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Sonntag, 30. Oktober 2011
W274IV: Zwei schwache Sonntagsspiele in Leipzig
Knautkleeberger SC 1864 Leipzig A 8:1
TSV 1886 Markkleeberg A
Datum: Sonntag, 30. Oktober 2011 – Anstoß: 10.00
Wettbewerb: A-Junioren Stadtliga Leipzig, Staffel 1 (5. Spielklasse der 16-18jährigen)
Ergebnis: 8:1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: k. A.
Tore: ?, 7:1 77., 8-1 83.
Verwarnungen: keine?, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Knautkleeberg (Kap. 1.100, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Zwar nur ne knappe halbe Stunde gesehen, aber machte einen guten Eindruck)
Knautkleeberger SC 1864 Leipzig III 5:0
SV West 03 Leipzig II
Datum: Sonntag, 30. Oktober 2011 – Anstoß: 12.00
Wettbewerb: 3. Stadtklasse Leipzig, Staffel 1 (12. und unterste Spielklasse, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 5:0 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 1:0
Tore: 1-0 12. (9), 2-0 58. (5), 3-0 77. (9), 4-0 85. (20 [Torwart], Handelfmeter), 5-0 87. (13)
Verwarnungen: 5, 11 (beide West 03)
Platzverweise: Nr. 15 (West 03) wegen absichtlichen Handspiels auf der Torlinie in der 84. Minute
Spielort: Sportplatz Knautkleeberg (Kap. 1.100, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 20 (keine Gästefans?)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (Bis auf wenige Szenen des KSC – v.a. den Toren – erwartungsgemäß schwach)
Leipziger SC 01 II 0:0 SV Victoria 90 Leipzig
Datum: Sonntag, 30. Oktober 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: 2. Stadtklasse Leipzig, Staffel 1 (11. Spielklasse, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 0:0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:0
Tore: keine, zum ersten Mal nach 107 Spielen in Folge mit wenigstens einem Treffer...
Verwarnungen: Nr. 8 (Victoria)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Pistorisstraße/ LSC 01 (Kap. 5.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 4 Gästefans)
Unterhaltungswert: 1,0/10 (Victoria sehr aktiv aber total unfähig; LSC II sollte im Interesse aller die Mannschaft zurückziehen, so beschissen wie die kicken)
Photos and English version:
Wir kamen schon sehr früh im Leipziger Stadtteil Knautkleeberg an, wo die Anlage mit ihrer Reihe alter Bänke, von Bäumen schattiert, sehr einladend ist. Besonders spektakulär ist der Platz zwar nicht, aber Bäume und Bänke – auch um den Kleinfeldnebenplatz herum – sind schon mal nicht schlecht. Es lief noch ein unterhaltsames Jugendspiel zwischen den A-Jugendlichen von Knautkleeberg und Markkleeberg. Letztere sind Tabellenletzter und waren klar unterlegen, doch trafen endlich das Tor kurz nachdem wir aufgekreuzt waren. Der schönere Treffer war jedoch jener zum 8:1 Endstand einige Minuten vor Abpfiff. Zwischen beiden Treffern gab es eine kuriose Szene, da irgendein Depp seinen hässlichen Köter nicht angeleint hatte und dieser aufs Feld rannte und den Ball haben wollte. Der Besitzer stürmte schließlich auch den Platz und nahm sein dämliches Dreckvieh an die Leine.
Nach diesem guten Jugendspiel hieß es Letzter gegen Vorletzter in der untersten Spielklasse. KSC III. Mannschaft mit einem Sieg und West 03 II. Mannschaft mit 4:64 Toren und 0 Punkten aus 8 Spielen. Klingt doch noch echt gutem Fußball, oder? Immerhin fing es gut an: KSC ging schnell durch eine gelungene Einzelaktion in Führung. Dann bauten sie allerdings ab und ließen die ganz schwache West-Mannschaft kommen. Erst nach der Pause riss sich der KSC wieder zusammen. Ein herrlicher Weitschuss aus über 25 Metern ins lange Eck zum 2:0. Drei weitere Treffer, darunter ein Elfmeter, der nach einem Handspiel auf der Linie (der Ball wäre auch direkt ins Netz gegangen!) fällig wurde, kamen noch hinzu für die klar überlegenen aber nicht gerade herausragenden Knautkleeberger.
Die weitläufige Anlage des LSC lohnt einen Besuch, aber die II. Mannschaft vom SC 01 würde ich nicht empfehlen. Von den vier Plätzen ist der Hauptplatz schon der Beste: hufeisenförmig sind fünf Meter hohe Graswälle drum herum gelegt. Hinter der einen Längsseite fließt ein kleiner Fluss durchs dichte Gehölz. Die Bäume machten gerade jetzt im Herbst farblich etwas daher. Die müllabfuhrfarbenen Trikots des Vorletzten der 2. Stadtklasse, also der Reserve des Leipziger SC 01, die gegen den 10. von 14, Victoria 90, spielte, waren eher hässlich. Aber die abartigen Trikots passten zu ihrem Niveau. Mit viel, viel Dusel sicherten sie sich einen Punkt mit einem 0:0. In den ganzen 90 Minuten spielte nur Victoria. Die zwei Torchancen für den Gastgeber waren nicht der Rede wert. Victoria griff so regelmäßig, aber eben leider nur so ungenau und schwach, das Tor an, dass ein 0:6 oder 0:7 gerechtfertigt gewesen wäre. 90% Spielanteile, 20 zu 2 Torchancen – da nicht zu gewinnen ist echt das Vorletzte. Das Letzte ist so eine Mannschaft wie LSC 01 II: nur hinten drin stehen, gar nichts am Ball können und noch viel Glück haben. Am besten sollten sie, in Rücksichtnahe auf Anhänger von gegnerischen Mannschaften und neutrale Zuschauer gleich zurückziehen, damit so abartig schlechte Spiele allen erspart bleiben... Langsam habe ich aber auch den Eindruck, dass das Niveau in Leipzig-Stadt immer weiter absinkt. Im Umland ist es weiterhin gut. Nach dieser Saison werde ich ganz sicher nur noch Spiele im Umland Leipzigs gucken, so ein Schrott wie da in der Stadt gekickt wird!
Dass dieses Spiel das erste seit April diesen Jahres war, das 0:0 ausging ist zwar sehr ärgerlich, aber da ich 107 Spiele in Folge gesehen habe, in denen mindestens ein Treffer fiel (und mein Vater immerhin noch 105), ist es im Endeffekt nicht so schlimm, dass dieses Spiel so beschissen verlief.
Statistik:
Grounds: 658 (heute 2 neue; diese Saison: 64 neue)
Sportveranstaltungen: 1.394 (heute 3, diese Saison: 80)
Tageskilometer: 70 (70 Rad)
Saisonkilometer: 12.570 (10.820 Auto/ 1.740 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 [zuletzt 107 in Folge ohne 0:0!]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 274
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Victoria
Samstag, 27. September 2008
WE113II: Fußball im äußersten Osten von Leipzig; von mieser Chancenverwertung, Pöblern und gesperrten Plätzen
Hauptspiel:
ESV Fortuna Leipzig 2:0 SV Naunhof 1920 II
Samstag, 27.September 2008 - Anstoßzeit 15.00
Bezirksklasse Leipzig (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:0 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 0:0
Tore: 1:0 50. (?), 2:0 68. (?)
Verwarnungen: 1x gelb Naunhof (90.)
Platzverweise: Keine
Stadion: Nebenplatz Fortuna-Sportpark (Kap. 1.000)
Zuschauer: 40 (2 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (etwas unterm Durchschnitt)
Vorspiel:
Fortuna Leipzig AH 2:2 Leipziger SC 01 AH
Samstag, 27.September 2008 - Anstoßzeit 13.00
1. Kreisklasse Leipzig (Alte Herren - 2. Liga)
Ergebnis: 2:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 13. (? - Elfmeter), 0:2 70. (?), 1:2 74. (?), 2:2 86. (?)
Verwarnungen: 1x gelb Fortuna, 2x gelb LSC
Platzverweise: Keine
Stadion: Nebenplatz Fortuna-Sportpark (Kap. 1.000)
Zuschauer: 35 (2 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (etwas überm Durchschnitt)
Ground Nr. 251 (neuer Ground; diese Saison: 21 neue)
Sportveranstaltung Nr. 668 (diese Saison: 35)
Tageskilometer: 90 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 7.350 (4.810 Auto, 1.520 öffentl. Verkm., 1.020 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 113

Um kurz nach 10 brachen wir - die unschöne Nachricht in den Ohren, dass sich im Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus ein vermutlich anti-schiitischer Anschlag ereignet hatte, was für dieses so sichere Land Syrien einen unangenehmen Umstand darstellt, da 17 Menschen sonst in Damaskus kaum in einem Jahr ermordet werden und nun 17 Todesopfer an einem Tag! - in Richtung Leipzig auf.
Die Strecke durch Raßnitz sollte sich wieder einmal als störend erweisen und die statistische Erhebung untermauern: je kälter und herbstlicher es wird, desto mehr Vollidioten sind motorisiert unterwegs. Von den weniger störenden Ökospinnern, die in ihren durchgerosteten, uralten Kleinwagen, die nicht einmal eine Umweltplakette haben, kaum schneller fuhren als wir, bis zu den sehr störenden Dränglern und Rasern, die einem zu einem Krampf im Mittelfinger nötigen...
In Schkeuditz schaffte es noch einer der ersten Spezies so dumm am Fahrbahnrand zu halten, dass es zu einem kurzen Stocken des Verkehrs kam.
Kurz hinter Schkeuditz waren wir dann auch schon in Leipzig, was wir dann ,,nur’’ noch komplett durchqueren mussten.
Am bekannten Einkaufszentrum ,,Paunsdorf Center’’, fällt eine schöne Sportanlage auf. Es ist der Fortuna-Sportpark, der drei Großfelder und ein Kleinfeld sowie eine Kegelbahn und eine bessere Kneipe vorweisen kann.
Erbärmlich ist jedoch der Umstand, dass nur eines der drei Großfelder genutzt wird. Und dann einer der beiden ausbautenlosen Äcker. Der Platz des Stadions mit der überdachten Holztribüne und der riesigen Graswälle ist gesperrt. Anscheinend ist man bei Fortuna unfähig, den Rasen dort zu mähen. Warum auch immer man die schlechteren Nebenplätze erhält, anstatt den ebeneren Hauptplatz.
Alles weitere was wir vom Vereinsumfeld sahen, war auch erbärmlich. Pöbelnde, saufende und rauchende Erwachsene mit kleinen Kindern belappten andauernd den Schiedsrichter beim Altherrenspiel: ,,Du bist doch gekauft du Sau!’’ oder ,,Rote Karte! Gleich runter mit den Arsch!’’
Das Altherrenspiel selbst - welches erstaunlicherweise über 90 Minuten ging - war wirklich gut. Sogar besser als das Männerspiel danach. Nach 13 Minuten holzte der Torwart der Gastgeber einen Gästestürmer um - für die Säufer natürlich nur ,,Ball gespielt’’ (würden sie es wenigstens spaßig meinen, wäre es ja völlig OK) - und einer der aktiveren LSC Spieler verlud den Torwart zum 0:1.
Danach übertrafen sich verschiedene Fortuna Spieler im Chancenauslassen. Völlig feldüberlegen vergaben sie die besten Möglichkeiten und kassierten kurz nach Wiederbeginn in einer Druckphase des Leipziger SC das 0:2 mit einem schönen Hammer in den Winkel. Der Torschütze wurde übrigens wenige Minuten zuvor von einem Fortuna Spieler gefoult und angepöbelt - noch davor wurde er vom Fortuna-Torwart schon einmal bedroht -, woraufhin er den Gegenspieler schubste und lächerlicherweise eine gelbe Karte kassierte. Wenn das gelb war, hätte man den Fortuna Torwart schön längst vom Platz stellen müssen.
Ansonsten machte der Schiedsrichter allerdings keine auffälligen Fehler, doch die LSC Abwehr machte welche. Dadurch konnte Fortuna nach 74 Minuten auf 1:2 rankommen. Der hoch verdiente Ausgleich fiel nach 86 Minuten.
Im Hauptspiel, dem Bezirksklassespiel zwischen Fortuna Leipzig und SV Naunhof 1920 II - im winzigen Programmheft, dass es zur Eintrittskarte (2€) dazu gab, wurde der Verein fälschlicherweise Naunhof 1950 genannt - passierte vor allem in den ersten 30 Minuten erschreckend wenig. Das war so ziemlich das schlechteste Spiel, was ich mir im Leipziger Amateurbereich ansehen musste.
Kurz vor der Pause wurde Fortuna aber deutlich besser. Allerdings wollte noch kein Tor fallen.
Das erste Tor fiel nach 50 Minuten mit einem schönen Freistoß. 18 Minuten später gab es eine sehr ähnliche Aktion, die zum 2:0 führte.
Danach pendelte sich die Partie auf unterem Mittelmaß ein und fand mit ESV Fortuna einen verdienten Sieger.
Wir machten uns dann auf den Rückweg, der erst in Schkeuditz wieder interessant wurde. Da überfuhren wir beinahe ein paar Jugendliche, die uns zwar sahen, aber erst dann auswichen, als wir auf sie zugerast kamen.
In Merseburg bekamen wir dann auch noch einmal die ,,Elite vom Saalehang’’ zu Gesicht. Quer über die Ampelkreuzung der Bundesstraße pöbelte man sich mit ,,Hundesohn’’ an und beleidigte den Gegenüber damit, dass seine Mutter fett sei.
Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927a%20Fortuna-Sportpark%20Leipzig/
und
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927b%20Fortuna%20Leipzig%20AH%202-2%20Leipziger%20SC%2001%20AH/
sowie
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927c%20Fortuna%20Leipzig%20I%202-0%20SV%20Naunhof%201920%20II/
ESV Fortuna Leipzig 2:0 SV Naunhof 1920 II
Samstag, 27.September 2008 - Anstoßzeit 15.00
Bezirksklasse Leipzig (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:0 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 0:0
Tore: 1:0 50. (?), 2:0 68. (?)
Verwarnungen: 1x gelb Naunhof (90.)
Platzverweise: Keine
Stadion: Nebenplatz Fortuna-Sportpark (Kap. 1.000)
Zuschauer: 40 (2 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (etwas unterm Durchschnitt)
Vorspiel:
Fortuna Leipzig AH 2:2 Leipziger SC 01 AH
Samstag, 27.September 2008 - Anstoßzeit 13.00
1. Kreisklasse Leipzig (Alte Herren - 2. Liga)
Ergebnis: 2:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 13. (? - Elfmeter), 0:2 70. (?), 1:2 74. (?), 2:2 86. (?)
Verwarnungen: 1x gelb Fortuna, 2x gelb LSC
Platzverweise: Keine
Stadion: Nebenplatz Fortuna-Sportpark (Kap. 1.000)
Zuschauer: 35 (2 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (etwas überm Durchschnitt)
Ground Nr. 251 (neuer Ground; diese Saison: 21 neue)
Sportveranstaltung Nr. 668 (diese Saison: 35)
Tageskilometer: 90 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 7.350 (4.810 Auto, 1.520 öffentl. Verkm., 1.020 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 113
Um kurz nach 10 brachen wir - die unschöne Nachricht in den Ohren, dass sich im Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus ein vermutlich anti-schiitischer Anschlag ereignet hatte, was für dieses so sichere Land Syrien einen unangenehmen Umstand darstellt, da 17 Menschen sonst in Damaskus kaum in einem Jahr ermordet werden und nun 17 Todesopfer an einem Tag! - in Richtung Leipzig auf.
Die Strecke durch Raßnitz sollte sich wieder einmal als störend erweisen und die statistische Erhebung untermauern: je kälter und herbstlicher es wird, desto mehr Vollidioten sind motorisiert unterwegs. Von den weniger störenden Ökospinnern, die in ihren durchgerosteten, uralten Kleinwagen, die nicht einmal eine Umweltplakette haben, kaum schneller fuhren als wir, bis zu den sehr störenden Dränglern und Rasern, die einem zu einem Krampf im Mittelfinger nötigen...
In Schkeuditz schaffte es noch einer der ersten Spezies so dumm am Fahrbahnrand zu halten, dass es zu einem kurzen Stocken des Verkehrs kam.
Kurz hinter Schkeuditz waren wir dann auch schon in Leipzig, was wir dann ,,nur’’ noch komplett durchqueren mussten.
Am bekannten Einkaufszentrum ,,Paunsdorf Center’’, fällt eine schöne Sportanlage auf. Es ist der Fortuna-Sportpark, der drei Großfelder und ein Kleinfeld sowie eine Kegelbahn und eine bessere Kneipe vorweisen kann.
Erbärmlich ist jedoch der Umstand, dass nur eines der drei Großfelder genutzt wird. Und dann einer der beiden ausbautenlosen Äcker. Der Platz des Stadions mit der überdachten Holztribüne und der riesigen Graswälle ist gesperrt. Anscheinend ist man bei Fortuna unfähig, den Rasen dort zu mähen. Warum auch immer man die schlechteren Nebenplätze erhält, anstatt den ebeneren Hauptplatz.
Alles weitere was wir vom Vereinsumfeld sahen, war auch erbärmlich. Pöbelnde, saufende und rauchende Erwachsene mit kleinen Kindern belappten andauernd den Schiedsrichter beim Altherrenspiel: ,,Du bist doch gekauft du Sau!’’ oder ,,Rote Karte! Gleich runter mit den Arsch!’’
Das Altherrenspiel selbst - welches erstaunlicherweise über 90 Minuten ging - war wirklich gut. Sogar besser als das Männerspiel danach. Nach 13 Minuten holzte der Torwart der Gastgeber einen Gästestürmer um - für die Säufer natürlich nur ,,Ball gespielt’’ (würden sie es wenigstens spaßig meinen, wäre es ja völlig OK) - und einer der aktiveren LSC Spieler verlud den Torwart zum 0:1.
Danach übertrafen sich verschiedene Fortuna Spieler im Chancenauslassen. Völlig feldüberlegen vergaben sie die besten Möglichkeiten und kassierten kurz nach Wiederbeginn in einer Druckphase des Leipziger SC das 0:2 mit einem schönen Hammer in den Winkel. Der Torschütze wurde übrigens wenige Minuten zuvor von einem Fortuna Spieler gefoult und angepöbelt - noch davor wurde er vom Fortuna-Torwart schon einmal bedroht -, woraufhin er den Gegenspieler schubste und lächerlicherweise eine gelbe Karte kassierte. Wenn das gelb war, hätte man den Fortuna Torwart schön längst vom Platz stellen müssen.
Ansonsten machte der Schiedsrichter allerdings keine auffälligen Fehler, doch die LSC Abwehr machte welche. Dadurch konnte Fortuna nach 74 Minuten auf 1:2 rankommen. Der hoch verdiente Ausgleich fiel nach 86 Minuten.
Im Hauptspiel, dem Bezirksklassespiel zwischen Fortuna Leipzig und SV Naunhof 1920 II - im winzigen Programmheft, dass es zur Eintrittskarte (2€) dazu gab, wurde der Verein fälschlicherweise Naunhof 1950 genannt - passierte vor allem in den ersten 30 Minuten erschreckend wenig. Das war so ziemlich das schlechteste Spiel, was ich mir im Leipziger Amateurbereich ansehen musste.
Kurz vor der Pause wurde Fortuna aber deutlich besser. Allerdings wollte noch kein Tor fallen.
Das erste Tor fiel nach 50 Minuten mit einem schönen Freistoß. 18 Minuten später gab es eine sehr ähnliche Aktion, die zum 2:0 führte.
Danach pendelte sich die Partie auf unterem Mittelmaß ein und fand mit ESV Fortuna einen verdienten Sieger.
Wir machten uns dann auf den Rückweg, der erst in Schkeuditz wieder interessant wurde. Da überfuhren wir beinahe ein paar Jugendliche, die uns zwar sahen, aber erst dann auswichen, als wir auf sie zugerast kamen.
In Merseburg bekamen wir dann auch noch einmal die ,,Elite vom Saalehang’’ zu Gesicht. Quer über die Ampelkreuzung der Bundesstraße pöbelte man sich mit ,,Hundesohn’’ an und beleidigte den Gegenüber damit, dass seine Mutter fett sei.
Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927a%20Fortuna-Sportpark%20Leipzig/
und
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927b%20Fortuna%20Leipzig%20AH%202-2%20Leipziger%20SC%2001%20AH/
sowie
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927c%20Fortuna%20Leipzig%20I%202-0%20SV%20Naunhof%201920%20II/
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