Posts mit dem Label Kyffhäuser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kyffhäuser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 12. September 2014

W424III: Altherrenfußball am Kyffhäuser

VfB 1906 Sangerhausen AH ............................................... 1
TSV Leuna 1919 AH............................................................ 1
- Datum: Freitag, 12. September 2014 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 1-1 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 8. Nr. 9, 1-1 32. Mario Melchior
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Kelbra, Platz 2 (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 20 Leunaer, 10 Sangerhausener und der Rest aus Kelbra)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Veterans Football: VfB Sangerhausen v TSV Leuna (played in Kelbra)
b) Thuringia: Heringen Palace, Auleben Historic Village, Numburg Hillfort

An diesem Freitag stand eine etwas weitere Tour für die Alten Herren an. Wir nutzten das noch für eine Runde im Südharz. Ich war erst vor kurzem mit Khatereh in der Gegend um Nordhausen, weswegen mein Vater gerne noch die Burgruine Hohnstein besucht hätte, doch für so einen Umweg war keine Zeit mehr. Aber in Heringen/ Helme steht immerhin ein eindrucksvolles Schloss mit mehreren Nebengebäuden im Fachwerkstil. Fachwerkhäuser hat es dort ohnehin recht viele.

Auch im benachbarten Auleben findet man schöne Fachwerkgebäude und auch mehrere historische Gehöfte und ein etwas vergammeltes Renaissanceschloss. Oberhalb des Ortes befindet sich eine Kirche. Einige der Straßen im Ort sind unbefestigt. Die direkte Verbindung nach Kelbra ist ebenfalls nur geschottert bzw. streckenweise ein matschiger Grasweg. Sie führt an einem Stausee zur Linken und sehr schönen, grünen, bewaldeten Hügeln zur Rechten vorbei. Auf einem der Hügel sind noch die Wallreste eine Burg mit Kapelle aus dem frühen Mittelalter zu sehen. Diese „Numburg“ genannte Anlage lebt noch im Namen der benachbarten Domäne fort. Ob dieses in den 1920ern neuerbaute Gehöft noch bewohnt ist, war allerdings nicht ersichtlich. So zugewuchert wie das dort war, schien es eher nicht der Fall zu sein.  
Auch in Kelbra wuchert es: die Bäume am hässlichen Kunstrasenplatz wuchern das aus primitiven Baustrahlern bestehende Flutlicht fast zu. Der Hauptplatz wird wohl überhaupt nicht mehr genutzt: dort wird jedenfalls schon wieder Kraut ausgesät. An diesem späten Septemberabend konnte man aber ein Spiel auch nur unter Flutlicht austragen.

Ich dachte erst, der Gegner seien die Alten Herren vom SV Kelbra, aber der VfB Sangerhausen musste nur wegen Flutlichtes auf einen neutralen Platz ausweichen. So fanden sich zwar etliche Kelbraer – mehr als Sangerhausener – ein, die dieses Spiel gucken wollten, aber ein erheblich stärkerer Gegner als es Kelbra gewesen wäre präsentierte sich auf dem Plasteplatz.

Unter den sporadischen Anfeuerungen der heute sehr zahlreichen Leunaer Spielerfrauen machte von Anfang an Leuna mehr Druck, doch konnte sich gegen die disziplinierte Sangerhausener Abwehr nicht durchsetzen. Nach nicht einmal 10 Minuten wurde Leunas Torwart auch noch mit einem Weitschuss überlistet. Daraufhin riss Sangerhausen für eine Weile das Spiel an sich. Ebenfalls mit einem Weitschuss ins Eck gelang Mario Melchior nach über eine halben Stunde der Ausgleichstreffer für Leuna.

Nach der Halbzeitpause war Leuna die aktivere und bessere Mannschaft. Ein weiterer Treffer gelang allerdings nicht mehr und Sangerhausen kam auch nur noch selten dem Leunaer Tor nahe. Das Spiel war über die gesamte Spielzeit gleichbleibend schnell und gut. Das Endergebnis war für den VfB allerdings ziemlich glücklich.  
Statistik:
- Grounds: 1.181 (heute 0 neue; diese Saison: 27 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.153 (heute 1; diese Saison: 41)
- Tageskilometer: 200 (200km Auto)
- Saisonkilometer: 12.210 (8.030 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 480 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 133 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 424

Sonntag, 14. April 2013

W350II: Erst ein müder Kick am Kyffhäuser, dann ein hitziges Sachsen-Anhalt-Derby in Bernburg

Sportverein 1920 Kelbra am Kyffhäuser B -------------- 3
SG Eintracht Bad Dürrenberg/ TSV Leuna B ---------- 0
- Datum: Samstag, 13. April 2013 – Anstoß: 11.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt B-Junioren, Staffel 4 (4. U17-Liga)
- Ergebnis: 3-0 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 18. Leon Sawillisch, 2-0 65. Lucas Müller, 3-0 77. Leon Sawillisch
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Kelbra, Platz 2; Kunstrasen (Kap. 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 22 (darunter Gästefans: ca. 8)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Noch nie so eine schlechte Leistung der Spielgemeinschaft gesehen – Kelbra konnte mit Kontern zu einem einfachen Sieg kommen)

SV Anhalt Bernburg ---------------------------------------- 23
Dessau-Rosslauer HV 2006 -------------------------------- 23
- Datum: Samstag, 13. April 2013 – Anwurf: 16.30
- Wettbewerb: 3. Liga Ost (Profi-/ Halbprofi-Handballliga)
- Ergebnis: 23-23 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 7-9
- Tore: Steffen Cieszynski 8, Kilian Kraft 6, Frank Grohmann 3, Martin Hoffmann 3, Toni Pajung 2, Enrico Lampe 1 (Bernburg); Tomas Pavlicek 6, Robert Lux 5, Martin Danowski 3, Marco Hüls 2, Chris-Richard Alisch 2, Armands Uscins 2, Christian Schöne 1, Sebastian Donath 1, Martin Pratersch 1 (Dessau)
- Gelbe Karten: Enrico Lampe, Frank Grohmann, Andreas Steinbrink (Bernburg); Tomas Pavlicek, Armands Uscins, Lukas Krug (Dessau)
- Zwei-Minuten-Strafen: Kilian Kraft (Bernburg = 2 Minuten); Martin Pratersch 2x, Robert Lux, Armands Uscins, Christian Schöne (Dessau = 10 Minuten)
- Platzverweise: Christian Hoffmann, Torwart von Dessau (59.58 wegen groben Fouls als letzter Mann)
- Spielort: Sporthalle Bruno Hinz (Kap. 1.000, davon 900 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 850 (davon 622 zahlende, darunter ca. 100 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 8,0/10 (Packendes und hartes Spiel, gute Stimmung, gerechtes Endergebnis)
 DSC01745 
Photos with English Commentary:

Und weiter geht es mit dem Kunstrasenwahn! Auch in Kelbra am Fuße des Kyffhäusers wurde nicht auf dem Hauptplatz mit dem leicht erhöhten Stehrang, sondern eine Etage höher auf dem ausbautenlosen Plastegrün gekickt. Dieser Platz wäre ein beschissener Drecksplatz wie jeder andere ausbautenlose Kunstrasen auch – zumal die Qualität des Oberflächenbelages ziemlich niedrig ist – wenn nicht die schöne Mittelgebirgslandschaft mit der Ruine Rotenburg in Sichtweite wäre.

Die Spielgemeinschaft von Bad Dürrenberg und Leuna hat unter anderem auch nach internen Streitereien, bei denen sich Erwachsene dümmer verhielten als die Jugendlichen, drei wichtige Spieler an genau den Merseburger Konkurrenten verloren, der immer gerne Spieler weglockt um sie mit falschen Versprechungen zu verheizen wenn mal wieder alle Ziele verfehlt wurden. Doch immer noch findet man sie auf Platz 2, deutlich vorm SV Kelbra.

Hatte sich der Aderlass am letzten Spieltag, als Merseburg 99 klar geschlagen wurde, noch nicht ausgewirkt, zeigte sich heute ein deutlicher Verlust an spielerischer Substanz. Das war nicht einfach nur ein schlechter Tag: die hohe Fehlpassquote, die Chancenverwertung von 0% und überhaupt die geringe Anzahl an Tormöglichkeiten, die aus dem vielen Laufaufwand herauskam, war erschreckend. Nach einem lächerlichen Freistoß wegen angeblichen Handspiels, bauten die Kelbraer ihren ersten Angriff überhaupt auf und eierten eine Bogenlampe über Haris Hajdarpasic in den Kasten. Die Treffer in der zweiten Halbzeit waren alle sauber heraus gespielte Konter. Außer Kontern zeigte Kelbra gar nichts, doch aus ihren geringen Mitteln machten sie das Bestmögliche. Dieser Sieg muss also als verdient bezeichnet werden.
 DSC01789 
Ein weiteres verdientes Resultat fand das Spiel in Bernburg, dass wir auch aufgrund der Einladung eines Kollegen meines Vaters besuchten. Nachdem wir noch einen echten Geheimtipp von Sportplatz im Salzlandkreis entdeckt hatten (mehr dazu mal im Juli/ August, wenn da wieder Wettkampfbetrieb ist), nahmen wir die VIP-Karten entgegen, die uns 19€ ersparten. Die Halle sah noch so gut aus wie letztes Mal, als wir vor zwei Jahren zum ersten Mal dort ein Spiel schauten. Auch die Dessauer Handball-Ultras änderten daran nichts. Da war zwar auch die Sektion Hallenverbot – wer jetzt „Hä?“ denkt, mal hier lesen: MZ Nr. 1 oder MZ Nr. 2 – anwesend, doch außer fleißigem Grölen sowie Fahnen- und Mittelfinger-Hochhalten passierte da nichts weiter. Das wunderte mich auch nicht so, da die Jungs nicht mehr als Sekundarschule sind – naja, besser als ihre Freunde vom „Ostmob“ SC Magdeburg: die sind Kindergarten...
Auch auf der Gegenseite bei den Bernburger Fans gab es keine Ausraster, auch wenn dort etwa 100 Leute richtig emotional mitgingen und gerne auf die Beschimpfungen der Gästeanhänger mit Fickfingern reagierten.

Auch das Spiel war ziemlich emotional geführt: versteckte Foul ohne Ende und offene Fouls, die teilweise ungestraft blieben, wie ein offensichtlich absichtlicher Schlag ins Gesicht des 14ers von Dessau gegen seinen Bernburger Kontrahenten. Ansonsten muss die Schiedsrichterleistung aber als gut bezeichnet werden, was beim Gespann Schwarz/ Weiß wie ein schlechter Witz klingt, sind sie doch für Skandale bekannt. Allerdings sollte gerade diese gute Leistung heute Anlass für den Schiedsrichterausschuss sein, die zwei Pfeifen genauesten zu beobachten, da die beiden bereits so viele Spiele völlig verpfiffen (auch auf den Spielverlauf eingegriffen) haben, dass man schon sehr gutgläubig sein muss, um keine unschönen Schlüssen daraus zu ziehen.

Zurück zum eigentlichen Geschehen: in diesem sehr ausgeglichenen Spiel hatten beide Teams ihre starken und schwachen Spielphasen, beide führten mal mit ein, zwei Toren und beide lagen mal zurück. Beide schafften es auch in Unterzahl mehr zu treffen als zu kassieren. In der Schlussphase schien das Spiel zugunsten der Gäste entschieden, doch ein letzter Spurt von 18:20 auf 20:20 und dreimaliges Ausgleichen eines Ein-Tor-Rückstandes sicherten Bernburg den Punkt. Ein weiterer wäre sogar drin gewesen, wenn der Siebenmeter nach Ablauf der Uhr – den gab es für ein grobes Foul des Torwarts am durchgebrochenen Bernburg-Spieler, das richtigerweise mit Rot geahndet wurde – nicht an den Pfosten, sondern schön ins Netz gegangen wäre...

Aber bei zwei so ausgeglichenen Mannschaften war das Ergebnis von 23:23 absolut gerecht und so kam es nach dem Spiel auch nicht zu den üblichen Streitereien bei einem wichtigen von Schwarz/ Weiß geleiteten Match, sondern zu den ersten Szenen von Fair Play des Nachmittags: gegenseitiges Beklatschen der Leistung vonseiten der Fans und Händereichen unter den Spielern, nachdem es in den 60 Minuten kein Spieler eines der beiden Teams für nötig befand, sich nach einem Foul mal zu entschuldigen.
 DSC01791 
Statistik:
- Grounds: 899 (heute 1 neuer; diese Saison: 131 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.761 (heute 2, diese Saison: 184)
- Tageskilometer: 310 (310 Auto)
- Saisonkilometer: 46.550 (37.390 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 2.400 Fahrrad/ 170 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 48 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 350

Montag, 18. Mai 2009

WE146IV: Im Kyffhäuserkreis; Fußball in Mönchpfiffel-Nikolausrieth

SV Fortuna Mönchpfiffel-Nikolausrieth 4:1 TSG Reinsdorf 1902 II
Sonntag, 17. Mai 2009 - Anstoßzeit 14.00
1. Kreisklasse Kyffhäuserkreis Ost (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 4:1 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 3:0
Tore: 1:0 12. Minute, 2:0 20. Minute, 3:0 37. Minute, 3:1 51. Minute, 4:1 73. Minute
Verwarnungen: Mönchpfiffel 1, Reinsdorf 3
Platzverweise: keine
Sportplatz: Mönchpfiffel (Kap. 1.000)
Zuschauer: 30 (3 Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (gut)
Das Hopperticket machte seinem Namen wieder einmal alle Ehre und brachte uns für 6€ pro Person - Rückfahrt inklusive - von Merseburg nach Querfurt. Von Querfurt aus ging es mit den Rädern via Leimbach, wo die schöne kleine Kirche, das heruntergekommene Kulturhaus mit verfallenem Gehöft und der aufgegebene Fußballplatz - sehr cool: man konnte, als Leimbach noch einen Verein hatte, einen Gegenspieler beim Zweikampf an der Seitenauslinie in den Gartenzaun vom Nachbargrundstück tacklen oder an der Eckfahne reingrätschen und den Gegner einen Meter die Böschung nach unten rempeln; das ist Fußball auf dem Lande! - unsere Ziele waren, nach kurzem Abstecher in Ziegelroda mit Blick auf Landgrafroda, nach Heygendorf im thüringischen Kyffhäuserkreis. Vorweg: während wir Kreisklasse-Fußball im Nachbarort Mönchpfiffel-Nikolausried guckten, lief zeitgleich ein Spiel der 2.Kreisklasse in Heygendorf. Höchst intelligent, sich nicht kreisverbandsintern darauf einigen zu können, die Spiele zeitversetzt auszutragen (eins 12 und das andere 14 Uhr z.B.), so erfuhren wir erst aus dem Internet, dass Heygendorf mit dem 1:1 gegen Kalbsrieht II den Aufstieg verkackte. Zurück zum Ort: in Heygendorf gibt es drei Kirchen: eine angeschimmelte kleine mit neu gemachter und spektakulärer Turmhaube, eine neue katholische Kirche, die mehr einer Gartenhütte als einer Kirche ähnelt und deren Blechfassade zur Visage des Papstes passt: faltig, und schließlich noch eine neoromanische Kirche, die leer stehend vor sich hin verfällt.
In unserem Zielort, der auf den genialen Namen Mönchpfiffel-Nikolausrieth hört und zusammen mit ua. der Nr. 1 in Sachen Ortsnamen: Pissen, oder auch Sackwitz, Dummerstorf, Spinnenhirn und dem ebenfalls im Kyffhäuserraum liegenden Hackpfüffel in die Top-20 von Deutschlands coolsten Ortsnamen gehört, guckten wir uns dann die angegammelte, turmlose Kirche und das kleine Kloster an. Dort gibt es auch ein Restaurant, in dem wir eigentlich essen wollten, aber da dort übelst Betrieb war und man ohne Reservierung abgewiesen wird - Fremde einfach mit rein nehmen in die Gesellschaft? Kennt man nicht mehr auf den Dörfern, vor allem dann nicht, wenn das Dorfrestaurant gut besucht und auch außerhalb des Ortes bekannt ist! -, fuhren wir über Umwege schon mal zum Fußballplatz.
Der Fußballplatz an sich ist keinen Besuch wert - da ist der Klosterbau schon interessanter - aber der Verein lohnt sich schon. Da wird man wenigstens noch freundlich gegrüßt und interessiert angesprochen - und nicht wie in vielen anderen Dörfern dumm begafft und primitiv angequatscht. Wenn die Bockwurst geplatzt ist, bekommt man auch mal eine weitere gratis im Sportlerheim. Und zumindest dieses Spiel der SV Fortuna lohnte sich anzuschauen.
Im Spiel der 1. Kreisklasse des östlichen Kyffhäuserkreises - die Saison ist dort schon fast vorbei, nach dem Spieltag standen nur noch Nachholspiele an - traf der SV Fortuna Mönchpfiffel-Nikolausried auf die zweite Mannschaft der TSG Reinsdorf 1902.
Das Spiel ging flott los und Mönchpfiffel drückte von Anfang an aufs Tor der Gäste. Nach mehreren vergeben Chancen, erzielte die Heimmannschaft das 1:0. Eine Führung, die sie nur acht Minuten später mit einem Kopfballtreffer weiter ausbauten. Das 3:0 fiel noch kurz vor der Pause, bis zu der es keine gelben Karten gab, mit einem schön über die Linie geschobenen Ball.
In der zweiten Halbzeit fiel dann der Anschlusstreffer für die Gäste, die bis dahin nur drei Mal vorm Tor von Mönchpfiffel auftauchten. Danach ging es dann wieder nur auf das Reinsdorfer Tor. Einen Treffer erzielte Mönchpfiffel dann doch noch: der 5er, der schon die ersten beiden Treffer erzielte, schaffte somit einen Hattrick.
Nach diesem Sieg hat sich Mönchpfiffel-Nikolausrieth vor dem Abstieg so gut wie gerettet - dass der Tabellenletzte Ringleben/ Borxleben II die letzten 4 ausstehenden Spiele gewinnt, ist nun wirklich höchst unwahrscheinlich - und die TSG Reinsdorf ist nun abgestiegen. Ob Mönchpfiffel in den nächsten Spielzeiten noch aktiv sein kann, ist jedoch leider fraglich. Mittlerweile nur noch 400 Einwohner, Spieler sind abgewandert nach Kalbsrieth oder Ringleben und die Mannschaften in Allstedt, Heygendorf und der restlichen Umgebung haben auch nicht unbedingt Spieler zum weggeben parat.
Wir fuhren jedenfalls nach diesem doch sehr ansehnlichen Spiel über Allstedt mit seiner brutalen Steigung ortsauswärts via Lodersleben nach Querfurt und fuhren da wieder mit dem Zug zurück nach Merseburg.
Die Radstrecken waren übrigens bis auf den schwer passierbaren Feldweg, die irgendwelche Pfeifen von der Touristeninformation der Himmelsscheibe Nebra als Radweg ausgeschildert haben - Die rauchen wohl zu viel Grünzeug? So einen Weg fahr ich mit einem Traktor oder Geländewagen, nicht mit dem Rad! - wirklich gut fahrbar. Man muss aber schon wissen, was man sich antut, wenn man 12%ige Steigungen hinauf- oder ebensolche Gefälle herab fährt.
Statistik:
Ground Nr. 312 (ein neuer Ground; diese Saison: 82 neue)
Sportveranstaltung Nr. 807 (diese Saison: 174)
Tageskilometer: 130 (70 Bahn, 60 Fahrrad)
Saisonkilometer: 23.930 (12.810 Auto/ 4.180 Fahrrad/ 4.080 Bahn/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 15
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 146

Fotos unter:
Landschaft und Gebäude

Spiel in Mönchpfiffel