VfB 1906
Sangerhausen |
2 : 1 (1:1) |
TSV Leuna
1919 |
-
Datum: Samstag, 20. Juli 2024 – Beginn: 14.00 - Tore: 1-0 7. Schneider, 1-1 19. Cardoso, 2-1 62. Ahlert
(Eigentor) -
Verwarnungen: keine -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Friesenstadion (Kap. 5.200, davon 200 Sitzplätze) -
Spielbewertung: 6,5/10 |
1.
Platzbahnkegelverein 1969 Siebigerode I |
411 : 339 |
Platzbahnkegelverein
Grün-Weiß Ziegelrode II |
-
Datum: Samstag, 20. Juli 2024 – Beginn: 16.30 - Statistiken: Holz für Siebigerode; Worch 89, Kühnemund 88, Würzberg
81, Hentze 80, Müller 73, Döring 71 – Holz für Ziegelrode II; Krause 76,
Hennig 75, Winkler 64, Schippel 64, Ahrent 60, Hübscher 57 -
Austragungsort: Kegelanlage Schneckenreiter / Kreuzberg Siebigerode (Kap. 125,
davon 75 Sitzplätze) -
Spielbewertung: 6,5/10 |
Photos with English commentary: a) Pre-Season Friendly in Sangerhausen: VfB 1906 vs. TSV Leuna 1919 b)
Platzbahnkegeln (Traditional Nine-pin-bowling) in Siebigerode |
Nach vier Testspielsiegen in Folge stand nun erstmals ein Test
gegen einen höherklassigen Gegner für den TSV Leuna an. Beim langjährigen
Verbandsligisten VfB Sangerhausen wurde im wirklich schönen Friesenstadion –
überdachte Tribüne, hohe Wälle, Stehränge auf zwei Seiten und Blick zur
Abraumhalde Hohe Linde und Industrieruinen – gespielt. Leider war der
Zuschauerzuspruch recht schwach, auch nur sehr wenige Leunaer kamen nach
Sangerhausen gefahren. Sangerhausen nahm gleich das Heft in die Hand und ging schnell in
Führung, doch Leuna kam nach und nach ins Spiel, machte Druck und viel über
lange Bälle. Kevin Moreira Cardoso konnte nach 19 Minuten den Torwart umspielen
und so ausgleichen. In der nunmehr ausgeglichenen Partie fiel kein Treffer
bis zur Pause mehr. Nach der Pause dann wieder Sangerhausen aktiver. Mit viel
Glück wurde ein Ball verlängert zum 2:1, auch Glück für Sangerhausen, dass
der Linienrichter beim zweiten Tor von Leuna Abseits sah. Aber in Hälfte zwei
hatte Sangerhausen mehr Chancen und vergab klarste Dinger. Am Ende also schon
ein verdienter Sieg – aber Respekt an den TSV, wie auch gegen einen
Klassenhöheren auf Augenhöhe agiert wurde! |
Dann ging es nach Siebigerode. Der enge Weg zum Fußballplatz ist
ja schon stark – aber wenn man am Platz vorbeifährt, wird es noch besser:
geschotterte Schlaglochpiste durch den Wald und da wo es mal breiter wird,
ist die herrliche Platzbahnkegelanlage auf dem Schneckenreiter, der auch als
Kreuzberg bezeichnet wird. Bei einem Fußballspiel in Siebigerode 2013,
empfahl mir ein Zuschauer, auch mal zum Platzbahnkegeln zu gehen, da es auch
dort schöne Anlagen (besonders die in Siebigerode!) gibt und der Sport auch
so regional ist, dass er lediglich in 7 Mansfelder Dörfern (kurz vor und nach
der Wende, zu den Hochzeiten also, waren es wohl 10 bis 12). Die Regeln gehen
sogar 800 Jahre zurück. Von den 7 aktuell genutzten Anlagen habe ich schon 5
besucht, als ich 2013 und 2014 – also bevor ich nach NRW, dann Niedersachsen
gezogen bin – mal einige Spiele geschaut habe. Von den beiden fehlenden Teams
spielte keines Zuhause, aber auf der schönsten Anlage, also der in
Siebigerode fanden sich wieder zwei Dutzend Zuschauer für eine
Landesligapartie (eine von nur noch zwei, früher mal drei Spielklassen) ein.
Sehr familiäre und freundliche Atmosphäre. 1,50€ für ein 0,5er Radler, was
beim VfB Sangerhausen oder auch bei unserem TSV als 0,4l das Doppelte kostet.
Prima Sicht von überwiegend schattigen Plätzen – auch wenn mittlerweile ein
paar Bäume gefällt wurden oder abgestorben sind. Die Partie verlief erwartungsgemäß einseitig. Siebigerode ist
Rekordmeister und derzeit knapp hinter Annarode Zweiter, Ziegelrode II ist im
Abstiegsbereich. Am Ende mit 411 Holz zwar weit von Bahnrekord 485 entfernt
und niemand knackte die 90 oder gar den Bahnrekord 103, aber 72 Holz mehr als
Ziegelrode. Bei Ziegelrode sah ich erstmals eine Frau teilnehmen, die
erzielte aber das schwächste Ergebnis. Hauptsache ist aber, Spaß an dieser
lokalen kuriosen Sportart zu haben und diese weiterzuführen. Sie war eine der
wenigen jungen Spieler bzw. Zuschauer. In den 10 Jahren, in denen ich kein
Platzbahnkegeln mehr gesehen hatte, hat sich aber offensichtlich nicht so
viel geändert. Gerne wieder eine Partie, wenn ich wieder im Mansfelder Land
bin! Ich kann auch jedem Groundhopper oder Fußballfan empfehlen, mal bei
einer Partie reinzuschauen. Auch wenn das Fußballspiel in Sangerhausen z. B.
erst um 15 Uhr anfängt, wenn man bei einer Kegelpartie, die um 16.30
angesetzt ist, erst 17.30 kommt, sieht man auf jeden Fall noch den zweiten
Duchgang (quasi zweite Hälfte)! Lohnt sich! |
Statistik: - Grounds: 3.668 (0 neue; diese Saison:
8 neue) - Sportveranstaltungen: 5.138 (2; diese Saison: 12) - Tourkilometer: 290 (290km Auto) - Saisonkilometer: 1.040 (790 Auto, davon 0 Mietwagen/ 250
Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 21 [letzte
Serie: 54, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 186 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
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Sonntag, 21. Juli 2024
W3.0186III: Ausflug ins Mansfelder Land – Knappe Leunaer Niederlage beim Klassenhöheren und Platzbahnkegeln auf dem Schneckenreiter
Montag, 7. Juli 2014
W414I: Skispringen ohne Schnee und 1 Holz Unterschied beim Platzbahnkegeln
PKV Grün-Weiß Ziegelrode ------------------------------ 404
1. Platzbahnkegelverein Siebigerode 1969 II ---------- 403
- Datum: Samstag, 5. Juli 2014 – Beginn: 16.30
- Wettbewerb: Landesliga (1. Spielklasse im Platzbahnkegeln)
- Ergebnis: 404-403 nach ca. 120 Minuten, d.h. Ziegelrode siegte mit 1 Holz
- Wurf Ziegelrode: Mario Rockholz 85 gesamt (1. Durchgang: 43, 2. Durchgang: 42), Karsten Krause 84 (41/ 43), Patrick Ahrent 82 (40/ 42), Christian Hennig 77 (42/ 35), Siggi Hinkelthein 76 (38/ 38), Andreas Ahrent [67 (31/ 36) = Streichergebnis]
- Wurf Siebigerode: Frank Neduck 85 gesamt (1. Durchgang: 43, 2. Durchgang: 42), Mario Blume 83 (45/ 38), Olaf Kühnemund 80 (35/ 45), Klaus Hentze 78 (42/ 36), Kevin Dressel 77 (33/ 44), Daniel Pommert [74 (44/ 30) = Streichergebnis]
- Spielort: Platzbahn Ziegelrode (Kap. 55, davon 5 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 9 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr spannendes und enges Spiel: am Ende entschied ein Holz!)
Skispringen in Wippra: Internationales Pokalspringen und Landesmeisterschaften Sachsen-Anhalt
- Datum: Samstag, 5. Juli 2014 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Sachsen-Anhaltische Landesmeisterschaften aller Altersklassen mit finnischen Gaststartern (ausgerichtet vom Ski- und Freizeitsport SFS Wippra)
- Ergebnisse: siehe Website des SFS Wippra; Ergebnisliste Landesmeisterschaft und Ergebnisliste Pokalspringen!
- Austragungsort: Hasselbachschanze Wippra (Kap. 530, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Einige eindrucksvolle Leistungen und spektakuläre Sprünge, aber weder im Sommer noch im Winter bin ich großer Fan vom Skispringen)
a) Ski-Jumping: Championships of Saxony-Anhalt and International Cup in Wippra
b) Mansfeldian Nine-Pin-Bowling: Ziegelrode defeat Siebigerode Reserves by one point
Was seltene Sportarten und kuriose Wettkämpfe angeht, ist in Deutschland Nordrhein-Westfalen führend vor Berlin. Doch auch in Sachsen-Anhalt kann man sich nicht beschweren über zu wenig Sportangebot. Skispringen bei knapp 30 Grad und eine Variation des Kegelns, die ausschließlich in einer ganz kleinen Region Deutschlands gespielt wird, sind doch wirklich klasse – und das auch noch an einem Tag!
Zufällig war ich auf einen Sommerskiwettkampf gestoßen. Wer braucht schon kaltes Scheißwetter und hässlichen scheiß Schnee? Auf Matten und Rasen kann man auch Skispringen durchführen! So machte das auch der Ski- und Freizeitsportverein Wippra. Mädchen und Jungen, junge Erwachsene und Alte Herren trat in mehreren verschiedenen Kategorien und drei verschieden hohen Schanzen an. Teilweise sprangen (bzw. rutschten) junge Teilnehmer außer Konkurrenz – so z.B. der mit zwei Jahren jüngste Starter des Feldes! Der älteste Starter (68) sprang aber eine ordentliche Weite von der 45m-Schanze! Der Wettkampftag sah zwar keinen Schanzenrekord und die Leistungen der Teilnehmer waren doch sehr unterschiedlich hoch einzuschätzen, aber die Sprungtechnik und die Weiten der geübteren Athleten sowie die Begeisterung und guten Ansätze bei den jüngeren Startern wussten zu begeistern. Die 64. Sportart die wir sahen begeistert mich zwar auch live nicht viel mehr als vor dem Fernseher, aber so ein Skispringen kann man sich auch ruhig noch ein weiteres Mal angucken – besonders wenn es bei angenehmen Wetter in so einer schönen Landschaft wie dort im Harz stattfindet…
Im benachbarten Mansfelder Land ging es auch dieses Wochenende zum Platzbahnkegeln. Bei den vorangegangenen Besuchen habe ich mich schon lange genug ausgelassen über die Seltenheit und Geschichte dieser Präzisionssportart – Genaueres kann man z.B. im Artikel vom vorangegangenen Wochenende nachlesen...
Die Sportanlage von Ziegelrunde liegt im „Grund“ einem Bachtal westlich des eigentlichen Dorfes, das man von Siebigerode aus am schnellsten über geschotterte Waldwege erreicht. Gegenüber eines nicht mehr genutzten Fußballplatzes, befindet sich eine Gaststätte neben der man zwei Bühnen und ebendiese Kegelanlage hat. Das charakteristische Kreissegment mit der Prellwand ist von Bäumen dicht umstanden – eine Holzbank zwischen Bäumen, Moos und Farnen wirkt wie eine VIP-Tribüne… VIPs sind hier aber eh alle Besucher: so wenige wie hier leider nur vorbeischauen, werden alle handschläglich begrüßt. Ob Plakatieren für die Wettkämpfe im Dorf etwas bringen würde, weiß ich nicht. Aber dass man so derartig unter sich ist und vor nicht einmal 10 Zuschauern (bis auf Anja übrigens alles Männer) spielt, ist bestimmt nicht so toll.
Der Wettkampf zwischen Ziegelrode I und Siebigerode II sollte sehr spannend und eng werden. Siebigerode II fing sehr gut an und distanzierte den Gastgeber früh. Dieser erzielte jedoch zur Pause hin bessere Ergebnisse, sodass der Rückstand nur 5 Holz betrug. Im zweiten Durchgang hielten wieder viele Kegler nicht ihre Werte vom ersten Durchgang, sodass das Ergebnis immer knapper wurde. Der letzte Sportsfreund der Ziegelröder legte dann allerdings eine tolle Darbietung vor und verbesserte sich als einer der Wenigen, sodass ein Sieg schon fast sicher schien. Der Siebigeröder Vereinspräsident Kühnemund hatte nur den fünftbesten Wert im ersten Durchgang erzielt und sich um 12 Holz steigern müssen um seine Mannschaft noch zum Sieg zu führen. Er gab voll konzentriert alles und hatte vorm letzten Wurf bereits 8 Holz mehr als im ersten Durchgang gefällt und noch drei Kegel stehen. Alle drei zu fällen hätte das seltene Resultat eines Unentschieden hervorgerufen, doch leider blieb der König stehen und so gewann Ziegelrode mit einem einzigen Holz!
In Staßfurt taten wir noch das von Preis-Leistung her wohl beste Restaurant der Stadt auf – ist zwar eine Asi-Ecke, wo wir gleich hinterm Restaurant eine Keilerei unter Jugendlichen beobachten konnten und alle paar Minuten Besoffene zu sehen waren, aber das Essen ist sehr gut, reichlich und preisgünstig (Pizza und Pasta für 4€ bis 7€) und auch Übernachten kann man bei denen: Zimmer für 22€ bis 44€ klingt auch sehr angemessen – nämlich das italienische „Aldos Pizzeria“, und fuhren dann nach Merseburg zurück.
Statistik:
- Grounds: 1.138 (heute 2 neue; diese Saison: 167 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.090 (heute 2; diese Saison: 234)
- Tageskilometer: 310 (310km Auto)
- Saisonkilometer: 64.430 (62.070 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 110 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 78 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 414
1. Platzbahnkegelverein Siebigerode 1969 II ---------- 403
- Datum: Samstag, 5. Juli 2014 – Beginn: 16.30
- Wettbewerb: Landesliga (1. Spielklasse im Platzbahnkegeln)
- Ergebnis: 404-403 nach ca. 120 Minuten, d.h. Ziegelrode siegte mit 1 Holz
- Wurf Ziegelrode: Mario Rockholz 85 gesamt (1. Durchgang: 43, 2. Durchgang: 42), Karsten Krause 84 (41/ 43), Patrick Ahrent 82 (40/ 42), Christian Hennig 77 (42/ 35), Siggi Hinkelthein 76 (38/ 38), Andreas Ahrent [67 (31/ 36) = Streichergebnis]
- Wurf Siebigerode: Frank Neduck 85 gesamt (1. Durchgang: 43, 2. Durchgang: 42), Mario Blume 83 (45/ 38), Olaf Kühnemund 80 (35/ 45), Klaus Hentze 78 (42/ 36), Kevin Dressel 77 (33/ 44), Daniel Pommert [74 (44/ 30) = Streichergebnis]
- Spielort: Platzbahn Ziegelrode (Kap. 55, davon 5 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 9 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr spannendes und enges Spiel: am Ende entschied ein Holz!)
Skispringen in Wippra: Internationales Pokalspringen und Landesmeisterschaften Sachsen-Anhalt
- Datum: Samstag, 5. Juli 2014 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Sachsen-Anhaltische Landesmeisterschaften aller Altersklassen mit finnischen Gaststartern (ausgerichtet vom Ski- und Freizeitsport SFS Wippra)
- Ergebnisse: siehe Website des SFS Wippra; Ergebnisliste Landesmeisterschaft und Ergebnisliste Pokalspringen!
- Austragungsort: Hasselbachschanze Wippra (Kap. 530, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Einige eindrucksvolle Leistungen und spektakuläre Sprünge, aber weder im Sommer noch im Winter bin ich großer Fan vom Skispringen)
a) Ski-Jumping: Championships of Saxony-Anhalt and International Cup in Wippra
b) Mansfeldian Nine-Pin-Bowling: Ziegelrode defeat Siebigerode Reserves by one point
Was seltene Sportarten und kuriose Wettkämpfe angeht, ist in Deutschland Nordrhein-Westfalen führend vor Berlin. Doch auch in Sachsen-Anhalt kann man sich nicht beschweren über zu wenig Sportangebot. Skispringen bei knapp 30 Grad und eine Variation des Kegelns, die ausschließlich in einer ganz kleinen Region Deutschlands gespielt wird, sind doch wirklich klasse – und das auch noch an einem Tag!
Zufällig war ich auf einen Sommerskiwettkampf gestoßen. Wer braucht schon kaltes Scheißwetter und hässlichen scheiß Schnee? Auf Matten und Rasen kann man auch Skispringen durchführen! So machte das auch der Ski- und Freizeitsportverein Wippra. Mädchen und Jungen, junge Erwachsene und Alte Herren trat in mehreren verschiedenen Kategorien und drei verschieden hohen Schanzen an. Teilweise sprangen (bzw. rutschten) junge Teilnehmer außer Konkurrenz – so z.B. der mit zwei Jahren jüngste Starter des Feldes! Der älteste Starter (68) sprang aber eine ordentliche Weite von der 45m-Schanze! Der Wettkampftag sah zwar keinen Schanzenrekord und die Leistungen der Teilnehmer waren doch sehr unterschiedlich hoch einzuschätzen, aber die Sprungtechnik und die Weiten der geübteren Athleten sowie die Begeisterung und guten Ansätze bei den jüngeren Startern wussten zu begeistern. Die 64. Sportart die wir sahen begeistert mich zwar auch live nicht viel mehr als vor dem Fernseher, aber so ein Skispringen kann man sich auch ruhig noch ein weiteres Mal angucken – besonders wenn es bei angenehmen Wetter in so einer schönen Landschaft wie dort im Harz stattfindet…
Im benachbarten Mansfelder Land ging es auch dieses Wochenende zum Platzbahnkegeln. Bei den vorangegangenen Besuchen habe ich mich schon lange genug ausgelassen über die Seltenheit und Geschichte dieser Präzisionssportart – Genaueres kann man z.B. im Artikel vom vorangegangenen Wochenende nachlesen...
Die Sportanlage von Ziegelrunde liegt im „Grund“ einem Bachtal westlich des eigentlichen Dorfes, das man von Siebigerode aus am schnellsten über geschotterte Waldwege erreicht. Gegenüber eines nicht mehr genutzten Fußballplatzes, befindet sich eine Gaststätte neben der man zwei Bühnen und ebendiese Kegelanlage hat. Das charakteristische Kreissegment mit der Prellwand ist von Bäumen dicht umstanden – eine Holzbank zwischen Bäumen, Moos und Farnen wirkt wie eine VIP-Tribüne… VIPs sind hier aber eh alle Besucher: so wenige wie hier leider nur vorbeischauen, werden alle handschläglich begrüßt. Ob Plakatieren für die Wettkämpfe im Dorf etwas bringen würde, weiß ich nicht. Aber dass man so derartig unter sich ist und vor nicht einmal 10 Zuschauern (bis auf Anja übrigens alles Männer) spielt, ist bestimmt nicht so toll.
Der Wettkampf zwischen Ziegelrode I und Siebigerode II sollte sehr spannend und eng werden. Siebigerode II fing sehr gut an und distanzierte den Gastgeber früh. Dieser erzielte jedoch zur Pause hin bessere Ergebnisse, sodass der Rückstand nur 5 Holz betrug. Im zweiten Durchgang hielten wieder viele Kegler nicht ihre Werte vom ersten Durchgang, sodass das Ergebnis immer knapper wurde. Der letzte Sportsfreund der Ziegelröder legte dann allerdings eine tolle Darbietung vor und verbesserte sich als einer der Wenigen, sodass ein Sieg schon fast sicher schien. Der Siebigeröder Vereinspräsident Kühnemund hatte nur den fünftbesten Wert im ersten Durchgang erzielt und sich um 12 Holz steigern müssen um seine Mannschaft noch zum Sieg zu führen. Er gab voll konzentriert alles und hatte vorm letzten Wurf bereits 8 Holz mehr als im ersten Durchgang gefällt und noch drei Kegel stehen. Alle drei zu fällen hätte das seltene Resultat eines Unentschieden hervorgerufen, doch leider blieb der König stehen und so gewann Ziegelrode mit einem einzigen Holz!
In Staßfurt taten wir noch das von Preis-Leistung her wohl beste Restaurant der Stadt auf – ist zwar eine Asi-Ecke, wo wir gleich hinterm Restaurant eine Keilerei unter Jugendlichen beobachten konnten und alle paar Minuten Besoffene zu sehen waren, aber das Essen ist sehr gut, reichlich und preisgünstig (Pizza und Pasta für 4€ bis 7€) und auch Übernachten kann man bei denen: Zimmer für 22€ bis 44€ klingt auch sehr angemessen – nämlich das italienische „Aldos Pizzeria“, und fuhren dann nach Merseburg zurück.
Statistik:
- Grounds: 1.138 (heute 2 neue; diese Saison: 167 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.090 (heute 2; diese Saison: 234)
- Tageskilometer: 310 (310km Auto)
- Saisonkilometer: 64.430 (62.070 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 110 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 78 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 414
Dienstag, 1. Juli 2014
W413II: Seltene Sportarten, Teil 1; Platzbahnkegeln in Helbra
Verein der Platzbahnkegler Helbra 1950 --------------- 380
1. Platzbahnkegelverein Siebigerode -------------------- 425
- Datum: Samstag, 28. Juni 2014 – Beginn: 16.30
- Wettbewerb: Landesliga (1. Spielklasse im Platzbahnkegeln)
- Ergebnis: 380-425 nach ca. 130 Minuten, d.h. Siebigerode I siegte mit 45 Holz
- Wurf Helbra: Ronny Berger 85 gesamt (1. Durchgang: 46, 2. Durchgang: 39), Marcus Schmelzer 77 (37/ 40), Nicky Reichmann 75 (38/ 37), Ronny Gebhardt 75 (45/ 30), Lutz Mattioli 68 (35/ 33), Hanno Krummel [67 (31/ 36) = Streichergebnis]
- Wurf Siebigerode: Andreas Neduck 92 gesamt (1. Durchgang: 50, 2. Durchgang: 42), Jan Kühnemund 91 (44/ 47), Mario Würzberg 83 (44/ 39), Roy Henze 83 (43/ 40), Kevin Dressel 76 (44/ 32), Falko Kühnemund-Kleinert [75 (31/ 44) = Streichergebnis]
- Spielort: Platzbahn VdP Helbra 1950 (Kap. 60, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Unterhaltsames Spiel bei dem beide eine hohe Zahl an Holz trafen)
Photos with English Commentary:
Mansfeldian Nine-Pin-Bowling: Siebigerode continue their winning streak at Helbra
Dieses Wochenende standen seltene Sportarten im Fokus. Am Samstag ging es zum Platzbahnkegeln, einer mittelalterlichen Variante des Kegelsports, die seit den 1960ern als Wettkampfsport betrieben und nur im Mansfelder Land gespielt wird. Die Wege sind alles andere als weit: der kürzeste Weg von der Sportanlage des ungeschlagenen Tabellenführers aus Siebigerode zur Sportanlage des Gastgebers, dem Tabellenvorletzten Helbra, (unbefestigte Feldwege inklusive) beträgt 6km, über befestigte Straßen sind es 10km. Für Helbra ist ein Derby allerdings nur ein Spiel gegen Benndorf oder Ziegelrode (je 2-3km) und für Siebigerode eines gegen Annarode (3km) oder Ziegelrode (Schotterweg durch den Wald (4km).
Dem interessierten Sportfreund, der sich einmal Platzbahnkegeln anschauen will und dazu Helbra aussucht, sei hier gesagt, dass sich die Sportanlage nicht in der Kolonie Helbra oder gar der Mittelstraße (dort sind fast alle Häuser verlassen und verfallen) befindet, sondern in der Gartensparte am östlichen Ortsausgang (Eislebener Straße/ Ecke Peter-Spielberg-Straße). Keine Ahnung, warum im Internet zwei falsche Anschriften für diese Platzbahn (Platzbahnkegelanlage) kursieren. Normalerweise finden aber auch alle Zuschauer dorthin, da es selten mehr als 20 sind, da außerhalb des Freundeskreises und der Familien der Spieler sich leider kaum einer für diese Sportart begeistert. Und das obwohl ausschließlich auf wirklich idyllischen Sportanlagen – hier sind immerhin Bäume und Hecken um den von ein paar Bänken flankierten Platz gepflanzt – bei freiem Eintritt und sehr niedrigen Cateringpreisen (0,50€ für 0,5l Cola, 1€ für 0,5l Bier, 1€ für Fischbrötchen etc.) gespielt wird! Und entsprechend familiär ist die Atmosphäre dort: im Gegensatz zu den im Mansfelder Land oft sehr unangenehmen Leuten beim Fußball und Handball, kann man sich beim Platzbahnkegeln eigentlich immer gut unterhalten.
Von beiden Teams (das sind je 5 Spieler) bekam man heute guten Kegelsport geboten. Der Favorit aus Siebigerode geriet im ersten Vergleich kurz ins Hintertreffen, da Helbra gleich den besten Spieler ins Rennen schickte, doch schon nach dem zweiten Durchgang gingen die Gäste in Führung. Bei Halbzeit waren es 24 und am Ende, nachdem kaum ein Spieler beider Teams in Halbzeit 2 so viele Holz warf wie bei seinem ersten Versuch, des Wettkampfs 45 Holz Unterschied. Helbra blieb auch in ihrem sechsten Spiel unter 400 Holz, aber mit 380 erreichten sie ihr bisher bestes Saisonergebnis. Für Siebigerode sind 420 bis 430 der Durchschnitt, der auch dieses Mal wieder erreicht wurde.
Nach dem Spiel fuhren wir in Richtung einer anderen, kaum bekannten Sportart. Da im tschechischen Opatovice nad Labem bereits am frühen Sonntagmorgen angeworfen werden sollte, fuhren wir gleich nach dem Kegeln nach Zgorzelec durch und nach Liberec weiter. Wir verloren Zeit, da wir die Maustrecke nach Turnov umgehen mussten und fanden auch erst kurz vor Mitternacht in Libuň eine Unterkunft, die noch offen hatte. Die kleinen, einfachen Zimmer waren mit 800 Kronen (32€) eher zu hoch im Preis – aber besser als vergleichbare Absteigen in Deutschland.
Statistik:
- Grounds: 1.135 (heute 1 neuer; diese Saison: 164 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.086 (heute 1; diese Saison: 230)
- Tageskilometer: 470 (470km Auto)
- Saisonkilometer: 63.530 (61.170 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 110 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 78 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 413
1. Platzbahnkegelverein Siebigerode -------------------- 425
- Datum: Samstag, 28. Juni 2014 – Beginn: 16.30
- Wettbewerb: Landesliga (1. Spielklasse im Platzbahnkegeln)
- Ergebnis: 380-425 nach ca. 130 Minuten, d.h. Siebigerode I siegte mit 45 Holz
- Wurf Helbra: Ronny Berger 85 gesamt (1. Durchgang: 46, 2. Durchgang: 39), Marcus Schmelzer 77 (37/ 40), Nicky Reichmann 75 (38/ 37), Ronny Gebhardt 75 (45/ 30), Lutz Mattioli 68 (35/ 33), Hanno Krummel [67 (31/ 36) = Streichergebnis]
- Wurf Siebigerode: Andreas Neduck 92 gesamt (1. Durchgang: 50, 2. Durchgang: 42), Jan Kühnemund 91 (44/ 47), Mario Würzberg 83 (44/ 39), Roy Henze 83 (43/ 40), Kevin Dressel 76 (44/ 32), Falko Kühnemund-Kleinert [75 (31/ 44) = Streichergebnis]
- Spielort: Platzbahn VdP Helbra 1950 (Kap. 60, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Unterhaltsames Spiel bei dem beide eine hohe Zahl an Holz trafen)
Photos with English Commentary:
Mansfeldian Nine-Pin-Bowling: Siebigerode continue their winning streak at Helbra
Dieses Wochenende standen seltene Sportarten im Fokus. Am Samstag ging es zum Platzbahnkegeln, einer mittelalterlichen Variante des Kegelsports, die seit den 1960ern als Wettkampfsport betrieben und nur im Mansfelder Land gespielt wird. Die Wege sind alles andere als weit: der kürzeste Weg von der Sportanlage des ungeschlagenen Tabellenführers aus Siebigerode zur Sportanlage des Gastgebers, dem Tabellenvorletzten Helbra, (unbefestigte Feldwege inklusive) beträgt 6km, über befestigte Straßen sind es 10km. Für Helbra ist ein Derby allerdings nur ein Spiel gegen Benndorf oder Ziegelrode (je 2-3km) und für Siebigerode eines gegen Annarode (3km) oder Ziegelrode (Schotterweg durch den Wald (4km).
Dem interessierten Sportfreund, der sich einmal Platzbahnkegeln anschauen will und dazu Helbra aussucht, sei hier gesagt, dass sich die Sportanlage nicht in der Kolonie Helbra oder gar der Mittelstraße (dort sind fast alle Häuser verlassen und verfallen) befindet, sondern in der Gartensparte am östlichen Ortsausgang (Eislebener Straße/ Ecke Peter-Spielberg-Straße). Keine Ahnung, warum im Internet zwei falsche Anschriften für diese Platzbahn (Platzbahnkegelanlage) kursieren. Normalerweise finden aber auch alle Zuschauer dorthin, da es selten mehr als 20 sind, da außerhalb des Freundeskreises und der Familien der Spieler sich leider kaum einer für diese Sportart begeistert. Und das obwohl ausschließlich auf wirklich idyllischen Sportanlagen – hier sind immerhin Bäume und Hecken um den von ein paar Bänken flankierten Platz gepflanzt – bei freiem Eintritt und sehr niedrigen Cateringpreisen (0,50€ für 0,5l Cola, 1€ für 0,5l Bier, 1€ für Fischbrötchen etc.) gespielt wird! Und entsprechend familiär ist die Atmosphäre dort: im Gegensatz zu den im Mansfelder Land oft sehr unangenehmen Leuten beim Fußball und Handball, kann man sich beim Platzbahnkegeln eigentlich immer gut unterhalten.
Von beiden Teams (das sind je 5 Spieler) bekam man heute guten Kegelsport geboten. Der Favorit aus Siebigerode geriet im ersten Vergleich kurz ins Hintertreffen, da Helbra gleich den besten Spieler ins Rennen schickte, doch schon nach dem zweiten Durchgang gingen die Gäste in Führung. Bei Halbzeit waren es 24 und am Ende, nachdem kaum ein Spieler beider Teams in Halbzeit 2 so viele Holz warf wie bei seinem ersten Versuch, des Wettkampfs 45 Holz Unterschied. Helbra blieb auch in ihrem sechsten Spiel unter 400 Holz, aber mit 380 erreichten sie ihr bisher bestes Saisonergebnis. Für Siebigerode sind 420 bis 430 der Durchschnitt, der auch dieses Mal wieder erreicht wurde.
Nach dem Spiel fuhren wir in Richtung einer anderen, kaum bekannten Sportart. Da im tschechischen Opatovice nad Labem bereits am frühen Sonntagmorgen angeworfen werden sollte, fuhren wir gleich nach dem Kegeln nach Zgorzelec durch und nach Liberec weiter. Wir verloren Zeit, da wir die Maustrecke nach Turnov umgehen mussten und fanden auch erst kurz vor Mitternacht in Libuň eine Unterkunft, die noch offen hatte. Die kleinen, einfachen Zimmer waren mit 800 Kronen (32€) eher zu hoch im Preis – aber besser als vergleichbare Absteigen in Deutschland.
Statistik:
- Grounds: 1.135 (heute 1 neuer; diese Saison: 164 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.086 (heute 1; diese Saison: 230)
- Tageskilometer: 470 (470km Auto)
- Saisonkilometer: 63.530 (61.170 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 110 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 78 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 413
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Sonntag, 21. Juli 2013
W364III: Mansfelder Kegelsport im Stadion mitten im Wald
1. Platzbahnkegelverein Siebigerode I ------------------- 421
1. Platzbahnkegelverein Siebigerode II ------------------ 394
- Datum: Samstag, 20. Juli 2013 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Landesliga (1. Spielklasse im Platzbahnkegeln)
- Ergebnis: 421-394 nach ca. 150 Minuten, d.h. Siebigerode I siegte mit 27 Holz
- Wurf Siebigerode I: Mario Würzberg 88 gesamt (1. Durchgang: 43, 2. Durchgang: 45), A. Neduck 84 (40/ 44), F. Kühnemund 84 (42/ 42), R. Hentze 83 (46/ 37), Jan Kühnemund 82 (42/ 40), Mar. Würzberg [74 (43/ 31) = Streichergebnis]
- Wurf Siebigerode II: K. Hentze 83 (47/ 36), O. Kühnemund 81 (43/ 38), D. Pommert 81 (40/ 41), M. Sachweh 78 (40/ 38), F. Neduck 71 (43/ 28), Ch. Worch [71 (36/ 35) = Streichergebnis]
- Spielort: Platzbahnkegelanlage am Kreuzberg (Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Richtig unterhaltsames Spiel in einer herrlichen Sportanlage)
Photos with English Commentary:
a) MANSFELDIAN NINE-PIN-BOWLING (PLATZBAHNKEGELN): Siebigerode 1st XI v Reserve, and Blumerode Church and Palace Ruin
b) Siebigerode Church and Football Ground
Siebigerode hat zwar die unzuverlässigsten Ansetzungen beim Platzbahnkegeln – andauernd wird da was verlegt: von 16.30 auf 14 Uhr oder gleich von Samstag auf Freitag – aber die mit Abstand beste Anlage. Wenn man auf den Höhenzug „Schneckenreiter“ in Richtung Fußballplatz hochfährt, muss man den unbefestigten Weg in den Wald nehmen und dann einmal vor dem Durchfahrtverbotenschild einen Blick nach unten rechts werfen.
Man wird an einer Holzhütte vorbei einen von Eichen und Fichten umrahmten Kegelplatz mit vier steilen und sehr hohen Tribünenstufen sehen. Holzbänke zum bequemen Sitzen, blaue Relings zum Stehen. Für das ausgesprochen preisgünstige Catering (Bockwurst 1€, Getränke je 0,5l zwischen 0,50€ und 1€) hat man sogar Abstelltische. Zwischen den Stufen wachsen auf dem Waldboden Farne und Blumen. Die Punktrichterhütte ist von einer Eiche und Farnen umrahmt. Und von jedem Zuschauerplatz und selbst von den Treppen sieht man hervorragend, was sich auf der kleinen Wettkampffläche tut. Eine absolut genial Sportanlage also!
Was das Besondere und Interessante am Platzbahnkegeln ist, habe ich ja schon im Bericht vom 29.6. beschrieben. Ansonsten kann man sich auf der Website vom PKV Siebigerode informieren und dann am besten gleich mal vorbeischauen in diesem einem römischen Theater gleich in den dicht bewaldeten Berg gebauten Stadion. Wenn man, wie wir, zum zweiten Mal auftaucht, wird man schon handschläglich begrüßt. Alles eine ganz nette, dörfliche, sympathische Atmosphäre dort in Siebigerode – aber es könnten echt mehr Zuschauer kommen und der Altersschnitt ist so dermaßen hoch, dass ich mir etwas Sorgen um den Fortbestand dieser 900 Jahre alten Sportart mache.
Der heutige Wettkampf fand zwischen den beiden Landesligateams von Siebigerode statt. Die erste Mannschaft, der Rekordmeister, ist nach wie vor ungeschlagen an der Tabellenspitze, die Reserve auf einem starken vierten Platz. Beide Mannschaften zeigten ohne Ausnahme starke Würfe und räumten den Platz teilweise ziemlich spektakulär ab. In Annarode habe ich z.B. nicht gesehen, dass die Holzkegel so massiv sind, dass die 5kg schwere Kugel nach einem Wurf auf den Kopf eines vorderen Kegels dort abprallen und über den König hinweg genau auf den Kopf eines weiteren Kegels fliegen kann.
Erwartungsgemäß hatte die Erste Mannschaft am Ende einige Holz mehr abgeräumt, wobei keiner der Sportfreunde an die Bahnrekordzahlen heran kam (103 Holz als Einzelleistung eines Spielers und 489 als Mannschaftsleistung). Das Spiel war wirklich sehr unterhaltsam und hat mich dazu bewogen, mal bei Gelegenheit noch weitere Vereine aufzusuchen. Die Zahl der Sportanlagen ist ja sehr überschaubar...
Wir fuhren nach dem Spiel noch ins Nachbardorf Blumerode, wo es eine nette kleine Kirche gibt und ein verfallenes aber völlig frei begehbares Gutshaus mit interessanter Geschichte – die Neu-Asseburg – gibt. Die Fahrradtour wurde schließlich 128km lang.
Statistik:
- Grounds: 965 (heute 1 neuer; diese Saison: 197 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.848 (heute 1, diese Saison: 271)
- Tageskilometer: 130 (130km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 59.060 (47.880 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 4.350 Fahrrad/ 240 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 123 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 364
1. Platzbahnkegelverein Siebigerode II ------------------ 394
- Datum: Samstag, 20. Juli 2013 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Landesliga (1. Spielklasse im Platzbahnkegeln)
- Ergebnis: 421-394 nach ca. 150 Minuten, d.h. Siebigerode I siegte mit 27 Holz
- Wurf Siebigerode I: Mario Würzberg 88 gesamt (1. Durchgang: 43, 2. Durchgang: 45), A. Neduck 84 (40/ 44), F. Kühnemund 84 (42/ 42), R. Hentze 83 (46/ 37), Jan Kühnemund 82 (42/ 40), Mar. Würzberg [74 (43/ 31) = Streichergebnis]
- Wurf Siebigerode II: K. Hentze 83 (47/ 36), O. Kühnemund 81 (43/ 38), D. Pommert 81 (40/ 41), M. Sachweh 78 (40/ 38), F. Neduck 71 (43/ 28), Ch. Worch [71 (36/ 35) = Streichergebnis]
- Spielort: Platzbahnkegelanlage am Kreuzberg (Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Richtig unterhaltsames Spiel in einer herrlichen Sportanlage)
a) MANSFELDIAN NINE-PIN-BOWLING (PLATZBAHNKEGELN): Siebigerode 1st XI v Reserve, and Blumerode Church and Palace Ruin
b) Siebigerode Church and Football Ground
Siebigerode hat zwar die unzuverlässigsten Ansetzungen beim Platzbahnkegeln – andauernd wird da was verlegt: von 16.30 auf 14 Uhr oder gleich von Samstag auf Freitag – aber die mit Abstand beste Anlage. Wenn man auf den Höhenzug „Schneckenreiter“ in Richtung Fußballplatz hochfährt, muss man den unbefestigten Weg in den Wald nehmen und dann einmal vor dem Durchfahrtverbotenschild einen Blick nach unten rechts werfen.
Man wird an einer Holzhütte vorbei einen von Eichen und Fichten umrahmten Kegelplatz mit vier steilen und sehr hohen Tribünenstufen sehen. Holzbänke zum bequemen Sitzen, blaue Relings zum Stehen. Für das ausgesprochen preisgünstige Catering (Bockwurst 1€, Getränke je 0,5l zwischen 0,50€ und 1€) hat man sogar Abstelltische. Zwischen den Stufen wachsen auf dem Waldboden Farne und Blumen. Die Punktrichterhütte ist von einer Eiche und Farnen umrahmt. Und von jedem Zuschauerplatz und selbst von den Treppen sieht man hervorragend, was sich auf der kleinen Wettkampffläche tut. Eine absolut genial Sportanlage also!
Was das Besondere und Interessante am Platzbahnkegeln ist, habe ich ja schon im Bericht vom 29.6. beschrieben. Ansonsten kann man sich auf der Website vom PKV Siebigerode informieren und dann am besten gleich mal vorbeischauen in diesem einem römischen Theater gleich in den dicht bewaldeten Berg gebauten Stadion. Wenn man, wie wir, zum zweiten Mal auftaucht, wird man schon handschläglich begrüßt. Alles eine ganz nette, dörfliche, sympathische Atmosphäre dort in Siebigerode – aber es könnten echt mehr Zuschauer kommen und der Altersschnitt ist so dermaßen hoch, dass ich mir etwas Sorgen um den Fortbestand dieser 900 Jahre alten Sportart mache.
Der heutige Wettkampf fand zwischen den beiden Landesligateams von Siebigerode statt. Die erste Mannschaft, der Rekordmeister, ist nach wie vor ungeschlagen an der Tabellenspitze, die Reserve auf einem starken vierten Platz. Beide Mannschaften zeigten ohne Ausnahme starke Würfe und räumten den Platz teilweise ziemlich spektakulär ab. In Annarode habe ich z.B. nicht gesehen, dass die Holzkegel so massiv sind, dass die 5kg schwere Kugel nach einem Wurf auf den Kopf eines vorderen Kegels dort abprallen und über den König hinweg genau auf den Kopf eines weiteren Kegels fliegen kann.
Erwartungsgemäß hatte die Erste Mannschaft am Ende einige Holz mehr abgeräumt, wobei keiner der Sportfreunde an die Bahnrekordzahlen heran kam (103 Holz als Einzelleistung eines Spielers und 489 als Mannschaftsleistung). Das Spiel war wirklich sehr unterhaltsam und hat mich dazu bewogen, mal bei Gelegenheit noch weitere Vereine aufzusuchen. Die Zahl der Sportanlagen ist ja sehr überschaubar...
Wir fuhren nach dem Spiel noch ins Nachbardorf Blumerode, wo es eine nette kleine Kirche gibt und ein verfallenes aber völlig frei begehbares Gutshaus mit interessanter Geschichte – die Neu-Asseburg – gibt. Die Fahrradtour wurde schließlich 128km lang.
- Grounds: 965 (heute 1 neuer; diese Saison: 197 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.848 (heute 1, diese Saison: 271)
- Tageskilometer: 130 (130km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 59.060 (47.880 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 4.350 Fahrrad/ 240 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 123 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 364
Dienstag, 2. Juli 2013
W361II: Ein Samstag in Mansfeld-Südharz; Fußball und Platzbahnkegeln
Jugendspielgemeinschaft SV Anhalt Sangerhausen/ SV Fortuna Brücken B ----------------------------------------------
2
Jugendspielgemeinschaft FSV Grün-Weiß Gerbstedt/ SV Teutonia 1920 Siersleben B ------------------------------------ 2
- Datum: Samstag, 29. Juni 2013 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: Kreisliga Mansfeld-Südharz, B-Jugend (5. und unterste Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 2-2 nach 84 Min. (42/42) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 2. (10), 2-0 23. (6), 2-1 37. (6), 2-2 68. (8)
- Vergebener Elfmeter: Anhalt-Torwart wehrt Foulelfm. v. Gerbstedter (8) in 63. Min. ab
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Sangerhausen Süd-West (Kap. 1.230, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: 7 (1 Anhalt-Fan, 2 Neutrale, 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes Jugendspiel, das bis zum Schluss eng und spannend war)
SV Rot-Weiß Großörner --------------------------------------- 7
SV Eintracht Bennungen --------------------------------------- 0
- Datum: Samstag, 29. Juni 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Kreisoberliga Mansfeld-Südharz (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-0 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 3-0
- Tore: 1-0 20. David Anders, 2-0 29. Patrick Bieder, 3-0 31. Danny Koge, 4-0 48. David Anders, 5-0 53. David Anders, 6-0 68. Kay Pustal (Foulelfmeter), 7-0 89. Martin Löwig
- Verwarnungen: Patrick Bieder (Großörner); Stefan Rödiger, Thomas Wehrhahn, Toni Kutschera (Bennungen)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Großörner (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 55 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Extrem einseitiges Spiel, dass durch Großörner noch ganz ansehnlich war)
1. Platzbahnkegelverein Annarode II -------------------- 375
1. Platzbahnkegelverein Siebigerode II ------------------ 342
- Datum: Samstag, 29. Juni 2013 – Beginn: 16.45
- Wettbewerb: Landesliga (1. Spielklasse im Platzbahnkegeln)
- Ergebnis: 376-342 nach ca. 135 Minuten, d.h. Annrode II siegte mit 34 Holz
- Wurf Annarode: Hügel 77 gesamt (1. Durchgang: 44, 2. Durchgang: 33), Lüttig 77 (36/ 41), Bernhardt 80 (43/ 37), Jacob 71 (37/ 34), Feuerberg 70 (37/ 33), Heilek [66 (37/ 29) = Streichergebnis]
- Wurf Siebigerode: Hentze 78 (41/ 37), Müller [57 (25/ 32) = Streichergebnis], Sachweh 65 (34/ 31), Worch 64 (29/ 35), Neduck 67 (31/ 36), Kühnemund 68 (35/ 33)
- Spielort: Sportstätte am Roßberg, Kegelanlage (Kap. 70, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: 8 (davon 1 Gästefan und 2 Neutrale)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Irgendwie interessanter als Classic-Kegeln, aber die ganzen Präzisionssportarten stellen den neutralen Zuschauer auf ziemliche Geduldsproben...)
Photos with English Commentary:
a) Under-17 Football League: Anhalt Sangerhausen/ Fortuna Brücken v Gerbstedt/ Siersleben
b) Amateur Football: Rot-Weiß Großörner v Eintracht Bennungen
c) Local Bowling Variety in Mansfeld Region: Platzbahnkegeln – Annarode v Siebigerode
d) Sightseeing: Palaces and Churches in Hettstedt Region
Den Samstag nutzten wir, uns den Saisonabschluss zweier Ligen im Kreis Mansfeld-Südharz und eine ausschließlich in diesem Kreis verbreitete Sportart anzuschauen. So ging es erst einmal zügig über die Autobahn nach Sangerhausen, wo in der Plattenbausiedlung Südwest ein B-Jugendspiel der Kreisliga stattfand. Sechster gegen Dritter, Anhalt Sangerhausen/ Fortuna Brücken gegen GW Gerbstedt/ Teut. Siersleben hieß es. Es war bedeutungslos, da Stedten schon längst aufgestiegen ist, doch ein gutes Spiel.
Die Heimelf legte einen ganz flotten Start hin und ging schon nach anderthalb Minuten per Treffer in den Winkel mit 1:0 in Führung. Mitte der ersten Halbzeit gelang noch ein zweiter Treffer, doch danach erstarkte der Gast. Für mehr als den Anschlusstreffer reichte es bis zum Seitenwechsel jedoch nicht. Die zweiten 40 Minuten wurden stärker von Gerbstedt/ Siersleben geprägt, wobei sie erst nach einem verschossenen Elfmeter und mehreren guten Einschussmöglichkeiten zum 2:2 ausglichen. Anhalt/ Brücken hatte noch einmal einen tollen Pfostenschuss hingelegt, doch konnte keinen Treffer mehr beisteuern. Am Ende mussten sie zufrieden sein, hier nicht noch eine Niederlage erlitten zu haben.
Interessant war, dass sich auf der schönen Sportanlage im Südwesten der Stadt Sangerhausen zwar nur ganz wenige Eltern einfanden - was sich meist negativ auf die Disziplin der Jugendlichen auswirkt, wenn die Eltern so ein Desinteresse am Spiel der Kinder zeigen - es aber trotzdem ziemlich vernünftig zuging. Die Spieler aus der angeblich so schlechten Siedlung Südwest waren auch noch vernünftiger als die Gäste, die mal ab und an den Dorfdepp raushängen ließen. Am Besten war natürlich die Bemerkung über zwei Spieler, die direkt nebeneinander die Schuhe zubanden und sich dabei halfen: „Eeeeh, was macht’n ihr da, ihr Schwulen? Fummelspiele, oder was, Altaaa!“ Aber da sind die Wänster aus meiner Siedlung schlimmer drauf...
Ich hatte ja auch die Sportanlage erwähnt: mit dem Rasenplatz und dem kleinen Hartplatz hat man da ein richtiges Stadion: der Hauptplatz ist auf einer Längsseite von zwei Stufen begrenzt, hinter denen eine ganz kleine Tribüne steht: das Wellblechdach, das auf alten Metalltorpfosten ruht, tat an diesem verregneten „Sommer“tag heute gute Dienste. Der Pub mit Vereinsheim ist ein Farbtupfer im Vergleich zur grau-braunen Tribüne mit Abstellraum und den auf der anderen Längsseite stehenden Garagen und Schuppen...
Wir guckten uns mal Wettelrode an, fuhren dann über unbefestigte Wege nach Gonna, schauten in Rammelburg vorbei – das Schloss steht leer und verfällt, da die zwielichtigen Besitzer (irgendwelche Immobiliengangster) kein Konzept für das in der DDR als Klinik genutzte und entsprechend herab gewirtschaftete Gebäude haben – und fuhren durch Saurasen, einer völlig sinnlosen Häuseransammlung mit schönem Namen an der Bundesstraße...
In Hettstedt essen und in Burgörner noch am schmucklosen Schloss das das Mansfeld-Museum beherbergt vorbei. Dann nach Großörner, dessen alter Teil samt Kirche auf der Anhöhe verfällt. Unten stehen gesichtlose Häuser und ein ansehnlicher Fußballplatz mit leicht durch Bäume verstelltem Blick auf eine Abraumhalde. Blicke sind dem ortsfremden Besucher hier natürlich auch sicher. Eine typische ländlich-primitive Bergbaugegend eben...
Die Kreisoberliga ist seit Wochen schon langweilig, nun bekam man das bedeutungslose Spiel zwischen dem Sechsten aus Großörner und dem abgestiegenen 15. aus Bennungen für die üblichen überhöhten 2,50€ und ein kleines Programmheft geboten.
Großörner war klar überlegen. Auch wenn Bennungen zwischen der 10. und der 40. ab und an vor dem Tor auftauchte – danach hatten sie keine einzige Torchance zu verzeichnen und in den 30 Minuten, in denen sie Fußball spielten, kamen sie zu keinem Treffer, da Großörner hinten weitestgehend sicher agierte.
Vorne rissen sie sich nun nicht gerade den Arsch auf (sonst wäre alles zwischen 12:0 und 20:0 dringewesen), taten aber alles Nötige um einen überzeugenden Sieg von 7:0 herauszuspielen und die Zuschauer zu unterhalten. Von den sieben Großörnerer Treffern war vielleicht der aus der Luft direkt abgenommene siebte Treffer der schönste - doch auch der souverän verwandelte Elfmeter, der erste Treffer und das 4:0 waren hervorzuheben.
Nach dem Spiel fuhren wir nach Annarode wo außerhalb des Dorfes am Waldrand ein nur von einer Freizeitmannschaft (in Nachfolge des SV Rot-Weiß Annarode) genutzter, idyllisch gelegener Fußballplatz liegt. Doch der interessierte uns heute genauso wenig wie der dortige Volleyballplatz oder die Rollerbahn (für Rollerski und verwandte Sportarten). Denn in Annarode wird als ernsthaftester Sport eine 900 Jahre alte Sportart, die nur im Mansfelder Land verbreitet ist, aber drei Ligen organisiert, betrieben: das Platzbahnkegeln.
Die Unterschiede zum bekannten Classic-Kegeln sind deutlich, das Spielprinzip ist aber ähnlich simpel: eine Kugel nehmen und damit Holzdinger umschmeißen und das am besten häufiger als der Gegner. Nur wird beim Platzbahnkegeln eine größere und viel schwerere Kugel genutzt und diese richtig durch die Anlage geleddert anstatt sie zu rollen. Die neun groben Holzkegel alle auf einmal abzuräumen ist aufgrund der großen Abstände kaum möglich. Wer einen geschichtlichen Abriss zu diesem mittelalterlichen Spiel lesen will, schaut am besten auf der besten Internetseite zum Thema nach, die passenderweise vom seit Jahren besten Verein in dieser Sportart betrieben wird: PKV Siebigerode!
Nicht die dominante I. Mannschaft von Siebigerode spielte heute, sondern die Reserve, die wir wegen der spektakulären Sportanlage im Juli noch mal besuchen werden. Annarode II ist ebenso wie Siebigerode II im Mittelfeld der höchsten Spielklasse zu finden, doch spielte heute geschickter und konzentrierter, sodass sie einen relativ deutlich Sieg herausholten. Zum Spiel selber kann ich nicht viel sagen. Ich denke, die Bilder sprechen für sich: wie das Spiel abläuft dürfte ja klar sein, dass es nicht so langatmig wie Classic-Kegeln ist, habe ich ja bereits erwähnt...
Auch die Atmosphäre ist hier etwas anders als beim Classic-Kegeln: OK, bei beiden Sportarten wundern sich die Leute schon, wenn da mal Fremde da sind, sie sich für ihren Sport interessieren – egal ob in der höchsten oder der untersten Spielklasse – aber in Mücheln bei der 1. Kegel-Liga hat es kein Spieler gewagt in den Spielpausen Kümmerling und Bier zu trinken statt Wasser und ISO-Plörre...
Aber auf die Zielfähigkeit haben sich die Getränke wohl nicht ausgewirkt, nur die Arbeit des einen Offiziellen, der hinter der Prellwand dauernd sein Bier hervorholte, schien ihm mit fortschreitender Dauer und Bierkonsum schwerer zu fallen...
Wie auch immer; das war ein lohnender Besuch und diese seltene Sportart muss man sich noch mal anschauen. Kann ich nur empfehlen, wenigstens einmal – ob in der engen, kleinen von einer Eiche und einer Buche beschatteten Anlage in Annarode oder dem einem römischen Theater gleich in den Hang gebauten Stadion in Siebigerode – Platzbahnkegeln gesehen zu haben!
Statistik:
- Grounds: 957 (heute 3 neue; diese Saison: 189 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.836 (heute 3, diese Saison: 259)
- Tageskilometer: 200 (200km Auto)
- Saisonkilometer: 56.520 (45.890 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.770 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 115 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 361
Jugendspielgemeinschaft FSV Grün-Weiß Gerbstedt/ SV Teutonia 1920 Siersleben B ------------------------------------ 2
- Datum: Samstag, 29. Juni 2013 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: Kreisliga Mansfeld-Südharz, B-Jugend (5. und unterste Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 2-2 nach 84 Min. (42/42) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 2. (10), 2-0 23. (6), 2-1 37. (6), 2-2 68. (8)
- Vergebener Elfmeter: Anhalt-Torwart wehrt Foulelfm. v. Gerbstedter (8) in 63. Min. ab
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Sangerhausen Süd-West (Kap. 1.230, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: 7 (1 Anhalt-Fan, 2 Neutrale, 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes Jugendspiel, das bis zum Schluss eng und spannend war)
SV Rot-Weiß Großörner --------------------------------------- 7
SV Eintracht Bennungen --------------------------------------- 0
- Datum: Samstag, 29. Juni 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Kreisoberliga Mansfeld-Südharz (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-0 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 3-0
- Tore: 1-0 20. David Anders, 2-0 29. Patrick Bieder, 3-0 31. Danny Koge, 4-0 48. David Anders, 5-0 53. David Anders, 6-0 68. Kay Pustal (Foulelfmeter), 7-0 89. Martin Löwig
- Verwarnungen: Patrick Bieder (Großörner); Stefan Rödiger, Thomas Wehrhahn, Toni Kutschera (Bennungen)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Großörner (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 55 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Extrem einseitiges Spiel, dass durch Großörner noch ganz ansehnlich war)
1. Platzbahnkegelverein Annarode II -------------------- 375
1. Platzbahnkegelverein Siebigerode II ------------------ 342
- Datum: Samstag, 29. Juni 2013 – Beginn: 16.45
- Wettbewerb: Landesliga (1. Spielklasse im Platzbahnkegeln)
- Ergebnis: 376-342 nach ca. 135 Minuten, d.h. Annrode II siegte mit 34 Holz
- Wurf Annarode: Hügel 77 gesamt (1. Durchgang: 44, 2. Durchgang: 33), Lüttig 77 (36/ 41), Bernhardt 80 (43/ 37), Jacob 71 (37/ 34), Feuerberg 70 (37/ 33), Heilek [66 (37/ 29) = Streichergebnis]
- Wurf Siebigerode: Hentze 78 (41/ 37), Müller [57 (25/ 32) = Streichergebnis], Sachweh 65 (34/ 31), Worch 64 (29/ 35), Neduck 67 (31/ 36), Kühnemund 68 (35/ 33)
- Spielort: Sportstätte am Roßberg, Kegelanlage (Kap. 70, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: 8 (davon 1 Gästefan und 2 Neutrale)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Irgendwie interessanter als Classic-Kegeln, aber die ganzen Präzisionssportarten stellen den neutralen Zuschauer auf ziemliche Geduldsproben...)
a) Under-17 Football League: Anhalt Sangerhausen/ Fortuna Brücken v Gerbstedt/ Siersleben
b) Amateur Football: Rot-Weiß Großörner v Eintracht Bennungen
c) Local Bowling Variety in Mansfeld Region: Platzbahnkegeln – Annarode v Siebigerode
d) Sightseeing: Palaces and Churches in Hettstedt Region
Den Samstag nutzten wir, uns den Saisonabschluss zweier Ligen im Kreis Mansfeld-Südharz und eine ausschließlich in diesem Kreis verbreitete Sportart anzuschauen. So ging es erst einmal zügig über die Autobahn nach Sangerhausen, wo in der Plattenbausiedlung Südwest ein B-Jugendspiel der Kreisliga stattfand. Sechster gegen Dritter, Anhalt Sangerhausen/ Fortuna Brücken gegen GW Gerbstedt/ Teut. Siersleben hieß es. Es war bedeutungslos, da Stedten schon längst aufgestiegen ist, doch ein gutes Spiel.
Die Heimelf legte einen ganz flotten Start hin und ging schon nach anderthalb Minuten per Treffer in den Winkel mit 1:0 in Führung. Mitte der ersten Halbzeit gelang noch ein zweiter Treffer, doch danach erstarkte der Gast. Für mehr als den Anschlusstreffer reichte es bis zum Seitenwechsel jedoch nicht. Die zweiten 40 Minuten wurden stärker von Gerbstedt/ Siersleben geprägt, wobei sie erst nach einem verschossenen Elfmeter und mehreren guten Einschussmöglichkeiten zum 2:2 ausglichen. Anhalt/ Brücken hatte noch einmal einen tollen Pfostenschuss hingelegt, doch konnte keinen Treffer mehr beisteuern. Am Ende mussten sie zufrieden sein, hier nicht noch eine Niederlage erlitten zu haben.
Interessant war, dass sich auf der schönen Sportanlage im Südwesten der Stadt Sangerhausen zwar nur ganz wenige Eltern einfanden - was sich meist negativ auf die Disziplin der Jugendlichen auswirkt, wenn die Eltern so ein Desinteresse am Spiel der Kinder zeigen - es aber trotzdem ziemlich vernünftig zuging. Die Spieler aus der angeblich so schlechten Siedlung Südwest waren auch noch vernünftiger als die Gäste, die mal ab und an den Dorfdepp raushängen ließen. Am Besten war natürlich die Bemerkung über zwei Spieler, die direkt nebeneinander die Schuhe zubanden und sich dabei halfen: „Eeeeh, was macht’n ihr da, ihr Schwulen? Fummelspiele, oder was, Altaaa!“ Aber da sind die Wänster aus meiner Siedlung schlimmer drauf...
Ich hatte ja auch die Sportanlage erwähnt: mit dem Rasenplatz und dem kleinen Hartplatz hat man da ein richtiges Stadion: der Hauptplatz ist auf einer Längsseite von zwei Stufen begrenzt, hinter denen eine ganz kleine Tribüne steht: das Wellblechdach, das auf alten Metalltorpfosten ruht, tat an diesem verregneten „Sommer“tag heute gute Dienste. Der Pub mit Vereinsheim ist ein Farbtupfer im Vergleich zur grau-braunen Tribüne mit Abstellraum und den auf der anderen Längsseite stehenden Garagen und Schuppen...
In Hettstedt essen und in Burgörner noch am schmucklosen Schloss das das Mansfeld-Museum beherbergt vorbei. Dann nach Großörner, dessen alter Teil samt Kirche auf der Anhöhe verfällt. Unten stehen gesichtlose Häuser und ein ansehnlicher Fußballplatz mit leicht durch Bäume verstelltem Blick auf eine Abraumhalde. Blicke sind dem ortsfremden Besucher hier natürlich auch sicher. Eine typische ländlich-primitive Bergbaugegend eben...
Die Kreisoberliga ist seit Wochen schon langweilig, nun bekam man das bedeutungslose Spiel zwischen dem Sechsten aus Großörner und dem abgestiegenen 15. aus Bennungen für die üblichen überhöhten 2,50€ und ein kleines Programmheft geboten.
Großörner war klar überlegen. Auch wenn Bennungen zwischen der 10. und der 40. ab und an vor dem Tor auftauchte – danach hatten sie keine einzige Torchance zu verzeichnen und in den 30 Minuten, in denen sie Fußball spielten, kamen sie zu keinem Treffer, da Großörner hinten weitestgehend sicher agierte.
Vorne rissen sie sich nun nicht gerade den Arsch auf (sonst wäre alles zwischen 12:0 und 20:0 dringewesen), taten aber alles Nötige um einen überzeugenden Sieg von 7:0 herauszuspielen und die Zuschauer zu unterhalten. Von den sieben Großörnerer Treffern war vielleicht der aus der Luft direkt abgenommene siebte Treffer der schönste - doch auch der souverän verwandelte Elfmeter, der erste Treffer und das 4:0 waren hervorzuheben.
Die Unterschiede zum bekannten Classic-Kegeln sind deutlich, das Spielprinzip ist aber ähnlich simpel: eine Kugel nehmen und damit Holzdinger umschmeißen und das am besten häufiger als der Gegner. Nur wird beim Platzbahnkegeln eine größere und viel schwerere Kugel genutzt und diese richtig durch die Anlage geleddert anstatt sie zu rollen. Die neun groben Holzkegel alle auf einmal abzuräumen ist aufgrund der großen Abstände kaum möglich. Wer einen geschichtlichen Abriss zu diesem mittelalterlichen Spiel lesen will, schaut am besten auf der besten Internetseite zum Thema nach, die passenderweise vom seit Jahren besten Verein in dieser Sportart betrieben wird: PKV Siebigerode!
Nicht die dominante I. Mannschaft von Siebigerode spielte heute, sondern die Reserve, die wir wegen der spektakulären Sportanlage im Juli noch mal besuchen werden. Annarode II ist ebenso wie Siebigerode II im Mittelfeld der höchsten Spielklasse zu finden, doch spielte heute geschickter und konzentrierter, sodass sie einen relativ deutlich Sieg herausholten. Zum Spiel selber kann ich nicht viel sagen. Ich denke, die Bilder sprechen für sich: wie das Spiel abläuft dürfte ja klar sein, dass es nicht so langatmig wie Classic-Kegeln ist, habe ich ja bereits erwähnt...
Auch die Atmosphäre ist hier etwas anders als beim Classic-Kegeln: OK, bei beiden Sportarten wundern sich die Leute schon, wenn da mal Fremde da sind, sie sich für ihren Sport interessieren – egal ob in der höchsten oder der untersten Spielklasse – aber in Mücheln bei der 1. Kegel-Liga hat es kein Spieler gewagt in den Spielpausen Kümmerling und Bier zu trinken statt Wasser und ISO-Plörre...
Aber auf die Zielfähigkeit haben sich die Getränke wohl nicht ausgewirkt, nur die Arbeit des einen Offiziellen, der hinter der Prellwand dauernd sein Bier hervorholte, schien ihm mit fortschreitender Dauer und Bierkonsum schwerer zu fallen...
Wie auch immer; das war ein lohnender Besuch und diese seltene Sportart muss man sich noch mal anschauen. Kann ich nur empfehlen, wenigstens einmal – ob in der engen, kleinen von einer Eiche und einer Buche beschatteten Anlage in Annarode oder dem einem römischen Theater gleich in den Hang gebauten Stadion in Siebigerode – Platzbahnkegeln gesehen zu haben!
- Grounds: 957 (heute 3 neue; diese Saison: 189 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.836 (heute 3, diese Saison: 259)
- Tageskilometer: 200 (200km Auto)
- Saisonkilometer: 56.520 (45.890 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.770 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 115 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 361
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