United Teltow Fussball Club (A-Junioren) |
2 : 1 (1:1) |
FSV Eintracht
Glindow (A-Junioren) |
-
Datum: Samstag, 29. Juni 2024 – Beginn: 10.00 - Tore: 0-1 15. Nr. 11, 1-1 30. Bürger, 2-1 54. Bürger -
Verwarnungen: 2x Teltow, 2x Glindow -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportanlage Heller Fichten (Michendorf, Kap. 600, davon 100 Sitzplätze) -
Spielbewertung: 7,5/10 |
Potsdam
Royals |
40 : 19 (6:7) |
Dresden
Monarchs |
-
Datum: Samstag, 29. Juni 2024 – Beginn: 15.00 - Statistiken: NN -
Austragungsort: Stadion Luftschiffhafen (Kap. 7.500, davon 2.500 Sitzplätze) -
Spielbewertung: 4,0/10 |
Motorsportclub
Pattensen 1928 |
5 : 13 (1:8) |
1.
Motorsportclub Seelze 1952 |
-
Datum: Sonntag, 30. Juni 2024 – Beginn: 15.30 - Tore: NN - Grüne Karten: 3x Pattensen, 1x Seelze - Gelbe Karten: 1x Seelze - Rote Karten: keine -
Austragungsort: sog. Sonnengeld Arena (Kap. 2.000, davon 200 Sitzplätze) -
Spielbewertung: 8,0/10 |
Photos with English commentary: a) Football (Soccer): Under-19 Cup Final Potsdam-Mittelmark in Michendorf b) American Football: Potsdam Royals vs. Dresden Monarchs c) Motoball (Motorbike Football): Pattensen vs. Seelze |
Brandenburger Fußball U19-Kreispokal mit Pyromanie, American Football
ostdeutsches Spitzenspiel im historischen Stadion Luftschiffhafen Potsdam und
niedersächsisches Motoballderby in Pattensen. Die letzte Woche bzw. das
letzte Wochenende in dieser Saison 2023/2024 hielt drei Sportarten mit drei
jeweils für sich genommen besonderen Spielen bereit. Etwas Sightseeing gab es auch. Potsdam ist – ich denke da sind
viele Leser, welche nicht nur für Fußball sondern auch für Architektur zu
haben sind, einer Meinung mit mir – eine der schönsten Städte in Deutschland.
Die Vielzahl an Schlössern und gewaltigen Verwaltungsbauten aus Barock,
Jugendstil etc. sind einfach immer wieder eindrucksvoll – auch wenn man nur
die Bundesstraße zwischen den Gebäuden entlang fährt und sich über die dummen
Ampelschaltungen, nervigen Baustellen und ständigen Spurverengungen bei
dichtem Verkehr ärgern muss... Ich bin aber auch noch auf dem Ruinenhügel
(der Aussichtsturm ist leider nur an wenigen Tagen im Jahr für ein paar
Stunden offen) gewesen, der aufgrund der Scheinruinen und alten Bäume
sehenswert ist. Außerdem habe ich im ersten Spielort, Michendorf, wenige
Kilometer außerhalb Potsdams, die Fachwerkkirche angeschaut. Und auch unweit
des Luftschiffhafens gibt es durch den See und einige Villen (v.a. die
schlossartige Privatuni direkt am Sportkomplex) gute Fotomotive. Auch Pattensen, wenige Kilometer südlich von Hannover gelegen, ist
einen Besuch wert. Von der Stadtbefestigung steht zwar fast nichts mehr und
auch die Burg wurde geschliffen, sodass dort nun ein Gutshof und eine Villa
aus dem 19. Jahrhundert stehen (vor letzterer parkte ich kostenlos, da
Verwaltungsbau) – aber viel Fachwerk, enge Gassen und eine kuriose Kirche
(Saalbau) kann man sich mal angucken. |
Der Sportplatz Heller Fichten in Michendorf ist ähnlich
unspektakulär aber gepflegt wie das ganze Dorf. Auf zwei Seiten kann zugeschaut
werden, ringsrum stehen Bäume, auf den zwei Zuschauerseiten gibt es auch
Metallbänke zum Sitzen. Bei freiem Eintritt duellierten sich auf der Spielstätte von der
SG Michendorf, der FC United Teltow U19 und der FSV Eintracht Glindow U19.
Gut 300 Zuschauer, etwas mehr aus Teltow mit vielen Ballons und Bannern in
Vereinsfarben, waren anwesend. Die Glindower – als Vizemeister hinter
Aufsteiger Teltow in der Kreisliga der Außenseiter dieses Kreispokalfinals –
hatte dafür jede Menge Pyro am Start. Ausdauernde Anfeuerungen, Pöbeleien, Feuerwerk
– hier war echt was los! Auch auf dem Feld eine gute und unterhaltsame Partie: Teltow
bestimmte von Beginn an das Spiel, doch Glindow konterte geschickt zum 0:1.
Vor der Pause in einem mittlerweile fast ausgeglichenen Spiel fiel der
Ausgleich. Nach der Pause kam von Glindow nichts mehr und Teltow brachte von
den vielen Chancen immerhin noch eine zum Siegtreffer im Tor unter. |
Nominell viel höherklassiger, aber dann wie zu erwarten deutlich
weniger unterhaltsam, war das Spitzenspiel der Nordstaffel der German
Football League. Diese halbprofessionelle oberste Spielklasse im deutschen
Football hat eine Nord- und eine Südstaffel. In den letzten Jahren ist die
Nordstaffel mit 3 von 4 Meistertiteln sogar erfolgreicher als der Süden mit
Rekordmeister Schwäbisch Hall, der nur noch einen Titel in den letzten 4
Jahren holte. Außer Braunschweig und Dresden waren es eben jene Potsdam
Royals die den German Bowl schnappten – letzte Saison. Leider hat der Verein
finanzielle Probleme und dass die Sportstätte seit Jahren saniert wird, ist
auch nicht ideal. Allerdings ist bei den knapp 3.000 Zuschauern die hier zum
Spiel Erster gegen Zweiter eintrudelten (darunter locker 300 aus Dresden!) der
derzeitige Zustand des Stadions im Luftschiffhafen völlig ausreichend. Seit
Mitte der 1920er ist der Luftschiffhafen vor allem ein Sportgelände, das
Stadion dürfte 1927 eröffnet und in den 1950ern noch mal erheblich verändert
worden sein. Nun wurden die Stehränge hinter den Toren saniert und die
Gegentribüne abgerissen (ob da was aufgebaut wird, weiß ich nicht). Highlight
ist allerdings eh die Haupttribüne mit Holzdach und Holzbänken. Ein wirklich
schöner Bau! Es ist ein Phänomen in Deutschland, dass Football-Teams, die
teils nicht mal in der GFL sondern weiter unten spielen, oft die tollsten
alten Stadien bespielen, in denen aus irgendeinem Grund kein Fußball mehr
gespielt wird. Ob Herrmann-Löns-Stadion Paderborn, das
Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, die Kampfbahn Solingen-Wald (da gibt es
zum Glück auch Rugby, was trotz gerade einmal NRW-Liga immer noch
interessanter ist als Football) – oder eben dieser Luftschiffhafen. Es dürfte
ein gutes Dutzend solcher Beispiele geben! Für 13,69€ (12€ plus irgendwelche Gebühren), was noch im unteren
Ligapreisdurchschnitt liegt, gab es Tickets. Die Sicht war nicht überragend,
da die Tribüne – für Deutschland leider typisch – nicht so steil wie z.B. in
den USA meist, ansteigt. Die Partie war auch alles andere als überragend, auch wenn die
Sprecher versuchten, jeden Mist inklusive der blödsinnigen Taktiererei mit 3
Auszeiten in den letzten 3 Sekunden eines Quarters (genau deswegen finde ich
American Football zum Kotzen!) abzufeiern. Stimmungsmäßig ging auch vor allem
der Dresdener Fanblock mit. Deren Mannschaft führte auch zur Pause, brach
dann aber völlig ein. Von 6:7 zog Potsdam auf 28:7 nach drei Touchdowns und
teils erfolgreichen Two-Point-Conversions davon. Am Ende ein 40:19, was für
ein Spitzenspiel, welches dennoch wenige Ereignisse auf dem Feld bot, sehr
deutlich ist. |
Ein paar bekannte Personen der Gegenwart sind in Pattensen
aufgewachsen oder sportlich aktiv gewesen: Die Mertesackers und auch A.C.A.
Baerbock – letztere hat zum Glück keinen Einfluss auf die Mehrheit der
Bevölkerung in Pattensen, die Grünen bekommen zwar noch zweistellige
Stimmanteile, aber mittlerweile weniger als die anderen salonfähig gemachten
Extremisten (AfD) – wär Pattensen eine Grüne Hochburg, wäre wahrscheinlich dieser
in Niedersachsen nur in Pattensen und Seelze betriebene Motorsport schon
längst verboten worden... Die beiden Teams spielten heute gegeneinander, deswegen besuchte
ich nun Pattensen nach 2012 noch ein weiteres Mal. Die beiden Orten liegen
nur 25km auseinander – seltsam, dass heute nur knapp 300 Zuschauer und davon
ungefähr die Hälfte aus Seelze erschienen! Der Regen war schon eine Stunde
vorm Spiel weg – keine Ahnung, warum so wenig los war! Aber wenn schon keine Stimmung dann war doch wenigstens richtig
was los auf dem Feld! Leider Tabellenführer Seelze von Beginn an völlig
überlegen – der Tabellenzweite aus Pattensen brachte es erst vor der ersten
Pause fertig, mal ein Tor zu erzielen. Und dabei hatten sie zuvor schon vier
kassiert. 1:8 hieß es dann zum Seitenwechsel. Bis es zweistellig wurde,
dauerte es aber ins vierte Viertel, weil das dritte Viertel offenbar nur von
der zweiten Reihe der Gäste gespielt wurde. Im Schlussviertel gab es teils
kuriose Szenen, als Seelze einmal mit zwei Leuten in Unterzahl war und ein
Gegentor (zum 3:11) einfach geschehen ließ, um wieder den mit grüner Karte
belegten Spieler aufs Feld bringen zu dürfen... Am Ende hieß es in der
wirklich starken, teils ruppigen, aber immer sehenswerten und unterhaltsamen
Partie 5:13. |
Statistik: - Grounds: 3.660 (Sa 2 neue; diese
Saison: 247 neue) - Sportveranstaltungen: 5.126 (Sa 2, So 1; diese Saison: 302) - Tourkilometer: 540 (Sa 410km Auto, So 130km Auto) - Saisonkilometer: 103.080 (58.120 Flugzeug/ 35.410 Auto, davon
15.450 Mietwagen/ 5.890 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 4.480 Fahrrad/ 180 Schiff,
Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [letzte
Serie: 54, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 183 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
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Montag, 1. Juli 2024
W3.0183I-II: Fußball, Football und Motoball zum Saisonabschluss
Montag, 20. Oktober 2014
W429II: Motoballstadt Mörsch
Deutsche Jugendmeisterschaft im Motoball
- Datum: Samstag, 18. Oktober 2014 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: Deutsche Jugendmeisterschaft im Motoball, Finalrunde
- Finale: MSC Ubstadt Weiher 10:2 MSC Kobra Malchin
- Spiel um Platz 3: MBC Kierspe 8:0 MSC Jarmen
- Spiel um Platz 5: MSC Taifun Mörsch 7:0 1.MBC 70/90 Halle
- Spiele um die Plätze 7-9: MSF Tornado Kierspe 9:1 1.MSC Seelze, MBV Budel 8:1 1.MSC Seelze, MSF Torado Kierspe 4:1 MBV Budel
- Torstatistiken: insgesamt 51 Tore in 6 Spielen, d.h. im Schnitt 8,5 Treffer pro Partie
- Strafen: insgesamt 7 (2x Jarmen, 2x Kierspe, 1x Tornado, Taifun, Malchin) grüne Karte, 0 gelbe Karten, 0 rote Karten, d.h. insgesamt 14 Strafminuten in 6 Spielen
- Spielort: Erwin-Schöffel-Stadion (Mörsch; Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: je nach Spiel 50 bis 190 (größte Fangruppen mit je um die 50: Taifun Mörsch und Ubstadt-Weiher)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehenswertes wenn auch einseitiges Turnier)
Photos with English Commentary:
a) Pictures: German Motorcycle Football Youth Championship at Taifun Mörsch’s Stadium
b) Video: Motorcycle Football, Ubstadt-Weiher scoring their 10th goal against Kobra Malchin
Man mag es als Laie ja nicht für möglich halten, aber Motorsport wird auch von Minderjährigen ohne Führerschein betrieben und es gibt auch erwachsene Motoballspieler, die mangels Motoradführerschein nicht außerhalb der Sportanlage ein solches motorisiertes Zweirad benutzen dürfen. Eine Woche vorm großen Finale in der Motoballbundesliga stieg im selben Stadion der Finalspieltag der Juniorenmeisterschaft, in der alle Mannschaften der U19-Liga (das Alter der Spieler reichte von etwa 11 bis 18 Jahren, entsprechend variierte auch die Größe der Motorräder, deren Leistung auch etwas niedriger als bei den Erwachsenen schien) ihren bisherigen Platzierungen entsprechend gegeneinander antraten.
Gespielt wurde in Rheinstetten-Mörsch, einer echten Motoballstadt bei Karlsruhe. Dort gibt es im Gewerbegebiet Bach West gleich zwei Stadien für Motoball: das des MSC Mörsch und jenes von Taifun Mörsch – und dort findet das Erwachsenen-Finale am 25.10. und fand ebendieses Junioren-Finale heute statt.
Die beiden Stadien in Mörsch sind fast baugleich. Das Stadion von Taifun unterscheidet sich nur geringfügig in der Größe und in der Höhe des Graswalls. Der Betonplatz ist genauso mäßig, immerhin sind die Torräume mit Tartan ausgepolstert. Ausbau gibt es nur auf einer Seite: sechs Betonstufen, mittig ein Sprecherturm, gegenüber das Vereinsheim. Neben dem Vereinsheim bis hinter das eine Tor geht auch ein hoher Graswall rum.
Der Besuch beim Motoball sollte sich wiedereinmal gelohnt haben: leider war es der erste und letzte in dieser Saison 2014, da in dieser Saison ein beispielloses Ansetzungschaos herrschte, aber nächste Saison (2015) hoffentlich öfter!
Die Spiele im Einzelnen:
Platzierungsspiel 1 (Platz 7-9): MSF Torado Kierspe 4:1 MBV Budel [6,5/10]
Das war immerhin das engste Spiel des Tages, doch auch hier ging es eigentlich nur auf ein Tor. Budel konnte mal im dritten Viertel verkürzen, doch kassierte dann einen Doppelschlag.
Platzierungsspiel 2 (Platz 7-9): MBV Budel 8:1 1.MSC Seelze [3,5/10]
So schlechtes Motoball habe ich noch nie gesehen! Kein Kommentar zu dem unnatürlich großen Seelzer Torwart, der sich überhaupt nicht richtig bewegen konnte und dementsprechend acht Treffer (davon sechs haltbar) kassierte.
Platzierungsspiel 3 (Platz 7-9): MSF Tornado Kierspe 9:1 1.MSC Seelze [7,0]
Ein richtig gutes Spiel! Allerdings natürlich sehr einseitig. Kierspe spielte wirklich schönes Motoball und nahm Seelze – trotz neuem Torwart – auseinander.
Spiel um Platz 5: MSC Taifun Mörsch 7:0 1.MBC 70/90 Halle [7,0]
Ein Spiel auf ein Tor: Halle kaum einen Angriff vorgetragen, doch Taifun Mörsch kombinierte schön, sodass ihr Goalgetter ein ums andere Mal einschießen konnte.
Spiel um Platz 3: MBC Kierspe 8:0 MSC Jarmen [6,5]
Auch beim Spiel um Platz 3 war die Einseitigkeit nicht zu überbieten: 4x10 Minuten nur auf ein Tor, was vom MBC Kierspe natürlich schön vorgetragen wurde.
Finale: MSC Ubstadt Weiher 10:2 MSC Kobra Malchin [7,0/10]
Das wirklich gute Finalspiel manifestiere die extreme Überlegenheit der Mannschaften aus der Südgruppe gegenüber jenen der Nordgruppe. Ich denke, selbst der Nordmeister Malchin (für mich überraschend, aber dieses Ergebnis bedeutet Hoffnung für Malchin, dass ihre Bundesligamannschaft mal in einer der kommenden Spielzeiten nicht Letzter wird) dürfte gegen keine einzige Südmannschaft, wenn dann vielleicht gegen die Käsköppe von Budel, gewinnen. Allerdings hielt Malchin in den ersten 15 Minuten gut mit (es wurden 4x15 statt 4x10 gespielt) und konnte die Ubstädter Führung ausgleichen. Nach dem 1:1 kassierten sie aber postwendend das 2:1. Wenig überraschend gelang es Ubstadt-Weiher auch die Zweistellig-Marke zu knacken: das 10-2 war der Schlusspunkt auf die Süd-Dominanz und der Schlusspunkt auf ein sehenswertes Motoballturnier.
Vor der Siegerehrung brannten die Ubstädter Fans noch ihre obligatorischen gelben Rauchbomben ab und nach der Siegerehrung hieß es für mich noch mal knapp 3 Stunden Fahrt nach Norden.
Statistik:
- Grounds: 1.205 (heute 1 neuer; diese Saison: 51 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.190 (heute 1; diese Saison: 78)
- Tageskilometer: 590 (590km Auto)
- Saisonkilometer: 17.010 (12.230 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.080 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 159 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 429
- Datum: Samstag, 18. Oktober 2014 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: Deutsche Jugendmeisterschaft im Motoball, Finalrunde
- Finale: MSC Ubstadt Weiher 10:2 MSC Kobra Malchin
- Spiel um Platz 3: MBC Kierspe 8:0 MSC Jarmen
- Spiel um Platz 5: MSC Taifun Mörsch 7:0 1.MBC 70/90 Halle
- Spiele um die Plätze 7-9: MSF Tornado Kierspe 9:1 1.MSC Seelze, MBV Budel 8:1 1.MSC Seelze, MSF Torado Kierspe 4:1 MBV Budel
- Torstatistiken: insgesamt 51 Tore in 6 Spielen, d.h. im Schnitt 8,5 Treffer pro Partie
- Strafen: insgesamt 7 (2x Jarmen, 2x Kierspe, 1x Tornado, Taifun, Malchin) grüne Karte, 0 gelbe Karten, 0 rote Karten, d.h. insgesamt 14 Strafminuten in 6 Spielen
- Spielort: Erwin-Schöffel-Stadion (Mörsch; Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: je nach Spiel 50 bis 190 (größte Fangruppen mit je um die 50: Taifun Mörsch und Ubstadt-Weiher)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehenswertes wenn auch einseitiges Turnier)
Photos with English Commentary:
a) Pictures: German Motorcycle Football Youth Championship at Taifun Mörsch’s Stadium
b) Video: Motorcycle Football, Ubstadt-Weiher scoring their 10th goal against Kobra Malchin
Man mag es als Laie ja nicht für möglich halten, aber Motorsport wird auch von Minderjährigen ohne Führerschein betrieben und es gibt auch erwachsene Motoballspieler, die mangels Motoradführerschein nicht außerhalb der Sportanlage ein solches motorisiertes Zweirad benutzen dürfen. Eine Woche vorm großen Finale in der Motoballbundesliga stieg im selben Stadion der Finalspieltag der Juniorenmeisterschaft, in der alle Mannschaften der U19-Liga (das Alter der Spieler reichte von etwa 11 bis 18 Jahren, entsprechend variierte auch die Größe der Motorräder, deren Leistung auch etwas niedriger als bei den Erwachsenen schien) ihren bisherigen Platzierungen entsprechend gegeneinander antraten.
Gespielt wurde in Rheinstetten-Mörsch, einer echten Motoballstadt bei Karlsruhe. Dort gibt es im Gewerbegebiet Bach West gleich zwei Stadien für Motoball: das des MSC Mörsch und jenes von Taifun Mörsch – und dort findet das Erwachsenen-Finale am 25.10. und fand ebendieses Junioren-Finale heute statt.
Die beiden Stadien in Mörsch sind fast baugleich. Das Stadion von Taifun unterscheidet sich nur geringfügig in der Größe und in der Höhe des Graswalls. Der Betonplatz ist genauso mäßig, immerhin sind die Torräume mit Tartan ausgepolstert. Ausbau gibt es nur auf einer Seite: sechs Betonstufen, mittig ein Sprecherturm, gegenüber das Vereinsheim. Neben dem Vereinsheim bis hinter das eine Tor geht auch ein hoher Graswall rum.
Der Besuch beim Motoball sollte sich wiedereinmal gelohnt haben: leider war es der erste und letzte in dieser Saison 2014, da in dieser Saison ein beispielloses Ansetzungschaos herrschte, aber nächste Saison (2015) hoffentlich öfter!
Die Spiele im Einzelnen:
Platzierungsspiel 1 (Platz 7-9): MSF Torado Kierspe 4:1 MBV Budel [6,5/10]
Das war immerhin das engste Spiel des Tages, doch auch hier ging es eigentlich nur auf ein Tor. Budel konnte mal im dritten Viertel verkürzen, doch kassierte dann einen Doppelschlag.
Platzierungsspiel 2 (Platz 7-9): MBV Budel 8:1 1.MSC Seelze [3,5/10]
So schlechtes Motoball habe ich noch nie gesehen! Kein Kommentar zu dem unnatürlich großen Seelzer Torwart, der sich überhaupt nicht richtig bewegen konnte und dementsprechend acht Treffer (davon sechs haltbar) kassierte.
Platzierungsspiel 3 (Platz 7-9): MSF Tornado Kierspe 9:1 1.MSC Seelze [7,0]
Ein richtig gutes Spiel! Allerdings natürlich sehr einseitig. Kierspe spielte wirklich schönes Motoball und nahm Seelze – trotz neuem Torwart – auseinander.
Spiel um Platz 5: MSC Taifun Mörsch 7:0 1.MBC 70/90 Halle [7,0]
Ein Spiel auf ein Tor: Halle kaum einen Angriff vorgetragen, doch Taifun Mörsch kombinierte schön, sodass ihr Goalgetter ein ums andere Mal einschießen konnte.
Spiel um Platz 3: MBC Kierspe 8:0 MSC Jarmen [6,5]
Auch beim Spiel um Platz 3 war die Einseitigkeit nicht zu überbieten: 4x10 Minuten nur auf ein Tor, was vom MBC Kierspe natürlich schön vorgetragen wurde.
Finale: MSC Ubstadt Weiher 10:2 MSC Kobra Malchin [7,0/10]
Das wirklich gute Finalspiel manifestiere die extreme Überlegenheit der Mannschaften aus der Südgruppe gegenüber jenen der Nordgruppe. Ich denke, selbst der Nordmeister Malchin (für mich überraschend, aber dieses Ergebnis bedeutet Hoffnung für Malchin, dass ihre Bundesligamannschaft mal in einer der kommenden Spielzeiten nicht Letzter wird) dürfte gegen keine einzige Südmannschaft, wenn dann vielleicht gegen die Käsköppe von Budel, gewinnen. Allerdings hielt Malchin in den ersten 15 Minuten gut mit (es wurden 4x15 statt 4x10 gespielt) und konnte die Ubstädter Führung ausgleichen. Nach dem 1:1 kassierten sie aber postwendend das 2:1. Wenig überraschend gelang es Ubstadt-Weiher auch die Zweistellig-Marke zu knacken: das 10-2 war der Schlusspunkt auf die Süd-Dominanz und der Schlusspunkt auf ein sehenswertes Motoballturnier.
Vor der Siegerehrung brannten die Ubstädter Fans noch ihre obligatorischen gelben Rauchbomben ab und nach der Siegerehrung hieß es für mich noch mal knapp 3 Stunden Fahrt nach Norden.
Statistik:
- Grounds: 1.205 (heute 1 neuer; diese Saison: 51 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.190 (heute 1; diese Saison: 78)
- Tageskilometer: 590 (590km Auto)
- Saisonkilometer: 17.010 (12.230 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.080 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 159 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 429
Montag, 22. Juli 2013
W364IV: Der sechste Motoball-Ground im Norden abgehakt – in Seelze gibt es sogar Motoball-Pide...
1. Motorsportclub 1952 Seelze --------------------------------
5
Motorsportclub Jarmen ---------------------------------------- 6
- Datum: Sonntag, 21. Juli 2013 – Anstoß: 15.15
- Wettbewerb: 1. Motoballbundesliga, Staffel Nord (Höchste und einzige Spielklasse im Motoball)
- Ergebnis: 5-6 nach 81 Min. (4x20)
- Viertelresultate: 2-1, 0-0; 2-3, 1-2
- Tore: 0-1 5. Ickert, 1-1 8. Freter, 2-1 13- Freter (Überzahl), 2-2 47. Gomez, 2-3 48. Ickert, 3-3 51. D. Zilius, 3-4 57. Ickert, 4-4 59. D. Zilius, 4-5 77. Ickert, 5-5 80. V. Zilius, 5-6 80. Ickert
- Grüne Karten (2-Minuten-Strafen): Kahle [Seelze], Nr. 8 [Jarmen]
- Gelbe Karten (5-Minuten-Strafen): Schwarz [Seelze]
- Rote Karten (Platzverweise): keine
- Spielort: Motorsportplatz MSC Seelze (Kap. 1.500, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon mind. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutes und ausgesprochen spannendes Spiel – zwei Tore in der letzten Spielminute sagen ja schon alles!)
Photos with English Commentary:
a) Motorcycle Football: MSC Seelze v MSC Jarmen
b) Sightseeing in Hanover Region: Botanical Garden Hannover-Herrenhausen, Old Towns of Neustadt am Rübenberge, Wunstorf, Schloss Ricklingen and Peine
Da derzeit nur 7 Mannschaften in der Nordstaffel Motoball spielen, die sich auf 6 Spielstätten (Kierspe, Jarmen, Halle, Malchin, Pattensen und Seelze) verteilen, können wir ab heute sagen, auf jedem Platz der Nordstaffel ein Spiel gesehen zu haben. Mit dem Motorsportplatz des MSC Seelze handelt es sich auch neben Pattensen und Kierspe um die beste Anlage – wobei die idyllisch gelegenen mecklenburgischen Sportplätze auch etwas haben – der Nordstaffel: zwar ist der Platz sehr staubig und am Rande der einen Längsseite sind überwucherte Schutthaufen vor Bäumen aufgetürmt, doch auf der anderen Längsseite wurden eine Tribüne mit zwei massiven Betonstufen und daneben ein kleines Sportlerheim gebaut. Auf beiden Längsseiten sind auch einige Holzbänke befestigt.
Seelze ist ein Arbeiterkaff am Rande von Hannover, das unglaublich gesichtslos und architektonisch hässlich ist. In öder, zersiedelter Landschaft gelegen, kommt Abwechslung durch Motoball gerade recht. Ärgerlich, dass dann nur 200 Zuschauer kommen. Dabei kostet der Eintritt nur 5€ (Studentenermäßigung 3€).
Dabei spielt Motoball sogar in der Gastronomie eine Rolle! Wir suchten etwas herum, da das Preisniveau erschreckend hoch war, und landeten bei einem Lokal mit deutschem Namen „Röhrbein“ und türkischer Besitzerin. Da gab es dann tatsächlich „Pizza Motoball Spezial“, die sich als türkische Pide (eine Teigtasche, die eine Größe wie eine kleinere Pizza hat) mit Knoblauchwurst, Peperoni, Tomaten und Schafskäse entpuppte.
Jarmen startete mal wieder offensiv. Die Gastgeber, die zwar einen der deutschen Europameister – ein gebürtiger Litauer, Vygandas Zilius – in ihren Reihen haben, aber sechs Punkte weniger auf dem Konto als Jarmen, gerieten schnell in Rückstand. Auch durch zweifelhafte und grob falsche Entscheidungen der Pattensener Schiris konnte Seelze das Spiel bis zur ersten Pause auf 2:1 drehen. Bis zur Halbzeit überzeugten sie durch konsequente Verteidigungsarbeit, sodass das recht torarme Resultat von 2:1 bis in das dritte Viertel hinein Bestand hatte.
Dann hatte Jarmen die Schwächephase, in der sie selbst bei der Überzahlsituation nach einer gelben Karte gegen Seelze, die nach einem spektakulären Stürmerfoul verhängt wurde, beinahe ein Tor kassierten und kaum eine Chance auf einen eigenen Treffer herausfahren konnten, überwunden. Die zweimalige Führung wurde allerdings immer wieder von Seelze ausgeglichen. Nachdem Jarmen in der Schlussphase das 4:5 machte, schien das Spiel entschieden, doch ein Lattenknaller fand im Nachschuss seinen Weg ins Tor. Nach dem 5:5 gelang Jarmen jedoch noch ein erfolgreicher Angriff in der letzten Minute der Partie zum 5:6 Siegtreffer. Das war ein packender Abschluss!!!
Guckt man sich einmal die Orte in denen Motoball gespielt wird an, wird man feststellen, dass außer die sehenswerte Saalestadt Halle – wobei der Sportplatz natürlich in einem wenig sehenswerten Stadtviertel liegt – und Malchin, das wenigstens etwas sehenswert ist und in toller Umgebung liegt, nur scheiß Käffer ohne jegliche Sehenswürdigkeiten Motoballanlagen haben. Damit unsere Sightseeingquote erfüllt wird, muss also immer dutzende Kilometer in die umliegenden Landkreise ausgewichen werden.
Bei Seelze bieten sich da einige Sachen im Raum Hannover an: das Steinhuder Meer war uns aber zu überlaufen und wir hatten auch Zeit verloren, da wir Anja in Staßfurt abholten und dann die Autobahn an mehreren Stellen gesperrt war. Die historischen Innenstätte von Neustadt am Rübenberge und Wunstorf ließen wir uns aber nicht entgehen. Wo in Neustadt ein Berg ist oder auch nur eine Rübe, habe ich zwar nicht herausgefunden, aber das kleine Schloss mit dem sehr schönen Amtsgericht, einige Fachwerkbauten und die sehenswerte Kirche in der Ortsmitte lohnen schon mal einen Abstecher. Wunstorf ist aber attraktiver, was v.a. am Klosterkomplex mit Kirche und Fachwerkbauten liegt – auch die als Ausstellungsraum genutzte Kirche im Zentrum und die gegenüberliegenden Fachwerkbauten lohnen sich anzuschauen, die hässlichen Betonbauten die dazwischen liegen übersieht man am Besten...
Eine besonders sehenswerte Kirche besuchten wir in einem Ort namens Schloss Ricklingen. Das mit dem Schloss ist eine Mogelpackung: außer einigen hundert Türschlössern gibt es da kein einziges Schloss – aber die außen hässlich rosa und innen reichhaltig und spektakulär v.a. schwarz und gold gestaltete Barockkirche ist klasse.
Nach dem Spiel fuhren wir nach Hannover-Herrenhausen, wo die zerbombten barocken Schlossbauten wiedererrichtet wurden. Hinter dem Schloss gibt es einen Barockgarten, doch beides war unzugänglich, da im Juli ohne Ende Konzerte dort sind. Also gingen wir in den sogenannten Berggarten – Berggarten ist natürlich ein Witz: der muss nach einer Person mit dem Nachnamen Berg benannt sein, denn da gibt es nicht mal einen Hügel! – gegenüber das Schlosses, der von außen mit einem prächtigen Pavillon auffällt. Für 3,50€ (Studenten und Schüler nur 1,50€) bekommt man dann einen wirklich gut sortierten und erschlossenen botanischen Garten geboten. Große, gepflegte Freianlagen – schöne, moderne Gewächshäuser. Total ungewöhnliche Knallerpflanzen habe ich jetzt nicht gesehen, aber die Sammlung an Sukkulenten ist richtig groß und das sind eh meine Lieblingspflanzen, also schon mal der nächste Pluspunkt für den Berggarten...
Zum Abschluss des Tages schauten wir Peine an, wo es die Reste einer Burg, eine größere Kirche und ein paar schöne Fachwerkbauten gibt. Dazwischen steht natürlich sehr viel extrem hässliche 1950er, 60er etc. Bebauung.
Statistik:
- Grounds: 966 (heute 1 neuer; diese Saison: 198 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.849 (heute 1, diese Saison: 272)
- Tageskilometer: 640 (640km Auto)
- Saisonkilometer: 59.700 (48.520 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 4.350 Fahrrad/ 240 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 123 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 364
Motorsportclub Jarmen ---------------------------------------- 6
- Datum: Sonntag, 21. Juli 2013 – Anstoß: 15.15
- Wettbewerb: 1. Motoballbundesliga, Staffel Nord (Höchste und einzige Spielklasse im Motoball)
- Ergebnis: 5-6 nach 81 Min. (4x20)
- Viertelresultate: 2-1, 0-0; 2-3, 1-2
- Tore: 0-1 5. Ickert, 1-1 8. Freter, 2-1 13- Freter (Überzahl), 2-2 47. Gomez, 2-3 48. Ickert, 3-3 51. D. Zilius, 3-4 57. Ickert, 4-4 59. D. Zilius, 4-5 77. Ickert, 5-5 80. V. Zilius, 5-6 80. Ickert
- Grüne Karten (2-Minuten-Strafen): Kahle [Seelze], Nr. 8 [Jarmen]
- Gelbe Karten (5-Minuten-Strafen): Schwarz [Seelze]
- Rote Karten (Platzverweise): keine
- Spielort: Motorsportplatz MSC Seelze (Kap. 1.500, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon mind. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutes und ausgesprochen spannendes Spiel – zwei Tore in der letzten Spielminute sagen ja schon alles!)
a) Motorcycle Football: MSC Seelze v MSC Jarmen
b) Sightseeing in Hanover Region: Botanical Garden Hannover-Herrenhausen, Old Towns of Neustadt am Rübenberge, Wunstorf, Schloss Ricklingen and Peine
Da derzeit nur 7 Mannschaften in der Nordstaffel Motoball spielen, die sich auf 6 Spielstätten (Kierspe, Jarmen, Halle, Malchin, Pattensen und Seelze) verteilen, können wir ab heute sagen, auf jedem Platz der Nordstaffel ein Spiel gesehen zu haben. Mit dem Motorsportplatz des MSC Seelze handelt es sich auch neben Pattensen und Kierspe um die beste Anlage – wobei die idyllisch gelegenen mecklenburgischen Sportplätze auch etwas haben – der Nordstaffel: zwar ist der Platz sehr staubig und am Rande der einen Längsseite sind überwucherte Schutthaufen vor Bäumen aufgetürmt, doch auf der anderen Längsseite wurden eine Tribüne mit zwei massiven Betonstufen und daneben ein kleines Sportlerheim gebaut. Auf beiden Längsseiten sind auch einige Holzbänke befestigt.
Seelze ist ein Arbeiterkaff am Rande von Hannover, das unglaublich gesichtslos und architektonisch hässlich ist. In öder, zersiedelter Landschaft gelegen, kommt Abwechslung durch Motoball gerade recht. Ärgerlich, dass dann nur 200 Zuschauer kommen. Dabei kostet der Eintritt nur 5€ (Studentenermäßigung 3€).
Dabei spielt Motoball sogar in der Gastronomie eine Rolle! Wir suchten etwas herum, da das Preisniveau erschreckend hoch war, und landeten bei einem Lokal mit deutschem Namen „Röhrbein“ und türkischer Besitzerin. Da gab es dann tatsächlich „Pizza Motoball Spezial“, die sich als türkische Pide (eine Teigtasche, die eine Größe wie eine kleinere Pizza hat) mit Knoblauchwurst, Peperoni, Tomaten und Schafskäse entpuppte.
Dann hatte Jarmen die Schwächephase, in der sie selbst bei der Überzahlsituation nach einer gelben Karte gegen Seelze, die nach einem spektakulären Stürmerfoul verhängt wurde, beinahe ein Tor kassierten und kaum eine Chance auf einen eigenen Treffer herausfahren konnten, überwunden. Die zweimalige Führung wurde allerdings immer wieder von Seelze ausgeglichen. Nachdem Jarmen in der Schlussphase das 4:5 machte, schien das Spiel entschieden, doch ein Lattenknaller fand im Nachschuss seinen Weg ins Tor. Nach dem 5:5 gelang Jarmen jedoch noch ein erfolgreicher Angriff in der letzten Minute der Partie zum 5:6 Siegtreffer. Das war ein packender Abschluss!!!
Bei Seelze bieten sich da einige Sachen im Raum Hannover an: das Steinhuder Meer war uns aber zu überlaufen und wir hatten auch Zeit verloren, da wir Anja in Staßfurt abholten und dann die Autobahn an mehreren Stellen gesperrt war. Die historischen Innenstätte von Neustadt am Rübenberge und Wunstorf ließen wir uns aber nicht entgehen. Wo in Neustadt ein Berg ist oder auch nur eine Rübe, habe ich zwar nicht herausgefunden, aber das kleine Schloss mit dem sehr schönen Amtsgericht, einige Fachwerkbauten und die sehenswerte Kirche in der Ortsmitte lohnen schon mal einen Abstecher. Wunstorf ist aber attraktiver, was v.a. am Klosterkomplex mit Kirche und Fachwerkbauten liegt – auch die als Ausstellungsraum genutzte Kirche im Zentrum und die gegenüberliegenden Fachwerkbauten lohnen sich anzuschauen, die hässlichen Betonbauten die dazwischen liegen übersieht man am Besten...
Eine besonders sehenswerte Kirche besuchten wir in einem Ort namens Schloss Ricklingen. Das mit dem Schloss ist eine Mogelpackung: außer einigen hundert Türschlössern gibt es da kein einziges Schloss – aber die außen hässlich rosa und innen reichhaltig und spektakulär v.a. schwarz und gold gestaltete Barockkirche ist klasse.
Nach dem Spiel fuhren wir nach Hannover-Herrenhausen, wo die zerbombten barocken Schlossbauten wiedererrichtet wurden. Hinter dem Schloss gibt es einen Barockgarten, doch beides war unzugänglich, da im Juli ohne Ende Konzerte dort sind. Also gingen wir in den sogenannten Berggarten – Berggarten ist natürlich ein Witz: der muss nach einer Person mit dem Nachnamen Berg benannt sein, denn da gibt es nicht mal einen Hügel! – gegenüber das Schlosses, der von außen mit einem prächtigen Pavillon auffällt. Für 3,50€ (Studenten und Schüler nur 1,50€) bekommt man dann einen wirklich gut sortierten und erschlossenen botanischen Garten geboten. Große, gepflegte Freianlagen – schöne, moderne Gewächshäuser. Total ungewöhnliche Knallerpflanzen habe ich jetzt nicht gesehen, aber die Sammlung an Sukkulenten ist richtig groß und das sind eh meine Lieblingspflanzen, also schon mal der nächste Pluspunkt für den Berggarten...
Zum Abschluss des Tages schauten wir Peine an, wo es die Reste einer Burg, eine größere Kirche und ein paar schöne Fachwerkbauten gibt. Dazwischen steht natürlich sehr viel extrem hässliche 1950er, 60er etc. Bebauung.
- Grounds: 966 (heute 1 neuer; diese Saison: 198 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.849 (heute 1, diese Saison: 272)
- Tageskilometer: 640 (640km Auto)
- Saisonkilometer: 59.700 (48.520 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 4.350 Fahrrad/ 240 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 123 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 364
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Montag, 20. Juni 2011
W255III: Überragender zweistelliger Sieg der Hallenser Motoballer!
1. MBC 70/90 Halle 10:1 1. MSC Seelze
Datum: Sonntag, 19. Juni 2011 – Anstoß: 15.30
Wettbewerb: 1. Motoball-Bundesliga, Staffel Nord
Ergebnis: 10:1 nach 80 Min. (4x20) – Viertel: 3:1, 3:0, 3:0, 1:0
Tore: 1-0 4. Schwiebs, 2-0 8. Schwiebs, 2-1 10. Nr. 8, 3-1 11. Wochatz, 4-1 26. Wochatz, 5-1 28. Schwiebs, 6-1 32. Wochatz, 7-1 43. Schwiebs, 8-1 52. Wochatz, 9-1 54. Eigentor Nr. 2, 10-1 68. Wochatz
Grüne Karten (2 Minuten): 1x Halle
Gelbe Karten (5 Minuten): keine
Platzverweise: keine
Spielort: Motoballplatz Bildungszentrum (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 150 (keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr einseitiges Spiel, aber so gut habe ich Halle schon lange nicht mehr gesehen)
Photos and English version:
„Sieg is heut Pflicht, nu?“ – so begrüßte ein Fan einen der halleschen Spieler. In der Tat war gegen den Tabellenletzten aus Seelze, der neun Niederlagen in Folge verzapfte, nur ein Sieg zu erwarten. Dass er in dieser Höhe ausfiel (Halle als 5. von 8 ist mit durchschnittlich gerade einmal 3 Toren pro Partie nicht gerade ein Garant für reihenweise Tore) war allerdings nicht zu erwarten.
Von Beginn an übten die Hallenser aber einen erheblichen Druck auf die Gastmannschaft aus. Die aus der Hannoveraner Ecke stammenden Seelzer waren die ersten zehn Minuten völlig eingeschnürt und kassierten auch zwei Tore durch Schwiebs oder so - da die Ansagen nicht zu verstehen waren und nur die Namen auf der Website zu finden, kann ich nicht für Richtigkeit bei der Statistik oben garantierten.
Jedenfalls kam Seelze nach 10 Minuten zu einem Treffer nach einem guten Angriff. Solche Szenen waren allerdings Mangelware bei den Gästen. MBC Halle konterte den Anschlusstreffer sofort mit einem schönen Schuss ins lange Eck. Im zweiten Viertel legte Halle mit zwei weiteren herrlichen Schüssen ins Eck und einem Freistoß zwischen der Mauer hindurch und am Torwart vorbei, nach.
Nach dem Seitenwechsel waren weiterhin die Saalestädter konstant überlegen. Drei weitere Tore im dritten Viertel, darunter ein Treffer in den langen Winkel. Natürlich ging auch den Hallenser zum Ende hin etwas die Luft aus, doch ein zehnter Treffer (aus vollem Lauf, äh: Fahrt, ins lange Eck) war noch drin.
Dieses überzeugende 10:1 lässt zwar keinen Platz zur Kritik, aber hätte Halle auch nur eine etwas bessere Chancenverwertung gehabt, wären auch 15 oder mehr Treffer drin gewesen. Seelze war völlig überfordert und schien keine besonderen Anstrengungen zu unternehmen, sich gegen die Niederlage zu stemmen. Allerdings waren sie garantiert nicht lustlos, sondern einfach nur machtlos. Der letzte Platz dürfte ihnen sicher sein. Halle hingegen kann mit einer konstant guten Leistung in den letzten 5 Spielen noch die nur zwei Punkte vor ihnen liegenden Pattensener vom 4. Play-off-Platz verdrängen. Gegen und bei Puma Kuppenheim am zweiten bzw. dritten Septemberwochenende wäre doch mal ein Erlebnis für Spieler und Fans!
Statistik:
Grounds: 584 (heute kein neuer Ground; diese Saison: 134 neue)
Sportveranstaltungen: 1.298 (heute eine, diese Saison: 185)
Tageskilometer: 40 (30 Zug, 10 Straßenbahn)
Saisonkilometer: 43.170 (21.990 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.640 Bahn, Bus, Tram/ 4.530 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 33
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 255
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