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Freitag, 19. Juni 2026

W3.0286I-II: Fußball-Relegationsspiel und Wasserballderby bei und in Hannover

Mellendorfer TV 1919

3 : 1 (1:1) / 5:6 (11m)

TuS Drakenburg 1961

- Datum: Dienstag, 16. Juni 2026 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Relegation Bezirksliga / Kreisliga Hannover, Gruppe A (Kreisliga Region Hannover, Staffel 2 gegen Bezirksliga Region Hannover, Staffel 1; 8. Spielklasse, 4. Amateurliga gegen 7. Spielklasse, 3. Amateurliga) 

- Ergebnis: 3-1 nach 103 (53/50) Minuten - Halbzeit: 1-1, zuzüglich Elfmeterschießen (Tie-Breaker): 5-6

- Tore: 1-0 35. Gaglin, 1-1 42. Hachmeyer, 2-1 52. Dill, 3-1 78. Gottschalk

- Verwarnungen: 2x Trainer Oehmingen, Kohlhoff, NN, NN (MTV); NN (TuS)

- Platzverweise: Oehmingen (Trainer von Mellendorf; 75. Min. Gelb wg. Meckerns, 90.+4 Gelb wg. Meckerns und Rot wg. unsportlichen Verhaltens) 

- Austragungsort: MTV-Sportanlage, A-Platz (Kap. 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 350 (davon ca. 40 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,5/10

Rasensportverein Hannover von 1926

11 : 8 (3:1)

Sportliche Vereinigung Laatzen von 1894 II

- Datum: Donnerstag, 18. Juni 2026 – Beginn: 20.20
- Wettbewerb: Oberliga Niedersachsen (3. Spielklasse im Wasserball)

- Ergebnis: 11-8 nach 32 (4x8) Minuten - Viertel: 1-0, 2-1, 3-2, 5-5

- Tore: 1-0 8. Barthel, 2-0 12. S. Valentin Vilchez, 2-1 13. Weiß, 3-1 16. Wever, 3-2 17. Marherr, 4-2 18. Barthel, 5-2 20. S. Valentin Vilchez, 6-2 23. Ibs, 6-3 24. Hachmeister, 6-4 26. Kaiser, 7-4 27. Ibs, 7-5 27. Bertram, 8-5 27. A. Valentin Vilchez, 9-5 28. S. Valentin Vilchez, 10-5 29. Wiegmann, 10-6 30. Knauer, 11-6 31. Ibs, 11-7 32. Weiß, 11-8 32. Richter

- Strafen: k. A.  

- Austragungsort: Freibad Leinhausen (Kap. 330, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 5 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,0/10

Mellendorfer TV 1919 3:1 TuS Drakenburg 1961

Photos with English commentary:

  1. Relegation Round: Mellendorf vs. Drakenburg

  2. Waterpolo in Leinhausen: RSV vs. SpVg Res.

  3. Hannover City: Leinhausen neighbourhood

Die ganze Woche auf Fortbildung in Hannover, da bot sich am Dienstagabend eine kleine Radtour von 40 Kilometern an. Hannover ist allerdings gerade für Niedersachsen nicht die beste Radfahrgegend: Beengte, volle Großstadt, von einer roten Ampel an die nächste, und gerade der Radweg nach Mellendorf raus ist in einem schlechten Zustand. Dort in Mellendorf zeigte sich die Sportanlage langweilig und gesichtslos: Eine Rasenfläche ohne jeden Zuschauerkomfort oder brauchbare Geländeunterschiede und dafür 5€ Eintritt. Aber das Spiel, das lohnte sich wirklich! Hohes Tempo gutes Niveau, beide wollten noch ihre Chance auf Platz 1 in dieser Dreiergruppe wahren. Das erste Relegationsspiel ging 4:2 an Stöckse (Zweiter einer Kreisligastaffel) gegen Mellendorf - in der Presse wurde auf die tätlichen Auseinandersetzungen im Nachgang eingegangen... Nun traf der 1919 gegründete Mellendorfer Turnverein als Zweiter einer anderen Kreisligastaffel auf den Bezirksliga-Vierzehnten aus Drakenburg bei Nienburg an der Weser. Nach über einer halben Stunde vor zahlreichem aber diesmal fairem Publikum, ein toller Weitschuss unters Tordach zum 1:0. Kurz darauf jedoch der Ausgleich. Nach einem für den Heimtorwart mit Verletzung endenden Zweikampf, kam ein Ersatzmann in den Mellendorfer Kasten, der diesen die gesamte zweite Hälfte sauber hielt. Mit den Entscheidungen um diesen Zusammenprall fingen aber die fragwürdigen Regelauslegungen des Schiedsrichtergespanns an. Mittlerweile ließen sie fast alles laufen. Früh fiel nach dem Seitenwechsel ein zweites Tor für Mellendorf. Drakenburg dann stark am Drücker, scheinbar Foul im Strafraum - Spiel läuft weiter. Im Gegenzug ebenfalls möglicherweise elfmeterwürdiges Foul (bin aber zu weit weg um da sicher zu sein) und Spiel läuft immer noch weiter. Wenige Minuten später klarer Elfmeter für Drakenburg, bescheuert hier nicht zu pfeifen - und im Gegenzug ein toller Treffer in den langen Winkel zum 3:1! Aber im Grundsatz eine vermutlich spielentscheidende Fehlentscheidung des Vorsitzenden des SR-Ausschusses!

Im Elfmeterschießen, welches als Tie-Breaker bei Punkt- und Torgleichheit dient, trafen die ersten 11 Schützen, ehe der Heimtorwart (Feldspieler als TW-Ersatz wie gesagt) einen Brahim-Diaz-Gedenkelfmeter in die Arme des Drakenburger Schlussmannes lupfte. 5:6 also. Wenn Drakenburg nicht genau 0:2 gegen Stöckse gewinnt, steigt Mellendorf dennoch nicht auf. Bei Unentschieden, Sieg Stöckse oder Ein-Tor-Niederlage, ist Stöckse aufgestiegen, bei einem 3:0 oder höher für Drakenburg, dürfen diese Bezirksliga bleiben. Entscheidung am Samstag 20.6.

RSV Hannover 1926 11:8 Sportliche Vereinigung Laatzen 1894 II

Am Donnerstag gab es noch mal 13 Kilometer Rad bei hohen Temperaturen. Da war Wasserball-Oberliga in einem Freibad genau das richtige. Das in Leinhausen ist auch echt idyllisch gelegen zwischen einer Bahnanlage, Gewerbegebiet, dem Kraftwerk Herrenhausen, dessen Schornstein alles überragt, und einer Arbeitersiedlung. Zugachsen und Signalanlagen stehen zur Dekoration im Eingangsbereich des Bades. Ein paar Bänke können im Wettkampfbetrieb von Zuschauern benutzt werden. Ein eher kleines, aber wirklich schönes Bad, auch wenn meine Bemerkung zur idyllischen Lage sicher erkennbar ironisch war…

Die Partie war etwas komisch: Spitzenspiel der Oberliga - zweitunterste Liga, auch wenn Oberliga erstmal echt nach was klingt, aber ich war schon mehrfach bei solchen Ligen und die heutige Zuschauerzahl von 35 war echt hoch; das will schon was heißen. Aber jedenfalls dauerte es ewig, bis mal bei dem gemächlichen Tempo und den ungenauen Würfen ein Tor fiel. Kurz vor Ende des ersten Viertels ging RSV in Führung. Bei Halbzeit stand es 3:1. Auch in der rasanteren zweiten Hälfte kam die Reserve der SpVg Laatzen nie zum Ausgleich. Spätestens beim Stand von 10:5 war die Partie dann auch entschieden. Der Gast kam aber noch auf 11:8 heran.

RSV Hannover 1926 11:8 Sportliche Vereinigung Laatzen 1894 II

Sonst wurde natürlich nach oder vor den Seminaren WM geguckt. Auch schon in der Vorwoche hatte ich das gemacht. Allerdings verfolge ich aufgrund der Zeiten diese WM weniger, als jene in Katar. Das Aufblähen auf 48 Teams ist auch für den Arsch: 32 ist perfekt gewesen. Die ganzen Skandale um politische Einflussnahmen durch die USA und in geringerem Umfang Kanada sowie die Preispolitik waren echt keine Werbung für den Fußball. Den Idioten, die Katar boykottiert haben, sei gesagt: Es war dort deutlich besser und vernünftiger! Das Eröffnungsspiel von Mexiko unspektakulär aber wenigstens erfolgreich. Bei Kanada und Bosnien zwar ein spannendes Spiel, aber die Frage drängte sich auf: Wieso sind die qualifiziert? OK, beantwortet sich leicht: Die einen haben sich als Gastgeber eingekauft, die anderen die scheiß Spaghetti-Kicker ausgeschaltet, was mich sehr gefreut hat wegen der Schwierigkeiten Bosniens, eine wettbewerbsfähige Mannschaft zusammenzukriegen - die ganzen Minderheiten supporten ja andere Nationalteams als Bosnien… Auch Katar war erstaunlich auf Augenhöhe mit der Schweiz: starkes 1-1! Noch stärker das 1-1 von Marokko gegen Brasilien, auch wenn die zweite Hälfte nicht so topp war, Halbzeit 1 war das Beste, was die WM zu bieten hatte! Deutschland gegen die C-Insel bzw. Niederlande II. Mannschaft ein schön anzusehendes Freundschaftsspiel mit verdientem Ehrentreffer. Kap Verde verdienter Punktgewinn gegen die spanischen Großkotze, Ägypten dann eine tolle Leistung gegen Belgien, die leider nicht zu mehr als einem weiteren 1:1 reichte. Sonst hab ich mir noch Österreich gegen Jordanien - letztere besser als erwartet, aber erfolglos 3:1 - und Portugal gegen Kongo-Kinshasa (herrlich, dass die ein 1:1 geschafft haben mit einer topp Leistung) angeschaut, sowie England gegen Kroatien, was das Toppspiel war, das es im Vorfeld zu sein versprach…

Nachdem ich diesen Bericht nun fertig habe, steht in wenigen Stunden der zweite Auftritt meines Lieblingsvereins Marokko an: Die gegnerischen Fans haben ja angeblich ganz Boston leergesoffen, was die deutsche Presse natürlich “total sympathisch” fand - wird Zeit, dass die Auswahl dieser Suffköppe nach ihrem 1:0 Sieg gegen Haiti eine Niederlage kassiert… 

Mellendorfer TV 1919 3:1 TuS Drakenburg 1961

Statistik:

- Grounds: 4.008 (Di 1, Do 1; diese Saison: 165 neue) 

- Sportveranstaltungen: 5.660 (Di 1, Do 1; diese Saison: 235) 

- Tourkilometer: Di 40 km Rad, Do 10km Rad

- Saisonkilometer: 81.230 (50.190 Flugzeug / 29.100 Auto, davon 7.470 Mietwagen/ 2.880 Fahrrad/ 50 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 4 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 286 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]


Donnerstag, 5. März 2026

W3.0271I: Hansa bei Havelse in Hannover

TSV Havelse 1912

1 : 3 (1:2)

F.C. Hansa Rostock

- Datum: Mittwoch, 4. März 2026 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. deutsche Profifußballliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 95 (47/48) Min. - Halbzeit: 1-2

- Tore: 0-1 17. Emil Holten, 0-2 31. Semi Belkahia (Eigentor), 1-2 32. Julius Düker, 1-3 72. Maximilian Krauß

- Verwarnungen: Besfort Kolgeci, Jannik Oltrogge, Lorenzo Paldino (Havelse); Jonas Michel Dirkner, David Hummel (Rostock)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Niedersachsenstadion (sog. Heinz von Heiden Arena, Hannover; Kap. 45.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: 6.712 (davon über 4.000 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

TSV Havelse 1912 1:3 F.C. Hansa Rostock

Photos with English commentary: 

Hansa Rostock away at Hannover vs. TSV Havelse

Ich hatte, um nach der Arbeit noch etwas Bewegung zu kriegen, das Fahrrad im Auto mitgenommen. In Anderten am Croatia-Sportplatz geparkt und dann die 11km bis zum Niedersachsenstadion mit dem Rad zurückgelegt. Unweit des Stadions sprachen mich schon zwei andere Hansafans an, ob ich von Rostock mit dem Rad gekommen sei… 

Mit Rad ist sonst sicher keiner gekommen außer vllt. in Hannover wohnende Hansafans, aber zahlreich per Bus, Bahn und Auto waren 4 bis 4,5 Tausend Rostocker unter den nicht einmal 7.000 Fans, die sich im 45.000er-Stadion verloren. 

Durch den Gästeanhang war auch richtig gute Stimmung, ein paar Heimfans gaben sich aber auch echt Mühe mit ihren Fahnen und Trommeln. 

Dass man für den allenfalls mittelmäßigen Fußball 28 bzw. 29 Euro zahlen muss, ist natürlich völlig unangemessen. Havelse ist ähnlich überteuert wie Hansa. Wenigstens gewannen die Rostocker, sodass sie ihre Aufstiegschancen wahren. Nach einem frühen Kopfballtor, wurde ein Eigentor erzwungen. Postwendend jedoch eine schwache Verteidigung ausgenutzt zum 1:2 Anschlusstreffer. Dann nach der Pause Rostock klar überlegen und wenigstens ein schön abgeschlossener Sturmlauf mit dem 1:3 ins lange Eck. Nach Abpfiff wurde die Mannschaft schön gefeiert. Mit dem Niveau 2. Liga hatte das nicht viel zu tun, aber es bleibt spannend, ob Hansa in ebendiese Liga zurückkehrt, was ich natürlich sehr hoffe!

TSV Havelse 1912 1:3 F.C. Hansa Rostock

Statistik:

- Grounds: 3.949 (0; diese Saison: 106 neue) 

- Sportveranstaltungen: 5.582 (1; diese Saison: 156) 

- Tourkilometer: 210 (190km Auto, 20km Rad)

- Saisonkilometer: 48.740 (27.100 Flugzeug / 19.560 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 2.080 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1 [letzte Serie: 73, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 271 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Mittwoch, 4. Februar 2026

W3.0266I-II: Basketballwochenende in Niedersachsen - Basketball mit und ohne Rollstuhl

Hannover United

54 : 69 (24:32)

RSB Thuringia Bulls 

(Elxleben an der Gera)

- Datum: Samstag, 31. Januar 2026 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Rollstuhlbasketballbundesliga (RSBBL; 1. Spielklasse im Rollstuhlbasketball)
- Ergebnis: 54-69 nach 40 (4x10) Minuten - Viertelstände: 13-20, 11-12, 15-23, 15-14

- Statistiken: siehe Basketballbund!  

- Austragungsort: Sporthalle Sophienschule (Kap. 600, davon 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 230 (davon mind. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

MTV Gifhorn von 1861

74 : 100 (33:47)

TSV Quakenbrück 1877

- Datum: Sonntag, 1. Februar 2026 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: 2. Regionalliga Nord (5. Spielklasse im Basketball, 2. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 74-100 nach 40 (4x10) Minuten - Viertelstände: 19-24, 14-23, 23-29, 18-24

- Statistiken: siehe Basketballbund!  

- Austragungsort: Sporthalle Flutmulde (Kap. 500, davon 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon mind. 3 Gästefans)
- Spielbewertung: 4,5/10

Hannover United 54:69 RSB Thuringia Bulls

Photos with English commentary: 

  1. Wheelchair Basketball: Hannover United vs. Thuringia Bulls

  2. 5th Division Basketball: MTV Gifhorn vs. Quakenbrück

  3. Hanover in Winter

  4. Gifhorn in Winter

Dieses Wochenende unternahmen wir aufgrund des sehr winterlichen Wetters nur kleinere Touren zum Basketball in Niedersachsen. Besonders interessant war dabei die Samstagsfahrt. Nach längerem Spaziergang im hannoveraner Zooviertel mit seinen Villen und dem Stadtpark, ging es in die moderne Sporthalle der Sophienschule zu einem Spitzenspiel der Rollstuhlbasketballbundesliga. 2013 in Jena und 2015 in Köln habe ich mal Spiele im RSB geschaut, für Beryl war diese paralympische Sportart auch interessant. Wir hatten zudem sehr gute Plätze hinter einem der Körbe in Reihe 1 bekommen. Die Obertribüne bietet zwar einen sehr guten Überblick, aber auf Fotos sieht man unten ständig die Scheibe. Für 10€ Eintritt (mittlerweile eher im unteren Bereich, die Rekordmeister aus Hessen und Thüringen sind teurer) bekam man einen sehenswerten, aber nie gefährdeten Sieg der Gäste aus Elxleben bei Erfurt geboten. Hannover United hielt prima mit, war aber eben in allen Belangen etwas weniger durchsetzungsfähig und etwas schwächer als die Thuringia Bulls. Dass sie nur 69 Punkte zuließen, war aber das zweitbeste Ergebnis gegen die Übermannschaft aus Thüringen: Dreistellige Punktzahlen sind beim RSB sehr selten, aber die Thuringia Bulls kriegen auch das immer wieder hin…

Gifhorn

Am Sonntag ging der Spaziergang um den Schlossteich von Gifhorn mitsamt Innenhofbesichtigung. Zugeschneit sah natürlich auch interessant aus, aber wir sind froh, wenn die weiße Scheiße endlich abtaut…

Die Sporthalle Flutmulde ist modernisiert und ganz ansprechend gestaltet, die Stehplätze hinter der Untertribüne waren gesperrt. Es kamen ohnehin nur etwa 50 Zuschauer zur 2. Regionalliga. Faire 2€ Eintritt nahm eine freundliche Kassiererin, die gleichzeitig auch noch das Catering betreute. 

MTV Gifhorn mit 14 Niederlagen in Folge Letzter, der TSV Quakenbrück - ausgegliedert ist die Profimannschaft Artland Dragons in der Pro B (3. Liga), also der Fünftligist ist faktisch die Reserve - im Mittelfeld. Schon im ersten Viertel war die bessere Qualität der Quakenbrücker augenfällig. Gifhorn lief ständig einem Rückstand hinterher, konnte sich auch mal herankämpfen, verlor aber am Ende 74:100. Für so ein punktreiches Spiel aber leider ziemlich zäh und lahm. Ist halt Regionalliga; entweder halt BBL und Pro A/B gucken oder gleich Oberliga. Irgendwie habe ich in den Regionalligen nie sehenswerte Spiele gesehen; vor allem unglaublich, dass sich das über 2 Stunden hingezogen hat…

Aber egal, der Ausflug nach Gifhorn hat wieder gelohnt!

MTV Gifhorn 74:100 TSV Quakenbrück

Statistik:

- Grounds: 3.940 (Sa 1, So 1; diese Saison: 98 neue) 

- Sportveranstaltungen: 5.568 (Sa 1, So 1; diese Saison: 143) 

- Tourkilometer: 300 (Sa 200km Auto, So 100km Auto)

- Saisonkilometer: 47.040 (27.100 Flugzeug / 18.030 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 1.910 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 67 [letzte Serie: 57, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 266 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Dienstag, 25. November 2025

W3.0256II-III: Rugbybundesliga in Hannover und Regionalligahandball in Wolfsburg

SC Germania List von 1900

38 : 26 (10:26)

TSV Handschuhsheim

- Datum: Samstag, 22. November 2025 – Beginn: 14.30

- Wettbewerb: 1. Rugby Bundesliga (1. Spielklasse im deutschen Rugby, für Halbprofi- und Amateurteams)
- Ergebnis: 38-26 nach 90 (43/47) Minuten – Halbzeit: 10-26

- Punkte: 5-0 NN (Try), 5-5 NN (Try), 5-7 NN (Conversion), 5-12 NN (Try), 5-17 NN (Try), 5-19 NN (Conversion), 10-19 NN (Try), 10-24 NN (Try), 10-26 NN (Conversion), 15-26 NN (Try), 17-26 NN (Conversion), 22-26 NN (Try), 24-26 NN (Conversion), 29-26 NN (Try), 31-26 NN (Conversion), 36-26, 38-26 NN (Conversion)

- Strafen: keine Karten / Zeitstrafen

- Austragungsort: Sportanlage Schneckenburgerstraße A-Platz (Kap. 1.300, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 215 (davon ca. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

MTV 1862 Vorsfelde

34 : 33 (17:15)

Turnverein vor dem Haarentor Oldenburg

- Datum: Sonntag, 23. November 2025 – Beginn: 17.00

- Wettbewerb: Regionalliga Niedersachsen-Bremen (4. Spielklasse im Handball, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 34-33 nach 60 (2x30) Minuten – Halbzeit: 17-15

- Statistiken: siehe Ergebnisdienst!  

- Austragungsort: Sporthalle der Carl-Hahn-Schule (Kap. 400, davon 350 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 175 (davon ca. 5 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

Germania List 38:26 TSV Handschuhsheim

Photos with English commentary:

a) Rugby in Hanover: Germania List vs. Heidelberg-Handschuhsheim (Bundesliga 1)

b) Handball in Wolfsburg: MTV Vorsfelde vs. TvdH Oldenburg (4th division)

Ist der Platz zu hart, sind auch die Rugby-Spieler oftmals nicht mehr so hart, wie sie gerne raushängen lassen... Jedenfalls in Deutschland. In anderen Ländern spielt man ja auch schon mal auf festem Lehm. Aber in der wenig professionellen deutschen Rugbybundesliga (und natürlich in den Ligen darunter erstrecht) fallen jedes Jahr zum Ende der Hinrunde Spiele wegen angeblich unbespielbarer Plätze aus. Gestern sagte der eine Hannoveraner Club (DSV 78) schon abends ab, heute wurde beim anderen (Germania List) das Vorspiel, welches ich eigentlich auch gucken wollte, eine knappe Stunde vor geplantem Anpfiff abgesetzt. Hätte mir zwar nichts genutzt, aber warum wird das Spiel nicht auf dem B-Platz um 2 bis 2,5 Stunden nach hinten geschoben, anstatt die Berliner nach Absage des 12-Uhr-Spiels wieder nachhause zu schicken? Also sowas gibt es, nach meinen Erfahrungen in so vielen Ländern, echt nur in Deutschland... Und wieso sind entsprechend problematische Stellen nicht gesandet, wie in vielen Ländern üblich? Es waren ja nicht einmal vereiste Stellen im Zuschauerbereich bearbeitet worden! Wie hat das in meiner Jugend so viel besser funktioniert im Winter?! Und ich bin Jahrgang 1989! Vereister Platz in Weißenschirmbach und niemand ist in den 90 Minuten gestoben oder auch nur verletzt worden, 15 Zentimeter Schnee in Pfiffelbach und die fegten da verletzungsfrei durch die weiße Pracht! Was ist das nur für eine Scheiße geworden beim deutschen Sport?!

Ein Vorschlag an die ganzen Verbände im Fußball und Rugby, die Jahr für Jahr seit vielleicht 15, 20 Jahren keinen vernünftigen Spielbetrieb auf die Reihe kriegen, wenn es mal etwas Frost, Schnee oder Starkregen gibt: Macht eine Winterpause von Ende Oktober bis Mitte März und dafür Saisonbeginn Mitte Juli bei Saisonende Mitte oder Ende Juni. Also Sommerpause 2-4 Wochen und  Winterpause 18-20 Wochen. Es werden immer noch vereinzelt Spiele ausfallen, aber so irre wie jetzt nicht mehr. Die Winterpause kann man überbrücken mit Vorbereitungsturnieren nach dem Vorbild des Sparkassencups im Salzlandkreis oder eben Testspielen!

Aber genug gemeckert, so fuhr ich halt mit dem Rad noch etwas rum, was in Hannover ja nicht schlecht ist, da die Wege gut ausgebaut sind, schaute eine Halbzeit U15-Fußball in Bemerode, dann wieder 12 km über Misburg, wo ich bei einem Türken Linsensuppe löffelte (heißt da natürlich Mercimek und gibt Fladenbrot statt Bockwurst dazu...), zum Rugbyplatz des SC Germania List 1900. Der A-Platz in der Schneckenburgerstraße ist von einer schönen alten Reling umgeben, hat einen kleinen Graswall mit ein paar Bänken auf einer Längsseite und einige Schalensitze auf der anderen Längsseite. Hinter den Malstangen kann man auch stehen, wobei auf einer Seite neben einer kleinen Anzeigetafel auch ein größeres Sportlerheim und eben die Kabinen und Geräteschuppen mit netten Graffiti sind. Heute gab es dort auch Kinderbelustigung in Vorgriff auf die Adventszeit. Für die in Anbetracht des Status als Randsport, den Rugby in Deutschland leider hat, sehr hoch wirkenden 12€ Eintritt, bekam man ein gutes Spiel geboten. List ging früh in Führung, doch konnte nach dem Versuch die Erhöhung nicht verwandeln und danach bestimmte der Gast aus Handschuhsheim das Spiel. Völlig verdient gingen sie mit einem 10:26 Vorsprung in die Pause, wobei mir nicht klar war, warum ein vielversprechender Try von List nicht zählte.

Nach der Pause jedoch ohnehin ein anderes Bild, denn in dem offenen Schlagabtausch gelang Handschuhsheim nichts mehr. Mehrfach kurz vor einem Versuch, doch dieser wurde immer wieder verteidigt und List kam heran. Nun gelangen auch die Conversions und es stand nur noch 24:26, ehe mit der entscheidenden Konterszene der Gastgeber die Partie drehte. Ein weiterer Versuch mit Erhöhung noch in der Nachspielzeit – die übrigens im Rugby genauso lang ausfällt und mitunter willkürlich erscheint wie beim Fußball – und es stand 38:26 auf der Tafel.  

Germania List 38:26 TSV Handschuhsheim

Auch am Sonntag musste man sich ob der unglaublich vielen Spielausfällen an den Kopp fassen. Meine Anmerkungen dazu siehe oben! Besonders scheiße war, dass beim SG Sundern der Schiri und einige Spieler der Meinung waren, dass dieser Platz, der so wie letzte Woche in Weferlingen noch OK war, angeblich unbespielbar war. 20 Minuten vor Anpfiff. Ich bin natürlich dahingefahren, weil das der einzige Platz im Raum Wolfsburg-Helmstedt war, wo ich noch nicht war, und wo heute nicht abgesagt wurde. Bis halt eben 20 Minuten vor Anstoß.

Ich fuhr dann nach Wolfsburg weiter, wo ich mich natürlich mit meiner arbeitsmäßig auch dieses Wochenende stark eingebundenen Freundin traf. Da es aufgrund des Umplanens meinerseits – wäre wie gesagt nicht nötig gewesen, wenn die Idioten gekickt hätten oder eben rechtzeitig abgesetzt worden wäre – schnell gehen musste, holten wir uns mal wieder was bei einem Balkangrill. Bei dieser Gaststätte fiel mir dann ein, dass ich ihr als Nichtmuttersprachlerin nach dem Essen mal eine Reportage vom SRF zeigen musste, die sich um Jugos, die in zweiter Generation in der Schweiz lebten (Secondos), aber sich für die Rückwanderung nach z. B. Bosnien entschieden haben, dreht. Nach einer halben Minuten fragte Beryl: „was ist das für ein Deutsch, this can’t be German?!“ nach zwei weiteren Minuten schalteten wir die deutschen Untertitel zu, damit sie mitbekommt, worum es geht, außer dass auf dem Balkan Arbeitslosigkeit und Korruption Probleme machen... Aber völlig logisch, dass schweizerische Programme für sie Probleme bereiten; anders als unser letzter Mediathek-Programmpunkt: der war auch ohne Untertitel zu verstehen, da es eine Reportage über Leuna war, auf die mich schon in Weferlingen mehrere Sportfreunde beim Training am Freitag angesprochen hatten...

Nächstes Wochenende geht es in der Tat mal wieder nach Leuna. Aber damit sich dieser Sonntag noch sportlich lohnte trotz der Ausfallseuche, gingen wir zum 17-Uhr-Regionalligaspiel im Handball. Baulich kuriose Halle: Im Erdgeschoss ein Parkhaus, im Obergeschoss das Parkett mit fünfreihiger Schalensitztribüne und Sprecherturm. Wie üblich beim höherklassigen Handball in Niedersachsen hockte jemand zum Kassieren an einem Schreibtisch am Aufgang. 10€ für Regionalliga wohl üblich aber schon üppig. Erstmalig sah ich aber, dass man mit Karte bezahlen konnte. Ich bin gegen die Abschaffung von Bargeld, damit man nicht wie die dekadenten Norweger endet, deren jüngere Generationen keinerlei Ahnung vom Wert von Geld mehr haben und sich dadurch verstärkt überschulden – aber wenn man mehrere Zahlungsmethoden annimmt, finde ich das einen guten und lobenswerten Service!

Lobenswert war auch das Niveau beider Mannschaften. In einem wirklich guten, temposcharfen und von starken Torszenen geprägten Spiel mit nur wenigen Durchhängern, wechselte die Führung mehrmals; selten lag jemand mit mehr als zwei Toren vorne. Die Oldenburger waren ständig am Aufspringen und Reklamieren, die zweifelhafteren Entscheidungen wurden aber gegen die sehr disziplinierten Wolfsburger aus Vorsfelde getroffen. Nichts davon hatte am Ende Einfluss auf den Spielverlauf: In einer spannenden Schlussminute konnte Vorsfelde das 34:32 erzielen und dann weitere Angriffe abwehren, den letzten aber nur durch Foul. So gab es nach Abpfiff noch einen direkten Freiwurf, der spektakulär zum 34:33 in den Winkel gesemmelt wurde.

Ich hatte dann gewisse Mühe, im starken Gegenwind in einer vernünftigen Zeit nach Weferlingen zurückzukommen, aber die Radtour war insgesamt gesehen völlig OK. Bin ja auch kein Weichei, dass auf einem glatten Platz unter Null nicht mehr spielt – also muss ich bei solchem Dreckswetter auch Rad fahren!     

MTV Vorsfelde 34:33 Turnverein vor dem Haarentor Oldenburg

Statistik:

- Grounds: 3.912 (Sa 1, So 1; diese Saison: 72 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.478 (Sa 1, So 1; diese Saison: 102)

- Tourkilometer: 310 (Sa 200 km Auto, 30km Rad; So 80 km Rad)

- Saisonkilometer: 34.810 (21.500 Flugzeug / 11.730 Auto, davon 1.320 Mietwagen/ 1.580 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 45 [letzte Serie: 57, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 256 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]