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Sonntag, 13. Januar 2013
W337II: 59 Tore, 14 Spieler, 12 Zuschauer...
Handballverein Glesien 1929 ---------------------------- 31
Ballspielclub Victoria Naunhof ------------------------- 28
Datum: Sonntag, 13. Januar 2013 – Anwurf: 15.30
Wettbewerb: Bezirksklasse Leipzig (8. Handballliga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 33-31 nach 60 Min. (2x30) – Halbzeit: 18-13
Tore: k.A. (Glesien); k.A. (Naunhof)
Gelbe Karten: 1x Glesien; 1x Naunhof
Zwei-Minuten-Strafen: Glesien = 2 Minuten; Naunhof = 8 Minuten
Spielort: Sport- und Festhalle Radefeld (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: 12 (7 Heimfans, 3 Neutrale, 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz ordentliches Niveau und spannender Spielverlauf)
Auch am Sonntag gab es ein Handballspiel zu sehen. Diesmal allerdings in der näheren Umgebung und mit dem Fahrrad besucht. Durch den massiven Gegenwind hätte ich allerdings fast den Beginn verpasst.
Glesien ist Ortsteil von Schkeuditz, direkt nördlich vom Flughafen Leipzig-Halle. Gespielt wurde im 5km entfernten Radefeld, einem anderen Schkeuditzer Ortsteil östlich des Flughafens, dessen Fußballplätze ich bereits kenne. War schon ein lustiges Spiel damals in Radefeld...
Heute also Handball – ein Mittelfeldduell der Bezirksklasse Leipzig. Der Gast aus Naunhof, einem Dorf südöstlich von Leipzig, lag eigentlich unablässig zurück, doch kämpfte sich immer wieder auf ein Tor Rückstand heran oder glich sogar kurzzeitig aus. Als Glesien einen Durchhänger in Hälfte zwei hatte, führte Naunhof sogar mal mit einem Treffer (21:22). In den letzten 15 Minuten waren die Glesiener allerdings mit ihrem Schlussspurt zum 31:28 erfolgreich.
Der Spielbesuch hat sich gelohnt, doch es war schade, dass das faire und ganz gute Spiel nur von 12 Zuschauern – außer uns drei nur zwei Gästefans und sieben Heimfans, die ab und an dazwischenriefen, wenn sie gerade nicht so sehr mit Bier saufen beschäftigt waren – gesehen wurde. Platz war ja immerhin für 200 in der schön gestalteten, 1998 erbauten Halle. Allerdings dürfte die Sicht nicht gut sein, wenn die Tribüne voll ist, da sie zu niedrig ansteigt. Wäre die Tribüne nicht so ein 0815-Pfriemelbau, wäre die Sporthalle in Radefeld schon allein durch die geometrischen Muster an den hohen, oben mit Balken zusammengehenden Wänden höher zu bewerten als mit „Durchschnitt“.
Statistik:
Grounds: 845 (heute 1 neuer; diese Saison: 77 neue)
Sportveranstaltungen: 1.689 (heute 1, diese Saison: 112)
Tageskilometer: 70 (70km Fahrrad)
Saisonkilometer: 26.640 (24.980 Auto/ 1.530 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 50 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 337
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Victoria Naunhof
Montag, 20. August 2012
W316IV: Taucha ringt Naunhof im Elfmeterschießen nieder
SV Naunhof 1920 6:7 (n.E.) SG Taucha 99
Datum: Sonntag, 19. August 2012 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: 1. Hauptrunde Sachsenpokal (beide Teams Bezirksliga Nord; 7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 6-7 nach 125 Min. (46/49/15/15) und Elfmeterschießen – Halbzeit: 1-1, Reguläre Spielzeit: 2-2, Verlängerung: 2-2, Elfmeterschießen: 4-5
Tore: 1-0 9. Roy Pfüller, 1-1 24. Robert Klauss, 2-1 50. Roy Pfüller, 2-2 85. Tom Baumgart
Elfmeterschießen: 2-3 Rene Suchy, 3-3 Robert Sommer, 3-4 Robert Klauss, 4-4 Daniel Völz, 4-5 Marcel Schöps, 5-5 Alexander Witt, 5-6 Tom Baumgart, 6-6 Sergio Osman, 6-7 Thomas Stolle, (6-7) Tim Grune hält den Schuss von Rene Böttcher
Verwarnungen: Christian Ritter, Daniel Völz (Naunhof); 2x Philipp Fleischer, Tom Baumgart, Marcel Schöps, Thomas Stolle, Robert Klauss, Tim Schumann (Taucha)
Platzverweise: Philipp Fleischer von SG Taucha; in 83. Min. wg. wiederholtem Foulspiel
Spielort: Sportplatz Clade (Kap. 1.500, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 200 (davon 168 zahlende und ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes, enges und gutes Pokalspiel)
Amateur Football: Naunhof v Taucha, Cup of Saxony
Es gibt tatsächlich Gegenden in Deutschland, in denen bei läppischen 35-39 Grad Spiele abgesagt oder verlegt wurden. Wenn man erst in den Abendstunden anfängt: OK – aber ganz auf einen späteren Termin verlegen ist natürlich die letzte Scheiße. Ab November ist es dann den Spinnern doch wieder zu nass und zu kalt… Zum Glück macht sich aber nicht ganz Fußball-Deutschland so zum Idioten wie der Fußballkreis Darmstadt. Die haben sich aber ohnehin eine Auszeichnung wie „Dümmster Kreisverband“ verdient – schon allein für so ein krankes Projekt, eine Mannschaft von Gefängnisinsassen am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen, die natürlich nur Heimspiele hat, die natürlich auch nur auf dem Sportplatz in der JVA stattfinden. Da es allerdings auch im Saalekreis vereinzelte Absagen gab, die aber möglicherweise auch mit der Urlaubszeit zusammenhängen, kontrollierte ich noch mal, ob es bei der Ansetzung „15 Uhr Naunhof gegen Taucha“ geblieben ist.
Die Ansetzung ist ja auch ein bisschen blöd, irgendwie: Erst im Pokal, dann in der Liga gegeneinander. Innerhalb von 8 Tagen treffen die Bezirksligamannschaften aus Naunhof und Taucha zwei Mal aufeinander! Das Pokalduell wurde im Stadion an der Clade, in einem schönen Waldstück etwas außerhalb des trostlosen Kaffs bei Leipzig gelegen, ausgetragen. Die von Bäumen umgebene Sportanlage hat auch eine zweireihige Steh- und Sitztribüne mit roten Schalensitzen zu bieten. Zwar nicht richtig spektakulär, aber ganz OK.
3€ Eintritt ist auch ganz OK, dafür hatte man zum einen einen Sitzplatz im Schatten und zum anderen bekam man viel Fußball geboten. Naunhof ging zwar schnell in Führung, doch kassierte auch bald darauf durch einen Stellungsfehler des Torwarts den Ausgleich. Danach machten es beide Mannschaften dem Schiedsrichtergespann mit ihrer dreckigen Art zu foulen etwas schwer. Richtig grobe Fouls waren keine dabei, aber enorm viele kleine. Nach der Pause ging Naunhof erneut schnell in Führung: Das angebliche Eigentor des danach zu Höchstform auflaufenden Tauchaers Baumgart kann man getrost dem starken Naunhofer Stürmer Pfüller anrechnen. Die Pille wäre eh rein gegangen, auch wenn Baumgart die Bahn änderte. Der Torwart war zudem schon geschlagen. Ebendieser angebliche Eigentorschütze war es übrigens, der kurz vor Abpfiff nach einem Freistoß zum 2:2 einnetzte. Da war Taucha übrigens schon in Unterzahl, da sie einen berechtigten Platzverweis kassierten. Eigentlich hätte Naunhof auch noch kurz vor Ende der regulären Spielzeit einen gelb-roten Karton kriegen müssen, aber der Schiedsrichter pfiff 100% der Tauchaer und nur 90% der Naunhofer Fouls und verteilte die Karten auch im Übermaß an den Gast. Einfluss aufs Spiel nahmen die ansonst guten Unparteiischen aber nicht. Das Spiel vergeigte Naunhof dann ohnehin im Elfmeterschießen: Nach neun hervorragenden Elfmetern kam dann hat mal ein schwacher und schon stand es 6:7 für Taucha!
Grounds: 782 (heute 1 neuer; diese Saison: 14 neue)
Sportveranstaltungen: 1.595 (heute 1, diese Saison: 18)
Tageskilometer: 110 (110 Fahrrad)
Saisonkilometer: 3.390 (2.880 Auto/ 510 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 131
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 316
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SG Taucha 99,
SV Naunhof 1920
Samstag, 27. September 2008
WE113II: Fußball im äußersten Osten von Leipzig; von mieser Chancenverwertung, Pöblern und gesperrten Plätzen
Hauptspiel:
ESV Fortuna Leipzig 2:0 SV Naunhof 1920 II
Samstag, 27.September 2008 - Anstoßzeit 15.00
Bezirksklasse Leipzig (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:0 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 0:0
Tore: 1:0 50. (?), 2:0 68. (?)
Verwarnungen: 1x gelb Naunhof (90.)
Platzverweise: Keine
Stadion: Nebenplatz Fortuna-Sportpark (Kap. 1.000)
Zuschauer: 40 (2 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (etwas unterm Durchschnitt)
Vorspiel:
Fortuna Leipzig AH 2:2 Leipziger SC 01 AH
Samstag, 27.September 2008 - Anstoßzeit 13.00
1. Kreisklasse Leipzig (Alte Herren - 2. Liga)
Ergebnis: 2:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 13. (? - Elfmeter), 0:2 70. (?), 1:2 74. (?), 2:2 86. (?)
Verwarnungen: 1x gelb Fortuna, 2x gelb LSC
Platzverweise: Keine
Stadion: Nebenplatz Fortuna-Sportpark (Kap. 1.000)
Zuschauer: 35 (2 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (etwas überm Durchschnitt)
Ground Nr. 251 (neuer Ground; diese Saison: 21 neue)
Sportveranstaltung Nr. 668 (diese Saison: 35)
Tageskilometer: 90 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 7.350 (4.810 Auto, 1.520 öffentl. Verkm., 1.020 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 113

Um kurz nach 10 brachen wir - die unschöne Nachricht in den Ohren, dass sich im Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus ein vermutlich anti-schiitischer Anschlag ereignet hatte, was für dieses so sichere Land Syrien einen unangenehmen Umstand darstellt, da 17 Menschen sonst in Damaskus kaum in einem Jahr ermordet werden und nun 17 Todesopfer an einem Tag! - in Richtung Leipzig auf.
Die Strecke durch Raßnitz sollte sich wieder einmal als störend erweisen und die statistische Erhebung untermauern: je kälter und herbstlicher es wird, desto mehr Vollidioten sind motorisiert unterwegs. Von den weniger störenden Ökospinnern, die in ihren durchgerosteten, uralten Kleinwagen, die nicht einmal eine Umweltplakette haben, kaum schneller fuhren als wir, bis zu den sehr störenden Dränglern und Rasern, die einem zu einem Krampf im Mittelfinger nötigen...
In Schkeuditz schaffte es noch einer der ersten Spezies so dumm am Fahrbahnrand zu halten, dass es zu einem kurzen Stocken des Verkehrs kam.
Kurz hinter Schkeuditz waren wir dann auch schon in Leipzig, was wir dann ,,nur’’ noch komplett durchqueren mussten.
Am bekannten Einkaufszentrum ,,Paunsdorf Center’’, fällt eine schöne Sportanlage auf. Es ist der Fortuna-Sportpark, der drei Großfelder und ein Kleinfeld sowie eine Kegelbahn und eine bessere Kneipe vorweisen kann.
Erbärmlich ist jedoch der Umstand, dass nur eines der drei Großfelder genutzt wird. Und dann einer der beiden ausbautenlosen Äcker. Der Platz des Stadions mit der überdachten Holztribüne und der riesigen Graswälle ist gesperrt. Anscheinend ist man bei Fortuna unfähig, den Rasen dort zu mähen. Warum auch immer man die schlechteren Nebenplätze erhält, anstatt den ebeneren Hauptplatz.
Alles weitere was wir vom Vereinsumfeld sahen, war auch erbärmlich. Pöbelnde, saufende und rauchende Erwachsene mit kleinen Kindern belappten andauernd den Schiedsrichter beim Altherrenspiel: ,,Du bist doch gekauft du Sau!’’ oder ,,Rote Karte! Gleich runter mit den Arsch!’’
Das Altherrenspiel selbst - welches erstaunlicherweise über 90 Minuten ging - war wirklich gut. Sogar besser als das Männerspiel danach. Nach 13 Minuten holzte der Torwart der Gastgeber einen Gästestürmer um - für die Säufer natürlich nur ,,Ball gespielt’’ (würden sie es wenigstens spaßig meinen, wäre es ja völlig OK) - und einer der aktiveren LSC Spieler verlud den Torwart zum 0:1.
Danach übertrafen sich verschiedene Fortuna Spieler im Chancenauslassen. Völlig feldüberlegen vergaben sie die besten Möglichkeiten und kassierten kurz nach Wiederbeginn in einer Druckphase des Leipziger SC das 0:2 mit einem schönen Hammer in den Winkel. Der Torschütze wurde übrigens wenige Minuten zuvor von einem Fortuna Spieler gefoult und angepöbelt - noch davor wurde er vom Fortuna-Torwart schon einmal bedroht -, woraufhin er den Gegenspieler schubste und lächerlicherweise eine gelbe Karte kassierte. Wenn das gelb war, hätte man den Fortuna Torwart schön längst vom Platz stellen müssen.
Ansonsten machte der Schiedsrichter allerdings keine auffälligen Fehler, doch die LSC Abwehr machte welche. Dadurch konnte Fortuna nach 74 Minuten auf 1:2 rankommen. Der hoch verdiente Ausgleich fiel nach 86 Minuten.
Im Hauptspiel, dem Bezirksklassespiel zwischen Fortuna Leipzig und SV Naunhof 1920 II - im winzigen Programmheft, dass es zur Eintrittskarte (2€) dazu gab, wurde der Verein fälschlicherweise Naunhof 1950 genannt - passierte vor allem in den ersten 30 Minuten erschreckend wenig. Das war so ziemlich das schlechteste Spiel, was ich mir im Leipziger Amateurbereich ansehen musste.
Kurz vor der Pause wurde Fortuna aber deutlich besser. Allerdings wollte noch kein Tor fallen.
Das erste Tor fiel nach 50 Minuten mit einem schönen Freistoß. 18 Minuten später gab es eine sehr ähnliche Aktion, die zum 2:0 führte.
Danach pendelte sich die Partie auf unterem Mittelmaß ein und fand mit ESV Fortuna einen verdienten Sieger.
Wir machten uns dann auf den Rückweg, der erst in Schkeuditz wieder interessant wurde. Da überfuhren wir beinahe ein paar Jugendliche, die uns zwar sahen, aber erst dann auswichen, als wir auf sie zugerast kamen.
In Merseburg bekamen wir dann auch noch einmal die ,,Elite vom Saalehang’’ zu Gesicht. Quer über die Ampelkreuzung der Bundesstraße pöbelte man sich mit ,,Hundesohn’’ an und beleidigte den Gegenüber damit, dass seine Mutter fett sei.
Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927a%20Fortuna-Sportpark%20Leipzig/
und
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927b%20Fortuna%20Leipzig%20AH%202-2%20Leipziger%20SC%2001%20AH/
sowie
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927c%20Fortuna%20Leipzig%20I%202-0%20SV%20Naunhof%201920%20II/
ESV Fortuna Leipzig 2:0 SV Naunhof 1920 II
Samstag, 27.September 2008 - Anstoßzeit 15.00
Bezirksklasse Leipzig (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:0 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 0:0
Tore: 1:0 50. (?), 2:0 68. (?)
Verwarnungen: 1x gelb Naunhof (90.)
Platzverweise: Keine
Stadion: Nebenplatz Fortuna-Sportpark (Kap. 1.000)
Zuschauer: 40 (2 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (etwas unterm Durchschnitt)
Vorspiel:
Fortuna Leipzig AH 2:2 Leipziger SC 01 AH
Samstag, 27.September 2008 - Anstoßzeit 13.00
1. Kreisklasse Leipzig (Alte Herren - 2. Liga)
Ergebnis: 2:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 13. (? - Elfmeter), 0:2 70. (?), 1:2 74. (?), 2:2 86. (?)
Verwarnungen: 1x gelb Fortuna, 2x gelb LSC
Platzverweise: Keine
Stadion: Nebenplatz Fortuna-Sportpark (Kap. 1.000)
Zuschauer: 35 (2 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (etwas überm Durchschnitt)
Ground Nr. 251 (neuer Ground; diese Saison: 21 neue)
Sportveranstaltung Nr. 668 (diese Saison: 35)
Tageskilometer: 90 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 7.350 (4.810 Auto, 1.520 öffentl. Verkm., 1.020 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 113
Um kurz nach 10 brachen wir - die unschöne Nachricht in den Ohren, dass sich im Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus ein vermutlich anti-schiitischer Anschlag ereignet hatte, was für dieses so sichere Land Syrien einen unangenehmen Umstand darstellt, da 17 Menschen sonst in Damaskus kaum in einem Jahr ermordet werden und nun 17 Todesopfer an einem Tag! - in Richtung Leipzig auf.
Die Strecke durch Raßnitz sollte sich wieder einmal als störend erweisen und die statistische Erhebung untermauern: je kälter und herbstlicher es wird, desto mehr Vollidioten sind motorisiert unterwegs. Von den weniger störenden Ökospinnern, die in ihren durchgerosteten, uralten Kleinwagen, die nicht einmal eine Umweltplakette haben, kaum schneller fuhren als wir, bis zu den sehr störenden Dränglern und Rasern, die einem zu einem Krampf im Mittelfinger nötigen...
In Schkeuditz schaffte es noch einer der ersten Spezies so dumm am Fahrbahnrand zu halten, dass es zu einem kurzen Stocken des Verkehrs kam.
Kurz hinter Schkeuditz waren wir dann auch schon in Leipzig, was wir dann ,,nur’’ noch komplett durchqueren mussten.
Am bekannten Einkaufszentrum ,,Paunsdorf Center’’, fällt eine schöne Sportanlage auf. Es ist der Fortuna-Sportpark, der drei Großfelder und ein Kleinfeld sowie eine Kegelbahn und eine bessere Kneipe vorweisen kann.
Erbärmlich ist jedoch der Umstand, dass nur eines der drei Großfelder genutzt wird. Und dann einer der beiden ausbautenlosen Äcker. Der Platz des Stadions mit der überdachten Holztribüne und der riesigen Graswälle ist gesperrt. Anscheinend ist man bei Fortuna unfähig, den Rasen dort zu mähen. Warum auch immer man die schlechteren Nebenplätze erhält, anstatt den ebeneren Hauptplatz.
Alles weitere was wir vom Vereinsumfeld sahen, war auch erbärmlich. Pöbelnde, saufende und rauchende Erwachsene mit kleinen Kindern belappten andauernd den Schiedsrichter beim Altherrenspiel: ,,Du bist doch gekauft du Sau!’’ oder ,,Rote Karte! Gleich runter mit den Arsch!’’
Das Altherrenspiel selbst - welches erstaunlicherweise über 90 Minuten ging - war wirklich gut. Sogar besser als das Männerspiel danach. Nach 13 Minuten holzte der Torwart der Gastgeber einen Gästestürmer um - für die Säufer natürlich nur ,,Ball gespielt’’ (würden sie es wenigstens spaßig meinen, wäre es ja völlig OK) - und einer der aktiveren LSC Spieler verlud den Torwart zum 0:1.
Danach übertrafen sich verschiedene Fortuna Spieler im Chancenauslassen. Völlig feldüberlegen vergaben sie die besten Möglichkeiten und kassierten kurz nach Wiederbeginn in einer Druckphase des Leipziger SC das 0:2 mit einem schönen Hammer in den Winkel. Der Torschütze wurde übrigens wenige Minuten zuvor von einem Fortuna Spieler gefoult und angepöbelt - noch davor wurde er vom Fortuna-Torwart schon einmal bedroht -, woraufhin er den Gegenspieler schubste und lächerlicherweise eine gelbe Karte kassierte. Wenn das gelb war, hätte man den Fortuna Torwart schön längst vom Platz stellen müssen.
Ansonsten machte der Schiedsrichter allerdings keine auffälligen Fehler, doch die LSC Abwehr machte welche. Dadurch konnte Fortuna nach 74 Minuten auf 1:2 rankommen. Der hoch verdiente Ausgleich fiel nach 86 Minuten.
Im Hauptspiel, dem Bezirksklassespiel zwischen Fortuna Leipzig und SV Naunhof 1920 II - im winzigen Programmheft, dass es zur Eintrittskarte (2€) dazu gab, wurde der Verein fälschlicherweise Naunhof 1950 genannt - passierte vor allem in den ersten 30 Minuten erschreckend wenig. Das war so ziemlich das schlechteste Spiel, was ich mir im Leipziger Amateurbereich ansehen musste.
Kurz vor der Pause wurde Fortuna aber deutlich besser. Allerdings wollte noch kein Tor fallen.
Das erste Tor fiel nach 50 Minuten mit einem schönen Freistoß. 18 Minuten später gab es eine sehr ähnliche Aktion, die zum 2:0 führte.
Danach pendelte sich die Partie auf unterem Mittelmaß ein und fand mit ESV Fortuna einen verdienten Sieger.
Wir machten uns dann auf den Rückweg, der erst in Schkeuditz wieder interessant wurde. Da überfuhren wir beinahe ein paar Jugendliche, die uns zwar sahen, aber erst dann auswichen, als wir auf sie zugerast kamen.
In Merseburg bekamen wir dann auch noch einmal die ,,Elite vom Saalehang’’ zu Gesicht. Quer über die Ampelkreuzung der Bundesstraße pöbelte man sich mit ,,Hundesohn’’ an und beleidigte den Gegenüber damit, dass seine Mutter fett sei.
Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927a%20Fortuna-Sportpark%20Leipzig/
und
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927b%20Fortuna%20Leipzig%20AH%202-2%20Leipziger%20SC%2001%20AH/
sowie
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927c%20Fortuna%20Leipzig%20I%202-0%20SV%20Naunhof%201920%20II/
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