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Sonntag, 25. Mai 2014

W408III: Drei Spiele, drei Stadien im Salzlandkreis

SV Einheit Bernburg .......................................................... 1
FSV Drohndorf-Mehringen 1990 ...................................... 0
- Datum: Sonntag, 25. Mai 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Salzlandliga (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 1-0
- Tor: 19. Max Fränkel
- Verwarnungen: Karl Thiele, Christoph Vatthauer (Bernburg); Tim Kilian (Drohndorf-Mehringen)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Einheit (Kap. 2.000, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon 94 zahlende und ca. 40 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes, spannendes und teils recht emotionales Spiel)

Egelner SV Germania B ..................................................... 0
Turn- und Sportverein Bebitz 1927 B ............................... 2
- Datum: Sonntag, 25. Mai 2014 – Anstoß: 11.00
- Wettbewerb: B-Junioren Kreisklasse Salzland (4. und unterste Liga der U17)
- Ergebnis: 0-2 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 20. Niclas Falbe (Foulelfmeter), 0-2 57. Tom Kunert
- Verwarnungen: 2x Carlo Zeidler, Nick Brock, Nils Rettig (Egeln); Philipp Bürger-Schönemann (Bebitz)
- Platzverweise: Carlo Zeidler (78. wg. wiederholtem Foulspiel)
- Spielort: Waldstadion Egeln (Kap. 1.500, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 8 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 1,5/10 (Unglaublich schlechtes Spiel – aber wenigstens gab es Tore)

Sportverein 1909 Staßfurt E ............................................ 15
SC Seeland (Nachterstedt) E .............................................. 1
- Datum: Sonntag, 25. Mai 2014 – Anstoß: 9.30
- Wettbewerb: E-Junioren Kreisklasse Salzland, Staffel 3 (Liga der U11)
- Ergebnis: 15-1 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 7-0
- Tore: 1-0 2. (11), 2-0 4. (10), 3-0 8. (11), 4-0 9. (11), 5-0 12. (11), 6-0 15. (11), 7-0 20. (11), 8-0 31. (3), 9-0 33. (14), 10-0 34. (10), 11-0 38. (14), 12-0 39. (9), 13-0 41. (14), 13-1 45. (Nr. 10), 14-1 46. (12), 15-1 48. (14)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion der Einheit, Platz 3/ Kunstrasen (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Staßfurt spielte hervorragend und nahm die eigentlich gar nicht so schwachen Nachterstädter völlig auseinander)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur Football Bernburg: Einheit Bernburg defeat Drohndorf-Mehringen
b) Under-Aged Football Egeln: Germania Egeln U17 lost to TuS Bebitz U17
c) Under-Aged Football Staßfurt: SV 09 Staßfurt U11 defeat SC Seeland U11

Am Sonntag schloss sich mal wieder Anja an, denn es ging in den Salzlandkreis und die Tour begann auch in ihrer Stadt beim SV 09 Staßfurt. Das Stadion der Einheit habe ich schon sieben Mal besucht, das Leichtathletikstadion (Platz 2) bereits zwei Mal, aber der schon seit vielen Jahren mit Flutlicht und Kunstrasen bestückte Platz 3 fehlte noch. Auf den Graswällen hinter den Toren, der ausbautenlosen Seite vorm Wassergraben und v.a. den vier Reihen Betonstufen auf der Hauptseite, fanden sich ein paar Dutzend Angehörige der E-Jugendlichen ein, die hier heute ein Spiel unter der sicheren und korrekten Leitung eines erst 12 oder 13 Jahre jungen Schiedsrichters bestritten.

Die E-Junioren des SV 09 führen die Tabelle an, während der Gegner aus Nachterstedt (der ehemalige SV Concordia heißt nun SC Seeland) in der Mitte der Tabelle steht. Kaum hatte das Spiel begonnen, schon leitete Staßfurt seinen Sieg ein. Nachterstedt hat ja den ein oder anderen guten Spieler und alle zusammen hängen sich voll rein – aber den Klassenunterschied konnte man schon an den beiden Trainergespannen ausmachen. Staßfurt war völlig überlegen; insbesondere wenn der 11er durch die Abwehr ging, gab es kein halten. Einmal kam sogar der Torwart nach vorne und köpfte den Ball gegen die Latte. Bei Halbzeit hieß es 7:0, nach einer halben Stunde war es zweistellig und einzig ein stark abgeschlossener Konter sorgte für den Ehrentreffer der Gäste. Am Ende war das 15:1 den Erwartungen (Staßfurt siegte im Hinspiel 11:2 und gegen schwächere Gegner heißt es auch schon mal 25:0) und den Leistungen entsprechend.  
Wir fuhren weiter nach Egeln, einer Landstadt die für eine schöne Wasserburg und eine sehenswerte Klosterkirche bekannt ist, wo wir den einzigen interessanten und uns noch nicht bekannten Ort in der Stadt aufsuchten: das Waldstadion. Man fährt hinter der Wasserburg vorbei und biegt neben der Sporthalle und dem schicken Fußballtrainingsplatz links in den dichten Wald ab. Dort geht man durch ein Eingangstor am Sportlerheim vorbei und auf die kleine Tribüne mit wuchtiger Steineinfassung und zwei Reihen (teils abmontierter) Holzbänke. Der großzügig angelegte Platz ist komplett von hohen Bäumen umgeben. Daneben befindet sich noch ein Freibad.

In diesem gepflegt erscheinenden Freibad war aber genauso wenig los, wie auf dem Feld zwischen den B-Junioren der Egelner Germania und dem T. u. S. Bebitz. Die Gäste kamen als Drittplatzierter zum Zweiten, beide haben noch die Chance den Tabellenführer aus Hecklingen abzufangen – aber gespielt haben beide wie Letzter und Vorletzter. Das Spielniveau war wirklich grauenhaft: jeder Ball versprang, kaum ein Pass kam an, die Torschüsse waren bis auf drei (Pfostentreffer von Egeln und die beiden Tore von Bebitz) unter aller Sau. In der ersten Hälfte verwandelte Bebitz einen Elfmeter, in der zweiten Hälfte stolperten sie einen Konter über die Linie: das 0-2 war jedenfalls nicht unverdient.  
Eigentlich wollten wir nach Hakeborn, das Spiel war aber schon Samstag, also ging es ab nach Bernburg, in das kleinere der beiden Stadien. Der Sportplatz Einheit liegt wie auch das Krumbholz-Stadion an der Saale – allerdings am Ufer unterhalb des Schlosses. Eine sechsreihige, an den seitlichen Enden abgerundete Tribüne mit einigen Holzbänken sind das Highlight der teils von Bäumen umgebenen Anlage.

Der Tabellenführer und souveräne Aufsteiger aus Drohndorf-Mehringen gab sich bei seinem bereits lange abgeschlagenen Verfolger die Ehre. Einheit Bernburg war von Beginn an aktiver und besser – dass Drohndorf so klar vor ihnen steht, war in keiner Phase der Partie zu merken. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde fiel auch schon das goldene Tor für die Bernburger mit einem, sicher mit Flachschuss durch die Beine des Torhüters abgeschlossenen, Konterlauf. Besonders in der zweiten Hälfte war die Partie teils ruppig und Spieler beider Seiten maulten sich massiv voll. Die Einheit-Fans waren gar nicht zu hören, aber die Gäste meldeten sich dauernd mit Zwischenrufen, die oft gegen den keineswegs schwachen Schiri zielten. Dem Schiri konnte man nur eine Sache vorwerfen: es wurde viel zu wenig nachgespielt; bei den Verletzungs- und Kunstpausen hätte er in der ersten Halbzeit 3 und der zweiten Hälfte 5 (und nicht zwei Mal 1 Minute) nachspielen müssen!

Nach diesem unterhaltsamen Spiel ging es noch über die (oftmals leider sehr ungepflegten) Bolzplätze des Salzlandes…  
Statistik:
- Grounds: 1.119 (heute 3 neue; diese Saison: 148 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.059 (heute 3; diese Saison: 203)
- Tageskilometer: 200 (200km Auto)
- Saisonkilometer: 58.300 (56.330 Auto/ 1.790 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 20 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 53 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 408

Sonntag, 23. September 2012

W321III: Die Thomas-Müntzer-Kampfbahn und der Schwarz-Gelb-Sportplatz

Schwarz-Gelb Bernburg/ Eintr. Blau-Gelb Peißen --- 7
TSG Unseburg-Tarthun/ SV Fortuna Schneidlingen - 0
Datum: Sonntag, 23. September 2012 – Anstoß: 11.00
Wettbewerb: B-Junioren Kreisklasse Salzlandkreis (5. und unterste Liga der 14-16jährigen)
Ergebnis: 7-0 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 3-0
Tore: 1-0 24. (8), 2-0 29. (13), 3-0 34. (10); 4-0 41. (3), 5-0 50. (10), 6-0 57. (10), 7-0 75. (12)
Verwarnungen: (7) von Bernburg
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Schwarz-Gelb Bernburg (Kap. 1.500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 8 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Bernburgs Leistung war ja OK, aber Unseburg spielte grauenhaft – insgesamt also ein weniger attraktives Spiel)

VfB Gröbzig 1928 ------------------------------------------ 2
SV Eintracht Emseloh ------------------------------------- 3
Datum: Sonntag, 23. September 2012 – Anstoß: 14.15
Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 4 (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 2-3 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 2-2
Tore: 0-1 30. Daniel Stephansky, 1-1 33. Simon Nagel, 1-2 36. Björn Kortung, 2-2 40. Patrick Bergmann, 2-3 89. Sebastian Dell
Verwarnungen: Thomas Hölzke, Enrico Rathmann, Christopher Stöpel, Sven Berthold (Gröbzig); Rene Ottilie, Björn Kortung, Nico Russkih, David Guba, Sebastian Pönitz (Emseloh)
Platzverweise: keine
Spielort: Thomas-Müntzer-Kampfbahn (Kap. 2.000, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 200 (davon angeblich nur 78 zahlende; Gästefans ca. 10)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes und spannendes Spiel!)
IMG_0425 Photos with English Commentary:
 
Die B-Jugend von Bad Dürrenberg/ Leuna hatte dieses Wochenende spielfrei, also schauten wir mal bei einer anderen B-Jugend-Partie vorbei. Sonntagmorgen hat man ja genug Auswahl in der Hinsicht. Da Anja und ich ohnehin nach Gröbzig zum Landesklassespiel weiter wollten, bot sich das Spiel von Schwarz-Gelb Bernburg B an.

In der B-Jugend hat Schwarz-Gelb Bernburg eine Spielgemeinschaft mit Blau-Gelb Peißen. Die Trikots sind aber orange-schwarz wie die Arbeitsanzüge der Müllabfuhr. Also quasi müllabfuhrfarben... Zum Glück sieht das Stadion nicht auch noch aus wie eine Müllkippe. Es liegt am Stadtrand, von Feldern und Bäumen umgeben. Vieles ist schwarz-gelb gestrichen, die beiden Tribünenstufen leider nicht.

Die Gastmannschaft, eine Spielgemeinschaft von TSG Unseburg/ Tarthun und SV Fortuna Schneidlingen, sah leider keinen Stich gegen die nicht mehr als mittelmäßigen Hausherren. Einzelne Spieler fielen bei Bernburg/ Peißen durch sichere Ballbehandlung und gute Schüsse auf, aber gegen einen ernstzunehmenden Gegner wäre nie ein 7:0 auf der nicht vorhandenen Anzeigetafel erschienen. Die gerade einmal 8 Mannschaften umfassende Salzlandliga der B-Junioren hatte nicht annähernd die Qualität wie die Saalekreisliga, was mich allerdings keineswegs wunderte. Die Disziplin der Spieler war aber auch im Salzland noch OK – ärgerlich war nur, dass die völlig chancenlose Gastmannschaft (die nicht eine einzige Torgelegenheit in den 80 Minuten erspielen konnte!) einzig durch meckern und provozieren auffiel. Doch die einzige Karte wiederum, sah ein Bernburger Spieler, der sich einfach die dummen Sprüche des sicherlich nicht nur wegen seiner Gewichtsklasse unglaublich schlecht spielenden 14ers von Unseburg nicht mehr kommentarlos anhören wollte: Bei einem solchen Spruch wie „Fick dich Junge, du verfressenes Schwein“ muss aber eben auch eine gelbe Karte gezeigt werden… IMG_0504 Wir fuhren nach Gröbzig, dem ersten Ort in Anhalt-Bitterfeld, weiter. Mit SLK zusammen ist ABI der touristisch unattraktivste Landkreis Sachsen-Anhalts, aber natürlich findet man auch in diesen beiden Kackkreisen schöne Orte. Bernburg im Salzlandkreis ist ja wirklich sehenswert (mit Schlossbesichtigung 2 Stunden, mit Tierpark 4h) und auch im anhaltischen Gröbzig lohnt sich ein Stopp. Dort ist man allerdings schon in 15 Minuten rum, da außer der Kirche, dem massiven Schlossturm – sonst ist von dem Bau leider nichts übriggeblieben – und der Synagoge, die aufgrund der Torbögen mit hebräischen Bibelzitaten auch als solche erkennbar ist, dann doch nichts weiter zu sehen ist.

OK, nichts weiter stimmt allerdings nicht ganz. Beim jüdischen Friedhof befinden sich die Sportanlagen – und das Stadion ist richtig klasse! Die Thomas-Müntzer-Kampfbahn betritt man zu angemessenen Eintrittspreisen (3€ normal, 2€ Schüler, Studenten, Rentner, Behinderte, 1€ Mitglieder… Warum geht das eigentlich beim TSV Leuna nicht mehr so?!) durch eine von Steinstehlen flankierte Treppe. Linkerhand ist eine dreireihige, von Bäumen beschattete Stehtribüne mit vier Holzbänken, rechterhand eine solche Tribüne mit 12 Holzbänken zu finden. Ein Vereinsheim gibt es auch. Der VfB-Schriftzug an der Mauer hinter dem einen Tor fällt auch gleich ins Auge. Durch den dichten Baumbestand fallen die Flutlichtmasten allerdings nicht so ins Auge – die dürften auch wenig Licht spenden… 

VfB Gröbzig und Eintracht Emseloh mussten etwas auf die halleschen Schiedsrichter warten und schenkten sich dann von Beginn an nichts. Es war ein wirklich gutes und sehenswertes Landesklassespiel. Manchmal etwas hart, aber nie unfair. Torszenen gab es reichlich. Treffer aber erst ab der 30. Minute. Dann ging es aber auch Schlag auf Schlag: 0-1 mit Schuss ins Eck aus Nahdistanz, drei Minuten später 1-1 durch Weitschuss ins Eck, dann wieder nur drei Minuten darauf 1-2 für Emseloh durch einen Freistoß und fünf Minuten vor der Pause dass 2-2 mit einem schönen Kopfball über die Torhüterarme. 

Nach der Pause ging es kaum weniger interessant und rasant zu, doch Tore wollten keine mehr fallen. Erst eine Minute vor dem Ende gelang der Gastmannschaft, die zwar in der ersten Hälfte deutlich weniger, in der zweiten dafür umso mehr fürs Spiel tat, die dritte Führung in der Partie. Und dieser Flachschuss brachte die Entscheidung: Emseloh holte den dritten Sieg im vierten Spiel, Gröbzig nun leider mit der vierten Niederlage in Folge. Ein so deutlicher Unterschied, wie ihn die Tabelle anzeigt, war aber in keiner Phase auszumachen. Emseloh hatte dann nur das Glück des Geschickteren, dass diese Partie nicht 3:3 oder gar 4:3 für die Platzherren endete! IMG_0506 Statistik:
Grounds: 797 (heute 2 neue; diese Saison: 29 neue)
Sportveranstaltungen: 1.615 (heute 2, diese Saison: 38)
Tageskilometer: 140 (140 Auto)
Saisonkilometer: 11.390 (10.530 Auto/ 780 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [Letzte Serie = Neuer Rekord: 141!]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 321

Samstag, 20. November 2010

W225II: Wie schnell ein Acht-Tore-Vorsprung schmelzen kann... aber am Ende gewann Bernburg trotzdem

SV Anhalt Bernburg 23:20 HC Einheit Halle 05
Samstag 20. November 2010 – Anstoß 18.00
Liga: 3. Liga Ost (3. Handballliga, 1. Halbprofiliga)
Ergebnis: 23:20 nach 60 Min. – Halbzeit: 14:9
Tore: Weber 9, Rindert 4, Petersohn 3, Schöttke 2, Kraft 2, Seifert 2, Hoffman 1 (Bernburg); Kern 6, Gragert 4, Steinbach 3, Metzner 2, Suchanke 1, Grisanovs 1 (Halle)
Gelbe Karten: Bernburg 3; Halle 3
Zeitstrafen: Weber 2, Petersohn 2, Seifet 2, Kraft 2 (Bernburg); Suchanke 4, Steinbach 2, Metzner 2, Haase 2 (Halle)
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sporthalle Bruno Hinz (Kap. 1.000, davon 900 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 650 (davon vielleicht 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel, das in der ersten Hälfte besser war als in der zweiten)
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Photos and English version:
Anhalt Bernburg defeats Einheit Halle (Handball 3rd Division)
Pictures from Bernburg City (Palace, Zoo, Inner City; taken August 2007)

Es ist einfach zum Kotzen: kaum regnet es mal etwas kräftiger, schon fallen 80-90% der Fußballspiele in Deutschland aus. Eigentlich hätte ich als Vorspiel zum Handball in Bernburg noch gerne das Kreisklassenpokalspiel von Einheit Bernburg II gesehen, aber das wurde am Tag davor abgesagt. Da ich die Saale in Halle gesehen habe, wie sie z.B. die Wege auf der Peißnitz überschwemmt hat, unterstelle ich dem SV Einheit hier keine unnötige Absage: der Platz mag bei der Saale-Ufer-Lage wirklich nicht bespielbar gewesen sein. 90% der anderen Plätze, auf denen Spiele abgesetzt wurden, sind aber alles andere als unbespielbar. Im Übrigen ist auch ein teilüberschwemmter Platz noch bespielbar: das haben mir mal vor ein paar Jahren Jugendmannschaften im polnischen Szczecin gezeigt und zeigen auch diese beiden syrischen Zweitligisten (Al-Qamishli und Murik):
(http://esyria.sy/sites/images/hasakeh/109059_2009_12_22_13_39_07.jpg)

Mit den Fahrrädern fuhren wir von Merseburg zum Bahnhof in Halle, mit dem Zug ging es weiter nach Bernburg. Den Radweg neben der unglaublich dicht befahrenen Bundesstraße nutzend, noch ein paar Fotos vom Bernburger Schloss von der Brücke aus machend, kamen wir recht zeitig an der Halle an. Diese heißt nach Bruno Hinz, wobei keineswegs der SS-Sturmführer damit gemeint ist, sondern ein kommunistischer Widerständler der mit den spanischen Kommunisten gegen die Faschisten auf der Iberischen Halbinsel gekämpft hat. Dass man so etwas erst vom Vereinspräsidenten erfährt, spricht nicht gerade für den Informationsgehalt der Website. Aber immerhin veröffentlicht Bernburg als einer der wenigen Clubs seine Eintrittspreise. Die blieben uns am heutigen Tag aber dank guter Verbindungen erspart. Also wenn 8€ mittlerweile normal sind und überall ein sogenannter Top-Zuschlag, der die Karten auf 10€ verteuert, verlangt wird, dann gute Nacht! Den Top-Zuschlag nutzt man bei einigen Fußballvereinen im Halbprofibereich (also Regional- und Oberliga, die auch vergleichbar mit der 3. Handballliga sind) für die Kostendeckung von Polizeieinsätzen bzw. bei der Aufstockung von Ordnungskräften. Eigentlich ist der Top-Zuschlag also nicht zum Abzocken der Zuschauer bei Spielen mit erhöhtem Besucheraufkommen gedacht. Macht man ja in Pirna (Eintritt 6 bis 7€) auch nicht...

Noch ein Wort zu Halle: der Bau hat Charakter, denn er ist eine oben etwas spitz zulaufende Bogenhalle aus DDR-Zeiten (1960er glaube ich), die dezent saniert wurde, sodass der Baukörper noch erkennbar ist. Allerdings sind die Bänke etwas niedrig angebracht worden. Aber wenigstens stilvolle Holzbänke und keine billigen Plastesitze. Die Bänke gibt es auch nur auf den Längsseiten, wobei sie dort 900 Leuten Platz bieten. Hinter einem Tor darf man sich nicht aufhalten, über dem zweiten Tor – die Seite, wo man unter der verglasten Front mit dem banalen Schriftzug „Sporthalle“ hineingeht – gibt es eine Empore mit Stehplätzen, die mit einem recht großmaschigen Netz davor auch noch akzeptabel ist.
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Zum Spiel: Der Gast aus Halle – eigentlich genauer dem Plattenbau-Ortsteil Neustadt – befand sich mit zwei Siegen und zwei Unentschieden aus 10 Spielen im hinteren Mittelfeld und Bernburg mit einer ausgeglichenen Bilanz aus 8 Spielen im vorderen Mittelfeld. Die ersten fünf Minuten gehörten den Hallensern, wobei die nur vom fehlenden Zusammenspiel der Gastgeber profitierten. Dann legte Bernburg los und zog bis zur Pause ein gutes Stück davon. Das Spiel war nicht herausragend, doch Tempo, Wurftechnik und Verteidigungsarbeit waren schon auf höherem Niveau.

Nach der Pause zog Bernburg gleich mit bis zu 8 Toren davon, doch ließ das Spiel bald schleifen und die Hallenser ab der 40. herankommen. Die Fehlerquote stieg und je aktiver die Hallenser wurden, umso unattraktiver wurde das Match. Schwach war es aber nie – und zum Glück bekamen die Schwarz-Gelben Hausherren noch das Ruder herum und brachten mit zwei überlegten Aktionen kurz vor Schluss den Sieg in trockene Tücher. 23:20 war der Endstand.

Besonders der etwa 30 Mann starke Stimmungsblock der Bernburger sprang nach dem Sieg hocherfreut auf. Während des Spiels hatten sie sehr ausdauernd mit gängigen, sehr einfachen Sprechchören, die aber kaum die Trommeln übertönten, angefeuert und sogar ab und an die Hälfte der Halle stimmungstechnisch mobilisieren können. Die wenigen Gästefans waren dadurch kaum zu hören. Für Handball war die Stimmung also ziemlich gut!

Zusammenfassend gesagt: Das Spiel, die Halle und die Atmosphäre waren zwar nicht der absolute Knaller, aber doch schon sehenswert. Bernburg kann ich dem Handball-Fan auf jeden Fall empfehlen, wobei das Top-Zuschlagsspiel Nr. 1 – gegen Köthener HC – wohl besonders interessant sein soll. In drei Wochen findet das jedenfalls in Köthen statt – und wer da wieder am Start ist, dürfte ja wohl klar sein...

Durch die Verabredung mit Herrn Krause, bei dem ich mich für das Besorgen der hervorragenden Sitzplätze bedanke, in Bernburg, nahmen wir auch nicht das erste Spiel der wohl interessantesten Hallensportmannschaft wahr. Gemeint ist die Hallenhockeytruppe des TSV Leuna 1919, die diese Saison wieder 1. Bundesliga spielt und wenigstens auf den 5. der 6 Plätze der Oststaffel kommen muss, um nicht erneut „nur“ zweite Liga spielen zu müssen. Gegen den klar favorisierten Berliner HC hieß es zwar 5:10, aber warten wir’s mal ab. Im Dezember und Januar bin ich dann aber auch bei dieser leider viel zu kurzen Hallenhockeysaison wieder dabei, wenn die Leunaer Halle bebt und die Halle Osternienburgs gerockt wird.
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Statistik:
Ground Nr. 498 (ein neuer Ground; diese Saison: 48 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.178 (diese Saison: 65)
Tageskilometer: 120 (90 Bahn, 30 Rad)
Saisonkilometer: 12.030 (8.170 Auto/ 1.970 Fahrrad/ 1.090 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 225

Sonntag, 15. März 2009

WE137I: Groundhopping and Castlehopping on Friday 13th

SV 24 Gölzau 2:5 Askania Bernburg II
Friday, 13th March 2009 - kick-off time 19.00
Landesklasse Staffel 5 (8th level, 4th amateur level)
Result: 2:5 after 92 min. (45/47) - Halftime 1:1
Goals: 1:0 4th Töpfer, 1:1 42nd Vattauer, 1:2 52nd Vattauer, 1:3 66th Pöllmann, 2:3 71st Bergk (penalty), 2:4 83rd Guntsch, 2:5 87th Hölemann
Bookings: Kohler (Gölzau), Förster (Askania)
Sent-offs: none
Ground: Sportanlage an den Ellern (cap. 1,000)
Attendance: 197 (about 10 away fans)
Match quality: 6.5/10 (far above average)

Although the train that took us from Merseburg to Halle had an enormous delay, we arrived in time at our first sightseeing spot, a village north from Halle: Schrenz. That tiny village is part of Zörbig community and you do not need more than an hour by bike from Halle main train station to Schrenz. The only sight there is the church which is in ruins. The interior is closed due to danger of collapse. We met an old man there in front of the church who complained about the fact that the church building falls to pieces due to lack of money - if he wins some million Euros in a lottery, he would spent it on renovating the church - so did he told us.

Next stop: Zörbig. That small town that is municipal seat for 16 other communities - among them as said before: Schrenz - has also an interesting church - but not in ruins - and moreover a small castle. That one is not so spectacular, only the tower that rises up like a needle made of stone, is worth the visit. The museum is closed due to restoration work. Very close to the castle, by the way, are two interesting streets that are named after Egypt and the Red Sea, respectively, and furthermore the football ground of Zörbiger FC. We have been there already, several years ago when Leuna played against them.

After riding on interesting bicycle paths - a former Bundesstraße through woods and meadows parallel to a larger road - we came to Saxony-Anhalt’s smallest town concerning the area. There is not much to see, the church is not too spectacular, the old houses do not have great facades and many houses are neglected. All in all you must find it strange that this is a town and not a village.

But our main destination that day, Weißandt-Gölzau, is not much bigger and even uglier. Lot of industry and the main sight is an average church - only the height is quite impressing - beside the remnants of a castle. Only one building is restored in great parts. Where several other buildings comparable to that unspectacular baroque one stood is fallow land today and at the other side of the fallow land are overgrown walls and a ruined tower. The whole site is closed to the public but just Wayne is interested in it, when someone jumps over the fence and takes a look inside…


Then we went to the football ground which is not really spectacular. OK, that ground is simply boring and the match wasn’t a crazy, riot promising derby full of hatred, but due to the availability of floodlights, there are sometimes matches on Friday evenings in Gölzau. So we took the chance to see that ground one time and 3€, for me even just 2€ (students reduction), were worth the visit.
The match started furiously. Within in the first 15 minutes, Gölzau had five great chances, Bernburg three and Gölzau scored once. After four minutes they scored with a nice shot after a corner kick. Before that, Gölzau had hammered two balls just few centimetres besides the goal and Bernburg even shot a ball at the bar. Several hits at the post and the bar later, Bernburg equalised.
In the second half, Bernburg was the better team right from the beginning. Just seven minutes after the restart, Askania scored for the first time. The third goal for them seemed to be the decision 34 minutes before the end, but a doubted penalty for Gölzau five minutes after the third goal by Askania II made the match more thrilling. Then, after 83 minutes, the final decision was made when Bernburg scored for the fourth time. But that shouldn’t be the last goal, they even scored fifth.
The result was a bit too clean - but due to the second half, that victory of Askania Bernburg II is deserved. Before that match, Gölzau was ranked 4th while Bernburg was 5th, after it it’s the other way around.
There are few things to say about the other things. The referee did not make many dubious decisions, I just have to make a remark on one of the linesmen, well: he just looked like a girl - or like Bill Kaulitz (Tokio Hotel) with shorter hair. The supporters were boring: they did not say a word, maybe because some of them were neither from Gölzau nor from Bernburg, but neutral visitors. Not only from Merseburg, as we two, but beside me there stood five men from Aken (see Friday two weeks ago). The best thing despite the match and the sightseeing was the catering: there was just one kind of food, Bratwurst, but them tasted really great.

After the match we made our way back home. We arrived in Halle after one hour and 15 minutes and after eating a Turkish pizza at my favourite kebab house, we took the train to Merseburg, this time in time.


Statistics:
Ground No. 284 (new ground; this season: 54)
Sporting event No. 765 (this season: 132)
Kilometres that day: 100 (70 bike, 30 train)
Km this season: 18,250; i.e. 9,270 car/ 3,130 bike/ 2,960 plain/ 2,890 train
Number of football matches since the last goalless draw: 4
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 137

Links:
History Weißandt castle
My photos of the castles and churches
And the photos of the match