Mittwoch, 6. März 2019

W657II-III: Mittelhessische Fußballlandschaften und ungewöhnliche Tribünen im Westfälisch-Emsländischen Grenzgebiet

TuS 1907 Gräveneck/ TSV 1905 Seelbach II: 0
VfR Niedertiefenbach/ TuS 1905 Dehrn II .... 1
- Datum: Samstag, 2. März 2019 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Kreisliga C, Limburg-Weilburg, Gruppe 2 (12. und unterste Spielklasse, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-1 nach 91 (45/46) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tor: 0-1 42. NN
- Gelbe Karten: Simon (Gräveneck)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Gräveneck (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 13 (davon ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 1,5/10

TuS 1898 Winkels / SV Probbach 1973 /
SV 1921 Dillhausen ................................ 2
SV Blau-Weiß Mengerskirchen 1925 ... 0
- Datum: Samstag, 2. März 2019 – Beginn: 15.30
- Wettbewerb: Kreisoberliga Limburg-Weilburg (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-0 nach 92 (45/47) Minuten – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 55. NN, 2-0 60. NN
- Gelbe Karten: Knaak (Winkels)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Winkels (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 120 (davon ca. 40 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10

FC Eintracht Rheine B .................................... 5
SV Eidinghausen-Werste Bad Oeynhausen B 0
- Datum: Sonntag, 3. März 2019 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: B-Junioren Westfalenpokal, 2. Runde (beide Teams B-Junioren Landesliga Westfalen, Staffel 1, d.h. 4. U17-Spielklasse)
- Ergebnis: 5-0 nach 81 (40/41) Minuten – Halbzeit: 4-0
- Tore: 1-0 4. Groeger, 2-0 6. Groeger, 3-0 8. Nr. 11, 4-0 10. Nr. 16, 5-0 80. Nr. 13
- Gelbe Karten: Nr. 18 (Eidinghausen)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stadion im Uhlenhook, sogenanntes VR Bank Stadion (Kap. 5.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10

SC Spelle-Venhaus 1946 .................................. 1
Hannoverscher Sport-Club von 1893 ............. 2
- Datum: Sonntag, 3. März 2019 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Oberliga Niedersachsen (5. Spielklasse, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 96 (45/51) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 30. von Pless, 0-2 80. von Pless, 1-2 91. Wald (Foulelfmeter)
- Gelbe Karten: Kisch, NN (Spelle); NN, NN (HSC)
- Rote Karten: Tayar vom HSC (84. wg. groben Fouls)
- Austragungsort: Stadion Venhauser Straße, sogenanntes Getränke Hoffmann Stadion (Kap. 2.400, davon 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 500 (davon 446 zahlende und ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 Weilburg Photos with English Commentary :
a) 12th Division: Gräveneck/ Seelbach Res. vs. Niedertiefenbach/ Dehrn Res.
b) 9th Division: Winkels/ Probbach/ Dillhausen vs. Mengerskirchen
c) Under-17 Cup of Westfalia: Rheine vs. Eidinghausen-Werste
d) 5th Division (Amateur Top Tier): Spelle-Venhaus vs. HSC Hannover
e) Westerwald: Hüblingen, Mengerskirchen, Merenberg, Löhnberg, Winkels (Maienburg Castle) 
f) Central Hesse: Weilburg, Gräveneck 
h) Emsland: Spelle, Venhaus 
i) Münsterland: Rheine 

Winkels (Mengerskirchen municipality) Karnevalszeit – also ist der Spielbetrieb im Rheinland eingestellt, da zu viele Spieler nicht spielfähig und zu viele Zuschauer nicht sozial kompatibel sind... Aber in vernünftigeren Gegenden Deutschlands wird natürlich Fußball gespielt. So z.B. im hinteren Westerwald, v.a. auf der hessischen Seite im Landkreis Limburg-Weilburg. Auf dem Weg zum ersten Kreisligakick in schöner Landschaft schaute ich mir erstmal einige historische Bauwerke an: Hüblingen hat eine von den Proportionen her ungewöhnliche Dorfkirche. Mengerskirchen ein schönes kleines Schloss, das nun als Rathaus dient und eine gegenüberliegende, für die Region typisch schwarz-graue Steinkirche. Merenberg hat eine sehenswerte kleine Burgruine auf einem Berg am Ortsrand. Löhnberg hat eine seltsam verbaute Schlossruine am Rande der hoch auf einem Felsplateau liegenden Ortschaft. Auf diesem alten Teil des Ortes gibt es auch einige Fachwerkbauten und eine innen schön ausgestaltete Kirche. Noch sehenswerter ist aber Weilburg mit einem größeren und sehr gelungenen Barockschloss mit schönem Garten und einem Blick über das Lahntal. Um das Schloss herum findet sich auch Fachwerk und einige andere ansehnliche Bausubstanz. Gräveneck liegt ebenfalls in einer schönen bewaldeten von Gewässern durchzogenen Mittelgebirgslandschaft, hat aber bis auf eine würfelförmig erscheinende Kirche nichts zu bieten. FSG Gräveneck/ Seelbach II 0:1 SG Niedertiefenbach/ Dehrn II In Gräveneck schaute ich mir aber das erste Spiel heute an. Der Hartplatz, weit außerhalb des Ortes am Waldrand an einem Schotterweg gelegen, ist wirklich nicht schlecht in die Landschaft gebaut. Ausbauten gibt es aber keine und die vereinzelten Bänke sind teilweise versifft. Dafür ist das Vereinsheim ganz nett gestaltet.

Das kostenfrei zu besuchende Spiel der Reserveteams von Gräveneck/ Seelbach und Niedertiefenbach/ Dehrn war leider unter aller Sau. Schon lange nicht mehr so etwas Schlechtes ohne Spielfluss ohne Torszenen und ohne spielerische Kompetenz gesehen. Der trotz dichter Bewölkung mit Sonnenbrille auftretende Schiri passte da dazu, war aber noch der am wenigsten schlechte Akteur auf dem Platz. Noch positiver bewerten würde ich aber vielleicht doch den Torschützen der Gäste, der die einzige gute Aktion des ganzen Spiels kurz vor der Pause zeigte: ein kräftiger Schuss ins lange Eck zum einzigen Tor der Partie. FSG Gräveneck/ Seelbach II 0:1 SG Niedertiefenbach/ Dehrn II Weiter ging es nach Winkels, dem Nachbarort von Mengerskirchen. Dort befindet sich ein sehr ungewöhnlich gelegener Platz: schön in der Mittelgebirgslandschaft am Ortsrand, liegt der unterhalb einer felsigen Kuppe, auf die vor einigen Jahren eine Kapelle gebaut wurde. Diese Schutzmantelkapelle hat eine konische Form und ist mit einem Kronenkreuz gekrönt. Die Fenster sind komische verglaste Schlitze mit Bemalung. Außer einer Schutzmantelmadonna steht da nicht viel drin. Sehr ungewöhnlicher Bau auf jeden Fall. Man kann auch vor der Kapelle stehen und das Spiel verfolgen. Ansonsten steht man halt auf einer der beiden Längsseiten des Kunstrasens. Es gibt auch hier keinerlei Ausbauten, die Spielfläche ist qualitativ nicht besonders gut und eine einfache Tribüne gegenüber vom Sportlerheim hätte es ruhig sein dürfen – aber an so etwas denkt man in Deutschland nicht, da hier jegliche kleinere Sportanlagen ohne Rücksicht auf Zuschauerbedürfnisse angelegt werden. So standen sich die deutlich über 100 Zuschauer hier die Beine in den Bauch, ehe beim Nachbarschaftsderby der Spielgemeinschaft von Winkels, Probbach und Dillhausen gegen Blau-Weiß Mengerskirchen endlich mal ein Tor fiel. Nach der Pause war das erst, dafür aber in kürzester Zeit zwei hintereinander für den gastgebenden Außenseiter. Da es sich hier um ein Spiel der Kreisoberliga handelte, überzeugte auch hier das Niveau der beteiligten Teams nicht. So gut dieser Flugkopfball als Nachschuss nach einer Torwartabwehr zum 1:0 auch war... Nach einem groben Ballverlust im Mittelfeld – der verantwortliche Mengerskirchener soll einer der Leistungsträger des Teams sein, doch der stand heute völlig neben sich bis zur Auswechslung, was zu der gesamten Mannschaftsleistung passte – hieß es gut herausgespielt 2:0. Für 3€ Eintritt hätte das Spiel und Niveau besser sein können – dafür gab es für 2,50€ wirklich gute rote Bratwurst mit Brot im schön gemachten Sportlerheim. Im etwas verrauchten Raum gab es übrigens auch alles, was man so braucht als Verein: Glotze, Darts, gescheite Tische und schöne alte Vereinsbilder an den Wänden. SG Winkels/ Probbach/ Dillhausen 2:0 Blau-Weiß Mengerskirchen An einer Flurwand hing auch eine Bronze der Marienburg. Diese Burgruine am Ortsrand von Winkels schaute ich mir auch noch an. Fährt man von Winkels nach GPS kann man sehr nah ohne Sperrschilder zu ignorieren an die Burg ranfahren. Von Mengerskirchen kommend ist sie sogar ausgeschildert, aber man soll dann weit über 1km von der Schule aus laufen. Ich kam ja von Winkels und parkte dann gegenüber einer Kapelle und folgte dem Schild für wenige hundert Meter zu dem Buchenwald, in dem die ganz ordentlichen Mauerreste und Turmstümpfe dieser mittelalterlichen Burg stehen. Bei dem Bewuchs lohnt natürlich ein Besuch an einem schneefreien Wintertag wie diesem am meisten – im Sommer sieht man vor lauter Grün kaum die Mauern. SG Winkels/ Probbach/ Dillhausen 2:0 Blau-Weiß Mengerskirchen Der Sonntag: Für das Spiel 1860 München gegen Hansa hatte ich mich zu spät um Karten gekümmert (also „erst“ 1 Monat vorher geguckt...) und ein Programm wie gestern fand sich in Hessen nicht noch mal zusammen. Also mal in eine andere Region: das Münsterland. Dort stellte sich die Stadt Rheine auch als gar nicht mal so wenig sehenswert heraus. Zwei große Kirchen, mehrere Fachwerkhäuser und mindestens ein guter Renaissancebau zwischen den in NRW und dem benachbarten Niedersachsen üblichen hässlichen Backstein- und Betonhütten, eine schön gemachte Brücke, ein Gehöft (Falkenhof). Am Ortsrand gibt es noch ein Kloster und einen Zoo, wofür aber die Zeit nicht reichte. Rheine Es gibt zwei größere Stadien in Rheine, wovon das eine nur für Jugendmannschaften verwendet wird. Es ist das ältere und interessantere, da draußen am Uhlenhook (wahrscheinlich heißt das „Eulenwald“, sonst – wenn das Niederdeutsch sein soll – wohl „Eulenwinkel“). Die Bauweise wirkt englisch, mit unregelmäßigen Banden mit Steinpfeilern und Metallreling. In letzterer lief auch mal ein Bewässerungssystem. Dazu die ebenfalls unterschiedlich hohen Stehstufen. Originell ist auch der kleine Sprecherturm. Das Spiel zwischen der B-Jugend vom FC Eintracht Rheine und dem aus Bad Oeynhausen stammenden SV Eidinghausen-Werste begann nach kurzem Abtasten extrem einseitig. Eidinghausen flogen die Bälle um die Ohren und binnen 6 Minuten stand es 4:0. Dann schafften sie es leider, das Spiel zu beruhigen und Rheine kam bis zur Schlussminute nur noch zu einem weiteren Torerfolg. Am Ende also 5:0 und Rheine in der Runde der letzten 16. FC Eintracht Rheine B 5:0 SV Eidinghausen-Werste B Dann ging es ins Emsland weiter: Spiel 2 fand in Spelle statt. Dort wird Niedersachsen Oberliga gespielt, immerhin vorderes Mittelfeld sogar. Heute kam mit dem HSC Hannover aber der Tabellenzweite und gewann mit Dusel trotz deutlich weniger Chancen am Ende 1:2. Denn Spelle war leider nicht fähig, aus einer anderen Position als vom Elfmeterpunkt in der Nachspielzeit zu treffen. In jedem Fall war das aber das spannendste und qualitativ mit ganz weitem Abstand beste Spiel dieses Wochenende – und das lag nicht an dem Umstand, dass es sich um ein Spiel auf der höchsten Landesebene handelte, während die Samstagsspiele nur auf Kreisebene stattfanden. Ich setze diese Bewertungen mit x,x von 10 Punkten ja immer ins Verhältnis zur Liga oder dem jeweiligen Wettbewerb. Dieses offensiv geführte Spiel in Spelle war deutlich überm Oberligadurchschnitt, da die Regional- und Oberliga sich ja meist durch defensiven Antifußball auszeichnen. Schön war hier auch, dass sich immerhin gut 500 Zuschauer auf der ansehnlichen Anlage einfanden. In die typische Emslandeinöde hat man hier einen Hauptplatz (Rasen) und einen Kunstrasen sowie 4 Nebenplätze geknallt. Zwischen Hauptplatz und Kunstrasen wurde eine Doppeltribüne gebaut. Zum Hauptplatz hin mehrere Reihen Schalensitze und eine Stehreihe, zum Kunstrasen hin nur Stehränge. Das ganze überdacht, was bei dem Dauerregen heute sehr schön war. Die Stehstufen an der einen Tribünenseite machen die Anlagen natürlich noch etwas asymmetrischer und ein Blickfang ist dann noch die massive Anzeigetafel hinter dem einen Tor. Hierfür 6€ Eintritt entspricht dem Durchschnitt für Oberliga. Lobend erwähnen muss ich hier noch das Stadionessen: der „Stadionteller“ – von einigen Fans als „Mantaplatte“ bezeichnet – ist eine Currywurst mit Pommes und Mayo und von sehr guter Qualität. SC Spelle-Venhaus 1:2 Hannoverscher SC Bevor ich mich auf den Rückweg nach Bonn machte, schaute ich mir noch Spelle und Venhaus an. Spelle ist wirklich die übliche niedersächsische Einöde: egal ob Niederlande oder Niedersachsen; es ist einfach eine Niederlage für den architektonischen guten Geschmack, was da in hässlichen Farben in den immer gleichen Backsteinbauten verzapft wird. Am Ortsrand gibt es einen ganz nett gemachten Moorlehrpfad. Zumindest wegen des Aussichtsturms und der gut gemachten Infotafeln sollte man mal da rausfahren. Venhaus hat übrigens mit einer Kirche auf den Wallanlagen einer ehemaligen Wasserburg etwas Besseres als den üblichen Backsteinrotz zu bieten, doch innen ist die Kirche sehr kahl und wenig ansprechend gestaltet. Spelle Statistik:
- Grounds: 2.364 (Sa 2, So 2; diese Saison: 152 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.551 (Sa 2, So 2; diese Saison: 167)
- Tourkilometer: 680 (Sa 250km Auto, So 430km Auto)
- Saisonkilometer: 52.110 (28.830 Flugzeug/ 25.750 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 2.120 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 32 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 657 Wochen.

Donnerstag, 28. Februar 2019

W657I: Torreicher Test in Weilerswist

SSV Weilerswist 1924 ................................... 3
SSV Berzdorf 1929 ........................................ 3
- Datum: Mittwoch, 27. Februar 2019 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Testspiel (Bezirksliga Mittelrhein, Staffel 3 gegen 1 (jeweils 7. Fußballliga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-3 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 2-1
- Tore: 0-1 3. Krause, 1-1 10. Hochgürtel, 2-1 43. Hamaya, 3-1 49. Mbuku, 3-2 62. Reisenauer, 3-3 84. Engin
- Gelbe Karten, rote Karten: hatte der Schiri eh nicht mit
- Austragungsort: Sportzentrum Weilerswist, Kunstrasen (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 SSV Weilerswist 3:3 SSV Berzdorf Photos with English Commentary :
Friendly Match: Weilerswist vs. Berzdorf

Auch der SSV Weilerswist hat es sich mittlerweile geleistet, seinen Nebenplatz in einen Kunstrasen umzubauen. Keine staubige, harte Asche mehr, sondern ein Kunststoffplatz besserer Qualität, der nicht so auf die Gelenke geht und auch nicht voller Granulat ist. Ansonsten ist die Anlage natürlich totaler Rotz: eine rundum laufende Bande und keinerlei Sitzgelegenheiten oder Tribünen. Wenigstens noch ein paar Bäumchen und das Sportlerheim direkt am Feld. Aber der Hauptplatz mit seiner baumbestandenen Tribüne – siehe Album vom Sommer letzten Jahres – ist da natürlich um Welten besser.

Dieses Testspiel, das ich nach der Arbeit heute noch mit dem Rad erreichte, war dafür besser als damals im Sommer: das war zwar mit 4-3 noch torreicher, aber sehr langsam und auch nur die II. Mannschaft. Heute spielte die I. Mannschaft (immerhin Bezirksliga, wenn auch abstiegsgefährdet) gegen eine andere Bezirksligamannschaft (andere Staffel, noch schlechter in der Tabelle), den SSV Berzdorf aus Wesseling. Kaum war angepfiffen, schon gab es erste Torszenen und nach bereits drei Minuten schloss Berzdorf aus Nahdistanz per Dropkick ab zum 0:1. Nach 11 Minuten schon der Ausgleich. Kurz vor der Pause dann das 2:1 und schnell nach Wiederbeginn schien die Sache mit dem 3:1 erledigt zu sein, doch Berzdorf kämpfte sich wieder zurück und glich am Ende noch zum 3:3 aus. Das Spiel war von beiden Seiten wirklich stark geführt – die Führung durch den Unparteiischen war hingegen leider schwach... SSV Weilerswist 3:3 SSV Berzdorf Statistik:
- Grounds: 2.360 (1; diese Saison: 148 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.547 (1; diese Saison: 163)
- Tourkilometer: 50 (50km Rad)
- Saisonkilometer: 51.430 (28.400 Flugzeug/ 25.500 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 2.120 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 657 Wochen.

Dienstag, 26. Februar 2019

W656III: Landesliga in der hinteren Eifel

SV Schwarz-Weiß Nierfeld 1929 .................. 2
SV Eilendorf 1914 .......................................... 1
- Datum: Sonntag, 24. Februar 2019 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesliga Mittelrhein, Staffel 1 (6. Fußballliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 95 (46/49) Minuten – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 26. Jansen, 1-1 66. Bresser, 2-1 91. Wiedenau
- Gelbe Karten: TW Fromm, Hendem, Wiedenau (Nierfeld); Martinez-Walbert, Bresser, Korotaev (Eilendorf)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Kunstrasenplatz Gemünd, sog. Kloska Arena (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 140 (davon 120 zahlende und ca. 40 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 SV Schwarz-Weiß Nierfeld 2:1 SV Eilendorf 1914 Photos with English Commentary :
a) 2nd Amateur League: Nierfeld vs. Eilendorf
b) Rureifel: Nierfeld, Gemünd, Roggendorf

Sonntag ging es aufs Rad – die erste große Tour in diesem Jahr und der erste 100er mit dem neuen Rad. Das lief auch sehr gut, auch wenn es teilweise sehr voll war auf der Straße, da es ein ungewöhnlich warmer und sonniger Sonntag war. Gemünd und Nierfeld sind so ziemlich die hässlichsten Dörfer der Eifel – da passt der hässliche Platz auch ganz gut. Nur das tolle Panorama des steilen Höhenzugs „Müsgesauel“ macht etwas daher. Ansonsten wurde hier ein Hartplatz ohne Sinn und Verstand in Kunstrasen umgewandelt. Der neue Spielbelag ist gut – die Zuschauerplätze eine Frechheit, da man eng zwischen Spielfeld und einem idiotisch gemachten Zaun oder dem hässlichen Backsteinbau von Sportlerheim (wenigstens gescheit Solarzellen aufm Dach) eingeklemmt ist. Hinter dem zweiten Tor ist massig Platz, aber nein: der Kackzaun wird direkt hinters Tor gesetzt. Warum hat man nicht den Zaun weiter nach hinten und dann bis zum Rasenplatz gezogen und am Eingang ebenfalls bis zum Rasenplatz, damit man auf dem Wall stehen und auf den Kunstrasen gucken kann? Es wären weniger Zaunelemente nötig gewesen! Warum? Wahrscheinlich weil man ein Architekturbüro, dessen Architekten Sport nur in der Glotze gucken, beauftragt hat!

Der nicht genutzte Rasenplatz war übrigens Heimstätte des SSV Gemünd, dessen Fußballabteilung nach dem Abstieg aus der Kreisliga B 2008 aufgelöst wurde. 

Das Spiel lohnte dafür wirklich die 5€ Eintritt. Hart umkämpft und dennoch viele Torszenen. Beide Teams ständig mit offenen und versteckten Fouls – beide Fanlager auch ständig mit Kommentare gegen die Spieler oder den Schiri, der hier weitestgehend den Überblick über dieses von der ersten bis zur letzten Minute unsaubere aber auch rasante Spiel behielt. Die Gäste aus Eilendorf waren aktiver, doch eine der wenigen Chancen für Nierdorf fand den Weg mit viel Gestocher ins Netz. Nach der Pause brauchte es erst einen umstrittenen Elfmeter, ehe Eilendorf den hoch verdienten Ausgleich erzielte hatte. Doch in der Nachspielzeit erkämpft sich Nierfeld den Sieg mit dem 2:1. Wirklich eine packende Partie!
Und übrigens mit das beste Catering der Eifel: sehr gute Bratwurst in einem ordentlichen Brötchen! Besser fand ich nur Lommersum, wo man auch Currywurst mit Pommes bekam. Die meisten anderen Vereine haben entweder gar kein Catering (fast alles unterhalb der Kreisliga A und selbst in der Kreisliga A manche) oder nur ganz schlechte „Bockwurst“ (also einzelne Wiener). SV Schwarz-Weiß Nierfeld 2:1 SV Eilendorf 1914 Statistik:
- Grounds: 2.359 (1; diese Saison: 147 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.546 (1; diese Saison: 162)
- Tourkilometer: 120 (120km Rad)
- Saisonkilometer: 51.380 (28.400 Flugzeug/ 25.500 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 2.070 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 27 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 656 Wochen.

W656II: Bundesliga in Mönchengladbach und der niederländische Präzisionssport „Bügeln“

Borussia Mönchengladbach .......................... 0
VfL Wolfsburg ................................................ 3
- Datum: Samstag, 23. Februar 2019 – Beginn: 15.30
- Wettbewerb: 1. Bundesliga (1. Profifußballliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 96 (47/49) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 38. Gerhardt, 0-2 68. Mehmedi, 0-3 83. Mehmedi
- Gelbe Karten: Neuhaus, Stindl (Gladbach); Brekalo (Golfsburg)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Borussia Park (Kap. 54.022, davon 37.873 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50.000 (davon 48.041 zahlende und ca. 500 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10

SV/ BC O.D.L Kronenberg ............................. 3
Beugelclub HBC Helden .................................. 2
- Datum: Samstag, 23. Februar 2019 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Ereklasse Beugelen (sog. Lotto-ereklasse; 1. Spielklasse im Bügelsport)
- Ergebnis: 3-2 Partien bei 136:138 Einzelpunkten nach ca. 170 Minuten
- Einzelspiele: Hubert van den Beuken 30:26 Johan Peeters (ca. 32 Min.), Maykel Leijsten 30:24 Johan Hoeijmakers (ca. 32 Min.), Jos van Dooren 30:28 Johan Verest (ca. 49 Min.), Jan van der Sterren 28:30 Marc Korsten (ca. 30 Min.), Arie Siekes 18:30 Frank Kusters (ca. 23 Min.)
- Austragungsort: Sportpark de Heesbergen, Beugelbaan (Kap. 150, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 Borussia Mönchengladbach 0:3 VfL Wolfsburg Photos with English Commentary :
a) Football: Borussia Mönchengladbach vs. VfL Wolfburg
b) Beugelen (Dutch Croquet): Kronenberg vs. Helden
c) Niederrhein/ Lower Rhineland: Heiligenpesch Church in Mönchengladbach 

Am Donnerstagabend besorgte ich mir unkompliziert Karten auf der Borussia-Mönchengladbach-Website. Nur 19,90€ in der Ecke vom Oberrang überm Gästeblock – sehr anständig! Auch keinerlei Gebühren wie Vorverkauf oder Print-at-Home für die leider völlig lieblos ohne Logo gemachten Tickets. Die Ticketpreise schwanken aber je nach Gegner zwischen knapp 20 und knapp 40€. Als gegen Bayern oder Dortmund bekommt man natürlich kein solches Angebot zu einem Discounterpreis wie 19,90€...

Am Samstagvormittag ging es dann nach Mönchengladbach, wo ich wegen der horrenden Parkgebühren am Stadion (ich zahle doch keine 6€ fürs Parken – v.a. aus Prinzip wenn ich keine 20€ für die Karte zahle!) an der Kirche von Heiligenpesch parkte. Diese Straße wird schon etliche Stunden vorher gesperrt, aber wenn man den Wichtigtuern in Warnwesten an der Straßensperre sagt, man will zur Wallfahrtskirche Heiligenpesch, wird man durchgelassen. OK, man sollte vielleicht nicht mit Schals und Fahnen wedeln und dann behaupten, man wolle nur die Kirche besuchen... Aber wenn man diese oder eine andere naheliegende Adresse nennt, müssen die Ordner einen durchlassen, da man dann dieselben Rechte wie Anwohner hat. Diese Wallfahrtskirche hat übrigens eine tolle, besteigbare Lourdes-Grotte – doch die Kirche selbst war verschlossen. Also gleich weiter zum Stadion. Man kann den Feldweg etwas nördlich von der Kirche oder den parallel laufenden Feldweg am Sportplatz zum Borussia Park gehen.

Der Borussiapark ist der Ersatz-Neubau für das Stadion am Bökelberg. Letzteres lag ganz am Ende der Stadt. Nach dem Spiel fuhr ich da mal vorbei – der Stadionwälle sind teilweise auch nach dem Abriss der Tribünen und der Zukleisterung der Anlage mit geschmackloser Wohnbebauung noch erhalten geblieben. Der moderne Neubau „Borussia Park“ fasst gut 20.000 Zuschauer mehr als der Bökelberg. Mit über 54.000 Plätzen ist das Stadion schon sehr groß – seit ich in Mexiko war, finde ich das aber nicht mehr so eindrucksvoll. Die deutsche Sportstättenarchitektur ist eh viel schlechter als die mexikanische – außer bei vielen kleinen Sportanlagen in der Provinz. Aber der Borussia Park ist ganz OK: zwei aufeinander aufbauende Ränge, das Dach unten in den Vereinsfarben angestrahlt. Architektonisch etwas besonderes ist das aber nicht.

Das Spiel war auch nicht so herausragend: Wolfsburg tat mal wieder gar nichts fürs Spiel, ließ Gladbach kommen – und die vergeigten ihre Chancen. Wolfsburg mit dem dritten Angriff und der ersten richtigen Chance zum 0:1. Nach der Pause mit der zweiten Chance zum 0:2 und schließlich zum 0:3. Unmöglich, was Gladbach da verzapfte! Die Stimmung war trotzdem ganz gut. Beim Vereinslied wurde gut mitgegangen, während des Spiels wurde auf Teilen der Stehplätze konsequent durchsupportet – und auf Teilen der Tribünen richtig gut auf den Spielverlauf reagiert. Da ich schräg oberhalb der Gäste saß, war auch der Haufen dieser 500 VW-Mitarbeiter oft zu hören... Um mich herum übrigens v.a. Familien mit Kindern – dementsprechend gab es schon mal diese Dialoge, wie nach einem Foul an einem Gladbacher:
ca. 8jähriger Sohn: „Eeeeeeeyyyyyyyyyyyyyy!! Maaaaaaaaaaannnnn!!!! Ahhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!“
Vater: „Mensch Finn, Schiri hat doch schon gepfiffen – wenn du hier weiter so rumbrüllst, schicken wir dich in Nordkurve!“ Borussia Mönchengladbach 0:3 VfL Wolfsburg BC ODL Kronenberg 3:2 HBC Helden Aufgrund der Zeit und der Route musste ich meine warme Mahlzeit heute in Viersen einnehmen. Was ein Dreckskaff! Hässlich, dunkel, ausgestorben... In irgendeiner der zentralsten Straßen im Zentrum reiht sich eine zweifelhafte Gaststätte an die nächste. Bin dann zu einem „M. Döner und Pizza“ – kleine, etwas ungepflegte Kaschemme, aber ganz gutes Essen (Adana-Kebab für 8,50€ war anständig!)

Dann ging es weiter in die Niederlande. In Grefrath wurde ich kürzlich auf das Bügelspiel oder den Bügelsport – Niederländisch: Beugelen (Bügeln) – aufmerksam. Das ist nicht nur für Hausfrauen und hat auch nichts mit Kleidung oder Bügeleisen zu tun, sondern ein v.a. von älteren Männern gespielter Präzisionssport mit kegelkugelgroßen Kugeln und einer massiven Holzschippe. Auf einem etwa 10x5m kleinem Feld mit feinem Kies hauen zwei Spieler (je einer pro Team, es gibt insgesamt 5 Spieler also 5 Partien) mit ihrer Schippe ihre zwei Kugeln durch einen hufeisenförmigen, im Boden verankerten Metallbügel. Der Bügel befindet sich vorm hinteren Viertel des Feldes. Wenn die ersten beiden Kugeln gespielt wurden, liegen diese üblicherweise hinter dem Bügel im hinteren Viertel des Feldes. Dann wird dort weitergespielt. Man kann durch geschicktes stoßen oder anschlagen mit der Schippe seine Kugel so vor die gegnerische Kugel setzen, dass diese nur über die Bande freigespielt und nicht direkt vor den Bügel zum einfachen Treffen platziert werden darf oder seine Kugel entsprechend in Position bringen. Bringt man die Kugel jedoch wieder in den vorderen Teil des Feldes, kann der Gegener mit einer seiner Kugeln die gegnerische in die Rinne vorm Feld schießen. Ein Treffer in die Rinne bringt ebenso wie ein Schuss durch den Bügel 2 Punkte. Schießt man versehentlich oder taktisch eine eigene Kugel vom hinteren Feld quasi rückwärts durch den Bügel oder die eigene Kugel ins aus, werden zwei Punkte abgezogen. Wer zuerst 30 Punkte schafft, gewinnt. Das ist dann so nach 2-3 Stunden ausgespielt...

Interessant war übrigens auch: die Anlage befindet sich – und das ist üblich in den Niederlanden – im Vereinsheim des SV Kronenberg. Man geht also in dieses niedrige Backsteinhaus und hat links eine Theke und ein paar Sitze und rechts dann diese Bügelbahn mit Stühlen an drei Seiten, einer kleinen Anzeigetafel und der Möglichkeit, Getränke direkt von der Bar zu ordern. Auch wenn hier nur 10 Zuschauer waren (bei wichtigen Spielen kommen auch mal 100): der Werbespruch vom Verband ist gar nicht so blöd: „Dynamisch TACTISCH gezellig / ONTSPANNEND voor jong & oud / RECREATIEF competitief“... BC ODL Kronenberg 3:2 HBC Helden Statistik:
- Grounds: 2.358 (2; diese Saison: 146 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.545 (2; diese Saison: 161)
- Tourkilometer: 280 (280km Auto)
- Saisonkilometer: 51.260 (28.400 Flugzeug/ 25.500 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 1.950 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 26 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 656 Wochen.

Samstag, 23. Februar 2019

W656I: Freitagabendspiel der 3. Handballliga in Köln

Longericher SC Köln ....................................... 23
Handball-Spielgemeinschaft Krefeld ............. 27
- Datum: Freitag, 22. Februar 2019 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: 3. Liga West (3. Handballliga, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 23-27 nach 60 (30/30) Minuten – Halbzeit: 8-10
- Statistiken: http://liveticker.sis-handball.org/game/show/001519418000000000000000000000000023169
- Austragungsort: Heinrich-Böll-Gesamtschule, Sporthalle 1 (Kap. 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 480 (davon ca. 80 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 Longericher SC Köln 23:27 HSG Krefeld Photos with English Commentary :
Handball: Cologne Longerich vs. HSG Krefeld

Nach der Arbeit ging es mit dem Auto quer durch Köln nach Chorweiler. Dort spielt Kölns bester Handballverein, der Longericher SC. Deren Futsal-Abteilung hatte ich vor kurzem mal in der Nachbarhalle spielen sehen und ein Fan erklärte mir, dass die Longericher bald in ihren angestammten Stadtteil umziehen und dort ab nächster Saison in einer neuen größeren Halle spielen werden. Bei so Projekten bin ich immer kritisch, zumal seit gut 30 Jahren fast nur Scheiße in der Sporthallenarchitektur in Deutschland verzapft wurde – außer der neuen Lilli-Hennoch-Halle in Berlin und der Elbe-Rossel-Sporthalle in Roßlau, fällt mir wirklich nicht eine gut gemachte Halle, die ab nach 1990 gebaut wurde ein. Aber wenn ich diese enge, abgegriffene, wacklige Tribüne mit nur 500 Plätzen hier in dieser verkommenen Schule in Chorweiler sehe – und dann sehe, wie viele hier bei einem solide aufgestellten Verein kommen, kann ich nur sagen: wird auch Zeit, dass ihr bald umzieht! In der neuen Halle komme ich gerne mal wieder zu einem Spiel. Heute war ich allerdings nicht so ganz zufrieden, was ich für den Standardpreis von 10€ geboten bekam. Die erste Hälfte war sehr zäh, nur 8:10, weil sich hier v.a. aufs Verteidigen und Spielfluss kaputtmachen verlegt wurde. Die zweite Hälfte ging jedoch 15:17 aus und somit gewann der Spitzenreiter aus Krefeld mit 23:27. Wenn man bedenkt, dass Longerich mit ihrem schwachsinnigen Spiel ohne Torwart keinen einzigen Treffer erzielte, aber vier kassierte... Aber Longerich hatte nur zwischen der 31. und 45. eine Chance, als sie zwischenzeitlich mit einem Treffer in Führung lagen und das Spiel zu drehen schienen. Der Sieg für Krefeld war von der Spielanlage, der Offensivleistung und dem Einsatz her in jedem Fall völlig verdient. Longericher SC Köln 23:27 HSG Krefeld Statistik:
- Grounds: 2.356 (1; diese Saison: 144 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.543 (1; diese Saison: 159)
- Tourkilometer: 90 (90km Auto)
- Saisonkilometer: 50.980 (28.400 Flugzeug/ 25.220 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 1.950 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 25 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 656 Wochen.

Freitag, 22. Februar 2019

KUWAIT

LP 67, Grounds: 4 (2/2)

Fußballstadien:
Al-Ahmadi (1): Al-Ahmadi Stadium (Shabab SC, Al-Fahaheel) – 18.000 (18.000/0); 6,5
Al-Salmiya (1): Thamir Stadium (Al-Salmiya) – 16.105 (16.105/ 0); 7,5

Andere Sportanlagen:
Kabd (1): Kuwait Camel RacingClub (Kamelrennen) – 5.000 (2.000/ 3.000); 7,0
Mishrif (1): Yarmouk Club Sports Hall (u.a. Futsalspiele der kuwaitischen Liga und Nationalmannschaft) – 1.000 (1.000/ 0); 7,0
Al-Salmiya 1:1 Al-Nasr

Donnerstag, 21. Februar 2019

W655IV: Hansa-Auswärtssieg in der Würzburger Fliegeralarm-Kampfbahn

FC Würzburger Kickers .................................... 0
F. C. Hansa Rostock ........................................... 2
- Datum: Sonntag, 17. Februar 2019 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. Profifußballliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 94 (46/48) Minuten – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 10. Breier, 0-2 12. Soukou
- Gelbe Karten: 2x Hajtic, Gnaase (Würzburg); Rieble, Öztürk, Evseev (FCH)
- Rote Karten: Hajtic von Würzburg (50. Min. wg. wdh. Foulspiels)
- Austragungsort: Stadion am Dallenberg/ sogenannte Flyeralarm-Arena (Kap. 10.006, davon 3.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 7.000 (davon 6.435 zahlende und ca. 1.300 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

Eintracht Leidersbach 1992 .............................. 3
SV Eintracht Mensengesäß 1946 ...................... 2
- Datum: Sonntag, 17. Februar 2019 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisklasse Aschaffenburg, Gr. 2 gegen Gr. 1/ jeweils 9. Spielklasse, 5. Amateurfußballliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 50. Hofmann, 1-1 70. Feyh, 2-1 82. Ferguson, 3-1 84. Scheuring, 3-2 90. Maiolo
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Gemeinde-Sportanlage am Dormes/ Kunstrasen (Kap. 2.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon je ca. 10 Fans der Mannschaften sowie ca. 10 Neutrale)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 Kickers Würzburg 0:2 Hansa Rostock Photos with English Commentary :
a) 3rd Division: Würzburger Kickers vs. FC Hansa Rostock
b) Friendly: Leidersbach vs. Mensengesäß, in Goldbach
c) Franconia I: Würzburg Botanical Garden & Marienberg Fortress
d) Franconia II: Church and Timber-Framed Houses in Erlenbach bei Marktheidenfeld

Als ich letztes Wochenende in Kuwait war, bekam ich vom 2:0 Sieg von Hansa gegen Haching nur das Ergebnis kurz nach Abpfiff im Internet mit. Endlich wieder ein Sieg, nachdem ich die letzten vier Spiele alle im Stadion sah (alles Niederlagen). Heute erwartete ich einen Sieg auch im Stadion – und ich sollte nicht enttäuscht werden in Würzburg! Würzburg Ohnehin ist eine Fahrt nach Würzburg höchstens sportlich enttäuschend: die Stadt ist nämlich sehr sehenswert. Ich fuhr an der spektakulären Festung Marienberg vorbei – die Innenstadt mit der Residenz kannte ich ja schon – und steuerte dann den botanischen Garten an. Wenn man in der Straße zum Garten parkt, kann man in den Parkbuchten auch während des Spiels kostenlos stehenbleiben: keine Parkgebührenabzocke von 3€ direkt am Stadion, kein Parken in Anwohner- oder Verbotszonen – aber man muss rechtzeitig vorm Spiel kommen, da sonst die Straßen gesperrt sind. Der Parkplatz direkt am botanischen Garten ist auch vielen Stunden vorher schon teilgesperrt und wirklich nur für Gartenbesucher. Erklärt hat mit das übrigens ein aus Halle stammender Ordner, der mich belustigt ansprach: „Was machtn eener aus Merseburg hier bei Würzburg gegen Hansa?!“

Im botanischen Garten der Uni Würzburg kann man schon mal eine Stunde verbringen: die meisten Gewächshäuser sind für Anzuchten und Forschung nicht der Öffentlichkeit zugänglich, aber im Haupthaus werden tolle Pflanzen aus verschiedenen Vegetationszonen ausgestellt. Auch im Freigelände gibt es ein paar Bäume und Sträucher, sowie Steingartenpflanzen und sogar Freiland-Kakteen zu sehen. Sehr lohnend, zumal kostenlos! Kickers Würzburg 0:2 Hansa Rostock Nachdem ich kurz das Auto in eine Parkbucht in der mittlerweile gesperrten Straße am Mittleren Dallenberg umgeparkt hatte, konnte ich auch schon auf den Stadionvorplatz/ Gästebereich gehen. An der Kasse kann man zwischen Steh- und Sitzplätzen (12€ und 19€) wählen. Der Auswärtsblock ist aber ziemlich scheiße in Würzburg, da viele Sichtbehinderungen – auch auf den Sitzen. Billige Stahlrohrtribüne, lapprige Plasteklappsitze – hohe Zäune und Netze. Im Ligavergleich ist der Eintritt recht niedrig – in Anbetracht des Zuschauerkomforts im Gästeblock aber immer noch deutlich zu hoch. Ansonsten ist das Stadion am Dallenberg auch nach dem Umbau [Vergleich Bilder von 2011!] immer noch sehr sehenswert. Die geschwungene Haupttribüne wurde nur mit weiteren Sitzen bestückt, der originell hoch gebaute VIP-Bereich ist noch so erhalten und lediglich die Steh-Gegengerade wurde etwas erhöht. Wie eh und je ist das Stadion toll in die fränkische Landschaft mit ihren grünen Bergen eingebunden – von den Aufgängen aus, sieht man auch einige markante Gebäude der Stadt Würzburg. Genauso scheiße wie die Sicht im Gästeblock ist nur der neue Name: „flyeralarm Arena“. Das ist eine Stufe mit „Schauinsland-Reisen-Arena“. Eigentlich fast noch schlimmer, da die Würzburger Firma hier offensichtlich den Begriff „Fliegeralarm“ für ihre Werbemüllproduktion geschmacklos verballhornt. Aber so sindse die Franken und Bayern...

Auf den Sitzplätzen war diesmal gar keine Stimmung bei Hansa, der Stehblock schien mir weniger abzugehen als bei den letzten Spielen. Bei Würzburg wurde mehr auf den Spielverlauf reagiert – etwa 100 Jugendliche supporteten völlig auf sich bezogen in Ultramanier 90 Minuten lang. Auf der Haupttribüne tat sich stimmungsmäßig echt nur etwas durch eine Kindergruppe: es war eine Gruppe von einem Kindergarten offenbar, mit Erzieherinnen – ich glaube, in der Gruppe hatten die Kinder mehr Ahnung vom Spiel als ihre erwachsenen Begleitpersonen...

Das vom Schiedsrichtergespann gut und sicher geleitete Spiel wurde anfangs von Hansa völlig bestimmt. Breier und Soukou trafen gegen die Laufrichtung bzw. in den kurzen Winkel zu zwei frühen Toren. Dass die Treffer in Minute 10 und 12 die einzigen der Partie bleiben sollten, war guten Torhüter- und Abwehrleistungen beider Seiten zu verdanken. Zudem verpassten die Stürmer beider Teams häufig nur knapp den Kasten oder trafen das Gestänge. Chancen gab es in der zweiten Halbzeit – auch nach der gelb-roten Karte gegen einen Würzburger – etwas mehr für den Gastgeber. Insgesamt konnten aber alle Hansa-Fans mit der Leistung ihrer Mannschaft zufrieden sein. Vier Spiele, die letzten beiden gewonnen – alle vier Spiele endeten mit 0:2 bzw. 2:0... Erlenbach bei Marktheidenfeld Nachdem die Mannschaft kurz abgefeiert wurde – da Hansa natürlich immer noch im Mittelfeld festhing und die meisten Spieler bisher kaum gute Leistungen brachten, ging es aber nicht so sehr ab – kam ich ziemlich problemlos aus Würzburg raus und fuhr über die Landstraßen nach Goldbach bei Aschaffenburg. Auf dem Weg entdeckte ich noch das ganz sehenswerte Dorf Erlenbach bei Marktheidenfeld: schöne Kirche, einige tolle Fachwerkhäuser und ein altes Haus auch mit kitschiger Engelsmalerei.

Oben im Spessart liegt dann dieses Goldbach und am Dorfrand befindet sich eine große Sportanlage mit drei Fußballplätzen und einer Motocrossrennstrecke. Das ganze zieht sich quer und steil den Berg hoch. Der Hauptplatz liegt 10m tiefer als die beiden Nebenplätze und der oberste Teil der Rennstrecke noch mal einige Meter höher. Man hat einen fantastischen Blick in die bewaldete Berglandschaft. Auch der Kunstrasen-Nebenplatz ist – mit seiner fünfreihigen Tribüne der einzige Platz mit Ausbauten – einen Besuch wert. Der beste der drei Plätze ist jedoch der Hauptplatz durch seine Lage an einem terrassierten Hang.

Der VfR Goldbach hatte den Kunstrasen wohl vermietet an die Eintrachten aus Leidersbach und Mensengesäß. Die Ortsnamen-Endung „Gesäß“ hat übrigens nicht wirklich was mit dem Arsch zu tun, sondern beim Heim/ Wohnstätte. Also da, wo man sich niederlässt – nicht das Körperteil, auf das man sich niederlässt...

Die beiden Kreisklasse-Teams (in Bayern ist die Kreisklasse nicht ganz so niedrig, so wie die Kreisliga in Sachsen-Anhalt; darunter gibt es in Bayern die A-, B- und teilw. C-Klassen – für meine NRW- und RLP-Leser: der Testspiel war nominell auf Niveau Kreisliga B) lieferten eine nicht sehr überzeugende und torlose erste, aber eine sehr gute zweite Hälfte ab. Nach der Pause ging die bis dato schwächere Mannschaft – Mensengesäß – 0:1 in Führung, doch nach und nach riss Leidersbach die Partie an sich und zog auf 3:1 davon. Mit dem Schlusspfiff kam Mensengesäß noch zum Anschlusstreffer. Eintracht Leidersbach 3:2 Eintracht Mensengesäß Statistik:
- Grounds: 2.355 (1; diese Saison: 143 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.542 (2; diese Saison: 158)
- Tourkilometer: 540 (540km Auto)
- Saisonkilometer: 50.890 (28.400 Flugzeug/ 25.130 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 1.950 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 25 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 655 Wochen.

W655III: Testspiele in Ahrweiler

Ahrweiler Ballspiel-Club ................................... 2
Siegburger SV 04 ................................................ 5
- Datum: Samstag, 16. Februar 2019 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: Testspiel (Rheinlandliga gegen Mittelrheinliga, 6. gegen 5. Spielklasse, jeweils 1. Amateurfußballliga)
- Ergebnis: 2-5 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 0-3
- Tore: 0-1 40. Hahn (Strafstoß), 0-2 42. Welt, 0-3 43. Fälber, 0-4 64. Welt, 1-4 65. Porca, 1-5 73. Fälber, 2-5 85. Rieder
- Gelbe Karten: Mai (SSV)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Apollinaris-Stadion, Fußballkunstrasen (Kap. 1.600, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 10? Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

Ahrweiler Ballspiel-Club C II ........................... 0
Grafschafter SG C .............................................. 1
- Datum: Samstag, 16. Februar 2019 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Testspiel (Beide C-Junioren Kreisklasse Ahr/ Staffel 1 gegen 2, jeweils 5. und unterste U15-Liga)
- Ergebnis: 0-1 nach 73 (37/36) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tor: 0-1 7. NN
- Gelbe Karten, rote Karten: hatten die Trainer nicht dabei, Schiri gab es ja keinen...
- Austragungsort: Apollinaris-Stadion, Mittelplatz/ Kunstrasen (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 2,0/10 Ahrweiler BC C II 0:1 Grafschafter SG C Photos with English Commentary :
a) Friendly Matches: Ahrweiler BC First XI vs. Siegburger SV and U15-Reserves vs. Grafschafter SG U15
b) Eifel: Bad Neuenahr-Ahrweiler Spa

Am Samstag standen mehrere Testspiele auf den Kunstrasenplätzen am Apollinarisstadion in Bad Neuenahr-Ahrweiler an. Den Rasen-Hauptplatz mache ich sicher mal im Sommer, heute schaute ich zuerst einen C-Jugend-Kick zwischen Ahrweiler BC II und Grafschaft I auf dem Mittelplatz. Der liegt – wie der Name schon sagt – zwischen dem Rasenplatz und dem zweiten Kunstrasen und wird nur selten für Fußball genutzt (eher auch mal für Feldhockey). Der kurze Platz mit einer Stehstufe an einer Seite bietet prima Bedingungen für C-Jugend – aber trotzdem war der Kick furchtbar. Grafschaft verwandelte zum Glück eine ihrer beiden Torszenen zum frühen 0:1, Ahrweiler v.a. in der zweiten Hälfte klar überlegen, aber traf auch im 20. Angriff nicht das Tor. Klar war auch mal ein Pfostentreffer oder unglücklich ins Außennetz dabei – aber ABC spielte auch unglaublich schlecht. Highlight: ein Ahrweilerer überlupft den Torwart, der Ball springt aufs Tor zu, ein Mitspieler will ihn – obwohl völlig unnötig – reinköpfen, damit er in die Torschützenliste kommt... und köpft zwei Meter vorm Tor über den Kasten!!! Als um das Tor bestohlener Mitspieler hätte ich diesen Vollpfosten beim Gang in die Kabine ganz aus Versehen mal volle Kanne die Tür gegen den Schäddel gehauen... Ahrweiler BC 2:5 Siegburger SV Das Männerspiel war natürlich bedeutend besser und fand auf dem größeren Fußballkunstrasen statt. Der lohnt sich aufgrund seiner interessanten, wellblechüberdachten Tribüne auch zu besuchen. Die Tribüne ist aber – ebenso wie die eine Stehstufe – etwas weit weg vom Spielfeld. Auch in diesem Spiel lief es nicht gut für den Ahrweiler BC. Nominell sind sie zwar auch 1. Amateurliga wie der Gast vom Siegburger SV, aber der Aufsteiger der Mittelrheinliga (NRW) spielt dann Regionalliga und der Aufsteiger der Rheinlandliga (Rheinland-Pfalz) spielt dann Oberliga Rheinland-Pfalz/ Saar. Diese eine Klasse Unterschied merkte man auch. Nach Startschwierigkeiten und zwei aberkannten Treffern zog Siegburg auf 0:3 in nur 4 Minuten davon. Nach der Pause auch bald das 0:4. Am Ende traf auch Ahrweiler immerhin noch zwei Mal und das Endergebnis lautete 2:5.

Ich fuhr noch kurz durch die weitestgehend öde Innenstadt – es gibt aber einige schöne Kurgebäude und am anderen Ende auch historische Bebauung mit Stadtmauern – und dann die Weinberge hoch, in Grafschaft wieder runter und dann hoch nach Fritzdorf/ Wachtberg. Von da oben ging es dann langsam wieder runter nach Bonn. Ich muss schon klar sagen: das neue Rad von Gudereit ist dem alten Rad von Bergamont einiges voraus trotz gleicher niedriger Preislage. Aber zwischen den beiden Käufen bzw. Modellen liegen auch fast 10 Jahre. Ahrweiler BC 2:5 Siegburger SV Statistik:
- Grounds: 2.354 (2; diese Saison: 142 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.540 (2; diese Saison: 156)
- Tourkilometer: 70 (70km Rad)
- Saisonkilometer: 50.350 (28.400 Flugzeug/ 24.590 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 1.950 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 23 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 655 Wochen.

W655II: Eins-Null in der Ersten, Eins-Eins vom Elfeineinhalbmeterpunkt

SV Spielvereinigung Wahn-Grengel 1980 ........ 1
SV Agrippina-Germania Köln II ...................... 1
- Datum: Freitag, 15. Februar 2019 – Beginn: 20.15
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga D, Köln/ Staffel 1 gegen Staffel 2; jeweils 11. und unterste Spielklasse, 7. Amateurfußballliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 1. NN, 1-1 55. NN (Strafstoß)
- Gelbe Karten: 10, NN (Wahn); 5 (Agrippina)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Bieselwald (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 3 (davon 1 Heimfan und 2 Neutrale)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 SpVg Wahn-Grengel 1:1 Agrippina Köln II Photos with English Commentary :
Friendly Match in Cologne: Wahn-Grengel vs. Agrippina-Germania

Am Freitagabend fuhr ich mein neues Rad mal gescheit ein und nicht immer nur zur Arbeit: mit 15 Minuten Verspätung fand an diesem 15.2. um 20.15 ein Kreisliga-D-Testspiel am Bieselwald statt. Ich hatte schon, als ich aus Kuwait zurückgekommen bin, die Anlage im Hellen fotografiert. Besser sieht der Hartplatz da aber auch nicht aus. Immerhin ist die ausbautenlose Anlage von Wald umgeben. Die Flugzeuge vom angrenzenden Flughafen hört man trotzdem deutlich. Zwei Teams mit interessanten Namen trafen aufeinander: die SpVg Wahn-Grengel (worauf sich Wahn in dem Namen des Kölner Stadtteils bezieht, weiß ich aber nicht) und Agrippina-Germania Köln II. Agrippina war eine wichtige Person am römischen Kaiserhof und die Mutter von Kaiser Nero. Sie wurde in einer römischen Siedlung, an deren Stelle heute Köln steht, geboren.

Die römisch-germanische Truppe kam trotz guter Traineransprache nicht gut ins Spiel und kassierte nach 40 Sekunden das 1:0. Danach ein ganz ordentliches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. In der zweiten Hälfte war Agrippina besser, konnte aber nur mit einem lächerlichen Elfmeter ausgleichen. Da der Platz nicht richtig abmarkiert wurde, schritt der Schiri die 11m ab. Dabei verzählte er sich grob und kam erstmal bei rund 13 Metern raus. Irgendwo bei 11,5m legte er den Ball dann ab. Ins Tor ging er ja dennoch. Aber der Unparteiische Sportfreund Kalra war schon ein Knaller: verspätet aufgekreuzt, viele Fehlentscheidungen, Unsicherheiten, nicht mal 11 Schritt abzählen können... bestimmt ist er in Deutschland aufgewachsen, aber dass Indien absolut keine Fußballnation ist, wächst sich auch durchs Leben in Deutschland nicht raus... SpVg Wahn-Grengel 1:1 Agrippina Köln II Statistik:
- Grounds: 2.352 (1; diese Saison: 140 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.538 (1; diese Saison: 154)
- Tourkilometer: 40 (40km Rad)
- Saisonkilometer: 50.280 (28.400 Flugzeug/ 24.590 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 1.880 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 21 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 655 Wochen.