Posts mit dem Label Nöthen-Pesch-Harzheim werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nöthen-Pesch-Harzheim werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 18. November 2019

W694IV: Drei Tore aber keine Treffer auf dem Katzenberg

SG Eintracht Eifel (Nöthen/ Pesch/ Harzheim/
Bad Münstereifel/ Iversheim) ........................ 0
SG Arminia Blankenheimerdorf ................... 0
- Datum: Sonntag, 17. November 2019 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Kreisliga B, Euskirchen, Staffel 2 (9. Fußballliga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-0 nach 95 (45/50) Minuten – Halbzeit: 0-0
- Tore: keine
- Gelbe Karten: NN (Eifel); Schumacher, Hilgers, NN (Blankenheimerdorf)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz auf dem Katzenberg (Iversheim; Kapazität: 1.525, davon 25 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 25 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 SG Eintracht Eifel 0:0 Arminia BlankenheimerdorfPhotos with English commentary:
a) 9th Division Football: SG Eintracht Eifel vs. Arminia Blankenheimerdorf (in Iversheim)
b) Ruhreifel: Kreuzweingarten Church, Iversheim Church, Frame-Work Houses and Private Protestant Cemetery

Sonntag dann wieder eine Radtour trotz nur 2-5 Grad und teilweise Regen. Es fuhr sich auch dennoch ganz gut über die Felder und durch kleine Dörfer bis nach Kreuzweingarten und dann Iversheim. In Kreuzweingarten gibt es eine schöne Kirche, die Innen v.a. durch einen modernen Kreuzweg mit Tafeln und eine seltene Mariendarstellung (Maria vom Siege mit Drachen, eine Anspielung auf Offenbarungen 12, die einige wirklich sehr seltsame Bilder des Bösen/ Teufels zeichnen...) aufwartet. In Iversheim ist die Kirche eher 0815 und auch nur durch eine Gittertür zu betrachten. Dafür gibt es da etwas mehr Fachwerk, enge Gassen und einen ungewöhnlichen Friedhof: Dieser ist eine private protestantische Begräbnisstätte, da noch 1918 sich sowohl Katholen als auch Juden weigerten, Angehörige einer zugezogenen protestantischen Familie auf ihren Friedhöfen beizusetzen. IversheimDieser Friedhof befindet sich auch völlig außerhalb des Ortes an einem unbefestigten Weg. Auch weit außerhalb bzw. oberhalb befindet sich der Fußballplatz, auf der Gemarkung mit dem schönen Namen „Katzenberg“. Ob da jetzt Wald- bzw. Wildkatzen oder der Germanenstamm der Chatten gemeint ist, weiß ich nicht, aber man hat einen schönen Blick in die Eifellandschaft, da oben liegen auch idyllische Datschen und der Hartplatz ist von einem Graswall bzw. Hang flankiert. Eine wirklich schöne Anlage! Seltsam ist nur, dass das Spielfeld etwas verkürzt wurde. Etwa 10 Meter vor dem eigentlichen Tor auf der Seite zur Weide hin wurde die Torauslinie abmarkiert und ein nicht im Boden verankertes Tor aufgestellt.

Auch das Spiel der Kreisliga B zwischen der SG Eintracht Eifel und der SG Arminia Blankenheimerdorf war sehenswert. Es war schnell, es gab viele Zweikämpfe, das Zusammenspiel sah eigentlich ganz gut aus und Torszenen gab es v.a. in Hälfte zwei einige – doch leider waren alle 20 Feldspieler plus Wechsler zu blöd eine Bude zu machen. Und das 95 Minuten lang, denn der (vom Akzent her) russlanddeutsche Spätaussiedler an der Pfeife lies aufgrund des dreisten Zeitschindens der abstiegsbedrohten Gäste deutlich länger als zuerst angekündigt nachspielen. Das Spiel wurde vom Gastgeber bestimmt – es war völlig indiskutabel, dass da kein Tor erzielt wurde! Was mir als neutraler aber viel mehr auf den Sack geht, ist dass die Blankenheimer Dorfdeppen so ein 0:0 abfeiern wie einen Auswärtssieg, weil die einfach nicht das Niveau für diese Liga haben und mit jedem popligen Punkt zufrieden sind. Egal wie unverdient der zusammengestümpert wurde. Für so ein Verhalten wünsche ich denen wirklich den Abstieg in die Kreisliga C! SG Eintracht Eifel 0:0 Arminia BlankenheimerdorfStatistik:
- Grounds: 2.535 (1; diese Saison: 92 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.773 (1; diese Saison: 124)
- Tourkilometer: 80 (80km Rad)
- Saisonkilometer: 72.220 (56.340 Flugzeug/ 14.540 Auto, davon 4.670 Mietwagen/ 1.300 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 694

Sonntag, 1. September 2019

W683III: Zülpich und Lechenich

TuS 1896 Chlodwig Zülpich ............................. 3
SV Schwarz-Weiß Nierfeld 1929 ...................... 1
- Datum: Sonntag, 1. September 2019 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Bezirksliga Mittelrhein, Staffel 3 (7. Fußballliga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 95 (46/49) Minuten – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 4. Kotter (Elfmeter), 1-1 10. Anderson, 2-1 35. Oellers, 3-1 91. Kotter (Elfmeter)
- Gelbe Karten: 3x Zülpich, 2x Nierfeld
- Rote Karten: NN von Nierfeld (3. Min. wg. Notbremse)
- Austragungsort: Sportanlage Blayer Straße, Rasenplatz (Kapazität: 3.030, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 220 (davon angeblich nur 100 zahlende und ca. 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

SC Germania Erftstadt-Lechenich C .............. 5
SpVgg. Nöthen-Pesch-Hartzheim C ................ 1
- Datum: Sonntag, 1. September 2019 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Kreispokal C-Junioren, Euskirchen, Runde 1 (sogenannter „Sparkassenpokal“; C-Junioren-Kreisklasse Euskirchen, Staffel 1 gegen 4; jeweils 3. und unterste U15- Fußballliga)
- Ergebnis: 5-1 nach 73 (37/36) Minuten – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0, 2-0, 2-1, 3-1, 4-1, 5-1
- Gelbe Karten: 2x Erftstadt, 1x Nöthen usw.
- Zeitstrafen: 1x Erftstadt
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Hennes-Weisweiler-Sportpark (Kapazität: 1.000 Stehplätze, Tribüne noch im Bau)
- Zuschauer: ca. 50 (davon mind. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 Chlodwig Zülpich 3:1 Schwarz-Weiß NierfeldPhotos with English commentary:
a) Men’s League: Chlodwig Zülpich vs. Schwarz-Weiss Nierfeld
b) Youth Cup: Erftstadt-Lechenich vs. Nöthen-Pesch-Hartzheim

Am Sonntag dann die Radtour nach selbst vorgenommenen Austausch des defekten Vorderrads. Durch den Kottenforst und über diverse asphaltierte Feldwege ging es nach Zülpich. Nun probierte ich mit dem Patras Grill den dritten Imbiss in Zülpich aus (ein Döner und ein Asia waren ziemlich schlecht) und beim dritten Versuch habe ich endlich einen empfehlenswerten Imbiss gefunden!

Dann ging es auf die Sportanlage in der Blayer Straße. Wenn gutes Wetter ist, bequemt sich Chlodwig Zülpich auch mal statt auf dem Plasteplatz auf Naturrasen zu spielen. Der Platz ist von einem Wall begrenzt und hat zwei Stehstufen sowie einen ungenutzten Sprecherturm. Das Sportlerheim ist fast so groß und geräumig wie in Leuna. Schön ist der Blick in die Eifel über die leider ausbautenlose Gegenseite und den Nebenplatz hinweg.

Das Bezirksligaspiel lohnte das Kommen. Chlodwig Zülpich gegen Schwarz-Weiß Nierfeld, sofort Action vorm Tor. Eine Notbremse nach drei Minuten und gleich der Platzverweis, Elfer zum 1:0. Doch dann riss Nierfeld plötzlich mit 10 Mann die Partie an sich und kam zum Ausgleich! Erst Mitte der ersten Hälfte fing der Gastgeber an, die Partie zu bestimmen: ein schöner Ball ins lange Eck zum 2:1. Nach der Pause wurde es etwas verhaltener und weniger sehenswert, doch das Spiel wurde mit einem weiteren Elfer zum 3:1 Endstand gekrönt. Chlodwig Zülpich 3:1 Schwarz-Weiß NierfeldDann fuhr ich noch, teils auf Standstreifen der B256, nach Erftstadt-Lechenich weiter. Dort wird der sehr öde Kunstrasen gerade verschönert: seit vier Jahren geplant und seit mindestens einem Jahr in Bau; eine Tribüne mit Dach und Kabinen. Eine gute und richtige Sache, doch mal wieder für den Sportstättenkenner zwei grobe Fehler sofort erkennbar: 1. die Ausrichtung gen Westen – erzählt mir nicht, man hätte dieses Teil nicht gegenüber bauen können, da wurde nur einfach wieder nicht mitgedacht! und 2. die typisch deutsche Bauzeit. Es ist einfach nur peinlich, wie lange mittlerweile jedes popelige Kackbauwerk hierzulande dauert. Gut Ding will Weile haben? Das ist doch keine 50-reihige Tribüne mit Logen und Whirlpools in den Kabinen sondern etwas besserer 0815-Standard für höchstens 300 Zuschauerplätze!

Vor der Zwei-Drittel-fertigen Tribüne fand ein ganz ansehnliches C-Junioren-Pokalspiel statt. Germania Erftstadt-Lechenich schoss dabei die SG Nöthen-Pesch-Hartheim mit 5:1 vom Platz. Das Ergebnis war etwas zu hoch, wobei der Gastgeber einfach technisch besser war und in den entscheidenden Phasen konterte. Besonders im zweiten Teil der zweiten Hälfte kam vom Gast auch kaum noch etwas.

Ich fuhr über Weilerswist und Rösberg zurück nach Bonn. Germania Erftstadt-Lechenich C 5:1 Nöthen-Pesch-Harzheim CStatistik:
- Grounds: 2.495 (2; diese Saison: 52 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.724 (2; diese Saison: 75)
- Tourkilometer: 90 (90km Rad)
- Saisonkilometer: 50.150 (44.140 Flugzeug/ 5.450 Auto, davon 1.680 Mietwagen/ 520 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 4 [letzte Serie: 72, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 683

W683II: Liga, Pokal und Test im Jugendbereich zwischen Sieg und Eifel

FC Hennef 05 B .................................................. 0
Fortuna Düsseldorf B ........................................ 0
- Datum: Samstag, 31. August 2019 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: B-Junioren Bundesliga West (1. U17-Fußballliga)
- Ergebnis: 0-0 nach 83 (40/43) Minuten – Halbzeit: 0-0
- Tore: deine Mudda
- Gelbe Karten: 1x Hennef
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stadion im Anton Klein Sportpark (Kapazität: 4.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon 100 zahlende und ca. 25 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 0,5/10

JSG Mechernich/ Feytal/ Weyer D ................. 4
TuS 1927 Vernich D .......................................... 2
- Datum: Samstag, 31. August 2019 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: D-Junioren Kreispokal Euskirchen, Runde 1 (sogenannter „Sparkassenpokal“; D-Junioren-Kreisliga Euskirchen Staffel 6 gegen 1; jeweils 2. und unterste U13-Fußballliga)
- Ergebnis: 4-2 nach Verlängerung, d. h. 70 (30/30;5/5) Minuten – Halbzeit: 1-2, reguläre Spielzeit: 2-2, Verlängerung 4-2 (1-0/ 1-0)
- Tore: 1-0, 1-1, 1-2, 2-2, 3-2, 4-2
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Schulzentrum Mechernich (Kapazität: 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 22 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,5/10

JSG Erfthöhen/ Keldenich/ Scheven A: 1
SG Schönau/ Nöthen-Pesch-Harzheim/
Mutscheid ..............................................: 9
- Datum: Samstag, 31. August 2019 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: Testspiel (A-Junioren Kreisklasse Euskirchen Staffel 3 gegen 2; jeweils 5. und unterste U19-Fußballliga)
- Ergebnis: 1-9 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 1-4
- Tore: 0-1, 1-1, 1-2, 1-3, 1-4, 1-5, 1-6, 1-7, 1-8, 1-9
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: 1x Erfthöhen u. 1x Schönau (jeweils mündlicher Platzverweis nach gegenseitigen Tätlichkeiten in der 60. Minute)
- Austragungsort: Sportplatz Frohngau (Kapazität: 816, davon 16 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 13 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 FC Hennef U17 0:0 Fortuna Düsseldorf U17Photos with English commentary:
a) Under-17 League: Hennef vs. Düsseldorf
b) Under-13 Cup: Mechernich vs. Vernich
c) Under-19 Friendly: Erfthöhen vs. Schönau
d) Eifel: New Artificial Turf in Derkum (Sportfreunde DHO)

Da es drei Jugendspiele auf selten bis extrem selten genutzten Sportanlagen zu sehen gab, musste ich das Auto nehmen. Radtour dann erst am Sonntag. Spiel 1 hätte ich mir aber auch sparen können, aber nun habe ich wenigstens alle drei Plätze des Hennefer Sportparks durch. Der Rasenplatz mit den Tribünen auf den Längsseiten (jeweils Stehstufen, davon die Gegenseite mit halb-abgebauten Zäunen und die Hauptseite mit Hang, freier Sicht und einer überdachten Sitztribüne in der Mitte) ist knapp vor dem mittleren Kunstrasen der attraktivste Platz, wird aber nur bei besserem Wetter von der I. Männermannschaft und den höherklassigeren Juniorenteams bespielt. Die B-Jugend spielt sogar Bundesliga, aber man fragte sich schon nach wenigen Minuten warum. Und was Fortuna Düsseldorf da für eine bekackte Karnevalstruppe geschickt hatte, war auch nicht zu verstehen: hohes Tempo, teilweise auch sehr gute Zuspiele und Ballbeherrschung – aber dann immer wieder technisch unterirdische Mängel und vor allem Schüsse, die bei jeder männlichen Kreisklasse-Mannschaft besser klappen! Was für ein Schrott von beiden Teams! So eine Scheiße habe ich ja seit vielen Monaten nicht mehr gesehen, selbst das letzte 0:0 im Mai war um Welten besser, da dort einfach ganz knappe Torszenen vergeigt wurden und nicht wie hier ständig meterhoch drüber oder abgerutscht in Richtung Eckfahne gesemmelt wurde. Und so was will in wenigen Jahren Geld mit Fußball verdienen? Verkauft lieber Sportgeräte bei INTERSPORT, ihr Nichtskönner! JSG Mechernich/ Feytal/ Weyer D 4:2 n.V. TuS Vernich DAuch bei Spiel zwei musste man sich mit Fußballsachverstand so manches fragen, aber an den Jungs von Mechernich/ Feytal/ Weyer und TuS Vernich lag es nicht. Die beiden D-Jugendteams zeigten ein mittelmäßiges Spiel, das aufgrund des Pokalmodus besonders spannend war: den schönen hohen Schuss zum 1:0 glich Vernich kurz darauf mit Torwarthilfe aus und ging vor der Pause glücklich in Führung. Danach riss der Gastgeber die Partie an sich und glich aus. Es musste nach 60 Spielminuten in die Verlängerung gegangen werden: 2x5 Minuten und zwei Tore für den Gastgeber zum verdienten Weiterkommen. Die oben angesprochenen Fragen: der junge Sportfreund an der Pfeife hatte angeblich seinen ersten Einsatz – sehr schön, dass er dieses schwere Hobby ergriffen hat! Aber hat er schon eine ausreichende Schulung dazu bekommen? Das wirkte leider oft nicht so. Schlimmer sind aber die NRW-typischen Schwachsinnsregeln für diese Jugendklasse: das Halbfeld wird mit 9 gegen 9 zugestellt, damit das Spiel möglichst langsam wird und mittlerweile werden Eckbälle wie beim Hockey „eingerückt“, also statt in die Ecke zwischen Seiten- und Torauslinie, an die Ecke von Toraus- und Strafraumlinie gelegt. Dazu wird auch noch die Abseitsregel angewandt. Unglaublich, was in NRW für ein Schrott an Sonderregeln im Jugendfußball in den letzten Jahren eingeführt wurde!

Gespielt wurde übrigens mal ausnahmsweise nicht im Eifelstadion auf Asche, sondern am Schulzentrum hinter der Sporthalle auf Rasen. Der Schulsportplatz hat leider keine Ausbauten, ist aber eine schön bespielbare Wiese mit Blick in die Anhöhen der Eifel.

In Mechernich gibt es leider wenig Auswahl bei der Gastronomie, sodass die Wahl auf einen unsauberen, unaufgeräumten Asia-Imbiss fiel. Da waren auch etwas weniger Eifel-Asis zu Gast, als in der deutschen Gaststätte am Bahnhof. SG Erfthöhen/ Keldenich/ Scheven A 1:9 SG Schönau/ Nöthen-Pesch-Harzheim/ Mutscheid ADer dritten Ansetzung traute ich nicht. Ich stand schon mal auf dem Platz – aber alleine, weil entgegen der Ansetzung in Tondorf gepielt wurde und nun sollte da, nachdem letzte Saison wohl kein einziges offizielles Spiel dort ausgetragen wurde, ein A-Jugend-Testspiel zwischen der bei der U19 mittlerweile um Keldenich und Scheven ergänzten SG Erfthöhen und der ebenfalls riesigen Spielgemeinschaft von Schönau, Nöthen, Pesch, Harzheim und Mutscheid stattfinden. Nachdem ich durch die Baustelle geholpert und den engen Weg in den Wald hinter gefahren war, standen da aber tatsächlich beide Teams auf dem idyllischen und komplett von Bäumen umstandenen Platz mit der charakteristischen Holzbande herum.

Erfreulicherweise sollte es auch das mit Abstand beste Spiel heute werden! Der flotte Testkick wurde nach anfänglichem Abtasten mit einem Treffer des Gastes eröffnet, der jedoch sofort ausgeglichen wurde. Danach zog der Gast aus Schönau aber bis auf 1:4 davon und konnte in der zweiten Hälfte den Leistungseinbruch der Erfthöhen zu einem überzeugenden 1:9 nutzen. Dabei pfiff der Heimschiedsrichter noch drei Mal aussichtsreiche Angriffe wegen erfundener Abseitspositionen zurück. Das war schon ein gutes spielerisches Niveau der Schönauer/ Nöthener/ Pescher/ Harzheimer und Mutscheider!
Das disziplinarische Niveau von der Truppe war allerdings unter aller Sau und gab daher dem Spiel noch ein dickes Plus – denn genauso etwas wollen wir hören und sehen auf dem Dorf: „ey du mit deiner schwulen Schusstechnik, du Schwanz“ – „die kommen dem im Zweikampf nicht nahe, weil die meinen, dass der schwul ist“ – „[aus dem Spiel heraus zu einem gleichaltrigen Zuschauer, der am Spielerrucksack rummacht] ey, nimm nicht immer meine Kippen, du Wichser“... Als absolutes Highlight natürlich nach einer Stunde die ständigen Provokationen gegen einen Spieler der Heimmannschaft, der dann den Gästespieler aushebelte und eine Schlägerei im Eishockey-Stil vom Zaun brach. Beide wurden mündlich vom Feld verwiesen...
Tore und Tumulte – besser kann ein Testspiele kaum sein! SG Erfthöhen/ Keldenich/ Scheven A 1:9 SG Schönau/ Nöthen-Pesch-Harzheim/ Mutscheid AStatistik:
- Grounds: 2.493 (3; diese Saison: 50 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.722 (3; diese Saison: 73)
- Tourkilometer: 150 (150km Auto)
- Saisonkilometer: 50.060 (44.140 Flugzeug/ 5.450 Auto, davon 1.680 Mietwagen/ 430 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2 [letzte Serie: 72, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 683

Freitag, 16. Juni 2017

W568I: Das letzte Spiel in der Eifel für diese Saison und das erste Aufstiegsspiel im Aachener Raum

SV Blau-Weiß Alsdorf ......................................... 0
FC Rhenania Eschweiler II ................................. 2
- Datum: Montag, 15. Juni 2017 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Relegation zur Kreisliga C, Aachen (2. Kreisliga D/ 3 gegen 2. Kreisliga D/ 4; jeweils 11. Liga, 7. Amateurliga; unterste Spielklasse)
- Ergebnis: 0-2 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 34. Niessen, 0-2 90. Rahn
- Gelbe Karten: Feilen, Feka (Alsdorf); Helf, Klotz, Keppers, NN (Eschweiler)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Maxweiher (Eschweiler-Hehlrath; Kap. 800 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon je ca. 75 Fans der Teams)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Tempo und Kampf stimmten, aber Defensive machte das Spiel kaputt)

SG Sportfreunde Marmagen-Nettersheim 69 III
................................... 1:5 (1:3) ..............................
SG SpVg Nöthen-Pesch-Harzheim 2010/ F. S. C.
Holzheim - Weiler am Berge 1920/50
- Datum: Donnerstag, 15. Juni 2017 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: Kreisliga C, Euskirchen, Staffel 3 (10. Liga, 6. Amateurliga; unterste Spielklasse)
- Ergebnis: 1-5 nach 94 Min. (47/47) – Halbzeit: 1-3
- Tore: 1-0 3. Axler, 1-1 5. Schwermann, 1-2 35. Schmitz, 1-3 45. Walter, 1-4 48. Bädorf, 1-5 67. Walter
- Gelbe Karten: Wilke, NN (Sportfreunde); Wassong (Nöthen usw.)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Marmagen (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 50 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Völlig einseitig, aber für die Bedeutungslosigkeit der Partie war das doch unterhaltsam) Sportfreunde Marmagen-Nettersheim III 1:5 SG Nöthen-Pesch-Harzheim/ Holzheim/ Weiler a.B. Photos with English Commentary:
a) 10th Division: Sportfreunde v Nöthen-Pesch-Harzheim
b) Play-offs 11th Div.: BW Alsdorf v Rhen. Eschweiler Res.

Die Saison in der Eifel ist eigentlich schon zu Ende, aber das letzte Spiele der III. Mannschaft der Sportfreunde Marmagen-Nettersheim war letztem Sonntag wegen Unwetter abgebrochen worden. Komischerweise als einziges Spiel, aber mit ist das recht: heute zu Fronleichnam um 10.30 stand ich auf dem landschaftlich schön gelegenen, da an einen Hang gebauten, Sportplatz Marmagen. Der bereits als Aufsteiger – letzte Saison hatte ich sie absteigen sehen – feststehende Gast war die SpVg Nöthen Pesch Harzheim, die seit dieser Saison als SG Nöthen/Pesch/Harzheim/Holzheim/Weiler am Berge spielt. Dazu kommen noch ein paar Kicker vom SV Bad Münstereifel-Iversheim. 7 Orte in einer Spielgemeinschaft – insgesamt haben die 6 Plätze zur Auswahl. Die Eifel stirbt, wenn ich das so sehe. Hoffentlich können die mit den Jugendmannschaften wieder einen gescheiten Spielbetrieb aufbauen (7 teils größere Dörfer und nur 2 Männermannschaften) und nutzen weiterhin alle Plätze. Vor allem den in Iversheim auf dem Katzenberg, da muss ich mal mit Khatereh hin...

Der Gast bestimmte von Anfang an das Spiel, allerdings traf zuerst der Gastgeber: die einzige richtig gute Aktion führte gleich zum 1:0, danach kamen sie kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Nöthen-Pesch-Harzheim siegte 1:5. Die zweite Halbzeit war dabei nicht mehr so gut wie die erste, aber ich unterhielt mich auch länger mit einem Aachener, der mal bei Golbach gespielt hatte. Sportfreunde Marmagen-Nettersheim III 1:5 SG Nöthen-Pesch-Harzheim/ Holzheim/ Weiler a.B. Dann war ich noch auf ein Aufstiegsspiel in Hehlrath, auf dem Sportplatz am Maxweiher der Sportfreunde Hehlrath gestoßen. Das ist ein Ortsteil von Eschweiler bei Aachen. Dort trieb ich erstmal durch Zufall den syrischen Imbiss Dilo Döner auf: die kurdischen Besitzer machen sehr gutes Essen und nicht nur Döner. Außerdem ist das der erste Imbiss mit Gästezimmern den ich erlebt habe...

Dann zum Sportplatz zwischen Golfplatz, Wasserschloss (0815-Maasrenaissance) und spießiger Kleinbürgersiedlung. Der Kunstrasen sieht nach nichts aus, das Sportlerheim auch nicht. Das zahlreiche Publikum war auch wie in Marmagen zum Teil ganz gesprächig und freundlich, aber ganz überwiegend wurde viel und blöd geglotzt oder rumgeprollt – die Aktion von dem Spast mit der 18 von Alsdorf, im Rücken des Schiris ne Tätlichkeit (ungeahndet), hätte da auch gut eskalieren können... Der Kick wurde durch die Abwehrreihen kaputtgemacht. Zum Glück führte ein Hoppelball, der über den Torwart der Alsdorfer sprang, zum 0:1 nach einer halben Stunde. Also Tempo und Einsatz stimmten ja, aber wenn die meist in Fouls endenden Laufduelle das Beste an einem Aufstiegsspiel sind... In der Schlussminute traf Rhenania Eschweiler II zum 0:2. Es gibt noch fünf weitere Spieltage binnen 3 Wochen in dieser Vierergruppe (die vier Zweitplatzierten der vier Staffel der Kreisliga D), ehe die zwei Aufsteiger in die Kreisliga C gefunden sind. Blau-Weiß Alsdorf 0:2 Rhenania Eschweiler II Statistik:
- Grounds: 1.948 (2; diese Saison: 270 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.062 (2; diese Saison: 322)
- Tourkilometer: 210 (210km Auto)
- Saisonkilometer: 54.850 (48.520 Auto, davon 2.540 Mietwagen/ 2.880 Fahrrad/ 1.100 Flugzeug/ 380 Schiff, Fähre / 360 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 62 [letzte Serie: 11, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 568 Wochen.

Montag, 20. Juni 2016

W516IV: Abstiegsfernduelle in der Eifel

SpVg Nöthen-Pesch-Harzheim ....................... 1
SG Rotbachtal/ Strempt .................................. 1
- Datum: Sonntag, 19. Juni 2016 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb:Kreisliga B, Euskirchen/ Staffel 2 (9. Liga, 5. Amateurebene)
- Ergebnis: 1-1 nach 92 Min. (43/49) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 42. Alexander Martens („Hand“elfmeter), 1-1 57. Tim Zimmer
- Verwarnungen: Jan Becker, Alexander Martens, Patrick Zentarra (alle Rotbachtal)
- Platzverweise: Athanasios Noutos von Nöthen-Pesch-Harzheim wg. angeblichen Handspiels auf der Torlinie in der 41. Min.
- Austragungsort: Sportplatz Pesch (Kap. 360, davon 60 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 80 (davon ca. 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Kein gutes, aber ein flottes und sehr spannendes Spiel)

SC 1925 Wißkirchen ........................................ 4
VfB Blessem 1924 II ......................................... 0
- Datum: Sonntag, 19. Juni 2016 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb:Kreisliga B, Euskirchen/ Staffel 1 (9. Liga, 5. Amateurebene)
- Ergebnis: 4-0 nach 90 Min. (46/44) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 27. Nico Lehner, 2-0 62. Alexander Rückert, 3-0 79. Nico Lehner, 4-0 90. Dennis Wittenberg
- Verwarnungen: Roman Engel, Stefan Hilger (Wißkirchen); 2x Marco Schuster (?), 2x Jean-Pierre Durocher, Dominic Zens, Florian Stammel (Blessem)
- Platzverweise: Thomas Ley von Wißkirchen (83. Rot wg. Beleidigung eines Gegenspielers), Marco Schuster oder anderer Spieler von Blessem (77. Gelb-Rot wg. Fouls und Bedrohung des Schiedsrichters), Jean-Pierre Durocher von Blessem (80. Gelb-Rot wg. Foul und Meckern)
- Austragungsort: Sportplatz Wißkirchen (Kap. 300 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Über weite Strecken schlechtes und langweiliges Spiel, dass durch ein paar Tore und Platzverweise v.a. in Hälfte zwei erträglich gestaltet wurde) SpVg Nöthen-Pesch-Harzheim 1:1 SG Rotbachtal Strempt (Kreisliga B, Euskirchen) Photos with English Commentary:
a) Amateur Football I: SpVgg Nöthen-Pesch-Harzheim v SG Rotbachtal Strempt
b) Amateur Football II: SC 1925 Wißkirchen v VfB Blessem Reserves
c) Sightseeing Rureifel: Aremberg Castle Ruin and Palace, Wensburg Castle Ruin

Die Eifeltour am heutigen Sonntag war eigentlich als Radtour gedacht, aber mir war aufgefallen, dass ich in einer Ecke der Eifel noch mehrere Burgen nicht besucht hatte – und das wäre per Rad zu zeitintensiv gewesen. Selbst mit dem Auto reichte es nur für zwei Burgen und zwar auf der rheinland-pfälzischen Seite direkt an der Landesgrenze zu NRW. Zuerst die überhaupt nicht ausgeschilderte und abseitig gelegene Wensburg bei Obliers: man kann den Waldweg natürlich auch mit dem Auto (Allrad v.a. bei nassem Wetter notwendig) fahren und kurz vorm Burgtor im Knick parken, aber es ist leider verboten. Idiotischerweise steht die gute Infotafel zur Burg hinter der Brücke mit dem Durchfahrtverbotenschild und ohne jeden Hinweis auf die Burg selber. Auch der Wanderweg ist unzulänglich beschildert, sodass ich nur per Orientierungssinn – aber treffsicher – zur sehr zugewachsenen und recht ausgedehnten Ruine fand. Die Ringmauern sind teilweise abgetragen, haben aber noch zwei eindrucksvolle Tore und der Kernbereich ist ganz gut erhalten: der Turm wurde auch mal modernisiert, ist dann aber innen zusammengefallen.

Gut ausgeschildert, einfacher mit dem Auto zu erreichen (aber eigentlich auch verboten und wenn auch Allrad nicht notwendig ist; aber das spitze Pflaster ist schlecht für die Reifen) und ähnlich ist die Burg in Aremberg. Dort stehen zugewucherte Mauerreste einer zerstörten Festung und mitten rein wurde ein neuer Wohnturm gesetzt. Schon auf dem Weg zur eigentlichen Burg liegen zwei kleine Gebäuderuinen. Wensburg castle ruin Zum Fußball: das erste Spiel war wegen des Fernduells gegen den Abstieg aber auch dem Platz interessant. Im Nettersheimer Ortsteil Pesch liegt der Platz, der aufgrund eines Haltestellenwartehäuschens, das als Tribüne genutzt wird, glatt als Stadion durchgehen kann, landschaftlich sehr schön außerhalb des Ortes auf einem Berg, wo steile, teils nur geschotterte oder gepflasterte Wege hochführen. Einige Gästefans und Eltern der Gastmannschaften für das Jugendturnier am Nachmittag waren mit der Anfahrt überfordert, parkten falsch oder kamen in der zugegebener maßen für Kleinwagen zumindest grenzwertig befahrbaren Wiese, die als Parkplatz diente, nicht zurecht. Während des Kreisliga-B-Spiels wurde auch jemand ausgerufen, weil einer in seinen korrekt geparkten Wagen gefahren war – offensichtlich Spielereltern, die zu blöd zum Rangieren waren. Auch Rentner aus Strempt tobten neben mir rum, dass sie sich beim Einparken auf der Wiese helfen lassen mussten. Ich frage mich da aber: warum müssen solche Verkalkten noch Auto fahren?! Ihr wollt zum Spiel? Schön! Wenn es keinen Bahnanschluss gibt, dann lasst euch von Leuten fahren, die Autofahren können: aber wenn ich sehe, wie bei Schnee (also vergleichbaren Bodenverhältnissen) im Rheinland oder insgesamt in NRW gefahren wird und unbefestigte Wege sind ja alle gesperrt, da hat auch kaum jemand Fahrpraxis auf schwierigen Wegstrecken, weil die Rheinländer auch wenig verreisen… aber wer halbwegs Autofahren kann, der meistert die Wiese auch mit einem Ford KA oder Smart…

Jedenfalls trat die Spielgemeinschaft Nöthen-Pesch-Harzheim als bereits abgestiegener 15. gegen den 13. aus Strempt an. Rotbachtal Strempt musste noch den 14. Firmenich/ Satzvey/ Feytal, die gleichzeitig in Satzvey auf die bereits geretteten Sportfreunde Marmagen-Nettersheim II treffen, abschütteln. Auch Sötenich II war noch nicht gerettet – die spielten gegen Ülpenich. Der unebene Rasen ließ den Ball holpern, wie üblich wurde rustikal reingegangen und das unterhaltsame aber nicht sonderlich gute Spiel von Blasmusik begleitet, da zum Vereinsfest eine entsprechende Band zugegen war. Der Schiedsrichter pfiff an sich gut, traf aber eine höchst zweifelhafte Entscheidung kurz vor der Pause, als er eine Abwehraktion eines Peschers auf der Torlinie als absichtliches Handspiel wertete: der Ball rutschte dem Torwart durch die Hände, ein Pescher blockte ihn vor der Linie mit der Brust, evtl. auch mit Brust und Schulter, aber ganz sicher nicht mit dem Oberarm ab. Da muss man als erfahrener Schiri die Souveränität haben, weiterlaufen zu lassen. So kam Strempt zu einem billigen Elfmetertor. Kurioserweise waren die Rotbachtaler dann die schlechtere Mannschaft gegen 10 Pescher. Die erzielten auch kurz nach der Pause den Ausgleich und Strempt war in über 30 Minuten nicht fähig, den rettenden Siegtreffer zu machen. Da zeitgleich Sötenich 2:2 spielte und Firmenich/ Satzvey/ Veytal 3:2 gewann, stieg Rotbachtal Strempt ab. Dieses und das andere Spiel, das ich von denen gesehen habe, lassen auch die Aussage zu, dass der Abstieg in die Kreisliga C nicht unverdient war. SpVg Nöthen-Pesch-Harzheim 1:1 SG Rotbachtal Strempt (Kreisliga B, Euskirchen) Die 15-Uhr-Spiele der Kreisliga B (alle anderen Ligen waren schon letzte oder vorletzte Woche beendet worden) waren allesamt auf uninteressanten Plätzen bzw. auf interessanten aber schon besuchten Plätzen, sodass ich die vom Abstiegsfernduell her brisanteste Paarung aufsuchte. In Wißkirchen bei Euskirchen wird auf einem absolut hässlichen Platz, der aber zu dem hässlichen, gesichtslosen Dorf passt, gekickt. Man kann nur ebenirdisch auf einer Seite stehen, rundherum verschandeln Zäune und Fangnetze den Blick auf die ohnehin uninteressante Landschaft. Das einzig Gute am Platz: der Rasen.

Auch hier fanden sich so einige Zuschauer ein, die Parkplatzsituation war freilich einfacher, allerdings war auch hier die Atmosphäre recht entspannt. Ein paar Leute rauchten Shisha auf den Stufen des Sportlerheims, andere erzählten sich Anekdoten, was diese Saison am geilsten war. Typischerweise nannten die jungen Leute irgendeine Schlägerei bei einem Spiel in Lechenich oder Mechernich, wo irgendein russischer Spieler mit einem Ast attackiert wurde… Ohnehin hatte ich den Eindruck, hier trotz rustikaler Szenen und mehrerer Platzverweise sehr vernünftige Spiele gesehen zu haben: wenn ich bedenke, dass ein Strempter beim ersten Siel neben mir noch ein Video von zwanzigminütigen Tumulten bei einem Spiel zwischen Billig und Sötenich herumzeigte, die ausbrachen, da ein Sötenicher Spieler – soll bekanntermaßen Hooligan, Neonazi oder beides sein – einen Billiger mitten im Spiel umboxte…

Allerdings war die Partie hier über weite Strecken sogar langweilig. Wißkirchen musste gewinnen und auf die Niederlage oder Unentschieden der punktgleichen Flamersheimer beim nicht mehr aufstiegsfähigen Zweiten in Sötenich hoffen, wobei Erftstadt-Lechenich III mit nur zwei Punkten mehr auch noch nicht gerettet ist: gewinnen Wißkirchen und Flamersheim, während die III. verliert, sind letztere in der Kreisliga C. Blessem II steht sicher im guten Mittelfeld. Es sollte so sein, dass Flamersheim 3:0 verlor und Lechenich III 4:4 kickte (Was? Viele Tore? Billig gegen Weilerswist ging zeitgleich 6:7 aus! Das sind viele Tore!). Und Wißkirchen bestimmte die Partie. Das 1:0 war abseitsverdächtig aber vom Spielverlauf her verdient. Das 2:0 blitzsauber gekontert und das 3:0 angeblich laut Blessemern vorher im Aus, der unsichere Schiri – der aber auch v.a. von den Gästen unfair zugemault wurde – gab aber Anstoß, wobei er den Treffer dann im Spielbericht nicht erwähnte oder zählte. Genau darum schreibe ich immer mit bei solchen Spielen… Als in der 90. noch ein schöner Sololauf zum 4:0 versenkt wurde, waren es nur noch 10 gegen 9 Akteure auf dem Feld. Innerhalb von sechs Minuten flogen drei Leute vom Platz: ein Blessemer mit Gelb-Rot nachdem er auf den Schiedsrichter nach einem nicht geahndeten Foul an ihm losstürmte und ihn bedrohte, ein weiterer Blessemer nach wiederholtem Meckern und dann auch ein Wißkirchener, der einem Blessemer Wichser sagte, dass er ein Wichser ist, weil er ihn angerotzt hatte… Also auch eine Szene wo man vom Schiri erwarten kann, mehr Fingerspitzengefühl zu zeigen und es hier halt mal bei Gelb für das pöbelnde Opfer dieser asozialen Attacke zu belassen… SC Wißkirchen 4:0 VfB Blessem II (Kreisliga B, Euskirchen) Statistik:
- Grounds: 1.655 (2 neue; diese Saison: 240 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.711 (2; diese Saison: 275)
- Tageskilometer: 150 (150km Auto)
- Saisonkilometer: 60.090 (39.590 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 8.230 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.750 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 54 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 516 Wochen.

Samstag, 14. Mai 2016

W511II: Nöthen-Pesch-Harzheim in Nöten nach Pech am Freitag dem 13.

Sportgemeinschaft 1992 Hellenthal/ Hollerath/
Reifferscheid ..................................................... 4
SpVg Nöthen-Pesch-Harzheim ........................ 1
- Datum: Freitag, 13. Mai 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb:Kreisliga B, Euskirchen/ Staffel 2 (9. Liga, 5. Amateurebene)
- Ergebnis: 4-1 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 35. Andre Gerhards, 1-1 42. Michael Bädorf, 2-1 52. Christopher Rühr, 3-1 60. Christopher Rühr, 4-1 82. Luca Mirbach
- Verwarnungen: Philipp Hufschmidt (Sportgemeinschaft); Benedikt Schmitz (SpVg)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz Reifferscheid (Kap. 1.210, davon 10 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Recht flottes Spiel) Sportgemeinschaft Hellenthal/ Hollerath/ Reifferscheid 4:1 SpVg Nöthen-Pesch-Harzheim Photos with English Commentary:
a) Football: Sportgemeinchaft Hellenthal/ Hollerath/ Reifferscheid 4:1 SpVg Nöthen-Pesch-Harzheim
b) Rureifel: Reifferscheid Old Town (click left arrow to see all pictures from Reifferscheid)

Zum Freitag den 13. Mai hatte ich eine schöne Tour geplant, die nicht ganz so ablief wie geplant aber mit Improvisation gerettet wurde. Die Anfahrt lief erst gut: mit dem Rad nach Endenich-Nord und mit der pünktlichen S-Bahn nach Euskirchen. Da dann die erste Panne: der Zug nach Schmidtheim hatte 20 Minuten Verspätung (Strecke Köln-Trier) und die erste Improvisation: schon in Kall aus dem überfüllten Asihänger aussteigen und von dort mit dem Rad nach Winten. Da dann die nächste Improvisation: Das Spiel zwischen Ländchen Sieberath und Rotbachtal Strempt fand nicht in Winten statt, jedenfalls nicht 18.30 (ich war 18.35 am Platz und bin nach Ansetzungssuche auf dem Smartphone 18.40 weitergefahren) und Flutlicht gibt es dort keins. Wenn ihr Ländchen-Lappen auf einem anderen Platz gekickt habt, dann scheißt euch hoffentlich der Staffelleiter an, dass falsch bei fussball.de reingestellt zu haben. Wenn das gemeldete 5:3 bei einer Runde Darts im Sportlerheim enstanden ist, haut hoffentlich das Sportgericht mal auf den Tisch bei beiden Teams…

Aber eigentlich hätte ich aufgrund des noch sehenswerteren Platzes sowieso gleich Reifferscheid ansteuern sollte: unterhalb der sehenswerten Altstadt mit Burg, Wehrmauern und Kirche befindet sich ein schäbiger, aber mit Graswall bestückter Hartplatz. Eine Sitzbank wurde überdacht, was man – da die Spielerbänke eindeutig gegenüber dieser Konstruktion stehen – als Tribüne durchgehen lassen kann. Der Tabellenzweite, SG Hellenthal/ Hollerath/ Reifferscheid, der aber kaum noch Feytal/Weyer einholen kann, setzte den fast schon abgestiegenen Gast Nöthen-Pesch-Harzheim von Beginn an unter Druck. Es dauerte aber lange, ehe endlich das erste Tor fiel, was auch am guten Gästeschlussmann lag. Kurz vor der Pause ein Kopfball zum unverdienten 1:1 Gleichstand. Nach der Pause zog der Gastgeber etwas davon und gewann verdient mit 4:1. Der Unparteiische mag zwar nicht alles korrekt gesehen haben, aber er hatte die faire Partie – gepöbelt wurde nur etwas aus dem Heimfanblock… – gut im Griff.

Danach improvisierte ich noch mal: die Strecke nach Kall kostete erwartungsgemäß so viel Zeit, dass der Zug schon 15 Minuten weg war. Wegen einer anderen, unregelmäßigen Anschlusszeit wäre der nächste Zug aber erst in 55 Minuten gekommen. Also weiter nach Mechernich, wo mir dann auffiel, dass ich immer noch so viel Zeit hatte, sodass ich gleich nach Euskirchen weiter gefahren bin, wo ich sogar gerade noch die frühere S-Bahn nach Bonn bekam… Reifferscheid Statistik:
- Grounds: 1.624 (1 neuer; diese Saison: 209 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.675 (1; diese Saison: 239)
- Tageskilometer: 150 (80km Bahn, 70km Rad)
- Saisonkilometer: 54.570 (36.120 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 6.620 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.310 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 30 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 511 Wochen.