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Mittwoch, 10. Oktober 2018

W636II: Leuna siegt souverän in Zeitz

1. FC Zeitz ............................................................. 0
TSV Leuna 1919 ................................................... 3
- Datum: Samstag, 6. Oktober 2018 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 7 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 91 (45/46) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 22. Gumbrecht, 0-2 76. Mehmetaj, 0-3 81. Gumbrecht
- Gelbe Karten: Holz, Kohlisch, Markgraf (Zeitz); Hähnel, Gumbrecht
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Ernst-Thälmann-Stadion Zeitz, Platz 2 (Kapazität: 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 110 (davon 91 zahlende und ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10

Handballverein Böhlen ......... 25
Handballverein Haselbachtal
Gersdorf-Bischheim-Kamenz 31
- Datum: Samstag, 6. Oktober 2018 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: 1. Runde Sächsischer Handballpokal (Verbandsliga Sachsen/ West; 6. Spielklasse, 3. Amateurliga gegen Sachsenliga; 5. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 25-31 nach 60 (2x30) Minuten – Halbzeit: 10-16
- Tore: 8x Modrzynski, 5x Böhme, 5x Hille, 4x Meszaros-Sobottka, 2x Gentsch, 1x Meißner (HV Böhlen); 8x Postelt, 6x Havel, 6x Setzer, 3x Horche, 3x Vogt, 2x Randt, 1x Nichterlein, 1x Oswald, 1x Wendt (HVH Kamenz)
- Gelbe Karten: Hille, Thomas, Meißner (Böhlen); Wendt, Postelt, Randt (Kamenz)
Zeitstrafen: Hille, Bertram, Schwittay, Meißner 2x (Böhlen = 10 Minuten); Horche, 2x Oswald (Kamenz = 6 Minuten)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sporthalle Böhlen (Kapazität: 200, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 55 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

SG An der Lache/ SV Concordia Erfurt AH ..... 4
SV Empor Erfurt AH ........................................... 1
- Datum: Samstag, 6. Oktober 2018 – Beginn: 11.30
- Wettbewerb: Alte Herren Ü45 Kreisoberliga Erfurt-Sömmerda (Liga für Ü45-Kleinfeld)
- Ergebnis: 4-1 nach 60 (30/30) Minuten – Halbzeit: 2-1
- Tore: 0-1 27. Zehmisch, 1-1 28. Helzig, 2-1 30. Werner (Foulneunmeter), 3-1 56. Werner, 4-1 60. Guzowski
- Gelbe Karten: Thielken (Empor)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportanlage am Zoopark (Kapazität: 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 16 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 1. FC Zeitz 0:3 TSV Leuna 1919 Photos with English Commentary :
a) 1. FC Zeitz vs. TSV Leuna 1919
b) Böhlen handball cup
c) Erfurt veterans football

Seit einem schweren Hochwasser 2013 hat der 1. FC Zeitz Probleme, seinen Stadionkomplex fertigt zu kriegen. Ich wollte mir mal anschauen, wie weit sie jetzt gekommen sind und fuhr zum Leunaer Auswärtsspiel nach Zeitz.

Zuvor schaute ich auf dem Weg noch ein Altherrenspiel in Erfurt an. Auf einer großen Wiese am Zoo mit einer rundum laufenden Bande werden je nach Nutzung Großfeld- oder wie hier bei der Ü45 Kleinfeldtore gestellt. Die Anlage ist nichts besonderes, der Kick zwischen SG An der Lache/ Concordia und Empor auch nicht. Immerhin gab es ein paar Tore: nach der Führung für die Gäste lief nicht mehr viel bei denen zusammen und die Kicker von der Lache gewannen 4:1. An der Lache/ Concordia Erfurt Ü45 4:1 Empor Erfurt Ü45 Dann wie gesagt zum Leuna-Spiel in Zeitz. Dort wird immer noch auf dem Nebenplatz gespielt. Je nach Witterung entweder auf dem Rasen oder dem Kunstrasen – beide Plätze haben nur auf einer Längsseite Stehplätze, auf der anderen die Trainerbänke und hinter den Toren nichts außer Fangnetzen. Warum im Stadion nicht gespielt werden kann, erschließt sich mir nicht – die Ordner sind recht freundlich und gesprächig, die ließen mich auch mal reingucken: die Stehränge hinter den Toren und die neuen Schalensitze wirken bereits topp fertig. Dass der Sprecherturm noch im Bau ist – na und? Das Umkleidegebäude zwischen den Plätzen ist auch noch (immer!) nicht fertig – betrifft aber halt alle Plätze der Anlage. Leider ist in jedem Fall die Ästhetik der Anlage dadurch gestört worden, dass die kuriose Anzeigetafel abgeruppt wurde. Das begehbare manuelle Teil war ungewöhnlich groß. Mehr zur Geschichte (bebildert) findet man auf der Vereinsseite: https://www.fczeitz.de/stadion/ - ich habe auch einige Bilder von einem Zeitzer Spiel vor der Flut gemacht: Photobucket.

Auf dem erbärmlichen Nebenplatz fanden sich leider nur sehr weniger Leunaer ein. Dennoch war es von Beginn an der TSV der vor etwas mehr als 100 Zuschauern das Heft in die Hand nahm. Immer wieder kam auch Zeitz gefährlich vor das vom sicher auftretenden Stephan Pfennig gehütete Leunaer Tor, doch die gefährlicheren Chancen gab es durch den TSV. Nachdem gut die Hälfte der ersten Hälfte rum war, brach Kevin Degner vom Mittelfeld aus durch die Abwehr und passte am Torwart vorbei auf Billy Gumbrecht, der sicher zum 0:1 einschob. Bis zur Pause behielt Leuna da Spiel in der Hand, hätte aber gerne noch einen Treffer nachlegen können. Den legte Rrezart Mehmetaj schließlich 15 Minuten vor dem Ende in einer Druckphase des TSV nach. Kurz darauf war es noch mal Billy Gumbrecht, der den Schlusspunkt auf eine vom 1. FC Zeitz erstaunlich schwach geführten Partie setzte.
Ein großes Lob aber an die gesamte Mannschaft vom TSV Leuna 1919 die eine geschlossen starke Leistung zeigte und völlig verdient und entsprechend klar mit 3:0 gewann! 1. FC Zeitz 0:3 TSV Leuna 1919 Ich fuhr danach nach Sachsen, wo ich mir erstmal – erstaunlicherweise bei freiem Eintritt – ein Handballlandespokalspiel in Böhlen anschaute. Böhlen hat schon sehr coole Sportstätten: die Jahnbaude, das Stadion am Freibad und direkt daneben auch die Sporthalle. Die wirkt von außen irgendwie winzig, ist aber völlig ausreichend konzipiert für Handball und hat eine interessante Tribüne zwischen den Kabinen und dem Feld: ein paar Bänke in Reihe 1, dahinter zwei Stehreihen. Wie so oft in Sachsen, werden die Ränder der Tribüne mit Sportgeräten zugestellt. Im Übrigen haben ich diesen Hallenbautyp auch nur in Sachsen gesehen, bisher. Borna hat auch so ein Ding und eine größere Version habe ich mal in Dresden gesehen.

Das Spiel fand vor über 50 Zuschauern statt. Böhlen als letzter der Verbandsliga West gegen den Letzten der Sachsenliga. Letzterer – also der Letzte der Sachsenliga – führt die ganze Zeit über, aber Böhlen hielt, trotz bis zur 6 Toren Rückstand, immer tapfer mit. Die Schiedsrichter waren bei weitem nicht so schlecht wie von den Böhlener Fans – Hauptsache trotz Verbot Bierflaschen in der Halle und dann pöbeln, was „der Wichser da für ne Scheiße gegen uns pfeift“ – und auch Spielern gemacht, aber zwei Hinausstellungen waren auf jeden Fall zweifelhaft. Vom gesamten Spielverlauf her war Kamenz aber einfach besser und siegte daher verdient in einem ganz ansehnlichen Spiel mit 25:31.

Dann fuhr ich nach Chemnitz weiter. Von den Unruhen der letzten Wochen war nichts zu sehen, aber ich weiß aus vergangen Besuchen, mit was für einem Volk man in „Karl-Marx-Stadt“ zu tun hat. So einen Abschaum wie man beim CFC in größerer Zahl sieht ist mir noch bei keinem Verein – nicht mal BFC Dynamo, Dynamo Dresden oder Alemannia Aachen – in dieser Masse (nicht Mehrheit, aber sehr signifikante Minderheit!) untergekommen. Wer sich auch mit offenen Augen durch Chemnitz bewegt – oder auch durch Aue – und das mal mit Leipzig oder dem näher gelegenen und sehr offenen und sympathischen Freiberg vergleicht, für den kommen die Aggressionen in Chemnitz keineswegs überraschend; sondern der weiß, dass da hunderte wenn nicht tausende Chemnitzer nur darauf gewartet haben, endlich einen Grund zum Wutablassen über die eigene selbst verschuldete Situation zu finden, wenn eine kleine Gruppe krimineller und asozialer Ausländer einen mit Sicherheit Unschuldigen umbringt, wobei den Unruhestiftern und Mitläufern an sich am Arsch vorbeigeht, wer da warum durch wen gestorben ist. Leidtragende solcher Unruhen sind dann die unbescholtenen Dienstleister, die aufgrund der geringen Zahl von dienstleistungs- und servicefähigen Chemnitzern in einer überproportionalen Zahl in der gesamten Stadt Ausländer sind. In letzter Zeit häufen sich Übergriffe auf ausländische oder jüdische Lokale, die man mit gesundem Menschenverstand nicht durch Schutzgelderpressung erklären und kleinreden kann. Bei der Himalaya-Pizzeria, wo ich mir noch was sehr gutes zu essen holte, sind wohl bis auf den deutschen Chef alle Mitarbeiter aus Indien und Pakistan – und die machen sehr gut und günstig verschiedene Gerichte (Currys, Pizza, Schnitzel etc.) – und beim Ibis Budget waren offenbar alle Mitarbeiter aus Italien oder Kosovo. HV Böhlen 25:31 HVH Kamenz Statistik:
- Grounds: 2.268 (2; diese Saison: 56 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.450 (3; diese Saison: 65)
- Tourkilometer: 530 (530km Auto)
- Saisonkilometer: 10.040 (9.220 Auto, davon 0 Mietwagen/ 820 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 52, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 636 Wochen.

Montag, 27. Februar 2012

W291V: Handballsonntag in Ostsachsen – 3 Spiele, 3 Ligen, 3 Orte, 3 Sporthallen, 3 Platzverweise und 170 Tore

SG Strahwalde 28:27 SV Rot-Weiß Sagar
Datum: Sonntag, 26. Februar 2012 – Anwurf: 10.30
Wettbewerb: Ostsachsenliga (7. Handballliga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 28:27 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 13:12
Tore: Strahwalde 28 (davon in Überzahl 2, in Unterzahl 5 u. 3 von 5 Siebenmeter, größter Vorsprung 5 Tore: 24-19); Sagar 27 (davon in Überzahl 6, in Unterzahl 0 und 2 von 2 Siebenmeter, größter Vorsprung 1 Tor: 0-1, 1-2, 2-3)
Gelbe Karten: Nr. 9, 13, ? (Strahwalde); Nr. 4, 11, 27, Co-Trainer (Sagar)
Zeitstrafen: 2x Nr. 13, 1x Nr. 2, 3, 7 (Strahwalde = 10 Minuten); Nr. 4, 11 (Sagar = 4 Minuten)
Disqualifikationen: Rote Karte nach Spielschluss für Nr. 27 von Sagar wegen Schiedsrichterbeleidigung
Spielort: Sport- und Mehrzweckhalle Niederoderwitz (Kap. 150, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon Gästefans: ca. 7)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Packendes Spiel mit völlig überraschendem Ausgang – aber für Bezirksliga waren Spielqualität und Tempo sehr dürftig)

Ostsächsischer SV Zittau 31:27 Radeberger SV II
Datum: Sonntag, 26. Februar 2012 – Anwurf: 13.00
Wettbewerb: Ostsachsenklasse (8. Handballliga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 31:27 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 17:15
Tore: OSV 31 (davon in Überzahl 4, in doppelter Überzahl 1, in Unterzahl 3, u. 7 von 8 Siebenmeter, größter Vorsprung 6 Tore: 11-5); RSV II 27 (davon in Überzahl 4, in Unterzahl 3, in doppelter Unterzahl 1 und 0 von 1 Siebenmeter, größter Vorsprung 1 Tore: 18-19)
Gelbe Karten: Nr. 4, 9, 13 (OSV); Nr. 4, 13 (RSV II)
Zeitstrafen: 2x Nr. 8, 1x Nr. 13 (OSV = 6 Minuten); 3x Nr. 5, 2x Nr. 8, 13, 1x Nr. 10, ? (RSV II = 18 Minuten)
Disqualifikationen: Nr. 5 Radeberg in 59. Minute nach dritter Zweiminutenstrafe
Spielort: Sporthalle Kantstraße Zittau (Kap. 280 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 60 (Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Furioser Beginn, einige Durchhänger aber insgesamt doch gutes Spiel)

SV Kondensatorenwerk Görlitz 31:26
HV Haselbachtal Gersdorf Bischheim Kamenz
Datum: Sonntag, 26. Februar 2012 – Anwurf: 17.00
Wettbewerb: Sachsenliga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 31:26 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 15:9
Tore: Radim Vanek 9, Hiroki Kuwano 8, Marco Brendler 5, Fabrice Türkowsky 4, Markus Noack 4, Eric Besser-Wieke 1 (Koweg = 31, davon in Überzahl 7, in doppelter Überzahl 2, in Unterzahl 1, u. 2 von 4 Siebenmeter, größter Vorsprung 8 Tore: 17-9); k.A. (HVH = 26, davon in Überzahl 3, in doppelter Überzahl 1, in Unterzahl 4, u. 5 von 7 Siebenmeter, größter Vorsprung -/- bestenfalls 0, bei 1-1, 3-3, 7-7, 8-8)
Gelbe Karten: Marco Brendler, Robert Meißner, Radim Vanek (Koweg); Nr. 2, Trainer (HVH)
Zeitstrafen: Radim Vanek, Eric Besser-Wilke, Fabrice Türkowsky, Marco Brendler, Marcus Noack (Koweg = 10 Minuten); 3x Nr. 17, 2x Nr. 4, 1x Nr. 7, 15 (HVH = 14 Minuten)
Disqualifikationen: Nr. 17 Kamenz in 59. Minute wegen 3. Zeitstrafe
Spielort: Jahnsporthalle (Kap. 470 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 450 (Gästefans: ca. 25)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Durchweg gutes, von Görlitz überlegen geführtes Spiel)
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Photos and English Version:

Am Sonntag machten wir uns früh gen Osten auf. Es standen drei Handballspiele in drei verschiedenen Hallen in drei Ortschaften im Landkreis Görlitz an. Vorweg: es haben sich alle drei Spiele gelohnt, in jedem der Spiele fielen mehr als 50 aber weniger als 60 Tore und in jedem Spiel sah ein Spieler die rote Karte.

Die Handballtour begann um 10.30 in Niederoderwitz bei Herrnhut in der Nähe von Zittau. Die dortige Halle liegt an der Durchgangsstraße und ist von außen ganz ansehnlich gestaltet, doch von innen optisch etwas misslungen. Man sieht allerdings auf den ebenirdisch aufgestellten Turnbänken genug und auch die Stehplätze zwischen den dicken Balken sind OK. Ich habe aber schon schönere Hallen gesehen, als dieser wirklich komische Kasten...

Außer dem TSV Niederoderwitz spielt in dieser Halle auch die SG Strahwalde aus dem 12km nördlich gelegenen 700 Einwohner Dorf. Mit 0 Punkten und 275:466 Toren sind sie Vorletzter, da TSV Niesky zurückgezogen hat. Der heutige Gegner war entsprechend auf einen leichten Sieg eingestimmt: doch Sagar, nahe an Krauschwitz bei Weißwasser gelegen und ebenfalls kaum mehr als 700 Einwohner, die knapp hinter SC Hoyerswerda auf Rang 2 liegen, verkackten es furios...

In einem langsamen und trotzdem von den Schiedsrichtern nicht gerade souverän geleiteten Spiel, das neben haarsträubenden Ballannahmen und Fehlpässen auch schnelle Konter und herrliche Tore zu bieten hatte, lag Strahwalde nach dem dritten Ausgleichstreffer zum 3:3 nur vorne. Bei Pause mit einem Treffer, Mitte der zweiten Hälfte, in der Sagar mit Meckern aufgrund ihrer unterirdischen Leistung anfing, sogar mit bis zu 5 Toren. Strahwalde kämpfte und wollte den ersten Punktgewinn, doch technische Fehler wie Mängel in der Ballannahme sollten das ganze Spiel noch einmal fast kippen. In der Schlussphase stand es dauernd unentschieden, ehe es wenige Sekunden vor Abpfiff nach Abwehr durch den Kreis Siebenmeter gab. Der war verständlicherweise umstritten, doch wenn ich als Zweitplatzierter gegen den punktlosen (Vor-)Letzten nicht gewinne, bin ich selber Schuld! Der 27er von Sagar schien nicht ganz sauber zu sein, da die Schiedsrichter anzupöbeln: der Vollpfosten handelte sich noch eine sinnlose wie auch berechtigte rote Karte nach Spielschluss ein. Einige andere Sagar-Leute maulten die streckenweise unsicheren, aber weder Sagar noch Strahwalde benachteiligenden Schiris noch im Gang voll. So was hinterlässt natürlich einen echt guten Eindruck...
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Weiter ging es nach Zittau mit kurzem Sightseeing für Anja, die die Stadt noch nicht kannte. Das sehenswerte Umland war heute natürlich nicht mehr drin. Aber sehenswert ist auch die Spielstätte des Ostsächsischen SV Zittau: in der Sporthalle Kantstraße wird dem Ball hinterher gejagt. Diese Halle ist ein feiner Kasten, der eine sehr ungewöhnliche aber hervorragend gestaltete Holztribüne hat. Vier Reihen feinste Holzbänke direkt am knapp bemessenen Spielfeld! Die Wände sind sandgelber Backstein, die hohen Fensterfronten hervorragend mit ausgeblichenen blauen Vorhängen abgedeckt und sogar als Dreifelderhalle kann man die Sporthalle nutzen: dazu muss man nur die gardinenartigen Trennwände (ebenfalls in bleichem Blau) hervorziehen. Eine richtig schöne Halle!

Unterhalb der Ostsachsenklasse gibt es nur wenige Vereine, die sich auf 3 Ligen in 2 Ebenen verteilen. Für Sachsen ist das ein sehr dünnes Handballangebot! In dieser Ostsachsenklasse steht Zittau wie die Radeberger Reserve im Mittelfeld und liegt nur einen Punkt vor denen. 1,50€ sind zu hoch für die Klasse – alles über 1€ ist wirklich unangemessen. In Niederoderwitz konnte man den Betrag von 1,50€ ja noch gerade so einsehen. Aber dafür bekam man ein etwas besseres Spiel geboten als zuvor in Oderwitz.

Die beiden Teams begannen furios, wobei Radeberg schnell zurückstecken musste und Zittau mit bis zu sechs Toren davonzog. Leider hielten sie das hohe Tempo nicht durch: mit dem dünnen Kader (auch trotz und gerade wegen des jungen Alters der allermeisten Akteure des OSV) auch kein Wunder. Bis zur Pause verteidigten sie nur einen knappen Vorsprung. Nach dem Seitenwechsel gerieten sie sogar zwei Mal in Rückstand, doch konnten durch einen Schlussspurt mit höherer Trefferquote doch noch einen 31:27-Sieg feiern. Insgesamt war er auch absolut verdient, da sie den schöneren Handball spielten und sauberer agierten. Einige Spieler der Gäste traten ziemlich daneben auf: die dritte Zeitstrafe gegen den 5er kam noch ziemlich spät und der 13er hätte auch runtergeschickt werden können bei seinen heftigen Fouls. Leider muss ich den Schiedsrichter in diesem Zusammenhang auch bescheinigen, keine gute Leistung abgeliefert zu haben: der grauhaarige lag dauernd daneben und der Kollege konnte ihn ja nicht dauernd verbessern – und wenn, dann war es teilweise auch nicht richtig. Für Sachsen lieferten die beiden eine schwache Leistung ab – das war ja gerade einmal sachsen-anhaltischer Durchschnitt!
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Besser aber auch nicht fehlerfrei war die Leistung der Unparteiischen in Görlitz. Dieses Spiel sollte der Höhepunkt des Tages sein. Erst einmal zeigten wir Anja noch die herrliche Görlitzer Altstadt und stellten mit Erschrecken fest, dass mittlerweile jedes zweite Lokal leer steht – etwas anderes als ein Dönerimbiss war nicht zu finden um 16 Uhr. Über die Jahnsporthalle musste ich allerdings nicht erschrecken: dies ist einer der 2000er Jahre Bauten, der geschickt gestaltet wurde ohne jede Sichtbeeinträchtigung durch Balken oder so einen Scheiß. Die rückwärtige Fensterfront und die Holzbänke sind sehr stilvoll, wenn auch ein wirklicher architektonischer Knaller etwas anderes ist. Aber richtig interessant ist ja die kleine Sukkulenten- und Gummibaumsammlung auf der Empore wo der Kassenwart die 4€ (Studenten, Schüler u.a. 2€) Eintritt erhebt: einer der 50cm hohen Crassulabäume blühte sogar!

Zum Spiel der Sachsenliga fand sich ein absolut oberligataugliches Publikum (zahlreich mit 450, aber ziemlich wenig Stimmung, da Trommeln und Ratschen mit ihrem gleichförmigem Lärm alles andere erstickten) ein. Koweg (Kondensatorenwerk Görlitz) ist als 3. hinter Glauchau und Grubenlampe Zwickau und auch noch mit Aufstiegschancen – doch zwei Halbprofis im Kader reichen halt nicht unbedingt, um den Weg in die MOL zu finden. Kamenz hingegen ist als 9. nahe am Abstiegsbereich und muss aufpassen, dass sie Pulsnitz nicht in die Verbandsliga folgen.

Die Spieler aus dem Haselbachtal waren auch das ganze Spiel über unterlegen und mussten den schnelleren Angriffsreihen der Görlitzer oft den Vortritt lassen. Vor der Pause waren es bis zu 6, nach der Pause sogar bis zu 8 Tore Unterschied. Mitte des zweiten Spielabschnittes gelang Kamenz noch mehrfach zu verkürzen, doch am Ende waren es immerhin fünf Tore fürs Koweg. Viele herrliche Treffer (meistens von Görlitzer Seite) müssen ebenso erwähnt werden, wie viele unsaubere Aktionen am Kreis (fast immer von Kamenzer Seite). Dass es auch hier einen Platzverweis gegen die Gastmannschaft gab, verwunderte nicht. Viel eher war verwunderlich, dass dem 17er nicht schon lange zuvor der unmögliche 4er folgte. Der Kamenzer wurde von einem Fan so nett als „dicke, bärtige Frau“ beschrieben – und so spielte er auch: unsauber am Kreis und dann scheinheilig rumzicken, als hätte sie, äh: er, nichts gemacht. Für das dauernde Reklamieren und hämische Beifallklatschen hätten die Unparteiischen in nach 45 Minuten runterstellen MÜSSEN.

Aber alles in allem war das nicht so wichtig und viel mehr muss hervorgehoben werden, dass in drei recht guten Handballspielen drei Mal die bessere und sympathischere Mannschaft die Nase vorn hatte!

Vom Parkplatz kamen wir im Gegensatz zu den Tattagreis, der zeigte, dass er mit Autofahren aufhören sollte, nachdem er beim Zurückstoßen einen anderen Wagen rammte uns sich und dem anderen eine leichte Schramme verpasste (natürlich fuhr die dumme Sau gleich weiter), ohne Probleme weg. Nachdem wir in Zgorzelec noch volltankten bis der Tank fast überlief – bei einem Literpreis von 1,36€ für Benzin ist das doch klar: die geistesgestörten Preistreiber haben es in Deutschland ja mittlerweile auf über 1,60€ gebracht, sodass man im Schnitt mehr als 0,25€ pro Liter spart, bei einer Tankfüllung eines Dacia Sandero Stepway also über 10€; leider muss man aber auch sagen, dass für viele Polen diese Spritpreise (Diesel ist noch etwas teurer) noch schwerer zu tragen sind, als für Deutsche die deutschen Preise – fuhren wir wieder heeme...
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Statistik:
Grounds: 710 (heute 3 neue; diese Saison: 116 neue)
Sportveranstaltungen: 1.476 (heute 3, diese Saison: 162)
Tageskilometer: 580 (580 Auto)
Saisonkilometer: 32.180 (23.590 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.980 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 35
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 291