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Dienstag, 16. Juni 2015

W463III: Klassenerhalt mit vier Treffern von Ronny Schwerdtfeger und fünf Minuten Wasserfußball

SV Spora .............................................................. 1
TSV Leuna 1919 .................................................. 4
- Datum: Samstag, 13. Juni 2015 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-4 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeitstand: 1-2
- Tore: 0-1 6. Ronny Schwerdtfeger, 0-2 20. Ronny Schwerdtfeger, 1-2 43. Florian Bochskanl, 1-3 78. Ronny Schwerdtfeger, 1-4 81. Ronny Schwerdtfeger
- Gelbe Karten: Toni Beer, Jacob Hennig, Kay Daumann (Spora); Elia Wilke, Franz-Josef Motz, Christoph Hähnel
- Rote Karten: keine
- Spielort: Sportplatz Nißma (Kap. 1.100, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon 85 zahlende und mindestens 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 8,0/10 (Gute und spannende erste Hälfte, danach Durchhänger bis zur starken Schlussphase und schließlich kurioses Ende mit Wasserfußballeinlage)

TSV Leuna 1919 E .............................................. 4
SV 1916 Beuna E ................................................. 6
- Datum: Samstag, 13. Juni 2015 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse E-Junioren, Saalekreis/ Staffel 1 (Spielklasse der U11)
- Ergebnis: 4-6 nach 50 Minuten (25/25); Halbzeitstand: 3-2
- Tore: 1-0 5. Justin, 1-1 10. NN, 1-2 18. (11), 2-2 21. Yannick, 3-2 24. Oli, 3-3 30. Eigentor, 3-4 32. (8), 4-4 38. Luca?, 4-5 44. (8), 4-6 47. (11)
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend, Platz 1 (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel) SV Spora v TSV Leuna Photos with English Commentary:
a) Leuna Youth Football: TSV Leuna U11 v SV Beuna U11
b) Leuna Amateur Football: SV Spora v TSV Leuna 1919
c) Burgenland District: Football Ground in Spora/ Prehlitz-Penkwitz

Samstagvormittag waren ursprünglich zwei Juniorenspiele des TSV angesetzt, doch die F spielte erst am Sonntag. Also kam ich zur E, die sich gegen den SV Beuna auf der Sportstätte der Jugend behaupten musste.

In einem guten und ausgeglichenen Spiel zeigten beide Teams mal schöne Spielzüge und Angriffe, mal die für diese Spielklasse üblichen Aussetzer und Pannen. Es ging hin und her und es gab viele Treffer: mal führte Leuna, mal Beuna. Zur Pause sah es für den TSV besser aus, da sie 3:2 in Führung lagen, doch Beuna drehte nach der Pause mit einem Doppelschlag das Spiel. Nach einem schönen Konter zum 4:4 zog Beuna noch einmal an und nutzte Abwehrschwächen um am starken Leunaer Schlussmann vorbei zu kommen. 4:6 hieß es am Ende. In diesem guten Spiel gewann mal wieder derjenige, der weniger Fehler in der Abwehr machte: bei Leuna waren die Zuteilung der Positionen und die Einsatzzeiten bzw. Wechsel der jeweiligen Abwehrspieler auch nicht ganz glücklich.

Im freundschaftlichen Neunmeterschießen hieß es nach 10 zu 8 Schützen für Leuna 4:4. Da waren auch einige richtig schöne Treffer bei beiden dabei! Die Gesamtbilanz für Leunas E hätte angesichts der 58 zu 83 Tore und 16 Punkte aus 18 Spielen besser sein können, aber mit nur zwei zweistelligen Niederlagen, die auch noch niedriger waren (0:11, 0:10) als der höchste Sieg (13:1), sowie den konstant siegreich gestalteten Spielen gegen die hinter dem TSV platzierten Teams, muss man von einer soliden Saison reden. Die Mannschaft kann sich noch gut entwickeln in der nächsten Saison! TSV Leuna 1919 U11 v SV 1916 Beuna U11 Ich war dann noch mal in Halle bei Rama und ihrem Verlobten Amer und nach dem Essen mit diesen beiden syrischen Freunden ging es dann sehr zügig nach Spora, genauer in den Ortsteil Nißma. Dort liegt der idyllische, aber recht holprige Sportplatz des SV Spora.

Nach einer über weite Strecken schwachen Saison war der TSV auch an diesem letzten Spieltag noch abstiegsbedroht und während es für Spora um nichts mehr ging, war man bei Leuna auch immer dabei, die Zwischenstände bei den anderen Abstiegskandidaten, insbesondere der II. vom VfB IMO – dort war zu befürchten, dass die ESG sich nicht den Arsch aufruppt um die Merseburger in die Kreisoberliga zu schießen – in Erfahrung zu bringen.

Aber unabhängig von den Resultaten der anderen: mit einem Sieg wäre alles klar. Und so fing Leuna auch an: die klar bessere Mannschaft, die Sporaer immer wieder zu Fouls zwingend und den Schiedsrichter zu einer recht strengen Linie gegen Spora, die auch zwei lächerliche Freistöße für den TSV mit einschlossen. Das Gute bei Spora ist immer: macht man die Dorfdeppen sauer, indem man besser spielt und den Schiedsrichter nicht gegen sich selber aufbringt, dann geht es rund: nach allem was sich bewegt (oder auch nicht mehr) wird getreten, jede leichte Berührung mit Pöbeln kommentiert und wer meinte, bei so einer Chaotenmannschaft würde wenigstens das Trainergespann dazwischengehen, liegt weit daneben: die zwei sind wirklich die letzten Prolls. Immerhin ist so Action garantiert! SV Spora v TSV Leuna Leuna konzentrierte sich zuerst aufs Fußballspielen, ging mit einem direkt verwandelten, aber haltbaren und völlig berechtigten Freistoß aus spitzem Winkel in Führung. Es sollte der große Tag von Ronny Schwerdtfeger werden, denn der schoss nicht nur besagten Freistoß direkt rein, sondern hatte auch Auge und Kraft für einen 30m Schuss neben den Innenpfosten zum 0:2. Danach ließ sich auch Leuna auf unsaubere Zweikämpfe ein und der Schiedsrichter aus Halle verlor seine Linie: z.B. zogen Frustfouls wie vom Kapitän von hinten in die Waden eines im Mittelkreis laufenden Leunaers keine Karte nach sich, ein anderer Sporaer sah für drei gelbwürdige Fouls nur eine einzige Karte. Nach einem Abwehrfehler sah der bis dahin völlig fehlerfrei und souverän agierende Torwart Pfennig ziemlich alt aus: 1-2 kurz vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel zeigten beide Seiten erstmal nicht mehr viel. Spora war dann sogar mal vor dem Tor mit dem Ball aktiv und nicht mehr nur mit dem Mund und den Tritten in die Knochen des Gegners... Das nutzte dann Ronny Schwerdtfeger in der Schlussphase für zwei Konter: erst über rechts und aus spitzem Winkel und locker 15m Entfernung ins lange Eck, dann über links und aus kürzerer Entfernung eingeschoben. Eine wirklich tolle Einzelleistung von ihm, die aus der geschlossen guten Mannschaftsleistung des TSV Leuna noch herausgehoben werden muss.

1:4 also und das Spiel zweifellos entschieden, der Klassenerhalt geschafft! Doch ab der 75. fing es mit Regnen an. Ein Gewitter zog vorbei. Nach 85 Minuten wurde es richtig übel, sodass das Schiedsrichtergespann in die Kabinen bat. Da lief dann zwar das Wasser rein und die Spieler waren eh schon völlig durchweicht, aber wenigstens konnte da kein Blitz einschlagen, wie in die Wechselbank, unter die ich mich mit drei anderen Leunaern stellte... Es schlug aber freundlicherweise nichts ein, nur das 20 Minuten dauernde Verharren und die Unsicherheit, ob sich Schiedsrichter und Gastgeber vernünftig verhalten und die Partie zu Ende spielen, nervte.

Spora zeigte sich dann aber auf einmal ganz freundlich und entspannt, auch wenn sie nicht wie manche Leunaer Freistil in den Pfützen auf dem Platz schwammen... Sie brachten die Partie ganz locker zu Ende und spielten mit Leuna lustigen Wasserfußball. Mit dem 1:4 rettet sich der TSV Leuna also verdientermaßen – der IMO nutzte auch ein 3:2-Sieg nichts mehr, da ein Punkt weniger und das schlechtere Torverhältnis gegenüber den punktgleichen Lauchaern. Hoffentlich macht es Leuna nächste Saison nicht noch mal so spannend – es sei denn, es geht spannend um den Aufstieg... In jedem Fall werde ich mal im August wieder vorbeischauen beim TSV Leuna 1919, mit dem man doch so vieles erlebt! SV Spora v TSV Leuna Statistik:
- Grounds: 1.385 (heute 0 neue; diese Saison: 230 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.404 (heute 2; diese Saison: 292)
- Tageskilometer: 330 (330km Auto)
- Saisonkilometer: 58.530 (43.800 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.050 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.380 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 463

Donnerstag, 13. Mai 2010

W198I: Die Eintausendste Sportveranstaltung

SV Spora 3:0 SV Mertendorf
Donnerstag, 13. Mai 2010 – Anstoß 11.00
Kreisoberliga Burgenlandkreis (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 3:0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 19. Nr. 8 (?), 2:0 47. Nr. 6, 3:0 69. Nr. 7
Verwarnungen: Nr. 24 (Spora), Nr. 5, Nr. 10 (Mertendorf)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Nißma (Kap. 1.100 Stehplätze)
Zuschauer: bis zu 180 (davon ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel in lustiger Atmosphäre)
DSC07812
Photos and English Version:
http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157624055256160/

Seit 1998 besuche ich Sportveranstaltungen aller Art. Seitdem ich nicht mehr aktiv Fußball spiele, stieg die Anzahl. Seit 2006 mache ich richtig intensiv Groundhopping: insbesondere zu Amateurfußballspielen, Handball, Eishockey und weniger populären und bekannten Sportarten sowie auch immer wieder ins Ausland, wobei die Spiele nicht immer Anlass der Reise sind, da das mitunter von Banausentum zeugt, in echt sehenswerte Regionen zu reisen und dort den Fußball derart in den Mittelpunkt zu rücken. Wie auch immer: Spiele, bei denen ich auf dem Platz stand (gespielt habe; pitch invasion ist hier nicht gemeint) habe ich nicht mitgezählt und die ein oder andere Sportveranstaltung in den 12 Jahren mag durch die Statistik gerutscht sein, aber die Zahl von 1.000 Veranstaltungen ist sehr genau!

Diese historische Veranstaltung war ein Fußballkreisoberligaspiel zwischen dem 8. und dem 7. im Burgenlandkreis: zwischen dem Sportverein Spora (auch als „SV Spora/ Nißma“ bekannt) und dem Sportverein Mertendorf. Eine viel längere Fahrradtour hätten wir uns in diesem Landkreis übrigens nicht aussuchen können: ähnlich lang oder noch länger sind nur Wetterzeube, Kayna, Heuckewalde (da waren wir aber auch schon) und vielleicht noch drei andere, bis zu 70km von Merseburg entfernte Ort des Burgenlandkreises, in denen Fußball gespielt wird.
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Wir kamen kurz vor Spora nach einer recht angenehmen Fahrt auch durch Zeitz, dann durch Bockwitz mit seiner schönen, sanierten Windmühle und vorbei an Suxdorf nach Würchwitz, wo die Statue für die Käsemilbe wieder einmal ins Auge fiel. Würchwitz ist nämlich für die ungewöhnliche Delikatesse – Schimmelkäse kennt man ja, aber Milben auf dem Käse ist mal was sehr krasses – bekannt. In Spora ist der Verein SV Spora zwar ansässig, doch der zwischen Häusern und Gärten gelegene Platz ist im nach Spora eingemeindeten Nachbarort Nißma zu finden. Dort war schon beim Einspielen ordentlich was los: die blieben zwar nicht alle bis zum Schluss, aber bis zu 40 junge Leute hatten sich auf dem niedrigen Graswall eingefunden und feuerten schon beim Einspielen die Sporaer Spieler an. Da schien besonders die 2. Mannschaft von Spora (spielt Kreisliga) aktiv am Tröten, Grölen und Klatschen gewesen zu sein.

Der Anstoß wurde mit einem Böller gefeiert. Das Spiel ging auch ganz knallig los, jedoch bis zur 19. Minute ohne richtig große Highlights. Dort gelang Spora der verdiente Führungstreffer per Kopf. Mehr als das 1:0 war bis zur Pause auch nicht drin, wenn auch Spora das Spiel in weiten Teilen bestimmte. Mertendorf hatte aber auch die ein oder andere Chance, die dem andauernd meckernden Trainer aber nicht genug der Anstrengung war und auch nicht genug Niveau hatte. Aber der Anhang von Mertendorf war ohnehin schwach: anstatt da eine Fußballparty aus diesem guten Spiel zu machen, wie das ein beachtlicher Teil der Sporaer machte, waren die Fans und Offiziellen nur am Meckern. Quittiert wurde das Verhalten des Trainers dann mit Sprechchören des Stimmungsblocks: „Warum ist der Trainer so hässlich?!“

In der Halbzeit gab es dann nen Platzsturm mit Fahrrädern. Gleich nach der Pause legte Spora das immens wichtige 2:0 nach. Auch nach dem 2:0 blieben sie noch offensiv, da Mertendorf unfähig war, gefährliche Schüsse aufs Tor abzugeben. Einen tollen Treffer erzielte der Gastgeber dann nach über einer Stunde. Das 3:0 war in diesem offensiv und auch sauber geführten Spiel die Entscheidung sowie der Endstand. Die Zuschauer hätten noch ein paar mehr Treffer verdient gehabt – nur leider ist derart gute Stimmung die absolute Ausnahme in der Klasse, da Männertag halt nur ein Mal im Jahr ist und die Zuschauerzahl sonst auch geringer – da dieses Spiel das torärmste des ganzen Spieltages war: Kayna spielte z.B. 3:3 und Großkorbetha – war unsere Alternative bei Schlechtwetter – 4:4. Aber schlechtes Wetter gab es nicht: es war nur dicht bewölkt und kalt; aber was die Spinner beim Wetterdienst da mit Regen wollten, will ich ja mal wissen.
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Nach dem Spiel schauten wir noch an der sehr sehenswerten Sporaer Fachwerkkirche vorbei, ehe wir die lange Fahrt gegen den Wind nach Merseburg zurück antraten.

Statistik:
Ground Nr. 424 (ein neuer Grounds; diese Saison: 93 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.000 (diese Saison: 142)
Tageskilometer: 130 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 33.950 (21.720 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 3.250 Bus, Bahn, Tram/ 2.980 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 198