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Donnerstag, 7. August 2025

W3.0240II: Testspiele in Haldensleben und Umgebung

Bebertaler SV 1931

2 : 1 (1:1)

MTV Weferlingen von 1881

- Datum: Samstag, 2. August 2025 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Testspiel (Bördeoberliga; 9. Spielklasse, 4. Amateurliga gegen Bördeliga; 10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 92 (45/47) Minuten – Halbzeit: 1-1

- Tore: 0-1 17. Braun, 1-1 20. Vorbrodt (Eigentor), 2-1 75. Berger    

- Verwarnungen: keine

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz am Beberberg (Kap. 1.050, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 125 (davon ca. 20 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,0/10

Haldensleber Sport Club (B-Junioren)

0 : 4 (0:1)

Verein für Bewegungsspiele Ottersleben (B-Junioren)

- Datum: Samstag, 2. August 2025 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Testspiel (B-Jugend Landesliga Sachsen-Anhalt, Staffel 1; 4. Spielklasse der U17 gegen B-Jugend Verbandsliga Sachsen-Anhalt; 3. Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 0-4 nach 82 (40/42) Minuten – Halbzeit: 0-1

- Tore: 0-1 40. Laaser, 0-2 47. Kocaoglu, 0-3 54. Altenkirch, 0-4 67. Altenkirch   

- Verwarnungen: NN (HSC); Jörges (Ottersleben)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Allee (Kap. 2.000, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 5,0/10

Haldensleber SC B 0:4 VfB Ottersleben B

Photos with English commentary:

a) Pre-Season Men: Bebertal vs. Weferlingen

b) Under-17 Pre-Season: Haldensleben vs. Ottersleben

c) Sightseeing: BEBERTAL (two churches, one palace)

Am Samstag ging es auf eine mittellange Radtour zu zwei Testspielen in die Kreishauptstadt des ehemaligen Ohrekreises, hin via Flechtingen und Bülstringen nach Haldensleben und dann von Bebertal via Bodendorf von Südosten nach Weferlingen zurück. Wie immer gut zu fahren, aber so gut wie keine Radwege.

Erstes Ziel war ein U17-Testspiel des SC Haldensleben, das erfreulicherweise im Stadion an der Jahn-Allee ausgetragen wurde. Das ist noch ein bisschen schöner als das Waldstadion, auf dessen Gelände die meisten Spiele stattfinden. Großes Eingangsportal mit zwei symmetrisch zueinander gestellten Kassenhäuschen (natürlich freier Eintritt heute), auf der Hauptseite ein origineller Sprecherturm (als Lager umgenutzt), mehrere Reihen Stehstufe und dazwischen immer wieder blaue und gelbe Bänke. Auch ein paar Picknickbänke gibt es, und auf der ausbautenlosen Gegenseite weitere Sitzbänke.

Das Spiel war nicht so begeisternd, aber der favorisierte Gast aus Magdeburg-Ottersleben setzte Haldensleben so gut unter Druck, dass die sich am Ende 0:4 geschlagen geben mussten. VfB Ottersleben ging jedoch erst mit dem Pausenpfiff in Führung.

Bebertal

Dann ging es weiter nach Bebertal. Der Ort ist richtig sehenswert, v.a. Bebertal I (ehemals Alvensleben), da dort beide Kirchen regelmäßig geöffnet sind (ich glaube April bis Oktober 10-18 Uhr). Innen machen die noch mehr her als außen, vor allem die weiter unten gelegene St. Godebert mit der dreifachen Empore und dem Taufengel, aber auch die oben gelegene Marktkirche mit dem barocken Altargemälde und der Bemalung der einfachen Empore, ist besuchenswert. Sehr schön ist auch das Schloss mit Turmresten der Burganlage. Wer zum SV Bebertal kommt, kann ruhig mal eine Stunde nach dem Spiel oder besser davor, durch das Dorf latschen! 

Ich fuhr ja zuerst durch das Dorf und kam deshalb auch pünktlich zum Testspiel des 4. der Bördeoberliga gegen den 4. der Bördeliga, MTV Weferlingen. Daher auch der Revisit dieses aber auch wirklich schöne Grounds am Hang unterhalb eines Sendemastes. Mit weit über 100 Zuschauern war die Partie so gut besucht wie ein normales Pflichtspiel. Leider wurden auch normale Pflichtspielpreise verlangt, was im benachbarten Niedersachsen selbst Landesligisten fast nie machen bei Testspielen.

Nach der guten Einlaufmusik mit „Hells Bells“ kann ich auch die Pausenmusik, auch wenn die qualitativ natürlich nicht mit Rock mithalten kann, sondern eher lustige Lärmbelästigung ist, loben: es liefen die ganze Zeit Malleschlager wie „Wir hörn im Lager nur Partyschlager, mit dem Stapler besoffen am Hochregal, so wie auf Malle mega asozial“...

Das Spiel war ganz ansehnlich, aber nicht herausragend. Ein 1:4 für Bebertal in Weferlingen war vor über einem Jahr das erste Spiel, was ich vom MTV gesehen hatte – an dem Tag, als ich in Weferlingen die Wohnung übernommen hatte... Heute deutlich ausgeglichener, aber insgesamt völlig verdienter Sieg für Bebertal. Weferlingen ging zwar überraschend in Führung, kassierte aber schnell den Ausgleich und in der Schlussviertelstunde konnte der sehr gute Torwart des MTV ein zweites Mal nicht mehr retten.

Ich bin aber gespannt, ob Weferlingen den Aufstieg in die Bördeoberliga anpeilt – mir haben schon letzte Saison die Spiele überwiegend gefallen und ich werde auch diese Saison wieder einige besuchen...

SV Bebertal 1931 2:1 MTV Weferlingen 1881

Statistik:

- Grounds: 3.858 (1; diese Saison: 18 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.396 (2; diese Saison: 22)

- Tourkilometer: 60km Rad

- Saisonkilometer: 2.170 (1.800 Auto, davon 0 Mietwagen/ 370 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 43 [letzte Serie: 22, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 240 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Dienstag, 24. September 2024

W3.0195III: Fußball und Handball in der Börde mit Weferlinger Beteiligung

SG Velsdorf-Mannhausen 1959

1 : 7 (1:3)

MTV Weferlingen 1881

- Datum: Samstag, 21. September 2024 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Bördeliga (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-7 nach 93 Minuten (49/44) – Halbzeit: 1-3

- Tore: 0-1 2. Kaczmarek, 0-2 26. Hirche, 0-3 41. Kaczmarek, 1-3 42. Dibba, 1-4 53. Gahl, 1-5 56. Kaczmarek, 1-6 68. Kaczmarek, 1-7 78. Dressel

- Verwarnungen: mind. 2x Velsdorf

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz Velsdorf (Kap. 950, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 145 (davon ca. 50 Gästefans, angeblich nur 75 zahlende Zuschauer)

- Spielbewertung: 7,5/10

MTV Weferlingen 1881

31 : 21 (14:14)

Handballsportverein Magdeburg II

- Datum: Samstag, 21. September 2024 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Bezirksoberliga Sachsen-Anhalt Nord (7. Spielklasse im Handball, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 31-21 nach 60 Minuten (2x30) – Halbzeit: 14-14

- Statistiken: siehe Verbandswebsite 

- Austragungsort: Allertal-Halle Weferlingen (Kap. 150, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 75 (davon mind. 1 Gästefan)

- Spielbewertung: 4,0/10

Haldensleber Sport Club (II. C-Jugend)

5 : 3 (1:0)

MTV Weferlingen 1881 (C-Jugend)

- Datum: Sonntag, 22. September 2024 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Kreispokal Bördekreis C-Junioren (Achtelfinale; Kreisklasse Börde C-Junioren, 5. und unterste Spielklasse der U15 gegen Kreisliga Börde C-Junioren, 4. Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 5-3 nach 83 Minuten (38/45) – Halbzeit: 1-0

- Tore: 1-0 24. NN, 1-1 40. Milow Sulfrian, 2-1 41. NN, 2-2 50. Maurice Rene Schulze, 3-2 54. NN, 4-2 65. NN, 4-3 70. Maurice Rene Schulze, 5-3 70.+6 NN

- Verwarnungen: keine

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Waldstadion Haldensleben, Kunstrasen-Nebenplatz (Kap. 600 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 25 Gästefans)

- Spielbewertung: 7,0/10

SG Drackenstedt 1952

5 : 1 (4:0)

SG Beendorfer SV 1906 I /

MTV Weferlingen 1881 II

- Datum: Sonntag, 22. September 2024 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 1. Bördekreisklasse Staffel 2 (11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-1 nach 90 Minuten (45/45) – Halbzeit: 4-0

- Tore: 1-0 13. Clemens Ehrich, 2-0 28. Clemens Ehrich, 3-0 31. Domenik Siegmund, 4-0 39. Philipp Zeidler, 5-0 58. Benjamin Bolte, 5-1 86. Merlin Wagenknecht

- Verwarnungen: keine

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stadion an der Pferdekoppel (Kap. 640, davon 40 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 8 Gästefans)

- Spielbewertung: 5,0/10

Mannhausen

Photos with English commentary:

a) Football First XI: Velsdorf-Mannhausen vs. MTV Weferlingen I

b) Handball: MTV Weferlingen vs. HSV Magdeburg Res.

c) Football Under-15: Haldensleben Res. vs. Weferlingen

d) Football Reserves: Drackenstedt vs. Beendorf/ Weferlingen Res.

e) Sightseeing: Seggerde, Eickendorf, Keindorf, Mannhausen, Velsdorf, Haldensleben (Küsterberg megalithic tomb), Drackenstedt

Ich machte wieder ein Weferlinger Wochenende. Samstag spielte die I. Mannschaft Fußball und Handball, Sonntag die C-Jugend und die II. Männer – bis auf die Handballer alle auswärts in bester Fahrraddistanz und eben auch auf mir noch unbekannten Plätzen.

Auf dem Weg zum Auswärtsspiel der I. Fußballer gab es für mich auch was zu besichtigen. Gleich in Seggerde ging es los. Dort nimmt ein Gutspark mit recht spektakulärem Gutshaus gut die Hälfte der Ortsfläche ein. Dem Schild zum Park folgen, dann den Zaun öffnen und dann darf man sich im privaten Gutspark umsehen. Auch außerhalb des Gutes stehen einige historische Gebäude, nennenswert ist vor allem die Kirche. Kaum raus aus Seggerde, ging es dann los mit den Schotterwegen. Die knapp 20 Kilometer nach Velsdorf waren auf meiner kurzen Route fast zur Hälfte unbefestigt. Das waren alles öffentliche Wege, teils ausgeschildert nach Dörfern in 3km Entfernung! Ab und an begegneten mir da auch Autos, nicht nur Geländewagen und SUVs! Wirklich eine enorm heruntergekommene Infrastruktur in dieser Region der Börde. Habe ich im Westen noch nirgendwo so gesehen.

In Eickendorf gab es wieder interessante Gehöfte und eine kleine Kirche zu sehen. In Keindorf steht in der Tat kein Dorf, sondern nur eine Siedlung mit grünem Ortsschild und ein paar größeren Häusern. Dann brach der Asphalt wieder plötzlich ab und an einem halb abgefackelten Waldstück vorbei ging es nach Mannhausen. Die sind der eine Ort oder Teil der SG Velsdorf-Mannhausen. Der ganz idyllische Platz wird leider nur noch als Bolzplatz und Feuerwehrübungsstätte genutzt. Alle Spiele der SG finden im Nachbarort Velsdorf, welcher auch architektonisch mehr zu bieten hat – jedoch haben beide Orte keine Kirche, Mannhausen hat nur eine Kapelle – auf einem der beiden Plätze statt.

SG Velsdorf-Mannhausen 1:7 MTV Weferlingen 1881

Ich war in der Tat schon mal vor einigen Jahren in Velsdorf, dort fand wegen Sturmschäden aber das Spiel auf dem eher unspektakulären Nebenplatz statt. Der richtig schöne Hauptplatz hat eine kleine überdachte Tribüne von 2019, geschmackvoll gestaltet mit Sitzen in Vereinsfarben gelb-blau, zu bieten. Diverse weitere Sitzgelegenheiten, u.a. eine ausrangierte Trainerbank mit weiteren Schalensitzen in Vereinsfarben, sowie ein mittelgroßes Sportlerheim mit dem schönen Vereinswappen (Baumstumpf und Fußball) und auch die alten Eichen um den Platz herum, welche als Naturdenkmal ausgezeichnet sind, wissen sehr zu gefallen.

Auch die Partie wusste zu gefallen. Weferlingen erwischte einen starken Start: Freistoß aus 20 Metern, Torwart bewegt sich falsch, 0:1. Danach Velsdorf teilweise ziemlich am Drücken, aber Weferlingen sicher. Ein zweifelhafter Elfmeter – der vermeintlich Gefoulte springt nach dem Pfiff sofort jubelnd auf – wird vom Gästekeeper gehalten. Kurz darauf das 0:2 und wenige Minuten vor der Pause sogar 0:3. Schnell verkürzte Velsdorf zwar, doch nach dem Seitenwechsel gingen sie völlig unter. Weferlingen einfach souverän mit vier weiteren Treffern, der Gastgeber brachte nun nichts mehr zustande. Die Partie war übrigens schon allein aufgrund der knapp 50 Gästefans, welche doch sehr begeistert auf diese starke Leistung vom MTV reagierten, gut besucht. Nun hatte ich also endlich mal einen Sieg einer Weferlinger Mannschaft gesehen!

SG Velsdorf-Mannhausen 1:7 MTV Weferlingen 1881

Den zweiten Sieg gab es gleich hinterher. Ich machte auf dem Rad richtig Druck und war die 23 Kilometer über befestigte Landstraßen (davon übrigens nur etwa 3km Radweg) in 55 Minuten gefahren. Die Sporthalle in Weferlingen kannte ich noch nicht, werde da sicher noch mal das ein oder andere Mal aufkreuzen – aber wenn sie auch nicht so 0815 gestaltet ist; eine Reihe Klappsitze, dahinter eine Reihe Stehplätze – das ist doch arg beengt da. Mehr als 150 Zuschauer können da nicht rein, die Mauern an den Aufgängen rechts und links klauen auch Kapazitäten. Angesichts der Grundfläche wäre da bei einem vernünftigen Architekten mehr Zuschauerkapazität drin gewesen!

Auch das Spiel hätte wirklich besser sein können. Undynamische Standhandball, in der zweiten Hälfte leider ständig Verletzungsunterbrechungen. Aber nachdem sich Weferlingen sehr schwer tat und ständig hinten lag und nicht über ein 14:14 gegen nur mit 10 Spielern angereiste Magdeburger – demgegenüber 17 Weferlinger! – bei Pause hinauskam, rissen sie immerhin das Spiel an sich. Am Ende waren es sogar deutliche 10 Tore bei diesem 31:21 Sieg. Glückwunsch an den MTV – nur leider nicht sehr schön anzuschauen die Partie!

MTV Weferlingen 31:21 HSV Magdeburg II

Sonntag gab es auch ein paar Besichtigungen, zumeist nach dem zweiten Spiel. Ich fuhr zu Spiel 1 über die Landesstraßen nach Haldensleben, durch die Wälder von dort nach Hundisburg und dann wieder befestigte Landstraßen nach Drackenstedt, von da Feldwege nach Uhrsleben und über Erxleben die normale Landstraße nach Weferlingen. Bei den 80 Kilometern, von denen 70 auf öffentlichen Landstraßen zurückgelegt wurden, hatte ich nicht einmal einen Kilometer Radweg. Nur in Erxleben gibt es ein paar hundert Meter, um an bestimmten Strecken den Verkehrsfluss zu verbessern. Die Straßen fahren sich aber problemlos, denn der Verkehr ist alles andere als dicht und ich hatte bisher in der Gegend nie Ärger mit rücksichtslosen Auto-, LKW- oder Motorradfahrern. Von daher völlig unverständlich, dass Google Maps Radrouten einen krampfhaft auf Land- und Forstwirtschaftswege, welche teilweise nicht einmal gepflegt werden und dadurch kaum passierbar sind, schicken will. Also im Börde- und ehemaligen Ohrekreis kann man Google Maps Fahrradrouten vergessen und navigiert lieber mit den Autorouten. Vergessen kann man aber auch die Radinfrastruktur. Ist zwar immer noch besser, als z. B. in NRW oder auch im Frankfurter Umland Fahrrad zu fahren, weil die Landstraßen wie gesagt recht sicher sind für Radfahrer und die anderen Verkehrsteilnehmer auch daran gewöhnt – aber ist schon krass, wie gering der Ausbau der Radinfrastruktur (v.a. im Vergleich zu angrenzenden Regionen in Niedersachsen) ist und wie schlecht auch die allgemeinen Autostraßen – siehe unbefestigte Wege zwischen Weferlingen und dem Drömling. Radfahren ist hier also recht abenteuerlich, aber dennoch nicht unangenehm!

Zum besichtigten Spielort Drackenstedt: Eine alte Kirche und drumherum etwas Fachwerk und ein Gutshof machen schon etwas daher. Vor dem Spiel in Drackenstedt fand ich aufgrund einer Infotafel ein Hünengrab (Küsterberg oder Küstergrab) am Wegesrand. Das ist so mickrig, dass ich es ohne das Schild gar nicht wahrgenommen hätte. Im Umland von Haldensleben gibt es da deutlich größere als das...

Haldensleber SC C II 5:3 MTV Weferlingen C

Das erste Spiel fand also in Haldensleben statt. Auf dem ausbautenlosen Kunstrasen standen sich die C-Junioren vom HSC und MTV Weferlingen gegenüber. Es ging um den Einzug ins Viertelfinale des Kreispokals. Weferlingen hatte mehr Chancen und mehr Spielanteile, geriet jedoch 1:0 ins Hintertreffen. Nach dem Führungstor waren die Gastgeber auch aktiver und gefährlicher. In Hälfte zwei traf Weferlingen nach erneutem Spurt verdient zum Ausgleich, geriet aber bald wieder in Rückstand. In einer nun ausgeglichenen Partie zweier gleichwertiger Teams, glich Weferlingen erneut aus, geriet aber unverständlicheweise 4:2 in Rückstand. In der Schlussminute schafften sie noch den Anschlusstreffer, kassierten in der völlig übertrieben langen Nachspielzeit noch ein fünftes Gegentor. Der Schiedsrichter lieferte aber – auch wenn die Nachspielzeit unnötig lange war – eine einwandfreie Partie ab: sehr souverän!

SG Drackenstedt 5:1 Beendorfer SV I / MTV Weferlingen II

Das Spiel auf dem recht beengten, aber idyllisch gelegenen Sportplatz von Drackenstedt – zwischen der SG 1952 und der Reserve von Weferlingen in Spielgemeinschaft mit Beendorf I – konnte man sich für 2€ im spärlichen Schatten von Pappeln oder einer Grundstücksmauer reinziehen. Oder man stellte sich unter den Vorbau vom Imbiss, wo ich mir sehr gute Pommes holte. Die SG Drackenstedt hatte ein erfreulich gutes Angebot, v.a. verglichen mit anderen Vereinen in der Gegend!

Die Drackenstedter waren auch auffällig überlegen, vom Gast kam leider wieder nichts Gescheites bis weit in Hälfte zwei hinein. Vier Buden machte Drackenstedt vorm Seitenwechsel, eine legten sie noch nach. Dann kam Beendorf/Weferlingen besser ins Spiel, aber mehr als ein Ehrentor zum 5:1 Endstand war nicht drin.

SG Drackenstedt 5:1 Beendorfer SV I / MTV Weferlingen II

Statistik:

- Grounds: 3.704 (Sa 2, So 2 neue; diese Saison: 43 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.198 (Sa 2, So 2; diese Saison: 73)

- Tourkilometer: 130 (Sa 50km Rad, So 80km Rad)

- Saisonkilometer: 9.620 (8.740 Auto, davon 0 Mietwagen/ 880 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 64 [letzte Serie: 54, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 195 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].


Dienstag, 30. April 2024

W3.0174III: Magdeburg und Schönebeck

SG SV Wacker 90 Felgeleben II / Wohnsportgemeinschaft 10 Schönebeck I

3 : 3 (2:2)

SG SV Plötzkau 1921 II / VfL Ilberstedt I

- Datum: Sonntag, 28. April 2024 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Salzlandkreis, Staffel 1 (11. Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-3 nach 93 (45/48) Minuten – Halbzeit: 2-2

- Tore: 0-1 8. Grünhagen, 1-1 19. Heß, 2-1 22. Kuchta, 2-2 28. Gebbert, 3-2 81. Schmidt (Elfmeter), 3-3 83. Krüger

- Verwarnungen: 1x WSG, 3x Plötzkau

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportanlage der WSG (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon 18 zahlende und ca. 7 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

1. FC Magdeburg U14 (II. C-Junioren)

5 : 2 (1:1)

Haldensleber SC U15 (C-Junioren)

- Datum: Sonntag, 28. April 2024 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: C-Junioren Verbandsliga Sachsen-Anhalt (2. Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 5-2 nach 71 (36/35) Minuten – Halbzeit: 1-1

- Tore: NN

- Verwarnungen: 1x HSC

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Nebenplatz 6 des Ernst-Grube-Stadions (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

[Foto 1]

Photos with English commentary:

a) 2nd Division Under-15: FC Magdeburg Reserves vs. Haldensleben

b) 11th Division Men: WSG Schönebeck vs. Plötzkau Reserves

c) Salzland District: Pömmelte Ring Sanctuary

Am Sonntag ging es von Staßfurt aus in der Landesmitte von Platz zu Platz. Eine kulturell bedeutsame Besichtigung gab es auch noch: die Rekonstruktion des mehr als 4.000 Jahre alten Ritualortes von Pömmelte bzw. Zackmünde bei Schönebeck. Wirklich sehr schön gestaltet dort! 

[Foto 2]

Das erste Spiel fand in Magdeburg statt. Auf den beiden Kunstrasenplätzen des Nachwuchsleistungszentrums spielten die U14 und die U16 des FCM parallel. Da kurz darauf die 2. Liga nebenan spielte, durfte man nicht direkt am NLZ parken. Der Ordner, der uns Parkplätze in angrenzenden Straßen empfahl (wir bekamen auch schnell einen), war ungewohnt freundlich und kompetent. Muss man ja leider wirklich hervorheben, gerade in Magdedorf...

Gegner der FCM-Jungs waren die jeweiligen C- bzw. B-Jugendteams des Haldensleber SC. Da ich auf Platz 5 schon war, gingen wir auf Platz 6 – dort spielten die jüngeren Kicker. In der ganz guten Partie gab es eine überraschend ausgeglichene erste Hälfte, doch nach dem das Spiel mit 1:1 in die Pause ging, zog FCM dann die Gäste doch stark ab. Bis auf 5:1 ging es voran, ehe Haldensleben noch einen Treffer nachlegte.

[Foto 3]

Für 2€ war man dann auf dem Platz der WSG Schönebeck, der am südlichen Ortsrand zwischen Rapsfeldern, Bäumen und langweiligen Einfamilienhäusern liegt, bei einem Kreisklassespiel dabei. Die WSG spielt mit Felgeleben II (Nachbarstadtteil) zusammen, der Gast von Plötzkau II ist mit Ilberstedt I eine Spielgemeinschaft eingegangen. Jene hatten das Hinspiel 9:0 gewonnen und gingen auch hier schnell 1:0 in Führung, doch in einer schnellen und sehenswerten Partie, konnte der Gastgeber mit zwei Toren in der Mitte der ersten Hälfte überraschen. Ein stark hereingebrachter und souverän eingespitzelter Ball sorgte dennoch für den Ausgleich. In der weniger packenden zweiten Hälfte, kam Schönebeck/Felgeleben in der Schlussphase zu einer erneuten Führung – diesmal vom Punkt. Kurz darauf landete ein Weitschuss als Bogenlampe im Eck zum 3:3 Endstand.

Ein Hinweis zum gastgebenden Verein: Das WSG 10 steht für Wohnsportgemeinschaft. Die 10 ist hier nicht etwas das Gründungsjahr 1910 oder 2010, sondern eine Siedlung. Wohnsportgemeinschaften sind nach dem Grund des Zusammenschlusses benannt: Die Mitglieder wohnten in bestimmten Siedlungen oder Straßenzügen als Nachbarn. Besonders Schüler gründeten solche WSGen. Die angeblich älteste wurde 1963 in Aue (Erzgebirge) gegründet. Viele andere erst in den 70ern und frühen 80ern, so auch jene in Schönebeck. Fußball im DFB-Spielbetrieb bieten heute die wenigstens WSGen an: Die Schönebecker auch nur in einer Spielgemeinschaft, ebenso die WSG Cracau (mit BSV Magdeburg und nur Alte Herren) – lediglich WSG Thüringer Wald Zella-Mehlis ist ein großer Verein mit vielen Teams. Der hat auch was zur Vereinsgeschichte verfasst!   

[Foto 4]

Statistik:

- Grounds: 3.608 (2 neue; diese Saison: 194 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.071 (2; diese Saison: 247)

- Tourkilometer: 200 (200km Auto)

- Saisonkilometer: 98.880 (58.120 Flugzeug/ 32.460 Auto, davon 15.450 Mietwagen/ 5.890 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 3.230 Fahrrad/ 180 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 24 [letzte Serie: 19, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 174 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Dienstag, 25. April 2017

W560III-IV: Wochenende in Sachsen-Anhalt; Leuna und Börde

Photos with English Commentary:
a) Under-15: SV Beuna v TSV Leuna
b) Reserves: TSV Leuna v Bad Dürrenberg
c) Division 9: TuS Pegau v SV Rötha
d) Under-17: Oschersleben v Eggersdorf
e) Amateur Top Flight: Haldensleben v Ammendorf
f) Merseburg: Beuna and Blösien
g) Börde: Ackendorf, Schackensleben, Eichenbarleben, Groß Rodensleben, Bergen, Remkersleben SV Beuna 1916 C 2:3 TSV Leuna 1919 C SV Beuna 1916 C ................................................... 2
TSV Leuna 1919 C ................................................ 3
- Datum: Samstag, 22. April 2017 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: C-Junioren Saalekreisklasse (5. und unterste Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 2-3 nach 72 Min. (35/37) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 7. (Paul), 0-2 43. (Martin), 0-3 45. (Eigentor), 1-3 53. NN, 2-3 70. NN
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Glück Auf Kampfbahn (Kap. 1.200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 10 Leunaer)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Kein gutes, aber unterhaltsames und spannendes Spiel mit verdientem Leunaer Sieg)

Endlich ging es mal wieder nach Leuna, nachdem ich seit August nicht mehr beim TSV war. Für das Spiel der F-Jugend war ich zu spät losgefahren, aber wäre ich erst nach Raßnitz gefahren, hätte ich das Führungstor der C-Jugend in Beuna verpasst. Man merkte dem Spiel zwar an, dass hier Letzter und Vorletzter gegeneinander spielten – die C war auch in der Vorsaison noch fast geschlossen eine D und daher ist die Umstellung noch nicht so ganz abgeschlossen – aber des 0:1 mit unter die Latte versenktem Abpraller sah schon gut aus. Nach der Pause dann ein Doppelschlag: erst freigelaufen und versenkt, dann ein Rückpass, der am Torwart vorbei holpert. Beuna verkürzte noch auf 2:3, auch weil Leuna einen Elfer vergab, aber beim verdienten zweiten Sieg und 8. Punkt blieb es dann doch!

Nach dem Spiel habe ich dann zufällig die Hoppenhaupt-Kirche in Beuna von innen gesehen: die beherbergt nun ein Gemeinde- und Veranstaltungszentrum, was von engagierten Anwohnern geführt wird, die gerade einen irischen Abend vorbereiteten, mich aber sehr freundlich zum Fotografieren herumführten. TSV Leuna 1919 II 0:2 Eintracht Bad Dürrenberg TSV Leuna 1919 II ................................................ 0
SV 1990 Eintracht Bad Dürrenberg .................... 2
- Datum: Samstag, 22. April 2017 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 74., 0-2 88. Marvin Küpping
- Gelbe Karten: 2x Michael Stützer, Dirk Bernhauser, Rene Schmidt, Elia Wilke, Tino Fiebig (Leuna); Steven Lengner, Ronny Michaelis, Marcus Sogalla (Dürrenberg)
- Rote Karten: Michael Stützer von Leuna (31. Min. Gelb-Rot wg. Foul und Meckern oder so)
- Austragungsort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.020, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 30 Leunaer)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Unterhaltsames und packendes Spiel)

Dann stand das Spiel der II. Mannschaft auf der Sportstätte der Jugend gegen den Nachbarn aus Bad Dürrenberg mit dem ein oder anderen alten Bekannten an. Leuna II punktgleich mit dem erstem Abstiegsplatz – hier traf ich natürlich noch mehr bekannte Gesichter als bei der C. Das Spiel war schön emotional geladen und packend, der Schiedsrichter war aber unsicher und wenig kompetent – da mussten schon mal ein paar freundlichen Anmerkungen von draußen kommen zu dem Mann an der Pfeife... Die Härte hatte zur Folge, dass Stützer vom Feld musste und Leuna dann eine Stunde zu zehnt gegenhalten musste. Allerdings hatten beide Seiten ihre Chancen und Bad Dürrenberg hatte nur ein leichtes Übergewicht, ehe sie nach 45 Minuten Überzahl das 0:1 aus spitzem Winkel erzielten. Kurz vor Abpfiff folgte ein genialer Weitschuss zum 0:2 – aber für einen mittlerweile Tabellenführer war das nicht überzeugend...

Da die Erste erst am Sonntag spielte (2:2 bei Buna Halle), an dem ich mich zudem wegen Bekannten anders verplant hatte, verabschiedete ich mich auch schon wieder aus Leuna. Zum letzten Heimspiel oder letzten Saisonspiel (je nach Zeit also am 5. oder 12. Juni) komme ich aber natürlich noch mal wieder! TSV Leuna 1919 II 0:2 Eintracht Bad Dürrenberg TuS Pegau 1903 ..................................................... 4
Röthaer SV 1991 .................................................... 2
- Datum: Samstag, 22. April 2017 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga A Muldental/ Leipziger Land West (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-2 nach 94 Min. (45/49) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 1-0 7. Striepe, 1-1 10. Jelen, 1-2 30. Benedix, 2-2 50. Stacziwa, 3-2 71. Jerke, 4-2 86. Stacziwa
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Große Reitbahn (Kap. 1.260, davon 60 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Spiel mit ein paar Durchhängern)

Der nächstgelegene neue Ground war die Große Reitbahn Pegau. Also da noch mal zum 15 Uhr Spiel der Kreisliga Muldental hin. Eine nette Anlage, recht weitläufig mit frei zugänglichen Nebenplätzen und schönem Eingangsportal an dem die angemessenen 2€ Eintritt gefordert wurden. Es gab die erwartete frühe Führung, doch mit erstem Angriff das 1:1 für Rötha. Sogar das 1:2 vor der Pause. Die Zweite Halbzeit aber war der gut platzierte Gastgeber aus Pegau klar besser und erzielte mit teils richtig gut gemachten Toren einen völlig verdienten 4:2 Sieg. Dann ging es wieder nach Sachsen-Anhalt zurück und weiter gen Norden. TuS Pegau 4:2 Röthaer SV JSG Börde/ Oscherslebener SC B ...................... 12
TSV Blau-Weiß 49 Eggersdorf B ......................... 0
- Datum: Sonntag, 23. April 2017 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: B-Junioren Landesliga Sachsen-Anhalt, Staffel 2 (4. U17-Liga)
- Ergebnis: 12-0 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 5-0
- Tore: 1-0 6. Gruschinski, 2-0 10. Röper, 3-0 11. Daxha, 4-0 22. Daxha, 5-0 32. Daxha, 6-0 45. Modler, 7-0 48. Modler, 8-0 53. Eigentor, 9-0 58. Prudlo, 10-0 62. Fahr, 11-0 72. Hilgenberg, 12-0 74. Modler
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Jahnstadion (Oschersleben, Kap. 2.400, davon 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Sehr gutes Spiel der Gastgeber, der Gast völlig chancenlos)

Sonntag ging es zu zweit in die Börde. Da entpuppte sich der spontan herausgesuchte B-Junioren-Kick als sehr lohnend, da man hier 12 Tore des baldigen Verbandsligaaufsteigers JSG Börde/ Oscherslebener SC gegen die noch in Abstiegsgefahr befindlichen Blau-Weißen aus Eggersdorf zu sehen bekam: darunter war auch eine direkt verwandelte, geschickt mit dem Wind in den langen Winkel gedrehte Ecke zum 1:0 und ein 15m Winkelschuss zum 10:0.

Sehr lohnend auch das Oscherslebener Jahnstadion mit sanierter Turnhalle hinter der vierreihigen Tribüne mit Schalensitzen auf Holzbänken, Graswällen und flachen Stehstufen. Lustig waren die ganzen DDR-Details: Steinpapierkörbe, Mauer mit geometrischen Mustern, Podest für olympische Flamme... Dann noch die Spackos mit dem NVA-Laster vorm Stadion – ich dachte schon, die scheiß Russen wären wieder einmarschiert... JSG Börde/ Oscherslebener SC 12:0 Blau-Weiß Eggersdorf Haldensleber SC .................................................... 0
BSV Halle-Ammendorf 1910 ................................ 2
- Datum: Sonntag, 23. April 2017 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Sachsen-Anhalt (6. Spielklasse, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 94 Min. (46/48) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 82. Gerson Sachs, 0-2 93. Sofiane Batoure
- Gelbe Karten: Fabian Schendel (HSC); Sofiane Batoure, Tobias Große, Michael Podlibnik, Gerson Sachs, Maximilian Cachey (Ammendorf)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Waldstadion (Kap. 5.000, davon 550 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon 56 zahlende und ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Gutes Spiel mit einigen Durchhängern)

Interessant ist auch das Waldstadion in Haldensleben: es liegt sehr weit draußen am Rande der Kleinstadt – logischerweise im Wald, sonst würde es wohl nicht so heißen. Wald ist in der Region üblicherweise von Nadelbäumen dominiert, so auch im weitläufigen Gelände des Haldensleber SC. Schmuckstück ist die überdachte Sitztribüne mit Schalen in Vereinsfarben und interessanter moderner Architektur. Stehränge laufen in einem langgezogenen Achteck rundherum. Sehr moderne Leichtathletikanlagen und gepflegte Scheißhäuser runden die Modernität des Grounds ab. Das Beste ist aber noch die Fressbude im Gartenhüttenstil: Knacker, Bockwurst, Bratwurst, Fischbrötchen und mehr für 1,50€ - und zumindest Knacker und Seelachs waren topp!

Das Spiel hatte immer mal Längen und fing auch weniger topp an. So war das 0:0 bei Halbzeit nicht verwunderlich. Trotz Lattentreffern und Glanzparaden zeichnete sich ein 0:0 Endstand ab, doch in der 82. gelang ein Kopfball unters Tordach für den Gast von Halle-Ammendorf. Der legte in der Nachspielzeit mit einem schönen Heber noch zum 0:2 nach. Haldensleber SC 0:2 BSV Halle-Ammendorf Auf dem Rückweg noch ein bisschen Dorf-Sightseeing. Manches wurde saniert, anderes sieht aufgrund von Leerstand noch schlimmer aus als zu DDR-Zeiten in den ganzen überalterten und perspektivlosen Dörfern. Selbst da, wo Industrie besteht (z.B. Zuckerfabrik Klein Wanzleben) zeigt sich Verfall an jeder Ecke. Fotostopps legte ich in Ackendorf, Schackensleben, Eichenbarleben, Groß Rodensleben, Bergen und Remkersleben ein, wobei meist die Gutshöfe im Mittelpunkt standen. Besonders hervorzuheben sind da der zugemüllte Bruchhof in Schackensleben – der Spast, der seinen Elektroschrott dahin gekippt hat, hat echt ne Schacke – und der zum Großteil verfallene aber in Teilen super sanierte und bewohnte Hof in Eichenbarleben. In Bergen ist die Kommende architektonisch das Highlight in der Ecke und wenn die Besitzer da sind, kann man wohl auch Klingeln – wobei die auf ihrer Seite was schreiben, man solle besser anrufen – aber mir blieb nur übrig, durchs Tor zu fotografieren; und das ging erst, nachdem ich zwei Mal so davor gelatscht hatte, dass die beiden hässlichen Köter vom Geschepper verscheucht wurden...

Nach wieder sehr guter und günstiger Pizza bei Aldo in Staßfurt ging es über teils völlig leere Landstraßen und wenige Autobahnstücke – ich musste die ganzen Pendler-Lemminge vermeiden, die wieder massiv Stau produzierten – nach Bonn. Eichenbarleben Statistik:
- Grounds: 1.908 (1+2; diese Saison: 229 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.017 (3+2; diese Saison: 277)
- Tourkilometer: 1.220 (630+590km Auto)
- Saisonkilometer: 48.060 (42.470 Auto, davon 2.540 Mietwagen/ 2.220 Fahrrad/ 1.100 Flugzeug/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 27 [letzte Serie: 11, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 560 Wochen.