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Sonntag, 22. März 2015

W451V: Sieg für Siegen und Handball in Bonn-Beuel

HSG Geislar-Oberkassel ........................................ 31
Christlicher Verein Junger Menschen Oberwiehl 28
- Datum: Samstag, 21. März 2015 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Mittelrhein (5. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 31-28 nach 60 Minuten (30/30); Halbzeitstand: 14-13
- Tore: NN (Geislar); NN (Oberwiehl)
- Gelbe Karten: Nr. 3, 22, 98 (Geislar); Nr. 5, 6, 17 (Oberwiehl)
- Zeitstrafen: Nr. 23 (Geislar = 2 Minuten); Nr. 5, 17, 20, 24 (Oberwiehl = 8 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Karin-Slabbers-Halle der Gesamtschule Beuel-Ost (Kap. 250, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 130 (davon Gästefans: mind. 1)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes und gutes Match)

Sportfreunde Siegen von 1899 ............................. 3
Krefelder FC Uerdingen 1905 ............................. 1
- Datum: Samstag, 21. März 2015 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Regionalliga West (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 92 Minuten (45/47); Halbzeitstand: 2-1
- Tore: 0-1 10. Kofi Schulz, 1-1 29. Giannis Alexiou (Eigentor), 2-1 39. Konstantin Möllering, 3-1 66. Manuel Glowacz
- Verwarnungen: Haluk Arslan, Mark Zeh (SFS); Burak Akarca, Aliosman Aydin, Leon Heine, Armand Drevina (KFC)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Leimbachstadion (Kap. 18.716, davon 2.108 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.500 (davon 1.392 zahlende, ca. 170 Gästefans und rund 20 Zaungäste)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Das beste Regionalligaspiel das ich seit Jahren gesehen habe – OK, das ist auch nicht schwer bei dem durchschnittlichen Anti-Fußball in der Regionalliga, aber das war mal ein wirklich gutes Spiel hier!)  
Photos with English Commentary:
a) Football: Sportfreunde Siegen v KFC Uerdingen
b) Handball: Geislar-Oberkassel v Oberwiehl
c) Siegerland: Siegen Old Town

Mit dem Fahrrad ging es von Bonn 10km nach Troisdorf, dort in die Bahn nach Siegen, die nach über einer Stunde durch gebirgige, waldreiche und von Wasserläufen durchzogene Landschaft in Siegen ankam. Siegen hat ein paar sehenswerte Ecken mit den beiden Schlössern und mehreren Kirchen, aber ist wie üblich in NRW völlig von hässlichen Betonbauten durchzogen. Im Übrigen ist die Stadt eine einzige Baustelle.

Vom Bahnhof aus sind es fast 4km weitestgehend bergauf bis zum Leimbachstadion raus. Das liegt in einem schönen Kessel zwischen zwei Bergzügen und fasst locker 18.000 Zuschauer, die auf großzügig angelegten Stehtraversen Platz finden. Wer mehr anlegen will (14€, ermäßigt 10€) kann auch überdacht auf Plastesitzen hocken. Die Tribüne hat auch ein paar schön gestaltete Logen. Aber wer braucht schon bei Regen ein Dach im Stadion? Ich nahm eine Stehplatzkarte für nur 5€ (Vollzahlerpreis 8€) was recht preisgünstig ist für die Liga. Ein paar Spacken zahlten gar nichts, schienen größtenteils Uerdinger Stadionverbotler gewesen zu sein, da sie vom Parkplatz eines Baumarktes unterhalb der Baumgrenze des einen Berges ins Stadion guckten...

Die knapp 1.500 Zuschauer verloren sich und gingen Stimmungsmäßig unter im weiten Rund. Das Spiel lud aber zum Mitgehen ein – im Gegensatz zu den meisten Regionalligaspielen die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Krefeld ging mit einem tollen Schuss in den Winkel früh in Führung, doch Siegen kämpfte sich zurück, profitierte von einem Eigentor und erzielte dann die 2:1 Führung. In einer umkämpften zweiten Hälfte ging Siegen sogar mit 3:1 in Führung – langer Pass mit Tunnel abgeschlossen – und gewann somit das Spiel. Absteigen werden sie wahrscheinlich trotzdem und auch KFC Uerdingen wird nicht mehr als den Klassenerhalt schaffen und damit weit hinter ihren Zielen zurückbleiben. Bei einem Griechen als Vereinsboss ist das auch kein Wunder. Mit dem Russenzocker http://www.reviersport.de/299310---kfc-uerdingen-neuer-grossinvestor-aus-russland.html den sie sich jetzt ins Boot holen wollen, besiegeln sie dann hoffentlich ihren Konkurs...  
Die Bahn war etwas verspätet in Troisdorf zurück, sodass es mit dem Rad knapp wurde. Die 10km nach Bonn-Beuel/ Ost schaffte ich aber in 25 Minuten, sodass ich die hässlich rosa gestrichene Sporthalle der Gesamtschule die nach Karin Slabbers – wohl eine Bonner Sportlerin und Funktionärin – heißt, zum Anwurf erreichte. Auch hier der Eintritt angemessen: 4€ (ermäßigt 2€). Außer im Umgang zu stehen, kann man in dieser kastenförmigen Schulsporthalle auch in zwei Reihen vor dem Umgang sitzen.

Das Spiel der Verbandsliga war auch recht sehenswert. Bis zur 20. Minute war der Gast aus Wiehl, CVJM Oberwiehl, treffsicherer und konsequenter und führte mit bis zu vier Treffern. Doch danach kam die gastgebende HSG Geislar-Oberkassel in Fahrt und drehte in der letzten Minute vor der Halbzeit noch die Partie auf 14:13. Diese erste Führung der Partie gaben die Gastgeber auch nur noch zu Ausgleichen aus der Hand. Oberwiehl ging in der zweiten Hälfte nichts mehr in Führung. Geislar-Oberkassel zog zwei Mal auf bis zu vier Treffer davon. Beim zweiten Mal reichte die Zeit zum Aufholen für die Gäste nicht mehr, sodass der Gastgeber mit 31:28 gewann.  
Statistik:
- Grounds: 1.316 (heute 2 neue; diese Saison: 162 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.320 (heute 2; diese Saison: 208)
- Tageskilometer: 200 (160km Bahn, 40km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 46.140 (31.720 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.630 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.570 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 29 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 451

W451IV: Über 70 Tore beim Spitzenspiel in Hagen

VfL Eintracht Hagen .......................................... 38
Leichlinger TV .................................................... 35
- Datum: Freitag, 20. März 2015 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: 3. Liga West (3. Spielklasse im Handball, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 38-35 nach 60 Minuten (30/30); Halbzeitstand: 17-19
- Tore: Sonnenberg 8, Pütz 7, Renninger 6, Aschenbroich 6, Reinarz 4, Schneider 3, Kraus 3, Rink 1 (Hagen); Hilger 9, Padeken 7, Lange 5, Lajnef 4, Kreckler 3, Nocickis 3, Janssen 2, Ranftler 1, Menzlaff 1 (Leichlingen)
- Gelbe Karten: Renninger, Aschenbroich, Sonnenberg (Hagen); Janssen, Menzlaff, Padeken, Trainer Buss (Leichlingen)
- Zeitstrafen: keine (Hagen = 0 Minuten); 2x Hilger, Novickis, Ranftler (Leichlingen = 8 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Enervie Arena (Kap. 3.402, davon 2.402 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 500 (davon Gästefans: ca. 15)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehr flottes Spiel auf Augenhöhe)  
Photos with English Commentary:
a) Handball Division 3: Eintracht Hagen defeat TV Leichlingen
b) Bergisches Land: Much (Church, Monastery); Windeck (Castle Ruin)
c) Ruhrgebiet: Hohenlimburg Castle, Villigst Palace

Am Freitag gab es die seit langem erste Tour durchs Bergische Land. Langsam gehen mir eh auch dort die Sehenswürdigkeiten aus, aber Much mit seiner von außen dämlich gestrichenen aber innen v.a. aufgrund der Holzdecken schönen Kirche sowie dem ehemaligen Kloster mit dem verschieferten Fachwerkbau, hatte ich noch nicht besucht. Sehr sehenswert war auch Windeck, wo es eine schöne Burgruine oberhalb des Ortes auf einem Bergsporn am Waldrand gibt. Die Ruine ist frei zugänglich und man kann auf drei Ebenen herumlaufen. Nur in den Turm führt nichts hoch.

Weiter nördlich, im Ruhrgebiet, schaute ich mir noch das sehr gepflegte aber modern verbaute Haus Villigst (ein klassizistisches Schloss, das von der Kirche als Tagungszentrum genutzt wird) und das Schloss Hohenlimburg bei Hagen, das derzeit wegen Sanierung geschlossen ist aber eigentlich ganz gut und eindrucksvoll aussieht.  
In der hässlichen Stadt Hagen ging ich wieder preisgünstig Essen und dann zum Handball. Die Enervie-Arena hat einen behinderten Namen und sieht von außen absolut scheiße aus, ist aber innen ganz originell gestaltet, mit den unterschiedlich geformten und angeordneten Tribüne. Nur die Hintertorbereiche sind baugleich, aber die Haupttribüne ist nach oben verjüngt und sehr viel kleiner als die steile und hohe Gegentribüne mit ihren Klappsitzen an die in den hinteren Reihen noch Stehstufen anschließen.

Für einen durchschnittlichen Eintrittspreis (8€, ermäßigt 6€) bekam man in diesem Drittligaspiel überdurchschnittlich viele Tore geboten. Es ging munter hin und her und die favorisierte Heimmannschaft lag lange hinten. Doch nach der Pause kam Hagen richtig ins Spiel und führte nun ständig mit um die drei Tore. In einer starken Schlussphase gelang es ihnen den Sieg klar zu machen: 38:35, also 73 Tore insgesamt!  
Statistik:
- Grounds: 1.314 (heute 1 neuer; diese Saison: 160 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.318 (heute 1; diese Saison: 206)
- Tageskilometer: 280 (280km Auto)
- Saisonkilometer: 45.940 (31.720 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.470 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.530 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 451

Freitag, 30. Januar 2015

W444I: Freitagstestspiel in Ippendorf

Sportfreunde Ippendorf 1923 II ................................ 5
Sportverein Beuel 1906 II .......................................... 0
- Datum: Freitag, 30. Januar 2014 – Anstoß: 19.50
- Wettbewerb: Testspiel Kreisliga Bonn B, Gruppe 2 (9. Spielklasse, 5. Amateurliga) gegen Kreisliga Bonn C, Gruppe 2 (10. Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-0 nach 91 Minuten (45/46); Halbzeitstand: 2-0
- Tore: 1-0 3. Wesley Silva, 2-0 20. David Herrera, 3-0 54. Wesley Silva, 4-0 84. Haris Omerbasic (Eigentor), 5-0 91. David Herrera
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Ippendorf (Kap. 1.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: 3 (2 Heimfans, 1 Neutraler)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Unterer Durchschnitt)  
Photos with English Commentary:
Friendly Match: Sportfreunde Ippendorf Reserves v SV Beuel Reserves

Da ich ab Mitte Februar kurzzeitig und ab März dann langfristig nach Bonn ziehe, werde ich doch mal in den nächsten Monaten alle Sportplätze und Stadien auf dem Stadtgebiet Bonns abgrasen. Wie viele das genau sind, habe ich noch nicht nachgezählt, aber ich habe so den Eindruck, dass da nicht viele lohnende dabei sind: die meisten Anlagen sind moderne Einheitsware. So wie der Sportplatz Ippendorf, der sich im gleichnamigen Stadtteil im Süden der ehemaligen Bundeshauptstadt befindet. Einfach in die grüne Landschaft geklatscht: ein Kunstrasenplatz ohne Ausbauten. Gerade bei einem Flutlichtspiel nicht sonderlich attaktiv...

Das Spiel selber war auch nicht sonderlich attraktiv, ansonsten kann man ja nicht so klagen über die Qualität der oft recht hitzigen Wettkämpfe hier. Nur dieses Freundschaftsspiel zwischen den beiden zweiten Mannschaften von Ippendorf und Beuel wollten außer mir auch nur zwei andere Zuschauer sehen. OK, so schlecht war das Spiel jetzt auch nicht. Doch nach der schnellen Führung für den Klassenhöheren, passierte erstmal nicht so viel. Dann fiel mal plötzlich das 2:0 – auch eher ein Torwartfehler. Vereinzelt kam Beuel mal vors Tor, aber nach der Pause war das schnelle 3:0 die Entscheidung. In der Schlussphase setzten die teilweise sich im Strafraum auf Nahdistanz die Bälle quer zuschiebenden Ippendorfer noch zweie drauf zum 5:0 Endstand.  
Statistik:
- Grounds: 1.274 (heute 1 neuer; diese Saison: 120 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.276 (heute 1; diese Saison: 164)
- Tageskilometer: 40 (40km Auto)
- Saisonkilometer: 32.500 (24.050 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 3.520 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.420 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 4 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 444

Donnerstag, 26. Juli 2012

W313I: Staßfurt blamiert sich in Cörmigk

FC Sportfeunde Cörmigk 1921 2:1 SV Staßfurt 1909
Datum: Dienstag, 24. Juli 2012 – Anstoß: 18.30
Wettbewerb: Sogenannter „Sparkassencup“ (Kreisliga Salzland, Süd = 10. Liga, 5. Amateurliga gegen Landesliga Sachsen-Anhalt, Nord = 7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 2-1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 1-1
Tore: 1-0 14. (Nr. 10), 1-1 42. (Nr. 11), 2-1 60. (Nr. 9)
Verwarnungen: Nr. 2, 9 (SF); Nr. 11, 15 (SV09)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Cörmigk (Kap. 700 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 7 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Spannender Außenseitersieg, ganz peinlicher und schwacher Auftritt der Favoriten)
IMG_4135 Photos with English Commentary:
b) Salzmünde, Gödewitz, Fienstedt: Forgotten Graveyard, Church Ruin, Renewed Church

Dienstag ging es für die nächsten drei Tage mit meiner Freundin zu ihrer Verwandtschaft nach Staßfurt. Bevor wir dort aufkreuzten und abends per Rad zum Fußball nach Cörmigk fuhren, guckten wir uns noch drei versteckte, kleine Sehenswürdigkeiten des nördlichen Saalekreises an. Der Friedhof in Salzmünde teilt sich in einen uninteressanten, neuen, sehr gepflegten Teil und in einen darunter, näher an der Straße liegenden, verfallenen und überwucherten Teil, in dem historische Grabmale aus dem 19. Jahrhundert zu sehen sind. Diese Grabmale sind teilweise eindrucksvolle Jugendstilprunkgräber. Ähnlich verfallen wie der alte Friedhof von Salzmünde ist die Kirche im benachbarten Gödewitz. Der Turm ist zwar gedeckt, droht aber zusammenzufallen, das Kirchenschiff hat kein Dach und wie mir ein freundlicher, älterer Einwohner erzählte, wurde die ganze Inneneinrichtung (Holzemporen, Altargemälde) zu DDR-Zeiten mutwillig zerstört oder geklaut. In Fienstedt sieht das alles besser aus: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz organisierte die Sanierung der markant auf einem Hügel im Dorf liegenden, jahrhundertealten Kirche.

Mit dem Rad ging es dann von Staßfurt aus über beschissene Straßen nach Cörmigk. Keine gute Beschilderung, schlechte Radwege, keine besonders gute Straßen und eintönige Fahrerei.
IMG_4079 Cörmigk ist nicht ganz so hässlich, wie die anderen Dörfer in der Gegend. Mal kurz an der romanischen Kirche vorbei, dann zum sehr interessanten Sportplatz. Dieser befindet sich am ab der Sportanlage unbefestigten Weg von Cörmigk nach Dohndorf und ist fast vollständig von Robinien und anderen Bäumen umgeben. Eine Antennenanlage steht direkt hinter der einen Eckfahne und ein sehr schönes Sportlerheim auf dem Graswall. Im Sportlerheim bekommt man übrigens für nur 1,80€ eine Bockwurst mit Ketchup und dazu ein 0,5l-Radler. Das war noch niedriger als der Eintritt, der mit 2,00€ auch nicht hoch lag.

Das Pokalspiel – der „Sparkassen-Cup“ ist nicht der Kreispokal, sondern ein Sommer-Vorbereitungsturnier – schien auf dem Papier eine klare Angelegenheit für die Gäste aus Staßfurt, die drei Klassen höher als Cörmigk spielen. Doch der Landesligist nahm das Spiel nicht ernst, ließ den Kreisligisten kommen und kassierte nach einer Viertelstunde das 1:0. Danach war Staßfurt natürlich aktiver, doch zu blöd mit Kurzpassspiel den etwas sehr kurzen Dorfplatz für ein attraktives Spiel zu nutzen. Irgendwann kam doch mal ein langer Pass nach vorne an, der nicht in die Arme des Torwarts zurückgepasst wurde. Doch einzig beim 1:1 blitzte bei Staßfurt 09 die Landesligakompetenz auf.

Nach dem Seitenwechsel war das Spiel recht ausgeglichen und Cörmigk konnte nach einer guten Stunde erneut in Führung gehen. Obwohl zwischen der 70. und der 80. Minute das Schiedsrichtergespann plötzlich durchdrehte und eine Fehlentscheidung zugunsten der Gäste nach der nächsten traf, gelang es Staßfurt nicht, Nutzen aus der Situation zu ziehen. Außer einem Lattentreffer zu Beginn der zweiten Hälfte hatten sie in den zweiten 45 Spielminuten nichts zu bieten.

So lustlos und schwach aufzutreten, ist auch in diesem Pokalwettbewerb eine Frechheit! Ich weiß nicht, was sich die Mannschaft dabei denkt, sich von einem drei Klassen tiefer spielenden Club so einfach ausschalten zu lassen. Wenn das alles ist, was SV 09 drauf hat, dann weiß ich, wer diese Saison als erstes aus der Landesliga absteigt...
IMG_4150 Statistik:
Grounds: 764 (heute 1 neuer; diese Saison: 169 neue)
Sportveranstaltungen: 1.571 (heute 1, diese Saison: 257)
Tageskilometer: 160 (80 Auto, 80 Fahrrad)
Saisonkilometer: 63.190 (33.360 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.560 Fahrrad/ 3.130 Bahn, Bus, Tram/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 109
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 313