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Mittwoch, 17. Juni 2020

W0003I-III: Endlich wieder legal Sport gucken – Tennis in der Region Mittelrhein...

TC Grün Weiß Am Kreuzberg Bonn Lengsdorf 9
Tennisclub Wachtberg (Berkum) ........................ 0
- Datum: Donnerstag, 11. Juni 2020 – Beginn: 9.00
- Wettbewerb: Herren 1.Bezirksliga Linksrheinisch Gr. 001 (nominell 7. Liga, 4. Amateurliga; faktisch derzeit 5. Liga)
- Ergebnis: 9-0 Matches, 18-2 Sätze und 107-42 Spiele nach 6 Einzeln und 3 Doppeln sowie ca. 300 Minuten
- Statistiken: https://tvm.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaTENDE.woa/wa/meetingReport?meeting=10116742&federation=TVM&championship=LRH+S+2020
- Austragungsort: Tennisanlagen Am Kreuzberg (Kapazität: Court 1: 200, davon 120 Sitzplätze / Court 2: 25 Stehplätze, Court 3: 10 Stehplätze + 100 Stehplätze außerhalb der Anlage)
- Zuschauer: bis zu 25 (davon ca. 5 Gästefans/ wegen Coronahysterie beschränkt auf max. 100)
- Unterhaltungswert: 6,0/10

Wesselinger THC Kronenbusch H40 ................. 8
Tennisclub Wachtberg (Berkum) H40-IV ......... 1
- Datum: Donnerstag, 11. Juni 2020 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Herren 40 2.Kreisliga Linksrheinisch Gr. 034 (8. und unterste Liga der Ü40-Herren)
- Ergebnis: 8-1 Matches, 17-2 Sätze und 107-34 Spiele nach 6 Einzeln und 3 Doppeln sowie ca. 240 Minuten
- Statistiken: https://tvm.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaTENDE.woa/wa/meetingReport?meeting=10116841&federation=TVM&championship=LRH+S+2020
- Austragungsort: Tennisanlagen am Kronenbusch (Kapazität: Court 1: 600 Stehplätze, Court 2: 150 Stehplätze, Court 3: 150 Stehplätze / [Court 4: 50 Stehplätze/ Court 5: 50 Stehplätze, Court 6: 50 Stehplätze])
- Zuschauer: bis zu 10 (keine Gästefans?/ wegen Coronahysterie beschränkt auf max. 100)
- Unterhaltungswert: 1,0/10

Tennisverein Grün-Weiß Dransdorf D18 .......... 0
TC Ville Bornheim-Waldorf D18 ....................... 6
- Datum: Samstag, 13. Juni 2020 – Beginn: 9.15
- Wettbewerb: Juniorinnen 18 1.Bezirksliga 4-er Gr. 116 (5. Liga der U18-Juniorinnen)
- Ergebnis: 0-6 Matches, 0-12 Sätze und 12-72 Spiele nach 4 Einzeln und 2 Doppeln sowie ca. 190 Minuten
- Statistiken: https://tvm.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaTENDE.woa/wa/meetingReport?meeting=10117555&federation=TVM&championship=LRH+S+2020
- Austragungsort: Tennisanlagen Dransdorf (Kapazität: Court 1: 100 Stehplätze, Court 2: 100 Stehplätze, Court 3: 150 Stehplätze / Court 4: 150 Stehplätze)
- Zuschauer: bis zu 4 (davon bis zu 2 Gästefans/ wegen Coronahysterie beschränkt auf max. 100)
- Unterhaltungswert: 2,5/10

Tennisclub Wachtberg (Berkum) H40 .............. 5
TC Rot-Weiß Geilenkirchen H40 ...................... 4
- Datum: Samstag, 13. Juni 2020 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Herren 40 Oberliga Mittelrhein Gr. 002 (2. Liga der Ü40-Herren)
- Ergebnis: 5-4 Matches, 11-10 Sätze und 91-88 Spiele nach 6 Einzeln und 3 Doppeln sowie ca. 360 Minuten
- Statistiken: https://tvm.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaTENDE.woa/wa/meetingReport?meeting=10119254&federation=TVM&championship=TVM+Sommer+2020
- Austragungsort: Tennisanlagen Wachtberg (Kapazität: Court 1: 100 Stehplätze, Court 2: 100 Stehplätze, Court 7: 175, davon 25 Sitzplätze)
- Zuschauer: bis zu 40 (keine Gästefans?/ wegen Coronahysterie beschränkt auf max. 100)
- Unterhaltungswert: 7,0/10

Tennisclub Wachtberg (Berkum) H40-III ....... 6
SV Schwarz-Weiß Friesheim H40 ..................... 3
- Datum: Samstag, 13. Juni 2020 – Beginn: 14.45
- Wettbewerb: Herren 40 1.Bezirksliga Linksrheinisch Gr. 023 (5. Liga der Ü40-Herren)
- Ergebnis: 6-3 Matches, 14-6 Sätze und 98-49 Spiele nach 6 Einzeln und 3 Doppeln sowie ca. 400 Minuten
- Statistiken: https://tvm.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaTENDE.woa/wa/meetingReport?meeting=10116747&federation=TVM&championship=LRH+S+2020
- Austragungsort: Tennisanlagen Wachtberg (Kapazität: Court 4: 75, davon 15 Sitzplätze, Court 5: 60 Stehplätze, Court 6: 100, davon 25 Sitzplätze)
- Zuschauer: bis zu 12 (keine Gästefans?/ wegen Coronahysterie beschränkt auf max. 100)
- Unterhaltungswert: 4,5/10

TC Rot-Weiß Bad Honnef .................................. 3
TC Grün-Weiß Königsforst II ........................... 6
- Datum: Sonntag, 14. Juni 2020 – Beginn: 9.15
- Wettbewerb: Herren 1.Verbandsliga Gr. 005 (nominell 5. Liga, 2. Amateurliga; faktisch derzeit 3. Liga)
- Ergebnis: 3-6 Matches, 7-13 Sätze und 71-93 Spiele nach 6 Einzeln und 3 Doppeln sowie ca. 315 Minuten
- Statistiken: https://tvm.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaTENDE.woa/wa/meetingReport?meeting=10119061&federation=TVM&championship=TVM+Sommer+2020
- Austragungsort: Tennisanlagen Grafenwerth (Kapazität: Court 1: 200, davon 50 Sitzplätze, Court 2: 110, davon 10 Sitzplätze, Court 3: 50 Stehplätze)
- Zuschauer: bis zu 25 (keine Gästefans?/ wegen Coronahysterie beschränkt auf max. 100)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

TC Grün-Weiss Gut Buschhof H30 .................. 6
Turnverein Rosbach 1965 H30 .......................... 3
- Datum: Sonntag, 14. Juni 2020 – Beginn: 14.45
- Wettbewerb: Herren 30 1.Bezirksliga Gr. 011 (5. Liga der Ü30)
- Ergebnis: 6-3 Matches, 14-7 Sätze und 103-67 Spiele nach 6 Einzeln und 3 Doppeln sowie ca. 330 Minuten
- Statistiken: https://tvm.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaTENDE.woa/wa/meetingReport?meeting=10117713&federation=TVM&championship=RRH+S+2020
- Austragungsort: Tennisanlagen Gut Buschhof (Königswinter-Thomasberg; Kapazität: Court 4: 450, davon 350 Sitzplätze, Court 6: 100 Stehplätze, Court 7: 70 Stehplätze, Court 8: 30, davon 8 Sitzplätze, Court 9: 80 Stehplätze)
- Zuschauer: bis zu 20 (keine Gästefans?/ wegen Coronahysterie beschränkt auf max. 100)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 TC GW Am Kreuzberg Bonn-Lengsdorf 9:0 TC Wachtberg Photos with English commentary:
a) Tennis in Bonn: Am Kreuzberg vs. Wachtberg (Men), Dransdorf vs. Ville (U18 Girls)
b) Tennis in Wesseling, Wachtberg und dem Vorgebirge: Wesseling vs. Wachtberg IV (40+), Wachtberg vs. Geilenkirchen (40+), Wachtberg III vs. Friesheim (40+)
c) Tennis zwischen Sieg und Siebengebirge: Bad Honnef vs. Königsforst (Men), GUT BUSCHHOF VS. ROSBACH (30+)
d) Bonn & Surroundings: Dransdorf, Berkum
e) Wesseling: Industrial Town
f) Siebengebirge: Bad Honnef Grafenwerth Rhine River Islet, Rosenau Castle Ruin

Im Gegensatz zu den Pferdesportidioten, die deutschlandweit „Geisterturniere“ durchführen, haben viele Tennislandesverbände den jeweiligen Landesfürsten aus dem Kreuz geleiert, dass unter Wahrung der Spielregeln der Hygienehysteriker je nach Anlage und Bundesland zwischen einer Handvoll und mehreren Hundert Zuschauern erlaubt sind (z. B. NRW bis zu 100, Rheinland-Pfalz bis zu 250 und Mecklenburg-Vorpommern ohne Beschränkung, solange Abstand gehalten werden kann (also faktisch zwischen 20 und 500 je nach Anlage)). Negative Ausnahmen sind z. B. Sachsen (Spielbetrieb bis mindestens 29.6. ohne Zuschauer) oder Sachsen-Anhalt (kein Spielbetrieb vor 1.7.)
In NRW fing der Spielbetrieb in etlichen Ligen bereits diesen Donnerstag an – der Feiertag „Fronleichnam“ macht es möglich – und bei den dortigen Matches waren wie gesagt bis zu 100 Zuschauer erlaubt. Ich denke, zu keinem einzigen dieser Knallerspiele (ob Männerbezirksliga, Frauen-Ü40-Kreisliga oder Herren-Ü50-Verbandsliga) kamen auch nur halb so viele Zuschauer zusammen...
Aber Hauptsache für den Tennis-Breitensport wurden halbwegs vernünftige Regelungen gefunden. Während die Profis unter Ausschluss der Öffentlichkeit irgendwelche Privatturniere spielen, die beiden Bundesligen abgesagt wurden und die halbprofessionellen Regionalligen (3. Ebenen) nur teilweise spielen können wegen vieler Mannschaftsrückzüge, ist alles ab Oberliga abwärts derzeit das Einzige an Sport, dass der geneigte Fan in ganz Deutschland besuchen darf (zumindest bis einschließlich diesem Wochenende). Diese Tennisspiele sind nicht nur die einzigen Wettkämpfe mit Zuschauern, sie sind kostenlos, man betritt die Anlage nach Desinfizierung der Hände am Eingang und dort erfolgender Angabe von Personalien wegen der Rückverfolgung eventueller Infektionen – aber muss eben keinen Klamauk machen mit über den Zaun gucken oder auf die Anlage schleichen wie beim Pferdesport. So ist also an Fronleichnam nicht nur der Leichnam froh, sondern auch der Tennisfan... TC GW Am Kreuzberg Bonn-Lengsdorf 9:0 TC Wachtberg Ich konzentrierte mich am Donnerstag, Samstag und Sonntag auf Spiele in Bonn und Umgebung. In Bonn gibt es 20 Tennisanlagen und 3 Tennishallen, in denen Spielbetrieb stattfindet. 1 Tennisanlage (ITC Bad Godesberg) wird keinen Spielbetrieb diesen Sommer organisieren, 1 (THC Blau-Weiß/ am Wasserland) hatte ich bereits vor drei Jahren mal bei einem Oberligaspiel besucht, aber von den anderen 18 Anlagen habe ich binnen 3 Tagen dann auch doch nur 2 abgehakt, da ich noch mehr ins Umland zu landschaftlich schöneren Anlagen bin, doch mit der laut Vereinswebsite „schönsten Anlage Bonns“, der Tennisanlage am Kreuzberg, fing ich am Fronleichnamsmorgen an.

Da oben am Kreuzberg – oberhalb vom Fußballplatz und unterhalb der Kapelle – angekommen, stellte ich fest, dass diese Anlage (trotzdessen die Anlagen am Wasserland baulich aufwendiger und insgesamt auch sehr schön sind) wirklich die schönsten Tennisplätze Bonns hat. Landschaftlich sehr nett gelegen und wenigstens Court 1 mit einer schönen Tribüne mit Sitzbänken und einer Art Terrasse mit Bänken und Baumbestand. Die anderen Plätze haben kaum Zuschauerkapazitäten.

Wegen eines Schauers zuvor bummelten die Spieler etwas und die Matches begannen erst gegen 9.30 Uhr. Drei Einzel parallel, dann noch mal 3 Einzel parallel. In nur zwei der sechs Einzel holte Wachtberg mal auch nur einen Satz. Verloren haben sie alle.
Besonders beim ersten Einzel auf Court 1 gab es richtig gute Ballwechsel zu sehen, flottes Spiel, teilweise auch Emotionen bis hin zu fußballtypischen Aufforderungen wie „halt doch mal die Fresse, du Spast“... War schon nicht schlecht, der Wettkampf dort! Die Doppel schaute ich aber trotzdem nicht an, da so gebummelt wurde, dass ich sonst viel später in Wesseling angekommen wäre. Nach den 6 verlorenen Einzeln war für Wachtberg eh nichts mehr zu holen. Ich las dann im Internet später, dass sie in der Tat vom TC GW Am Kreuzberg 9:0 abgeschossen wurden – die Höchststrafe!
Wesselinger THC Kronenbusch H40 8:1 TC Wachtberg H40Danach ging es wie gesagt nach Wesseling, wo unweit der drei größten Fußballplätze und der größten Sporthalle der Leunaer Partnerstadt eine wirklich ansehnliche Tennisanlage mit 7 Plätzen liegt. Der Hauptplatz (Court 1) hat eine vierreihige Betontribüne, die Terrasse vom Sportlerheim sorgt für einen tollen Überblick und die Bäume drumherum sind sehr schön. Weniger schön ist die Geräuschkulisse von der direkt an der Westseite vorbeiführenden Autobahn...

Überhaupt nicht schön war dann leider das Spielniveau. OK, ich war halt hier, weil ich mal die Anlage fotografieren wollte. 40+ Kreisliga; klar dass das nicht mit der Bezirksliga von vorhin mithalten konnte. Aber Aufschläge ins eigene Feld anderthalb Meter vors Netz?! 2 Stunden für ein Zweisatzdoppel plus Champions-Tiebreak mit fast keinen längeren Ballwechseln sondern v.a. Fehlerorgien?! Naja, egal. Wesseling demontierte Wachtberg mit 8:1 (nur ein Doppel ging im Champions Tiebreak mit 10:8 verloren, ansonsten wurde nicht ein einziger Satz abgegeben), die Atmosphäre war nett, ein paar Wesselinger waren interessiert, dass sich zu der Handvoll Clubfreunde auch mal ein Auswärtiger zum Zugucken hinzusetzt – und selbst dieses bisher schwächste Tennisspiel, das ich live gesehen habe (diesen zweifelhaften Rang hatte bisher eine Partie der TSV Leuna Damenmannschaft inne) ist allemal besser, als Sport im Fernsehen (v.a. wenn auch noch ohne Zuschauer ausgetragen) zu schauen. Aber schon kurios: Die beiden schwächsten von mir besuchten Tenniswettkämpfe fanden in den Partnerstädten Leuna und Wesseling statt... TV Grün-Weiß Dransdorf D18 0:6 TC Ville Bornheim D18Am Freitag war arbeiten angesagt – und das nicht zu knapp, was nach der ganzen Kurzarbeit ja auch sehr erfreulich ist.

Am Samstag ging es wieder aufs Rad. Erst einmal die Burg (ein ergrautes und als Musikschule genutztes Wasserschloss) und Kirche (moderner weißer Bau) von Bonn-Dransdorf ablichten. Und dann zum TC Grün-Weiß Dransdorf, der eine von Bäumen und Häusern umgebene, leider unspektakuläre und ausbautenlose Anlage hat. Samstagvormittag spielt meist nur die Jugend und die ist diese Saison leider sehr ausgedünnt. Überhaupt nicht nachvollziehbar! Haben doch eh kaum Schule die U18, U15 und U12...

So gab es in ganz Bonn nur zwei Vormittagsspiele, beide U18-Mädchen-Ligen. Hier in Dransdorf war der TC Ville aus Bornheim-Waldorf zu Gast. Unterhalb dieser Bezirksliga gibt es noch zwei Spielklassen – war bei dem Niveau der Spielerinnen, v.a. dem der Dransdorferinnern, nicht zu verstehen... Nach vier Einzeln mit je nur zwei Sätzen war alles klar: 0-4 für Ville. Die Doppel spielten die Gäste auch locker runter: 0-6 bei 0-12 Sätzen. Gerade einmal 12 Spiele holte Dransdorf (72 holte Ville). Wachtberg BerkumNominell sehr hochklassig war dann meine zweite Sportveranstaltung heute: die 40+ Herrenmannschaften von Wachtberg und Geilenkirchen trafen in der Oberliga aufeinander. Parallel dazu spielte auch die III. 40+ Mannschaft vom TC Wachtberg gegen den SV Schwarz-Weiß Friesheim, sodass ich immer wieder nach einigen Spielen oder einem beendeten Satz zwischen den insgesamt 6 bespielten Plätzen hin und her lief. Die Anlage ist groß und weitläufig, einige der Plätze sind wenig attraktiv, doch die Landschaft drumherum ist schön und die Courts 3, 4, 6 und 7 haben Wälle bzw. kleine Tribünen oder Bankkonstruktionen für ein schönes Zuschauen. In Wachtberg-Berkum war ich ja schon zum Fußball, hatte damals aber das Wasserschloss vergessen zu fotografieren. Das liegt aber auch schön gegenüber den Tennisplätzen und der Innenhof darf betreten werden.

Zurück auf die Anlage: Die wirklich sehr gutklassige Oberligapartie verfolgte ich natürlich länger und ausgiebiger als die immer noch recht ansehnliche Bezirksligapartie der III. Mannschaft. Die Oberligapaarung war auch spannender, denn Wachtberg I und Geilenkirchen gewannen je 3 Einzel, es gab drei Tiebreaks und zwei Paarungen endschieden sich erst im Champions-Tiebreak. Nachdem ein Doppel klar an Geilenkirchen ging, brauchten die anderen beiden Doppelpaarungen recht lange zur Entscheidungsfindung. Nach gut 2 Stunden hatten sich dann aber doch noch die Wachtberger mit zwei Siegen und somit insgesamt 5:4 Punkten durchgesetzt – die entscheidende Partie endete auch erst mit einem Champions Tiebreak.
Die III. Mannschaft von Wachtberg hatte nach 4 gewonnen Einzeln eine gute Ausgangsposition und schon nach dem ersten beendeten Doppel stand ihr Sieg fest. Als das letzte Doppel zuende war, stand es 6:3 für Wachtberg III – nach gut 400 Minuten um 21.25 Uhr! Im Clubhaus war noch unter Wahrung des Hygieneregimes reger Betrieb um diese Zeit. Ich fuhr dann nach Bonn zurück.

Im Übrigen ging die Tennissaison heute auch in Mecklenburg-Vorpommern los und meine Eltern fuhren dafür extra mit dem Zug von Rostock nach Stralsund. Dort kamen sie mit den Vereinsangehörigen besser ins Gespräch als ich hier im Rheinland. Interessant war die in Stralsund geäußerte Kritik an Vorgaben der Politik, an dem Herumdiskutierenmüssen um Selbstverständlichkeiten wie Doppelspielen und der ungewöhnlich hohen Anzahl zurückgezogener Mannschaften. In Mecklenburg-Vorpommern waren es wohl 20%, in der Region Mittelrhein war im Internet gar von 26-27% die Rede. Hier auf den Plätzen am Mittelrhein hörte ich aber kein Unverständnis gegenüber den Behörden heraus: Hier scheint man völlig zufrieden zu sein mit Unsinnsvorgaben wie dem Desinfizieren der Spielerbänke vor jedem Match. Lecken die sonst an den Bänken, oder wieso ist das ein angeblicher Infektionsherd? Aber unsere Politiker und Medienmenschen haben ja auch als eine der tollen Losungen neben „Abstand halten“, „zuhause bleiben“ und „alles auf virtuell umstellen“ auch noch „demütig sein“ ausgegeben. Da sind wohl am Mittelrhein alle voller Demut, dass sie überhaupt legal Tennis und das sogar mit Zuschauern spielen dürfen, sodass sie die unnötigen Schikanen der Behörden hinnehmen. TC Wachtberg H40 III 6:3 SC Schwarz-Weiß Friesheim H40Samstagabend/ -nacht änderte ich noch meine Pläne, zwei weitere Spiele in Bonn zu besuchen: Es gibt nämlich im Spielbezirk Rechtsrheinisch viel sehenswertere Anlagen als in der Stadt. Ganz besonders die in Königswinter-Thomasberg.
Doch zuerst ging es den Rhein entlang nach Bad Honnef auf die Rheininsel Grafenwerth. Dort befindet sich die Tennisanlage mit einem sehr modernen Klubhaus und ein paar Zuschauerrängen an Court 1 sowie einem Wall an Court 2 und außerdem tollen Bäumen. In dieser schönen Insellage spielte der TC Rot-Weiß Bad Honnef in der Verbandsliga der Herren gegen die Reserve vom Kölner Grün-Weiß Königsforst. Die Gäste schienen im Allgemeinen stärker, schneller, jünger und dadurch erfolgreicher. Immerhin holte Bad Honnef 2 Einzel, doch eines der Doppel verloren sie ganz schnell. Am Ende verloren sie noch ein zweites Doppel und somit 3:6 die Gesamtwertung. TC RW Bad Honnef 3:6 TC GW Königsforst IIDas gleiche Resultat mit 4 Einzeln und 2 Doppeln an den Sieger, hier aber für den Gastgeber, dem TC Grün-Weiß Gut Buschhof aus Thomasberg, gab es dann am Nachmittagsspiel bei der 30+ Bezirksliga. Zugast war hier der TV Windeck-Rosbach. Die erfreulich guten, manchmal etwas langatmigen Partien dauerten bis kurz nach 20 Uhr und wussten zu gefallen. Richtig genial und Grund für das Kommen war jedoch die Anlage. Es gibt auch andere spektakuläre Anlagen, v.a. in Rheinland-Pfalz, Bayern, Thüringen oder Sachsen, ich habe auch schon sehr exponierte Plätze in anderen Ländern gesehen (z. B. in Marokko oder dem Libanon) – aber hier im Siebengebirge die Tennisplätze terrassenartig in den Hang zu bauen, davon einer mit steiler neunreihiger Sitztribüne, ein anderer mit ganz steilen Stehmöglichkeiten und einer Sitzbank mit Bierabstellfläche und einem Court am Clubhaus, von dessen Zuschauerbereich man bis Wesseling und Köln schauen kann: GENIAL! Wie vom Club beschrieben; die wohl schönste Anlage im Rheinland! 

Ein verlängertes Tenniswochenende ging also nach über 1500 Minuten bzw. fast 26 Stunden in 7 Wettspielen auf 6 Anlagen mit zusammen 24 bespielten Courts zu Ende. Hat auch mal Spaß gemacht und wird ja wohl nicht das letzte Mal auf den Tennisplätzen der Region sein, gerade auch in diesem Sommer nicht das letze Mal – selbst wenn es vereinzelt demnächst wieder Amateurfußball mit Zuschauern geben sollte. NRW lässt ja 100 Zuschauer bei Testspielen zu – da müssen sich die Vereine nur mal aus ihrer Corona-Panik-Lethargie herausbewegen und einen funktionierenden Spielbetrieb bzw. flächendecken Test- und Turnierspiele austragen. Die NRW-Landesregierung von Laschet schafft ja immerhin Möglichkeiten dafür – im Gegensatz zu Söder und seinen Separatisten aus Bayern, dem SED-Spinner in Thüringen, dem Gruselkabinett bei uns in Sachsen-Anhalt oder dem, wie er letzthin so toll bezeichnet wurde, „dümmsten Hammel im ganzen Freistaat Sachsen“, wo Fußballspiele schon seit zwei Wochen ausgetragen werden, doch dann vor 0 Zuschauern im Stadion aber schon mal 100 Zaungästen, wie hier von den Groundhoppingkollegen aus Meißen beschrieben... 

Tennis ist bei so mancher schöner Anlage und bei dem Mannschaftswettspielmodus aber ein akzeptabler Ersatz für Fußball, lieber wäre es mir jedoch als Ergänzung zum Fußball: 9-12h Tennis, 12.30-14.30 und 15-17h Fußball, 17.30-21h noch mal Tennis – das wäre der ideale Sporttag!

Mittlerweile habe ich also bei einigen Tennisklubs meine Daten für 1 Monat hinterlegt. Mit jedem weiteren Klub steigt die Chance, mal endlich angerufen zu werden, dass man in Quarantäne müsse, weil irgendein Coronaverdachtsfall am Klubhaus vorbeigelaufen oder am Zaun vor der Anlage genießt hat...
Wer solche Anrufe vermeiden will kann natürlich entweder die Anlage so betreten, dass er unauffällig die Eintragung in die ausliegenden Listen umgeht oder auch falsche Angaben machen – nachprüfen kann das keiner: es gibt keine Pflicht, seinen Ausweis mitzuführen (falls Hilfssheriffs mal kontrollieren kommen, kann man das denen auch sagen) und den Ausweis muss man schon gar nicht jemandem vom Verein zeigen. Die Coronabeauftragten der Tennisklubs fordern sowas auch nicht ein. Man sollte halt nur für sich selber überlegen, ob man wirklich eine falsche Telefonnummer oder Adresse hinterlegen will – die Daten wird kein Klub zu missbrauchen wagen und es ist extrem unwahrscheinlich, noch viel unwahrscheinlicher als nach einem Restaurantbesuch (dort müssen ja auch oft Daten angegeben werden), dass man tatsächlich kontaktiert wird.
Wenn man sich zur Angabe einer falschen Adresse entscheidet, finde ich das aber auch nachvollziehbar und ich denke, die Coronabeauftragten rechnen mit so etwas ebenfalls und können es nachvollziehen. Man sollte es aber bitte nicht übertreiben. Also „Bergstraße 77“ statt echte Adresse „Talstraße 77“ oder „Bergstraße 11“ – OK, OK. Aber nur Vollpfosten tragen in die Besucherliste das ein, was der Bekannte eines bei einem der Spiele in der Nähe von mir stehenden Zuschauers so (oder so ähnlich) in einer Gaststätte angegeben haben soll: „Eduard Eiermann/ Arschaffenburger Allee 1234, 00815 Pimmelberg/ Tel.: 0190 666 666“... TC Grün-Weiß Gut Buschhof H30 6:3 TV Rosbach H30Statistik:
- Grounds: 2.636 (24; diese Saison: 191 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.869 (7; diese Saison: 220)
- Tourkilometer: 140km (Do 40km Rad, Sa 50km Rad, So 50km Rad)
- Saisonkilometer: 91.950 (62.440 Flugzeug/ 25.830 Auto, davon 7.160 Mietwagen/ 3.700 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 40 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 22 des Jahres 2020 (25.-31.05.), d.h. seit 3 Wochen in Folge [letzte Serie und Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Mittwoch, 14. März 2018

W607I: Interessanter Kick im Regen auf dem neuen Lengsdorfer Rasen

VfL Lengsdorf 1972 III ........................................... 5
Arriba Perú Bonn .................................................... 0
- Datum: Dienstag, 13. März 2018 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Kreisliga D, Bonn/ Staffel 1 (11. / unterste Liga, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-0 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 52. Gökhan Ünal, 2-0 55. Gökhan Ünal, 3-0 68. Lorenzo Halfen, 4-0 85. Bilal Al-Toubasi, 5-0 88. Daniel Peters
- Gelbe Karten: NN, NN, NN (Lengsdorf); XY, XY, XY (Peru)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Lengsdorf (Kap. 1.200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel) VfL Lengsdorf III 5:0 Arriba Perú Bonn Photos with English Commentary:
11th Division in Bonn: Lengsdorf Third XI vs. Arriba Perú

Am Morgen beim Frühstück hatte ich noch etwas Zeit und schaute mal halbherzig nach Ansetzungen, die in der Nähe meiner Arbeitsstelle waren. In Lengsdorf war ich zwar schon mal, aber der idyllisch gelegene Hartplatz ist nun ein nicht minder idyllischer Naturrasen seit einigen Monaten. Also hoch zum VfL Lengsdorf, dessen III. Mannschaft ein Nachholspiel im Dauerregen gegen Arriba Perú austrug.

Den FC „Vorwärts Peru“ habe ich nicht zum ersten Mal gesehen, aber zum ersten Mal bin ich mit jemanden vom Verein ins Gespräch gekommen. Die freundliche junge Frau sprach allerdings nur Spanisch und meine Spanischlehrerin am Domgymnasium war schlecht und ich habe auch schon seit Jahren nicht mehr Spanisch benutzt – aber Lateinamerikaner sprechen 1. angenehmeres und langsameres Spanisch als Spanier von der iberischen Halbinsel mit ihrem Schnellgenuschel und 2. kann ich mich über einfache Dinge schon noch gescheit austauschen auf Spanisch. Da habe ich z.B. mitgekriegt, dass bei Arriba Peru außer Peruanern auch Kolumbianer und Ecuadorianer aus dem Raum Köln-Bonn spielen – aber keine Deutschen oder Migranten aus anderen Ländern – und dass sie aus Köln regelmäßig zu den Spielen ihrer Freunde fährt. Nur habe ich nicht ganz herausbekommen, warum jemand aus Lima in Köln lebt und dann weder Deutsch noch Englisch kann...

Das Umfeld von Lengsdorf war auch interessant: die wenigen Zuschauer waren überwiegend junge Leute, die Russlanddeutschen mit dem furchtbaren Akzent waren wohl Altherrenspieler, irgendwelche linksextremen Kurden haben Graffitis gegen Assad und die Freie Syrische Armee sowie für die PKK hinterlassen. Dann ist die III. eine sehr durchmischte Truppe, doch von Julian bis Abdulkader zogen da alle an einem Strang und brachten eine geschlossene Mannschaftsleistung, die nach torloser erster Hälfte schließlich zu einem 5:0 Sieg, u.a. mit einer 30m-Bogenlampe in den Winkel zum 3:0, führt. Arriba Peru holzte noch ein bisschen rein, manch ein Lengsdorfer reagierte da auch schön drauf – wobei ein „ey was gehtn mit dir ab, Alta?!“ nach einem Nachtreten wohl von den meisten Arriba-Peru-Kickern gar nicht verstanden wurde – aber Sportfreund Albagdade, der im Gegensatz zu vielen Gästespielern perfekt zwei- oder mehrsprachig ist, hatte wieder alles im Griff! VfL Lengsdorf III 5:0 Arriba Perú Bonn Statistik:
- Grounds: 2.131 (0; diese Saison: 150 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.289 (1; diese Saison: 184)
- Tourkilometer: 30 (30km Rad)
- Saisonkilometer: 35.960 (22.880 Auto, davon 4.280 Mietwagen/ 10.460 Flugzeug/ 2.300 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 72 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 607 Wochen.

Donnerstag, 16. Juni 2016

W516I: Aufstiegsplayoffs in Sechtem

VfL Lengsdorf 1972 .......................................... 3
FC Pech 1956 ..................................................... 1
- Datum: Mittwoch, 15. Juni 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Aufstiegsrunde zur Kreisliga B (2. Kreisliga C, Bonn/ Staffel 2 gegen 2. Kreisliga C, Bonn/ Staffel 3; jeweils 10. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 98 Min. (48/50) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 11. Denis Bychal, 2-0 30. Norman Karst, 2-1 60. Sven Müller, 3-1 81. Norman Karst
- Gelbe Karten: Norman Karst, Jowan Haji Rachid (Lengsdorf); Justin Spindler, Loris Marco Colitta (Pech)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz Sechtem (neutraler Platz; Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 130 (davon ca. 70 Pecher und 40 Lengsdorfer)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Kein überragendes, aber recht spannendes und schnelles Spiel mit verdientem Sieger) VfL Lengsdorf 3:1 FC Pech (Relegationsspiel zur Kreisliga B in Sechtem) Photos with English Commentary:
Play-off match: Lengsdorf defeat Pech (in Sechtem)

Ein Freundschaftsspiel kurz nach Saisonende zwischen Pech und Lengsdorf in Sechtem? OK, da kann man mal hinfahren am Mittwochabend... Als ich auf die Lengsdorfer Facebookseite schaute, stellte sich auch schnell heraus, dass der bescheuerte Staffelleiter bei fussball.de eine falsche Eintragung vorgenommen hatte: die Zweitplatzierten der Kreisliga C-Staffeln spielen nicht als Test gegeneinander, sondern um den Aufstieg. Es gibt auch noch einen dritten im Bunde, die Reserve von Salia Sechtem. Die spielte gegen Lengsdorf in Pech 1:1 am letzten Sonntag und um die Aufstiegsrunde abzuschließen, treffen Pech und Sechtem noch in Lengsdorf – von den drei Plätzen der wegen seiner landschaftlichen Lage mit Abstand attraktivste Platz für Zuschauer aber aufgrund der Asche unangenehmste für die Spieler – aufeinander. Ich wollte mir aber noch das eine Spiel mal angucken, da ich in Sechtem noch nicht war.

Außerhalb des gesichtslosen Kaffs liegt ein sehr guter Kunstrasen, der von Bäumen und Hecken umgeben ist und auf einer Seite mit drei Stehstufen bestückt ist. Hinter dem einen Tor steht ein frisch gebautes oder saniertes Sportlerheim. Die hohen Zäune auf zwei Seiten sind unschön aber praktisch. 2€ Eintritt war normal teuer für die Region – wenigstens wurde nicht noch Play-off-Zuschlag verlangt... Zu dem Spiel kamen außer gut 70 Pechern und deutlich weniger Lengsdorfern auch viele Eingeborene.

Lengsdorf (holte 70 Punkte und schoss über 100 Tore in der Saison) war von Beginn an die bessere Mannschaft, Pech (holten nur 58 Punkte und schossen gut 30 Tore weniger: keine Ahnung ob deren Staffel stärker besetzt war als die der Lengsdorfer) nur mit regelmäßigen Entlastungsangriffen, die vorne ganz schwach ausgeführt wurden. Mit einem Kopfball aus gut 15 Metern ging Lengsdorf in Führung. Nach einer halben Stunde ein starker Pass an den Fünfer und ebenso starker Abschluss gegen die Laufrichtung des Torwarts zum 2:0. Nach der Pause kam auch Pech mal zum Zuge, schoss auch ein Tor, doch insgesamt waren die Pecher viel zu harmlos. Mit Pech hatte die Niederlage nichts zu tun – Lengsdorf setzte noch einen Kontertreffer drauf zum 3:1.

Dadurch, dass zwei der drei Teams aufsteigen, sicherten sich die Lengsdorfer den Aufstieg heute – fantechnisch leider ganz schwach: z.B. in Kelz haben die Pingsheimer nach dem Aufstieg in die Kreisliga B Bengalos und Leuchtraketen abgefeuert – und Pech ist auch noch lange nicht raus. Sie müssen nur gegen die Sechtemer Zweite am nächsten Sonntag gewinnen. VfL Lengsdorf 3:1 FC Pech (Relegationsspiel zur Kreisliga B in Sechtem) Statistik:
- Grounds: 1.651 (1 neuer; diese Saison: 236 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.707 (1; diese Saison: 271)
- Tageskilometer: 30 (30km Rad)
- Saisonkilometer: 59.370 (39.010 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 8.090 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.750 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 52 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 516 Wochen.

Montag, 13. April 2015

W454III-IV: Ein Wochenende auf Bonner Sportplätzen

TuS Pützchen 05 ....................................................... 5
TuS Roisdorf ............................................................. 1
- Datum: Sonntag, 12. April 2015 – Beginn: 16.15
- Wettbewerb: Kreisliga B, Bonn/ Staffel 1 (9. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-1 nach 93 Minuten (45/48); Halbzeitstand: 1-1
- Tore: 1-0 9. Gabriel Wiedera, 1-1 12. Sascha Weichert, 2-1 57. Juwan Sido, 3-1 78. Juwan Sido, 4-1 79. Juwan Sido, 5-1 93. Juwan Sido
- Verwarnungen: Timo Bieding, Juwan Sido (Pützchen), Kai Bottschen, NN, NN (Roisdorf)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Pützchen (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel mit einigen schönen Treffern)

Godesberger Fußballverein 2006 II ........................ 1
TuRa Germania 1912 Oberdrees II ........................ 1
- Datum: Sonntag, 12. April 2015 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Kreisliga C, Bonn/ Staffel 3 (10. Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 97 Minuten (47/50); Halbzeitstand: 1-1
- Tore: 1-0 22. Kaloyan Totuhov, 1-1 45.+2 Philip Cichy
- Verwarnungen: NN, NN (Godesberg), Christoph Meier (Oberdrees)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Altes Godesberger Stadion (Kap. 2.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Spannendes, qualitativ durchschnittliches Spiel)

Bonner SC 01/04 B .................................................... 1
SV Bergisch Gladbach 09 B ..................................... 6
- Datum: Sonntag, 12. April 2015 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: B-Junioren Mittelrheinliga (3. Spielklasse der U17-Jugend)
- Ergebnis: 1-6 nach 81 Minuten (40/41); Halbzeitstand: 0-3
- Tore: 0-1 15. Justin Neufeld, 0-2 25. Patrick Alexander Mocan, 0-3 35. Ozan Dogan, 0-4 50. Kennedy Loritz, 0-5 55. Patrick Alexander Mocan, 1-5 64. Jonas Walther, 1-6 77. Antonio Do Carmo
- Verwarnungen: Ivan Raschnitz (Bonner SC)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion Pennenfeld (Kap. 8.500, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Gutes Spiel der Gäste, Bonn völlig daneben)

TSV Bonn rechtsrheinisch 1887/07 FR ................. 22
Handballsportverein Frechen FR .......................... 23
- Datum: Samstag, 11. April 2015 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Frauen-Oberliga Mittelrhein (4. Spielklasse im Frauenhandball)
- Ergebnis: 22-23 nach 60 Minuten (30/30); Halbzeitstand: 13-11
- Tore: NN
- Gelbe Karte: Nr. 2, Trainer (Bonn); Nr. 5, 10, Trainer (Frechen)
- Zeitstrafen: 2x Nr. 11, Nr. 3 (Bonn = 6 Minuten); Nr. 5, 22 (Frechen = 4 Minuten) - Platzverweise: keine
- Spielort: Sporthalle Beuel, Ringstraße (Kap. 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 80 (davon ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes Spiel)

Internationaler Sport Club AlHilal Bonn B ........... 3
SV Rot-Weiß Merl 1946 B ........................................ 1
- Datum: Samstag, 11. April 2015 – Beginn: 15.40
- Wettbewerb: B-Junioren Kreisklasse Bonn, Staffel 2 (7. und unterste Spielklasse der U17-Jugend)
- Ergebnis: 3-1 nach 80 Minuten (40/40); Halbzeitstand: 0-0
- Tore: 1-0 58. Semih Dogruer, 2-0 59. Mohammad Chaaboute, 3-0 66. Mohammad Chaaboute, 3-1 70. Nr. 10 (Foulelfmeter)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Heiderhof, Oberer Lyngsberg (Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Spiel mit späten Toren)

VfL Lengsdorf 1972 E .............................................. 4
TuS Bonn-Dransdorf E ............................................. 2
- Datum: Samstag, 11. April 2015 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: E-Junioren Kreisklasse Bonn, Staffel 4 (Spielklasse der U11-Jugend)
- Ergebnis: 4-2 nach 50 Minuten (25/25); Halbzeitstand: 3-0
- Tore: 1-0 NN, 2-0 NN, 3-0 NN; 3-1 XY, 4-1 NN, 4-2 XY
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Lengsdorf (Kap. 1.200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Kein Schiri, keine Regelkenntnisse, fast nur Gebolze)

SV Rot Weiß Röttgen F ............................................ 4
Sportfreunde Ippendorf 1925 F ............................... 2
- Datum: Samstag, 11. April 2015 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: F-Junioren Kreisklasse Bonn, Staffel 4 (Spielklasse der U9-Jugend)
- Ergebnis: 4-2 nach 40 Minuten (20/20); Halbzeitstand: 2-0
- Tore: 1-0 NN, 2-0 NN; 3-0 NN, 3-1 XY, 4-1 NN, 4-2 XY
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Röttgen (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Kein Schiri, keine Regelkenntnisse, keine Schusstechnik – hatte nur sehr bedingt etwas mit Fußball zu tun)  
Photos with English Commentary:
a) Football in Bonn, Under-9: Röttgen v Ippendorf
b) Football in Bonn, Under-11: Lengsdorf v Dransdorf
c) Football in Bonn, Under-17: AlHilal v RW Merl
d) Handball in Bonn, Women: TSV Bonn rrh. v Frechen
e) Football in Bonn, Under-17: Bonner SC v Berg. Gladbach
f) Football in Bonn, Men‘s Division 10: Godesberger FV II v Oberdrees II
g) Football in Bonn, Men‘s Division 9: Pützchen v Roisdorf

95% der Fußballspiele an Samstagen sind in Bonn, wie woanders in NRW auch, Jugendspiele. Je früher der Tag desto jünger die Spielklasse. Also fing ich gleich zum High Noon mit einem Spiel der F-Jugend an. In Röttgen befindet sich ein Hartplatz mit Laufbahn in einer Senke, der Graswall wurde in der Mitte mit fünf Stehstufen versehen. Die Anlage liegt ganz am Rande der Siedlung im Grünen.

Das Spiel war zum Glück nach den üblichen 2x20 Minuten vorbei. Bei F-Jugend-Spielen von Leuna habe ich mir oft gedacht; Schade, dass die sinnvollerweise nur 40 Minuten spielen, aber in Leuna lernt die F-Jugend auch noch richtigen Fußball, hier in NRW wird nach sogenannten Fair-Play-Regeln gespielt: kein Schiri und die kleinen Scheißer, die teilweise erst wenige Monate im Verein sind, sollen dann entscheiden, was sie machen. Ich würde als Vater mal mit meinem Sohn absprechen, dass er aus Protest gegen die Regeln wie der Erfinder des Rugbys, den Ball plötzlich aufheben und ihn ins Tor tragen und jubelnd „1:0“ schreien soll... Andererseits weiß ich auch nicht, was die Trainer den Jungs hier beibringen: kein Einwurf wird korrekt ausgeführt, Abstöße einfach aus der Hand 10m vorm Tor ausgeführt und schießen konnten die beiden Teams auch überhaupt nicht. Größtenteils durch Torwartfehler gewann Röttgen mit 4:2 gegen Ippendorf.

Also dass es um Spaß gehen soll beim Fußball ist klar – solange man nicht Geld damit verdienen will. Aber das kann man den Kindern auch beibringen: Spaß haben, Niederlagen akzeptieren, unterlegene Gegner respektieren und sich fair verhalten. Und gleichzeitig bringt man ihnen alle Regeln (inklusive Einwürfe, Abschläge und v.a. Ansagen und Zeichen des Schiris) bei. Mal sehen, wann die Gehirnamputierten im Verband noch die Eltern von solchen Spielen aussperren wollen, weil ab und zu einige NRW-Asis ausrasten am Spielfeldrand. Dann würden die endlich ihr blaues Wunder erleben, da die Jugend dann völlig regellos kicken würde und so wie ich das auf der Bolzplatz-Wiese vorm Nordstadion immer mal sehe, aufeinander einkloppen würde...  
Auch auf dem sehr schön gelegenen Sportplatz von Lengsdorf, der unterhalb des Kreuzberges auf dem sich eine sehr schöne Kapelle befindet, in den bewaldeten Hang gebaut wurde und dessen Gebäude mit Graffiti wie dem Schriftzug „Fußball“ in mehreren Sprachen (u.a. auch Arabisch, kurat al-qaddam – nicht vom Verein angebracht wurden hingegen „PKK“, „Kurdistan“ und „Tod den Salafismus“...) versehen wurde, gab es ein Spiel im Fair-Play-Modus. Die E-Jugend der Vereine Lengsdorf und Dransdorf trafen aufeinander.

Natürlich war es wieder dieselbe Scheiße wie bei der F. Abschläge aus der Hand statt Abstöße, Handspiel läuft einfach weiter, wer zuerst den Ball im Aus geschnappt hat macht unabhängig davon ob der Gegner oder er selber ihn zuletzt berührt hatte den Einwurf – und der Einwurf wird mit einem Bein im Feld und einem in der Luft ausgeführt... Interresanterweise war es auch dasselbe Ergebnis: 4-2 für die Heimmannschaft.  
Am Heiderhof, dem Sportplatz Oberer Lyngsberg, gab es dann endlich richtigen Fußball. Die B-Junioren-Partie zwischen dem Internationalen SC AlHilal Bonn und Rot-Weiß Merl stand an. Das besondere am Aschenplatz Heiderhof ist seine Lage: unterhalb der Berghöhe an den Hang geklatscht und trotz Bäume mit einem Blick auf die Burganlagen bei Königswinter auf der anderen Rheinseite gesegnet. Für die Zuschauer ist es aber recht eng, da man eigentlich nur auf der Längsseite vor dem völlig zugesprayten Vereinsheim stehen darf.

Dass hier der 15. und Vorletzte auf den Zweiten traf, war überhaupt nicht zu merken: AlHilal hatte mehr Spielanteile und genauso gute Torchancen wie der Favorit aus Merl. In der zweiten Hälfte war der Gastgeber sogar besser und ging verdient mit einem Doppelschlag nach einer knappen Stunde 2:0 in Führung. Mit dem 3:0 war die Entscheidung gefallen, nur per Foulelfmeter gelang der Ehrentreffer.

Gerade für ein Spiel der B-Jugend war die Partie übrigens ausgesprochen fair – auch ohne schwachsinnige Fair-Play-Regelungen. Aufgrund des Umfelds dachte ich erst, dass ISC AlHilal für „Islamischer Sport Club“ stünde – die B-Jugend spielte heute mit 10 Arabern und 1 Türke, eine Spielermutter erschien mit Abaya und Niqab (schwarzes Gewand und Gesichtsschleier der nur die Augen frei lässt; vom arabischen Dialekt her war die Familie wohl aus der Golfregion) – doch da auch ein paar Nicht-Araber und Nicht-Muslime im Verein sind, steht das I für „International“. Auf der Website gibt sich der Verein auch alle Mühe, seine soziale Kompetenz darzustellen, die ich ihm in Anbetracht des heutigen Spiels und dessen Umfeld auch bestätigen kann. Ein paar Zitate von der Website http://isc-alhilal-bonn.de/ :
„Integration in Bewegung – dieses Vereinsmotto stellt zwischen unserer Vereinsarbeit und dem damit angestrebten Ziel einen Zusammenhang her. Wir möchten mit unseren Angeboten das integrative Potential des Sports nutzen und unsere Mitglieder dazu motivieren, sich aktiv in die Vereinsarbeit einzubringen. Das Motto macht ebenso klar, dass Integration nicht statisch sein kann, sondern eine stetige Entwicklung ist. Diese Entwicklung gestaltet der ISC AlHilal seit vielen Jahren mit und will auch weiterhin Teil dieses Prozesses sein... Unsere Kinder und Jugendlichen sollen nachhaltig in ihrer Entwicklung in der Gesellschaft unterstützt und gefördert werden, sodass sie zu selbstbewussten und teilnehmenden BürgerInnen dieses Landes heranwachsen. Diese Ziele sollen durch das Vereinsleben, durch die erwachsenen Vorbilder im Verein und vor allem durch unsere qualifizierten und pädagogisch geschulten TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen verwirklicht werden.“
„Wir erkennen und schätzen die Vielfalt der Vereinsmitglieder und Interessierten und heißen alle willkommen in den Rahmenbedingungen unseres Vereins Sport zu treiben. Die Diversität sehen wir als Besonderheit und Stärke unseres Vereins, die durch gegenseitigen Respekt Anerkennung erfährt. Durch sportliche Projekte möchten wir eine Verbindung von Sport und Integration über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg herstellen. In unserem Verein treiben über 1000 Menschen aus 21 Herkunftsländern Sport.“
„Der arabische Name „AlHilal“ bedeutet wörtlich übersetzt „Die Mondsichel“ und gilt im arabischen Sprachraum als Symbol für Jugend, Schönheit, Anmut, Eleganz und Sportlichkeit. Unser Vereinsname ist in vieler Hinsicht ein Spiegel unserer Philosophie: Wir wertschätzen die Internationalität unserer Mitglieder und möchten uns mit diesem Potential in Bonn einsetzen. Ebenso ist es uns wichtig, dazu beizutragen, dass unsere Mitglieder mit Migrationshintergrund in ihrer eigenen Identität gestärkt werden. Es ist unsere Überzeugung, dass Integration nur dann fruchtbar sein kann, wenn sie die Menschen nicht dazu zwingt, ihre Identität aufzugeben.“
„Die Fanblöcke grölen ihre Lieder, Wortschöpfungen wie „Schland“ entstehen – man mag es kaum glauben, dass es beim Fußball auch darum gehen kann, die Sprachfähigkeiten junger Menschen zu verbessern. Genau das macht sich der Sportverein ISC AlHilal Bonn zur Aufgabe: Mit Hilfe von externen Sport-, Kommunikations- und Sprachwissenschaftlern veranstaltete er die „Fußball und Sprache-Workshops“ für seine Jugendspieler der Fußballsparte...“  
Zum Abschluss des Tages ging es noch zum Frauenhandball nach Beuel. Dort war die kleine Sporthalle in der Ringstraße gut gefüllt zur Oberligapartie gegen den Aufsteiger aus Frechen. Die Halle hat übrigens eine recht eigenwillige Tribüne mit einigen sichtbehindernden Balken aber tollen Sitzreihen mit Heizungen oder Lüftungen unter der ersten Reihe und Fußbänken vor der zweiten Reihe.

Das Spiel war recht gut und unterhaltsam, Frechen hatte den besseren Start doch nach fünf, sechs Minuten ging Bonn auf Augenhöhe und kam nach 12 Minuten erstmals zu einer Führung. Bis zur Pause führten sie fast immer mit ein, zwei Treffern. Zwischenzeitlich sogar mit drei. In der zweiten Halbzeit dasselbe Bild, doch drei Minuten vor dem Ende gelang es Frechen die Partie zu drehen und von 22:20 auf 22:23 zu gehen.  
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Am Sonntagmorgen lud ich schon um 6 Uhr die Fotos vom Samstag hoch, da einer meiner Mitbewohner zu jenen Computerexperten zählt, die einen nicht korrekt eingesteckten Kopfhörer erst nach 15 Minuten bemerken und bis dahin erstmal das ganze Haus versehentlich über die Computerboxen beschallen, da man diese dann für einen lauten Kopfhörer-Sound bis zum Anschlag aufdrehen muss. Dann ging es kurz nach 10 Uhr quer durch die Stadt nach Pennenfeld. Dort stand noch einmal Jugendfußball auf dem Programm, mit der B-Jugend des Bonner SC aber auch höherklassig.

Die U17 des BSC enttäuschte allerdings den Anhang mit ihrem völlig überforderten Auftritt gegen den Tabellennachbarn aus Bergisch Gladbach. Die Stürmer der Gäste waren stets schneller und auch so mancher Distanzschuss wurde eingenetzt. Das 0:3 bei Halbzeit war schon sehr deutlich und vorentscheidend, doch richtig derb wurde es erst in Hälfte zwei als Gladbach auf 0:5 davon zog. Nach einem Ehrentreffer siegte der Gast schließlich mit 1:6 ohne große Gegenwehr.

Ein Besuch bei den B-Junioren des Bonner SC lohnt aber v.a. wegen deren Heimstätte. Sie sind nämlich neben den American Football Spacken einer der wenigen Nutzer des Stadions Pennenfeld. Das ist auf allen Seiten ausgebaut, ein klassisches Oval mit umlaufenden Stehstufen, die auf der einen Längsseite in eine überdachte Tribüne, deren unterer Bereich mit Kunststoffbänken zum Sitzen einlädt, münden. Der Blick auf die Berge der rechten Rheinseite ist übrigens hervorragend. Orientalisches Panorama hat man auch: die saudische Moschee ist von der Kurve und der Gegenseite gut sichtbar...  
Um 13 Uhr gab es dann endlich mal wieder Männerfußball zu sehen. Seit das Post-Stadion leider abgerissen wurde, ist das „Alte Godesberger Stadion“ (früher als „Tennenplatz Friesdorfer Staße“ bekannt) wohl die größte Bruchbude der Stadt. Eindrucksvoll, wie da hinter zugesprayten Mauern ein Oval mit je fünf heruntergekommenen Stehstufen auf den Längsseiten, seichten Graswällen, alten Bäumen, aber auch einem sehr gepflegten Sportlerheim mit Vordach zum Vorschein kommt!

Der Godesberger FV 06 ist indirekter Nachfolger eines bereits 1908 gegründeten und ehemals guten Amateurvereins aus dem damals noch eigenständigen Bad Godesberg. Mit vier Männermannschaften ist er auf Stadtebene gut aufgestellt. Die Zweite Mannschaft ist nicht so gut platziert, doch gegen die favorisierte Reserve von TuRa Oberdrees spielten sie gut und offensiv. Nur aufgrund der schwachen Chancenverwertung mussten sie sich mit einem Punkt zufrieden geben. Die mitunter klaren Fehlentscheidungen des Schiedsrichters hatten keinen Einfluss aufs Spielgeschehen.  
Dann ging es noch einmal quer durch die Stadt, wobei ich mich schon wundern musste, wie sich hier am Sonntag die Verkehrsteilnehmer anstellten – unter der Woche auf dem Weg von und zur Uni habe ich noch keinen mitten auf der Kreuzung parken sehen, der den Gang nicht reinbekam und dann der Gegenverkehr schon Grün bekam; dann kam irgendwo ein Miettransporter nicht durch wegen parkender Autos und verbog beim Rückwärtsrangieren ein Gehwegschild und einen gesittet fahrenden Mountainbiker, der einen Spast mit Rennrad, der auf einem viel zu engen Radweg links fuhr, treffend anschnautzte „Wir sind hier nicht in England, du zugekiffter Wichser!“, habe ich auch noch nicht erlebt...

Irgendwie kam ich aber gut in Pützchen am Ostrand der Stadt an. Dort befindet sich auf einem als Kirmeswiese genutzten Dorfanger ein harter, trockener, steiniger Aschenplatz mit ein paar Bäumen auf der einen Längsseite und einem schön gestalteten Vereinsheim auf der einen Hintertorseite.

Pützchen gilt als besonders bunter Verein mit Spielern aus Tunesien und Israel, Afghanistan und Russland usw. der diese Spieler auch bestens integriert und auch keine deutschen Unruhestifter hat. Die Partie war auch fair – dass das ein oder andere Foul von beiden Seiten spektakulärer aussah, lag am üblen Platz. Selten so etwas Schlechtes von Spielfläche in Deutschland gesehen!

Erfolgreich war TuS Pützchen übrigens auch: die II. Mannschaft schoss im Vorspiel Godesberg III mit 8:2 ab, die IV. dominiert die Kreisliga D und gewann heute in Walberberg bei der II. mit 17:1 und auch die I. in der Kreisliga B war gegen den Nachbarn aus dem Mittelfeld, Roisdorf, erfolgreich. Der Gast spricht sich übrigens „Rooosdorf“ mit Dehnungs-I – in der Tat gab es aber heute auch, wie ein Bonner Kumpel von mir das mal passend formuliert hatte, „einige Nasen, die entweder nicht kapieren, dass man das „s“ nicht als „tz“ spricht oder nicht raffen, dass das Kaff nicht „Rohiisdorf“ mit I gesprochen wird...“

Jedenfalls ging Pützchen schnell in Führung, ein flotter Konter sorgte kurz darauf für den Ausgleich, doch in der zweiten Halbzeit spielte ein gewisser Sido für Pützchen dermaßen auf, dass er nach einer gelben Karte gleich mal vier Treffer in Folge hinlegte, den letzten davon in der Nachspielzeit mit der Hacke!  
Statistik:
- Grounds: 1.342 (Sa 4 neue, So 3 neue; diese Saison: 187 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.347 (Sa 4, So 3; diese Saison: 235)
- Tageskilometer: 100 (Sa 60km Fahrrad, So 40km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 49.140 (34.500 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.680 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.770 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 48 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 454