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Samstag, 10. Mai 2014

W406II: F-Junioren siegen überragend in Dieskau – Zweite macht das Beste aus einem Pflichtsieg – Erste geht gegen Landsberg unter.

TSV Leuna 1919 ............................................................ 0
SSV 1990 Landsberg ..................................................... 5
- Datum: Samstag, 10. Mai 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-5 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 40. Lutz Wolff (Foulelfmeter), 0-2 52. Georg Arndt, 0-3 52. Florian Tessmann, 0-4 60. Gunter Schubert, 0-5 80. Björn Berger
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 80 (davon 67 zahlende und mind. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Langweiliges Spiel: Leuna völlig überfordert, Landsberg verdienter Sieger)

TSV Leuna 1919 II ........................................................ 4
SV Fortuna Steigra ........................................................ 2
- Datum: Samstag, 10. Mai 2014 – Anstoß: 12.30
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-2 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 0-1 5. Andre Fischer (?), 1-1 10. Tino Fiebig, 2-1 43. Mario Melchior, 3-1 69. Sebastian Fischer, 4-1 70. Tino Fiebig, 4-2 82. Andre Fischer
- Verwarnungen: Albert Shoshi (Leuna); Sven Schatkowsky (Steigra)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (keine Gästefans darunter)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und sehenswertes Spiel beider Teams, die große Personalprobleme hatten)

Fußball-SV Dieskau 2005 F .......................................... 1
TSV Leuna 1919 F ......................................................... 6
- Datum: Samstag, 10. Mai 2014 – Anstoß: 9.00
- Wettbewerb: E-Junioren Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (Spielklasse der U9)
- Ergebnis: 1-6 nach 40 Min. (20/20) – Halbzeit: 1-3
- Freundschafts-Neunmeterschießen: 4-4 nach 11-10 Schützen
- Tore: 0-1 3. Lukas, 0-2 14. Luca, 1-2 18. Nr. 4, 1-3 20. Lukas, 1-4 24. Luca, 1-5 27. Lukas, 1-6 28. Lukas
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte Dieskau (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 8,0/10 (Leuna spielte souverän und sehenswert, Dieskau wurde etwas unter Wert geschlagen)  
Photos with English Commentary:
a) FSV Dieskau 05 v TSV Leuna 1919, Under-9 League
b) TSV Leuna Reserves v Fortuna Steigra and First XI v SSV Landsberg

Drei der sechs Leunaer Mannschaften spielten an diesem Samstag – und all diese Spiele suchten wir auf. Als erstes die F-Jugend: die war zum Spitzenspiel beim vier Punkten besseren FSV Dieskau zu Besuch!

Wir kamen gerade noch rechtszeitig auf dem sehr schön in einer Senke liegenden Platz an, denn kaum rollte der Ball, hatte Lukas, der Goalgetter des heutigen Tages, auch schon zugunsten der Gäste eingenetzt. Nach einer guten Viertelstunde schlug Luca eine Flanke von beinahe dem Eckstoßpunkt aus aufs Tor, Lukas erwischte den Ball erst hinter der Linie mit dem Kopf – wie auch immer: es stand 0:2. Dass das unglücklich zustanden gekommene 1:2 das einzige Tor der Gastgeber bleiben sollte, war nicht zu verstehen. Doch schon nachdem sich zwei Leunaer gegenseitig umgerannt hatten und ein Pfostentreffer im Nachschuss verwandelt wurde, kam Leuna zurück und narrte die ganze Abwehr und den Torwart zum 1:3 Pausenstand.

In der zweiten Hälfte wurde es deutlich: trotz einiger Chancen der Dieskauer traf nur noch der TSV! Wie in der ersten Halbzeit auch waren es zwei Treffer von Lukas und einer von Luca, darunter auch eine tolle Bogenlampe in den Winkel aus über 10m und recht spitzem Winkel! Mit dem 1:6 war Dieskau dann doch etwas unter Wert geschlagen worden – aber das kann uns in Leuna nur recht sein, besonders nach der unglücklichen Niederlage gegen Meuschau in der Vorwoche. Die Leistung der gesamten Mannschaft war heute wieder, ohne Zweifel und Abstriche, ganz hervorragend!  
Ein Zwischenstopp zuhause und es ging um 12 wieder auf die Piste: in Leuna wird bis Saisonende, möglicherweise sogar noch länger, wegen baulicher Mängel in den Umkleiden, das Stadion gesperrt bleiben – also auf zur Sportstätte der Jugend, wo die II. Mannschaft gegen Fortuna Steigra und die I. gegen SSV Landsberg anzutreten hatten!

Das Aufeinandertreffen von Steigra und Leuna in der Vorsaison (20.6.2013) hatte ich leider verpasst: einige der Spieler hatten es mir kurz darauf als das beste Spieler der TSV-Reserve in den letzten 10 Jahren beschrieben. In einem Spiel mit Chancen im Minutentakt, jeweils 5 bis 6 Latten- und Pfostentreffern pro Mannschaft und ungeahndeten Blutgrätschen und Brutalofouls, trennten sich beide Teams 2:2 – ein Tor spektakulärer als das andere!

Naja, heute war es leider nicht so spektakulär, aber trotzdem ein wirklich sehenswertes Match: Leuna hatte enorme Engpässe unter den Spielern zu kompensieren und trat nur mit elf Leuten inklusive Spielertrainer Kobsch an. Nach wenigen Minuten war es dann auch der Gast aus der Steigra, der mit einem Kopfball nach einer Ecke in Front ging. Die Steigraer waren allerdings auch nur zu elft und konnten dem sich schnell aufbauenden Leunaer Druck kaum fünf Minuten standhalten. Fiebig und Melchior drehten die Partie noch vor der Pause auf 2:1. In der 45. Minute gab es dann noch leider einen Sportunfall: ein Steigraer fiel auf den Hinterkopf und musste nicht nur ausgewechselt sondern auch von einem Notarzt behandelt werden.

Gegen zehn Gäste machte Leuna souverän den Sack zu: ein Doppelschlag zum 4:1 und nach einem schönen aber bedeutungslosen Treffer der Gäste hieß es am Ende 4:2. Leuna machte das Beste aus seiner schwierigen Situation und gewann das Spiel als die klar bessere Mannschaft völlig verdient! Für Steigra wird es hingegen eng – je nach dem wie das mit dem Spielabbruch in Weißenschirmbach gewertet wird, enden die Jungs noch auf einem Abstiegsplatz!  
Schließlich spielten noch die ersten Männer – ebenfalls in dünner Besetzung, was u.a. dem Betrug in der Vorwoche durch den parteiischen Schiedsrichter der ESG (Herr Schramm) geschuldet war, und dann auch noch gegen den Kreispokalsieger aus Landsberg.

Der Kreispokalsieg war ja wohl nicht sehr überzeugend: gegen zehn Schafstädter erst in der Schlussminute aus Abseitsposition zum Ausgleich gekommen und ins Elfmeterschießen gerettet. Auch hier in Leuna spielten die Landsberger lange wenig überzeugend. Bei Leuna lief nichts nach vorne, Landsberg konnte in einem schlechten und langweiligen Spiel aber erst durch einen (berechtigten) Foulstrafstoß kurz vor dem Seitenwechsel in Führung gehen. Und auch dieser Elfmeter war dürftig: ganz schlecht geschossen, aber Keeper verladen.

Nach der Pause wurde es für Leuna richtig übel: nach einem Doppelschlag stand es 0:3. Erst nach dem dritten Treffer, der die Hauptschwäche der Mannschaft offen legte – auch das 0:4 fiel dadurch, dass Leuna einfach zu langsam für eine gute Platzierung in der Landesklasse ist – kam Leuna zu zwei Torchancen. Ein starker Sturmlauf von Kevin Degner über rechts mit Flanke vors Tor und Versuch eines Seitfallziehers, danach ein guter Abschluss der durch eine Torwartparade über das Tor zu einem Eckstoß gelenkt wurde. Am Ende setzte Landsberg noch einen drauf: 0-5 und somit eine der höchsten Niederlagen des TSV im Wettkampfbetrieb und wohl die höchste überhaupt in der Landesklasse!  
Statistik:
- Grounds: 1.104 (kein neuer; diese Saison: 133 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.043 (heute 3; diese Saison: 187)
- Tageskilometer: 50 (50km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 56.460 (54.710 Auto/ 1.650 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 20 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 37 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 406

Samstag, 4. Juni 2011

W253III: Doppelter Abstieg für den Eisenbahner Sportverein

ESV Merseburg II 0:3 SV Fortuna Steigra
Datum: Samstag, 4. Juni 2011 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: 2. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (12. Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 0:3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:1
Tore: 0-1 12. Scholz, 0-2 47. Scholz, 0-3 56. Scholz
Verwarnungen: 1x ESV II, 1x Steigra II
Platzverweise: keine
Spielort: Scheitplatz (Kap. 700 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 8 Gästefans)
Unterhaltungswert: 3,5/10 (Bei ESV-Reserve lief rein gar nichts zusammen – Steigra spielte souverän aber wenig attraktiv)

ESV Merseburg 1:4 TSV Leuna 1919 II
Datum: Samstag, 4. Juni 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:4 nach 95 Min. (47/48) – Halbzeit: 0:3
Tore: 0-1 18. Rene Schmidt, 0-2 33. Thomas Grobe, 0-3 42. Thomas Grobe, 1-3 56. (Nr. 10), 1-4 58. Uwe Dreßler
Verwarnungen: 2x ESV
Platzverweise: keine
Spielort: Scheitplatz (Kap. 700 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 180 (davon ca. 50 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Leuna souverän und sehenswert - mit einem kleinem Durchhänger - zum Klassenerhalt)
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Photos and English Version:

Doppeltes Abstiegsduell auf dem Scheitplatz: für den ESV verlief die Saison katastrophal; die Junioren zurückgezogen, die II. Mannschaft mit Ziegelroda im Fernduell um den zweiten und letzten Abstiegsplatz in die 3. Kreisklasse und die I. Mannschaft in einem unheimlich packenden Duell mit der Reserve des TSV Leuna ebenfalls um den Abstieg. Sehr schade, der Saisonverlauf in der Kreisliga: nicht nur, dass die unangenehmste Truppe aufsteigt – nun kämpfen die beiden sympathischsten Teams direkt gegeneinander um den Klassenerhalt. TSV Leuna II muss durch das schlechtere Torverhältnis bei Punktgleichheit jedoch gewinnen, während dem ESV ein Unentschieden reichen würde.

Obwohl die erste Mannschaft des TSV Leuna in der Vorwoche ein geniales 6:1 gegen Zeitz erzielte, suchten wir selbstverständlich das Spiel der II. auf. Denn für die Erste ging es um nichts mehr, auch wenn die 3:1 Niederlage hier erwähnt werden muss und ich vor allem darauf hinweisen will, dass keine Mannschaft in der gesamten Landesklasse so viele Tore (nämlich 67 in 30 Spielen) erzielt hat, wie der TSV! OK, außer dem Tabellenletzten Langeneichstädt hat auch niemand mehr Tore kassiert als Leuna (69) – aber einen so zuschauerfreundlichen Torschnitt wie 4,53 Treffer pro Partie muss erstmal einer nachmachen!
Die Zweite Mannschaft hatte sich übrigens mit einem nicht minder spektakulären Sieg in der Vorwoche – einem 5:3 gegen Meuschau – im Rennen gehalten.

Das erste Abstiegsduell bei über 30 Grad wurde um eins angepfiffen. Dabei musste ESV II entweder gegen den Fast-Aufsteiger Steigra gewinnen oder auf einen Sieg von Meuschau II gegen Ziegelroda hoffen. Ich nehme es vorweg: Ziegelroda hielt die Klasse indem sie 3:4 gewannen - und Steigra machte den Aufstieg perfekt indem sie 0:3 siegten. Das Spiel ist leider keine großen Ausführungen wert: ESV II war derartig schlecht im Sturm und auch in der Abwehr nicht immer sicher, dass man nur sagen kann; 3. Kreisklasse wurde aber auch Zeit! Steigra spielte nicht gerade überragend, aber ein Hattrick von Scholz mit der 11 sorgte wenigstens für drei Treffer. Steigra war zwar in allen Belangen besser, tat den Fans aber keinen Gefallen einen höheren Sieg – der absolut im Rahmen des möglichen lag – anzustreben.

Während die Steigraer noch feierten, besorgten wir drei unseren Mittagsimbiss: für 1,50€ (und auch wenn es nur 0,50€ gewesen wären) waren die trockenen und laschen Roster unter aller Sau. Wenigstens waren die Getränke kalt...
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Das zweite Abstiegsduell schließlich – diesmal ein direktes – begann um kurz nach 15 Uhr. Dass die Eisenbahner, die beim Teamkreis „Hasta la vista“ bläkten, sich damit selber meinten, war mir nicht ganz klar. Aber dass es für den ESV "hasta la vista Kreisliga" heißen würde, zeichnete sich schnell ab: Von Beginn an war die Zweite Mannschaft des TSV Leuna, die von einer erfreulich hohen Zahl Leunaer Fans unterstützt wurde (es waren aber auch viel mehr ESV-Fans und Neutrale als sonst da), das bessere Team. Schon nach etwas mehr als einer Viertelstunde hob Rene Schmidt den Ball aus sieben Metern Entfernung unhaltbar ins Eck. Jegliche Versuche des ESV, unter dem Druck offensiv spielen zu müssen, das Leunaer Tor zu belagern, verpufften meist spätestens an der Strafraumgrenze. Die wenigen Schüsse, die durchkamen, musste Torwart Fiebig kaum halten, da sie meist meterweit daneben gingen. Noch vor der Pause war es dann ein herrlicher Doppelschlag von Thomas Grobe, der in der Vorwoche sogar vier Treffer erzielt hatte, der zum 0:2 und 0:3 für Leuna II führte.

Leuna kam etwas verschlafen aus der Pause und kam in den ersten 12 Minuten nach Wiederanpfiff immer wieder ins Schleudern. So kam in er 56. sogar der unfähige Merseburger Sturm zu einem Torerfolg nach einem Konter: Grobe (oder jemand anderes) hatte erst eine Riesenchance per Pfostentreffer vergeben und im Gegenzug war der Ball dann mangels Deckungsarbeit plötzlich drin. Allerdings war dieser Ehrentreffer auch schon das Wecksignal für die Leunaer: Dreßler konnte nach einer Flanke im Strafraum frei einköpfen – oder wie bei Eintracht Lossa so schön gehört: „einnischln“. Somit war jedenfalls die Entscheidung gefallen und auf dem Platz gab es außer ein paar vergebenen Chancen, wenigen Fouls und einer Reihe hanebüchener Entscheidungen der Linienrichter (wieder mal ein Spiel, bei dem ich nur sagen kann: Linienrichter unterhalb der Landesklasse sind unnötig, nervtötend und kosten die Heimmannschaft nur unnötig mehr Aufwandsentschädigung) kaum Grund zur Aufregung. Nur der Alkoholiker an der Anzeigetafel, der schon seit Beginn des Vorspiels mit dummen Sprüchen nervte, regte einen langsam auf.

Leunas Anhänger feierten den Klassenerhalt dann mit Bier und Böllern – und für den ESV war es tatsächlich der Doppelabstieg: die II. in die 3. Kreisklasse, die I. in die 1. Kreisklasse. Leider ist beim Eisenbahner Sportverein mittlerweile ein Niveauabsturz zu vermerken, der aber zum Eisenbahnerwesen passt. So mies wie die Spielqualität und so scheiße wie das Essen dort ist, so kotzt einen auch jede Benutzung der Eisenbahn an. Beim ESV ist das einzig wirklich Gute mittlerweile nur noch die idyllische Sportanlage mit ihren vielfachen Spielmöglichkeiten, die auch weitestgehend für alle zugänglich ist.
Wie auch immer: nach diesem Sieg stellte sich nur die Frage, warum Leuna (so klar wie sie überlegen waren) nicht schon längst vorher die Klasse halten konnte. Aber Hauptsache, sie haben es überhaupt fertiggebracht und stehen in der kommenden Saison wieder auf den Plätzen der Kreisliga Staffel 1!
Für diesen schönen Saisonabschluss Gratulation und viel Erfolg in der neuen Spielzeit!!!
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Statistik:
Grounds: 574 (heute kein neuer Ground; diese Saison: 124 neue)
Sportveranstaltungen: 1.290 (heute zwei, diese Saison: 177)
Tageskilometer: 10 (10 Fahrrad)
Saisonkilometer: 41.500 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.570 Bahn, Bus, Tram/ 4.490 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 30
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 253

Sonntag, 31. Oktober 2010

W222II: Turnier in Wünsch, Steigra gegen Wallendorf II und CV Mitteldeutschland gegen SCC Berlin

Glühweincup in Wünsch
Samstag 30. Oktober 2010 – Beginn 10.00
Turnier für Freizeitfußballmannschaften
Spiel: 1x15 Minuten auf Kleinfeld
Sieger: wird nachgetragen
Bestes Spiel: Mersepack 2:0 Klobikau
Schwächstes Spiel: Wünsch 0:1 n.N. Rooster
Schönstes Tor: 1:0 von Rooster gegen FSG (s.u.)
Torschnitt: 1,0 pro Partie
Häufigstes Ergebnis: 0-0
Strafen: keine
Sportanlage: Sportplatz Wünsch (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Unterhaltsames Turnier, hab aber schon bessere in dem sportlichen Bereich gesehen, bzw. an besseren teilgenommen)
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Photos and English version:
7-a-side Tournament in Wünsch

Tabellen der Vorrunde:
Gruppe A:
1. 1.FC Mersepack (Merseburg) 3:0 7
2. Rooster (Mücheln) 1:0 5
3. Freizeitkicker Klobikau 1:3 2
4. Freizeit SG 93 Merseburg 1:3 1
Gruppe B:
1. SV Wünsch 1:0 4
2. Müchelner Biertrinker Union 0:0 2
3. TSG Naumburger Kicker 08 0:1 1

Nicht angetreten: Koala Allstars Bad Lauchstädt

Ergebnisse Vorrunde:
FZK Klobikau 0:0 Rooster
Naumburg 0:0 MBU
FSG 93 0:1 Mersepack
Naumburg 0:1 Wünsch
Rooster 0:0 Mersepack
FZK Klobikau 1:1 FSG 93
MBU 0:0 Wünsch
Rooster 1:0 FSG 93
FZK Klobikau 0:2 Mersepack

Ergebnisse Platzierungsspiele:
Halbfinale 1: Wünsch 0:1 (0:0, 9-m: 0:1 nach 2x3) Rooster
Halbfinale 2: Mersepack 2:0 MBU
Platz 7: FSG 93
Platz 5: Klobikau 2:1 Naumburg
Platz 3: wird nachgetragen
Finale: wird nachgetragen
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Wir hatten durch die hervorragende Website der Koala Allstars vom Turnier in Wünsch erfahren und brachen so schon recht früh mit den Rädern auf. Wünsch ist ein Dorf das nach Mücheln eingemeindet wurde und sich in Ober- und Niederwünsch teilt. Beide Ortsteile haben ganz nette Kirchen zu bieten, aber sonst keine architektonischen Auffälligkeiten. Auch der Sportplatz ist nicht auffällig: abgeholzte Pappeln, eine Scheune und ein paar Bäumchen und Büsche vorm weiten Feld flankieren das Grün, das heute nur zur Hälfte genutzt wurde. Soll heißen es wurde Kleinfeld gespielt.

Die kleinen Tore von 5x2m bereiteten den Spielern enorme Probleme: sie trafen einfach nicht. Gut, bis auf Mersepack gab es zwar kaum eine Mannschaft die auch nur einen Spieler mit guter Schusstechnik in ihren Reihen hatte, aber Freizeitfußball lebt vom Spaß und somit vor allem von den Toren die man erzielt. Die ließen leider 33 Minuten auf sich warten: nach zwei torlosen Kicks traf ein Spieler von Mersepack aus einiger Entfernung gegen den Stadtrivalen FSG 93. Das nächste Tor fiel im ersten Spiel der Gastgeber: ein Wünscher tunnelte aus spitzem Winkel den Naumburger Torwart. Das war kein Torwartfehler, sondern einfach geschickt gemacht! Gegen Rooster Mücheln kam auch Mersepack nicht über ein 0:0 hinaus. Klobikau und FSG Merseburg trennten sich dann 1:1 – was eine Torflut! Und der Gastgeber spielte 0:0 gegen die Müchelner Biertrinker. Die tranken übrigens Sternburg... Das 1:0 von den Roostern gegen FSG war der beste Treffer des Turniers: 12m Entfernung, linker Spann – und voll in den Winkel. Schließlich erzielte Mersepack einen souveränen 2:0 Sieg gegen Klobikau.

Gut, dass das ein Turnier mit nicht-regulärer Spielzeit war: sonst wäre die 0:0 Serie gerissen, aber so spielen die Ergebnisse gar keine Rolle für diese Statistik.

In der Platzierungsrunde siegten die Roosters nach einem 0:0 im Neunmeterschießen (3 Schützen pro Team) gegen Wünsch: ein Schuss saß, fünf andere nicht. Mersepack zeigte der Biertrinker Union die Grenzen auf. 2:0 im zweitbesten Spiel des Turniers. Den fünften Platz holte Klobikau mit zwei platzierten Schüssen – zwei weitere Schüsse waren auch klasse: voll gegen die 10 Meter entfernte Scheunenwand, sodass die Bälle über den Zaun zurück auf den Sportplatz prallten – gegen Naumburgs sicheren Neunmeterschuss.

Nach diesem Spiel gingen wir, da wir in Steigra rechtzeitig ankommen wollten.

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SV Fortuna Steigra 6:3 SV Wallendorf 1889 II
Samstag 30. Oktober 2010 – Anstoß 15.00
Liga: 2. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (12. Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 6:3 nach 92 (45/47) Min. – Halbzeit: 1:2
Tore: 0:1 8. (10), 1:1 9. (11), 1:2 26. (7), 2:2 48. (11), 3:2 51. (8), 4:2 64. (8), 4:3 68. (10), 5:3 87. (16), 6:3 89. (11)
Verwarnungen: 1x Steigra, 1x Wallendorf
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sportplatz Steigra (Kap. 1.000)
Zuschauer: 25 (davon 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Flottes und gutes Spiel mit einigen schönen Szenen für diese Spielklasse)
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Photos and English version:
Fortuna Steigra defeats SV Wallendorf Reserve

Nach kurzer Besichtigung des frühzeitlichen Kultplatzes Trojaburg (ein Graslabyrinth) und der Dorfkirche ging es zum Fußballplatz, der etwas trostlos zwischen mittelmäßiger und erbärmlicher Ein- und Mehrfamilienhausbebauung, Feldern und Buschwerk liegt. Aber wenigstens gab es ein gutes Spiel darauf zu sehen. Der Steigraer Trainer, mit dem wir etwas ins Gespräch kamen, war zwar ziemlich kritisch nach dem Spiel, aber man muss einfach die Klasse beachten und die Anstrengungen der Mannschaften positiv hervorheben.

Nach 8 Minuten war auch schon der erste Treffer gefallen: ein kurios aufsetzender Heber der Wallendorfer, der unter das Tordach sprang, sodass der Steigraer Torwart nicht mehr drankommen konnte. Nur eine Minute später ein ordentlicher Schuss ins Eck zum Ausgleich. Ein Gästespieler überlief die Abwehr und schob Mitte des ersten Spielabschnitts zum 1:2 ein.

Nach der Pause drehte Steigra mit einem Doppelschlag das Spiel. Nach über einer Stunde Spielzeit legten sie sogar noch drauf. Mit einem Hammer aus Nahdistanz verkürzte der Gast zwar, doch zwei einfach wie auch schön heraus gespielte und verwandelte Treffer schraubten das Resultat auf ein deutliches 6:3. Der Applaus der meisten der wenigen Zuschauer – 25 waren auch für die Klasse nicht viel und selbst in Wünsch war mehr Auftrieb – war ehrlich und berechtigt.

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Chemie Volley Mitteldeutschland (Spergau) 1:3 SC Charlottenburg Berlin
Samstag 30. Oktober 2010 – Beginn 19.30
Liga: 1. Volleyballbundesliga (Profiliga)
Ergebnis: 1:3 nach 109 Min. – Sätze: 29:27, 22:25, 20:25, 22:25
Besondere Vorkommnisse: keine
Sportanlage: Jahrhunderthalle (Kap. 1.300 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 1.000 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Teils hochklassiges und immer spannendes Volleyball)
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Photos and English version:
Volleyball Bundesliga: Mitteldeutschland lost to Berlin

Trikots in hellgrün und grau: hellgrün wie chemikalienverseuchte Flüsse und grau wie die Fassaden einer trostlosen Industriestadt. Und dass soll zum CV Mitteldeutschland, spielend in einem ansehnlichen Dorf bei einer modernen und verhältnismäßig sauberen Industriestadt wie Leuna passen? In den vergangenen Spielzeiten gab es in meinem Blog immer wieder Berichte vom VC Bad Dürrenberg/ Spergau zu lesen. Da man im Volleyball die Inkonstanz liebt und aus diversen Gründen viele Vereine alle paar Jahre den Namen wechseln, gibt es hier keine Berichte vom VC Bad Dürrenberg/ Spergau mehr, sondern nur noch von „Chemie Volley Mitteldeutschland“. Die sind natürlich weiterhin in Spergau ansässig und spielen ihre Bundesligapartien in der Jahrhunderthalle aus. Dabei tragen sie oben zu sehende Trikots, die die komischste Farbkombination, die ich je gesehen habe, zeigen.

Ob das neue Wappen auf die Zugehörigkeit Spergaus zu Leuna anspielen soll – das Chemiker-C in Gold auf grünem Hintergrund ist so derartig deutlich von der BSG Chemie Leuna übernommen, dass Leugnen zwecklos wäre – weiß ich nicht genau. Die billige Montage mit dem Mannschaftsfoto vor dem Haupttor der Leunawerke tut ihr Übrigens. Wenn man sich schon zur Chemieindustrie bekennt frage ich mich aber auch, warum man den saublöden Beinamen „Pirates“ noch behalten muss. Aber wie dem auch sei: besser als wenn man „A!B!C Titans Bergisches Land“ heißt und nur durch Lizenzkauferei zum wiederholten Male am verdienten sportlichen Abstieg vorbeigekommen ist. Leider verloren die Chemiker in der Vorwoche beim „Zuschauermagneten“ Wuppertaler/ Bergisches Land. Doch das erste Spiel der Saison wurde mit 3:2 gegen niemand geringeren als „evivo“ Düren gewonnen.

Heute kam jemand noch Höheres in die Halle: der SCC Berlin. Würden es die Offiziellen beim VC – oder jetzt CV – nicht so gut mit uns meinen, würden wir uns auch keine Volleyballspiele mehr angucken, aber dieses Spiel lohnte sich mal doch. Der Start für den CV war zwar bedenklich schlecht, aber nach teilweise sechs Punkten Rückstand kämpften sie sich zurück, gingen ihrerseits bis zu drei Punkte in Front und zeigten in den schönen Ballwechseln und spektakulären Schmetterbällen, dass sie der Spitzenmannschaft zumindest zeitweilig gewachsen sind. Nach über einer halben Stunde hieß es 29:27 für Mitteldeutschland.

In Satz zwei bemerkte man Nervosität bei den Gästen: wenn die Schiris mal nicht zu ihren Gunsten entschieden, meckerten sie lautstark am Schiedsrichtergespann herum und versuchten es zu beeinflussen. Als ob die Blindgänger an Netz und Linie aus NRW nicht schon einseitig genug zugunsten der Gäste gepfiffen hätten! Zu fragwürdigen Entscheidungen – aus oder nicht aus war hier meist die Frage – kamen noch individuelle Fehler hinzu und eine Steigerung der Gäste, die auch auf spielerischer und nicht nur verbaler Ebene vonstatten ging. Am Ende ein glückliches 22:25 für Berlin.

Satz drei war dann leider sehr von Fehlern der Gastgeber – mitunter katastrophale Angaben – geprägt. So konnte der SCC problemlos mit 20:25 gewinnen. Der Satzball war allerdings ein Schiedsrichtergeschenk: eigentlich hätte es 21:24 heißen müssen, wobei das die Niederlage nur hinausgezögert hätte.
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Der vierte Satz sollte der letzte sein. Die Chemie-Piraten gerieten fast aussichtslos in Rückstand, kämpften sich lobenswert zurück und standen am Ende durch drei Fehlentscheidungen in fünf Ballwechseln mit 22:25 und einer 1:3-Niederlage da. Der lauteste Moment in der Halle, die wie üblich bei besseren Gegnern mit gut 1.000 Leuten, von denen aber auch nur sechs Trommler und gut 30 Krakeeler ohne große Unterbrechungen anfeuerten, war, als ein Block des CV auf dem Rücken eines Berliners landete und von dort ins Aus ging, was der direkt darüber stehende Hauptschiedsrichter als Ausball und Punkt für Berlin gesehen haben wollte: Da gab es ein zünftiges Pfeifkonzert mit Geschrei – selbst unter den VIPs! – gemischt, wie: „Was hat denn der Blinde da gesehen? Ist der bestochen, der Vogel?!“ Aber wenigstens hat niemand nach Tor- äh... Linienkameras oder ähnlichen Technik- und Roboter-Schwachsinn, wie es ein paar hohle Köpfe in Fußball oder Handball fordern, geschrien. Ohne die ab und an gravierenden Mängel bei den Volleyballschiedsrichtern, würde es in dieser Sportart – zumindest in den meisten Ländern, so z.B. auch Deutschland – wohl gar keine Emotionen geben.

Genug zu den Schiedsrichtern. Auch zum SCC, die ihrem Anspruch eine Spitzenmannschaft zu sein nur bedingt gerecht wurden (man muss da souveräner und vor allem disziplinierter und weniger arrogant und provozierend auftreten, als es die Charlottenburger taten), will ich nicht mehr Worte verlieren. Lob gilt vor allem dem Mitteldeutschen Chemie Volley, die mit einer kämpferischen Leistung mit wenigen Durchhängern und einer zum Ende hin höher gewordenen Fehlerquote immer noch ein wirklich gutes Spiel ablieferten. Das hat einen guten Eindruck gemacht, der auf ein respektables Saisonresultat – Mittelfeldplatz – hoffen lässt. Wieso man nach einem guten Spiel dann von beiden Vereinsseiten nur schlechte Presse liest, frage ich mich dann schon. Der SCC schwafelt was von „Arbeitssieg“ in einem angeblich nicht hochklassigen Spiel. CV Mitteldeutschland schreibt schon im ersten Satz pauschal „[h]ochklassig war sie nicht diese Partie“ und schiebt das auf die vielen „Fehle“ – mir scheint da eher eine maßlose Überschätzung der allenfalls zweitklassigen Volleyballbundesliga vorzuliegen. Ganz schwach ist auch, dass der letzte Satz das sehr vernünftige und zurückhaltende Zitat von Trainer Mücke „Schade, dass am Ende eine Fehlentscheidung stand“ entkräftet: es wird auf Fehlentscheidungen zuungunsten von Berlin hingewiesen, die sich aber bei ca. drei gegen ca. 12 Fehlentscheidungen zuungunsten Spergaus bewegten. Da chemie-volley.de keine Fanseite ist, sondern eine offizielle Webpräsens, schreibt man natürlich nicht „wegen dem blinden Schiri hatten wir keine Chance den Tie-break zu erreichen“, aber provozierend die Aussage Mückes als letzten Satz im Bericht zu lassen, zeichnet einen guten Pressewart aus. Einen weniger guten erkennt man an sinnlosen weil von mangelndem Selbstbewusstsein zeugenden Sätzen wie diesem Schlusssatz mit den Fehlentscheidungen gegen Berlin.
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Statistik:
Grounds Nr. 490 und 491 (zwei neue Grounds; diese Saison: 41 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.169 (diese Saison: 56)
Tageskilometer: 90 (Rad)
Saisonkilometer: 11.610 (8.170 Auto/ 1.640 Fahrrad/ 1.000 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 75
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 222