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Sonntag, 27. September 2026

W3.0300III-IV: Harzer Dorffußball in Stapelburg und Dedeleben

SV Einheit Stapelburg 1990 I 

& TSV 09 Wasserleben II

5 : 0 (1:0)

SV Eintracht Derenburg 1945 II

- Datum: Sonntag, 27. September 2026 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Harzklasse Staffel 1 (11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)

- Ergebnis: 4-0 nach 94 Minuten (49/45) - Halbzeit: 2-0

- Tore: 1-0 8. Mennigke, 2-0 55. Fricke, 3-0 60. Seehorst, 4-0 67. Becker, 5-0 73. Peters

- Verwarnungen: 2x Tollas (Stapelburg); NN, XY (Derenburg)

- Platzverweise: Tollas von Stapelburg (87. Min. Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels)

- Austragungsort: Sportpark Horst Salenga (Kap. 525, davon 25 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon angeblich nur 50 Zahlende, vllt. 5 Gästefans)
- Spielbewertung: 5,5/10

SV Empor Dedeleben 1890

4 : 0 (2:0)

Motor Sportverein Eintracht Halberstadt

- Datum: Samstag, 26. September 2026 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Harzliga Staffel 1 (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)

- Ergebnis: 4-0 nach 94 Minuten (49/45) - Halbzeit: 2-0

- Tore: 1-0 17. Herrmann, 2-0 44. Herrmann (Elfmeter), 3-0 67. Herrmann, 4-0 89. Richter

- Verwarnungen: NN, XY (Dedeleben); Alkeerid, Ali (MSV)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz Dedeleben (Kap. 640, davon 40 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 5 Gästefans, gemeldet: 178?!)
- Spielbewertung: 4,0/10

SV Empor Dedeleben 4:0 MSV Eintracht Halberstadt

Photos with English commentary:

  1. Harzliga (10th Division): Empor Dedeleben vs. MTV Eintracht Halberstadt

  2. Harzklasse (11th Division): Stapelburg I/ Wasserleben II vs. Derenburg II

  3. Eastern Harz District: Dedeleben, Stapelburg

Das Wochenende verbrachte ich wieder mit meiner Freundin in Quedlinburg und Umgebung - und wieder ging es in Harzliga und Harzklasse ums runde Leder... 

Am Samstag fuhr ich alleine eine 80km Radtour zu einem bei Europlan oder auch anderen bekannten Seiten nicht bebilderten Ground: Empor Dedeleben. Allerdings war das nur Ersatz, da beim eigentlich geplanten Spiel der Gegner nicht antrat. Aber der Sportplatz am Ortsrand neben dem Schwimmbad ist schon ganz OK; recht beengt, aber einige Sitzgelegenheiten, viele Bäume, an der kleinen Hütte konnte man zu vernünftigen Preisen Bockwurst, belegte Brötchen und Getränke bekommen.

Das Spiel riss einen leider nicht so von den Sitzen. Die mir gegenüber freundlich auftretende Gastmannschaft aus Halberstadt, die überwiegend mit Migranten spielt, sah leider kein Land und konnte sich kaum eine Chance erspielen. In gemächlichem Tempo gelang Dedeleben ein ungefährdetes 4:0, wobei ein Foulelfmeter und eine Direktabnahme nach Flanke hervorstachen.

Auch der Ort ist übrigens alles andere als herausragend, aber doch ansehenswert: Viel Fachwerk, enge, oft unbefestigte Gassen, die Kirche leider sehr zugebaut und verrammelt. So im Vorharz gelegen, hat man aber auch immer wieder den Blick ins Gebirge.

Dementsprechend war meine Radtour auch recht anspruchsvoll: Insbesondere die beiden Huy-Querungen sind bergauf anstrengend und bergab muss man aufmerksam fahren, um nicht aus den Kurven zu fliegen. In Halberstadt muss man auch immer aufmerksam sein, da die Radwege schlecht und beim Kreuzungsverkehr durch die ganzen Scheintoten die da Samstags rumkurven - einer mit Anhänger, dem die Vorfahrt durch einen Linksabbieger aus dem Supermarkt genommen wurde, bremste den Opa aus, und öffnete schon die Tür… ich ließ es heute mal sein, mit dem Zusammenscheißen anderer Leute… - zu beachten sind. Neu ist übrigens der sehr gute Radweg zwischen Halberstadt und Ströbeck (dort dann aber wieder vielfach Pflaster und holprige Spurplatten) und richtig gut der zwischen Badersleben bzw. Jerxheim oder Vogelsdorf und Haus Niendorf auf einer ehemaligen Bahntrasse geführte Huyradweg. Allerdings ist der beschissen beschildert, man muss schon vorher recherchieren, wo man auf die Trasse kommt. Wenn man von der Trasse runter zu einer bestimmten Sehenswürdigkeit will, ist es besser mit den Schildern, da ist ja sogar der Sportplatz Dingelstedt ausgeschildert, der in der Tat sehenswert ist… 

Stapelburg

Am Sonntag hatte meine Freundin auch Zeit. Wir einigten uns auf eine Wanderung um Stapelburg herum. Das Dorf befindet sich direkt an der innerdeutschen Grenze und somit bis zum Fall der Mauer - genau wie Weferlingen - im Sperrgebiet. Wir parkten am Friedhof, wo es eine bemerkenswerte Kapelle gibt, und wanderten zur Burg hoch. Dort war massig Auftrieb, da ein Frühschoppen kostenlos geboten wurde. Zu Essen wurde auch viel verkauft. Auch das Gewölbe war offen, dort gibt es eine Bar. Von der Burg sind sonst nur eine große Schildmauer und gewaltige Ringwälle erhalten. Ein Verein pflegt die Anlage sehr gut. Insgesamt ist Stapelburg aber überall sehr gepflegt, gerade für Ostharz auch kaum Verfall und viele modernisierte und sanierte Fachwerkhäuser und Gehöfte. Wirklich schön dort! Interessant auch der Grenzwanderweg, wo man u.a. auch Gedenkstätten mit Informationen zum Leben im geteilten Deutschland findet. Auf einem Bahndamm befindet sich so auch eine Erinnerungstafel an eine Bad Harzburger, der 1976 besoffen die Grenze illegal nach Osten passieren wollte und abgeknallt wurde.  

Der Sportplatz der Stapelburger, benannt nach Horst Salenga, einem lokalen Spieler und Funktionär (1935-2016), wäre zu DDR-Zeiten weder für uns noch für die Gäste aus Derenburg ohne vorherige Genehmigung besuchbar gewesen (und krieg die mal, wenn du politisch unzuverlässig oder mit Wissenschaftlervisum für Ausländer wie meine Freundin im Land warst!) Mit etwa 600 Metern Luftlinie zum Westen, dürfte der Platz nach jenem in Abbenrode (400m) am nächsten zur Grenze gelegen sein. Weferlingen ist ja doch ein knapper Kilometer vom Stadion des Friedens bis zum Todesstreifen. Jedenfalls ist der Sportpark in Stapelburg ganz nett: Steht man unten, hat man einen guten Blick zum Harz, steht man oben, sieht man schön über das Spielfeld hinweg. Für Zuschauer sind jedoch nur eine Längsseite und ein Teil einer Hintertorseite freigegeben. 

Es gab auch hier etwas zu essen - sehr gute Roster, aber schlecht gekühlte Getränke, dafür Becher mit Orts- bzw. Vereinswappen (der Club nutzt das Wappen des Ortes bzw. der Gemeinde eins zu eins)- zu zivilen Preisen. Eintritt wie üblich 2€.

Das Spiel der gastgebenden Spielgemeinschaft aus Einheit Stapelburg I und TSV Wasserleben II gegen Eintracht Derenburg II sah einen frühen Treffer zum 1:0 und dann wenig Spektakuläres, ehe die Seiten gewechselt wurden. Nach der Pause legte der Gastgeber gut los und gewann am Ende völlig verdient gegen total harmlose Gäste mit 5:0. 

SG Einheit Stapelburg I / TSV Wasserleben II 5:0 Eintracht Derenburg II

Statistik:

- Grounds: 4.070 (SA 1, SO 1; diese Saison: 53 neue) 

- Sportveranstaltungen: 5.742 (SA 1, SO 1; diese Saison: 82) 

- Tourkilometer: 160 (SA 80 km Rad, SO 80km Auto)

- Saisonkilometer: 10.190 (9.080 Auto / 1.080 Fahrrad / 0 Flugzeug / 30 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 59 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 300 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Donnerstag, 8. Januar 2026

W3.0262IV-V: Hallenfußball-Wochenende in Sachsen-Anhalt

Huylandpokal 2026

- Datum: Samstag, 3. Januar 2026 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Hallenturnier für Mannschaften der Harzliga und Harzklasse (10. bzw. 11. und unterste Spielklasse, 5. bzw. 6. Amateurliga)
- Ergebnisse und Tabellen: https://www.fupa.net/cup/huylandpokal/matches  

- Austragungsort: Huylandhalle (Badersleben, Kap. 150 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 140 

- Spielbewertung: 7,0/10

Frauen-Hallenlandesmeisterschaft, Gruppe 2 in Eggersdorf

- Datum: Sonntag, 4. Januar 2026 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Vorrundengruppe 2 der Frauen-Landesmeisterschaft im Hallenfußball (sog. Futsal; teilnehmende Mannschaften aus Regionalliga Nordost, Verbandsliga Sachsen-Anhalt, Landesliga Sachsen-Anhalt und Kleinfeldklasse Sachsen-Anhalt; d. h. 3. bis 6. und unterste Spielklasse im Frauenfußball)
- Ergebnisse und Tabellen: fussball.de

- Austragungsort: Sport- und Freizeitzentrum Bördeland (Eggersdorf, Kap. 200, davon 120 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 120 zzgl. pausierende Aktive
- Spielbewertung: 4,0/10

Huylandpokal in Badersleben

Photos with English commentary: 

  1. Men’s Indoor Football Tournament in Badersleben

  2. Women’s Indoor Football Tournament in Eggersdorf

Dieses Wochenende waren meine Eltern noch da und wir entschieden uns für ein Hallenfußballprogramm in Sachsen-Anhalt. Am Samstag ging es an den Nordrand des Harzes nach Badersleben. Dort liegt eine Sporthalle, welche ausschließlich Stehplätze auf einer erhöhten doppelreihigen Tribüne bietet, mitten in der Bebauung an einem Bach unweit des Klosters. Ganz schöne Anlage! Bei freiem Eintritt maßen sich im Modus jeder gegen jeden die fünf Vereine aus der Gemeinde Huy, benannt nach dem Ausläufer des Harzes. Völlig überraschend setzte sich der einzige Vertreter der untersten Spielklasse, die SG Badersleben/Dardesheim mit 3 Siegen und 1 Niederlage durch. Auf dem Papier favorisiert war Harzligatabellenführer Olympia Schlanstedt. Die verloren als am Ende Zweiter gegen Badersleben im letzten Turnierspiel 2:0. Entscheidend war aber auch das 1:1 gegen den Dritten, Fortuna Dingelstedt. Das war das unterhaltsamste Spiel des insgesamt wirklich guten Turniers, da es nach Unsportlichkeiten zweier Dingelstedter zu Tumulten mit zwei roten Karten und Streit auf der Tribüne und vor den Kabinen kam… Empor Dedeleben wurde mit 4 Punkten Vierter und der SV Eilsdorf holte leider nur einen Punkt.

Huylandpokal in Badersleben

Weniger lohnend war das ebenfalls kostenlose Turnier am Sonntag. Die Halle in Eggersdorf ist recht groß, aber idiotisch verbaut und verliert dadurch massiv an Kapazitäten. Im großen Foyer war es kalt, aber das Catering dort war gut und preislich OK. Kurios ist die Fensterfront, durch die man nun zum verschneiten Friedhof und über ein Feld blickte. Bei entsprechendem Sonnenstand dürfte die Front aber das Spiel stören und die Zuschauer blenden. Rollos wie in Leuna schienen nicht installiert. Aber naja, deutsche Sportstättenarchitekten scheinen ja meistens weder Sportler noch Fans zu sein, bei der Scheiße, die v.a. ab den 1990ern regelmäßig gebaut wurde…

Auf dem Feld dominierte erwartungsgemäß der FC Magdeburg (6 Siege, 20:0 Tore). Leider qualifizierten sich die im Abschluss für einen Verbandsligaspitzenreiter erschreckend schwachen Frauen vom Halleschen FC nicht für die Endrunde, da Stahl Aken (eine Liga tiefer) einfach besser war. Rotation Aschersleben, Grün-Weiß Potzehne, SV Altenweddingen und SG Glöthe-Hakeborn kickten unter  ferner liefen mit. Schön war, dass jedes Team mindestens einmal gewann (der Letzte und Vorletzte natürlich in der Tat nur je ein Mal).

Wir hatten dieses Turnier ehrlicherweise aber nur ausgewählt, um rechtzeitig zum Livestream vom Afrikacup zwischen Marokko und Tansania (1:0 am Ende) zurück zu sein. Ein nachmittägliches Männerturnier in Eilsleben wäre attraktiver gewesen und auch näher, aber das überschnitt sich halt mit der AFCON-Übertragung. Und Livesport auf dem Platz bzw. vielmehr in der Halle sollte schon noch sein am Sonntag! 

Women's indoor football state championships of Saxony-Anhalt

Statistik Wochenende:

- Grounds: 3.931 (Sa 1, So 1; diese Saison: 89 neue) 

- Sportveranstaltungen: 5.558 (Sa 1, So 1; diese Saison: 133) 

- Tourkilometer: 230 (Sa 90km Auto, So 140km Auto)

- Saisonkilometer: 45.940 (27.100 Flugzeug / 17.070 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 1.770 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 66 [letzte Serie: 57, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 262 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Sonntag, 12. November 2017

W589IIb: Ein typisch belgisches Stadion

Royal Football Club Huy .................................... 0
Royale Jeunesse Aischoise ................................... 3
- Datum: Samstag, 11. November 2017 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: sogenannte Division 3 Amateur D (5. Belgische Fußballliga, nominelle 3. überregionale Amateurliga, de-facto 3. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 31. NN, 0-2 45. NN, 0-3 90. NN
- Gelbe Karten: Nr. 6 (Huy); Nr. 13 (Aische)
- Rote Karten: Nr. 4 von Huy (17. Min. wg. groben Foulspiels)
- Austragungsort: Complexe Sportif de Huy (Kap. 2.500, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon ca. 50 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Kein besonders gutes Spiel, aber viele kuriose Szenen) Royal Football Club Huy 0:3 Royale Jeunesse Aischoise Photos with English Commentary:
Belgian 5th Division: Huy vs. Aische

Damit ich am 11.11. noch richtigen Sport hatte und außerdem den Auslandsspielbesuch für den Monat November abhaken konnte, fuhr ich von Aachen aus nach Belgien zum Fußball. In diesem komischen, kleinen, heruntergekommenen Land wird in den interessanten Stadien (und davon gibt es sehr viele dort) leider fast nur sonntags gespielt, aber die oberen Klassen spielen teilweise auch u.a. samstags. So auch die sogenannte Amateur Division 3, die faktisch eine Halbprofiliga ist: die teilnehmenden Vereine sind keine eingetragenen Vereine, sondern Gesellschaften ohne Gewinnabsicht. In den beiden ersten belgischen Ligen, den Profiligen, sind es halt Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Echte Vereine gibt es in Belgien erst ab der 6. Liga, den Provinzklassen – da fängt der echte Amateurfußball an. Immer stur sonntags um 15 Uhr...

Also Samstagabend musste das Spiel sein: daher, ab nach Huy. Im benachbarten Tihange haben die eine Sportanlage für die Juniorenteams. Ja, Tihange, da war was: die Sportanlage befindet sich direkt vorm Atomkraftwerk. Die Kühltürme sieht man auch vom Sportkomplex in Huy blinken. Verseucht ist der natürlich nicht, aber versifft. Typisch belgisch: dass man dafür 8€ Eintritt zahlt ist asozial, v.a. bei dem Einkommen in Belgien das leicht unter dem deutschen Durchschnitt liegt – und dann hat man da völlig verbaute Tribünen die vom Baustil her zwischen Großbritannien und Südosteuropa liegen und Klos, in denen es kein fließendes Wasser gibt – also eher Südosteuropa.

Das Spiel war nicht ganz so lohnend wie das Stadion, aber nach dem frühen Platzverweis (vertretbar, hätte man aber auch bei Gelb belassen können) gegen Huy riss Aische die Partie an sich. Nach über einer halben Stunde die Führung, kurz vor der Halbzeit das 0:2 und in einer von Aische im Griff gehaltenen zweiten Hälfte noch in der Schlussminute das 0:3. Die ersten beiden Tore wurden vom zahlreichen Gästeanhang übrigens gebührend gefeiert: Royal Football Club Huy 0:3 Royale Jeunesse Aischoise Statistik:
- Grounds: 2.051 (1; diese Saison: 70 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.199 (2; diese Saison: 94)
- Tourkilometer: 350 (350km Auto)
- Saisonkilometer: 19.340 (12.280 Auto, davon 920 Mietwagen/ 6.060 Flugzeug/ 1.000 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 32 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 589 Wochen.

Dienstag, 11. August 2009

6.8.09: Castlehopping; Wieder einmal eine kurze aber gelungene Burgentour durch Sachsen-Anhalt

Am Freitag stand eine lockere 320-Kilometer-Runde an, die uns drei innerhalb von 7 Stunden von Merseburg nach Plötzkau, Hausneindorf, Huysburg bei Dingelstedt am Huy, Westerburg bei Dedeleben und nach Egeln, sowie auch wieder zurück nach Merseburg bringen sollte.
Erste Station war das oben abgebildete Burgschloss Plötzkau. Die beste Perspektive zeigt sich vom Fußballplatz aus, letzteren kann man auch wunderbar vom Turm aus einsehen. Ein Ground, der in der Saison noch gemacht werden sollte! Auch das Schloss selbst ist sehr sehenswert mit den Renaissancegiebeln, dem Turmzimmer und dem halboffenen Innenhof. Nicht so sehenswert ist das Museum, das vor allem mit originalgefälschten Nachbildungen (Äxte mit roter Farbe auf der Klinge), Kitsch (Kreuzritterfiguren) und einigen unspektakulären archäologischen Funden (dafür, dass die Tonscherben echt sind, will ich aber nicht garantieren) aufwarten kann. Genial natürlich auch die ca. 50 x 40 x 30cm große Katapultnachbildung, die samt Munition (folieumwickelte Steine von etwa 3cm Durchmesser) auf einem Tisch herumsteht. Darf man zwar angeblich nicht benutzen, aber dann sollte man die Anlage eigentlich mal hinter Glas bringen oder wenigstens die Steine wegpacken... Eintritt für Museum und Turm: 2,50€, nur für den Turm: 1,50€. Letzteres kann man mehr empfehlen.
Weiter ging es nach Hausneindorf. Die Burg dort ist nicht zugänglich aber gut einsehbar. An die Burg schließen einige Privathäuser an, die Außenmauern sind noch mittelalterlich, ebenso das markanteste Element dieser Burganlage; der mittig platzierte Bergfried. In einem Ring um Bergfried und Innenhof legen sich landwirtschaftlich genutzte Gebäude - sehen total asi und abgewrackt aus - die neueren Datums sind.
Die Huysburg auf dem Höhenzug Huy, an den sich Orte mit so schönen Namen wie Dingelstedt und Mönchshai reihen, ist ein Wehrkloster, was hervorragend restauriert und noch kirchlich genutzt (Restaurant, Herberge, Klosterbetrieb) ist. Die Kirche ist gratis zu besichtigen, die Gebäude für die Öffentlichkeit gesperrt, ebenso der Garten.
Weiter nach Westerburg bei Dedeleben, dass Highlight der heutigen Tour. Leider nicht im Innenbereich zugänglich, jedoch im Innenhof. Ein absolutes architektonisches Highlight! Eine rund gebaute Burg mit mehreckigem Anbau, die Fachwerksgebäuden, einen Bergfried (leider nicht zugänglich) und ein tolles Taubenhaus vorzeigen kann. Letzteres ist Teil des Hotels, das auch in den anderen Gebäuden - neben Restaurant und Standesamt - untergebracht ist. Das Taubenhauszimmer ist natürlich das beste aber nicht mal teuerste Zimmer des Hotels. Die Seite http://www.hotel-westerburg.de/ gibt Auskunft über das romanische Schmuckstück von Burgenbaukunst. Mit 98€ bis 168€ pro Doppelzimmer sind die Übernachtungsmöglichkeiten in dieser Burg natürlich sehr hochpreißig, für diese Hotelkategorie allerdings nicht zu hoch. Im Restaurant kann man zu zweit mit 60€ rechnen.
Den Abschluss der Tour bildete Egeln mit der Wasserburg. Die ist auch nur teilweise zugänglich, aber recht gut erhalten. Bergfried, Wehrmauern, Wohngebäude und teilweise erhaltener Graben. Nichts weiter Spektakuläres.

Bilder von allen Burganlagen:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090806%20PLOETZKAU_Hausneindorf_Huy_WESTERBURG_Egeln/