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Dienstag, 27. August 2024

W3.0191I-V: Motoball-EM im Ärmelkanal-Seebad und Fußball-Kreispokal in den Dünen bei Dünkirchen – 5 Tage in Frankreich

Motoball Europameisterschaft 2024

- Datum: Dienstag, 20. August 2024, 13 Uhr – Samstag, 24. August 2024, 21.30 Uhr
- Wettbewerb: Europameisterschaft im Motoball, Senioren und U18
- Ergebnisse Senioren: Frankreich 3-2 Deutschland (Finale), Niederlande 3-2 Litauen (Spiel um Platz 3), Deutschland 8-0 Litauen und Frankreich 9-0 Niederlande (Halbfinale), Frankreich 5-1 Litauen und Deutschland 12-0 Niederlande (Gruppenphase Tag 3), Frankreich 10-0 Niederlande und Deutschland 6-1 Litauen (Gruppenphase Tag 2), Litauen 2-1 Niederlande und Frankeich 4-1 Deutschland (Gruppenphase Tag 1, nicht gesehen)

- Ergebnisse U18: Frankreich 5-2 Litauen (Finale), Deutschland 4-2 Niederlande (Spiel um Platz 3), Deutschland 0-3 Litauen und Frankreich 11-0 Niederlande (Halbfinale), Deutschland 4-1 Niederlande und Frankreich 2-0 Litauen (Gruppenphase Tag 3), Frankreich 5-0 Niederlande und Deutschland 7-0 Litauen (Gruppenphase Tag 2), Litauen 5-1 Niederlande und Deutschland 0-0 Frankreich (Gruppenphase Tag 1, nicht gesehen)

- Austragungsort: Stade Municipal Emile Langlois (Houlgate, Kap. 2.000, davon 700 Sitzplätze)

- Spielbewertung (gesamte Veranstaltung): 7,0/10

Union Sportive de Bray-Dunes

2 : 3 (2:2)

Morins FC Ghyvelde

- Datum: Sonntag, 25. August 2024 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Coupe de France, phase régional, Hauts de France, journée 1 = 1. Runde des regionalen Vorentscheids von Nordfrankreich für den Französischen Pokal (beide Teams Ligue District des Flandres 4, groupe G bzw. F; jeweils 12. französische Fußballliga, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 99 Minuten (47/52) – Halbzeit: 2-2

- Tore: 1-0 15. Radoine Bariz, 2-0 20. Gaetan Turpin, 2-1 25. Remi Pernin, 2-2 45.+1 Axel Peulmeule, 2-3 70. Cedric Dumont

- Verwarnungen: Hugo Lamie, Nicolas Turpin (USBD); William Narcissot (MFC)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stade Municipal Pierre Lamstaes (Kap. 2.000, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 60 Gästefans)

- Spielbewertung: 5,0/10

France 3:2 Germany (final match)

Photos with English commentary:

a) MOTOBALL EM (MOTORBIKE-FOOTBALL EUROPEAN CUP) IN HOULGATE, FRANCE

b) Football Coupe de France, regional qualifying round: Bray-Dunes vs. Morins Ghyvelde

c) France Nord: Houlgate, Dives-sur-Mer, Cabourg, Bray-Dunes, Ghyvelde

Die Motoball-EM, die faktisch eine Weltmeisterschaft ist, ist so ein jährliches Sportevent, das ich immer versuche zu besuchen. Besonders weit sind die Anreisewege ja nicht...

Die Meisterschaften 2020 und 2021 fielen wegen des Coronawahns aus. 2022 und 2023 waren es die politischen Probleme mit Rekordmeister Russland und auch Weißrussland und Ukraine, weswegen keine richtige Meisterschaft zustande kam. 2023 wurde aber in Jarmen eine U18-Meisterschaft ausgetragen – abgespeckt mit vier Teams. So wurde es auch dieses Jahr gemacht. Sowohl die U18 als auch die Senioren spielten nur mit den Teams aus Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Litauen in 5 Turniertagen den Europameister aus. Für mich interessant, dass es in Houlgate am Ärmelkanal ausgetragen wurde. Zu dem Verein wollte ich eh mal!

Leider zieht Randsport wie Motoball andere Hopper nicht so, sodass ich nur eine Mitfahrerin hatte. Den Dienstag musste ich noch arbeiten, fuhren dann aber schon früh los und via Aachen und Brüssel ging es nach Amiens. Nach der Nacht im Premiere Classe Amiens Nord und dem dort üblichen französischen Frühstück, ging es am Mittwoch über Mautautobahnen und durch Rouen durch nach Houlgate. Die freundliche Frau von der Immobiliengesellschaft, die uns eine kleine und ziemlich miese (aber für die Zeit und den Zweck des Aufenthalts akzeptable) Ferienwohnung vermietete, war auch schon da, sodass wir nach Ablegen der Sachen gleich zum Motoballstadion konnten.

Stade Municipal Emile Langlois

Das Motoballstadion heißt nach dem Sportler, der den Motoball 1933 nach Houlgate brachte: Emile Langlois. Eine feste Obertribüne mit ein paar Bänken und Blechdach gibt es, rechts und links daneben wurden temporäre Schalensitztribünen aufgebaut. Auf der Gegenseite steht man ebenirdisch, hinter den Toren erhöht. Drumherum sind Hecken, herrlich ist der Blick in die grünen Hügel und Berge, durch die sich Houlgate zieht. Der Eingangsbereich ist recht großzügig gestaltet. Sonderlich große Zuschauermassen kann das Stadion zwar nicht fassen, macht aber mehr daher als die meisten Motoballanlagen in Deutschland. Nach 1975 und 1985 findet hier nun zum dritten Mal eine EM statt. Damals wohl noch Schotterplatz, Frankreich wurde 75 und 85 nur Dritter, jeweils hinter West-Deutschland und der Sowjetunion...

Gespielt wurde in der Vorrunde 3x15 Minuten bei der U18 und 4x15 Minuten bei den Männern, dann 4x15 bzw. 4x20 in der Finalrunde.

Verglichen mit der EM in Frankreich 2016 wurden viel höhere Eintrittspreise genommen, in einem Ort, der viel weniger Publikum anzog als bei den Teams aus dem Süden damals, und v.a. für viel weniger Mannschaften und somit auch weniger Spiele. Nicht ganz nachvollziehbar, was MBC Houlgatais da gemacht hat! Völlig idiotisch auch, dass fast keinerlei Werbung in der Stadt zu sehen war!

Auch das Catering war selbst für Frankreich sehr teuer, doch wenigstens stimmte die Qualität und es gab eine Spezialität, die ich noch nie gegessen hatte: Eine v.a. in Troyes aber eben auch dem nahegelegenen Rouen bekannte Bratwurst aus Innereien von Schwein, Rind und/oder Ente: Andouillette. Sehr seltsame Konsistenz, herber Geschmack – echt mal was Anderes!

Als wir ankamen, ging bald das erste Spiel los. Tag 2, die U18 von Litauen und Deutschland trafen aufeinander. Vor höchstens 300 Zuschauern lieferte Deutschland eine souveräne und beeindruckende Leistung in einem temposcharfen Spiel ab: 7-0 (2-0, 2-0, 3-0)!

Dann das Duell bei den Männern. Hier war das Tempo deutlich geringer, die Technik aber keineswegs. Deutschland auch hier von vorne herein überlegen, doch Litauen konnte es zwischendurch enger gestalten als ihre U18. Am Ende 6:1 (3:0, 1:1, 2:0, 0:0) für Deutschland – Litauens einziger Treffer einer von mehreren Strafstößen in der Partie. Zuschauer: ca. 450 (wieder wie beim Vorspiel ca. 150 Deutsche und 20 Litauer).

Dann kam die U18 von Frankreich und die Zuschauerzahl ging in Richtung 1.000, darunter aber auch 50 Niederländer die Pyro am Start hatten.

Die Franzosen machten schnell alles klar (3:0 im ersten Drittel) und spielten dann souverän zwei weitere Tore zum 5:0 Sieg (3:0, 1:0, 1:0) heraus.

Zum Abschluss des Tages vor mittlerweile ca. 1.250 Zuschauern schoss die französische Senioren-Nationalmannschaft die Niederländer aus Budel mit 10:0 ab. Niederlande hielt die ersten 10 Minuten toll mit, kassierte noch vorm Ende des ersten Viertels das 1:0, lag bei Halbzeit 2:0 hinten – und brach dann ein. Allein im letzten Viertel 5:0.

Houlgate

Am Donnerstag waren zuerst Besichtigungen angesagt. Mit einem 10-Kilometer-Marsch waren sowohl Houlgate als auch seine westlichen Nachbarorte Dives-sur-Mer und Cabourg erkundbar. Houlgate hat wirklich beeindruckende Bäderarchitektur des 19./20. Jahrhunderts. Irre verspielte Fassaden und Türmchen. Auch die Kaiserbäder auf Usedom sind nicht so sehenswert wie Houlgate! Die beiden Nachbarorte fallen da deutlich ab, wobei sie beide vereinzelt dieselbe Bäderarchitektur haben und auch zwei ganz schöne Kirche, welche innen zu besichtigen waren. Jene in Dives-sur-Mer war auch ziemlich alt, unweit befindet sich ein ehemaliges Kloster und eine mittelalterliche hölzerne Markthalle.

Zurück nach Houlgate. Heute spielten zuerst die U18-Teams von Deutschland und Niederlande gegeneinander. Deutschland bestimmte die Partie vor knapp 300 Leuten, die Niederländer hielten aber gut mit. Zu einem Tor kamen sie aber nur in doppelter Überzahl nach umstrittener zweiter Zeitstrafe. Am Ende ein 4:1, u.a. durch einen Elfer im Schlussdrittel, der nach einem Foul mit Verletzungsfolge verhängt wurde. Für den deutschen 10er ist nach der Beinverletzung das Turnier leider vorbei.

Bei den Männern wurde es enorm einseitig. Holland ging unter wie nach einem Dammbruch: 5-0 im ersten Viertel, 9-0 bei Pause. Dann Deutschland auch mit zweiter Reihe, doch selbst die ist merklich besser als Budel/Niederlande. 12-0 vor gut 400 Zuschauern am Ende.

Dann der Gastgeber vor gut 800 Leuten mit seiner U18 gegen die Litauische U18. Ein wirklich gutes und enges Spiel, jedoch sehr wenige Torchancen für die Balten. Frankreich schoss aus allen Lagen, Litauen hielt toll gegen. Am Ende aber eben 2:0 für den Gastgeber.

Bei den Männern gab es vor rund 1.100 Zuschauern einen frühen Torerfolg Frankreichs zu sehen, den Litauen dann eine Weile verteidigte. Nach dem 2:0 weit im zweiten Viertel, kam Litauen auch mal zu einem schönen Tor aus kurzem Winkel. Sehr schnell stellte Frankreich aber den alten Abstand wieder her. Am Ende ein 5:1 – ganz starke Leistung Frankreichs! Aber leider auch wieder sehr vorhersehbare Ergebnisse...

Beobachtungen am Rande: Viele Fans, teils länderübergreifend, kennen sich untereinander. Bei Randsportarten geht es sehr familiär zu. Ein paar Jarmener sprachen mich auf meinen Hansa-Fischerhut an und machten Fotos mit uns. Wir outeten uns aber gleich als Gelegenheits-Motoballfans. Klar, ich schaue jede Saison ein, zwei oder sogar mehr Bundesligaspiele (dieses Jahr 1x Pattensen und 1x Halle) und war auch bei 5 der letzten 8 Europameisterschaften mindestens zum Finaltag da (in Frankreich beide Male fast komplett und in Niederlande gänzlich komplett) – aber so toll dieser Sport auch ist, Fußball geht halt doch vor...

Die meisten Motoballfans können nur ihre Muttersprache und wenn überhaupt rudimentär Fremdsprachen. Mit Ausnahme der Niederländer, die meist Deutsch und/oder Englisch können. Aber wenn sich Deutsche und Franzosen z. B. unterhalten wollen, kann es schon mal schwierig und nach zu viel Bier auch mal missverständlich werden. Die zwei Chaoten, die sich eigentlich erst an den Kragen wollten, weil sie die dummen Sprüche des jeweils anderen falsch verstanden, vertrugen sich aber nach Intervention durch Kumpels mit Google-Translate-Kenntnissen ganz schnell wieder mit Umarmung und französischen Wangenküssen...

Germany 8:0 Lithuania (semi-final)

Freitag noch ein paar Besichtigungen in Houlgate (u.a. die Kirche), dann ging es wieder zum Stadion raus. Diesmal kaum 250 Zuschauer beim schon 11 Uhr startenden U18-Spiel Deutschland gegen Litauen. Da haben viele aber was verpasst, nämlich das einzige völlig überraschende Ergebnis in den ganzen 20 Spielen! Litauen startete klar besser und ging 0:1 in Führung. Deutschland hatte große Probleme ins Spiel zu kommen und kam auch bis zur Pause nicht zum erwarteten Ausgleich. Sofort nach Beginn des dritten Viertels zimmerte Litauen das 0:2 in den Winkel. Das 0:3 folgte später vom Strafstoßpunkt. Im letzten Viertel fiel wieder kein Tor. Nur drei Treffer aber eines der besten Spiele der gesamten Meisterschaft!

Bei den Männern war es wieder eher langweilig, denn Deutschland bestimmte von der 1. bis zur 80. Minute die Partie gegen Litauen und gewann souverän aber nicht immer schön anzusehen mit 8:0 gegen die Balten. Bei starkem Regen fanden sich auch nur gut 400 Zuschauer ein.

Dann war die U18 von Budel/ Niederlande völlig überfordert mit Frankreich und mit dem 11:0 noch gut bedient. Der Regen hatte zwar schon wieder aufgehört, aber mehr als 650 Zuschauer waren das diesmal nicht.

Schließlich spielten die Männerteams von Frankreich und Niederlande um den Finaleinzug und auch da war es eine mehr als klare Angelegenheit. Tolle Spielzüge der Franzosen, ab und an blitzte auch bei den Niederländern fahrerische oder technische Klasse auf, aber auch hier eine klare Zu-Null-Niederlage: 9-0 für Frankreich. Aufgrund des schlechten Wetters waren kaum 1.000 Zuschauer da.

France U18 5:2 Lithuania U18 (Under-18 final match)

Samstag dann der Finalspieltag. Erstmal schön das Boulodrome in der Avenue des Sports ausprobiert; schön gelegen, aber in Frankreich und auch in NRW und Rheinland-Pfalz sowie Karlsruhe schon besseres gehabt. Dann ging es aufgrund des fürchterlichen Wetters, welches allerdings passenderweise zu den beiden Finalspielen schlagartig besser wurde, mit dem Auto zum Motoballstadion.

Heute spielten zuerst die Niederlande und Deutschland vor gut 400 Zuschauern um den dritten Platz der U18. Überraschend stark präsentierte sich Budel und ging 0:1 in Führung. Auch nach dem Ausgleich bekam Deutschland die Niederlande nicht in den Griff. Das zweite Viertel blieb torlos und im dritten Viertel gingen die Niederländer erneut in Front. Deutschland glich aber zuerst aus und zog dann im Schlussviertel mit einer guten Mannschaftsleistung auf 4:2 davon. Nach dem schwachen Auftritt gegen Litauen also wenigstens noch Platz 3.

Die Niederländer waren auch bei den Männern im Spiel um Platz 3 zugange, in diesem Fall aber gegen Litauen. In der Gruppenpartie hatte Litauen 2:1 gewonnen – es sollte ihr einziger Sieg im Turnier bleiben, denn vor nur mehr 250 Zuschauern siegte die Niederlande nach 2:0 und 3:1 Führung am Ende verdient mit 3:2. Es war die unattraktivste Partie des Turniers (den ersten Tag sahen wir aber nicht, können da also nichts bewerten!)

Zum Finale der U18 wurde das Wetter besser und schon kamen knapp 1.000 Zuschauer rein. Natürlich spielte ja auch Frankreich. Mit dem Überraschungsgegner Litauen hatten sie anfangs leichtes Spiel. Nach 15 Minuten schon 5:0 – sah nach zweistellig aus. Doch kurioserweise war Frankreich danach unfähig, auch nur noch ein einziges Tor gegen den nun besser stehenden baltischen Gegner zu erzielen. Litauen schoss noch in Viertel 2 und 3 je einen Treffer, das letzte Viertel endete torlos. Eine insgesamt sehenswerte, phasenweise aufgrund z. B. des 4:0 für Frankreich – Flanke von rechts, links am Torwartraum steigt ein Franzose auf seiner Maschine auf und schießt halb volley ins lange Eck mit Innenpfostentreffer – spektakuläre Partie.

Beste Partie des Turniers dann aber doch das Finale zwischen Frankreich und Deutschland. Das U18-Halbfinale Deutschland gegen Litauen fand ich bei den Junioren das beste Spiel. Aber zurück zum Männerfinale: vor nunmehr gut 1.700 Zuschauern (damit aber noch nicht ausverkauft und nicht so viel los wie bei der letzten EM in Süd-Frankreich) entwickelte sich eine packende, durchweg sehenswerte und spielerisch ausgezeichnete Partie.

Deutschland ging mit einem gewaltigen 16-Meter-Freistoß früh in Führung. Im zweiten Viertel machten sie sogar in Unterzahl das 0:2. Selbst doppelte Unterzahl nutzten die Franzosen nicht zum Tor. Kurz vor der Pause jedoch das 1:2 per Elfmeter. Auf beiden Seiten ab und an grobes Einsteigen und Gemotze. Im dritten Viertel zog Frankreich langsam die Partie an sich. Der Ausgleich wurde schon frenetisch gefeiert. So, wie z. B. die als Hähne verkleideten Houlgatois hinter dem Tor mitgingen, geht aber auch bei einer Heim-EM niemand von Motoball Deutschland ab... Richtig Action auf den Rängen gab es dann, als Frankreich das letzte Viertel bestimmte und noch das 3:2 schoss. Deutschland fühlte sich verschoben – es ging vor allem um einen nicht gegebenen Strafstoß, wobei ich ein Video der Szene am Folgetag sah und nicht weiß, wofür die Baden da so vehement Elfer wollten – und beleidigte die Schiris, während die französisch Fans mit Spielern auf dem Asphalt feierten, Donuts wurden gedreht und Pyrotechnik abgefackelt. Frankreich somit Doppelsieger bei der Heim-EM!

Bray-Dunes

Am Sonntag übergaben wir die Schlüssel der Ferienwohnung und brachen um 9 Uhr auf. Über die eindrucksvolle Seine-Brücke ging es an Le Havre vorbei bis Ghyvelde, kurz vor der belgischen Grenze. Man muss sich aber überlegen, ob 20km kürzer und 70 Minuten schneller wirklich die 20€ Maut Wert sind...

Ghyvelde ist einer von vielen Orten im Department Flandres (Gegend von Dünkirchen), die Flämisch geprägt sind. Dieser niederländische Dialekt spielt im Alltag aber keine Rolle mehr, der französische Kulturfaschismus hat die Minderheitensprachen weitestgehend ausgelöscht. Die Orte im Kreis Dünkirchen wiederum, wurden von den Deutschen Faschisten im Zweiten Weltkrieg weitestgehend ausgelöscht, sodass man überwiegend mit hässlicher Architektur und den Überresten von Bunkern und Schiffswracks konfrontiert wird...

 In Ghyvelde schauten wir uns die unspektakuläre und flämisch wirkende Kirche an, davor steht ein Denkmal, was neben den anti-Hitler Kämpfern aus dem Ort auch jene Einwohnern, die sich den französischen Terrorbanden in Algerien und Vietnam in den 50ern und 60ern angeschlossen hatten, glorifiziert.

Ähnliches findet man auch im Nachbarort Bray-Dunes. Dort gibt es auch eine ausgesprochen hässliche Promenade sowie zwei ganz ansehnliche Kirche. Sehenswert sind vor allem die teils von Bunkeranlagen durchzogenen Dünen, die dem Ort den Namen geben.

Dann spielten in der ersten Kreisausscheidungsrunde des Coupe de France diese beiden Orte, Bray-Dunes und Ghyvelde, gegeneinander. Da anders als im DFB-Pokal, die Kreis- und Bezirkspokale Bestandteil des eigentlichen Verbandspokals sind, ist der Coupe de France der weltweit größte Fußballpokal hinsichtlich Teilnehmerzahl und im Übrigen auch Ausdehnung, da bestimmte Wettbewerber aus „Outre Mer“, also z. B. Martinique und Guadeloupe, teilnehmen dürfen. Die Reisen von oder nach Outre Mer werden übrigens vom Verband bezahlt. Glaube nicht, dass unsere Fußballmafia DFB dem Sieger des Regionalpokals Deutsch-Südwestafrika so eine Reise nach Berlin, Bayern oder Königsberg finanzieren würde – wenn es denn diese Kolonie noch gäbe...

Bei freiem Eintritt (auch ein positiver Unterschied zu Deutschland) wurde in dem schönen Stadion von Bray-Dunes gespielt. Tolles Eingangstor, nebenan gleich die typisch französischen Toiletten in dem Bauwerk integriert (Schüssel ohne Brille und Deckel, Hockklo, Stehpissoirs – irgendjemand hatte ein Fahrrad dort abgestellt, sodass man über selbiges Klettern musste, um auf den Pott zu kommen), rechts ein sehr modernes Sportlerheim, auf Mitte der Hauptseite eine achtreihige überdachte Tribüne mit Holzbänken (architektonisch alles sehr geschmackvoll!) und massive Steinreling zum Spielfeld. Zwei Nebenplätze gibt es auch noch.

Das Spiel kam eine Weile nicht in Fahrt, doch dann ein Heber über den Gästekeeper zur Führung. Kurz darauf der Schlussmann umspielt und 2:0. Doch bis zur Pause kam Ghyvelde noch zum Ausgleich – beide Tore wurden mit je einem Bengalo von einem der vielen Gästefans gefeiert. Die Gäste machten als einzige Stimmung – besonders, als in Hälfte zwei das 2:3 fiel. Kurz vor Schluss noch ein Tumult mit ungeahndeten Tätlichkeiten, ehe nach langer Nachspielzeit Morins FC Ghyvelde als Sieger in Runde 2 einzog und das gleich mit einem Pyrowurf auf den Platz feierte...

Die Rückfahrt war in Belgien wegen Staus etwas nervig, aber dennoch kurz nach Mitternacht in Braunschweig angekommen. Fazit: Die Tour hat sich absolut gelohnt! Starke Motoball-EM, auch wenn es eine Notlösung mit nur 4 Teams war, und schön abgerundet durch den originellen Fußballbesuch in Bray-Dunes!

Die Motoball EM 2025 soll in Budel/Niederlande oder Deutschland ausgetragen werden. Da werde ich wohl nur zu den Finals ein oder die letzten beiden Turniertage hinfahren. An die FIM hätte ich ja den Wunsch, 2026 in Litauen (beide Spielorte am besten!) und 2027 in Neuville oder wieder zwei Spielorte Carpentras und Bolléne...

US Bray-Dunes 2:3 Morins FC Ghyvelde

Statistik:

- Grounds: 3.687 (Mi 1, So 1 neuer; diese Saison: 27 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.177 (Mi 4, Do 4, Fr 4, Sa 4, So 1; diese Saison: 53)

- Tourkilometer: 2.020 (Di 760km Auto, Mi 230km Auto, Do zu Fuß, Fr zu Fuß, Sa <10km Auto, So 1.030km Auto)

- Saisonkilometer: 5.450 (4.860 Auto, davon 0 Mietwagen/ 590 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 45 [letzte Serie: 54, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 191 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Dienstag, 25. Juni 2019

W673III: Finaltag der Motoball-EM in Mörsch

Deutschland 5:7 Russland
- Datum: Samstag, 22. Juni 2019 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Finale der Motoball Europameisterschaft 2019
- Ergebnis: 5-7 nach 84 Min. (20/22/22/20) – Viertel: 0-4, 1-0, 2-1, 2-2
- Tore: 0-1 3. Krishtopa, 0-2 5. Krishtopa, 0-3 10. Sosnitski, 0-4 13. Krishtopa, 1-4 25. Walz, 1-5 41. Krishtopa, 2-5 44. Walz, 3-5 48. Schmitt, 3-6 53. Kroshka, 4-6 59. Walz, 4-7 70. Sosnitski, 5-7 79. Fitterer (Elfmeter)
- Grüne Karten: 2x Schmitt (Deutschland); 2x Sosnitski, Detsina, Kroshka (Russland)
- Gelbe Karten: Sosnitski (Russland)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Erwin-Schöffel-Stadion (Kap. 3.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 3.500 (überwiegend Deutsche)
- Unterhaltungswert: 8,5/10

Frankreich 8:1 Niederlande
- Datum: Samstag, 22. Juni 2019 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: Spiel um Platz 3 der Motoball Europameisterschaft 2019
- Ergebnis: 8-1 nach 80 Min. (20/20/20/20) – Viertel: 2-0, 1-1, 2-0, 3-0
- Tore: 1-0 4. Compain, 2-0 14. Magnin, 3-0 24. Magnin, 3-1 37. Looijmans, 4-1 46. Magnin, 5-1 46. Magnin, 6-1 61. Florès, 7-1 75. Magnin, 8-1 80. Magnin
- Grüne Karten: NN
- Gelbe Karten: NN
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Erwin-Schöffel-Stadion (Kap. 3.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 2.000 (überwiegend Deutsche)
- Unterhaltungswert: 7,0/10

Frankreich (Junioren) 5:2 Russland (Junioren)
- Datum: Samstag, 22. Juni 2019 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Finale der Motoball Junioren-Europameisterschaft 2019
- Ergebnis: 5-2 nach 63 Min. (15/17/16/15) – Viertel: 0-0, 3-0, 1-1, 1-1
- Tore: NN
- Grüne Karten: 1x Russland
- Gelbe Karten: 3x Russland, 1x Frankreich
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Erwin-Schöffel-Stadion (Kap. 3.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 500 (überwiegend Deutsche)
- Unterhaltungswert: 7,5/10

SV Karlsruhe 1884/98 Beiertheim C ............... 7
SV Viktoria Herxheim C .................................. 3
- Datum: Samstag, 22. Juni 2019 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: Testspiel C-Junioren (C-Junioren-Verbandsliga des Badischen Fußballverbands gegen C-Junioren Landesliga Vorderpfalz – jeweils 3. U15-Liga)
- Ergebnis: 7-3 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 5-2
- Tore: 1-0 7. Mansury, 2-0 10. Cirstea, 3-0 13. Schwan, 3-1 18. (10), 4-1 19. Cirstea, 4-2 23. (10), 5-2 34. Cirstea (Elfmeter), 6-2 38. Cirstea (Elfmeter), 6-3 45. (7), 7-3 68. Cirstea
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportanlage SVK Beiertheim, Platz 2 (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 20 Herxheimer)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 Motoball-EM 2019 (European Motorbike-Football Championships) in Rheinstetten-Mörsch Photos with English Commentary :
a) FINAL DAY OF THE MOTORBIKE-FOOTBALL EUROPEAN CUP IN MÖRSCH
b) Under-15 Friendly Match: SV Karlsruhe Beiertheim vs. SV Herxheim

Die Motoball-EM stand wieder an. Diesmal wieder in Deutschland, natürlich in der Karlsruher Ecke. Leider passte es nur zum Finale da hin zu fahren, denn nach den Absagen der Litauer und Ukrainer wurde das Programm mächtig eingekürzt. Komischerweise schickte Litauen nur eine Juniorenmannschaft, die dann gegen Deutschland, Russland und Frankreich verlor. Ukraine sagte kurzfristig ganz ab. So gab es mal wieder die übliche russisch-dominierte Langeweile bei den Männern, aber zum Glück eine Überraschung bei der Jugend und Deutschland machte bei den Männern wieder den ewigen Zweiten vor Frankreich und den Niederländern, die die immer schwächer werdenden Weißrussen hinter sich ließen. Trotz der üblichen, fast immer vorhersagbaren Resultate und einigen zweifelhaften Punkten in der Organisation durch den Gastgeber (19€ Eintritt/ Sitztribüne obszöne 29€, Parkplätze am Stadion kostenpflichtig, also musste ich im Ort parken und von dort laufen, überteuertes aber ganz ordentliches Essen – bei den EMs in Frankreich und den Niederlanden war das alles besser und günstiger gewesen!) lohnte auch hier wie immer das Kommen. Denn Motoball ist einfach ein genialer Sport – egal wer da schon wieder gewinnt oder verliert! Motoball-EM 2019 (European Motorbike-Football Championships) in Rheinstetten-Mörsch Im ersten Spiel trafen die beiden besten Juniorenteams aufeinander. Das erste Viertel zwischen Frankreich und Russland sah noch keine Tore, doch dann drehten die Franzosen auf und rissen das Spiel völlig an sich: 3-0, davon allerdings zwei Tore ein Überzahl aufgrund ständiger Fouls der Russen. Russland kam nur phasenweise heran, während Frankreich die eindeutig bessere Mannschaft war und 5:2 gewann. Hoffentlich folgt auch bei den Männern mal wieder eine Wachablösung von der russischen Dominanz! Motoball-EM 2019 (European Motorbike-Football Championships) in Rheinstetten-Mörsch Dann das Spiel um Platz 3 der Männer: zwischen Frankreich und den Niederlanden lag hier ein klarer Klassenunterschied. Das ansehnliche und gute Spiel wurde von den Franzosen dominiert und war bei Pause mit dem 4:1 eigentlich entschieden. Mehr gegen Ende der Partie wurde es richtig deutlich: 8-1 schließlich auch in der Höhe OK. Motoball-EM 2019 (European Motorbike-Football Championships) in Rheinstetten-Mörsch Dann endlich das Finale um 20 Uhr... Deutschland gegen Russland, knallvolles Stadion, Unkenrufe angeblicher Motoballkenner, dass Russland nicht mehr steigerungsfähig und Deutschland dadurch in der Favoritenrolle sei – und dann ist das Spiel nach 10 Minuten zugunsten der Russen entschieden! 0:3 nach drei schwachen Abwehrleistungen. 0:4 nach knapp 15 Minuten einfach nur noch blamabel! Zum Glück kam Deutschland noch mal zurück, doch das 1:4 im zweiten Viertel – v.a. mit dem vergeigten Elfer und vielen vergebenen Chancen – viel zu wenig. Nach dem 1:5 noch mal eine Deutsche Drangphase: 3-5, 4-6. Doch spätestens nach dem 4:7 war jedem klar: das wird nichts mehr. Nur der Elfer in der Schlussphase – Russland immer wieder auch mit teils ungeahndeten Fouls – saß dann noch zum 5:7 Endstand.

Die Siegerehrung war ziemlich chaotisch gemacht, den Franzosen z.B. zuerst ein falscher Pokal überreicht. Ein bisschen Feuerwerk gab es auch. Dann schaffte ich es bis kurz vor 2 Uhr nach Bonn zurück. Motoball-EM 2019 (European Motorbike-Football Championships) in Rheinstetten-Mörsch Fast vernachlässigen kann ich hierbei den Bericht zum Fußball am Samstag. Mir fing das Motoballturnier nämlich zu spät an, sodass ich auf dem Weg nach Rheinstetten-Mörsch noch in Karlsruhe ein Jugendspiel besuchte. Auf der recht weitläufigen Anlage am Europabad spielt der SVK Beiertheim. Der Hauptplatz hat ein paar Stehstufen und einen schönen hohen Wall, von dem aus man prima das sehr gute und schnelle Spiel beobachten konnte. Die C-Jugend von Beiertheim gewann gegen die U15 von Herxheim mit 7:3. SV Karlsruhe Beiertheim C 7:3 SV Herxheim C Statistik:
- Grounds: 2.439 (1; diese Saison: 229 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.644 (4; diese Saison: 260)
- Tourkilometer: 540 (540km Auto)
- Saisonkilometer: 64.920 (36.990 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 28.830 Flugzeug/ 3.700 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 34 [letzte Serie: 71, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 673

Dienstag, 8. August 2017

W574II-W575II: Motoball-Europameisterschaft 2017 in Frankreich

Einige Statistiken unter: http://france2017.motoball.fr/competition

01.08.17 Frankreich 4:6 Russland [Camaret/ Finale; 9,5/10 (bestes Spiel und würdiges Finale)]
01.08.17 Deutschland 8:3 Weißrussland [Camaret/ Sp. u. Pl. 3; 7,0/10]
01.08.17 Russland Jun 2:3 Deutschland Jun [Camaret/ Junioren-Finale; 7,5/10]
01.08.17 Deutschland Jun 4:5 Russland Jun [Camaret/ Junioren-Vorrunde; 7,0/10]
31.07.17 Frankreich 8:3 Weißrussland [Camaret/ Halbfinale; 7,0/10]
31.07.17 Deutschland Jun 3:2 Frankreich Jun [Camaret/ Junioren-Vorrunde; 7,0/10]
31.07.17 Deutschland 3:6 Russland [Camaret/ Halbfinale; 7,5/10]
30.07.17 Frankreich 4:5 Russland [Camaret/ Vorrunde; 9,5/10 (zweitbestes Spiel)]
30.07.17 Weißrussland 13:0 Ukraine [Camaret/ Vorrunde; 5,0/10]
30.07.17 Frankreich 22:2 Ukraine [Camaret/ Vorrunde; 7,0/10]
30.07.17 Deutschland 9:4 Niederlande [Camaret/ Vorrunde; 7,0/10]
30.07.17 Frankreich Jun 0:2 Deutschland Jun [Camaret/ Junioren-Vorrunde; 6,5/10]
29.07.17 Frankreich 2:2 Weißrussland [Valréas/ Vorrunde; 9,0/10 (drittbestes Spiel)]
29.07.17 Russland 9:0 Ukraine [Valréas/ Vorrunde; 6,5/10]
29.07.17 Weißrussland 4:1 Niederlande [Valréas/ Vorrunde; 7,0/10]
29.07.17 Deutschland 10:0 Ukraine [Valréas/ Vorrunde; 4,5/10 (schlechtestes der Spiele]
Nicht gesehene Spiele (Vorrundenspiele Tag 1 und 2 in Valréas):
29.07.17: Frankreich 2:0 Deutschland, Deutschland 2:2 Weißrussland, Russland 5:0 Weißrussland/ 28.07.17: Frankreich 6:0 Niederlande, Deutschland 2:4 Russland, Russland 11:0 Niederlande, sowie Vorrundenspiel am 30.07.17 in Camaret: Niederlande 13:2 Ukraine

Tabelle nach der Vorrunde:
1. Russland (21 Pkt.), 2. Frankreich (13), 3. Deutschland (10), 4. Weißrussland (8), 5. Niederlande (3), 6. Ukraine (0) Motoball-EM 2017 / Motorbike-Football European Cup in France, Camaret/ Day 5 Photos with English commentary:
a) MOTORBIKE FOOTBALL EUROPEAN CHAMPIONSHIP – PHOTOS OF THE VENUES AND THE MATCHES OF DAYS 3, 4, 5 AND THE FINAL DAY
b) Sightseeing in Bourgogne-Franche-Comté: Chateau-Chalon Historic Jura Village, Chevreaux Castle
c) Rhône & Loire Region Region: Aleyrac Monastery Ruin, Hauterives Ideal Palace, Saint-Quentin-Fallavier Castle Ruin
d) Southern France Region: SAINT-VICTOR-LA-COSTE Medieval Village and Castle, Saint-Laurent-des-Arbres Old Town, Montfaucon Old Town, Valréas Church, Avignon Old Town, Camaret-sur-Aigues Old Town, Chateauneuf du Pape Palace Ruin, Chateau de l’Hers Vineyard and Castle Ruin, Mornas Castle, Uchaux Castle Ruin, Beaumes-de-Venise Old Town, Gigondas Old Town. Chateau-Chalon Ich hätte mir eigentlich auch gerne zwei Tage vorher schon freigenommen, aber das hätte sich zu lange mit dem Urlaub vom Chef überschnitten. Nicht, dass der Laden zusammenbricht... Andererseits habe ich ja noch zwei Auslandsfahrten vor in diesem Jahr und dann würde der Urlaub nicht mehr reichen – also die Lösung, die EM erst ab dem 3. Spieltag zu besuchen, war schon gut.

Am Freitag fuhren wir um 6.30 Uhr los. Über Luxemburg, kurz vor der französischen Grenze ein Tankstopp, dann einige Stunden bei teils hohem Verkehrsaufkommen und ohne Maut nach Chateau-Chalon am Rande des Jura. Das Dorf ist ganz typisch für die Region: hoch in den Weinbergen gelegen, die in dunklen Farben gehaltenen und teils ungepflegten Häuser kleben am Hang, eine kleine Burg, enge Gassen, die üblichen schlichten und etwas dunklen Kirchen. Eine Stunde weiter ist die Burg Chevreaux schön authentisch restauriert auf einem Bergkegel kostenlos (außer Museum im Turm und Palas) zu besichtigen. Im Übrigen gibt es da eine geniale Tischtennisplatte vor der Burgmauer.

Dann wurde der Verkehr immer dichter und lies erst deutlich südlich von Lyon nach. Noch ein schöner Abstecher in die Berge bei Crest und dort die Klosterruine beim Dorf Aleyrac besichtigt: Landschaft und Art der Sehenswürdigkeit waren wie in Nordwest-Syrien.

Das Hotel in Sorgues bei Avignon (natürlich F1) war problemlos zu finden und machte einen ordentlichen Eindruck. Nur stickig war es durch die fehlende Klimatisierung. Zum Glück ist es trocken-heiß in Südfrankreich – nicht feucht-heiß... Motoball-EM 2017 (Motorbike-Football European Championship) Am Samstag gab es erstmal eine Sightseeing-Runde zum ersten Spielort. Saint-Victor-la-Coste ist ein sehr sehenswertes mittelalterliches Dorf im maurischen (also arabischen Baustil) mit entsprechender Burg auf einem Bergkegel. Aber auch die Gassen und die Kirchenruine sind sehenswert, nicht nur die Burg. Saint-Laurent-des-Arbres hat eine ungewöhnlich massive Kirche und einige Türme zu bieten. Montfaucon ein privates Schloss und auch enge Gassen und Pfade. Valréas, wo Motoball gespielt wurde, kann mit einer interessanten Kirche und ein paar älteren Gebäuden aufwarten.

In Valréas hatten bereits die Spiele von Tag 1 und 2 stattgefunden. Nun am dritten Tag ging es los mit Deutschland gegen die erst jetzt ins Turnier eingreifende Ukraine. Letztere hatte erwartungsgemäß kaum eine Torchance, spielte nicht besser als Kobra Malchin. Die Deutschen taten sich aber gegen den besten Mann ihres Gegners im ersten Viertel lange schwer: der Torwart entschärfte lange alles. Erst im Laufe der folgenden Viertels brachen alle Abwehrdämme und durch einzelne gute Aktionen der ansonsten nicht überzeugend spielenden Deutschen war der ukrainische Schlussmann chancenlos: 10-0 am Ende eines dürftigen Spiels.

Sehr viel besser war das Spiel zwischen Weißrussland und Niederlande. Dort zeigte Weißrussland zwar schnell, dass sie auch was vom Titelrennen haben wollen, daher auch hier eine phasenweise einseitige Partie, aber die Niederlande hatte doch etliche Chancen. Beide vergaben auch noch Elfmeter und ein einem recht rasanten Spiel hatten am Ende die Weißrussen die Nase mit 4:1 vorne.

Danach wieder die Ukraine und diesmal gegen den amtierenden Weltmeister, in dessen Ligen ein Großteil der ukrainischen Teams abgewandert ist. Russland erzielte bereits nach sechs, sieben Sekunden ein Tor, ließ dann auch die zweite Reihe immer wieder spielen, was am Ende zu einem 9:0 reichte. Die Ukrainer leider wieder überhaupt nicht wettbewerbsfähig, aber im Gegensatz zum Spiel gegen Deutschland war die Partie durch die russischen Spielzüge wirklich ansehnlich.

Höhepunkt war die letzte Partie des Abends: der Gastgeber spielte gegen Weißrussland vor einem mittlerweile mehr als vollen Stadion. Auch die recht emotionalen französischen Fans konnten ihrer Mannschaft nicht zum Sieg verhelfen. Weißrussland war sogar lange besser und führte 2:0, erst ein Elfmeter führte zum Ausgleich. Frankreich vergab dann einen weiteren. Es wurde hart und spektakulär gespielt. Die Halbzeit dauerte übrigens 30 Minuten, da irgendein Spast den Hebel vom Flutlicht umlegte – anders ist nicht zu erklären, dass überall noch Licht war, außer oben an den ohnehin schlechten Masten...

Das Stadion ist übrigens vom beschissenen Flutlicht abgesehen ganz gut: zwei Tribünen mit Schalensitzen, eine mit Bänken – ob die nur temporär da sind, konnte ich nicht so beurteilen – dann noch ein paar Hütten und das alles mit den Bergen in Sichtweite. Direkt dran sind allerdings auch ein Schrotthandel und eine Müllkippe. Geparkt wird auf abgeernteten Feldern. Interessantester Parker war allerdings der LKW-Auflieger vorm Eingang, der in Frankreich aus bekannten Gründen mittlerweile üblich ist. Beim Motoball ungewohnt sind auch Sicherheitskräfte mit Metalldetektoren – aber die Pfeifen kamen erst deutlich nach Beginn... Motoball-EM 2017 (Motorbike-Football European Championship) Sonntag dann erstmal ins benachbarte Avignon. Die Stadt ist zu Recht berühmt, der Papstpalast – im 14. und 15. Jh. waren Franzosen im Papsttum sehr einflussreich, da konnte man sich mal eine fette Residenz hinknallen – ist ein wuchtiges Gebäude im ummauerten Altstadtbereich mit seinen engen Gassen. Allerdings sind die meisten Häuser Avignons – wie überall in Frankreich – auch in der Altstadt grau und schmuddelig. Ein gleiches Bild, nur weit weniger spektakulär und kleiner, bot sich in Camaret-sur-Aigues.

In Camaret stand dann auch der zweite Teil der Motoball-EM an. Wir sparten uns das verlegte Spiel zwischen Niederlande und Ukraine (13:2) und das erste Juniorenspiel, kamen aber rechtzeitig zum Juniorenspiel zwischen Deutschland und Frankreich. Frankreich machte das Spiel, Deutschland die Tore: ein flottes und schönes Spiel mit zwei Kontertoren zum deutschen Erfolg!

Dann trafen die Männer von Deutschland auf die Niederlande. Der Sieger erreicht das Halbfinale und Deutschland ließ sich das nicht nehmen: 5-0 bei Halbzeit, danach die Niederlande auch mit tollen Toren in Aktion, am Ende ein vielleicht etwas zu hohes aber definitiv sehr sehenswertes 9:4.

Nächstes Spiel: Frankreich gegen Ukraine. Die Ukraine mittlerweile kaum noch mit einer spielfähigen Truppe und nur vereinzelten Entlastungsangriffen, Frankreich gnadenlos offensiv. Am Ende 22:2 in einem verrückten Spiel.

Dann musste die Ukraine noch mal ran und zwar gegen Weißrussland. Die spielten locker und unspektakulär ihr 13:0 heraus.

Zum letzten Spiel das Tages, dem Höhepunkt der Endrunde, war das mit zwei portablen Tribünen und mehreren Tribünenwagen dürftig bestückte Stadion, das meines Erachtens auf 1.500 Zuschauer zugelassen ist, mit über 2.000 Zuschauern überfüllt. Mittlerweile patroulierte auch Gendarmerie mit Maschinenpistolen im Stadion. Frankreich machte gut Stimmung und ging 2:0 gegen Russland – u.a. mit einem genialen Freistoßspielzug in der Schlussminute des ersten Viertels – in Führung. Doch Russland drehte die Partie binnen 20 Minuten auf 2:5. Nach der Pause und dem 2:5 kämpfte sich Frankreich aber immerhin noch auf ein 4:5 heran. Die Partie war technisch und fahrerisch Weltklasse und natürlich intensiv geführt. Uchaux Montag war noch ein bisschen mehr Sightseeing auf dem Programm: die Schlossruine in Chateauneuf du Pape ist sehr sehenswert und schön oberhalb von Weinbergen gelegen. Die Burgruine des Chateau de l’Hers ist über grobe Schotterwege an der Rhone erreichbar, aber leider privat. Das angrenzende Weingut ist auch ein schönes Gebäude. Spektakulär ist die mittelalterliche Festung von Mornas, die wir allerdings nur von außen besichtigten. Zum Abschluss besuchten wir noch die in Nadelwäldern gelegene Burgruine maurischen Baustils in Uchaux.

Dann ging es beim Motoball in Camaret weiter: bevor es mit den Männerspielen los ging, nutzten wir noch die Boule-Anlage neben dem Motoballplatz. Dann stand Deutschland im Halbfinale gegen Russland. Ein genialer Freistoß unters Tordach zum 1:0, lange eine umkämpfte Partie, aber im Laufe des dritten Viertels baute Russland seine Führung auf bis zu drei Tore aus und am Ende hieß es – wenig überraschend – 3:6.

Die Junioren der Deutschen waren aber erfolgreich. Mit ihrem Sieg über Frankreich – einem wirklich hochklassigen 3:2 – sicherten sie sich am 1.8. den Einzug ins Juniorenfinale. Die Juniorenmeisterschaft trugen allerdings nur die drei Nationen Frankreich, Deutschland und Russland aus. Also wurde nur der Gastgeber eliminiert...

Dann füllte sich das Stadion wieder mit gut 2.000 Zuschauern, da Frankreich ihr Halbfinalspiel zeigte. Weißrussland erwies sich als überforderter Gegner, schnell stand es 3:0. In einem rasanten, aber teil einseitigen Spiel siegte Frankreich am Ende 8:3. Somit haben sie bei der Heim-EM noch die geringe Chance, die übermächtige russische Auswahl von der Titelverteidigung abzuhalten. Motoball-EM 2017 (motorbike-football European Championship in France) Dienstag fanden wir auch noch Sehenswürdigkeiten im Umkreis von Camaret: Beaumes-de-Venise, einem ansehnlichen Dorf das von einer kleinen Burgruine überragt wird und Gigondas, einem ähnlich gearteten Dorf mit etwas größerer Burgruine.

Dann gab es das letzte Jugend-Vorrundenspiel: Deutschland gegen Russland vor erstmal nur 50 Zuschauern. Russland bestimmte das Spiel weitestgehend und siegte am Ende 4:5.

Im Jugendfinale standen sich dann noch einmal Deutschland und Russland nach nur kurzer Pause gegenüber. Vor mittlerweile 150 Zuschauern ging Deutschland in Führung mit 0:1, doch nachdem die Drittelpause fast 25 Minuten wegen des Leerpumpens der Dixi-Klos dauerte, glich Russland auf 2:2 aus. Im letzten Drittel hatte allerdings Deutschland die Nase vorn und nach diesem 2:3 und dem zweiten Juniorentitel in Folge, ist die Hoffnung da, dass aufgrund der guten Jugendarbeit die russischen Rekordmeister in ein paar Jahren weniger Titel holen und dafür die Deutschen mehr...

Das Spiel um Platz 3 der Männer war dann etwas einseitig im zweiten Durchgang: Deutschland war gegen die Weißrussen ohnehin schnell in Führung gegangen: 3-1 stand es aber bis ins dritte Viertel hinein, ehe unsere Auswahl auf 6:1 davon zog. Am Ende noch ein offener Schlagabtausch und 8:3 für die Deutschen vor nunmehr immerhin 1.500 Zuschauern

Danach folgte eine Präsentation zum Motoball der Zukunft: Motorräder mit Elektroantrieb. Kein Lärm, kein Gestank – dennoch flott. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann halt so. Hauptsache da wird ein Ball von Spielern auf einem motorisierten Zweirad auf ein Tor geschossen. Die gegenwärtigen Probleme bei E-Fahrzeugen sind wohl jedem Vollspacken bekannt und dass die Lösung noch einige Jahre oder Jahrzehnte dauern wird, in denen uns die Industrie und die Politik vielleicht schon wieder etwas anderes präsentieren und aufdrängen wollen (wer weiß, was die Ökofraktion 2030 gegen angeblich gesundheitsgefährdende E-Autos ins Feld führt), sind auch klar. Bei der Rundfahrt der E-Autos nach dem E-Motoball-Kick drängte sich mir immer stärker ein unterschätztes Problem auf: die Unfallgefahr dieser Geräte – insbesondere Fußgänger und Radfahrer, besonders in Form schwacher Verkehrsteilnehmer wie Kinder und Senioren sind in einer Stadt voller E-Autos (selbst wenn diese gute Bremsassistenzsysteme haben sollten) viel gefährdeter. So manchen Unfall kann man durch Gehör vermeiden, wenn z.B. ein Spast in einem normalen Auto von links aus einer von Hecken für den bevorrechtigten Verkehr nicht einsehbaren Gasse ohne zu bremsen rausfährt – aber wenn der Spast ein E-Auto fährt und der Bevorrechtigte hört ihn deshalb nicht, dann rauchts...

Das große Finale zwischen den Gastgebern und Erfindern des Motoballs und dem Rekordmeister und großen Förderer des Motoballs: über 2.500 Zuschauer im auf 1.500 Zuschauer zugelassenen Stadion wollten die Partie Frankreich gegen Russland sehen. Vor Beginn und in den Pausen gab es Erwachsenen-Entertainment, über weite Strecken war die Stimmung einiger Fangruppen (v.a. denen aus Carpentras) topp. Leider war die Partie schnell entschieden; Russland ging erwartungsgemäß aber viel schneller als gedacht mit 0:2 in Führung. Im zweiten Viertel hieß es schon 0:4, dann nach der Pause 0:6, ehe Frankreich im dritten Viertel auf 2:6 verkürzen konnte. Dann im Schlussviertel eines bis auf die Nicht-Ausgeglichenheit absolut würdigen Finales noch zwei Treffer zum 4:6. Zu wirklicher Spannung reichte es aber nicht mehr... Motoball-EM 2017 (motorbike-football European Championship in France) Fazit: ich hatte die letzte EM (Niederlande) komplett gesehen und die jetzige immerhin von Tag 3 bis zum Finale. Für mich hat sich die EM in Frankreich sogar noch mehr gelohnt, obwohl der Eintritt erheblich teurer (wie in Deutschland auch sind Dauerkarten bei über 50€, das 4er-Ticket immer noch bei 43€) als in den Niederlanden war und die Organisation mitunter zu wünschen übrig ließ – vom miesen Stadionfraß der völlig überteuert war ganz zu schweigen; zum Glück darf man sein eigenes Essen mit rein schleppen... Die beiden Stadien – fand ich sehr gut, dass zwei Spielorte gewählt wurden – waren ganz interessant, aber wirkten etwas mickrig. Ich meine, es gibt mehrere französische Stadien mit mehr Kapazitäten. Dafür war das spielerische Niveau noch besser als beim letzten Mal. Kein mieser Finaltag wie in Budel, sondern bis auf Deutschland-Ukraine in der Vorrunde von Tag 3 bis 6 nur gute, sehr gute und hervorragende Spiele: darunter v.a. das Finale, das 2:2 von Frankreich gegen Weißrussland (mal vom Flutlichtausfall abgesehen, der muss noch bei Organisation abgezogen werden...) und das 4:5 von Frankreich gegen Russland. Durch einige französische Fans war die Stimmung phasenweise gut, wobei die beim Motoball nicht unbedingt mit der beim Fußball vergleichbar ist – nicht nur, da es meistens sehr fair zugeht (Anerkennung des Gegners gehört dazu: aber gäbe es nicht nur ein paar Dutzend Motoballclubs weltweit, sondern in jedem Land ein paar Dutzend, wäre das ganz anders und unfaire Ausraster – die es natürlich immer mal gibt und in der Vergangenheit auch häufiger gab – keine Ausnahmen), sondern auch, da es schon allein aufgrund des Lärmpegels kaum Gesangsversuche gibt. Aber da eröffnet der Umstieg auf Elektromotoren ganz neue Support-Möglichkeiten...
Schließlich war da noch das Sightseeing und das war um Welten besser als in den Niederlanden: Berge, Wälder, Burgruinen (teils arabischer Bauweise), Altstädte, Klöster, römische Ruinen... Sehr schön da im Süden Frankreichs bei angenehm trocken heißem Wetter!

Mal schauen wie es mit der nächsten EM wird: die peile ich ja an, da sie in Russland (Kovrov, 250km hinter Moskau, also via Minsk keine 2.700km von Bonn aus: geht in drei Tagen!) stattfindet... Motoball-EM 2017 / Motorbike-Football European Cup in France, Camaret/ Day 5 Die Rückfahrt von Camaret, die wir am Mittwochmorgen antraten, war deutlich kürzer. „Nur“ 980km waren es via Luxemburg nach Bonn. Auf dem Weg dorthin schauen wir uns noch in Hauterives den „Idealen Palast“, den ein Hobby-Künstler geschaffen hat (ähnlicher Stil wie Gaudi und Hundertwasser, aber der Kerl war Postbote und hat das nebenbei gemacht!) und die Burgruine von Saint-Quentin-Fallavier an. Donnerstag 1h45 zurück und 9h bei Arbeit und der Schreibtisch mit Aufträgen zugemüllt... Motoball-EM 2017 / Motorbike-Football European Cup (final day in Camaret) Statistik:
Freitag: 960 km Auto
Samstag: 160km Auto, 4 Spiele, 1 neuer Ground
Sonntag: 90km Auto, 5 Spiele, 1 neuer Ground
Montag: 100km Auto, 3 Spiele
Dienstag: 80km Auto, 4 Spiele
Mittwoch: 980 km Auto
Hauterives Gesamt-Statistik:
- Grounds: 1.987 (2; diese Saison: 6 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.127 (16; diese Saison: 22)
- Tourkilometer: 2.370km (960+160+90+100+80+980km Auto)
- Saisonkilometer: 2.900 (2.850 Auto, davon 0 Mietwagen/ 50 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [letzte Serie: 11, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 575 Wochen.

Da fehlte doch noch was...


W574I: Testkick im Vorgebirge


SSV Alemannia Brenig 1919 .................................. 1
VfR Fischenich 1930 ............................................... 6

- Datum: Donnerstag, 27. Juli  2017 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga C/ Bonn, Gruppe 1 = 10. unterste Liga, 6. Amateurliga gegen Kreisliga B, Rhein-Erft, Staffel 3)
- Ergebnis: 1-6 nach 87 Min. (45/42) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 32. 11, 1-1 35. (7), 1-2 68. Foulelfmeter, 1-3 77., 1-4 80., 1-5 85., 1-6 86.

- Gelbe Karten: keine

- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Brenig (Kap. 1.020, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Testspiel)
Alemannia Brenig 1:6 VfR Fischenich
Photos with English Commentary:

Kurz vorm Aufbruch zur Motoball-EM noch mal ein Testspiel nach der Arbeit eingeschoben. In Brenig im Bonner Vorgebirge war ich noch nicht, also mal hoch zu dem Rasenplatz. Eine ehemalige Wechselbank auf Mittellinienhöhe kann man als Tribüne durchgehen lassen, ansonsten nur Pappelbewuchs wie im Osten. Schön auch wie gesagt der Rasen: echter Rasen, keine Plaste, keine Asche...

Das Spiel war in der ersten Hälfte recht ausgeglichen und der höherklassige Gast ging in Führung, woraufhin Brenig ausglich. Doch nach der Pause brach der Gastgeber ein und präsentierte sich als mehr als eine Klasse schlechter: 1-6 für Fischenich am Ende.
Alemannia Brenig 1:6 VfR Fischenich
Statistik:
- Grounds: 1.985 (1; diese Saison: 4 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.111 (4; diese Saison: 6)
- Tourkilometer: 30km (30km Auto)
- Saisonkilometer: 530 (480 Auto, davon 0 Mietwagen/ 50 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [letzte Serie: 11, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 574 Wochen.