FSG Salza 99 (Nordhausen) II |
4 : 1 (1:0) |
Sportgemeinschaft Berka 1907 |
- Datum: Samstag, 27. Juni 2026 – Beginn: 11.00 - Ergebnis: 4-1 nach 96 (48/48) Minuten - Halbzeit: 1-0 - Tore: 1-0 18. Bachmann, 1-1 55. Hotze, 2-1 65. Gaßmann, 3-1 67. Gaßmann, 4-1 90.+3 Lobiji (Eigentor) - Verwarnungen: 1x Salza - Platzverweise: keine - Austragungsort: Sportstätte Eintracht Wipperdorf (Wipperdorf-Pustleben; Kap. 950, davon 50 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: |
Bei etwa 40 Grad feuchter Hitze bot der Acker in Wipperdorf-Pustleben leider nur wenig Schatten. Ganz nett gelegen zwar, dort südlich vom Harz, aber keine Tribüne und nur wenige Bäume. Dazu noch am Getränkestand ungekühlte, lediglich schattig gestellte Plörre. Gegen 3€ Eintritt ein unbedrucktes Bändchen. Als Gastgeber für das Aufstiegsspiel absolut unwürdig, wie Eintracht Wipperdorf sich da präsentierte! Der neutrale Platz diente der FSG Salza II aus Nordhausen und der SG Berka als Austragungsort um den Aufstieg in die Kreisoberliga. Die Zweitplatzierten der jeweiligen Kreisligastaffeln zeigten auch für die Hitze ein gutes Spiel. Viele offensive Aktionen, die Pausen alle 15 Minuten taten wohl gut. Ein Weitschuss aus 50 Metern segelte über den Berka-Keeper zum 1:0. Nach dem Seitenwechsel ein Freistoß unter die Latte aus gut 20 Metern zum Ausgleich. Zweimal aus abseitsverdächtiger Position traf binnen weniger Minuten ein Nordhäuser, sodass die Partie entschieden war. In der Nachspielzeit legte FSG Salza noch auf 4:1 nach. Vergleiche ich das mit dem Relegationsspiel vom Mittwochabend, war es den beiden hier ab um 11 Uhr scheinbar zu heiß für die Eskalation: Kaum Meckern, eine gelbe Karte, eher verhaltener Jubel - klar, gibt nicht jedes Entscheidungsspiel vier rote Karten und Tumulte, aber wenigstens den Platz hätte man in größeren Gruppen stürmen können… Jedenfalls Glückwunsch zum Aufstieg! Unabhängig von möglicherweise ein bzw. zwei anerkannten Abseitstoren, war FSG Salza II über das gesamte Spiel besser und dementsprechend klarer Sieger! |
Statistik: - Grounds: 4.011 (1; diese Saison: 168 neue) - Sportveranstaltungen: 5.664 (1; diese Saison: 239) - Tourkilometer: 220 km Auto, 10km Rad - Saisonkilometer: 82.010 (50.190 Flugzeug / 29.840 Auto, davon 7.470 Mietwagen/ 2.920 Fahrrad/ 50 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 8 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 287 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Dienstag, 30. Juni 2026
Freitag, 26. Juni 2026
W3.0287I: Zwei Tore und vier Platzverweise im Landesliga-Relegationshinspiel
S.V. Preussen 27 Schönhausen |
0 : 2 (0:1) |
Sport Club Naumburg 2017 |
- Datum: Mittwoch, 24. Juni 2026 – Beginn: 19.30 - Ergebnis: 0-2 nach 102 (48/54) Minuten - Halbzeit: 0-1 - Tore: 0-1 20. Kaiser, 0-2 81. Zipfel - Verwarnungen: Braunschweig? (Schönhausen); 2x Döring, 2x Zipfel, Zintzsch, Steinbach, Schlegelberger, Ajo, Shekhani (Naumburg) - Platzverweise: Müller von Schönhausen (89. Min. Rot wg. Tätlichkeit), TW Lindner von Schönhausen (Rot nach Abpfiff wegen Tätlichkeit); Zipfel von Naumburg (90.+4 Gelb-Rot wg. Foul und Beleidigung), Döring von Naumburg (Gelb-Rot nach Abpfiff wegen wiederholt unsportlichem Verhalten) - Austragungsort: Sportzentrum Schönhausen an der Elbe (Kap. 1.300, davon 650 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: 7th DIVISION RELEGATION MATCH: PREUSSEN SCHOENHAUSEN VS. SC NAUMBURG |
Eigentlich ist die Ansetzung ein Skandal und zeigt, was für weltfremde Typen beim FSA das Sagen haben. Es ist völlig logisch, dass aufgrund der Ab-/Aufstiegskonstellationen eine Entscheidung um einen weiteren Startplatz in der Landesliga gefunden werden muss. Ein Platz ist über, so müssen die Drittletzten der Staffeln Süd und Nord nicht direkt in die Landesklasse runter, sondern können noch den letzten Startplatz für die Landesliga 2026/27 ausfechten. Ein vernünftiger Verband wie z.B. Thüringen bzw. dortige Kreisverbände setzen dann Samstag oder Sonntag ein einzelnes Entscheidungsspiel auf einem neutralen Platz an. Hier hätte sich sicherlich was im Raum Magdeburg, Staßfurt oder so gefunden. Doch nun muss der SC Naumburg über 200 km einfache Strecke an einem Mittwoch nach Schönhausen an der Elbe fahren. Für mich als neutraler Besucher ist diese Ansetzung ganz gut, da ich einfach nach der Arbeit mal die 75 Minuten Anfahrt auf mich nehmen konnte. Für die Naumburger aber eine Schikane und Wettbewerbsverzerrung! Auf dem schön schattigen Platz mit drei Reihen Bänke und einem Sprecherturm sowie weiteren Bänken auf der Gegenseite, jeweils umgeben von Bäumen ganz am Ostrand der Landstadt, war man schon für faire 4€ als Zuschauer dabei. Und man bekam was geboten! Der Wettbewerbsvorteil für die Preußen Schönhausen verpuffte schnell. Trotz weit über 500 Zuschauern, waren nur die etwa 10 Gästefans zu hören, ehe in Halbzeit zwei mal ab und an Stimmung durch junge Einheimische aufkam. Naumburg war spielerisch die deutlich bessere Mannschaft. Die Nordstaffel zeigte sich auch bei diesem Duell als schwächer als die Südstaffel. Allerdings hatte auch Schönhausen regelmäßig ihre Szenen vorm Naumburger Tor, insgesamt wahrscheinlich sogar deutlich mehr Schüsse abgefeuert. Doch blieben diese weitestgehend harmlos bzw. wurden vom guten Schlussmann entschärft. Der Schönhauser Torwart hatte zwar unablässig eine große Fresse und stachelte z.B. Mitspieler zu Fouls an, zeigte sich aber mehrfach unsicher und verursachte auch den zweiten Naumburger Treffer weit in der zweiten Halbzeit mit. Danach ging es auch richtig schön rund. Freistoß Schönhausen und während der eine den Ball nach vorne bringen will, fällt bei einem anderen Schönhausener die Gehirnprothese aus: Tätlichkeit vor Ausführung des eigenen Freistoßes! Ein Naumburger holt sich kurz vor Abpfiff auch noch Gelb-Rot ab. Nach Abpfiff gibt es Stress zwischen mehreren Spielern und eine leichte Schubserei wird zur großen Bühne für den Schönhauser Schlussmann, der einen Naumburger spektakulär zu Boden bringt. Zurecht Rot für diesen selten dummen Fliegenfänger - hab echt schon lange nicht mehr einen derartig dämlichen und unfairen Spieler wie den erlebt! - und nur Gelb für den Naumburger. Dieser beleidigte allerdings noch ein paar Leute und sah dann zurecht noch Rot hinterher. Sehr gute Übersicht vom Unparteiischen aus Oschersleben! Interessant für die nicht beim Spiel anwesenden Leser: Bei fupa hat man einen etwas parteiischen aber doch vernünftigen Ticker von Naumburg, bei fussball.de einen bewusst einseitigen und dreisten Ticker von Schönhausen. Wenn Dummheit weh tun würde, hätte der Typ, der für Schönhausen getickert wird, hinterher auf die Intensivstation gemusst… Das Rückspiel soll dann am Samstagabend stattfinden; zur ungewöhnlich späten Stunde (19 Uhr) aufgrund der ungewöhnlich hohen Temperaturen, was sinnvoll ist. Diese Flexibilität sollte logisch und Standard sein, in Ländern, die 50 Tage im Jahr Hitze haben (und nicht nur wie Deutschland 5 Tage) steht das Leben ja auch nicht still, sondern verlagert sich in die Morgen- und Abendstunden - ohne Panik wie hierzulande, dass man bei jeder Bewegung draußen tot umfallen könnte. Der Standard ist aber hierzulande, alles abzusagen - klar, ich habe in Indien mal um 6.30 Uhr ein Fußballspiel gesehen, das ist für den guten Deutschen sicher unzumutbar, und in Spanien mal Juniorenfußball um 21 Uhr, das ist hierzulande dann wahrscheinlich eine Ordnungswidrigkeit wie Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz… Jedenfalls ist aufgrund der Hitze-Hysterie auch eine Verlegung auf die Folgewoche (also faktisch in die neue Saison) wohl immer noch nicht vom Tisch. Aber egal wann: Wenn Schönhausen bei ihrem beschränkten spielerischen Niveau das noch mit einem 3:0, 4:1 oder so drehen sollten, wäre das schon ein großes Wunder! |
Statistik: - Grounds: 4.010 (1; diese Saison: 167 neue) - Sportveranstaltungen: 5.663 (1; diese Saison: 238) - Tourkilometer: 180 km Auto - Saisonkilometer: 81.780 (50.190 Flugzeug / 29.620 Auto, davon 7.470 Mietwagen/ 2.910 Fahrrad/ 50 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 287 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Mittwoch, 24. Juni 2026
W3.0286IV: Abstiegsrelegation am südlichen Harzrand
SG Einheit Rottleben 1949 / SV Göllingen 1991 |
2 : 0 (0:0) |
SV Germania 08 Heringen |
- Datum: Sonntag, 21. Juni 2026 – Beginn: 14.00 - Ergebnis: 2-0 nach 100 (49/51) Minuten - Halbzeit: 0-0 - Tore: 1-0 59. Rumpf, 2-0 95. Hoppe (Foulelfmeter) - Verwarnungen: Strien, NN, NN (Rottleben); 2x Scheit, NN, NN (Heringen) - Platzverweise: Scheit von Heringen (90.+3 Gelb/Rot wg. wdh. Foulspiels) - Austragungsort: Sportstätte TSV 03 Urbach (Kap. 750, davon 50 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: |
Am Sonntag fuhren wir an den Südrand des Harzes: Im thüringischen Urbach trafen auf dem neutralen Platz die Vorletzten der beiden Kreisligastaffeln aufeinander. Der Verlierer ist dann der dritte Absteiger - die jeweiligen Staffelsieger der drei Kreisklassen ersetzen diese, ein Verein wechselt somit mindestens die Staffel 1 bzw. 2. Auf der schattigen Seite wurde dicht an dicht unter den Bäumen gestanden. Auf dem Feld tat sich leider nicht viel. Man sah, warum sowohl Heringen an der Helme als auch die Spielgemeinschaft aus Rottleben und Göllingen in ihrer jeweiligen Staffel nur den vorletzten Rang erzielten. Am Ende siegte Rottorf-Göllingen als weniger schlechte Mannschaft mit 2:0 - ein berechtigter aber natürlich umstrittener und zu einem Platzverweis führender Elfmeter bildete in der 90.+5 den Schlusspunkt auf diese Partie. Die Besichtigungen machten wir im Dorf Urbach selbst (etwas Fachwerk und eine Kirche, recht unspektakulär, aber sehr gepflegt der Ort) und an der Wüstung Hundorf. Diese ist im Sommer aber sehr zugewuchert und Rinder standen da auch auf der Weide. Die Wege dahin sind gut mit Allrad zu meistern, die Landschaft wirklich schön. Das trifft auch auf die Burg Honstein bei Neustadt am Harz zu. Dort kann man auch mit einem normalen Wagen bis zum Burghof hochfahren, da es dort eine Gaststätte gibt, in die wir nach dem Besuch einkehren. Insgesamt natürlich wieder eine lohnende Tour! |
Statistik: - Grounds: 4.009 (1; diese Saison: 166 neue) - Sportveranstaltungen: 5.662 (1; diese Saison: 237) - Tourkilometer: 130 km Auto - Saisonkilometer: 81.600 (50.190 Flugzeug / 29.440 Auto, davon 7.470 Mietwagen/ 2.910 Fahrrad/ 50 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 6 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 286 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Freitag, 29. Mai 2026
W3.0282I: Relegations-Rotz ohne Tore
VfL Wolfsburg |
0 : 0 (0:0) |
SC Paderborn 07 |
- Datum: Donnerstag, 21. Mai 2026 – Beginn: 20.30 - Ergebnis: 0-0 nach 96 (45/51) Minuten - Halbzeit: 0-0 - Tore: keine - Verwarnungen: Majer (Wolfsburg); 2x Sticker, Castaneda, Müller (Paderborn) - Platzverweise: Sticker von Paderborn (90.+4 Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels) - Austragungsort: sog. Volkswagen Arena (Kap. 28.917, davon 23.568 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: 1st Bundesliga Relegation Play-Off Match in Wolfsburg vs. Paderborn |
Binnen Minuten waren die letzten Tickets im freien Verkauf weg; als ich endlich von der Warteschleife in die Platzwahl kam, gab es noch genau drei Tickets - ich nahm mit 31€ das billigste. Hätte ich mir aber sparen sollen. Ich fuhr nach der Arbeit von Beryls Wohnung aus mit meinem neuen Alltagsrad zum Stadion. Bis auf Pufferplätze war alles voll. Stimmung durchwachsen; je länger das Gekicke dauerte, desto mehr ruhige Phasen gab es auf den Rängen. Auf mehrere Blöcke verteilten sich mindestens 3.000 Paderborner, die auch immer wieder zu hören waren. Was deren Truppe da leistete, war eine Frechheit. Von Wolfsburg kam wenigstens offensiv ab und zu was, aber insgesamt der übliche passive und ideenlose Dreck in so einem Relegationshinspiel. Folgerichtig 0:0 und leider auch keine Randale oder sonstwas, was diesem Rotz noch einen Höhepunkt hätte geben können. Die Entscheidung über den 18. Bundesligisten für die Saison 2026/27 fiel am Pfingstmontag in Paderborn. Ich sah das ab der 60. Minute in der Glotze in einer Pension im nahen Bielefeld: Die scheiß Paderborner schafften tatsächlich einen 2:1 Sieg nach Verlängerung. Beide haben fantechnisch und spielerisch nichts in Liga 1 verloren, aber Wolfsburg wäre mir wegen der räumlichen Nähe lieber gewesen… |
Statistik: - Grounds: 3.994 (0; diese Saison: 151 neue) - Sportveranstaltungen: 5.639 (1; diese Saison: 214) - Tourkilometer: 10km Rad - Saisonkilometer: 79.260 (50.190 Flugzeug / 27.390 Auto, davon 7.470 Mietwagen/ 2.620 Fahrrad/ 50 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 [letzte Serie: 50, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 282 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Montag, 11. Juni 2018
W619II: Spiel um den Klassenerhalt im Westerwald
SV Horressen 1919 - TSV Elgendorf 1904 II: 0
- Datum: Samstag, 9. Juni 2018 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: Relegation zur Kreisliga B (Kreisliga B, Westerwald/ Wied, Süd; 10. Spielklasse, 5. Amateurliga gegen Kreisliga C, Westerwald/ Wied, Südost; 11. Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 99 Min. (48/51) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 5. Klein, 2-0 50. Löckener, 3-0 86. Klein
- Gelbe Karten: Klaus (Horressen)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Thalhausen (Kap. 1.550, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 130 (davon 100 zahlende ca. 20 Gäste)
- Unterhaltungswert: 7,0/10
Photos with English Commentary :a) Amateur Football: Thalhausen vs. Horressen/ Elgendorf Res. (Promotion/ Relegation Round)
b) Westerwald: Thalhausen, Wied and some hamlets on the way
Samstag gab es wie üblich nur wenige gescheite Sportveranstaltungen in der Umgebung – aber es reichte für eine gescheite Radtour nach den Reparaturen die letzte Woche vorgenommen hatte. Im Westerwald gab es nämlich ein Relegationsspiel im 58km entfernten Dorf Thalhausen. Diese 58km sind jedenfalls die kürzeste Strecke – bergauf, bergab, bergauf, bergab... Sehr anspruchsvolles Terrain. Auf der ganzen Strecke fast nur kleine Dörfer und winzige Ansiedlungen. Natürlich war die Landschaft schön gebirgig und waldig, aber die Orte waren meist recht gesichtslos oder schäbig. Etwas auffälliger war nur Wied, wobei die Burg dort modern überformt ist und von irgendwelchen Typen bewohnt wird, die alles abgesperrt haben. Wirklich grauenhaft, wie im Westen und Südwesten mit architektonischem Kulturgut umgegangen wird!
In Thalhausen gibt es auch nicht viel zusehen außer schöner Landschaft, doch genau in diese schöne Landschaft eingebettet befindet sich der Fußballplatz. Die Zäune und Fangnetze stören etwas das Panorama, dafür ist das zweigeschossige Sportlerheim mit Empore interessant und die Bänke aus Bruchsteinen in einem Metallkäfig und darauf Holzlatten originell. Für sehr angemessene 2€ Eintritt kämpften der Vorletzte der Kreisliga B gegen den Zweiten Kreisliga C um den Platz in der Kreisliga B. Es gibt noch zwei weitere Teams in dieser Vierer-Relegationsgruppe, doch schon nach Spieltag zwei würde ein Sieg für Thalhausen der Klassenerhalt sein. Vor etwas mehr als 100 Zuschauern, die ganz überwiegend aus Thalhausen waren – der Gast aus Horressen war ja mit der I. Mannschaft zeitgleich in Aktion – ging Thalhausen auch schnell in Führung. Mit 1:0 ging das flotte und sehenswerte Spiel in die Pause. Danach wieder ein schneller Treffer für Thalhausen und in der Schlussphase die endgültige Entscheidung mit dem 3:0. Das Spiel war immer mal ruppig, aber nie unfair. Nach Abpfiff gab es noch ein Elfmeterschießen, das von Thalhausen 3:2 gewonnen wird. Dieses Elfmeterschießen ist bei den Relegationsgruppen in Rheinland-Pfalz üblich, um bei Punkt- oder Torgleichheit noch ein endgültiges Vergleichskriterium zu haben.Ich fuhr dann einen deutlich längeren aber einfacheren Weg zurück: 70km via den Nordrand von Neuwied und Weißenturm sowie Andernach. Das ist vom Profil her – v.a. auf der Rückfahrt nach Bonn – viel einfacher und im Endeffekt auch etwas schneller, als quer durch Siebengebirge und Westerwald, obwohl die letztgenannte Strecke ja 12km kürzer ist.
Statistik:- Grounds: 2.190 (1; diese Saison: 210 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.361 (1; diese Saison: 256)
- Tourkilometer: 130 (130km Rad)
- Saisonkilometer: 61.160 (33.860 Auto, davon 6.190 Mietwagen/ 23.440 Flugzeug/ 3.590 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 27 [letzte Serie: 102, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 619 Wochen.
Mittwoch, 29. Juni 2016
W518I: Diesmal ein unspektakuläres A-Jugend-Aufstiegsspiel
Grafschafter SV Vettelhoven A .....................: 0
- Datum: Dienstag, 28. Juni 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: A-Junioren Rheinland-Bezirksligaqualifikation, Staffel 2 (A-Jugend Bezirksliga Rheinland, 4. U19-Liga gegen Leistungsklasse Rhein-Ahr, 5. U19-Liga)
- Ergebnis: 2-0 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 20. (11), 2-0 70. (3)
- Verwarnungen: Nr. 3, 16 (beide Westum)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Stadion Goldene Meile (Remagen; Kap. 1.600 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon je ca. 20 Fans der beteiligten Teams)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Gutes Mittelmaß, recht spannendes Match)
Photos with English Commentary:Promotion Match: Westum/ Löhndorf U19 defeat Grafschafter SV U19
Noch eine Radtour zu einem A-Junioren Aufstiegsspiel. Diesmal war das Spiel aber nicht so einseitig und die Gegend auch nicht so hässlich. Remagen ist landschaftlich schon schön und das Stadion Goldene Meile, ein reines Stehplatzstadion mit dreistufiger Betontribüne auf einer Seite am Hang, liegt auch mit ganz annehmbarem Landschaftsblick etwas oberhalb des Rheins.
Es sollte die Entscheidung um den Aufstieg in die U19-Bezirksliga fallen, denn es war der letzte Spieltag der Sechserfinalrunde auf neutralem Platz. Die Kriterien dieser Aufstiegsrunde sind mir aber schleierhaft – vielleicht hat das was mit Ligenneuordnung zu tun, dass der 3. der 4. A-Junioren-Liga (Westum) gegen den 2. der 5. A-Junioren-Liga (Grafschaft) spielt.
Jedenfalls war das Spiel OK und Westum ging mit einem Weitschuss, den der GSV-Schlussmann über die Hände rutschen ließ, mit 1:0 in Führung. Danach wurde das Spiel besser und in der zweiten Halbzeit gelang ein toller Freistoßtreffer zum 2:0 Endstand.
Statistik:- Grounds: 1.659 (1 neuer; diese Saison: 244 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.715 (1; diese Saison: 279)
- Tageskilometer: 60 (60km Rad)
- Saisonkilometer: 60.620 (39.590 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 8.650 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.860 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 56 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 518 Wochen.
Montag, 27. Juni 2016
W517II: Zweistellig im Aufstiegsspiel
Siegburger SV 04 A ......................................... 2
- Datum: Freitag, 24. Juni 2016 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Qualifikationsrückspiel zur A-Junioren Mittelrheinliga (A-Jugend Bezirksliga Mittelrhein Staffel 1, 4. U19-Liga gegen A-Jugend Mittelrheinliga, 3. U19-Liga)
- Ergebnis: 11-2 nach 94 Min. (49/45) – Halbzeit: 5-1; Resultat aus Hin- und Rückspiel: 14-3
- Tore: 1-0 15. Timo Balte, 2-0 18. Timo Balte, 2-1 19. Giacomo Wiesendorf, 3-1 21. Christian Hupas, 4-1 23. Koray Uygun, 5-1 38. Gianluca Maracone, 6-1 46. Fatih Altundag, 7-1 52. Andre Goldmann, 8-1 65. Jonas Gerhold, 9-1 67. Koray Uygun, 10-1 71. Koray Uygun, 10-2 82. Giacomo Wiesendorf, 11-2 88. Erik May
- Verwarnungen: TW Maximilian Johann Hilger, Fatih Altundag (Niederkassel); Kianoosh Khavari, Dannyking Beya-Kafunda, Stephan Rodriguez Arias, Melik Barut (Siegburg)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz Niederkassel/ Spicher Straße (Kap. 1.220, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 250 (davon ca. 50 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Phasenweise rasantes, nie langweiliges, sehr torreiches, nur leider extrem einseitiges Spiel)
Photos with English Commentary:Under-19 Play-offs: Niederkassel defeat Siegburg
Fußballspiele, bei denen es noch um etwas geht, Mitte/ Ende Juni zu finden ist kaum möglich. Allerdings gibt es im Jugendbereich noch die ein oder anderen Aufstiegsspiele. So z.B. auch das Rückspiel um den Aufstieg bzw. Verbleib in der U19-Mittelrheinliga zwischen dem 1.FC Niederkassel und dem SV 04 Siegburg.
Ausgetragen wurde die Partie vor einer recht starken Kulisse von gut 250 Zuschauern bei natürlich freiem Eintritt auf dem Sportplatz Spicher Straße. Der Kunstrasenplatz ist jetzt nicht sonderlich sehenswert, aber immerhin gibt es drei Stehstufen auf einer Seite. Bäume und Büsche schirmen den Blick in die öde Landschaft und auf die hässliche Bebauung ab.
Das Hinspiel endete 1:3 für Niederkassel. Und da ich dachte, dass Niederkassel entsprechend der Vereinsfarben in Rot spielen würde, dachte ich nach knapp 20 Minuten, es würde hier spannend werden: 2-0 Führung, dann sofort das 2:1. Aber ich merkte an einem Zuruf „Auf geht’s, Siegburg“, dass die Siegburger in Rot waren und hier v.a. nach dem Anschlusstreffer keinen Stich mehr sahen. Die Truppe war nicht ansatzweise (außer dem Doppeltorschützen) verbandsligatauglich! 5:1 bei Pause für die in Weiß spielenden Niederkasseler. Nach dem Seitenwechsel vergingen keine fünf Sekunden, eher der Ball schon wieder im Tor lag: 6-1. Dann teilweise tolle Weitschüsse über den schwachen Torwart, der aber auch immer wieder von der Abwehr im Stich gelassen wurde, zum 10:1 nach 71 Minuten. Am Ende hieß es 11:2 und Aufstieg für Niederkassel!
Statistik:- Grounds: 1.657 (1 neuer; diese Saison: 242 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.713 (1; diese Saison: 277)
- Tageskilometer: 30 (30km Rad)
- Saisonkilometer: 60.340 (39.590 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 8.440 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.790 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 55 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 517 Wochen.
Donnerstag, 16. Juni 2016
W516I: Aufstiegsplayoffs in Sechtem
FC Pech 1956 ..................................................... 1
- Datum: Mittwoch, 15. Juni 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Aufstiegsrunde zur Kreisliga B (2. Kreisliga C, Bonn/ Staffel 2 gegen 2. Kreisliga C, Bonn/ Staffel 3; jeweils 10. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 98 Min. (48/50) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 11. Denis Bychal, 2-0 30. Norman Karst, 2-1 60. Sven Müller, 3-1 81. Norman Karst
- Gelbe Karten: Norman Karst, Jowan Haji Rachid (Lengsdorf); Justin Spindler, Loris Marco Colitta (Pech)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz Sechtem (neutraler Platz; Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 130 (davon ca. 70 Pecher und 40 Lengsdorfer)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Kein überragendes, aber recht spannendes und schnelles Spiel mit verdientem Sieger)
Photos with English Commentary:Play-off match: Lengsdorf defeat Pech (in Sechtem)
Ein Freundschaftsspiel kurz nach Saisonende zwischen Pech und Lengsdorf in Sechtem? OK, da kann man mal hinfahren am Mittwochabend... Als ich auf die Lengsdorfer Facebookseite schaute, stellte sich auch schnell heraus, dass der bescheuerte Staffelleiter bei fussball.de eine falsche Eintragung vorgenommen hatte: die Zweitplatzierten der Kreisliga C-Staffeln spielen nicht als Test gegeneinander, sondern um den Aufstieg. Es gibt auch noch einen dritten im Bunde, die Reserve von Salia Sechtem. Die spielte gegen Lengsdorf in Pech 1:1 am letzten Sonntag und um die Aufstiegsrunde abzuschließen, treffen Pech und Sechtem noch in Lengsdorf – von den drei Plätzen der wegen seiner landschaftlichen Lage mit Abstand attraktivste Platz für Zuschauer aber aufgrund der Asche unangenehmste für die Spieler – aufeinander. Ich wollte mir aber noch das eine Spiel mal angucken, da ich in Sechtem noch nicht war.
Außerhalb des gesichtslosen Kaffs liegt ein sehr guter Kunstrasen, der von Bäumen und Hecken umgeben ist und auf einer Seite mit drei Stehstufen bestückt ist. Hinter dem einen Tor steht ein frisch gebautes oder saniertes Sportlerheim. Die hohen Zäune auf zwei Seiten sind unschön aber praktisch. 2€ Eintritt war normal teuer für die Region – wenigstens wurde nicht noch Play-off-Zuschlag verlangt... Zu dem Spiel kamen außer gut 70 Pechern und deutlich weniger Lengsdorfern auch viele Eingeborene.
Lengsdorf (holte 70 Punkte und schoss über 100 Tore in der Saison) war von Beginn an die bessere Mannschaft, Pech (holten nur 58 Punkte und schossen gut 30 Tore weniger: keine Ahnung ob deren Staffel stärker besetzt war als die der Lengsdorfer) nur mit regelmäßigen Entlastungsangriffen, die vorne ganz schwach ausgeführt wurden. Mit einem Kopfball aus gut 15 Metern ging Lengsdorf in Führung. Nach einer halben Stunde ein starker Pass an den Fünfer und ebenso starker Abschluss gegen die Laufrichtung des Torwarts zum 2:0. Nach der Pause kam auch Pech mal zum Zuge, schoss auch ein Tor, doch insgesamt waren die Pecher viel zu harmlos. Mit Pech hatte die Niederlage nichts zu tun – Lengsdorf setzte noch einen Kontertreffer drauf zum 3:1.
Dadurch, dass zwei der drei Teams aufsteigen, sicherten sich die Lengsdorfer den Aufstieg heute – fantechnisch leider ganz schwach: z.B. in Kelz haben die Pingsheimer nach dem Aufstieg in die Kreisliga B Bengalos und Leuchtraketen abgefeuert – und Pech ist auch noch lange nicht raus. Sie müssen nur gegen die Sechtemer Zweite am nächsten Sonntag gewinnen.
Statistik:- Grounds: 1.651 (1 neuer; diese Saison: 236 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.707 (1; diese Saison: 271)
- Tageskilometer: 30 (30km Rad)
- Saisonkilometer: 59.370 (39.010 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 8.090 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.750 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 52 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 516 Wochen.
Samstag, 6. Juni 2015
W462I: Kein Klassenerhalt trotz 4:2 nach Regulärer Spielzeit und 4:2 im Elfmeterschießen
SG SV Eintracht Eich/ SpVgg 04/25 Nickenich/
SV Kell II ........................................................... 2
- Datum: Freitag, 5. Juni 2015 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Relegation zur Kreisliga B Rhein/Ahr (Auf- und Abstiegsrunde zur 9. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-2 nach 93 Minuten (45/48); Halbzeit: 1-1, zusätzlich Elfmeterschießen: 4-2 für GSV
- Tore: 1-0 18. Daniel Röber, 1-1 28. Udo Schmitt, 2-1 48. Denis Schäfer, 3-1 53. Daniel Röber, 3-2 78. Alexander Keller(?), 4-2 88. Jan Hoffmann
- Gelbe Karten: Denis Schäfer (GSV); Kilian Thon (Eich)
- Rote Karten: keine
- Spielort: Sportplatz Gönnersdorf (Kap. 750, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 70 Grafschafter und 50 Eicher, der Rest neutral)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutes, unterhaltsames und spannendes Spiel)
Photos with English Commentary: a) Play-Off Match: GSV Vettelhofen Res. v SG Eich Res. (at Gönnersdorf)
b) Rhineland-Palatinate: Oberwinter, Schloss Marienfels, Remagen, Schloss Ahrenthal, Waldorf
Donnerstag war mit Fronleichnam einer der vielen Feiertage im katholischen Rheinland, sodass es keine Uni gab. An Fronleichnam gibt es jedoch auch keine Sportveranstaltungen, sodass es sehr praktisch war, dass meine Freundin Khatereh gerade zu diesem Tag nach Bonn zum Sightseeing kam.
Am Freitag machte ich alleine mit Sightseeing weiter, linksrheinisch kenne ich nämlich südlich der Rolandsburg nichts. Eine Radtour bei schwülen (will da niemanden bloßstellen, aber ich kenne Ausländer, die haben Probleme mit Umlauten und sprechen dieses Wetter, auch sehr treffend, als „schwul“ aus) 35 Grad ist natürlich nicht so angenehm, wenn die Radwege so scheiße sind wie zwischen Oberwinter und Bad Breisig, also so wie man Rheinland-Pfalz erreicht hat, dann ist die Tour erstrecht nicht toll. Allerdings schien es viele gar nicht zu interessieren, wenn man auf der B9 verbotenerweise den Standstreifen benutzt oder auf der rechten Markierung fährt. Falls jemand am Freitag im Radio eine Verkehrsmeldung gehört hat wie: „Radfahrer auf der B9 zwischen Remagen und Sinzig“ oder „...Bad Breisig und Remagen“, dann weiß er jetzt, wer es war...
Sightseeing war jetzt auch nicht unbedingt spektakulär: Oberwinter hat ein bisschen Fachwerk zu bieten... auf der gegenüberliegenden Seite macht Unkel mehr daher... auf einen Kilometer Entfernung kann man Schloss Marienfels bei Remagen sehen, das mal dem Haribo-und-Wetten-dass?-Fritzen gehört hat... Remagen selbst hat eine innen schön ausgemalte Wallfahrtskirche „St. Apolinaris“ zu bieten... und das Schloss Ahrenthal ist die übliche, privatgenutzte 0815-Wasserschlossanlage, die man überall im Rheinland sehen kann.
Die Zweitplatzierten der beiden Kreisliga C Staffeln und die Vorletzten der beiden Kreisliga B Staffeln tragen im Rhein/Ahr-Kreis eine Qualifikationsliga mit vier Teams in einer Einfachrunde aus. Bereits aufgestiegen ist mit SC Wassenach die einzige I. Mannschaft und ein Vertreter der Kreisliga C. SV Gering-Kollig II – ebenfalls Zweitplatzierter in einer Kreisliga C – hat im Vergleich zu den beiden heute auf dem Platz stehenden Teams die besseren Karten den zweiten freien Platz in der Kreisliga B 2015/16 zu erreichen. Doch auch die beiden Vorletzten der jeweiligen Kreisligen B, der Grafschafter SV Vettelhofen II und die SG Eich II sind noch im Rennen. Von den drei Qualispielen hat jedes Team ein Heim- und ein Auswärtsspiel und am letzten Speiltag ein Match auf neutralem Platz. Das Spiel heute wurde auf dem Platz des FC Gönnersdorf (Bezirksligist aus 53498 Gönnersdorf im Rhein/Ahr-Kreis zwischen Andernach und Remagen) gespielt.In Gönnersdorf befindet sich ein frisch sanierter Rasenplatz mit vielen Zäunen aber unbrauchbaren Fangnetzen, winzigem Vereinsheim mit dürftiger Infrastruktur und v.a. viel Wald drumherum. Die Sportanlage liegt auch sehr schön gebirgig, sodass man auf Graswällen bis zu drei Meter oberhalb des Spielfeldes sitzen kann. Ein paar Bänke und Schalensitze gibt es auch. Eine Stromleitung geht in ca. 10m Höhe über den Platz hinweg. Insgesamt ein schönes Panorama!
Der Kassenwart verlangte 2€ und war sehr freundlich, wobei er anscheinend nur so interessiert gefragt hat, von wo aus ich mit dem Rad gekommen sei, weil im Rheinland keine Sau Rad fährt. Die Radinfrastruktur ist unmöglich – ab Oberwinter habe ich keinen Radständer mehr gesehen und nicht einen vernünftigen Radweg – und andere Radfahrer sind mir erst nördlich von Remagen wieder begegnet.
Hier auf dem Sportplatz war erfreulich viel los: etwa 150 Zuschauer fanden sich ein, wobei von den Anhänger des Grafschafter SV II auch Stimmung ausging. Die SG Eich II hatte nicht nur etwas weniger Fans mit, sondern auch keine Stimmungsmacher. Doch der GSV-Anhang wusste zu gefallen und reimte mitunter tolle Texte wie „Streichel mir die Wampe... steck ihn in den Mund du Schlampe... nie mehr C-Klasse... GSV...“ – Dabei wurde der Rhythmus des Rocksongs „We’re Not Gonna Take It“ von den „Twisted Sister“ (Link) genommen, wobei man sich eindeutig von einem Vertreter aus dem asiatischen Land, das nach Indonesien und vor Iran die genialste Fanszene dieses Kontinents hat, hat inspirieren lassen: Vegelta Sendai aus Japan (Link).
Ohnehin war sehr originell, was man so zu hören bekam: hinter mir erzählten welche von einem Kreispokalfinale in der Region, das von einem Polizeieinsatz nach einer Massenschlägerei gekrönt wurde und in dem es die „beste gelbe Karte aller Zeiten“ gab: eine wegen zu lauten Jubelns, die der Schiedsrichter mit folgender Aussage begründete; „Sie haben mir ins Ohr gejubelt“...
Auch das Spiel lohnte das Zugucken: Eich II erzielte einen regulären Treffer, doch der Schiedsrichter sah den Ball nicht hinter der Linie, obwohl er bereits ca. 20cm dahinter war ehe der Torwart ihn wegwischte. Danach ging Grafschafter SV in Führung. Doch vor dem Seitenwechsel eine Kopfballbogenlampe aus etwa 16m zum 1:1 Ausgleich. Nach der Pause entschied der Grafschafter SV die Partie für sich mit einem Doppelschlag innerhalb von fünf Minuten. In der Schlussphase kam Eich II noch auf 3:2 ran. Ein 4:2 wurde erst aufgrund von angeblichen Abseits aberkannt, doch kurz darauf traf der Grafschafter SV noch einmal – nun regulär zum 4:2.
Um Eventualitäten über den direkten Vergleich auszuräumen, wurde noch sofort nach Abpfiff ein Elfmeterschießen anberaumt, das mit demselben Ergebnis endete: Eich ging in Führung (0-1), dann ging es 1-1, 1-2, 2-2. Der Grafschafter Torwart hielt, sein Mitspieler traf zum 3-2, dann schoss ein Eicher drüber und mit dem vierten Schützen hatte sich die Entscheidung bereits gefunden: 4-2 für Grafschaft Vettelhoven.
Das Problem an der ganzen Sache: der bereits aufgestiegene SC Wassenach verlor 0:1 gegen Gering-Kollig II, was natürlich Rufe nach Wettbewerbsverzerrung laut werden ließ. Aber ob es nicht ohnehin einen Nachrücker mit dem GSV II gibt, ist unklar – denn angeblich soll eine Reservemannschaft aus Mayen zurückziehen, sodass noch ein Platz frei wäre... Aber wie auch immer: für den neutralen Besucher war das ein sehr lohnender Spielbesuch!
Statistik:- Grounds: 1.380 (heute 1 neuer; diese Saison: 225 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.396 (heute 1; diese Saison: 284)
- Tageskilometer: 90 (90km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 57.080 (42.380 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.050 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.350 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 80 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 462








