Mitteldeutscher
Basketball Club Weißenfels |
94 : 76 |
ALBA Berlin |
-
Datum: Samstag, 29. Dezember 2024 – Beginn: 18.30 -
Ergebnis: 94-76 nach 40 (4x10) Minuten – Viertel: 22-21, 21-29, 21-12, 30-14 - Statistiken: siehe BBL-Website -
Austragungsort: Stadthalle Weißenfels (Kap. 3.000, davon 2.300 Sitzplätze) -
Zuschauer: 3.000 (ausverkauft, davon ca. 200 Gästefans) -
Spielbewertung: 7,5/10 |
Photos with English commentary: a) Basketball Bundesliga: MBC vs. ALBA |
Am Samstag liefen wir erst zu Fuß durch Venenien, Neumarkt und
das Gut Werder bis Trebnitz. Es war winterlich, aber gut zu laufen. Dann ging es mit dem Auto nach Markwerben zum Mäuseturm hoch, nach
Lobitsch runter – einem der wenigen Dörfer im BLK, wo ich noch nie war: es
gibt aber auch außer ein paar alten Häusern und zwei interessanten
Gedenksteinen auf dem Anger nichts zu sehen – und schließlich nach
Weißenfels. In der Innenstadt, wo wir ein bisschen die verfallene Architektur
anschauten, war vieles dicht. Essen gingen wir daher beim Asiaten im
Einkaufszentrum Süd; sehr gut und preisgünstig, auch sehr netter
Bistrobesitzer. |
Dann parkte ich unweit der Stadthalle in der einer Nebenstraße
und wir liefen kurz rüber zur Basketballhalle. Der Mitteldeutsche BC hat eine
positive Bilanz und der zweiterfolgreichste deutsche Basketballverein, ALBA
Berlin war zu Gast, kam auch mit mindestens 200 Fans an. So war es wenig
verwunderlich, dass die Halle ausverkauft war und wir mit dem mehrere Wochen
vorher erfolgten Bestellen der Tickets (28€ für ganz gute Plätze) gut
gefahren sind. Die Stimmung war leider nicht so stark, wie bei meinem letzten
Basketballspiel (siehe 19.12. in Fés, Marokko),
aber Fans beider Lager gingen recht begeistert, nur eben wenig melodiös, mit.
Die Partie war dafür umso besser: In einem wirklich guten Spiel
zeigte sich der Gastgeber eindrucksvoll. Im ersten Viertel ging es hin und
her und es stand eine 1-Punkt-Führung zur Pause für den MBC. Im zweiten
Viertel zeigte ALBA noch mal den verbliebenen Rest ihrer Klasse und ging 7
Punkte in Führung. Im dritten Viertel eine Wahnsinnsleistung des MBC mit
tollen Dreipunktewürfen und einer 2-Punkte-Führung ins Schlussviertel. Dort
bauten sie den Vorsprung auf enorme 18 Punkte aus und siegten 94:76! Seit
Jahren der erste Sieg gegen ALBA und dann so ein Kracher! Eine tolle Leistung
des MBC, aber natürlich muss man auch über ALBA sprechen, die in der Liga
mehr Spiele verlieren als gewinnen und international einen peinlichen
Auftritt nach dem nächsten hinlegen. Auch Skandale wie um den suspendierten Spieler
Koumadje, der u.a. einen Anti-Doping-Kontrolleur bei einem Spiel aufs Maul
haute, sind wenig förderlich für die Körbewerfer von der Müllabfuhr... |
Statistik: - Grounds: 3.753 (0 neue; diese Saison: 93 neue) - Sportveranstaltungen: 5.268 (1; diese Saison: 143) - Tourkilometer: 60km Auto - Saisonkilometer: 48.790 (25.060 Flugzeug/ 22.040 Auto, davon 7.620
Mietwagen/ 1.550 Fahrrad/ 140 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie:
82, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 209 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
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Dienstag, 7. Januar 2025
W3.0209VI: Spektakulärer Sieg vom MBC über den elffachen Meister ALBA
Montag, 10. Januar 2022
W3.0053I- II: Sportwochenende in Berlin – Doppelspieltag für Leuna-Hallenhockey, Fußball im Schnee, Basketball am Abend
Nogometnik Klub Bugojno Berlin 2006 .......... 7
BSG Kunst Berlin 1950 ..................................... 4
- Datum: Samstag, 8. Januar 2022 – Beginn: 10.15
- Wettbewerb: Bezirksliga Freizeit Staffel 2 (3. Spielklasse im Berliner Freizeitfußball)
- Ergebnis: 7-4 nach 96 Minuten (48/48) – Halbzeit: 2-3
- Tore: 0-1 9. Nr. 13, 0-2 15. Schmidt, 1-2 21. Miljak (Elfmeter), 2-2 28. Bijader, 2-3 40. Ortmann, 3-3 48. Delac, 4-3 50. Maric, 5-3 51. Bijader, 6-3 57. Delac, 6-4 75. Nr. 13, 7-4 92. Delac
- Verwarnungen: 2x NK Bugojno
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportanlage Scharnweberstraße, Kunstrasen (Kap.: 1.000 Stehplätze, wegen der Coronahysterie auf irgendeine Phantasiezahl begrenzt)
- Zuschauer: ca. 14 (davon mind. 4 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10
1. FC Pfarrverbund Nord ................................ 5
SV Traktor Boxhagen ...................................... 1
- Datum: Samstag, 8. Januar 2022 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Freizeit (1. Spielklasse im Berliner Freizeitfußball)
- Ergebnis: 5-1 nach 92 Minuten (47/45) – Halbzeit: 4-0
- Tore: 1-0 23. Hübner, 2-0 27. Hübner, 3-0 37. Lauter, 4-0 45. Hübner, 5-0 47. Salomon, 5-1 79. Anonymer 3er
- Verwarnungen: je 1x Gelb gegen jedes Team
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Stade de la Cité Foch (Kap.: 2.300, davon 300 Sitzplätze, wegen der Coronahysterie auf irgendeine Phantasiezahl begrenzt)
- Zuschauer: ca. 25 (davon mind. 12 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10
Spandauer Hockey- und Tennis-Club 1910 .... 5
TSV Leuna 1919 ................................................ 5
- Datum: Samstag, 8. Januar 2022 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: 2. Hallenhockey-Bundesliga Ost (2. Spielklasse im Hallenhockey)
- Ergebnis: 5-5 nach 60 Minuten (4x15) – Viertel: 1-0, 2-2, 1-2, 1-1
- Tore: 1-0 10. Meincke (Strafecke), 2-0 23. Christann, 2-1 24. Zeiger (Strafecke), 3-1 26. Eil, 3-2 Jördens (Strafecke), 3-3 40. Zeiger, 4-3 42. Steher, 4-4 45. Jördens, 5-4 47. Meincke, 5-5 49. Zeiger (Strafecke)
- Grüne Karten: Schreiter (Spandau)
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sporthalle Martin-Buber-Oberschule (Kap.: 400, davon 300 Sitzplätze, wegen der Coronahysterie auf 170 Sitzplätze oder so begrenzt)
- Zuschauer: ca. 30 (davon 2 Leunaer Fans und 2 TSV-Offizielle)
- Spielbewertung: 8,0/10
Berlin Tiger ..................................................... 81
ALBA Berlin III .............................................. 68
- Datum: Samstag, 8. Januar 2022 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Basketball Oberliga (6. Spielklasse im Basketball, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 81-68 nach 40 Minuten (4x10) – Viertel: NN
- Statistik: NN
- Austragungsort: Sporthalle Carl-von-Ossietzky-Oberschule / Blücherstraße (Kap.: 100, davon 40 Sitzplätze, wegen der Coronahysterie auf 40 Sitzplätze begrenzt)
- Zuschauer: ca. 15 (davon mind. 2 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10
Roter Stern Berlin 2012 .................................... 0
Sportfreunde Ökumene 03 / Akazie Berlin ..... 5
- Datum: Sonntag, 9. Januar 2022 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Bezirksliga Freizeit Staffel 1 (3. Spielklasse im Berliner Freizeitfußball)
- Ergebnis: 0-5 nach 90 Minuten (46/44) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 16. Rach, 0-2 60. Steinbeck, 0-3 78. Rach, 0-4 83. Parczyk, 0-5 87. Rach
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportanlage Lüderitzstraße, Platz 1 (Kap.: 2.000 Stehplätze, wegen der Coronahysterie auf irgendeine Fantasiezahl begrenzt)
- Zuschauer: ca. 18 (davon mind. 4 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,0/10
Hertha BSC IV .................................................. 0
Spandauer SC Teutonia 1899 III ..................... 2
- Datum: Sonntag, 9. Januar 2022 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: Testspiel (Berliner Kreisliga C, Staffel 1 gegen 4, jeweils 11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 90 Minuten (47/43) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 50. Liehr, 0-2 70. Wendler
- Verwarnungen: 1x Teutonia
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz Nordufer (Kap.: 740, davon 40 Sitzplätze, wegen der Coronahysterie auf irgendeine Fantasiezahl begrenzt)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 7 Gästefans)
- Spielbewertung: 5,5/10
HC Roseneck ................................................... 14
TSV Leuna 1919 ................................................ 4
- Datum: Sonntag, 9. Januar 2022 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: 2. Hallenhockey-Bundesliga Ost (2. Spielklasse im Hallenhockey)
- Ergebnis: 14-4 nach 60 Minuten (4x15) – Viertel: 3-1, 4-2, 2-1, 5-0
- Tore: 0-1 3. Zeiger, 1-1 5. Eggers, 2-1 8. Rettinghaus, 3-1 11. Hüttemann, 3-2 18. Zeiger (Strafecke), 4-2 20. Eggers, 5-2 25. Borchardt, 5-3 25. Zeiger, 6-3 27. Eggers, 7-3 28. Rinckens, 8-3 32. Blobel (Strafecke), 8-4 38. Zeiger, 9-4 41. Eggers (Strafecke), 10-4 47. Blobel (Strafecke), 11-4 53. Blobel (Strafecke in der x-ten Wiederholung), 12-4 55. Rinckens, 13-4 60. Eggers, 14-4 60.+X Eggers (Strafecke)
- Grüne Karten: keine
- Gelbe Karten: Jördens (Leuna)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Horst-Korber-Sportzentrum (Kapazität bei eingefahrener Tribüne in der Mittelhalle: 100, davon 30 Sitzplätze, wegen der Coronahysterie keine Zuschauer zugelassen – volle Hallenkapazität: 3.500 Sitzplätze)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit (tatsächlich 4 Leunaer Offizielle und 3 Fans von Roseneck)
- Spielbewertung: 7,0/10
Berliner SC III ................................................ 57
City Basket Berlin .......................................... 69
- Datum: Sonntag, 9. Januar 2022 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Basketball Bezirksliga C (8. Spielklasse im Basketball, 3. Amateurliga)
- Wettbewerb: Basketball Oberliga (6. Spielklasse im Basketball, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 81-68 nach 40 Minuten (4x10) – Viertel: NN
- Statistik: NN
- Austragungsort: Sporthalle Eisenzahnstraße / Otto-von-Guericke-Oberschule (Kap.: 100 Stehplätze, wegen der Coronahysterie auf 40 begrenzt)
- Zuschauer: 5 (3 Gästefans und 2 Neutrale)
- Spielbewertung: 4,0/10
Pictures with English commentary:
a) Football 3rd level Leisure League: Bugojno vs. BSG Kunst
b) Football 1st level Leisure League: FC PV Nord vs. Traktor Boxhagen
c) Indoor Hockey 2nd division: HTC Spandau vs. TSV Leuna
d) Basketball 6th division: Tiger vs. Alba III
e) Football 3rd level Leisure League: Roter Stern vs. Ökumene/Akazie
f) Football Friendly: Hertha BSC IV vs. SSC Teutonia III
g) Indoor Hockey 2nd division: HC Roseneck vs. TSV Leuna
h) Basketball 8th division: Berliner SC III vs. City Baskets
i) Berlin: Tegel palace, Wittenau church, Jewish Cemetery Westend
Ich hatte in der dritten Januarwoche einige Verpflichtungen und Treffen u. a. in Berlin. Das nutzte ich, um am Wochenende mit meinem Vater über die Sportstätten der Hauptstadt zu ziehen – je zwei Mal Fußball, ein Mal Hallenhockey und ein Mal Basketball an jedem der beiden freien Tage.
Besichtigungen kamen sehr kurz, aber das Schloss Tegel ist ein ganz interessanter Bau und der Park ist dort zugänglich. Trotz privater Nutzung gibt es auch regelmäßig Führungen durch das Schlossgebäude. Im Westen ist sowas kaum bekannt.
In Wittenau gingen wir um eine interessante neogotische Kirche herum. Ein Stück weiter befindet sich die ehemalige französische Militärstadt „Cité Foch“. Dort stehen noch die hässlichen Wohnblocks – nun wohl größtenteils als Mietwohnungen verwendet – und auch ein verfallener Sportplatz. Hinter einer Schule am Place Moliere (Mühlenplatz – alle Straßen- und Ortsnamen sind hier Französisch) befindet sich auch ein sehr gutes intaktes Stadion, doch dazu im übernächsten Abschnitt mehr.
Am Sonntag liefen wir nur etwas im Afrikanischen Viertel herum, wo etliche Wohnblocks mit afrikanischen Tiermotiven bemalt wurden, und durch ein Waldstück südlich des Olympiastadions, wo sich auch der Jüdische Friedhof Westend befindet. Ein jüdisch-berlinerisches Original laberte uns da freundlich an, ehemaliger Wasserballer – gibt schon lustige Leute hier in der Hauptstadt...
Aufgrund der idiotischen 2G+-Regelungen für Hallensport, war unsere erste Amtshandlung einen Schnelltest am Kurt-Schumacher-Platz (Testzentrum Kutschi) zu besorgen. Danach waren wir aufgrund des nächtlichen Schneefalls skeptisch, ob in der benachbarten Scharnweberstraße gekickt würde, doch siehe da: trotz komplett verschneitem Kunstrasen und entsprechend rutschigem Geläuf traten bei Temperaturen von 1-3 Grad die Freizeitfußballer von NK Bugojno und BSG Kunst vor etwas mehr als einem Dutzend Zuschauern an. Das Spiel der Freizeitliga (in Berlin gibt es vier Ebenen im Großfeldfußball; 11 gegen 11 und 2x45 Minuten sowie vier weitere Ebenen 7 gegen 7 und 2x35 auf Kleinfeld, die zwar als Berliner Freizeitligen vom Berliner Fußballverband organisiert werden, aber außerhalb des DFBs liegen und somit keinen Aufstieg zu den DFB-Ligen in Berlin – also Verbandsliga bis Kreisliga C – ermöglichen) war sehr unterhaltsam. Es ist auch so, dass viele Spieler der BFV-Freizeitligen-Großfeld keineswegs schlechter als jene der DFB-Kreisligen sind. Bugojno kam erst nicht ins Spiel und geriet 0:2 und 2:3 in Rückstand, doch drehte nach der Pause die Partie eindrucksvoll auf am Ende 7:4.
Bugojno ist übrigens eine Stadt in Zentralbosnien, die ursprünglich zu etwa gleichen Teilen von Bosniaken und Kroaten (Serben u.a. waren nur in der Minderheit) bewohnt wurde. Die meisten Kroaten sind aber im Krieg geflohen und im Gegensatz zu den Bosniaken nicht wieder zurückgekehrt, da die wirtschaftliche Lage katastrophal war (und nach wie vor ist). Etliche dieser Bugojno-Kroaten sind nach Berlin emigriert – das Wappen mit dem kroatischen Schachbrettmuster Šahovnica im Vereinswappen des NK Bugojno ist eindeutig zuordenbar. Die Story um das Schachbrettmuster ist übrigens lustig: Ein kroatischer König soll um 1000 herum in venezianische Gefangenschaft geraten sein und sich vom Venezianischen Staatschef (Dogen) die Freiheit durch erfolgreiche Schachpartien zurückgeholt haben... NK Bugojno ist übrigens einer der rein-ethnisch aufgestellten Vereine in Berlin. Es wurde auf dem Feld untereinander nur Kroatisch kommuniziert und auf ihrer Facebookseite hieß es nach dem Spiel nicht etwa „Das neue Jahr beginnt mit einem Sieg“, sondern „Nova godina započinje s pobjedom“...
Die zweite Partie zwei Ligen höher in der Freizeitverbandsliga statt. In der französischen Militärstadt Cite Foch gibt es einen Kunstrasen mit Laufbahn und mehrreihiger Tribüne – teils mit Plastebänken bestückt. Schön Nadelbäume drumherum. Nur mit einiger Sucherei in der labyrinthischen Schulanlage fand man den Eingang. Hier fanden sich 25 Zuschauer ein, davon viele vom Gast Traktor Boxhagen. Was so nach Dorf klingt, war auch in der Tat ein Vorwerk. Doch als Berlin so wucherte mit Beginn der Industrialisierung, wurde es eine Landgemeinde am Rande der Stadt und 1912 schließlich verleibte sich Lichtenberg Boxhagen ein. 1938 kam Lichtenberg schließlich zu Berlin. Das ehemals abseitig gelegen Vorwerk ist nun mittlerweile nur noch ein Straßenzug mit Plattenbauten. Sehr gut ist die Vereinswebsite (http://www.traktor-boxhagen.de/) – auf dem verschneiten Feld hingegen dominierte der 1. FC PV (Pfarrverbund) Nord. Überraschend 4:0 bei Pause, recht rasantes und robustes, aber nie unfaires Spiel. Schnell das 5:0 nach Wiederbeginn und am Ende 5:1 für den Fünften gegen den Spitzenreiter. Kuriosität am Rande war ein Fuchs, der minutenlang hinter dem einen Tor herumlief, während das Spiel völlig normal weiterlief. Für eine Großstadt hat Berlin ein reges Tierleben: Füchse und Wildschweine sind da vor allem berüchtigt, durch die scheiß Grünen dürften auch bald Wölfe zum Problem werden. Das ist dann noch mal eine Spur schlimmer, als die Köter, die irgendwelche Asozialen frei herum laufen lassen...
Dann fand 16 Uhr eines der beiden Spiele, die Hauptgrund für unseren Besuch waren, statt. TSV Leuna stellt mal wieder eine Mannschaft in der 2. Hallenhockey-Bundesliga. Neben Osternienburg sind in der 6er Liga nur Berliner Teams, so sind immer wieder Doppelspieltage angesetzt. Mit dem Spandauer HTC kämpfen die Leunaer und die Osternienburger gegen den Abstieg in die Regionalliga Ost. Wer Anfang Februar Letzter ist, wird im November dann wieder Regionalliga spielen. Die Ergebnisse sind unabhängig von der Feldsaison, die März bis Oktober läuft.
Jedenfalls trat unser TSV in der Martin-Buber-Oberschule in Spandau an. In Leuna kommen üblicherweise 150 bis über 200 Zuschauer, zugelassen sind 199 und nun wegen der Coronahysterie irgendwas zwischen 90 und 100 Getestete Geimpfte. Die waren, so wie ich das verstanden habe, beim letzten Doppelheimspieltag auch da. In Spandau fanden sich in einer fast doppelt so großen aber aufgrund der hohen und schlecht gebauten Reling der Obertribüne mit einer absolut beschissenen Sicht aufwartenden Halle nicht einmal ein Drittel dieser Zahl ein. Von den nicht einmal 30 Zuschauern auf der Tribüne waren zwei Offizielle und wir beide aus Leuna. Also vielleicht 25 Leutchen aus Spandau?! Nicht zu verstehen, dass so wenige da kommen – ob es an dem Test liegt, den man machen muss und der auch genau kontrolliert wird oder daran, dass die auf ihrer Website versehentlich Osternienburg und Leuna vertauscht hatten (am Sonntag spielten die gegen Osternienburg, auf der Vereinsseite stand es genau umgekehrt)... Es war auch übrigens freier Eintritt und nur Spenden erbeten, sodass wir einen Fünfer in die Spendenbox warfen.
Im ersten Viertel der Partie (15 Minuten effektiv mit wenigen Unterbrechungen) dominierte Leider der Spandauer HTC. Leuna hielt sich nur mit ihren guten Strafecken im Spiel, lag aber andauernd zurück und war ständig unter Zugzwang. In der schnellen und sehr packenden Partie gelang aber drei Mal der Ausgleich. Am Ende der Ausgleich zum 5:5 der 11 Minuten Bestand hatte. Regelmäßig motzten Spieler bzw. Trainer beider Teams gegen die Schiris, die teilweise Probleme hatten, da die Partie einfach auch so flott war. Hallenhockey ist sehr viel dynamischer als das Feldhockeyspiel, die Schiris sind aber natürlich dieselben wie bei den durchweg lahmeren Partien auf dem Feld, sodass es auch in der Halle mehr Fehlentscheidungen als auf dem Feld gibt. Wie auch immer – das Unentschieden war verdient und die Partie wirklich Klasse. Der Befreiungsschlag von Leuna misslang aber somit leider.
Zum Abschluss des Samstags besuchten wir noch in eine Kreuzberger Schulsporthalle eine Basketball-Oberligapartie. Man kann die Spiele dort auch durchs Fenster verfolgen, bei nunmehr noch 0 Grad natürlich nicht so toll. Also wieder rein und auf eine der Turnbänke gesetzt. Die Kapazitätsbeschränkung auf 40 wurde auch hier nicht mal zur Hälfte erreicht. Die Berlin Tiger spielten gegen die Dritte Mannschaft von ALBA Berlin anfangs recht schwach, der Gast punktete sehr sicher von der Dreierlinie, doch nach und nach kamen die Tiger in die Partie, wurden treffsicherer und erkämpften sich im letzten Viertel, in dem ALBA III völlig durchhing, einen 13-Punkte-Erfolg zum 81:68. Auf Amateurebene eines der besten Basketballspiele, dass ich gesehen habe!
Wir fuhren dann zum aus logistischen Gründen gebuchten Hotel „Good Morning Berlin City West“. Ein typisches Mittelklassehotel. Das Geld nicht wert. Wozu zahle ich da 20€ mehr als bei z. B. IBIS Budget bei genauso kleinen Zimmern? Weil da irgendwelche scheiß Bilder drinhängen? Auch das Frühstück am nächsten Morgen – zwar wirklich gut, aber keine 11€ p. P. Wert! Klar sind alle Hotelbetriebe aufgrund der in der Sache wirkungslosen und in allen Punkten maßlosen und unangemessenen staatlichen Zwangsmaßnahmen in Bezug aufs Chinavirus in finanziellen Schwulitäten – aber trotzdem gilt da das Prinzip Preis-Leistung. Aus diesem Grund kann ich nur abraten von „Good Morning Berlin City West“. Dann lieber die billigen Klitschen „Hostel XY“ oder so – da weiß man wenigstens, warum das als Billighotel bekannt ist. Oder wer zu viel Geld hat: Im Radisson oder so bekommt man für noch deutlich mehr auch eben wirklich hohe Qualität, so war das jedenfalls vor Kurzem noch der Fall.
Was hingegen wirklich gut war: Das Köftehaus Meşhur am Kutschi (Kurt-Schumacher-Platz). Mittleres Preissegment, günstige kleine Gerichte, teurere Tellergerichte – hervorragende Qualität, nette Bedienung. Es wird sehr stark gewürzt – so muss es sein! Es ist auch meist bis Mitternacht offen.
Auch am Sonntag ging es vorm Frühstück und dem ersten Fußballspiel erstmal ins Testzentrum am Kutschi. Funktionierte da wieder gut ohne Termin und ohne zu tiefes Eindringen des Wattestäbchens in den Riechkolben. Dass wir diesen Test kein einziges Mal vorzeigen müssen sollten, wussten wir natürlich nicht, aber wir hätten den sicherheitshalber so oder so gemacht, denn offiziell hätten wir ihn ja bei zwei Spielen zeigen müssen vorm Betreten der Halle.
Beim Fußball gilt ja „nur“ 2G und nicht 2G+, also nach dem Frühstück erstmal ins Afrikanische Viertel. Aufgrund der selbsternannten Anti-Kolonialisten aus dem linken Lager soll die Lüderitzstraße, in der die Sportanlage mit zwei Kunstrasenplätzen liegt, welche wir besuchten, umbenannt werden. Benannt ist sie nach einer Stadt in Namibia bzw. deren Namensgeber, einem deutschen kolonialistischen Kaufmann. Der war auch in der Tat ein unehrlicher Affe – ja, ein Affe, denn er war weiß, da kann man ihn doch als Affe beschimpfen – aus Norddeutschland: Stichwort „Meilenschwindel“ (die Linkquelle stimmt zwar aus dem geschichtsrevisionistischen linken Spektrum, ist aber für diesen Artikel völlig OK und die Meinung von denen kann man sich ja mal angucken). Die Parksituation ist in der Lüderitzstraße scheiße, also parkte ich eins weiter in der Kongostraße. Die soll glaube ich nicht umbenannt werden...
Die Sportanlage hat wie gesagt zwei Kunstrasenplätze zu bieten, wobei Platz 2 etwas mehr Stehplätze und mehr Bänke zu bieten hat. Das städtische Panorama mit großen Bürgerhäusern und kleineren Plattenbauten ist echt nicht schlecht. Dass zwischen beiden Plätzen eine symmetrische Doppeltribüne gebaut wurde, auf der Bäume stehen, macht auch etwas daher. Ich fotografiere ja lieber Dorffußballplätze, aber der hier ist definitiv eine der schöneren Berliner bzw. Großstadt-Sportanlagen.
Die Partie war auch Originell: Wieder Freizeitbezirksliga und diesmal Roter Stern gegen Ökumene/Akazie. Der Gast klar besser, ein Weitschuss als Chip über den Schlussmann und es stand 0:1 beim Seitenwechsel. Nach einer Stunde legte die Akazien-Ökumene noch richtig zu und schoss die Kommis mit 0:5 vom Platz. Beste Aktion der Roten Sterne: Schuss aus dem Anstoßkreis nach dem 0:5 und dem Ökumenen-Keeper rutscht die Pille durch die Hände; Problem nur: er hatte den Ball nicht zurückgespielt also keine zweite Berührung und daher ungültig. Aber schöner 50-Meter-Schuss...
Dann ging es zügig zum wenige Minuten entfernte Nordufer. Der Platz ist irgendwie nicht so häufig genutzt, aber irgendein Clubhaus von der Hertha steht da. Ganz interessant gelegen ist der auch, aber keine Ausbauten. Dafür viele Parkplätze an Straße vorhanden. Ich mag zwar die Hertha nicht, aber finde es cool, dass die außer der Reserve (Halbprofis) noch eine III. und eine IV. Mannschaft im Spielbetrieb haben – da kannste sagen „Ick spiel für die Hertha“, solltest dann aber auflösen, dass du mit deiner Bierwampe nur in der Kreisliga C bei Hertha IV kickst... Gegner in diesem Testspiel vor immerhin 30, 35 Zuschauern: Spandauer SC Teutonia 1899 III. Auch hier noch Schneereste auf dem Platz. Die mittelmäßige Partie gewann der Gast durch ein Stochertor und einen Weitschuss vom Torwart aus über 80 Metern mit Berührung und Aufsetzer (!!!) mit 0:2. Von der einseitigen Pfeiferei des Schiris her, war der übrigens Unioner...
Wegen des Schnees übrigens großes Lob an die Berliner Vereine: Eigentlich selbstverständlich, aber aufgrund der Idiotie der letzten Jahre muss man noch mal hervorheben: Stark, dass hier anstandslos gespielt wurde. Keine 5 % der angesetzten Partien sind ausgefallen an diesem Wochenende!
Dann nach einem Spaziergang im Wald am Olympiastadion noch die zweite Partie von Leuna. Gastgeber HC Roseneck, Spielort Horst-Korber-Sportzentrum. Die Halle mit bis zu drei Handball bzw. Hockeyfeldern nebeneinander fasst 3.500 Zuschauer – wenn man die Tribünen komplett ausfährt um das Querfeld herum. Für Hallenhockeybundesliga wird meist nur ein Teil der Tribünen ausgefahren und vor maximal 170 Leuten auf dem Querfeld gespielt. Aus irgendeinem Grund hat HC Roseneck jedoch diesmal nicht wie im Dezember Querfeld gespielt, sondern Mittelfeld längs ohne Tribünen und offiziell ohne Zuschauer. Das bekamen wir dann erst an der Halle mit. Das Gute ist aber wenn du Leute kennst: Dann gehst du selbstsicher durch den Spielereingang, grüßt den Leuna-Trainer und wirst von Spielern völlig selbstverständlich begrüßt und stellst dich dem einen Dummkopf vom HC Roseneck, der als einziger irgendwas fragte wegen der Liste, dich als Presseleute vom TSV vor... Hätten wir das vorher gewusst, wären wir wirklich ordentlich eingetragen worden – aber diesen Irrsinn und diese bodenlose Dummheit des Heimvereins hatte niemand erwartet. Es waren an diesem Wochenende sowieso außer Trainer und Co-Trainer nur zwei Damen für Videoaufzeichnungen und Assistenz mitgekommen und halt wir beide. Die Facebookseite des Heimvereins checkt da natürlich keiner – aber wie auch immer. So kamen wir bei der Farmmannschaft von HTC Blau-Weiß in den Genuss eines sehr exklusiven Spielbesuchs. Drei Heim-Offizielle (Zeitnehmer, Statistikführer und oben erwähnter Dummkopf (also der Sportwart oder so)) sowie drei Heimfans (Spielerfreundinnen und jemand anderes, die im Gegensatz zu uns wirklich nichts zu tun hatten und deren Anwesenheit strenggenommen eine Frechheit war) und wir vier Leunaer auf den Bänken neben dem Spielfeld.
Leuna hielt eine Weile gut mit, erzielte sogar die erste Führung. Aber die insgesamt 4 Tore vom wieder einmal sehr starken Christian Zeiger nutzten freilich nichts gegen am Ende 14 Tore der punktverlustfreien Farmmannschaft vom HC Roseneck. Die heißen übrigens nach einer Örtlichkeit in Charlottenburg. Nach tollen Spielzügen und genialen Schüssen der Gastgeber sind da leider auch mitunter völlig unberechtigte Strafecken zu nennen, die da verwandelt wurden. Die inflationär vom natürlich Berliner Schiedsrichtergespann verhängten Strafecken wurden aber auch nur zur Hälfte verwandelt. Selbst bei Überzahlspiel ohne Torwart. Am dreistesten verhielt sich das Heimschiedsrichtergespann bei der letzten Aktion, als eine Ecke für ein Foul nach Ertönen der Sirene gegeben wurde und dann weitere Regelverstöße – u.a. Jördens‘ Bemerkung „es spielen halt zu wenige Schiris selber“ – geahndet wurden, sodass Roseneck leichtes Spiel für Treffer 14 hatte. Da wurde es mal auch in unserer Offiziellen-Ecke laut, Trainer Turré tobte eh schon die ganze Zeit rum und diskutierte dann noch minutenlang mit dem Gespann nach Abpfiff. Hier ging es auch nicht, wie ich dann dem arrogant auftretenden Sportwart erklärte, nicht um die Niederlage gegen einen erwartungsgemäß besseren Gegner, sondern wie sich der Verein insgesamt aufführte. Geschenke durch den Schiri im einzigen Geisterspiel der Liga. Was soll so eine Scheiße?!
Ich spreche hier nicht für den Verein, auch wenn diese Meinung wohl auch bei Spielern verbreitet ist, kann aber aus Leunaer Fan-Sicht nur sagen: So einer Truppe wie HC Roseneck verweigere ich die sportlichen Wünsche für den Saisonverlauf und wünsche nicht „maximale Erfolge und alles Gute“, da wiederhole ich lieber meine Worte an den Sportwart, der uns beim Gehen noch als typischer Diktaturanhänger provozierte wegen angeblicher Maskenpflicht im Gang, wo niemand außer ihm vermummt war: „Ihr seid der letzte Drecksverein – so will keiner Hallenhockey spielen – Zuschauerausschluss in so einer Wichshalle, Schiri-Geschenke und solche Spieler in Liga 2 machen den Sport kaputt!“
Viel vernünftiger war nicht nur der HTC Spandau, sondern dann auch noch am Abend, zum Abschluss des Sportsonntages, der Berliner SC Basketball. Die dritte Mannschaft trat hier in einer beengten Halle gegen die Erste von den City Baskets Berlin an. Bezirksliga-Basketball, 5 Zuschauer sind da leider normal... Kurios ist die Halle: Viele Parkplätze in der Eisenzahnstraße, riesige Schulgebäude und ein gewaltiger Kasten von Sporthalle mit weiteren Räumen über dem Spielfeld. Interessante Verzierungen außen sowie im Foyer. Innen aber der total Stuss: Deckenbalken schlucken Licht der schwachen Neonröhren und die Tribüne ist nur eine Empore, die eine ganz niedrige Brüstung sowie eine höhere und sehr störende Metallreling davor hat. So einen Unfug habe ich noch nicht gesehen – man sieht halt immer wieder neues auf den Sportanlagen Deutschlands und der Welt. Aber es sollte von den Maßen her sicherlich eine Untertribüne mit vielleicht 4 oder 5 Reihen errichtet werden und die Brüstung war dann zu niedrig, da man ja 1,5 Meter nach unten fallen könnte, wenn man sich drüberlehnt. Denn die Tribüne ist ja nicht fertig gestellt und wird es wohl auch nie. Völlig unsinnig übrigens auch die Raumaufteilung auf den Klos (also zumindest dem Männerklo). Das Spiel war dann nicht so ein Schrott wie die Hallenplanung, aber die schwächste der acht Sportveranstaltungen. Wie erwartet. Basketball-Bezirksliga halt. War aber spannend, denn sehr zur Freude der drei jungen Frauen neben uns, drehten die City Baskets nach drei Vierteln Dauerrückstand aufgrund u.a. grauenvoller Freiwurfquote die Partie auf einen 57:69 Auswärtssieg.
BSG Kunst Berlin 1950 ..................................... 4
- Datum: Samstag, 8. Januar 2022 – Beginn: 10.15
- Wettbewerb: Bezirksliga Freizeit Staffel 2 (3. Spielklasse im Berliner Freizeitfußball)
- Ergebnis: 7-4 nach 96 Minuten (48/48) – Halbzeit: 2-3
- Tore: 0-1 9. Nr. 13, 0-2 15. Schmidt, 1-2 21. Miljak (Elfmeter), 2-2 28. Bijader, 2-3 40. Ortmann, 3-3 48. Delac, 4-3 50. Maric, 5-3 51. Bijader, 6-3 57. Delac, 6-4 75. Nr. 13, 7-4 92. Delac
- Verwarnungen: 2x NK Bugojno
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportanlage Scharnweberstraße, Kunstrasen (Kap.: 1.000 Stehplätze, wegen der Coronahysterie auf irgendeine Phantasiezahl begrenzt)
- Zuschauer: ca. 14 (davon mind. 4 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10
1. FC Pfarrverbund Nord ................................ 5
SV Traktor Boxhagen ...................................... 1
- Datum: Samstag, 8. Januar 2022 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Freizeit (1. Spielklasse im Berliner Freizeitfußball)
- Ergebnis: 5-1 nach 92 Minuten (47/45) – Halbzeit: 4-0
- Tore: 1-0 23. Hübner, 2-0 27. Hübner, 3-0 37. Lauter, 4-0 45. Hübner, 5-0 47. Salomon, 5-1 79. Anonymer 3er
- Verwarnungen: je 1x Gelb gegen jedes Team
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Stade de la Cité Foch (Kap.: 2.300, davon 300 Sitzplätze, wegen der Coronahysterie auf irgendeine Phantasiezahl begrenzt)
- Zuschauer: ca. 25 (davon mind. 12 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10
Spandauer Hockey- und Tennis-Club 1910 .... 5
TSV Leuna 1919 ................................................ 5
- Datum: Samstag, 8. Januar 2022 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: 2. Hallenhockey-Bundesliga Ost (2. Spielklasse im Hallenhockey)
- Ergebnis: 5-5 nach 60 Minuten (4x15) – Viertel: 1-0, 2-2, 1-2, 1-1
- Tore: 1-0 10. Meincke (Strafecke), 2-0 23. Christann, 2-1 24. Zeiger (Strafecke), 3-1 26. Eil, 3-2 Jördens (Strafecke), 3-3 40. Zeiger, 4-3 42. Steher, 4-4 45. Jördens, 5-4 47. Meincke, 5-5 49. Zeiger (Strafecke)
- Grüne Karten: Schreiter (Spandau)
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sporthalle Martin-Buber-Oberschule (Kap.: 400, davon 300 Sitzplätze, wegen der Coronahysterie auf 170 Sitzplätze oder so begrenzt)
- Zuschauer: ca. 30 (davon 2 Leunaer Fans und 2 TSV-Offizielle)
- Spielbewertung: 8,0/10
Berlin Tiger ..................................................... 81
ALBA Berlin III .............................................. 68
- Datum: Samstag, 8. Januar 2022 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Basketball Oberliga (6. Spielklasse im Basketball, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 81-68 nach 40 Minuten (4x10) – Viertel: NN
- Statistik: NN
- Austragungsort: Sporthalle Carl-von-Ossietzky-Oberschule / Blücherstraße (Kap.: 100, davon 40 Sitzplätze, wegen der Coronahysterie auf 40 Sitzplätze begrenzt)
- Zuschauer: ca. 15 (davon mind. 2 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10
Roter Stern Berlin 2012 .................................... 0
Sportfreunde Ökumene 03 / Akazie Berlin ..... 5
- Datum: Sonntag, 9. Januar 2022 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Bezirksliga Freizeit Staffel 1 (3. Spielklasse im Berliner Freizeitfußball)
- Ergebnis: 0-5 nach 90 Minuten (46/44) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 16. Rach, 0-2 60. Steinbeck, 0-3 78. Rach, 0-4 83. Parczyk, 0-5 87. Rach
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportanlage Lüderitzstraße, Platz 1 (Kap.: 2.000 Stehplätze, wegen der Coronahysterie auf irgendeine Fantasiezahl begrenzt)
- Zuschauer: ca. 18 (davon mind. 4 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,0/10
Hertha BSC IV .................................................. 0
Spandauer SC Teutonia 1899 III ..................... 2
- Datum: Sonntag, 9. Januar 2022 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: Testspiel (Berliner Kreisliga C, Staffel 1 gegen 4, jeweils 11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 90 Minuten (47/43) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 50. Liehr, 0-2 70. Wendler
- Verwarnungen: 1x Teutonia
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz Nordufer (Kap.: 740, davon 40 Sitzplätze, wegen der Coronahysterie auf irgendeine Fantasiezahl begrenzt)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 7 Gästefans)
- Spielbewertung: 5,5/10
HC Roseneck ................................................... 14
TSV Leuna 1919 ................................................ 4
- Datum: Sonntag, 9. Januar 2022 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: 2. Hallenhockey-Bundesliga Ost (2. Spielklasse im Hallenhockey)
- Ergebnis: 14-4 nach 60 Minuten (4x15) – Viertel: 3-1, 4-2, 2-1, 5-0
- Tore: 0-1 3. Zeiger, 1-1 5. Eggers, 2-1 8. Rettinghaus, 3-1 11. Hüttemann, 3-2 18. Zeiger (Strafecke), 4-2 20. Eggers, 5-2 25. Borchardt, 5-3 25. Zeiger, 6-3 27. Eggers, 7-3 28. Rinckens, 8-3 32. Blobel (Strafecke), 8-4 38. Zeiger, 9-4 41. Eggers (Strafecke), 10-4 47. Blobel (Strafecke), 11-4 53. Blobel (Strafecke in der x-ten Wiederholung), 12-4 55. Rinckens, 13-4 60. Eggers, 14-4 60.+X Eggers (Strafecke)
- Grüne Karten: keine
- Gelbe Karten: Jördens (Leuna)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Horst-Korber-Sportzentrum (Kapazität bei eingefahrener Tribüne in der Mittelhalle: 100, davon 30 Sitzplätze, wegen der Coronahysterie keine Zuschauer zugelassen – volle Hallenkapazität: 3.500 Sitzplätze)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit (tatsächlich 4 Leunaer Offizielle und 3 Fans von Roseneck)
- Spielbewertung: 7,0/10
Berliner SC III ................................................ 57
City Basket Berlin .......................................... 69
- Datum: Sonntag, 9. Januar 2022 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Basketball Bezirksliga C (8. Spielklasse im Basketball, 3. Amateurliga)
- Wettbewerb: Basketball Oberliga (6. Spielklasse im Basketball, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 81-68 nach 40 Minuten (4x10) – Viertel: NN
- Statistik: NN
- Austragungsort: Sporthalle Eisenzahnstraße / Otto-von-Guericke-Oberschule (Kap.: 100 Stehplätze, wegen der Coronahysterie auf 40 begrenzt)
- Zuschauer: 5 (3 Gästefans und 2 Neutrale)
- Spielbewertung: 4,0/10
Pictures with English commentary:a) Football 3rd level Leisure League: Bugojno vs. BSG Kunst
b) Football 1st level Leisure League: FC PV Nord vs. Traktor Boxhagen
c) Indoor Hockey 2nd division: HTC Spandau vs. TSV Leuna
d) Basketball 6th division: Tiger vs. Alba III
e) Football 3rd level Leisure League: Roter Stern vs. Ökumene/Akazie
f) Football Friendly: Hertha BSC IV vs. SSC Teutonia III
g) Indoor Hockey 2nd division: HC Roseneck vs. TSV Leuna
h) Basketball 8th division: Berliner SC III vs. City Baskets
i) Berlin: Tegel palace, Wittenau church, Jewish Cemetery Westend
Ich hatte in der dritten Januarwoche einige Verpflichtungen und Treffen u. a. in Berlin. Das nutzte ich, um am Wochenende mit meinem Vater über die Sportstätten der Hauptstadt zu ziehen – je zwei Mal Fußball, ein Mal Hallenhockey und ein Mal Basketball an jedem der beiden freien Tage.
Besichtigungen kamen sehr kurz, aber das Schloss Tegel ist ein ganz interessanter Bau und der Park ist dort zugänglich. Trotz privater Nutzung gibt es auch regelmäßig Führungen durch das Schlossgebäude. Im Westen ist sowas kaum bekannt.
In Wittenau gingen wir um eine interessante neogotische Kirche herum. Ein Stück weiter befindet sich die ehemalige französische Militärstadt „Cité Foch“. Dort stehen noch die hässlichen Wohnblocks – nun wohl größtenteils als Mietwohnungen verwendet – und auch ein verfallener Sportplatz. Hinter einer Schule am Place Moliere (Mühlenplatz – alle Straßen- und Ortsnamen sind hier Französisch) befindet sich auch ein sehr gutes intaktes Stadion, doch dazu im übernächsten Abschnitt mehr.
Am Sonntag liefen wir nur etwas im Afrikanischen Viertel herum, wo etliche Wohnblocks mit afrikanischen Tiermotiven bemalt wurden, und durch ein Waldstück südlich des Olympiastadions, wo sich auch der Jüdische Friedhof Westend befindet. Ein jüdisch-berlinerisches Original laberte uns da freundlich an, ehemaliger Wasserballer – gibt schon lustige Leute hier in der Hauptstadt...
Aufgrund der idiotischen 2G+-Regelungen für Hallensport, war unsere erste Amtshandlung einen Schnelltest am Kurt-Schumacher-Platz (Testzentrum Kutschi) zu besorgen. Danach waren wir aufgrund des nächtlichen Schneefalls skeptisch, ob in der benachbarten Scharnweberstraße gekickt würde, doch siehe da: trotz komplett verschneitem Kunstrasen und entsprechend rutschigem Geläuf traten bei Temperaturen von 1-3 Grad die Freizeitfußballer von NK Bugojno und BSG Kunst vor etwas mehr als einem Dutzend Zuschauern an. Das Spiel der Freizeitliga (in Berlin gibt es vier Ebenen im Großfeldfußball; 11 gegen 11 und 2x45 Minuten sowie vier weitere Ebenen 7 gegen 7 und 2x35 auf Kleinfeld, die zwar als Berliner Freizeitligen vom Berliner Fußballverband organisiert werden, aber außerhalb des DFBs liegen und somit keinen Aufstieg zu den DFB-Ligen in Berlin – also Verbandsliga bis Kreisliga C – ermöglichen) war sehr unterhaltsam. Es ist auch so, dass viele Spieler der BFV-Freizeitligen-Großfeld keineswegs schlechter als jene der DFB-Kreisligen sind. Bugojno kam erst nicht ins Spiel und geriet 0:2 und 2:3 in Rückstand, doch drehte nach der Pause die Partie eindrucksvoll auf am Ende 7:4.Bugojno ist übrigens eine Stadt in Zentralbosnien, die ursprünglich zu etwa gleichen Teilen von Bosniaken und Kroaten (Serben u.a. waren nur in der Minderheit) bewohnt wurde. Die meisten Kroaten sind aber im Krieg geflohen und im Gegensatz zu den Bosniaken nicht wieder zurückgekehrt, da die wirtschaftliche Lage katastrophal war (und nach wie vor ist). Etliche dieser Bugojno-Kroaten sind nach Berlin emigriert – das Wappen mit dem kroatischen Schachbrettmuster Šahovnica im Vereinswappen des NK Bugojno ist eindeutig zuordenbar. Die Story um das Schachbrettmuster ist übrigens lustig: Ein kroatischer König soll um 1000 herum in venezianische Gefangenschaft geraten sein und sich vom Venezianischen Staatschef (Dogen) die Freiheit durch erfolgreiche Schachpartien zurückgeholt haben... NK Bugojno ist übrigens einer der rein-ethnisch aufgestellten Vereine in Berlin. Es wurde auf dem Feld untereinander nur Kroatisch kommuniziert und auf ihrer Facebookseite hieß es nach dem Spiel nicht etwa „Das neue Jahr beginnt mit einem Sieg“, sondern „Nova godina započinje s pobjedom“...
Die zweite Partie zwei Ligen höher in der Freizeitverbandsliga statt. In der französischen Militärstadt Cite Foch gibt es einen Kunstrasen mit Laufbahn und mehrreihiger Tribüne – teils mit Plastebänken bestückt. Schön Nadelbäume drumherum. Nur mit einiger Sucherei in der labyrinthischen Schulanlage fand man den Eingang. Hier fanden sich 25 Zuschauer ein, davon viele vom Gast Traktor Boxhagen. Was so nach Dorf klingt, war auch in der Tat ein Vorwerk. Doch als Berlin so wucherte mit Beginn der Industrialisierung, wurde es eine Landgemeinde am Rande der Stadt und 1912 schließlich verleibte sich Lichtenberg Boxhagen ein. 1938 kam Lichtenberg schließlich zu Berlin. Das ehemals abseitig gelegen Vorwerk ist nun mittlerweile nur noch ein Straßenzug mit Plattenbauten. Sehr gut ist die Vereinswebsite (http://www.traktor-boxhagen.de/) – auf dem verschneiten Feld hingegen dominierte der 1. FC PV (Pfarrverbund) Nord. Überraschend 4:0 bei Pause, recht rasantes und robustes, aber nie unfaires Spiel. Schnell das 5:0 nach Wiederbeginn und am Ende 5:1 für den Fünften gegen den Spitzenreiter. Kuriosität am Rande war ein Fuchs, der minutenlang hinter dem einen Tor herumlief, während das Spiel völlig normal weiterlief. Für eine Großstadt hat Berlin ein reges Tierleben: Füchse und Wildschweine sind da vor allem berüchtigt, durch die scheiß Grünen dürften auch bald Wölfe zum Problem werden. Das ist dann noch mal eine Spur schlimmer, als die Köter, die irgendwelche Asozialen frei herum laufen lassen...
Dann fand 16 Uhr eines der beiden Spiele, die Hauptgrund für unseren Besuch waren, statt. TSV Leuna stellt mal wieder eine Mannschaft in der 2. Hallenhockey-Bundesliga. Neben Osternienburg sind in der 6er Liga nur Berliner Teams, so sind immer wieder Doppelspieltage angesetzt. Mit dem Spandauer HTC kämpfen die Leunaer und die Osternienburger gegen den Abstieg in die Regionalliga Ost. Wer Anfang Februar Letzter ist, wird im November dann wieder Regionalliga spielen. Die Ergebnisse sind unabhängig von der Feldsaison, die März bis Oktober läuft.Jedenfalls trat unser TSV in der Martin-Buber-Oberschule in Spandau an. In Leuna kommen üblicherweise 150 bis über 200 Zuschauer, zugelassen sind 199 und nun wegen der Coronahysterie irgendwas zwischen 90 und 100 Getestete Geimpfte. Die waren, so wie ich das verstanden habe, beim letzten Doppelheimspieltag auch da. In Spandau fanden sich in einer fast doppelt so großen aber aufgrund der hohen und schlecht gebauten Reling der Obertribüne mit einer absolut beschissenen Sicht aufwartenden Halle nicht einmal ein Drittel dieser Zahl ein. Von den nicht einmal 30 Zuschauern auf der Tribüne waren zwei Offizielle und wir beide aus Leuna. Also vielleicht 25 Leutchen aus Spandau?! Nicht zu verstehen, dass so wenige da kommen – ob es an dem Test liegt, den man machen muss und der auch genau kontrolliert wird oder daran, dass die auf ihrer Website versehentlich Osternienburg und Leuna vertauscht hatten (am Sonntag spielten die gegen Osternienburg, auf der Vereinsseite stand es genau umgekehrt)... Es war auch übrigens freier Eintritt und nur Spenden erbeten, sodass wir einen Fünfer in die Spendenbox warfen.
Im ersten Viertel der Partie (15 Minuten effektiv mit wenigen Unterbrechungen) dominierte Leider der Spandauer HTC. Leuna hielt sich nur mit ihren guten Strafecken im Spiel, lag aber andauernd zurück und war ständig unter Zugzwang. In der schnellen und sehr packenden Partie gelang aber drei Mal der Ausgleich. Am Ende der Ausgleich zum 5:5 der 11 Minuten Bestand hatte. Regelmäßig motzten Spieler bzw. Trainer beider Teams gegen die Schiris, die teilweise Probleme hatten, da die Partie einfach auch so flott war. Hallenhockey ist sehr viel dynamischer als das Feldhockeyspiel, die Schiris sind aber natürlich dieselben wie bei den durchweg lahmeren Partien auf dem Feld, sodass es auch in der Halle mehr Fehlentscheidungen als auf dem Feld gibt. Wie auch immer – das Unentschieden war verdient und die Partie wirklich Klasse. Der Befreiungsschlag von Leuna misslang aber somit leider.
Zum Abschluss des Samstags besuchten wir noch in eine Kreuzberger Schulsporthalle eine Basketball-Oberligapartie. Man kann die Spiele dort auch durchs Fenster verfolgen, bei nunmehr noch 0 Grad natürlich nicht so toll. Also wieder rein und auf eine der Turnbänke gesetzt. Die Kapazitätsbeschränkung auf 40 wurde auch hier nicht mal zur Hälfte erreicht. Die Berlin Tiger spielten gegen die Dritte Mannschaft von ALBA Berlin anfangs recht schwach, der Gast punktete sehr sicher von der Dreierlinie, doch nach und nach kamen die Tiger in die Partie, wurden treffsicherer und erkämpften sich im letzten Viertel, in dem ALBA III völlig durchhing, einen 13-Punkte-Erfolg zum 81:68. Auf Amateurebene eines der besten Basketballspiele, dass ich gesehen habe!Wir fuhren dann zum aus logistischen Gründen gebuchten Hotel „Good Morning Berlin City West“. Ein typisches Mittelklassehotel. Das Geld nicht wert. Wozu zahle ich da 20€ mehr als bei z. B. IBIS Budget bei genauso kleinen Zimmern? Weil da irgendwelche scheiß Bilder drinhängen? Auch das Frühstück am nächsten Morgen – zwar wirklich gut, aber keine 11€ p. P. Wert! Klar sind alle Hotelbetriebe aufgrund der in der Sache wirkungslosen und in allen Punkten maßlosen und unangemessenen staatlichen Zwangsmaßnahmen in Bezug aufs Chinavirus in finanziellen Schwulitäten – aber trotzdem gilt da das Prinzip Preis-Leistung. Aus diesem Grund kann ich nur abraten von „Good Morning Berlin City West“. Dann lieber die billigen Klitschen „Hostel XY“ oder so – da weiß man wenigstens, warum das als Billighotel bekannt ist. Oder wer zu viel Geld hat: Im Radisson oder so bekommt man für noch deutlich mehr auch eben wirklich hohe Qualität, so war das jedenfalls vor Kurzem noch der Fall.
Was hingegen wirklich gut war: Das Köftehaus Meşhur am Kutschi (Kurt-Schumacher-Platz). Mittleres Preissegment, günstige kleine Gerichte, teurere Tellergerichte – hervorragende Qualität, nette Bedienung. Es wird sehr stark gewürzt – so muss es sein! Es ist auch meist bis Mitternacht offen.
+//+
Auch am Sonntag ging es vorm Frühstück und dem ersten Fußballspiel erstmal ins Testzentrum am Kutschi. Funktionierte da wieder gut ohne Termin und ohne zu tiefes Eindringen des Wattestäbchens in den Riechkolben. Dass wir diesen Test kein einziges Mal vorzeigen müssen sollten, wussten wir natürlich nicht, aber wir hätten den sicherheitshalber so oder so gemacht, denn offiziell hätten wir ihn ja bei zwei Spielen zeigen müssen vorm Betreten der Halle.Beim Fußball gilt ja „nur“ 2G und nicht 2G+, also nach dem Frühstück erstmal ins Afrikanische Viertel. Aufgrund der selbsternannten Anti-Kolonialisten aus dem linken Lager soll die Lüderitzstraße, in der die Sportanlage mit zwei Kunstrasenplätzen liegt, welche wir besuchten, umbenannt werden. Benannt ist sie nach einer Stadt in Namibia bzw. deren Namensgeber, einem deutschen kolonialistischen Kaufmann. Der war auch in der Tat ein unehrlicher Affe – ja, ein Affe, denn er war weiß, da kann man ihn doch als Affe beschimpfen – aus Norddeutschland: Stichwort „Meilenschwindel“ (die Linkquelle stimmt zwar aus dem geschichtsrevisionistischen linken Spektrum, ist aber für diesen Artikel völlig OK und die Meinung von denen kann man sich ja mal angucken). Die Parksituation ist in der Lüderitzstraße scheiße, also parkte ich eins weiter in der Kongostraße. Die soll glaube ich nicht umbenannt werden...
Die Sportanlage hat wie gesagt zwei Kunstrasenplätze zu bieten, wobei Platz 2 etwas mehr Stehplätze und mehr Bänke zu bieten hat. Das städtische Panorama mit großen Bürgerhäusern und kleineren Plattenbauten ist echt nicht schlecht. Dass zwischen beiden Plätzen eine symmetrische Doppeltribüne gebaut wurde, auf der Bäume stehen, macht auch etwas daher. Ich fotografiere ja lieber Dorffußballplätze, aber der hier ist definitiv eine der schöneren Berliner bzw. Großstadt-Sportanlagen.
Die Partie war auch Originell: Wieder Freizeitbezirksliga und diesmal Roter Stern gegen Ökumene/Akazie. Der Gast klar besser, ein Weitschuss als Chip über den Schlussmann und es stand 0:1 beim Seitenwechsel. Nach einer Stunde legte die Akazien-Ökumene noch richtig zu und schoss die Kommis mit 0:5 vom Platz. Beste Aktion der Roten Sterne: Schuss aus dem Anstoßkreis nach dem 0:5 und dem Ökumenen-Keeper rutscht die Pille durch die Hände; Problem nur: er hatte den Ball nicht zurückgespielt also keine zweite Berührung und daher ungültig. Aber schöner 50-Meter-Schuss...
Dann ging es zügig zum wenige Minuten entfernte Nordufer. Der Platz ist irgendwie nicht so häufig genutzt, aber irgendein Clubhaus von der Hertha steht da. Ganz interessant gelegen ist der auch, aber keine Ausbauten. Dafür viele Parkplätze an Straße vorhanden. Ich mag zwar die Hertha nicht, aber finde es cool, dass die außer der Reserve (Halbprofis) noch eine III. und eine IV. Mannschaft im Spielbetrieb haben – da kannste sagen „Ick spiel für die Hertha“, solltest dann aber auflösen, dass du mit deiner Bierwampe nur in der Kreisliga C bei Hertha IV kickst... Gegner in diesem Testspiel vor immerhin 30, 35 Zuschauern: Spandauer SC Teutonia 1899 III. Auch hier noch Schneereste auf dem Platz. Die mittelmäßige Partie gewann der Gast durch ein Stochertor und einen Weitschuss vom Torwart aus über 80 Metern mit Berührung und Aufsetzer (!!!) mit 0:2. Von der einseitigen Pfeiferei des Schiris her, war der übrigens Unioner...Wegen des Schnees übrigens großes Lob an die Berliner Vereine: Eigentlich selbstverständlich, aber aufgrund der Idiotie der letzten Jahre muss man noch mal hervorheben: Stark, dass hier anstandslos gespielt wurde. Keine 5 % der angesetzten Partien sind ausgefallen an diesem Wochenende!
Dann nach einem Spaziergang im Wald am Olympiastadion noch die zweite Partie von Leuna. Gastgeber HC Roseneck, Spielort Horst-Korber-Sportzentrum. Die Halle mit bis zu drei Handball bzw. Hockeyfeldern nebeneinander fasst 3.500 Zuschauer – wenn man die Tribünen komplett ausfährt um das Querfeld herum. Für Hallenhockeybundesliga wird meist nur ein Teil der Tribünen ausgefahren und vor maximal 170 Leuten auf dem Querfeld gespielt. Aus irgendeinem Grund hat HC Roseneck jedoch diesmal nicht wie im Dezember Querfeld gespielt, sondern Mittelfeld längs ohne Tribünen und offiziell ohne Zuschauer. Das bekamen wir dann erst an der Halle mit. Das Gute ist aber wenn du Leute kennst: Dann gehst du selbstsicher durch den Spielereingang, grüßt den Leuna-Trainer und wirst von Spielern völlig selbstverständlich begrüßt und stellst dich dem einen Dummkopf vom HC Roseneck, der als einziger irgendwas fragte wegen der Liste, dich als Presseleute vom TSV vor... Hätten wir das vorher gewusst, wären wir wirklich ordentlich eingetragen worden – aber diesen Irrsinn und diese bodenlose Dummheit des Heimvereins hatte niemand erwartet. Es waren an diesem Wochenende sowieso außer Trainer und Co-Trainer nur zwei Damen für Videoaufzeichnungen und Assistenz mitgekommen und halt wir beide. Die Facebookseite des Heimvereins checkt da natürlich keiner – aber wie auch immer. So kamen wir bei der Farmmannschaft von HTC Blau-Weiß in den Genuss eines sehr exklusiven Spielbesuchs. Drei Heim-Offizielle (Zeitnehmer, Statistikführer und oben erwähnter Dummkopf (also der Sportwart oder so)) sowie drei Heimfans (Spielerfreundinnen und jemand anderes, die im Gegensatz zu uns wirklich nichts zu tun hatten und deren Anwesenheit strenggenommen eine Frechheit war) und wir vier Leunaer auf den Bänken neben dem Spielfeld.Leuna hielt eine Weile gut mit, erzielte sogar die erste Führung. Aber die insgesamt 4 Tore vom wieder einmal sehr starken Christian Zeiger nutzten freilich nichts gegen am Ende 14 Tore der punktverlustfreien Farmmannschaft vom HC Roseneck. Die heißen übrigens nach einer Örtlichkeit in Charlottenburg. Nach tollen Spielzügen und genialen Schüssen der Gastgeber sind da leider auch mitunter völlig unberechtigte Strafecken zu nennen, die da verwandelt wurden. Die inflationär vom natürlich Berliner Schiedsrichtergespann verhängten Strafecken wurden aber auch nur zur Hälfte verwandelt. Selbst bei Überzahlspiel ohne Torwart. Am dreistesten verhielt sich das Heimschiedsrichtergespann bei der letzten Aktion, als eine Ecke für ein Foul nach Ertönen der Sirene gegeben wurde und dann weitere Regelverstöße – u.a. Jördens‘ Bemerkung „es spielen halt zu wenige Schiris selber“ – geahndet wurden, sodass Roseneck leichtes Spiel für Treffer 14 hatte. Da wurde es mal auch in unserer Offiziellen-Ecke laut, Trainer Turré tobte eh schon die ganze Zeit rum und diskutierte dann noch minutenlang mit dem Gespann nach Abpfiff. Hier ging es auch nicht, wie ich dann dem arrogant auftretenden Sportwart erklärte, nicht um die Niederlage gegen einen erwartungsgemäß besseren Gegner, sondern wie sich der Verein insgesamt aufführte. Geschenke durch den Schiri im einzigen Geisterspiel der Liga. Was soll so eine Scheiße?!
Ich spreche hier nicht für den Verein, auch wenn diese Meinung wohl auch bei Spielern verbreitet ist, kann aber aus Leunaer Fan-Sicht nur sagen: So einer Truppe wie HC Roseneck verweigere ich die sportlichen Wünsche für den Saisonverlauf und wünsche nicht „maximale Erfolge und alles Gute“, da wiederhole ich lieber meine Worte an den Sportwart, der uns beim Gehen noch als typischer Diktaturanhänger provozierte wegen angeblicher Maskenpflicht im Gang, wo niemand außer ihm vermummt war: „Ihr seid der letzte Drecksverein – so will keiner Hallenhockey spielen – Zuschauerausschluss in so einer Wichshalle, Schiri-Geschenke und solche Spieler in Liga 2 machen den Sport kaputt!“
Viel vernünftiger war nicht nur der HTC Spandau, sondern dann auch noch am Abend, zum Abschluss des Sportsonntages, der Berliner SC Basketball. Die dritte Mannschaft trat hier in einer beengten Halle gegen die Erste von den City Baskets Berlin an. Bezirksliga-Basketball, 5 Zuschauer sind da leider normal... Kurios ist die Halle: Viele Parkplätze in der Eisenzahnstraße, riesige Schulgebäude und ein gewaltiger Kasten von Sporthalle mit weiteren Räumen über dem Spielfeld. Interessante Verzierungen außen sowie im Foyer. Innen aber der total Stuss: Deckenbalken schlucken Licht der schwachen Neonröhren und die Tribüne ist nur eine Empore, die eine ganz niedrige Brüstung sowie eine höhere und sehr störende Metallreling davor hat. So einen Unfug habe ich noch nicht gesehen – man sieht halt immer wieder neues auf den Sportanlagen Deutschlands und der Welt. Aber es sollte von den Maßen her sicherlich eine Untertribüne mit vielleicht 4 oder 5 Reihen errichtet werden und die Brüstung war dann zu niedrig, da man ja 1,5 Meter nach unten fallen könnte, wenn man sich drüberlehnt. Denn die Tribüne ist ja nicht fertig gestellt und wird es wohl auch nie. Völlig unsinnig übrigens auch die Raumaufteilung auf den Klos (also zumindest dem Männerklo). Das Spiel war dann nicht so ein Schrott wie die Hallenplanung, aber die schwächste der acht Sportveranstaltungen. Wie erwartet. Basketball-Bezirksliga halt. War aber spannend, denn sehr zur Freude der drei jungen Frauen neben uns, drehten die City Baskets nach drei Vierteln Dauerrückstand aufgrund u.a. grauenvoller Freiwurfquote die Partie auf einen 57:69 Auswärtssieg.In Wilmersdorf fand sich fußläufig noch eine sehr gute indische Gaststätte - verhältnismäßig preisgünstig, nette Bedienung, stark gewürzt und sehr gute Saucen.
Für meinen Vater war es das erste Wochenende mit Sport nach 40 Tagen Zwangspause in Mecklenburg-Vorpommern. Wahrscheinlich geht es für ihn in den nächsten Tagen im Rostocker Raum als Zaungast weiter. Ich bin hingegen noch eine Weile in der Gegend und kann dort auch auf die Sportanlagen. In Berlin ist nicht nur viel mehr sportlich los als in Rostock oder anderen deutschen Städten (logisch, da Hauptstadt), sondern die Zuschauerbeschränkungen sind trotz 2G+ in Hallen nicht so schlimm wie woanders, vor allem nicht so schlimm wie in Mecklenburg-Vorpommern.
Statistik:
- Grounds: 2.989 (Sa 4, So 4; diese Saison: 175 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.306 (Sa 4, So 4; diese Saison: 206)
- Tourkilometer: 550 (Sa 290km Auto, So 260km Auto )
- Saisonkilometer: 34.390 (25.070 Auto, davon 4.480 Mietwagen/ 7.070 Flugzeug/ 2.260 Fahrrad/ 30 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 71 [letzte Serie: 46, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 53 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].
Für meinen Vater war es das erste Wochenende mit Sport nach 40 Tagen Zwangspause in Mecklenburg-Vorpommern. Wahrscheinlich geht es für ihn in den nächsten Tagen im Rostocker Raum als Zaungast weiter. Ich bin hingegen noch eine Weile in der Gegend und kann dort auch auf die Sportanlagen. In Berlin ist nicht nur viel mehr sportlich los als in Rostock oder anderen deutschen Städten (logisch, da Hauptstadt), sondern die Zuschauerbeschränkungen sind trotz 2G+ in Hallen nicht so schlimm wie woanders, vor allem nicht so schlimm wie in Mecklenburg-Vorpommern.
Statistik:- Grounds: 2.989 (Sa 4, So 4; diese Saison: 175 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.306 (Sa 4, So 4; diese Saison: 206)
- Tourkilometer: 550 (Sa 290km Auto, So 260km Auto )
- Saisonkilometer: 34.390 (25.070 Auto, davon 4.480 Mietwagen/ 7.070 Flugzeug/ 2.260 Fahrrad/ 30 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 71 [letzte Serie: 46, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 53 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].
Samstag, 20. Februar 2016
W499III: Trotz 0:4 Rückstand noch 5:4-Sieg beim Futsal und das ewige Basketballduell zwischen Bonn und Berlin
Allgemeiner Sportverein Bonn ................... 65
ALBA Berlin ................................................ 45
- Datum: Samstag, 20. Februar 2016 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga, Nord (2. Spielklasse im Rollstuhlbasketball)
- Ergebnis: 65-45 nach 40 Min. (4x10) – Viertelergebnisse: 22-13, 15-10, 16-10, 12-12
- Punkte: NN
- Fouls: NN
- Austragungsort: Sportzentrum Tannenbusch (Kap. 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon mind. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel)
Futsal Panthers Köln ........................................ 5
Universitäts-Futsal-Club Münster .................. 4
- Datum: Samstag, 20. Februar 2015 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: WFLV-Futsal-Regionalliga (1. Deutsche Futsal-Liga, Staffel des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes)
- Ergebnis: 5-4 nach 40 Min. (20/20); Halbzeit: 1-4
- Tore: 0-1 11. Maik Solisch, 0-2 13. Simon Holling, 0-3 18. Julian Offermann, 0-4 19. Maik Solisch, 1-4 19. Pascal Wenker, 2-4 29. Timo Heinze, 3-4 33. Mario dos Santos, 4-4 37. Fabian Schmidts, 5-4 40. Jilo Hirosawa
- Fouls: Köln 7 (5/2); Münster 9 (3/6)
- Gelbe Karten: Timo Heinze, Luke Wolfgarten (Köln); Wendelin Kemper, Simon Holling, Maik Solisch, Christoph Rüschenpöhler (Münster)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Everhardhalle (Kap. 350 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Lange Zeit auf erbärmlichen Niveau, aber in der 2. Hälfte besser und v.a. sehr spannend)
Photos with English Commentary:
a) Futsal in Cologne: Futsal Panthers Köln 5-4 UFC Münster
b) Wheelchair-Basketball in Bonn: ASV Bonn 65-45 ALBA Berlin
Der erste Spielbesuch am Samstag galt einem vermeintlichen Spitzenspiel (3. gegen 4.) in der NRW-Staffel der höchsten Futsalliga. Die Futsal Panthers Köln, wochenlang Tabellenerster, spielen unweit von Fernsehturm und DITIB-Moschee in Ehrenfeld in der Everhardhalle. Das ist eine schöne, kastenförmige Bruchbude mit seltsamen Blechbänken und Backsteinwänden. Alles etwas improvisiert dort, Eintritt wurde auch keiner genommen. Das recht alternativ wirkende Publikum war auch alles andere als zahlreich. Die bei FUPA gemeldete Zuschauerzahl von 40 ist Quatsch: 25 Zuschauer waren es, es wurden dann wohl noch die Spieler mit eingerechnet...
Die erste Halbzeit war über weite Strecken zerfahren und voller technischer Fehler – so ziemlich das Schlechteste, was ich im Futsal je gesehen habe: im Ausland war das sowieso oft besser (Polen, Marokko, selbst Andorra) aber auch Absteiger wie Bonn und Wesel haben gute Spiele geliefert als ich da war. Münster ging gegen völlig harmlose Kölner mit 0:4 in Führung, wobei das 0:4 durch einen Abwurf der per Kopf verlängert wurde, erzielt wurde. Kurz darauf ein Glückstreffer zum 1:4. Nach der Pause aber ein völlig anderes Bild: Münster brach ein und Köln drehte auf: nach und nach kamen sie heran, kurz vor Schluss ein direkter Freistoß ohne Mauer zum 4:4 und im riskanten Powerplay ohne Torwart erzielten sie 7 Sekunden vor Schluss im Nachschuss das 5:4. Also wenn auch kein gutes Spiel, war es doch ein sehr spannendes!
In Bonn ging ich dann noch zum Rollstuhlbasketball: der um die Jahrtausendwende sehr erfolgreiche Verein (3x Meister, 4x Pokalsieger) aus Bonn ist der Allgemeine Sportverein (ASV). Sie sind als Tabellenführer wieder auf dem Weg in die 1. Bundesliga. Der bekannte Gegner war heute ALBA Berlin: die Müllabfuhrtruppe aus der Hauptstadt ist nur im normalen Basketball ausgesprochen erfolgreich.
Der ASV trägt seine Heimspiele (Eintritt 3€, ermäßigt 2€) im Schulzentrum Tannenbusch aus: die neue, ganz ansprechend gestaltete Halle hat eine 0815-Untertribüne für etwa 500 Zuschauer. Es verloren sich aber gerade einmal 45 in die Halle…
Das wirklich gute Spiel wurde von Anfang an von den Gastgebern bestimmt. Nach und nach festigte sich ein 20-Punkte-Vorsprung, teilweise führte der ASV mit noch mehr Zählern, sodass es am Ende verdientermaßen 65:45 hieß.
Statistik:
- Grounds: 1.554 (2 neue; diese Saison: 139 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.598 (2; diese Saison: 162)
- Tageskilometer: 70 (50km Bahn, 20km Rad)
- Saisonkilometer: 39.030 (25.430 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 5.050 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.520 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 90 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 499.
ALBA Berlin ................................................ 45
- Datum: Samstag, 20. Februar 2016 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga, Nord (2. Spielklasse im Rollstuhlbasketball)
- Ergebnis: 65-45 nach 40 Min. (4x10) – Viertelergebnisse: 22-13, 15-10, 16-10, 12-12
- Punkte: NN
- Fouls: NN
- Austragungsort: Sportzentrum Tannenbusch (Kap. 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon mind. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel)
Futsal Panthers Köln ........................................ 5
Universitäts-Futsal-Club Münster .................. 4
- Datum: Samstag, 20. Februar 2015 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: WFLV-Futsal-Regionalliga (1. Deutsche Futsal-Liga, Staffel des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes)
- Ergebnis: 5-4 nach 40 Min. (20/20); Halbzeit: 1-4
- Tore: 0-1 11. Maik Solisch, 0-2 13. Simon Holling, 0-3 18. Julian Offermann, 0-4 19. Maik Solisch, 1-4 19. Pascal Wenker, 2-4 29. Timo Heinze, 3-4 33. Mario dos Santos, 4-4 37. Fabian Schmidts, 5-4 40. Jilo Hirosawa
- Fouls: Köln 7 (5/2); Münster 9 (3/6)
- Gelbe Karten: Timo Heinze, Luke Wolfgarten (Köln); Wendelin Kemper, Simon Holling, Maik Solisch, Christoph Rüschenpöhler (Münster)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Everhardhalle (Kap. 350 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Lange Zeit auf erbärmlichen Niveau, aber in der 2. Hälfte besser und v.a. sehr spannend)
Photos with English Commentary: a) Futsal in Cologne: Futsal Panthers Köln 5-4 UFC Münster
b) Wheelchair-Basketball in Bonn: ASV Bonn 65-45 ALBA Berlin
Der erste Spielbesuch am Samstag galt einem vermeintlichen Spitzenspiel (3. gegen 4.) in der NRW-Staffel der höchsten Futsalliga. Die Futsal Panthers Köln, wochenlang Tabellenerster, spielen unweit von Fernsehturm und DITIB-Moschee in Ehrenfeld in der Everhardhalle. Das ist eine schöne, kastenförmige Bruchbude mit seltsamen Blechbänken und Backsteinwänden. Alles etwas improvisiert dort, Eintritt wurde auch keiner genommen. Das recht alternativ wirkende Publikum war auch alles andere als zahlreich. Die bei FUPA gemeldete Zuschauerzahl von 40 ist Quatsch: 25 Zuschauer waren es, es wurden dann wohl noch die Spieler mit eingerechnet...
Die erste Halbzeit war über weite Strecken zerfahren und voller technischer Fehler – so ziemlich das Schlechteste, was ich im Futsal je gesehen habe: im Ausland war das sowieso oft besser (Polen, Marokko, selbst Andorra) aber auch Absteiger wie Bonn und Wesel haben gute Spiele geliefert als ich da war. Münster ging gegen völlig harmlose Kölner mit 0:4 in Führung, wobei das 0:4 durch einen Abwurf der per Kopf verlängert wurde, erzielt wurde. Kurz darauf ein Glückstreffer zum 1:4. Nach der Pause aber ein völlig anderes Bild: Münster brach ein und Köln drehte auf: nach und nach kamen sie heran, kurz vor Schluss ein direkter Freistoß ohne Mauer zum 4:4 und im riskanten Powerplay ohne Torwart erzielten sie 7 Sekunden vor Schluss im Nachschuss das 5:4. Also wenn auch kein gutes Spiel, war es doch ein sehr spannendes!
In Bonn ging ich dann noch zum Rollstuhlbasketball: der um die Jahrtausendwende sehr erfolgreiche Verein (3x Meister, 4x Pokalsieger) aus Bonn ist der Allgemeine Sportverein (ASV). Sie sind als Tabellenführer wieder auf dem Weg in die 1. Bundesliga. Der bekannte Gegner war heute ALBA Berlin: die Müllabfuhrtruppe aus der Hauptstadt ist nur im normalen Basketball ausgesprochen erfolgreich.Der ASV trägt seine Heimspiele (Eintritt 3€, ermäßigt 2€) im Schulzentrum Tannenbusch aus: die neue, ganz ansprechend gestaltete Halle hat eine 0815-Untertribüne für etwa 500 Zuschauer. Es verloren sich aber gerade einmal 45 in die Halle…
Das wirklich gute Spiel wurde von Anfang an von den Gastgebern bestimmt. Nach und nach festigte sich ein 20-Punkte-Vorsprung, teilweise führte der ASV mit noch mehr Zählern, sodass es am Ende verdientermaßen 65:45 hieß.
Statistik:- Grounds: 1.554 (2 neue; diese Saison: 139 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.598 (2; diese Saison: 162)
- Tageskilometer: 70 (50km Bahn, 20km Rad)
- Saisonkilometer: 39.030 (25.430 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 5.050 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.520 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 90 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 499.
Montag, 13. Oktober 2014
W428III: Einseitiges Basketballspitzenspiel
Telekom Baskets Bonn ...................................................... 74
Alba Berlin ......................................................................... 83
- Datum: Freitag, 10. Oktober 2014 – Anstoß: 20.00
- Wettbewerb: 1. Basketballbundesliga, sogenannte „BEKO BBL” (1. deutsche Profibasketballliga)
- Ergebnis: 74-83 nach 40 Min. (4x10) – Viertelergebnisse: 12-21, 19-27, 18-18, 25-17
- Punkte: Klimavicius 17, Brooks 16, McConell 9, Wachalski 9, Mangold 8, Veikalas 6, Mädrich 3, Caloiaro 3, Koch 3 (Bonn); Radosevic 13, King 11, McLean 11, Banic 10, Hammonds 10, Redding 9, Vargas 8, Renfroe 6, Giffey 5 (Berlin)
- Freiwurfquote: Bonn 75% (15 von 20); Berlin 75% (15 von 20)
- Fouls: Caloiaro 5, Mädrich 4, Lawrence 4, Mangold 3, McConell 2, Koch 2, Klimavicius 1, Brooks 1, Wachalski 1, Vaikalas 1 (Bonn = 24); King 4, Mc Lean 3, Redding 3, Vargas 3, Renfroe 3, Radosevic 2, Hammonds 2, Banic 1, Wohlfarth-Bottermann 1 (Berlin = 22)
- Spielort: Telekom Dome (Kap. 6.000, davon 4.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 5.800 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Tolles Spiel von ALBA, Bonn leider sehr unterlegen – mehr als das Ergebnis ausdrückt –sodass nie wirklich Spannung aufkam)
Photos with English Commentary:
a) Basketball, German Top Tier: Telekom Baskets Bonn v ALBA Berlin
b) Bonn & Surroundings: Monasteries in Siegburg and Heisterbach; Palaces in Niederpleis, Birlinghoven, Petersberg, Vilip (Gudertau), Adendorf and Münchhausen
Es war ja noch Orientierungswoche, also orientierte ich mich auch Freitag und Samstag noch schön im Raum Bonn. Es gibt wohl – trotz des Bergischen Landes und dem Raum Warburg – keine Region in NRW, die so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, wie Bonn (den Umkreis von 10km eingerechnet). Und in diesem Umkreis bewegte ich mich am Freitag.
In Siegburg thront eine Klosteranlage mit Stadtmauerresten auf einem Berg. In Niederpleis ist ein Schloss ausgeschildert, dass sich als bessere neobarocke Villa entpuppt. Auch in Birlinghoven ist das Schloss privat und wenig spektakulär. Hingegen die Hütte auf dem Petersberg ist zwar nicht schön und schon gar nicht historisch, aber landschaftlich toll gelegen und deshalb Gästehaus der Bundesrepublik und Nobelhotel mit Luxusrestaurant.
Ich wechselte dann von der rechten auf die linke Rheinseite. Südlich von Bonn gibt es ein paar Wasserburgen. In Vilip gibt es auch noch ältere Bausubstanz (Bauernhäuser im Fachwerkstil z.B.) und die wohl beste Burganlage in NRW. Eine zweiteilige Wasserburg die auch mit doppeltem Graben gesichert ist. Der innere Bereich ist ein älterer, gelber Renaissancebau und der äußere Bereich ein neuerer weißer. Schon allein durch die Farbgebung, aber auch durch die ausladende Größe und die Bauweise der Anlage unterscheidet sich die Burg Gudertau positiv von den ganzen langweiligen und eintönigen Maas-Renaissance-Schlössern in NRW. Auch die Schlösser in den benachbarten Orten, Adendorf und Münchhausen, sind bei weitem nicht so sehenswert.
Im Südwesten von Bonn befinden sich die zwei größten Sporthallen der Stadt. Zur zweitgrößten: siehe Bericht vom Samstag. Die größte ist natürlich der sogenannte „Telekom Dome“, die Heimstätte der Telekom Baskets. Bei so viel „Telekom“ in dem Bericht könnte ich kotzen, heißt aber nun mal alles so und vor der Telekom war da gar nichts los in Bonn in Sachen Basketball. Entsprechend des hässlichen Namensgebers sieht die Halle auch hässlich. So viel rosa! Und dazu dann weiß, grau und schwarz... Mann, Mann, Mann! Der Baukörper ist innen durch seine Regelmäßigkeit auch anödend, während die Farben zu Augenkrebs beitragen. Interessant ist nur, dass hinter dem einen Korb eine Stehplatztribüne wie in einem ordentlichen Fußballstadion existiert und nicht nur im Umgang hinter der letzten Reihe (wie ich das gemacht habe mit meinen Karten der günstigsten Preiskategorie von 12,50€) gestanden werden darf. Einzig wirklich gut gelungen ist allerdings die Fassade: die ist weiß und hat unregelmäßige Formen mit teils pavillonartigen Anbauten.
Da heute der Rekordmeister Alba Berlin in die Halle kam, hatte ich Karten schon Wochen im Voraus bestellt, aber ausverkauft war es dann doch nicht ganz. Die Stimmung war jetzt auch nicht überragend, aber das Intro der Fans auf der Stehtribüne war gut: da wurde ordentlich mit Papierschlangen in den Vereinsfarben geschossen...
Man merkte auch an den vielen Aufstehaktionen, dass das Bonner Publikum begeisterungsfähig ist – aber die Mannschaft sollte heute einfach keinen Grund zur Begeisterung liefern. Die Telekom aus der ehemaligen Hauptstadt sah gegen die Abfallwirtschaft aus der aktuellen Hauptstadt keinen Stich. Es dauerte sechs Minuten, ehe Bonn überhaupt die ersten Punkte erzielte. Da lagen sie schon mit 0:13 oder so was zurück. Bei Halbzeit lag Bonn gegen sehr starke Berliner, die wirklich tolles Basketball zeigten, schon mit 17 Punkten zurück. Erst als Alba mit um die 20 Punkten vorne war, schalteten sie etwas zurück. Bonn wusste das zu nutzen und holte auf teilweise nur noch 8 oder 9 Punkte Rückstand auf, doch nachdem Berlin noch einmal anzog, war die Sache endgültig gelaufen und spannend war das Spiel durch die Überlegenheit von Berlin ohnehin in keiner Phase. Gelohnt hat es sich aber trotzdem!
Statistik:
- Grounds: 1.201 (heute 1 neuer; diese Saison: 47 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.186 (heute 1; diese Saison: 74)
- Tageskilometer: 170 (170km Auto)
- Saisonkilometer: 16.000 (11.330 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 970 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 157 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 428
Alba Berlin ......................................................................... 83
- Datum: Freitag, 10. Oktober 2014 – Anstoß: 20.00
- Wettbewerb: 1. Basketballbundesliga, sogenannte „BEKO BBL” (1. deutsche Profibasketballliga)
- Ergebnis: 74-83 nach 40 Min. (4x10) – Viertelergebnisse: 12-21, 19-27, 18-18, 25-17
- Punkte: Klimavicius 17, Brooks 16, McConell 9, Wachalski 9, Mangold 8, Veikalas 6, Mädrich 3, Caloiaro 3, Koch 3 (Bonn); Radosevic 13, King 11, McLean 11, Banic 10, Hammonds 10, Redding 9, Vargas 8, Renfroe 6, Giffey 5 (Berlin)
- Freiwurfquote: Bonn 75% (15 von 20); Berlin 75% (15 von 20)
- Fouls: Caloiaro 5, Mädrich 4, Lawrence 4, Mangold 3, McConell 2, Koch 2, Klimavicius 1, Brooks 1, Wachalski 1, Vaikalas 1 (Bonn = 24); King 4, Mc Lean 3, Redding 3, Vargas 3, Renfroe 3, Radosevic 2, Hammonds 2, Banic 1, Wohlfarth-Bottermann 1 (Berlin = 22)
- Spielort: Telekom Dome (Kap. 6.000, davon 4.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 5.800 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Tolles Spiel von ALBA, Bonn leider sehr unterlegen – mehr als das Ergebnis ausdrückt –sodass nie wirklich Spannung aufkam)
Photos with English Commentary:
a) Basketball, German Top Tier: Telekom Baskets Bonn v ALBA Berlin
b) Bonn & Surroundings: Monasteries in Siegburg and Heisterbach; Palaces in Niederpleis, Birlinghoven, Petersberg, Vilip (Gudertau), Adendorf and Münchhausen
Es war ja noch Orientierungswoche, also orientierte ich mich auch Freitag und Samstag noch schön im Raum Bonn. Es gibt wohl – trotz des Bergischen Landes und dem Raum Warburg – keine Region in NRW, die so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, wie Bonn (den Umkreis von 10km eingerechnet). Und in diesem Umkreis bewegte ich mich am Freitag.
In Siegburg thront eine Klosteranlage mit Stadtmauerresten auf einem Berg. In Niederpleis ist ein Schloss ausgeschildert, dass sich als bessere neobarocke Villa entpuppt. Auch in Birlinghoven ist das Schloss privat und wenig spektakulär. Hingegen die Hütte auf dem Petersberg ist zwar nicht schön und schon gar nicht historisch, aber landschaftlich toll gelegen und deshalb Gästehaus der Bundesrepublik und Nobelhotel mit Luxusrestaurant.
Ich wechselte dann von der rechten auf die linke Rheinseite. Südlich von Bonn gibt es ein paar Wasserburgen. In Vilip gibt es auch noch ältere Bausubstanz (Bauernhäuser im Fachwerkstil z.B.) und die wohl beste Burganlage in NRW. Eine zweiteilige Wasserburg die auch mit doppeltem Graben gesichert ist. Der innere Bereich ist ein älterer, gelber Renaissancebau und der äußere Bereich ein neuerer weißer. Schon allein durch die Farbgebung, aber auch durch die ausladende Größe und die Bauweise der Anlage unterscheidet sich die Burg Gudertau positiv von den ganzen langweiligen und eintönigen Maas-Renaissance-Schlössern in NRW. Auch die Schlösser in den benachbarten Orten, Adendorf und Münchhausen, sind bei weitem nicht so sehenswert.
Im Südwesten von Bonn befinden sich die zwei größten Sporthallen der Stadt. Zur zweitgrößten: siehe Bericht vom Samstag. Die größte ist natürlich der sogenannte „Telekom Dome“, die Heimstätte der Telekom Baskets. Bei so viel „Telekom“ in dem Bericht könnte ich kotzen, heißt aber nun mal alles so und vor der Telekom war da gar nichts los in Bonn in Sachen Basketball. Entsprechend des hässlichen Namensgebers sieht die Halle auch hässlich. So viel rosa! Und dazu dann weiß, grau und schwarz... Mann, Mann, Mann! Der Baukörper ist innen durch seine Regelmäßigkeit auch anödend, während die Farben zu Augenkrebs beitragen. Interessant ist nur, dass hinter dem einen Korb eine Stehplatztribüne wie in einem ordentlichen Fußballstadion existiert und nicht nur im Umgang hinter der letzten Reihe (wie ich das gemacht habe mit meinen Karten der günstigsten Preiskategorie von 12,50€) gestanden werden darf. Einzig wirklich gut gelungen ist allerdings die Fassade: die ist weiß und hat unregelmäßige Formen mit teils pavillonartigen Anbauten.
Da heute der Rekordmeister Alba Berlin in die Halle kam, hatte ich Karten schon Wochen im Voraus bestellt, aber ausverkauft war es dann doch nicht ganz. Die Stimmung war jetzt auch nicht überragend, aber das Intro der Fans auf der Stehtribüne war gut: da wurde ordentlich mit Papierschlangen in den Vereinsfarben geschossen...
Man merkte auch an den vielen Aufstehaktionen, dass das Bonner Publikum begeisterungsfähig ist – aber die Mannschaft sollte heute einfach keinen Grund zur Begeisterung liefern. Die Telekom aus der ehemaligen Hauptstadt sah gegen die Abfallwirtschaft aus der aktuellen Hauptstadt keinen Stich. Es dauerte sechs Minuten, ehe Bonn überhaupt die ersten Punkte erzielte. Da lagen sie schon mit 0:13 oder so was zurück. Bei Halbzeit lag Bonn gegen sehr starke Berliner, die wirklich tolles Basketball zeigten, schon mit 17 Punkten zurück. Erst als Alba mit um die 20 Punkten vorne war, schalteten sie etwas zurück. Bonn wusste das zu nutzen und holte auf teilweise nur noch 8 oder 9 Punkte Rückstand auf, doch nachdem Berlin noch einmal anzog, war die Sache endgültig gelaufen und spannend war das Spiel durch die Überlegenheit von Berlin ohnehin in keiner Phase. Gelohnt hat es sich aber trotzdem!
Statistik:
- Grounds: 1.201 (heute 1 neuer; diese Saison: 47 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.186 (heute 1; diese Saison: 74)
- Tageskilometer: 170 (170km Auto)
- Saisonkilometer: 16.000 (11.330 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 970 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 157 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 428
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Sonntag, 13. Dezember 2009
WE177I: Zwei Siegreiche Spitzenreiter
SSV 1990 Landsberg 3:1 SV Eintracht Profen
Samstag, 12. Dezember 2009 - Anstoßzeit 13.00
Landesklasse Staffel 6 (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 91 (46/45) Min. – Halbzeit: 2:1
Tore: 0-1 15. (?), 1-1 20. Dietrich, 2-1 28. Wagner, 3-1 81. Darmochwal
Verwarnungen: 1x SSV, 1x SVE; Platzverweise: keine
Spielort: Sportforum Landsberg, Platz 2 (Kap. 1.200 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 40 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Erste Halbzeit deutlich besser, alles in allem O.K.)
Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen Sixers 80:90 „ALBA“ Berlin II
Samstag, 12. Dezember 2009 – Tip-off 18.00
1. Regionalliga Nord (3. Basketballliga, Halbprofiliga)
Ergebnis: 80:90 nach 40 Min. – Viertelergebnisse: 22:21, 17:26, 9:19, 32:24
Punkte: Coffield 22, Anderson 18, Babers 16, Haut 8, Montag 6, Harke 5, Haucke 5 (BSW); Faßler 27, Seiferth 15, Saibou 13, Schmidkunz 9, Ziegenhagen 9, Drägert 4, Giffey 3 (ALBA)
Fouls: Haut 4, Miehtig 3, Montag 3, Anderson 3, Coffield 3, Babers 2, Freimuth 1, Brambora 1 (BSW); Saibou 3, Schmidunz 3, Ziegenhagen 3, Giffey 1, Schachowzew 1, Faßler 1 (ALBA)
5. Foul: Harke (BSW) und Seiferth (ALBA)
Spielort: Ballsporthalle im Sport- und Freizeitzentrum Sandersdorf (Kap. 800 Sitzplätze, sonst 1.000 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 650 (wohl keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Technisch sehr gut und bis zu Beginn des 3. Viertels auch eng)

Photos and English version: Landsberg Football and Sandersdorf Basketball
Von Halle aus ist man schnell in der nicht viel mehr als 8.000 Einwohner zählenden Landstadt Landsberg – wobei viele nicht einmal in der Stadt selbst, sondern in den fünf Ortsteilen leben – das vor allem wegen der hoch auf einem Berg thronenden Doppelkapelle, dem einzigen Überbleibsel der Burg Landsberg, bekannt ist. Ebendiese Kapelle sieht man auch schön vom Sportforum Landsberg aus, dessen Sporthalle wir schon durch einen lustigen Handballnachmittag kannten. Der Hauptplatz – ein Stadion mit kleiner Tribüne, dessen Aschenbahn gerade renoviert wird – ist, da beim Stürzen und Laufen in die Bahn Spieler und Bahn Schaden nehmen können, derzeit komplett gesperrt.
Seit den 1860er Jahren wird in Landsberg Sport getrieben. Erst Turnen, dann seit 1920 Fußball: wobei der Name erst Landsberger SV, dann BSG Traktor, dann 1990 schließlich SSV Landsberg war. Mehr kann man der wirklich guten Vereinsseite des SSV entnehmen.
Auf dem Nebenplatz, der nur von einem recht hohen und steilen Graswall von den gesichtslosen Nachbarneubaugrundstücken abgegrenzt ist, wurde kurz nach eins das Spiel des Tabellenführers der Landesklasse 6 gegen den 11. von 16 angepfiffen. Spitzenreiter Landsberg hatte die Chance, den Vorsprung auf den 2. Platz, der nicht zum Aufstieg berichtigt, auf 6 Punkte zu vergrößern. In der Vorwoche siegten sie glücklich mit 1:0 über Leuna, die sich mittlerweile im Mittelfeld vor Profen gefestigt haben.
Nach einem Lattentreffer der Hausherren gleich zu Beginn, schien es anfangs nicht so, also würde Landsberg hier erfolgreich vom Platz gehen: nach einer Viertelstunde setzte ein mir leider nicht namentlich bekannter Profener zu einem Weitschuss an, der herrlich ins Eck knallte. Die zahlreichen Profener Fans, die das Geschehen recht ruhig verfolgten, bekannten jetzt Farbe. Doch nach diesem Führungstreffer hatten bald die Heimfans zu Jubeln: ein dummes Foul im Strafraum, ein erstaunlich lauter Schrei – vor allem von den jungen Männern (wohl die 2. Mannschaft) – und ein Pfiff: Elfmeter! Der Torwart zwar noch dran, doch er konnte den Ball nicht festhalten. Nach nicht einmal einer halben Stunde schlug es nach einem Abwehrfehler dann noch mal im Kasten der Gäste ein: 2-1. Ein flottes und ausgeglichenes Spiel, da Profen dann bis zur Pause wieder mehr Akzente setzte.
Nach recht teurer aber guter Bratwurst, ging es in Halbzeit zwei. Wir waren immer noch die einzigen auf dem Graswall. Was alle Zuschauer nur ebenirdisch gucken wollten?! Na gut, 70% der Fans waren der Generation 65+ zuzurechnen, aber ein paar jüngere hätten ruhig mal zu uns hoch kommen können… Wie auch immer: das Spiel wurde schwächer, wobei Landsberg nun das aktivere Spiel zeigte. Nach mehreren guten Chancen, schaffte es allerdings erst knapp 10 Minuten vor dem Ende mal einer der SSV-Spieler, den Fuß geschickt in einen Querpass im Strafraum reinzustellen, um diesen dann ins Eck zu donnern. Man muss schon von einem verdienten Sieg für den Spitzenreiter reden, denn Profen mag zwar erstaunlich gut gespielt haben, doch vor allem in der zweiten Hälfte waren die gängigen Amateurfußballerschwächen stärker zu sehen, als bei Landsberg.

Noch ein kleiner Abstecher zu einem See in einem Steinbruch zwischen Landsberg und Hohenthurm und dann weiter in eine der hässlichsten Städte Deutschlands. Nordöstlich von Halle bildet sich ein Konglomerat von Städten, die an funktionaler Hässlichkeit kaum zu überbieten sind und an geschmackloser Architektur nur von nord-amerikanischen oder süd-afrikanischen Städten unterboten wird: Bitterfeld-Wolfen, Greppin, Thalheim, Sandersdorf-Brehna und noch mehr. In besagtem Sandersdorf gibt es aber tatsächlich Basketball auf höherem Niveau zu sehen: und Kollege Gleau lud uns dazu ein. Vielen Dank für die Karten!
Die Karten nahmen wir allerdings nicht aus der Halle mit, da dort eine sonst nur in Afrika übliche Unsitte herrscht: beim Betreten der Halle nimmt der Ordnungsdienst die Karten weg, um sie wieder zu verwerten oder das Schmuggeln und Weiterreichen damit zu verhindern. Eher negativ muss ich auch die Verpflegung bewerten, denn die war unverschämt teuer. Da lob ich mir doch Fußballvereine wie Germania Köthen, wo das Schnitzel mit Beilagen 4€ und nicht 8,90€ und die Bratwurst 1,20€ und nicht 1,70€ kostet!
In der Halle, deren Namen schon die funktionale Hässlichkeit verrät – das Stadion ist übrigens genauso langweilig – trafen dann der Tabellenfünfte BSW Sixers, die vor lauter Aufstiegseifer letzte Woche völlig sinnfrei ihren Trainer entlassen haben, mit einem neuen Headcoach auf die ehemalige BG Charlottenburg, heute längst jedem Fan nur noch als ALBA bekannt, aus Berlin. Natürlich nur auf die zweite Mannschaft.
Namensgeber der Gastmannschaft ALBA Berlin ist das Entsorgungs- und Recyclingunternehmen - so was hieß früher mal Müllabfuhr - „ALBA“. Durch den Albatross im Wappen und den Spitznamen „Albatrosse Berlin“, soll mit dem Namen des seltenen Vogels die Dämlichkeit dieses Namens überspielt werden. Aber so ist das nun mal im Basketball.
Nur der Letzte der 11 steigt ab, nur der Erste steigt auf in die 2. Bundesliga. Dass sich beide Teams das Letztere zum Ziel gemacht haben, merkte man. Bis zur Mitte des zweiten Viertels war das Spiel sehr ausgeglichen, recht schnell und technisch klasse. Da war kein so großer Leistungsunterschied im Vergleich 1. Bundesliga – 1. Regionalliga zu sehen. Die extrem spektakulären Aktionen im Zweikampf- oder Slam-Dunk-Bereich blieben zwar aus, aber es machte Spaß zuzusehen.
Zum Ende der ersten Spielhälfte zeichnete sich allerdings ein Erfolg des gastierenden Spitzenreiters ab. Im dritten Viertel führten sie teilweise – nicht zuletzt auch durch die hervorragenden Dreipunktewürfe des deutschen Profispielers Faßler – die Hausherren vor. Erst im Schlussabschnitt kamen die Sixers wieder heran. Doch der Schlussspurt war zu spät und ALBA II auch insgesamt gesehen die bessere Mannschaft. 80:90 war der verdiente Endstand.
Von verdient wollte das Publikum natürlich nichts wissen: die Rentner, die die 40 Spielminuten über die Gusche nie oder nur zum Pessimismusverbreiten aufbekommen haben, verließen zügig die Halle, die Kinder tobten weiter umher und feierten die Spieler und die jungen Männer mit den Trommeln und Tröten, die mit ein paar Frauen und Jugendlichen zusammen den lautstarken Fanblock bildeten, hörten jetzt auf, das gute Schiedsrichtergespann zu belappen und feierten auch die Unterlegenen.
Wir verabschiedeten uns von Kollege Gleau und hetzten zum Zug am Bitterfeld Bahnhof, der uns via Halle nach Merseburg brachte, wo mal wieder ein Besoffener auf einem voll gepissten Treppenabsatz vor sich hindämmerte und Jugendliche sich bälzten. Harte Gegend halt, dieses Merseburg…

Statistik:
Ground Nr. 381 (zwei neue Grounds; diese Saison: 50 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 929 und 930 (diese Saison: 72)
Tageskilometer: 110 (70 Bahn, 40 Fahrrad)
Saisonkilometer: 13.960 (11.620 Auto/ 1.690 Fahrrad/ 650 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 45
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 177
Samstag, 12. Dezember 2009 - Anstoßzeit 13.00
Landesklasse Staffel 6 (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 91 (46/45) Min. – Halbzeit: 2:1
Tore: 0-1 15. (?), 1-1 20. Dietrich, 2-1 28. Wagner, 3-1 81. Darmochwal
Verwarnungen: 1x SSV, 1x SVE; Platzverweise: keine
Spielort: Sportforum Landsberg, Platz 2 (Kap. 1.200 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 40 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Erste Halbzeit deutlich besser, alles in allem O.K.)
Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen Sixers 80:90 „ALBA“ Berlin II
Samstag, 12. Dezember 2009 – Tip-off 18.00
1. Regionalliga Nord (3. Basketballliga, Halbprofiliga)
Ergebnis: 80:90 nach 40 Min. – Viertelergebnisse: 22:21, 17:26, 9:19, 32:24
Punkte: Coffield 22, Anderson 18, Babers 16, Haut 8, Montag 6, Harke 5, Haucke 5 (BSW); Faßler 27, Seiferth 15, Saibou 13, Schmidkunz 9, Ziegenhagen 9, Drägert 4, Giffey 3 (ALBA)
Fouls: Haut 4, Miehtig 3, Montag 3, Anderson 3, Coffield 3, Babers 2, Freimuth 1, Brambora 1 (BSW); Saibou 3, Schmidunz 3, Ziegenhagen 3, Giffey 1, Schachowzew 1, Faßler 1 (ALBA)
5. Foul: Harke (BSW) und Seiferth (ALBA)
Spielort: Ballsporthalle im Sport- und Freizeitzentrum Sandersdorf (Kap. 800 Sitzplätze, sonst 1.000 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 650 (wohl keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Technisch sehr gut und bis zu Beginn des 3. Viertels auch eng)
Photos and English version: Landsberg Football and Sandersdorf Basketball
Von Halle aus ist man schnell in der nicht viel mehr als 8.000 Einwohner zählenden Landstadt Landsberg – wobei viele nicht einmal in der Stadt selbst, sondern in den fünf Ortsteilen leben – das vor allem wegen der hoch auf einem Berg thronenden Doppelkapelle, dem einzigen Überbleibsel der Burg Landsberg, bekannt ist. Ebendiese Kapelle sieht man auch schön vom Sportforum Landsberg aus, dessen Sporthalle wir schon durch einen lustigen Handballnachmittag kannten. Der Hauptplatz – ein Stadion mit kleiner Tribüne, dessen Aschenbahn gerade renoviert wird – ist, da beim Stürzen und Laufen in die Bahn Spieler und Bahn Schaden nehmen können, derzeit komplett gesperrt.
Seit den 1860er Jahren wird in Landsberg Sport getrieben. Erst Turnen, dann seit 1920 Fußball: wobei der Name erst Landsberger SV, dann BSG Traktor, dann 1990 schließlich SSV Landsberg war. Mehr kann man der wirklich guten Vereinsseite des SSV entnehmen.
Auf dem Nebenplatz, der nur von einem recht hohen und steilen Graswall von den gesichtslosen Nachbarneubaugrundstücken abgegrenzt ist, wurde kurz nach eins das Spiel des Tabellenführers der Landesklasse 6 gegen den 11. von 16 angepfiffen. Spitzenreiter Landsberg hatte die Chance, den Vorsprung auf den 2. Platz, der nicht zum Aufstieg berichtigt, auf 6 Punkte zu vergrößern. In der Vorwoche siegten sie glücklich mit 1:0 über Leuna, die sich mittlerweile im Mittelfeld vor Profen gefestigt haben.
Nach einem Lattentreffer der Hausherren gleich zu Beginn, schien es anfangs nicht so, also würde Landsberg hier erfolgreich vom Platz gehen: nach einer Viertelstunde setzte ein mir leider nicht namentlich bekannter Profener zu einem Weitschuss an, der herrlich ins Eck knallte. Die zahlreichen Profener Fans, die das Geschehen recht ruhig verfolgten, bekannten jetzt Farbe. Doch nach diesem Führungstreffer hatten bald die Heimfans zu Jubeln: ein dummes Foul im Strafraum, ein erstaunlich lauter Schrei – vor allem von den jungen Männern (wohl die 2. Mannschaft) – und ein Pfiff: Elfmeter! Der Torwart zwar noch dran, doch er konnte den Ball nicht festhalten. Nach nicht einmal einer halben Stunde schlug es nach einem Abwehrfehler dann noch mal im Kasten der Gäste ein: 2-1. Ein flottes und ausgeglichenes Spiel, da Profen dann bis zur Pause wieder mehr Akzente setzte.
Nach recht teurer aber guter Bratwurst, ging es in Halbzeit zwei. Wir waren immer noch die einzigen auf dem Graswall. Was alle Zuschauer nur ebenirdisch gucken wollten?! Na gut, 70% der Fans waren der Generation 65+ zuzurechnen, aber ein paar jüngere hätten ruhig mal zu uns hoch kommen können… Wie auch immer: das Spiel wurde schwächer, wobei Landsberg nun das aktivere Spiel zeigte. Nach mehreren guten Chancen, schaffte es allerdings erst knapp 10 Minuten vor dem Ende mal einer der SSV-Spieler, den Fuß geschickt in einen Querpass im Strafraum reinzustellen, um diesen dann ins Eck zu donnern. Man muss schon von einem verdienten Sieg für den Spitzenreiter reden, denn Profen mag zwar erstaunlich gut gespielt haben, doch vor allem in der zweiten Hälfte waren die gängigen Amateurfußballerschwächen stärker zu sehen, als bei Landsberg.
Noch ein kleiner Abstecher zu einem See in einem Steinbruch zwischen Landsberg und Hohenthurm und dann weiter in eine der hässlichsten Städte Deutschlands. Nordöstlich von Halle bildet sich ein Konglomerat von Städten, die an funktionaler Hässlichkeit kaum zu überbieten sind und an geschmackloser Architektur nur von nord-amerikanischen oder süd-afrikanischen Städten unterboten wird: Bitterfeld-Wolfen, Greppin, Thalheim, Sandersdorf-Brehna und noch mehr. In besagtem Sandersdorf gibt es aber tatsächlich Basketball auf höherem Niveau zu sehen: und Kollege Gleau lud uns dazu ein. Vielen Dank für die Karten!
Die Karten nahmen wir allerdings nicht aus der Halle mit, da dort eine sonst nur in Afrika übliche Unsitte herrscht: beim Betreten der Halle nimmt der Ordnungsdienst die Karten weg, um sie wieder zu verwerten oder das Schmuggeln und Weiterreichen damit zu verhindern. Eher negativ muss ich auch die Verpflegung bewerten, denn die war unverschämt teuer. Da lob ich mir doch Fußballvereine wie Germania Köthen, wo das Schnitzel mit Beilagen 4€ und nicht 8,90€ und die Bratwurst 1,20€ und nicht 1,70€ kostet!
In der Halle, deren Namen schon die funktionale Hässlichkeit verrät – das Stadion ist übrigens genauso langweilig – trafen dann der Tabellenfünfte BSW Sixers, die vor lauter Aufstiegseifer letzte Woche völlig sinnfrei ihren Trainer entlassen haben, mit einem neuen Headcoach auf die ehemalige BG Charlottenburg, heute längst jedem Fan nur noch als ALBA bekannt, aus Berlin. Natürlich nur auf die zweite Mannschaft.
Namensgeber der Gastmannschaft ALBA Berlin ist das Entsorgungs- und Recyclingunternehmen - so was hieß früher mal Müllabfuhr - „ALBA“. Durch den Albatross im Wappen und den Spitznamen „Albatrosse Berlin“, soll mit dem Namen des seltenen Vogels die Dämlichkeit dieses Namens überspielt werden. Aber so ist das nun mal im Basketball.
Nur der Letzte der 11 steigt ab, nur der Erste steigt auf in die 2. Bundesliga. Dass sich beide Teams das Letztere zum Ziel gemacht haben, merkte man. Bis zur Mitte des zweiten Viertels war das Spiel sehr ausgeglichen, recht schnell und technisch klasse. Da war kein so großer Leistungsunterschied im Vergleich 1. Bundesliga – 1. Regionalliga zu sehen. Die extrem spektakulären Aktionen im Zweikampf- oder Slam-Dunk-Bereich blieben zwar aus, aber es machte Spaß zuzusehen.
Zum Ende der ersten Spielhälfte zeichnete sich allerdings ein Erfolg des gastierenden Spitzenreiters ab. Im dritten Viertel führten sie teilweise – nicht zuletzt auch durch die hervorragenden Dreipunktewürfe des deutschen Profispielers Faßler – die Hausherren vor. Erst im Schlussabschnitt kamen die Sixers wieder heran. Doch der Schlussspurt war zu spät und ALBA II auch insgesamt gesehen die bessere Mannschaft. 80:90 war der verdiente Endstand.
Von verdient wollte das Publikum natürlich nichts wissen: die Rentner, die die 40 Spielminuten über die Gusche nie oder nur zum Pessimismusverbreiten aufbekommen haben, verließen zügig die Halle, die Kinder tobten weiter umher und feierten die Spieler und die jungen Männer mit den Trommeln und Tröten, die mit ein paar Frauen und Jugendlichen zusammen den lautstarken Fanblock bildeten, hörten jetzt auf, das gute Schiedsrichtergespann zu belappen und feierten auch die Unterlegenen.
Wir verabschiedeten uns von Kollege Gleau und hetzten zum Zug am Bitterfeld Bahnhof, der uns via Halle nach Merseburg brachte, wo mal wieder ein Besoffener auf einem voll gepissten Treppenabsatz vor sich hindämmerte und Jugendliche sich bälzten. Harte Gegend halt, dieses Merseburg…
Statistik:
Ground Nr. 381 (zwei neue Grounds; diese Saison: 50 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 929 und 930 (diese Saison: 72)
Tageskilometer: 110 (70 Bahn, 40 Fahrrad)
Saisonkilometer: 13.960 (11.620 Auto/ 1.690 Fahrrad/ 650 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 45
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 177
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