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Dienstag, 2. Juli 2013

W361II: Ein Samstag in Mansfeld-Südharz; Fußball und Platzbahnkegeln

Jugendspielgemeinschaft SV Anhalt Sangerhausen/ SV Fortuna Brücken B ---------------------------------------------- 2
Jugendspielgemeinschaft FSV Grün-Weiß Gerbstedt/ SV Teutonia 1920 Siersleben B ------------------------------------ 2
- Datum: Samstag, 29. Juni 2013 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: Kreisliga Mansfeld-Südharz, B-Jugend (5. und unterste Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 2-2 nach 84 Min. (42/42) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 2. (10), 2-0 23. (6), 2-1 37. (6), 2-2 68. (8)
- Vergebener Elfmeter: Anhalt-Torwart wehrt Foulelfm. v. Gerbstedter (8) in 63. Min. ab
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Sangerhausen Süd-West (Kap. 1.230, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: 7 (1 Anhalt-Fan, 2 Neutrale, 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes Jugendspiel, das bis zum Schluss eng und spannend war)

SV Rot-Weiß Großörner --------------------------------------- 7
SV Eintracht Bennungen --------------------------------------- 0
- Datum: Samstag, 29. Juni 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Kreisoberliga Mansfeld-Südharz (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-0 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 3-0
- Tore: 1-0 20. David Anders, 2-0 29. Patrick Bieder, 3-0 31. Danny Koge, 4-0 48. David Anders, 5-0 53. David Anders, 6-0 68. Kay Pustal (Foulelfmeter), 7-0 89. Martin Löwig
- Verwarnungen: Patrick Bieder (Großörner); Stefan Rödiger, Thomas Wehrhahn, Toni Kutschera (Bennungen)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Großörner (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 55 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Extrem einseitiges Spiel, dass durch Großörner noch ganz ansehnlich war)

1. Platzbahnkegelverein Annarode II -------------------- 375
1. Platzbahnkegelverein Siebigerode II ------------------ 342
- Datum: Samstag, 29. Juni 2013 – Beginn: 16.45
- Wettbewerb: Landesliga (1. Spielklasse im Platzbahnkegeln)
- Ergebnis: 376-342 nach ca. 135 Minuten, d.h. Annrode II siegte mit 34 Holz
- Wurf Annarode: Hügel 77 gesamt (1. Durchgang: 44, 2. Durchgang: 33), Lüttig 77 (36/ 41), Bernhardt 80 (43/ 37), Jacob 71 (37/ 34), Feuerberg 70 (37/ 33), Heilek [66 (37/ 29) = Streichergebnis]
- Wurf Siebigerode: Hentze 78 (41/ 37), Müller [57 (25/ 32) = Streichergebnis], Sachweh 65 (34/ 31), Worch 64 (29/ 35), Neduck 67 (31/ 36), Kühnemund 68 (35/ 33)
- Spielort: Sportstätte am Roßberg, Kegelanlage (Kap. 70, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: 8 (davon 1 Gästefan und 2 Neutrale)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Irgendwie interessanter als Classic-Kegeln, aber die ganzen Präzisionssportarten stellen den neutralen Zuschauer auf ziemliche Geduldsproben...) DSC08548 Sportplatz Sangerhausen Süd-West, home of SV Anhalt Sangerhausen Photos with English Commentary:
a) Under-17 Football League: Anhalt Sangerhausen/ Fortuna Brücken v Gerbstedt/ Siersleben
b) Amateur Football: Rot-Weiß Großörner v Eintracht Bennungen
c) Local Bowling Variety in Mansfeld Region: Platzbahnkegeln – Annarode v Siebigerode
d) Sightseeing: Palaces and Churches in Hettstedt Region

Den Samstag nutzten wir, uns den Saisonabschluss zweier Ligen im Kreis Mansfeld-Südharz und eine ausschließlich in diesem Kreis verbreitete Sportart anzuschauen. So ging es erst einmal zügig über die Autobahn nach Sangerhausen, wo in der Plattenbausiedlung Südwest ein B-Jugendspiel der Kreisliga stattfand. Sechster gegen Dritter, Anhalt Sangerhausen/ Fortuna Brücken gegen GW Gerbstedt/ Teut. Siersleben hieß es. Es war bedeutungslos, da Stedten schon längst aufgestiegen ist, doch ein gutes Spiel.

Die Heimelf legte einen ganz flotten Start hin und ging schon nach anderthalb Minuten per Treffer in den Winkel mit 1:0 in Führung. Mitte der ersten Halbzeit gelang noch ein zweiter Treffer, doch danach erstarkte der Gast. Für mehr als den Anschlusstreffer reichte es bis zum Seitenwechsel jedoch nicht. Die zweiten 40 Minuten wurden stärker von Gerbstedt/ Siersleben geprägt, wobei sie erst nach einem verschossenen Elfmeter und mehreren guten Einschussmöglichkeiten zum 2:2 ausglichen. Anhalt/ Brücken hatte noch einmal einen tollen Pfostenschuss hingelegt, doch konnte keinen Treffer mehr beisteuern. Am Ende mussten sie zufrieden sein, hier nicht noch eine Niederlage erlitten zu haben.

Interessant war, dass sich auf der schönen Sportanlage im Südwesten der Stadt Sangerhausen zwar nur ganz wenige Eltern einfanden - was sich meist negativ auf die Disziplin der Jugendlichen auswirkt, wenn die Eltern so ein Desinteresse am Spiel der Kinder zeigen - es aber trotzdem ziemlich vernünftig zuging. Die Spieler aus der angeblich so schlechten Siedlung Südwest waren auch noch vernünftiger als die Gäste, die mal ab und an den Dorfdepp raushängen ließen. Am Besten war natürlich die Bemerkung über zwei Spieler, die direkt nebeneinander die Schuhe zubanden und sich dabei halfen: „Eeeeh, was macht’n ihr da, ihr Schwulen? Fummelspiele, oder was, Altaaa!“ Aber da sind die Wänster aus meiner Siedlung schlimmer drauf...

Ich hatte ja auch die Sportanlage erwähnt: mit dem Rasenplatz und dem kleinen Hartplatz hat man da ein richtiges Stadion: der Hauptplatz ist auf einer Längsseite von zwei Stufen begrenzt, hinter denen eine ganz kleine Tribüne steht: das Wellblechdach, das auf alten Metalltorpfosten ruht, tat an diesem verregneten „Sommer“tag heute gute Dienste. Der Pub mit Vereinsheim ist ein Farbtupfer im Vergleich zur grau-braunen Tribüne mit Abstellraum und den auf der anderen Längsseite stehenden Garagen und Schuppen... DSC08640 Sportplatz Großörner Wir guckten uns mal Wettelrode an, fuhren dann über unbefestigte Wege nach Gonna, schauten in Rammelburg vorbei – das Schloss steht leer und verfällt, da die zwielichtigen Besitzer (irgendwelche Immobiliengangster) kein Konzept für das in der DDR als Klinik genutzte und entsprechend herab gewirtschaftete Gebäude haben – und fuhren durch Saurasen, einer völlig sinnlosen Häuseransammlung mit schönem Namen an der Bundesstraße...

In Hettstedt essen und in Burgörner noch am schmucklosen Schloss das das Mansfeld-Museum beherbergt vorbei. Dann nach Großörner, dessen alter Teil samt Kirche auf der Anhöhe verfällt. Unten stehen gesichtlose Häuser und ein ansehnlicher Fußballplatz mit leicht durch Bäume verstelltem Blick auf eine Abraumhalde. Blicke sind dem ortsfremden Besucher hier natürlich auch sicher. Eine typische ländlich-primitive Bergbaugegend eben...

Die Kreisoberliga ist seit Wochen schon langweilig, nun bekam man das bedeutungslose Spiel zwischen dem Sechsten aus Großörner und dem abgestiegenen 15. aus Bennungen für die üblichen überhöhten 2,50€ und ein kleines Programmheft geboten.

Großörner war klar überlegen. Auch wenn Bennungen zwischen der 10. und der 40. ab und an vor dem Tor auftauchte – danach hatten sie keine einzige Torchance zu verzeichnen und in den 30 Minuten, in denen sie Fußball spielten, kamen sie zu keinem Treffer, da Großörner hinten weitestgehend sicher agierte.

Vorne rissen sie sich nun nicht gerade den Arsch auf (sonst wäre alles zwischen 12:0 und 20:0 dringewesen), taten aber alles Nötige um einen überzeugenden Sieg von 7:0 herauszuspielen und die Zuschauer zu unterhalten. Von den sieben Großörnerer Treffern war vielleicht der aus der Luft direkt abgenommene siebte Treffer der schönste - doch auch der souverän verwandelte Elfmeter, der erste Treffer und das 4:0 waren hervorzuheben. DSC08693 Mansfeldian nine-pin-bowling: Annarode II v Siebigerode II Nach dem Spiel fuhren wir nach Annarode wo außerhalb des Dorfes am Waldrand ein nur von einer Freizeitmannschaft (in Nachfolge des SV Rot-Weiß Annarode) genutzter, idyllisch gelegener Fußballplatz liegt. Doch der interessierte uns heute genauso wenig wie der dortige Volleyballplatz oder die Rollerbahn (für Rollerski und verwandte Sportarten). Denn in Annarode wird als ernsthaftester Sport eine 900 Jahre alte Sportart, die nur im Mansfelder Land verbreitet ist, aber drei Ligen organisiert, betrieben: das Platzbahnkegeln.

Die Unterschiede zum bekannten Classic-Kegeln sind deutlich, das Spielprinzip ist aber ähnlich simpel: eine Kugel nehmen und damit Holzdinger umschmeißen und das am besten häufiger als der Gegner. Nur wird beim Platzbahnkegeln eine größere und viel schwerere Kugel genutzt und diese richtig durch die Anlage geleddert anstatt sie zu rollen. Die neun groben Holzkegel alle auf einmal abzuräumen ist aufgrund der großen Abstände kaum möglich. Wer einen geschichtlichen Abriss zu diesem mittelalterlichen Spiel lesen will, schaut am besten auf der besten Internetseite zum Thema nach, die passenderweise vom seit Jahren besten Verein in dieser Sportart betrieben wird: PKV Siebigerode! 

Nicht die dominante I. Mannschaft von Siebigerode spielte heute, sondern die Reserve, die wir wegen der spektakulären Sportanlage im Juli noch mal besuchen werden. Annarode II ist ebenso wie Siebigerode II im Mittelfeld der höchsten Spielklasse zu finden, doch spielte heute geschickter und konzentrierter, sodass sie einen relativ deutlich Sieg herausholten. Zum Spiel selber kann ich nicht viel sagen. Ich denke, die Bilder sprechen für sich: wie das Spiel abläuft dürfte ja klar sein, dass es nicht so langatmig wie Classic-Kegeln ist, habe ich ja bereits erwähnt...

Auch die Atmosphäre ist hier etwas anders als beim Classic-Kegeln: OK, bei beiden Sportarten wundern sich die Leute schon, wenn da mal Fremde da sind, sie sich für ihren Sport interessieren – egal ob in der höchsten oder der untersten Spielklasse – aber in Mücheln bei der 1. Kegel-Liga hat es kein Spieler gewagt in den Spielpausen Kümmerling und Bier zu trinken statt Wasser und ISO-Plörre...
Aber auf die Zielfähigkeit haben sich die Getränke wohl nicht ausgewirkt, nur die Arbeit des einen Offiziellen, der hinter der Prellwand dauernd sein Bier hervorholte, schien ihm mit fortschreitender Dauer und Bierkonsum schwerer zu fallen...

Wie auch immer; das war ein lohnender Besuch und diese seltene Sportart muss man sich noch mal anschauen. Kann ich nur empfehlen, wenigstens einmal – ob in der engen, kleinen von einer Eiche und einer Buche beschatteten Anlage in Annarode oder dem einem römischen Theater gleich in den Hang gebauten Stadion in Siebigerode – Platzbahnkegeln gesehen zu haben! DSC08605 Rammelburg palace Statistik:
- Grounds: 957 (heute 3 neue; diese Saison: 189 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.836 (heute 3, diese Saison: 259)
- Tageskilometer: 200 (200km Auto)
- Saisonkilometer: 56.520 (45.890 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.770 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 115 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 361

Montag, 3. Juni 2013

W357IV: Nur eine Planänderung in Mansfeld und Salzlandkreis & außerdem: ein Staffelsieger und ein Schiedsrichterwechsel

SG Traktor Sandersleben FR --------------------------------- 3
SV Fortuna Brücken FR --------------------------------------- 1
- Datum: Sonntag, 2. Juni 2013 – Anstoß: 11.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Frauen, Mansfeld-Südharz (5. und unterste Spielklasse der Frauen)
- Ergebnis: 3-1 nach 72 Min. (46/46) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1, 1-1, 2-1, 3-1
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Sandersleben (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 55 (davon Gästefans: ca. 7)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Vor allem in der ersten Hälfte, ein für diese untere Spielklasse hervorragendes Spiel)

Altenburger Spielgemeinschaft 1928 ----------------------- 1
SV Jahn Gerbitz II --------------------------------------------- 3
- Datum: Sonntag, 2. Juni 2013 – Anstoß: 14.30
- Wettbewerb: Salzlandliga (9. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 2. (15), 0-2 56. (9), 0-3 62. (9), 1-3 63. (9)
- Vergebener Elfmeter: 48. Min., Altenburg schießt Foulelfmeter an die Latte
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Altenburger Sportplatz (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon Gästefans: ca. 7)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Recht unterhaltsames Spiel mit etlichen Torszenen)
 DSC06229: Sportplatz Sandersleben, stand. 
Photos with English Commentary:
a) Women’s Football: Traktor Sandersleben defeat Fortuna Brücken (Including Pictures of Sandersleben Village)
b) Amateur Football: SG Altenburg v Jahn Gerbitz Reserve (Including Pictures of Altenburg and Aderstedt Villages & Haus Zeitz Estate)

Am Sonntag funktionierte die Planung mal weitestgehend. Es ging ja auch nach Mansfeld-Südharz, wo es fast gar keine Flutschäden, die ein Spiel unmöglich machen, und gehirnamputierte Staffelleiter, die völlig grundlos Spiele verlegen, gibt und danach in den Salzlandkreis, wo ansetzungsmäßig ziemliches Chaos herrscht, zwei oder drei Sportplätze auch wirklich bis zu einem Meter unter Wasser stehen, doch immer noch genug Spiele zu finden waren, sodass es Sonntag zwei Groundpunkte zu kreuzen gab.

Zuerst fuhren wir nach Sandersleben/ Anhalt, ein nun nach Arnstein eingemeindetes und aus historischen Gründen Stadtrecht haltendes Dorf mit durchsetzter Bebauung. Die Kirche und das Rathaus machen was daher – die Baustellen waren bei den engen Gassen aber wirklich störend. Mit Umwegen kamen wir im kleinen Stadion an, das einen weitläufigen Rasenplatz mit einer Stehstufe auf der Längsseite zum Bahnhof hin hat. Der Nebenplatz wird nur für Freizeitfußball genutzt, da er auf 5-gegen-5-Fußball ausgelegt ist. Die Anlage liegt am Rande eines Waldstücks, aber insgesamt doch eher kahl.

So früh am Morgen gab es das Spiel eines ungeschlagenen Tabellenführers gegen einen Dritten zu sehen. OK, zwar nur Frauenkreisklasse, aber wenigstens in Mansfeld-Südharz, einer Liga die sich ein ums andere Mal als sehenswerter da spielstärker als andere Frauenkreisklassen (Halle, Leipzig, Saalekreis usw.) zeigt. Auch das Spiel heute war in Sachen Mannschaftsspiel, Disziplin und Torschüssen um Klassen besser als jedes Spiel, dass ich in den drei oben genannten Drecksligen gesehen habe.

Traktor Sandersleben machte schon mehr vorm Tor und war über das gesamte Spiel gesehen gefährlicher, doch der Gast von Fortuna Brücken hatte in der ersten Hälfte noch einiges mitzureden und gestalteten das Spiel offen. Ein Lattentreffer und schließlich sogar das Führungstor aus Nahdistanz sind besonders zu erwähnen. Erst kurz vor der Pause mit einem 30m Schuss als Bogenlampe über die Hände der Brückener Torhüterin und unter die Latte, konnte Sandersleben ausgleichen. Ein wirklich toller Treffer, den man so ganz bestimmt nicht in vielen Spielen dieser Ebene (und schon gar nicht in anderen Staffeln der Kreisklasse) sieht!

Nach der Pause wurde das Spiel leider ruhiger und Brücken kam kaum noch zum Zug. Sandersleben netzte noch zwei Mal, das zweite Mal per Foulelfmeter, sicher ein. So konnten sie den Staffelsieg feiern, den sie nun sicher haben. Ob sie auch die letzten beiden Spiele ungeschlagen gestalten können, wird sich zeigen. DSC06303: Altenburger Sportplatz, home of SG Altenburg. Wir fuhren mit kurzen Zwischenstopps – in Haus Zeitz gibt es ein völlig verfallenes Schloss mit Gehöft und in Aderstedt ein kleines, schlecht verputztes Schloss sowie eine interessante Kirche – nach Nienburg/ Saale. Eigentlich wollte ich mal ein Spiel auf dem Hauptplatz sehen, doch es wurde schon wieder nur auf dem Nebenplatz gekickt. Also drehten wir ab, was vom spielerischen her natürlich nicht so sinnvoll war: die Kreisoberliga-Partie gewann der Tabellenletzte gegen den gut platzierten SSV Winningen mit 6:1 – so toll die Leistung des FSV Nienburg vielleicht war, aber Ilberstedt wird nachvollziehbarerweise als Angeschissene „Wettbewerbsverzerrung“ schreien...

Wir fuhren stattdessen in eines der Nachbardörfer, das für Salzlandkreis gar nicht so schlecht ist. Aber die Bernburger Gegend ist eh das Beste in diesem scheiß SLK. In Altenburg steht auf der in Rundlingsform bebauten Anhöhe eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert, deren Turm ein noch älterer Burgturm ist – also ein Wehrturm der Burg, die dem Ort den Namen gab und von der sonst nichts mehr steht. Unten im Ort stehen eine Domäne (eine Art Schloss oder Landsitz) im Norden und Zollingerhäuser im Süden, ganz am Rande baut sich ein riesiges Zementwerk von Schwenk auf, das vom Fußballplatz der SG Altenburg sehr schön zu sehen. Der Sportplatz ist übrigens auf einer anderen Anhöhe im Südosten des Dorfes gelegen und nur über unbefestigte Feldwege erreichbar. Zur idyllischen Lage blökten ein paar Schafe im einen Nachbargrundstück, während direkt hinter dem einen Tor eine ehemalige Windmühle, die nun jemanden als extravagante Wohnung dient, steht.

Der Schiri aus Calbe, der für die Kreisklasse-Partie zwischen Altenburg und der Reserve aus Gerbitz, dem östlichen Nachbardorf von Nienburg, angesetzt war, erschien nicht. Der Ersatzmann brauchte 30 Minuten, ehe er zum Platz gefahren und umgezogen war. Mit einer erheblichen Verspätung ging das Spiel los und Gerbitz erzielte mit dem ersten Angriff gleich einen Treffer. Für den angemessenen 1€ Eintritt bekam man dann ein mittelmäßiges Spiel auf ein Tor geboten: Altenburg lief dem 0:1 bis zur Pause hinterher. Gerbitz tauchte nur noch selten vor dem Kasten der Heimelf auf.

In Halbzeit zwei spielte Altenburg auf das Tor mit der Windmühle dahinter und versemmelte zur Krönung der unglücklichen Leistung noch einen Elfmeter. Innerhalb von fünf Minuten war dann das Spiel entschieden: 0-3 mit zwei Kontern. Nach dem Anstoß vom 0:3 traf Altenburg dann aber endlich einmal: der Kopfball des freistehenden Stürmers fand den Weg ins Netz. Leider reichte es für Altenburg nicht für mehr: die Roten haben deutlich mehr fürs Spiel getan, als der Gast, waren aber einfach zu unfähig ihre Chancen zu versenken, sonst wäre es vielleicht wie am Pfingstmontag beim Spiel von Altenburg in Rosenburg gewesen, dass 7:6 endete. Und zwar ohne Elfmeterschießen...

Nach dem Spiel waren wir noch in Staßfurt eingeladen und fuhren dann die 90km über die Landstraßen in rekordverdächtigen 70 Minuten zurück.
 DSC06352: Altenburger SG v Jahn Gerbitz II 
Statistik:
- Grounds: 936 (heute 2 neue; diese Saison: 168 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.813 (heute 2, diese Saison: 236)
- Tageskilometer: 210 (210 Auto)
- Saisonkilometer: 53.570 (43.600 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.270 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 96 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 357