Samstag, 17. Mai 2025

W3.0229I-II: 24 Tore in nur 2 Spielen

Fußballclub Helmstedt 1989

3 : 6 (2:3)

Freie Turnerschaft Braunschweig

- Datum: Mittwoch, 14. Mai 2025 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Landesliga Braunschweig (6. Spielklasse, 2. Amateurebene)
- Ergebnis: 3-6 nach 96 (47/49) Minuten – Halbzeit: 2-3

- Tore: 0-1 5. Faustmann, 0-2 8. Fricke, 1-2 11. Kilian, 2-2 42. Kilian, 2-3 45.+2 Schneider, 2-4 63. Meinecke, 3-4 76. Ada, 3-5 77. Schneider, 3-6 90.+1 Oktay

- Verwarnungen: 6x Helmstedt, 4x FT

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz an der Kanthalle (Kap. 1.250, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 47 (Gästefans: mind. 3)
- Spielbewertung: 7,0/10

TSV Adler Handorf 1902

14 : 1 (9:0)

TSV Meerdorf

- Datum: Donnerstag, 15. Mai 2025 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: 2. Kreisklasse Peine (10. Spielklasse, 6. Amateurebene)
- Ergebnis: 14-1 nach 91 (46/45) Minuten – Halbzeit: 9-0

- Tore: 1-0 5. Ramp, 2-0 7. Janeck, 3-0 10. Kühn, 4-0 20. Kühn, 5-0 23. Lohmeyer, 6-0 26. Lasowski, 7-0 36. Ramp, 8-0 40. Ramp, 9-0 41. Ramp, 10-0 51. Ramp, 11-0 55. Moritz (Foulelfmeter), 12-0 65. Kühn, 12-1 75. Schlechter, 13-1 77. Oppermann, 14-1 84. Kühn

- Verwarnungen: keine

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz Pfingstanger Handorf (Kap. 400 Stehplätze zzgl. 400 Stehplätze außerhalb des Zauns)
- Zuschauer: ca. 80 (Gästefans: ca. 9)
- Spielbewertung: 8,0/10

FC Helmstedt 1989 3:6 Freie Turnerschaft Braunschweig

Photos with English commentary:

a) 6th Division in Helmstedt: FC 1989 vs. FT Braunschweig

b) 10th Division in Handorf: Adler vs. TSV Meerdorf

c) Peine district: Handorf village

Da ich dieses Wochenende nur je ein Spiel Samstag und ein Spiel Sonntag geplant hatte, besuchte ich gleich zwei Partien unter der Woche. Am Mittwoch stieg ich nach der Arbeit aufs Fahrrad um und kam zügig die 15km nach Helmstedt durch. Noch rechtzeitig am Platz, gab es am Kassenhäuschen keine Karte, kein Programmheft aber man wollte völlig maßlose 7€ für einen sicheren Absteiger aus der Landesliga. Kein Wunder, dass da nur eine erbärmlich niedrige Zuschauerzahl zusammenkam...

Der Gastgeber hat immerhin ein ganz schönes Stadion mit drei zugewucherten Stehstufen auf einer Seite, Graswällen auf zwei weiteren und zahlreichen Holzbänken auf drei Seiten. FC Helmstedt 1989 wurde übrigens als FC Türk Gücü gegründet, strich 2024 jedoch den Namenszusatz, mit dem er bei Gründung auf die überwiegend türkischstämmigen Mitglieder hinwies. Mittlerweile sind es halt Spieler aus verschiedenen Ländern und auch zahlreiche Deutsche ohne Migrationshintergrund, die da spielen – daher die Namensänderung. Aber erfolgreicher sind sie dadurch nicht...

Die Freie Turnerschaft drängte FC Helmstedt anfangs völlig hinten rein. Keine 10 Minuten um und schon 0:2. Helmstedt kam jedoch zurück und glich aus. In der Folge hielten sie gut mit, kassierten jedoch unglücklich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 2:3. Mit dem 2:4 nach über einer Stunde schien die Partie entschieden, doch Helmstedt traf noch ein drittes Mal, ehe sie in der Schlussphase noch mal einbrachen und 3:6 unterlagen. 

TSV Adler Handorf 1902 14:1 TSV Meerdorf

Am Donnerstag brauchte ich auf Arbeit zwar länger als geplant, aber es reicht noch, um kurz vor Anpfiff auf dem Pfingstanger im südlich von Peine gelegenen Handorf zu landen. Die umzäunte und von baumgesäumten Feldern umgebene Wiese mit zwei Toren drauf liegt ganz nett aber unspektakulär da. 3€ Eintritt auch hier über jedem vernünftigen Maß – das ist nur 2. Kreisklasse, kein Zuschauerkomfort und keine Extras wie ein Ticket! Wenigstens einige Zuschauer mehr als in Helmstedt...

Die sahen auch ein tolles Spiel der Gastgeber. Die Adler flogen regelrecht durch die gegnerische Hälfte. Angriffe und Chancen im Minutentakt, Meerdorf völlig überfordert. Der bereits abgestiegene Tabellenletzte sah kein Land, Handorf kombinierte toll und traf aus allen Lagen. 9:0 bei Halbzeit, nach dem 12:0 ein Ehrentor der Gäste, am Ende ein gewaltiges 14:1 und Handorf nun auf dem zweiten Aufstiegsplatz.

Nach Abpfiff lief ich noch eine Runde durchs Dorf, was ich diesmal ja nicht vor Spielbeginn geschafft hatte. Eine unspektakuläre Kirche, daneben ein großes Kriegerdenkmal, außerdem einige historische Gehöfte. Ganz nett da in Handorf.

Handorf

Statistik:

- Grounds: 3.799 (Mi 1, Do 1; diese Saison: 160 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.348 (Mi 1, Do 1; diese Saison: 223)

- Tourkilometer: 170 (Mi 30km Rad, Do 140km Auto)

- Saisonkilometer: 92.620 (53.460 Flugzeug/ 35.960 Auto, davon 13.700 Mietwagen/ 2.970 Fahrrad/ 140 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 22, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 229 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Dienstag, 13. Mai 2025

W3.0228II-III: Leuna-Wochenende mit erneutem 0:0 gegen Zeitz und richtungsweisendem Sieg der Hockeyer in Dresden

TSV Leuna 1919 II

2 : 2 (1:1)

SV Braunsbedra II

- Datum: Samstag, 10. Mai 2025 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 2 (10. Spielklasse, 5. Amateurebene)
- Ergebnis: 2-2 nach 95 (47/48) Minuten – Halbzeit: 1-1

- Tore: 1-0 40. Niclas Franke, 1-1 41. Kay Tischler, 1-2 63. Paskal Dubelzek, 2-2 80. Jannick Lukas Büchner

- Verwarnungen: Sebastian Hunold (TSV); Leandro Reifarth, Kay Tischler, Christian Arlt (SVB)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (Gästefans: ca. 10)
- Spielbewertung: 6,0/10

TSV Leuna 1919

0 : 0 (0:0)

1. FC Zeitz

- Datum: Samstag, 10. Mai 2025 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt Süd (7. Spielklasse, 2. Amateurebene)
- Ergebnis: 0-0 nach 96 (46/50) Minuten – Halbzeit: 0-0

- Tore: keine

- Verwarnungen: Paul Herda, Johnny Gumbrecht, Billy Gumbrecht (TSV); Florian Grosser, Leonard Seyfert, Khemgin Solivani, Leon Grünbeyer, 2x Trainer Maik Kunze (Zeitz)

- Platzverweise: Zeitz-Trainer Kunze (Gelb-Rot nach Spielschluss wegen wiederholtem Meckern)

- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 180 (zahlende: 135, Gästefans: ca. 50)
- Spielbewertung: 4,0/10

Eisenbahner Sportverein Dresden

1 : 3 (1:1 / 0:2 / 0:0 / 0:0)

TSV Leuna 1919

- Datum: Sonntag, 11. Mai 2025 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: Oberliga Mitteldeutschland (4. Spielklasse im Feldhockey)
- Ergebnis: 1-3 nach 71 (17/18/18/20) Minuten – Viertelergebnisse: 1-1, 0-2, 0-0, 0-0

- Tore: NN

- Grüne Karten: 3x ESV, 1x TSV

- Gelbe Karten: keine

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportanlage ESV, Emerich-Ambros-Ufer (Kap. 500, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 75 (Gästefans: ca. 10)
- Spielbewertung: 6,0/10

Serkowitzer Fußballsportverein II

4 : 2 (1:2)

Sportverein Pillnitz II

- Datum: Sonntag, 11. Mai 2025 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Stadtklasse Dresden, Abstiegsrunde (11. Spielklasse, 6. Amateurebene)
- Ergebnis: 4-2 nach 97 (47/50) Minuten – Halbzeit: 1-2

- Tore: 0-1 6. Muhammad, 1-1 14. Möbius, 1-2 23. Kunath, 2-2 57. Möbius, 3-2 74. Bellahouel, 4-2 93. Bellahouel

- Verwarnungen: 2x Serkowitz, 1x Pillnitz

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Lössnitzstadion Radebeul (Kap. 2.000, davon 700 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (Gästefans: mind. 5)
- Spielbewertung: 6,5/10

Burgliebenau

Photos with English commentary:

a) Football in Leuna: Reserves vs. Brausbedra Reserves, First XI vs. 1.FC Zeitz

b) Field Hockey in Dresden: ESV vs. TSV Leuna 1919

c) Football in Radebeul: Serkowitz Res. vs. Pillnitz Res.

d) Saalekreis: Queis, Wiedersdorf, Lochau, Burgliebenau

e) Central Saxony: Beicha, Leuben, Schieritz, Zadel, Meißen, Gauernitz, Tanneberg, Mulde Cycle Road Nossen-Döbeln

f) Dresden: Briesnitz, ALTKADITZ, Serkowitz, Radebeul, Niederwartha-Weistropp

Endlich wieder ein Leuna-lastiges Wochenende, diesmal auch mit einer Übernachtung und einer Mischung aus Auto und Rad. Ich nahm das Rad im Isuzu mit und parkte diesen in Queis bei Landsberg.

Passend zum mir noch von einem Handballspiel der SG Queis bekannten Reim „SG Queis – was ‘n Scheiß“ sah es dort auch aus. Gesichtsloser Ort, am Löschteich gammelten pöbelnde Dreckwänster rum, der Fußballplatz ist recht gepflegt, aber Wettkämpfe gibt es da keine. Auch das benachbarte Wiedersdorf macht nichts daher. Über Raßnitz und Lochau fuhr ich nach Burgliebenau, dort sind die Kirche und das Rittergut interessant. Via Merseburg ging es über den mittlerweile komplett asphaltierten Saaleradweg an der ESV-Sportstätte – dort wird leider nur noch der Scheitplatz genutzt und der Bolzplatz ist zugänglich, das Eisenbahnerstadion verfällt und Platz 3 wird aufgeforstet – vorbei nach Leuna. 

TSV Leuna 1919 II 2:2 SV Braunsbedra II

Zuerst traf Leuna II auf Braunsbedra II. Unter sehr sicherer Leitung von Alexander Markus (Verein weiß ich leider nicht) kam die Partie erst nach einer halben Stunde in die Gänge. Der junge Niclas Franke machte dann den Rene Schmidt und verwandelte eine Ecke direkt (allerdings anders als das Leuna-Urgestein eine Bogenlampe in den langen Winkel statt immer aufs kurze Eck). Sofort mit der nächsten Aktion leider schon der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel kam der Gast besser ins Spiel und erzielte die Führung. Durch den Trainersohn gelang in der Schlussphase noch der verdiente Ausgleich. Braunsbedra verzögerte in der Nachspielzeit die Ausführung einer eigenen Ecke, sodass der Schiri vor deren Durchführung abpfiff. Selber schuld, Braunsdorf...

TSV Leuna 0:0 1.FC Zeitz

Es folgte eine eigentlich gute Partie mit etwa gleich verteilten Chancen und viel Einsatz sowie Siegeswillen auf beide Seiten. Leuna I traf als Sechster (weder Auf- noch Abstieg mehr möglich) auf den Tabellenführer aus Zeitz. Enttäuschenderweise gab es wieder keine Treffer. Wenn Zeitz den Aufstieg verkackt oder man in zwei oder mehr Jahren mal wieder aufeinandertrifft, werde ich diese Paarung sicherlich nicht wieder gucken. Am letzten Spieltag der Saison 2023/2024 ging genau diese Paarung nämlich auch 0:0 aus...

Ich gehe übrigens davon aus, dass Zeitz den Verbandsliga-Aufstieg schafft. Leuna war ja auch ein ebenbürtiger und starker Gegner, obschon die Zeitzer Offensive für einen designierten Aufsteiger schwach war. Nur ein irregulärer und aberkannter Treffer nach einem Foul am Leuna-Keeper landete im Tor. Immerhin hat das Gespann um den Akener Schiri Welsch (Kopp, Schirrmeister) das gesehen – sonst trafen sie einige Fehlentscheidungen, v.a. gegen Leuna. Die einzigen im Stadion, die dieser Feststellung wiedersprechen würden, war die Zeitzer Bank. Die Spieler verhielten sich fair, Trainer Kunze und seine beiden Handlanger waren jedoch ständig im Reklamieren, Meckern und Fordern. Nachdem ich und einige andere den Vogel in der Schlussphase schön beleidigten, hielt der bis Abpfiff still, riss dann aber nochmal sein Maul gegen die Schiris auf und bekam gelb-rot. Unsympathisch, unfair im Umgang mit dem Gegner, arrogant und fühlte selbst bei den klarsten Entscheidungen ungerecht behandelt. Ebenfalls eines Staffelsiegers nicht würdig, dieses Trainergespann.

Schieritz

Zurück am Auto in Queis, fuhr ich zum Einkaufen und Abendessen nach Schkeuditz. Auf dem Rastplatz an der Autobahn bettelten Rumänen (Roma natürlich) nach Spritgeld. Ich fuhr in Döbeln ab und checkte ins gebuchte „Ostel“ ein. Für die primitive Absteige sind die 33€ noch zu viel, aber mittlerweile kriegste ja nix Günstigeres mehr.

Sonntagmorgen ging es von Döbeln aus mit dem Rad durchs sehr hügelige Mittelsachsen via Beicha, Leuben und Schieritz – zahlreiche kleine Dörfer in der Gegend haben hier schöne Kirchen oder Schlösser – bis zum Elberadweg gegenüber von Zadel runter. Ab Meißen ging es recht eben mit tollem Blick ins tief eingeschnittene Elbtal mit Zwischenhalt in Gauernitz (versifftes, aber in Restaurierung befindliches Schloss) nach Dresden.

ESV Dresden 1:3 TSV Leuna 1919

Die Radwege im westlichen Bereich der Stadt (u.a. Cotta) waren durchweg schlecht ab Verlassen des Elberadwegs. Dennoch kein Problem zum Emerich-Ambroß-Ufer zu kommen, wo der Eisenbahnersportverein Handball, Faustball, Fußball und auch Hockey anbietet. Das Hockeyspiel war in der Tat der Grund zur Tour nach Dresden, denn der zweitplatzierte ESV traf auf den Tabellenführer TSV Leuna. Nur noch die sogenannte mitteldeutsche Oberliga, aber nach dem Erfolg beim ESV ist der Aufstieg in die Regionalliga Ost eigentlich nicht mehr zu nehmen. Leuna erzielte schon nach 2 Minuten den ersten Treffer, Dresden glich zwar vor der ersten Pause aus, doch Leuna beherrschte das zweite Viertel und baute die Führung auf 1:3 aus. Die zweite Hälfte war fehlerbehafteter und nicht so sehenswert, Dresden vergab noch einen Strafstoß und so blieb es beim 1:3. Der Kunstrasenplatz ist übrigens in eine ältere Anlage mit kleinen Wällen unschön reingepfuscht worden und es gibt zahlreiche Sichtbehinderungen, wenn man nicht vorne an der Bande steht. Wie die meisten Hockeyanlagen, auch gerade im Bereich Ost, wenig sehenswert. Fürs Fußball-Groundhopping (wenn man nicht die sächsische Landeshauptstadt komplettieren will) auch keine Empfehlung für den Plasteplatz. Die Sporthalle nebenan ist viel lohnender. Das Berliner Hockey-Olympiastadion ist übrigens mit Abstand bester Hockeyplatz im Bereich, dann kommt wahrscheinlich schon Leuna mit dem Kunstrasen im Stadion des Friedens oder wegen des Panoramas der Hockeyplatz in Pillnitz.

Ich fuhr wieder nach Briesnitz, ging da günstig Essen (Jasmin Döner) und schaute die alte Bebauung mit dem Gutshaus mit eindrucksvollem Torturm an. Noch sehenswerter war nach Überquerung der Elbe auf dem Radweg der Autobahnbrücke, der Stadtteil Altkaditz, wo viele historische Höfe und eine schöne Kirche (geöffnet) anzuschauen waren. Serkowitz war uninteressant, aber im direkt angrenzenden Teil von Radebeul spielten eben die Serkowitzer in einem sehr schönen kleinen Stadion.

Altkaditz

Zwar nur 1. Kreisklasse und auch noch die Abstiegsrunde, aber zum einen ein wirklich schöner Ground vor einem eindrucksvollen Schulgebäude, mit Sporthalle (Eingang durchs Foyer), mehreren Stehstufen, drei Reihen Schalensitzen, schönem Sprecherturm, Laufbahn, Kunstrasen... Und zum anderen war die erneut kostenfreie Partie richtig sehenswert. Frühe Führung für den favorisierten Gast (Pillnitz II), Serkowitz II kommt langsam ins Spiel, gleicht aus, doch kassiert bald darauf einen Weitschuss zum erneuten Rückstand. In der zweiten Hälfte ein zwar technisch nach wie vor zerfahrenes, aber läuferisch und von den Torchancen her sehenswertes Spiel. Serkowitz drehte die Partie noch erstaunlicherweise, u.a. durch einen Doppelpack eines nordafrikanischen Spielers, dem dann in Anbetracht seiner religiös-begründeten Abneigung gegen Alkohol vorgeschlagen wurde, die fällige Kiste Bier für den Rest der Mannschaft zu holen...

Die Rückfahrt hielt schon nach wenigen Kilometern einen Knaller parat: von  Niederwartha nach Weistropp ist es kilometerlang unheimlich steil. Erst ab Wilsdruff geht es auch mal bergab. Via Tanneberg fuhr ich nach Nossen. Dort folgte ich dem Mulderadweg nach Döbeln, zurück zum Auto. Der Mulderadweg ist schön gelegen aber ziemlich idiotisch konzipiert: führt kaum direkt am Fluss entlang und wenn dann unbefestigt oder extrem eng, teilweise auch gar kein Radweg auf irgendwelchen Kreisstraßen.

Auf jeden Fall eine absolut lohnende Tour da nach Dresden und die Rückfahrt mit dem Auto verlief auch gut.

Serkowitzer FSV II 4:2 Pillnitzer SV II

Statistik:

- Grounds: 3.797 (Sa 0, So 2; diese Saison: 158 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.346 (Sa 2, So 2; diese Saison: 221)

- Tourkilometer: 640 (Sa 240km Auto und 50km Rad, So 230km Auto und 120km Rad)

- Saisonkilometer: 92.450 (53.460 Flugzeug/ 35.820 Auto, davon 13.700 Mietwagen/ 2.940 Fahrrad/ 140 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1 [letzte Serie: 22, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 228 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Freitag, 9. Mai 2025

W3.0228I: Nachholspiel im sonnigen Sunstedt

MTV Sunstedt von 1924

4 : 0 (2:0)

FC Schunter (VfL Lehre / SV Brunsrode / SV Flechtorf) – II. Mannschaft

- Datum: Mittwoch, 7. Mai 2025 – Beginn: 18.15
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Helmstedt (9. Spielklasse, 5. Amateurebene)
- Ergebnis: 4-0 nach 95 (47/48) Minuten – Halbzeit: 2-0

- Tore: 1-0 27. Lunkewitz, 2-0 41. Hey, 3-0 49. Hey, 4-0 86. Lunkewitz

- Verwarnungen: 3x Sunstedt

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz Sunstedt (Kap. 375, davon 75 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 75 (davon ca. 7 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

MTV Sunstedt 1924 4:0 FC Schunter II

Photos with English commentary:

a) 9th Division: Sunstedt vs. Schunter Reserves

b) Königslutter Region: Schickelsheim, Sunstedt

Diesen Mittwoch mal ausnahmsweise Homeoffice gehabt, sodass ich für diesen Kreisklasse-Nachholer aufs Rad steigen konnte. Nach kurzen Besichtigungen von Schickelsheim und dem Spielort Sunstedt – beides ganz schöne Dörfer in hügeliger Elm-Landschaft mit einigen historischen Häusern – ging es auf den sehr schön gelegenen Platz. Die Straße „Domblick“ erlaubt allerdings keinen Blick zum Dom von Königslutter, da die potthässliche Neubausiedlung im Weg steht. Ansonsten aber ein wirklich schöner Platz mit Blick in den Elm, übers Dorf, über Felder und eine Baumschule hinweg. Dazu ein kleines Sportlerheim und eine Mini-Tribüne mit zwei Reihen und Überdachung. Die unüberdachten Holzbänke sind extrem niedrig.

Für 2,50€ - was niedriger ist als im benachbarten Sachsen-Anhalt für die vergleichbare Spielklasse Bördeliga - gab es ein ganz gutes Spiel zu sehen, das zwar anfangs von Schunter II bestimmt wurde, aber nach einer knappen halben Stunde den Führungstreffer von Sunstedt erlebte. Ab diesem Punkt kippte das Spiel und wurde auch deutlich besser als in den ersten 30 Minuten. Noch vor der Pause das 2:0 und nach dem Seitenwechsel sehr schnell ein dritter Treffer. Sunstedt verpasste nun einen richtig hohen Sieg, Schunter II vergab auch alle Entlastungsangriffe. Am Ende noch das 4:0 gegen die Laufrichtung des Torwarts in den langen Winkel. Das freute nicht nur die versoffenen und verblödeten Berufsschüler neben mir, sondern die meisten der 70 bis 80 Zuschauer auf dem Platz am Domblick...

Zurück fuhr ich den etwas längeren Weg über Süpplingen und Emmerstedt.

View from Sunstedt on Königslutter

Statistik:

- Grounds: 3.795 (1; diese Saison: 156 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.342 (1; diese Saison: 217)

- Tourkilometer: 50 km Fahrrad

- Saisonkilometer: 91.810 (53.460 Flugzeug/ 35.350 Auto, davon 13.700 Mietwagen/ 2.770 Fahrrad/ 140 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 21 [letzte Serie: 0, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 228 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Mittwoch, 7. Mai 2025

W3.0227III-IV: Weferlingens weiteste Auswärtsfahrt und Gemeindederby in Oebisfelde

1. FC Oebisfelde

3 : 2 (1:2)

Beendorfer SV 1906 I / MTV Weferlingen 1881 II

- Datum: Sonntag, 4. Mai 2025 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Bördeklasse, Staffel 2 (11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurebene)
- Ergebnis: 3-2 nach 96 (46/50) Minuten – Halbzeit: 1-2

- Tore: 0-1 14. Klotsch, 1-1 22. Noldin, 1-2 29. Kaczmarek, 2-2 73. Wosahlo, 3-2 90. Queckenstedt

- Verwarnungen: Goldstein (Beendorf)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz am Gehege (Kap. 895, davon 95 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (Zahlende: 51, Gästefans: ca. 18)
- Spielbewertung: 6,5/10

SV Blau-Weiß Elbe Glindenberg

3 : 3 (1:2)

MTV Weferlingen von 1881

- Datum: Samstag, 3. Mai 2025 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Bördeliga (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-3 nach 96 (46/50) Minuten – Halbzeit: 1-2

- Tore: 1-0 4. Krebss, 1-1 43. Steffens, 1-2 44. Hirche, 1-3 70. Rahn, 2-3 84. Rehde, 3-3 90.+1 Bruns (Elfmeter)

- Verwarnungen: 3x Glindenberg, 5x Weferlingen

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz Glindenberg (Kap. 1.650, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 75 (zahlende: 60, Gästefans: ca. 30)
- Spielbewertung: 6,5/10

SV Blau-Weiß Elbe Glindenberg 3:3 MTV Weferlingen von 1881

Photos with English commentary:

a) 10th Division: Elbe Glindenberg vs. MTV Weferlingen

b) 11th Division: Oebisfelde vs. Weferlingen Reserves

c) Börde / Ohre District: Glindenberg, Mittellandkanal, Rothensee, Everingen, Lockstedt, Gehrendorf, Oebisfelde

Mit 51 Kilometern pro Richtung auf der kürzesten Route ist die Distanz zwischen Weferlingen, dem westlichsten Bördeligisten, und Glindenberg, dem östlichsten Bördeligisten, die weiteste Entfernung zwischen zwei Standorten dieser 10. Liga. Da fuhr ich natürlich erstrecht mit dem Rad hin... Die Strecke ist auch lohnend. Man könnte auch den Aller-Elbe-Radweg komplett fahren, aber der ist ja zu über 90 % unbefestigt, sodass ich zum Zeitsparen die etwas kürzeren Landstraßen (zumeist natürlich keine Radwege vorhanden) über Flechtingen, Bülstringen und Haldensleben nahm und erst in Haldensleben auf diesen Radwanderweg wechselte und dann über Rothensee auf dem eindrucksvollen Deich des Mittellandkanals entlang fuhr. Glindenberg liegt – bei dem Vereinsnamen Blau-Weiß Elbe auch logisch – an diesem großen Fluss und ebenfalls am Mittellandkanal. Die Elbe sieht man vom Sportplatz aus jedoch nicht, dafür aber die Kirche im ansonsten wenig sehenswerten Dorfkern. Der Platz liegt schön zwischen zwei Deichen, wobei man den einen mit ein paar Bänken und Betonklötzen zum Zuschauen im Sitzen versehen hat. Ansonsten ist an dem Platz nur komisch, dass es eine winzige Hütte gibt, wo sich wohl die Schiris umziehen können und ein freundlicher Typ Getränke ausschenkt. Schön in Vereinsbechern. Aber es gibt nichts zu Fressen, die Spieler müssen sich in einem Gebäude ein ganzes Stück entfernt in der Siedlung umziehen und Zuschauer müssen, wenn sie Scheißen oder nicht ins Gebüsch pissen wollen, dann auf die Sportlerklos gehen.

Die Partie war richtig sehenswert. Glindenberg war bis zur 42. Minute deutlich besser, gingen auch früh durch konsequentes Nachsetzen in Führung. Weferlingen gelang jedoch erst aus spitzem Winkel und Nahdistanz und dann nach Freistoß und Torwartfehler vor der Pause die Führung zum 1:2. Der Gastgeber-Schlussmann wurde nicht besser, konnte aber beim 1:3 auch nicht viel machen. Das war jedoch noch lange nicht die Entscheidung: Ein Tor aus Abseitsposition wurde vom schwachen aber noch jungen Schiedsrichter nicht abgepfiffen und einen Ellbogenschlag in den Rücken konnte auch er nicht übersehen und zeigte auf den Punkt. Der Weferlinger Schlussmann bewegte sich zu früh, konnte den schlecht geschossenen Elfer halten. Leider bemerkte das auch der Schiri, ließ wiederholen und dann machte es der Schütze besser. Das 3:3 war insgesamt durch die Spielanteile und Chancen verdient, schade dass da mit dem Abseitstreffer und dem wiederholten Elfer zwei so krumme Dinger für Glindenberg dabei waren.

Noch zwei abschließende Anmerkungen zum Umfeld: richtig stark, dass Weferlingen wieder mit 30 Zuschauern aufkreuzte und damit fast die Hälfte des Publikums stellte! Und: Wann kommt dieser scheiß Kreisverband Börde endlich von dem unsinnigen Trip runter, einen einzigen Linienrichter zu stellen? Der Typ winkte bei Weferlingen korrekt knappes Abseits, nachdem wenige Minuten zuvor auf der nicht vom Linienrichter beackerten Hälfte ein Abseitstor der Glindenberger gezählt wurde! Entweder Schiri plus zwei Linienrichter oder nur ein Schiri. Was soll so ein Schwachsinn mit einem Linienrichter?! Viel sinnvoller und vom Regelwerk regional definitiv machbar: Zwei Schiedsrichter, einer für jede Hälfte, wie beim Handball – diese Variante wurde bereits in den 20ern, 30ern, 70ern und 00er-Jahren in verschiedenen Ländern getestet. Wäre ja mal sinnvoll, wenn dieser unbekannte Provinzverband KFV Börde das System dauerhaft einführen würde – mit so etwas Sinnvollem könnte der Verband auch überregional als Vorreiter bekannt werden.  

1.FC Oebisfelde 3:2 SG Beendorf I / Weferlingen II

Am Sonntag blieb ich innerhalb der Gemeinde, denn die II. Mannschaft von Weferlingen war in Oebisfelde zu Gast. Der Hauptort hat trotz immerhin 5.000 Einwohnern nur noch eine Fußballmannschaft der Männer im Wettkampfbetrieb und die steht in der untersten Liga gerade einmal im hinteren Mittelfeld. Der Ort hat weitaus bessere Handballer...

Aber heute interessierte nur Fußball, denn die SG Weferlingen II / Beendorf I gastierte. Die Sportanlage ist recht weitläufig, leider aber eine der langweiligsten im ganzen Landkreis. Der Hauptplatz ist immerhin mit ein paar Schalensitzen und Bänken versehen. Es gibt noch zwei Kleinfeldplätze, ein Beachvolleyballfeld und einen weiteren Großfeldplatz, auf dem sich komischerweise erwärmt wurde, anstatt auf dem Hauptplatz. Auch ganz komisch, was teilweise für unfreundliche Leute (nur ältere, gar nicht mal die jüngeren) da rumliefen und rumstanden. Aber bei meinem Besuch bei den Handballern war mir das Publikum noch negativer aufgefallen als heute. Dafür war ein sehr faires Spiel zwischen den beiden Teams festzustellen. Weferlingen/ Beendorf ging recht früh in Führung, kassierte zwar den Ausgleich, machte aber insgesamt die bessere Figur in Hälfte eins und donnerte noch einen zweiten Treffer in den Winkel. Nach der Pause bestimmte leider Oebisfelde über lange Phasen die Partie. Der Gästeschlussmann hielt richtig viele Dinger, konnte aber den Ausgleich und das Siegtor der Oebiser in der 90. Minute leider nicht verhindern. Die v.a. im zweiten Abschnitt der zweiten Hälfte vergeigten Torchancen von Beendorf/Weferlingen waren auch recht heftig. Sehr ärgerlich, diese Niederlage!

Nach dem Spiel besuchte ich noch die Burg. Der Aufstieg auf den Turm kostet 3€, was verglichen mit 1€ in Camburg (siehe Bericht vom 1. Mai) sehr hoch wirkt. In Camburg ist die Landschaft spektakulärer, in Oebisfelde die Architektur.

Auf dem Hinweg hatte ich noch Fotos in Lockstedt und Gehrendorf gemacht, beide Orte haben ganz ansehnliche Kirchen und das ein oder andere Fachwerkgehöft zu bieten.  

Oebisfelde

Statistik:

- Grounds: 3.794 (Sa 1, So 1; diese Saison: 155 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.341 (Sa 1, So 1; diese Saison: 216)

- Tourkilometer: 140 km Fahrrad (Samstag 100km Rad, Sonntag 40km Rad)

- Saisonkilometer: 91.760 (53.460 Flugzeug/ 35.350 Auto, davon 13.700 Mietwagen/ 2.720 Fahrrad/ 140 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 20 [letzte Serie: 0, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 227 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Samstag, 3. Mai 2025

W3.0227II: Packendes Pokalhalbfinale in St. Gangloff

SV St. Gangloff 1990

5 : 6 (1:2/2:2/2:2/3:4) n.E.

SG TSV 1860 Ranis / TSV Germania Krölpa 1869

- Datum: Donnerstag, 1. Mai 2025 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Kreispokal Jena Saale Orla (Halbfinale; beide Teams Kreisoberliga JSO, jew. 8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-6 nach 135 (46/53/16/20) Minuten und Elfmeterschießen – Halbzeit: 1-2, reguläre Spielzeit: 2-2, Verlängerung: 0-0 (0-0), Elfmeterschießen: 3-4

- Tore: 0-1 13. Doutheil, 0-2 22. Weedermann, 1-2 37. Gruber, 2-2 63. Lüdeke, Elfmeterschießen: 2-3 Weedermann, 3-3 Gruber, 3-4 Molle, 4-4 Pröter, 4-5 Adler, 5-5 Gründig, 5-6 Aland

- Verwarnungen: Lüdeke, Becker (Gangloff); 2x Ludwig, 2x Hahn, Doutheil, Molle, Thiele (Ranis)

- Platzverweise: Ludwig von Ranis (90. Min. Gelb-Rot wg. Foul / Reklamieren), Hahn von Ranis (90.+4 Gelb-Rot wg. Foul / Reklamieren)

- Austragungsort: Sportplatz St. Gangloff (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 270 (zahlende: 227, Gästefans: mind. 50)
- Spielbewertung: 7,0/10

SV St. Gangloff 5:6(pen.) SG Ranis/ Krölpa

Photos with English commentary:

a) Jena-Saale-Orla District Cup Semi-Final in St. Gangloff

b) Thuringia: Camburg castle keep, St. Gangloff village

Am Tag der Arbeit fuhren wir mit einem Zwischenstopp in Camburg an der Saale, wo die Burg mittlerweile richtig gut saniert ist und der Turm mit ein paar Ausstellungstafeln im Treppenhaus immer noch für nur 1€ Eintritt bestiegen werden kann, nach St. Gangloff. Als ich erstmals diesen Namen in einem Groundhoppingbericht las, dachte ich, es würde um Kreisliga in Bayern gehen... Die sehr schöne Hügellandschaft oder die vielfach unspektakulären neueren Häuser könnten natürlich auch in Bayern stehen, aber die Bauweise der Kirche des Heiligen Gangloff (andere Schreibweise: Gangolf) passte da doch schon mehr nach Thüringen. Ansonsten dominiert leider die leerstehende Schule den Ort architektonisch.

St. Gangloff

Hinter der Schule liegt der schöne Fußballplatz mit teils baumbestandenen Grashängen auf zwei Seiten. Die flachen Seiten sind mit Bäumen umstanden, bieten dennoch teils einen Blick in die Landschaft bzw. über den Ort. Es gibt ein sehr kleines Kabinengebäude und einen Imbissstand mit preisgünstiger Verpflegung. Der Eintritt mit 4€ erscheint hingegen zu hoch; die Kreisoberligen in Thüringen sind gerade einmal 8. Spielklassen und sehr kleinteilig. In diesem Kreispokalhalbfinale kommt auch noch hinzu, dass ein stark abstiegsbedrohter Gastgeber auf einen nur knapp vorm Abstiegsplatz stehenden Gast traf. Dafür war die Partie allerdings gut. Per Kopf nach Standard an allen vorbei und ein sicher verwandelter Foulelfmeter und schon stand es 0:2 für die leicht favorisierte SG Ranis/ Krölpa. Vor der Pause zwang St. Gangloff zwar den Ball noch mal über die Linie, aber nach dem Seitenwechsel waren wieder nur die Gäste am Drücker. Nach über einer Stunde fiel dann jedoch gegen den Spielverlauf der Ausgleich. In der Schlussphase kam es zunehmend zu Auseinandersetzungen, weil der Gangloffer Torwart mehrfach angerempelt wurde und dieser das dann als versuchten Mord darzustellen versuchte. Nach dauerndem Rempeln und Reklamieren mussten aber zwei Gästespieler vom Feld. In der Verlängerung ist sowas natürlich ungünstig, zumal aufgrund weiterer Fouls auch einige Nachspielzeit gewährt wurde. St. Gangloff zeigte sich jedoch völlig unfähig vorm Tor und Ranis hatte kaum weniger Spielanteile und Angriffe mit 9 gegen 11, als der Gastgeber. So war es am Ende auch verdient, dass Ranis/Krölpa schließlich im Elfmeterschießen mit 3:4 (Endstand somit 5:6) gewann. Idiotisch war aber das Verhalten mehrerer ihrer Spieler, die den Heimtorwart provozierend anjubelten. Das hätte eigentlich noch 3, 4 gelbe Karten geben müssen wegen unsportlichen Verhaltens...

Der Finalgegner an Pfingsten ist dann der FSV Orlatal, die ich für favorisiert halte. 

SV St. Gangloff 5:6(pen.) SG Ranis/ Krölpa

Statistik:

- Grounds: 3.792 (1; diese Saison: 153 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.339 (1; diese Saison: 214)

- Tourkilometer: 440km Auto

- Saisonkilometer: 91.620 (53.460 Flugzeug/ 35.350 Auto, davon 13.700 Mietwagen/ 2.580 Fahrrad/ 140 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 18 [letzte Serie: 0, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 227 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]