Haupttribüne mit den zwei überdachten Sitzplatzbereichen, auf deren Sitzen „FCE“ steht. FC Eilenburg 3:0 Union Sandersdorf
TSV Schackensleben 3:0 Blau-Weiß Elbe Glindenberg Am Montag stand im Bördedorf Schackensleben ein Kreisklassespiel an. Vorletzter Spieltag, letztes Heimspiel. Der Platz des TSV Schackensleben liegt schön direkt am Gutshof, unweit der Kirche des ehemaligen Dorfes Klein Santersleben, welches von Schackensleben umbaut wurde. Die eigentliche Kirche Schackensleben liegt 1km entfernt. Es gibt ein paar Stufen vor dem schönen Sportlerheim, eine tolle Grillhütte (Schmorwurst [Roster] und Buletten je 1,50€ und sehr gut!), einige schöne Bäume und diverse Vereinswappen auf der Anlage verteilt.

Das Spiel (2€ Eintritt) des bereits aufgestiegenen TSV Schackensleben wurde völlig von ihnen bestimmt. Obwohl Blau-Weiß Elbe Glindenberg Vierter ist, sahen sie keinen Stich. Kaum eine Torchance, dafür ständig Schackensleben am Drücker und nach 1:0 Pausenführung v.a. in Hälfte zwei trotz zwei weiterer Treffer einfach viel zu wenig. 3:0 natürlich trotzdem für die Schackenslebener ein toller Heimspielabschluss, in dessen Anschluss eine Medaillen- und Pokalübergabe erfolgte. Das war bereits der zweite Aufstieg in Folge für den 2016 in die unterste Liga abgestürzten TSV! TSV Schackensleben 3:0 Blau-Weiß Elbe Glindenberg Danach ging es noch nach Magdeburg-Ottersleben, wo die Anlage ebenfalls von großen Bäumen umgeben ist. Sie ist aber viel weitläufiger und neuer, hat größere Stehstufen, eine Laufbahn, ist flankiert von einer Feuerwache – aber alles nicht sonderlich sehenswert. Dafür waren hier noch mehr Zuschauer, weil es seit 9 Uhr morgens hier diverse Stadtpokalfinals der Junioren gab. Nun stieg hier das letzte Stadtpokalfinale: die jeweiligen unangefochtenen Tabellenführer ihrer U15-Liga (3. bzw. 4. von 5 Ebenen) traten gegeneinander an: VfB Ottersleben und TuS Magdeburg-Neustadt II.

Das flotte Spiel sah zuerst eine Otterslebener Führung, doch Neustadt kämpfte sich zurück und glich aus. Mitte der zweiten Hälfte entschied Ottersleben das Spiel für sich mit drei Toren in recht kurzer Zeit. Der Anschlusstreffer der Neustädter war zu wenig und zu spät. Auf jeden Fall ein gutes Spiel, gerade für C-Jugend. Gut war auch der Sprecher, der sich Mühe gab, die vielen ausländischen Namen der Neustädter richtig auszusprechen – gelang zwar nicht, aber bis in die Regionalligen kann man es sonst überall erleben, dass da nicht Buchstabe für Buchstabe vorgelesen wird, sondern aus dem Torschützen Owen Etinosa Iyamu ein „Ofen Äddi... äh... Kannichnichaussprechen“ wird...

Den Rückweg legte ich größtenteils über Bundesstraßen, was erstaunlich schnell ging. Es war ungewöhnlich wenig Verkehr. Drei angebliche Sperrungen umfuhr ich jeweils innerorts – solange es keine gesperrt Brücke ist, kann man fast immer innerorts drumherum fahren, auch wenn die Asozialen ausschildern, man müsse 10km außen herum fahren – und kam so schon um Mitternacht in Bonn an. VfB Ottersleben C 4:2 TuS Magdeburg-Neustadt C II Statistik:
- Grounds: 2.434 (Sa 1, So 1, Mo 2; diese Saison: 224 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.632 (Sa 2, So 1, Mo 2; diese Saison: 248)
- Tourkilometer: 1.280 (Sa 560km Auto, So 220km Auto, Mo 500km Auto)
- Saisonkilometer: 63.900 (36.200 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 28.830 Flugzeug/ 3.370 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28 [letzte Serie: 71, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 672

Montag, 4. Oktober 2010

W218III: Zwei schwache Spiele in Zwickau, doch den Besuch bereut man dort nie

FSV Zwickau A 0:3 FC Eilenburg A
Sonntag 3. Oktober 2010 – Anstoß 11.00
Landesliga Sachsen, A-Junioren (3. Liga der 16-18jährigen)
Ergebnis: 0:3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 0:2
Tore: 0-1 23. Nr. 10, 0-2 31. Nr. 10 (Elfmeter), 0-3 65. Nr. 7
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Südkampfbahn (Kap. 3.000, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 45 (davon vllt. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 1,5/10 (Eilenburg halbwegs sicher und ab und an gute Aktionen [3,0], Zwickau leider richtig unter aller Sau [0,0])

FSV Zwickau 3:1 SG Dynamo Dresden II (U-23)
Sonntag 3. Oktober 2010 – Anstoß 14.00
Oberliga Nord-Ost/ Süd (5. Liga, 2. Halbprofiliga)
Ergebnis: 3:1 nach 94 Min. (46/48) – Halbzeit 2:0
Tore: 1:0 9. Christof Neumann, 2:0 24. Christof Neumann, 3:0 60. Stefan Schumann (Elfmeter), 3:1 73. Norman Wohlfeld (Torwart-Eigentor?)
Verwarnungen: Danny Troschke (FSV); Martin Scholze, Tim Krömer, Sepp Kunze (SGD)
Platzverweise: keine
Spielort: Westsachsenstadion (Kap. 4.999 Sitzplätze, 9.001 gesperrte Plätze)
Zuschauer: 1.210 (davon ca. 200 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Zwickau sicher und mit einigen guten Szenen, Dresden nur zum Ende der 2. Halbzeit auf akzeptablen Niveau, sonst richtig scheiße gespielt, Stimmung der Fans O.K.)
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Photos and English version:
ZWICKAU: FSV ZWICKAU – DYNAMO DRESDEN II UND A-JUGEND
(Album contains pictures of Zwickau-Planitz, under-18 match FSV Zwickau – FC Eilenburg and semi-pro match: FSV Zwickau – Dynamo Dresden Reserve)

Das ist Bahnfahren wie es im Buche steht: um von einer nicht unbekannten sachsen-anhaltischen Stadt in eine wichtige sächsische Stadt zu kommen, die knapp 100km Luftlinie und nur wenig mehr Straßenkilometer oder 80 Autominuten entfernt liegt, bracht man mit der Bahn trotz nur einem Umstieg 200 Kilometer und 200 Minuten.

Endlich in Zwickau, aßen wir ein gutes aber zu teures Frühstück im Bahnhof und fuhren wir mit den Rädern nach Zwickau-Planitz, wo wir uns erst das Schloss mit Kirche und Gymnasium sowie angrenzenden Park mit einer weiteren Kirche – keine 2km entfernt findet man noch ein christliches Gotteshaus inmitten der schön in die Berghänge gebauten Straßenzüge mit den gutbürgerlichen Häusern Planitz’ – ansahen und dann nach zwei Mal falsch abgebogen doch noch um 11 Uhr an der Südkampfbahn standen, wo die Zwickauer A-Jugend (ungeschlagener Tabellenführer) gegen den FC Eilenburg A (gut gestarteter Dritter) kämpfte.

Wobei sie eigentlich nur die ersten 10 Minuten kämpften. Und von der Kampfbahn ist auch nur noch ein Graswallquadrat übrig. Doch die Wälle, auf denen sich ein paar wenige, aber jeden Neuankommenden grüßende Zuschauer eingefunden haben, lassen die vormalige Größe der Stehtribünen erahnen und die zweireihige Stahlrohrtribüne deutet an, wo einst die überdachte Tribüne bis zum baulichkeitsbedingten Abriss stand. Einige Häuser sind eng rangebaut, das Schloss Planitz und die eindrucksvolle neogotische Kirche ragen über die Wipfel der eng stehenden Bäume hinaus. Schon eine schöne Anlage!

Und eigentlich hätten wir ja auch ein schönes Spiel erwartet, aber nach 10 Minuten war die Luft bei Zwickau draußen und nach 20 bequemte sich Eilenburg erstmals, selber etwas fürs Spiel zu tun. Das 0:1 war gut gemacht, dann folgte wieder Leerlauf, dann ein starker Sturmlauf und katastrophales Abwehrverhalten der Heimmannschaft: ein unnötiges Foul, ein korrekter Elfmeter und ein sicherer Schütze. Null zu zwei. Danach war das Spiel dürftig und das Schiedsrichtergespann – wieso kann man nicht wie in der gleichen Ebene in Sachsen-Anhalt (A-Jugend Verbandsliga) ohne Fahnenheinis spielen? – zerstörte noch die wenigen Angriffe durch sinnlose Abseitswinkerei oder Foulpfeiferei, wo gar kein Regelverstoß war.

In der zweiten Halbzeit war all das nicht besser, sondern verschlimmerte sich noch. Das war selbst für ein Spitzenspiel – da bekommt man ja leider durch die Unfähigkeit vieler Spieler mit Druck umzugehen oder auch durch die Gleichwertigkeit der beteiligten Akteure selten spitzenmäßigen Sport zu sehen – ganz schlimm. Das Gespann hätte auch nach wie vor drei Blindenhunde benötigt: zwei, die nach den Linienrichterfahnen schnappen, wenn der wieder sinnlos winken will und einen, der den Schiri anknurrt, wenn der wieder nicht klar kommt oder einen seiner Assistenten zu Unrecht bei Einwurfentscheidungen korrigiert. Eilenburg erzielte noch ein schönes Tor als Schlusspunkt auf einer nicht so schönen Partie. Bei Zwickau, die leider die Tabellenführung an Fortuna Chemnitz verloren, handelte es sicher um einen Ausrutscher. Wenn die immer so einen Scheiß spielen täten, wären sie nie wochenlang Erster gewesen. Da kann man nur sagen: weiter machen und zwar besser das nächste Spiel!
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Ein kurzes Bergstück hoch und eine lange Abfahrt runter und schon ist man am Westsachsenstadion, das ich, ist es doch wohl das interessanteste deutsche Stadion, schon mehrfach beschrieben habe (
siehe Bilder in diesem Bericht). Allerdings ändert sich immer wieder etwas an dem seit Jahren zum Normalzustand gewordenen Provisorium der Stahlrohrtribünen, mit denen die abgewrackten Steh- und Sitzränge überbaut sind. Die Gegentribüne wurde etwas abgeändert und der eigentlich Gästesektor dorthin verlegt, wobei das wohl dem Vandalismus Chemnitzer Gästefans geschuldet ist, dass die eine Kurve nun nicht mehr nutzbar ist.

Jedenfalls fand in dieser tollen Sportanlage die Partie zwischen dem FSV Zwickau und Dynamo Dresden II (oder U-23) statt. Die beiden Fanlager sind befreundet, sodass es diesmal weder Vandalismus noch Tumult und Pöbeleien gab. Die Fans saßen sogar gut gemischt und hatten die Ultras in der ersten Hälfte noch in getrennten Blöcken ihre Teams und den jeweiligen Gegenüber angefeuert, so wechselte die Dynamo-Fraktion nach der Pause in den Red Kaos-Block von Zwickau und feuerte dort v.a. den FSV mit an. Leider wurde von den anderen 1.000 Zuschauern maximal auf den Spielverlauf reagiert und in keinster Weise sonst angefeuert. Dass ein Banner „Istina za Vedrana – Wahrheit im Fall Vedran“ nur Verwunderung und ahnungslose Gleichgültigkeit hervorruft, ist logisch. Ich kam auch erst nach ein, zwei Minuten darauf, dass das Banner an den bei der völlig aus dem Ruder gelaufenen Straßenschlacht vor dem Spiel der ersten bosnischen Liga zwischen NK Široki Brijeg (rechtsextremer Kroatenseparatistenverein) und FK Sarajevo (nationalistischer Bosnier-Klub mit zumeist muslimischen Fans)
2009 (wahrscheinlich durch eine Polizeikugel – brisanterweise in einem durch (auch bei den Polizeikräften) Kroaten dominierten Ort) getöteten FK Sarajevo-Ultra erinnert. Ironischerweise soll der kroatische Mörder eigentlich einen Muslim habe töten wollen, doch er traf einen der wenigen Katholen in der Szene von FK Sarajevo. Zurück nach Zwickau: da muss man sagen, dass auch die Nicht-Ultras ruhig mal ein bisschen mehr anfeuern könnten. Bei dem Spiel gegen Aue II, das ich 2008 mal gesehen habe, gingen ja sehr viele mit.

Vom Spiel her war aufgrund der Tabellensituation – Zwickau 6., Dresden 11. von 16 – ein knapper Sieg der Zwickauer oder ein Unentschieden zu erwarten und wenige Tore zu befürchten, doch Zwickau legte gleich los und der Spieler Neumann zeigte innerhalb von 15 Minuten (in der 9. und der 24. Spielminute nämlich) seine Kopfballstärke. Erst nach einem Standard hineingesprungen und hoch eingeköpft, dann ein Flugkopfball noch vor dem heraneilenden Torwart erwischt. Das Spiel war nicht besonders gut, doch Zwickau spielte immerhin sicher und überlegen gegen ganz schwache Dresdener. In der zweiten Halbzeit begannen die Jung-Dynamos – oder die zweite Garde – sogar damit, die ein oder andere unsaubere Aktion zu zeigen. Selbst Schuld, dass es nach einer Stunde Elfmeter gab, den der Zwickauer Schuhmann sicher verwandelte. Leider ließ sich Zwickau dann zurückfallen und konterte die letzten 25 Minuten über nur drei Mal – und das erfolglos. Hingegen Dynamo II zeigte jetzt, dass sie wenigstens ein paar Minuten halbwegs akzeptables Spielniveau durchhalten können und griff das FSV-Tor mehrfach gefährlich an. Allerdings trafen sie einmal nur irregulär (aberkannt) und einmal kullerte der Ball durch einen Torwartfehler (ob das auch ein Eigentor von ihm war, weiß ich nicht) äußerst glücklich ins Tor. Also mit 5:1 oder 5:0 hätte Dynamo sich auch nicht als „unglücklich hoch verloren“ hinstellen können – das 3:1 war noch ziemlich niedrig alles in allem betrachtet – und ob das nur am Fehlen ihres erfolgreichsten Torschützen lag, dass sie so scheiße kickten, wage ich zu bezweifeln; der Erfolg einer Mannschaft darf ja nicht von einem einzigen Leistungsträger abhängen!
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Das Westsachsenstadion ist eines der kuriosen Stadien, das man als Groundhopper gesehen haben muss, der FSV spielt für Oberliga meist attraktiven Fußball (heute nicht so besonders, lag aber auch am Gegner) und die Fanszene ist vor allem in den Derbys gegen Aue, Chemnitz, Lok und Sachsen Leipzig sowie gegen den Hallschen FC (und vielleicht noch ein paar andere) sehr kreativ und eindrucksvoll. Also die haben schon richtig tolle Choreographien und Pyroaktionen gezeigt und sind laut, ausdauernd, hauen melodische Gesänge – einige Melodien sind auch eher unbekannt hierzulande und könnten auch 500 Kilometer weiter östlich oder südöstlich so gesungen werden – raus, der Trommler ist absolut genial (!) und ich habe auch noch kein Publikum erlebt, das immer wieder so freundlich auf neutrale oder fremde Fans – zumindest solange sie nicht aus Chemnitz oder Aue sind – reagiert, im Gegenzug jedoch sich so derartig aggressiv gegenüber rivalisierenden Fangruppen verhält, wie in Zwickau. Man sollte nur darauf achten, dass der Ultrasektor nur für die entsprechenden Leute reserviert ist. Da sollen die jungen Leute besonders pingelig sein, wenn jemand nur aus Neugierde und nicht zum 90 Minuten langen Anfeuern in den Block auf der Gegenseite, links vom Turm aus gesehen, geht.

Abschließend muss ich sagen, dass der Bahnhof, der etwas heruntergekommen, voller schlechter und zu teurer Läden ist und nicht mal vernünftig funktionierende Getränkeautomaten hat, ziemlich das Letzte in der Stadt ist. Wobei die Anreise mit der Bahn so wie so nicht zu empfehlen ist, da man mit dem Auto von vielen anderen deutschen Orten viel schneller und flexibler (teurer ist es eigentlich auch nicht) in Zwickau ist, als mit der Bahn. Aber man muss ja – außer aus Zeitgründen wie wir – nicht unbedingt an diesem scheiß Bahnhof essen, sondern z.B. in dem böhmischen Restaurant gegenüber der Marienkirche. Alles in allem ist ein Besuch in Zwickau – vor/ nach dem Spiel/ den Spielen kann man auch ein paar Sehenswürdigkeiten abklappern – wirklich zu empfehlen!
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Statistik:
Ground Nr. 480 (ein neuer Ground; diese Saison: 30 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.151 und 1.152 (diese Saison: 40)
Tageskilometer: 420 (400 Bahn, 20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 10.160 (7.170 Auto/ 1.340 Fahrrad/ 850 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 67
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 218