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Dienstag, 28. Mai 2019

W669III: Abstiegsduell in Tondorf mit gutem Ende für beide – und: bedeutungsloses Gebolze an der Talmühle Schwerfen

SG Erfthöhen ............................................................ 1
SG Dahlem-Schmidtheim ........................................ 0
- Datum: Sonntag, 25. Mai 2019 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga B, Euskirchen, Staffel 2 (9. Fußballliga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-0
- Tor: 1-0 51. Hansen
- Gelbe Karten: NN
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Tondorf (Kap. 600 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 50 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10

SG Bürvenich/ Schwerfen II ................................... 4
SSV Weilerswist 1924 II .......................................... 0
- Datum: Sonntag, 25. Mai 2019 – Beginn: 12.45
- Wettbewerb: Kreisliga C, Euskirchen, Staffel 1 (10. und unterste Fußballliga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-0 nach 95 Min. (45/50) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 6. Kalscheuer, 2-0 40. Strick, 3-0 70. D. Wollweber (Eigentor), 4-0 86. Mundt
- Gelbe Karten: Kalscheuer, Mundt (B/Schwerfen); NN (Weilerswist)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz zur Talmühle/ Schwerfen (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 SG Bürvenich/ Schwerfen II 4:0 SSV Weilerswist II Photos with English Commentary :
a) 10th Division: Bürvenich/ Schwerfen Res. vs. Weilerswist Res.
b) 9th Division: SG Erfthöhen vs. Dahlem-Schmidtheim
c) Rureifel: Schwerfen, Tondorf

Sonntag ging es mal wieder in die Eifel, diesmal mit dem Auto. Das erste der beiden Spiele war weniger interessant: bei Bürvenich/ Schwerfen II gegen Weilerswist II ging es um nichts mehr. In einem ziemlich lahmen Spiel mit viel Gebolze gelang dem Gastgeber ein ungefährdeter 4:0-Sieg. Zum Abschluss noch ein Weitschuss, der durch zwei Abwehrreihen am Torwart vorbei rollerte...

Der Platz ist ganz ansehnlich an der Schwerfener Talmühle, die als solche nicht mehr zu erkennen ist. Direkt daneben befindet sich auch eine große (ehemalige?) Schule. Vor der Schule gibt es einen Graswall, drumherum ein paar Bäume, Häuser und hügelige Landschaft. Der Aschenplatz macht keinen so tollen Eindruck zum Spielen. Der Schiri hatte ab und an schwierige Entscheidungen zu treffen, war aber über weite Strecke auf Ballhöhe und korrekt. SG Erfthöhen 1:0 SG Dahlem-Schmidtheim Einen ganz anders gearteten Platz und ein im Gegensatz zu Schwerfen viel wichtigeres Spiel gab es dann nach zügiger Fahrt über die Autobahn in Tondorf zu sehen. Dort gibt es einen Rasenplatz auf dem den Dorfnamen entsprechenden Tonerde-Untergrund mit schönen Bäumen drumherum und einigen Holzbauten.

1969 schlossen sich die Vereine Eifelstolz Zingsheim und SV Rhenania Engelgau zu der SG Blau-Weiß 69 Zingsheim-Engelgau zusammen. Dann stießen noch SV Erfttal 80 Frohngau-Holzmülheim und die DJK Höhenwacht Tondorf zur „Spielgemeinschaft Erfthöhen 98“ vor fast 21 Jahren hinzu. Auf dem Platz der Höhenwacht Tondorf fand auch heute dieses sehr wichtige letzte Saisonspiel statt. Der Bericht von Fupa lässt sich zu den Abstiegsszenarien aus: „Die Abstiegsregelung sieht vor, dass der direkte Vergleich bei Punktgleichheit zählt. Rinnen hat daher nur eine Chance in der Liga zu bleiben wenn man selbst gewinnt und das andere Spiel nicht unentschieden endet. Mit einem Sieg käme Rinnen auf 18 Punkte. Gewinnt Dahlem/Schmidtheim in Tondorf muss Erfthöhen absteigen, da Rinnen den direkten Vergleich gegen Erfthöhen gewonnen hat. Gewinnt Erfthöhen gegen Dahlem/Schmidtheim müssen die Gäste den Gang in die Kreisliga C antreten. Bei einem Unentschieden zwischen Dahlem/Schmidtheim und Erfthöhen würde Rinnen absteigen, da der direkte Vergleich an Dahlem/Schmidtheim geht. Sollte ein Verein bis zum letzten Spieltag sein Team aus der Kreisiga B2 abmelden, stünde es als dritter Absteiger fest und keine weitere Mannschaft muss in die Kreisliga C absteigen.“

Auf ein 0:0 ließen es beide Teams zum Glück nicht ankommen, sondern es ging von der ersten Minute an voll zur Sache: viel Bewegung, viele Zweikämpfe, etwas wenig Torszenen allerdings, jedoch voller Einsatz von beiden Seiten, ohne das hier geholzt worden wäre. Erst nach der Pause wurde ein langer Ball per Kopf verlängert und fand noch einen anderen Kopf der SG Erfthöhen, der schließlich zum 1:0 einköpfte. Trotz einiger guter Szenen auf beiden Seiten blieb es beim 1:0. Da Rinnen gegen Golbach zeitgleich 0:4 verlor, steigt nun Rinnen ab. Sowohl die Erfthöhen als auch Schmidtheim bleiben somit in der Kreisliga B. Das freut mich für die SG Erfthöhen auch besonders – wo wird man schon mal, weil man Fotos vom Spiel macht, auf Eintritt und ein Kölsch eingeladen? Wirklich sehr nette Atmosphäre dort in Tondorf und sehr gastfreundlich – das gilt auch insbesondere für Ralf, für den ich gerne seine auf dem Platz aktiven Söhne besonders in den Fokus der Spielfotos rückte.

Ich schaute mir hinterher noch kurz den Dorfteil um die Kirche an, die im Moment nach Renovierung geschlossen ist. Sehenswert ist auch die von mir schon vor einiger Zeit mal aufgenommene Marienkapelle (einfach den Pfeil nach links für Bilder von innen anklicken: https://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/27919815163/in/album-72157649554762164/) Tondorf Statistik:
- Grounds: 2.426 (2; diese Saison: 214 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.620 (2; diese Saison: 236)
- Tourkilometer: 130 (130km Auto)
- Saisonkilometer: 61.920 (34.420 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 28.830 Flugzeug/ 3.170 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 16 [letzte Serie: 71, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 669

Mittwoch, 15. Mai 2019

W667I-III: Ein weiteres Wochenende in der Eifel

Sportgemeinschaft 92 Hellenthal/ Hollerath/
Reiferscheidt ................................................. 3
SG Oleftal 1946 ............................................. 1
- Datum: Sonntag, 12. Mai 2019 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga B, Euskirchen, Staffel 3 (9. und unterste Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 95 (45/50) Minuten – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 23. Rühr, 2-0 27. Miller, 2-1 45. Moitzheim, 3-1 47. Mirbach
- Gelbe Karten: Niessen, Mirbach, Dederichs (SG 92); Sommer (Olef)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Hollerath (Kapazität: 1.320, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 90 (davon ca. 7 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10

SC 1919 Merzenich II ....................................... 2
VfR 1919 Vettweiß II ........................................ 3
- Datum: Samstag, 11. Mai 2019 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Kreisliga C, Düren, Staffel 5 (10. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 93 (45/48) Minuten – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 20. Berg, 1-1 27. Weidgang, 1-2 49. Siegert, 1-3 67. Lenitschek, 2-3 85. Weidgang
- Gelbe Karten: 2x Merzenich, 1x Vettweiß
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportanlage Distelrather Weg/ Rasenplatz (Kapazität: 1.220, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 7 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10

SV Hertha 1911 Buschhoven B ........................ 1
SV Wachtberg 1922 B ....................................... 0
- Datum: Samstag, 11. Mai 2019 – Beginn: 15.45
- Wettbewerb: Kreisliga B-Junioren, Bonn, Staffel 2 (7. und unterste U17-Spielklasse)
- Ergebnis: 1-0 nach 83 (40/43) Minuten – Halbzeit: 1-0
- Tor: 1-0 27. Buhl
- Gelbe Karten: 2x Buschhoven, 2x Wachtberg
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Gemeinschaftssportanlage Buschhoven/ Morenhoven, Platz 2 (Kapazität: 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 1,0/10

SC 1928 Roitzheim E ........................................ 0
JSG Erft 01 (Kuchenheim) E/U10-2 ............. 12
- Datum: Samstag, 11. Mai 2019 – Beginn: 13.30
- Wettbewerb: E-Junioren Kreisliga, Euskirchen, Staffel 9a (U11-Liga)
- Ergebnis: 0-12 nach 50 (25/25) Minuten – Halbzeit: 0-5
- Tore: NN
- Gelbe Karten, rote Karten, Schiedsrichter: gibt es da alles nicht
- Austragungsort: Sportplatz Roitzheim (Kapazität: 1.025, davon 25 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 16 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10

JSG Zwanzig 18 (Dahlem-Schmidtheim) E-4: 1
1.FAV/ DJK Konvikt Bad Münstereifel E .... 11
- Datum: Samstag, 11. Mai 2019 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: E-Junioren Kreisliga, Euskirchen, Staffel 8a (U11-Liga)
- Ergebnis: 1-11 nach 50 (25/25) Minuten – Halbzeit: 1-6
- Tore: NN
- Gelbe Karten, rote Karten, Schiedsrichter: gibt es da alles nicht
- Austragungsort: Sportplatz Berk (Kapazität: 750, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10

FC Scheven 1940 ............................................... 3
TSV Schönau 1934 II ........................................ 0
- Datum: Freitag, 10. Mai 2019 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Kreisliga C, Euskirchen, Staffel 2 (10. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 93 (45/48) Minuten – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 3., 2-0 4., 3-0 55. Müller
- Gelbe Karten: 1x Scheven, 2x Schönau
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Scheven (Kapazität: 750, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 FC Scheven 1940 3:0 TSV Schönau II Photos with English Commentary :
a) 10th Division Men in Scheven: FC Scheven vs. TSV Schönau Res.
b) Under-11 in Berk: JSG Zwanzig 18 IV vs. Bad Münstereifel
c) Under-11 in Roitzheim: SC Roitzheim vs. JSG Erft Res.
d) Under-17 in Buschhoven: Hertha Buschhoven vs. SV Wachtberg
e) 10th Division Men in Merzenich: SC Merzenich 1919 Res. vs. VfR Vettweiß 1919 Res.
f) 9th Division Men in Hollerath: Sportgemeinschaft 92 vs. SG Oleftal
g) Eifel: churches of Berk, Kuchenheim, Goldbach, Hollerath, anti-tank barriers Hollerath

Auch dieses Wochenende ging es in die Eifel – weitere Grounds in der Ecke abgrasen. Nächstes WE ist aber mal eine ganz andere Ecke Deutschlands dran! JSG Zwanzig 18 E-4 1:11 1.FAV Bad Münstereifel E Am Freitag nach der Arbeit fuhr ich mit dem Auto nach Scheven. Großer Applaus: es war der dritte Versuch bzw. das dritte Mal dass ich auf dem Sportplatz am Alenberg stand und im dritten Anlauf hat der FC Scheven es fertig gebracht, ein Spiel auszutragen – hat aber auch nicht geregnet. So wie es mal ein paar Stunden nass ist, scheint auf dem Platz Lebensgefahr zu bestehen, sodass alle Spiele abgesagt werden. Schnee wie bei den meisten anderen Vereinen braucht es da nicht einmal. So lächerliche Spielausfälle wie diese beiden da in Scheven habe ich kaum einmal erlebt. Ernsthaft: der Platz war heute, wie allerdings auch bei den Ausfällen in den Monaten zuvor, normal bespielbar. Die Anlage an sich ist einfach nicht gut: ein alter Ascheplatz, etwas abgenutzt, kleines Sportlerheim, schlechtes Flutlicht, keine Ausbauten. Schön ist aber die Lage außerhalb des Dorfes, die vielen einzelnen Bänke, die ganzen Bäume. Wenn man eine richtig schöne Anfahrt haben will, muss man statt von Scheven aus den Berg hochzufahren, die B266 in Richtung Kalenberg verlassen und dann vor dem Dorf sofort rechts den Feldweg nehmen und durch den Wald von hinten an den Platz heranfahren.

Das Spiel zwischen dem FC Scheven 1940 – ungewöhnliches Gründungsdatum übrigens! – und dem TSV Schönau 1934 II begann vor sehr wenigen Zuschauern – ein Schevener rief daher allen persönlich einen Gruß beim Einlaufen zu – aber mit zwei schönen Toren. Der Doppeltorschütze setzte nach der Pause noch einen drauf zum Hattrick. Der nicht sonderlich gut pfeifende Schiri erkannte außerdem zwei Tore der Schevener aus zweifelhaften Gründen ab. Schönau zeigte eine katastrophale Leistung – Scheven spielte ganz gefällig. Das 3:0 daher noch zu niedrig. SC Roitzheim E 0:12 JSG Erft E-2 Samstag ging es noch mal mit dem Auto los. In Berk befindet sich ein nur noch für Kleinfeldjugendfußball genutzter Platz. Dieser liegt sehr idyllisch in einem zwischen zwei Höhenzügen eingekerbten Bachtal. Der Rasen ist wirklich gut. Es gibt auch eine ganz kleine Holztribüne ohne Dach mit zwei Bankreihen vor einem Hang.

Das Spiel war leider ein E-Jugend-Kick der SG Dahlem-Schmidtheim und noch ein paar anderen Dörfern (JSG Zwanzig 18) ohne Schiri. Immerhin wurde der Platz richtig abmarkiert und sogar die in NRW bis in die Kreisliga A hinein seltenen Eckfahnen wurden aufgestellt. Also bis auf die zu 95% falschen Einwürfe und die ungeklärten Missverständnisse bei Aus/ Abstoß oder Abstoß vs. Abschlag nach Schuss am Tor vorbei, war das immerhin fast so wie bei mir in der E-Jugend damals in Sachsen-Anhalt. Der Gast aus Bad Münstereifel dominierte das Geschehen auf dem Feld und zeigte sich, nicht nur aufgrund offensichtlicher körperlicher Überlegenheit, souverän: 1 zu 11 am Ende, gewertet wird ja völlig idiotischerweiße 0:1. Hertha Buschhoven B 1:0 SV Wachtberg B Dieselbe Jugendklasse tobte über den Hartplatz von Roitzheim. Dort gibt es keine Ausbauten und er liegt auch in einer öden Landschaft. Das Spiel dort hatte zwar noch mehr Mängel in vielen Punkten, es gab auch keine Linien oder einen Schiri, aber das souveräne 0:12 der JSG Erft II beim SC Roitzheim war wirklich unterhaltsam. Hinter dem Roitzheimer Tor stand ständig so ein Clown von Co-Trainer, der Bälle vom Gegner im Aus oder irgendwelche Fouls gesehen haben wollte, und sein unsportliches Geplärre durch die Vereinsbrille mit „Fairplayliga heißt ja fair“ einfordern wollte. Genau deshalb sind selbst in der F-Jugend neutrale Schiedsrichter hilfreich – normalerweise reicht es auch, den verantwortungsbewusstesten Aktiven vom Heimverein pfeifen zu lassen. Noch besser aber der Zoff bei der JSG Erft: das müssen ja völlig verblödete Eltern bei denen in Kuchenheim und Umgebung sein, bei diesen Diven auf dem Platz. Bei jeder Auswechslung Geheule, auf den Boden hocken, Gezeter – dann ständig Gemaule, weil jemand nach 5 Minuten Pause wieder rein will, aber der Trainer natürlich noch andere spielen lässt. Ein Elternteil ging dann früher mit einem nicht mehr eingewechselten nach Hause. Also echt Respekt an den Trainer: machte sehr gute Ansprachen der Sportsfreund, hat denen ja auch offensichtlich viel Technisches und Spielerisches beigebracht – aber so einen Haufen verzogene Wänster und diese Eltern dazu: das ist richtig schwer zu handhaben. Wegen des Kunstrasenplatzes hat die JSG Erft aber regen Zulauf aus dem Umfeld von Euskirchen. Eventuell wäre das mal gezieltes Aussortieren solcher Leute, wenn sich bis zu D-Jugend keine Besserung eingestellt hat, fällig. Das kann nicht sein, dass es ständig Ärger um Wechsel gibt oder so mangelhafte Teamfähigkeit – da darf man den Kindern auch auf keinen Fall irgendwelchen Schnulli wie „Funino“ anbieten, da muss erzogen werden, der Respekt vorm Trainer muss eingeprügelt werden und wer dazu geistig zu minderbemittelt ist, soll sich zum Einzelsport verpissen! SC 1919 Merzenich II 2:3 VfR 1919 Vettweiß II Ich bin dann auf der Weiterfahrt zum dritten Spiel gezielt in einen unterirdisch bewerteten Imbiss in Kuchenheim gegangen und habe dort die benachbarte Kirche noch besichtigt. Was den „Kuchenheimer Grill“ angeht – gute Auswahl, vernünftige Preise, beim Lahmacun wurde frisch zubereitet, Qualität Durchschnitt, Geschmack gut; insgesamt nichts Besonderes und die Bude ist verranzt, aber völlig OK für 3 oder 3,5 Sterne. Die ganzen 1-Sterne-Bewertungen sind wahrscheinlich Fake. Das ist natürlich wirklich ein Problem, da man sich in der ganz großen Mehrzahl der Fälle auf die Bewertungen verlassen kann. Auch die Konkurrenz im Ort erhielt übrigens ganz seltsame Bewertungen. Die Kuchenheimer scheinen echt alle einen an der Waffel zu haben...

Dann lieber weiter nach Buschhoven. Dort gab es B-Jugend Kreisklasse zwischen der Hertha und dem SV Wachtberg. Den Kick habe ich nur besucht, um auch mal auf dem Nebenplatz ein Spiel gesehen zu haben. Der Nebenplatz ist allerdings im Gegensatz zum ganz ansehnlichen Hauptplatz sehr öde. Das Spiel war zudem unglaublich schlecht. Wenigstens hat Buschhoven seine einzige Chance in Hälfte eins zum einzigen Tor der Partie verwandelt. Wirklich: seit Monaten habe ich kein Spiel mit derart wenig Spielfluss gesehen, wie dieses hier! SC 1919 Merzenich II 2:3 VfR 1919 Vettweiß II Ein bisschen Männerfußball sollte auch noch sein. Dazu ging es über die Autobahn nach Merzenich. Der Platz auch hier nicht so herausragend: schicke alte Reling ringsherum, ein paar Bänke, ganz wenig Graswall – aber kein Ausbau um den guten Rasen. Die Reserve vom SC 1919 Merzenich traf auf die Reserve vom ebenfalls 1919 gegründeten VfR Vettweiß. Das Spiel war durchschnittlich, wusste aber wegen der immerhin 5 Tore und der Spannung in der Schlussphase zu gefallen. Der Gast siegte 2:3, wobei in der 75. oder so noch ein Elfmeter von Vettweiß über das Tor gesemmelt wurde. Schon lange nicht mehr erlebt habe ich übrigens, dass hier zwei Teams die nur aus Rheinländern bestehen, gegeneinander spielen. Sportgemeinschaft 92 3:1 SG Oleftal Am Sonntag dann die große Radtour. Hoch zum Kottenforst, runter nach Euskirchen, weiter bis Kall, dann über Golbach steil hoch, runter nach Hellenthal und schließlich lange und schwer nach Hollerath an der belgischen Grenze hoch. 74km und bis auf über 600 Höhenmeter. In Hollerath gab es gegen Ende des Zweiten Weltkriegs eine üble Schlacht. Der Ort wurde dabei massiv beschädigt. Die Kirche wurde wieder aufgebaut und ist ganz ansehnlich geworden. Sonst sind viele Häuser eher gesichtslos. Interessant sind die Panzersperren an der belgischen Grenze: da stehen noch lauter Betonsperren im Wald.

Auch der Sportplatz Hollerath befindet sich im Wald. Unweit davon auch ein Bunker. Der Platz liegt sehr schön an einem Hang, umgeben von dichtem Baumbestand, außerdem eine kleine Holztribüne (aber auch hier ohne Dach wie in Berk). Während des Einspielens wurde gescheite Musik gespielt – v.a. Rammstein. Nicht ganz so derb ging es dann auf dem Platz zu. Erwartungsgemäß bestimmte die SG 92 Hollerath-Hellenthal-Reifferscheidt das Geschehen – die SG Oleftal ist derzeit in einer Krise, wenn man die Ergebnisse sieht. Mitte der ersten Hälfte gelang ein Doppelschlag zum 2:0 – sehr schön herausgespielt jeweils. Oleftal schaffte sehr glücklich den Anschluss vor der Pause mit einem Konter, doch gleich nach Wiederbeginn der dritte Treffer zum 3:1 Endstand. Oleftal vergab dann noch einen zweifelhaften Elfer – nicht einmal den Nachschuss bekamen sie trotz Foul am Torwart unter.

Die Rückfahrt legte ich genauso wie die Hinfahrt. In Golbach besichtigte ich noch die ganz ansehnliche Kapelle, die ich vor bzw. nach dem Spielbesuch damals in Golbach nicht besichtigen konnte. Der Ort ist sowieso sehr schön gelegen, von dem gleichnamigen Bach durchflossen und lohnt mal einen Abstecher. Interessant war auch: auf dem zentralen Dorfplatz darf unter Androhung von Strafe kein Alkohol konsumiert werden – dabei steht dort ein Maibaum, also ein Gewächs, dass man in anderen Dörfern ohne Suff bekanntlich kaum aufrichten kann... Madonna tree Statistik:
- Grounds: 2.419 (Fr 1, Sa 4, So 1; diese Saison: 207 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.612 (Fr 1, Sa 4, So 1; diese Saison: 228)
- Tourkilometer: 490 (100km Auto, 240km Auto, 150km Rad)
- Saisonkilometer: 60.420 (33.020 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 28.830 Flugzeug/ 3.070 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 9 [letzte Serie: 71, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 667

Mittwoch, 8. Mai 2019

W665III-IV: Fußball in Bad Münstereifel

SG Eintracht Eifel (Nöthen/ Pesch/ Harzheim/
Holzheim/ Weiler am Berge) .......................... 3
SG Mutscheid/ Effelsberg/ Houverath .......... 5
- Datum: Sonntag, 28. April 2019 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga B, Euskirchen, Staffel 2 (9. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-5 nach 93 (45/48) Minuten – Halbzeit: 0-4
- Tore: 0-1 30. Rawicki, 0-2 33. Jokic, 0-3 37. Schneider, 0-4 45. Derichsweiler, 1-4 54. Walter, 1-5 84. Dederichs, 2-5 87. Walter, 3-5 93. Schiefer
- Gelbe Karten: 2x Eifel, 2x Mutscheid
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Nöthen (Kapazität: 1.200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 75 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10

TSV Schönau 1934 II ...................................... 0
SG Flamersheim/ Kirchheim II ..................... 5
- Datum: Sonntag, 28. April 2019 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: Kreisliga C, Euskirchen, Staffel 2 (10. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-5 nach 92 (46/46) Minuten – Halbzeit: 0-3
- Tore: 0-1 8. Gerliz, 0-2 27. Gerliz, 0-3 42. Kolvenbach, 0-4 60. Aulmann, 0-5 77. Gerliz
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Rittersweg/ Schönau (Kapazität: 935, davon 35 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10

SG Mutscheid/ Wershofen-Hümmel AH ...... 0
SG Dahlem-Schmidtheim AH ........................ 2
- Datum: Samstag, 27. April 2019 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 0-2 nach 72 (35/37) Minuten – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 50., 0-2 60.
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Hardtbrücke (Kapazität: 820, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10

JSG Schönau/ Effelsberg E ............................ 6
JSG Mechernich/ Feytal/ Weyer E ................ 2
- Datum: Samstag, 27. April 2019 – Beginn: 13.30
- Wettbewerb: E-Junioren Staffel 5A Euskirchen (1. und einzige U11-Liga)
- Ergebnis: 6-2 nach 50 (25/25) Minuten – Halbzeit: 5-0
- Tore: NN
- Gelbe Karten, rote Karten: gibt es nicht
- Austragungsort: Sportplatz Effelsberg (Kapazität: 800 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 8 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

JSG Satzvey/ Firmenich E .............................. 2
VfB Blessem 1924 E ......................................... 4
- Datum: Samstag, 27. April 2019 – Beginn: 11.30
- Wettbewerb: E-Junioren Staffel 2A Euskirchen (1. und einzige U11-Liga)
- Ergebnis: 2-4 nach 50 (25/25) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tore: NN
- Gelbe Karten, rote Karten: gibt es nicht
- Austragungsort: Sportplatz Firmenich (Kapazität: 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 1,5/10

1. FAV Bad Münstereifel C ........................... 3
SpVgg. Nöthen-Pesch-Harzheim C ............... 2
- Datum: Samstag, 27. April 2019 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: C-Junioren Kreisleistungsstaffel Euskirchen (5. U15-Liga)
- Ergebnis: 3-2 nach 70 (35/35) Minuten – Halbzeit: 3-0
- Tore: NN
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Bad Münstereifel (Kapazität: 1.220, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 1,5/10 RupperathPhotos with English Commentary :
a) Under-15: Bad Münstereifel vs. Nöthen-Pesch-Harzheim
b) Under-11: Firmenich/ Satzvey vs. Blessem
c) Under-11: Effelsberg/ Schönau vs. Mechernich/ Feytal/ Weyer
d) Veterans: Muscheid/ Wershofen-Hümmel vs. Dahlem-Schmidtheim
e) Men: Schönau Reserves vs. Flamersheim/ Kirchheim Reserves
f) Men: Eintracht Eifel (Nöthen) vs. Mutscheid/ Effelsberg/ Houverath
g) Eifel: Lost Grounds in Arloff, Bad Münstereifel, Dahlem, Baasem, Alendorf, Hüngersdorf, Blankenheim, Rohr, Rupperath / Churches in Rodert and Alendorf / Village Architecture in Schönau and Nöthen
1.JFV Bad Münstereifel C 3:2 Nöthen-Pesch-Harzheim C Nach der tollen Balkantour sollte es mal wieder Fußball in der Eifel geben. Los ging es am Samstag mit einem Zusatzpunkt, denn auf dem Sportplatz Bad Münstereifel finden seit Jahren keine Männerspiele mehr statt. Nach einigen Jahren Brachliegen wurde diese Saison der Platz für Jugendfußball wieder aktiviert. Verantwortlich zeichnet sich dafür der Erste Fußball-Ausbildungsverein Bad Münstereifel, der den Jugendfußball in dieser toten Ecke Eifel voranbringen will http://1fav-badmuenstereifel.de/jugendkonzept/ und mit der Deutschen Jugendkraft Konvikt Bad Münstereifel eine Spielgemeinschaft in diversen v.a. Kleinfeldjugendklassen hat. Großfeld gibt es heute aber doch zu sehen: es spielten die C-Junioren. Das Spiel lohnte sich allerdings überhaupt nicht zu verfolgen. Kein Coaching, Schiri nur Beiwerk, minimalste fußballerischer Fertigkeiten fehlten. 3:0 bei Pause für den Gastgeber mit 3 Torschüssen, nach der Pause die einzigen beiden Chancen für den Gast zum 3:2 Endstand.

Dass der Platz reaktiviert wurde, lohnt sich aber: er ist schön zwischen einem Bach und einem Berghang gelegen. Am Fuße des Berghangs sind ein paar Stufen oder ein anderweitig bearbeiteter Hang, der mal eine Tribüne war. Die Landschaft um Bad Münstereifel, in die man einen Blick von allen Seiten des Platzes erhält, ist sowieso sehr schön. Meine Bilder von 2017 vor der Reaktivierung findet man hier: https://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/38164119962/in/album-72157649554762164/ (den Pfeil rechts vom Bild anklicken für weitere Aufnahmen!)

JSG Satzvey/ Firmenich E 2:4 VfB Blessem EMit weiterem spielerischem Schrott ging es in Firmenich weiter. Dort ist der Platz auch nicht so lohnend, da am Rande der Hügelkette nach Mechernich gelegen und völlig ausbautenlos. Auch der Blick zur Kirche ist nicht so toll, da selbige ein hässlicher Backsteinbau ist. Als Schrott muss ich das Spiel deshalb werten, da es eine E-Jugend-Partie in dieser scheiß Fairplayliga war: kein Schiri, keine Regeln, Hütchen statt Markierungen, keinerlei Niveau. Dazu geballte Inkompetenz an der Seitenlinie: nur rummaulen, statt zu erklären, was anders gemacht werden soll. Wenn einer übern Ball haut, mault der Trainer von Satzvey/ Firmenich dumm rum – dann muss die Ballannahme halt im Training geübt werden! Was bringt das Geplärre von dem Typen von außen? Wenigstens fielen sechs Tore: 2-4 für Blessem. Aber wirklich schlimm, wie mittlerweile Fußball in den unteren Juniorenklassen gespielt und organisiert wird. Bei uns gab es, als ich Ende der 90er in dieser Klasse – damals natürlich Sachsen-Anhalt – gespielt habe Linien und Eckfahnen, einen Schiedsrichter vom Heimverein der meistens verantwortungsvoll agiert hat und auch richtige Ergebnissammlungen beim Verband, dem Verein und auch der Zeitung. Diese kranken Verbände in NRW melden ja in der E-Jugend mittlerweile nur noch, wer gewonnen hat (markiert mit 1:0 bzw. 0:1 oder 1:1 bei Unentschieden) und unter der E-Jugend werden Ergebnisse gar nicht mehr gemeldet. JSG Schönau/ Effelsberg E 6:2 JSG Mechernich/ Feytal/ Weyer Ich befürchtete noch eine furchtbare Partie ansehen zu müssen, um einen weiteren, nur für Jugendfußball genutzten Platz besuchen zu können, doch es gab tatsächlich einen Lichtbild da oben in Effelsberg: richtig schöne Spielzüge und gute Ballbehandlung. Die Fairplayliga ist eine Beleidigung für zwei so solide spielende Mannschaften. Völlig idiotisch auch die Missverständnisse zwischen den Trainern, die in gegenseitigem Vollmaulen und Anmotzen der Spieler endeten – hätte es bei einem verantwortungsvoll agierenden Schiri nicht gegeben. Ansonsten beide Seiten mit gutem Coaching: da wird erklärt, wie der Spieler zu Ball und Gegner stehen soll – nicht nur reingebrüllt wie in Firmenich „Ey Ben-Luca-Theodor, dat kann doch nech war sein?! Du pennst da hinten nur, Junge, Junge, Junge, doooo“. Schönau/ Effelsberg war die bessere Mannschaft und erzielte teils nach spektakulären Ballstafetten 6 Tore. Mechernich/ Feytal/ Weyer konnte nur 2 Treffer erzielen. Der Platz liegt übrigens über eine Brücke bzw. Schotterwege erreichbar am Dorfrand oberhalb der Umgehungsstraße. Ausbauten hat der keine, aber eine ganz ansehnliche Reling und schöne Bäume drumherum. Teilweise hat man auch einen Blick in die Landschaft. SG Mutscheid/ Wershofen-Hümmel AH 0:2 SG Dahlem-Schmidtheim AHAls letztes Spiel des Tages gab es noch ein Freundschaftsspiel Ü35 11 gegen 11 auf Großfeld. Die Alten Herren von Mutscheid sind in einer Spielgemeinschaft mit Wershofen-Hümmel – also NRW und Rheinland-Pfalz, Verbände Mittelrhein und Rheinland – und haben übrigens eine gute Website mit Spielplan. Ich werde die SG Mutscheid daher sicher auch mal auswärts anschauen, da sie oft Samstagabend spielen. Das Niveau ist allerdings verglichen mit vielen Ü35-Spielen, dich ich in Mecklenburg, Sachsen (v.a. Leipzig) oder Sachsen-Anhalt gesehen habe, deutlich niedriger. Tore fielen erst spät und nur zwei für den Gast aus Dahlem-Schmidtheim. Bei deutlich mehr Spielanteilen und Torchancen aufseiten von Mutscheid natürlich blöd gelaufen...

Der Platz der SG Mutscheid liegt weit außerhalb des Dorfes in der Gemarkung Hardbrücke, wo es ein Sägewerk und ein paar wenige Wohnhäuser gibt. Zwischen einem Bach und einem Hang, auf dem eine größere Straße verläuft, liegt der Platz malerisch zwischen zwei Höhenzügen mit dichter Bewaldung eingeklemmt. Es gibt auch eine Überdachung, die bei dem Regen heute hilfreich war. In jedem Fall einer der schöneren Plätze in der Eifel. SG Mutscheid/ Wershofen-Hümmel AH 0:2 SG Dahlem-Schmidtheim AHZwischen Spiel 3 und 4 sowie vor dem ersten und nach dem letzten Spiel habe ich noch insgesamt 11 Lost Grounds aus meiner Liste abgehakt, bei der ich mich von Sportfreund Bartsch aus Mechernich habe inspirieren lassen. Seine Liste führt allerdings, wie ich heute auch zwei Mal feststellte, vereinzelt fälschliche oder zweifelhafte Großspielfelder auf.

Unzweifelhaft ist der Platz in Arloff, wo Arloff-Kirspenich Alte Herren auch noch kicken. Von daher kein Lost Ground, aber ich habe das Teil schon mal gespottet: langweilig, da in öder Voreifellandschaft gelegener Hartplatz in einem hässlichen Dorf.

Der eingezäunte Rasen vom St. Angela Gymnasium Bad Münstereifel hat schon einige Junioren-Wettkampfspiele erlebt, aber wird wohl nicht mehr für Wettkämpfe genutzt. Sieht auch nach nichts aus. Die angrenzende Sporthalle lohnt mehr.

Rodert war leider ganz daneben: ein Kleinfeldplatz, völlig zugewuchert, daneben ein versiffter Minigolfplatz. Raus aus der Liste. Dafür aber noch eine sehr sehenswerte Kirche – von außen burgartig, innen recht modern mit gesegneten Palmzweigen to go – in dem ansonsten gesichtslosen Dorf Rodert entdeckt.

In Dahlem gibt es zwei Plätze: eine Piste führte den Hang hoch zu einem Rasen-Großfeld, auf dem jedoch nur noch Kleinfeldtore stehen. Na gut, nehme ich doch in die Liste. Richtig lohnend ist der Ascheplatz, der von der SG Dahlem-Schmidtheim leider nur noch als Trainingsplatz verwendet wird. Gespielt wird nur in Schmidtheim und manchmal noch Kleinfeldjugend in Berk. Besonders die überdachten Stehplätze und die Hanglange machen diesen Platz zum Zuschauen noch schöner als Schmidtheim. Schade, dass Schmidtheim und nicht Dahlem damals von Asche auf Kunstrasen umgerüstet wurde, denn in Dahlem ist der Zuschauerkomfort viel höher!

In Baasem ist ein recht großer Rasenplatz eher unspektakulär aber ganz hübsch am Dorfrand gelegen. Gepflegt, toll zum Bolzen, Turniere eventuell ab und zu mal ausgetragen.

Alendorf liegt noch genialer, ist auch nur über eine Piste erreichbar, die tief in den Wald führt. Turniere sind mir nicht bekannt. Verhältnismäßig gut bespielbar sicherlich. Alendorf ist außerdem ein sehr schönes und sehenswertes Dorf mit zwei Kirchen und einem enormen Kalvarienberg.

Blankenheim auf dem Finkenberg ist sehr schön hinter der Schule in einer Senke gelegen. Klare Bolzplatz-Empfehlung! Gibt auch Tischtennisplatten und eine Torwand.

Hüngersdorf ist leider sehr versifft, liegt aber wieder toll. Wenn man vorm Ort zur Kapelle hoch fährt, sieht man gegenüber den Platz schon auf der Kuppe liegen. Die Zufahrt über die Piste ist sehr originell aber holprig...

Rohr ist als ehemaliger Platz von Fortuna Rohr – fast 100 Jahre alt der Verein, aber bestimmt schon 20 Jahre lang keinen Spielbetrieb mehr, wohl nur mal Freizeitturniere oder so – gut ausgebaut, liegt sehr weit draußen, sehr schön. Halbwegs gepflegt. Wirkt ordentlich bespielbar.

Besonders schön liegt dann aber Rupperath. Der Platz ist nur ähnlich uneben wie die Zuwegung. Sehr „intelligent“: am Abzweig steht „Durchfahrt für Kfz verboten“ und an der nächsten Kreuzung im Wald noch mal das dumme Schild, aber darunter links ein Pfeil „Sportplatz“. Der Platz liegt sehr schön auf einer Lichtung im Wald. Nöthen TSV Schönau II 0:5 SG Flamersheim/ Kirchheim IISonntag hatte ich eine etwas kürzere Tour, auch ohne Dokumentation von Lost Grounds, aber dafür mit dem Fahrrad. Immerhin ließen sich zwei Spiele kombinieren und ein bisschen was angucken.

Schönau ist in der Tat ein schönes Dorf: viel Fachwerk, zwischen einer Bachsenke und steilen Hügeln gelegen. Interessante Kirche und enge Gassen.

Der Platz liegt auch sehr schön an einem Hang und mit Blick auf die gegenüberliegenden Anhöhen. Einige Bänke und Sitze stehen etwas vereinzelt rum.

Das Spiel war nicht so doll, da sehr einseitig. Der Gastgeber war ganz schwach. Flamersheim/ Kirchheim (genannt „Flaki“) war am Ende verdienter 0:5-Sieger. Auch der Schiedsrichter ziemlich schwach, hatte wohl die Karten auch in der Kabine gelassen – aber teilweise kamen da sinnfreie Sprüche der Schönauer gegen ihn. Dass der Schiri sich das Pöbeln von dem komischen Schönauer Betreuer/ Trainer oder was der da sein wollte, gefallen ließ, zeigt allerdings eine große Schwäche beim Schiri selbst. SG Eintracht Eifel 3:5 SG Mutscheid/ Effelsberg/ HouverathDann ging es weiter nach Nöthen.
Der Platz liegt auch schön, hier deutlich außerhalb des Dorfes auf einer Anhöhe, teils von Bäumen umgeben, teils mit weitem Blick in die Landschaft und übers Dorf gesegnet. Keine Ausbauten, kleines Sportlerheim aber schöner Rasen und prima Graswall hinter dem einen Tor.

Zudem gab es heute ein geniales Spiel mit 3 vergebenen Elfmetern, davon zwei innerhalb einer Minute (nach dem abgewehrten erste Elfer, wurde ein anderer Stürmer als der Schütze im Strafraum direkt noch mal umgelatscht), aber dennoch einem Sieg für den Gast aus Mutscheid/ Houverath/ Effelsberg zu bewundern. Der Gast zog zwischenzeitlich auf 0:4 davon, doch am Ende war es – eben auch aufgrund der drei vergeigten Strafstöße – nur ein 3:5 und bis in die Schlussphase hinein spannend. Diesmal auch ein sehr guter Schiri, der seine zwei Fehler auch beschwichtigend einräumte (zweiter Elfer sehr zweifelhaft und 1x falsch auf die Uhr geguckt) und alles im Griff hatte.

Auch Nöthen ist ein recht sehenswertes Dorf, wie ich nach dem Spiel feststellte: schöne Kirche, einiges an Fachwerk, interessante kleine Kapelle. SG Eintracht Eifel 3:5 SG Mutscheid/ Effelsberg/ HouverathStatistik:
- Grounds: 2.406 (Sa 4, So 2; diese Saison: 194 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.598 (Sa 4, So 2; diese Saison: 214)
- Tourkilometer: 360 (Sa 260km Auto, So 100km Rad)
- Saisonkilometer: 59.250 (32.140 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 28.830 Flugzeug/ 2.780 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 68 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 665

Montag, 9. April 2018

W610III: 150km mit dem Rad zur Kreisliga C in der Eifel

DJK Grün-Weiß Mülheim .............................. 1
SG Arminia Blankenheimerdorf 1929 ........... 3
- Datum: Sonntag, 8. April 2018 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga C, Euskirchen/ Staffel 3 (10. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 11. Schumacher, 1-1 40. Sahin (Elfmeter), 1-2 68. Müller, 1-3 82. Schmitz
- Gelbe Karten: Habeeb (Mülheim); Neuwaldt (Blankenheimerdorf)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Mülheim (Kap. 715, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 40 Gäste)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel)

SG Dahlem/ Schmidtheim 1970 II ................ 13
DJK Herhahn-Morsbach 1947 ........................ 2
- Datum: Sonntag, 8. April 2018 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: Kreisliga C, Euskirchen/ Staffel 3 (10. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 13-2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 5-0
- Tore: 1-0 9. Schröder, 2-0 15. Schröder, 3-0 35. Nr. 4 (Handelfmeter), 4-0 37. Otto, 5-0 38. Lippertz, 6-0 46. Schröder, 7-0 54. Schröder, 8-0 55. Lippertz, 9-0 62. Schröder, 10-0 64. Schlecht, 10-1 65. Al Gburi, 10-2 75. Sheikhi, 11-2 76. Schlecht, 12-2 83. Schröder, 13-2 89. Kinnen
- Gelbe Karten: Holler (Herhahn)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Schmidtheim (Kap. 300 Stehplätze + 1.200 Stehplätze außerhalb)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 5 Gäste)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Hauptsache Tore im Minutentakt...) DJK Grün-Weiß Mülheim 1:3 Arminia Blankenheimerdorf Photos with English commentary:
a) Match in Schmidtheim: Dahlem/ Schmidtheim Res. vs. Herhahn-Morsbach
b) Match in Mülheim: DJK GW Mülheim vs. Blankenheimerdorf
c) Eifel Region: Schmidtheim Palace & Church, Holzmülheim, Stotzheim

Am Sonntag wurde die Runde mit dem Rad richtig weit: knapp 150km teils anspruchsvolles Profil mitten in die Eifel, in die hinterste Ecke vom Landkreis Euskirchen. Auf dem Weg schaute kam ich durch ein paar sehenswertere Eifeldörfer wie Iversheim und v.a. das sehr sehenswerte Bad Münstereifel. Schönau ist auch schön und die Strecke von dort nach Schmidtheim sehr ruhig abseits der Bundesstraße. In Schmidtheim selber gibt es eine interessante moderne Kirche mit altem Turm und ein ansehnliches Schloss.

Unterhalb des Schlosses kickt die SG Dahlem/ Schmidtheim. Der Platz liegt toll in die bergige Landschaft gebettet – scheiße ist aber, wie die ganzen Zaunanlagen die Sicht verstellen. Vorher war der nun sehr gute Kunstrasen zwar ein mieser Hartplatz, aber klar zuschauerfreundlicher ohne Sichtbehinderungen.

Zuschauer sind natürlich nicht viele da gewesen beim Spiel der II. Mannschaft. Beim Vorspiel, dessen letzten Minuten ich noch sah, waren es mehr. Aber die ganzen Prolleltern mit ihrem Asi-Nachwuchs der SF Wüschheim-Büllesheim B-Jugend, der auf dem Parkplatz „Auswärtssieg Heil“ und ähnliches grölte – ohne dass die Eltern zur Mäßigung gerufen hätten – fuhren wieder in ihr hässliches Kaff bei Euskirchen.

Jedenfalls gab es in der Kreisliga C hinteres Mittelfeld gegen punktloser Tabellenletzter, der schon mehrfach zweistellig (mit bis zu 15:0) verloren hat, zu sehen. Die DJK Herhahn-Morsbach spielte zur Hälfte mit Flüchtlingen, ansonsten wäre die DJK maximal in einer Spielgemeinschaft erhalten. Trotzdem waren diesmal nur 9 Spieler aufgekreuzt. Von den Deutschen waren die meisten aber kaum fähig, irgendetwas fußballähnliches zu zeigen – die Flüchtlinge hatten größtenteils das Durchschnittsniveau dieser Spielklasse. Dass der Verein aber so am Leben gehalten wird und zu besseren Zeiten überbrückt werden soll, finde ich sehr gut. Ein großes Lob an die DJK Herhahn-Morsbach, dass sie hier zu neunt angetreten sind und keinen Ärger gemacht haben! Die Situation sieht bei Schmidtheim hingegen anders aus: es scheint im ganzen Verein nur Eingeborene zu geben, die Spielerdecke war mehr als ausreichend und einige waren so gut, dass sie die Abwehr der Gäste im Minutentakt ausspielten. Allerdings haperte es etwas mit der Chancenverwertung, sonst wäre es hier auf die 30-Tore-Marke zugegangen. 5:0 bei Halbzeit, nach dem 10:0 mal ein Doppelschlag der Gäste durch zwei ich glaube Syrer, dann am Ende ein 13:2. SG Dahlem-Schmidtheim II 13:2 DJK Herhahn-Morsbach Weiter nach Blankenheim, wo auf dem Ausweichplatz auf dem Finkenberg gespielt werden sollte. Welcher Spast auch immer das bei fussball.de so reingestellt hat... Ich musste noch drei Kilometer weiter fahren, da der Kick derselben Spielklasse in Blankenheim-Mülheim stattfand... Das ist das Nachbardorf der kleinen Eifelortschaft und Heimat der Grün-Weißen Mülheimer Deutschen Jugendkraft – bei der nur noch drei deutsche Spieler, dazu hier aufgewachsene Albaner und Türken und viele v.a. syrische Flüchtlinge, aktiv sind. Der Verein wäre gar nicht mehr existent ohne Zuwanderer aus umliegenden Orten. Offenbar passt das aber vielen Eingeborenen nicht: bis auf einige Syrer kamen nur 5, 6 Deutsche. Mehr als die Hälfte der Zuschauer waren hingegen die 6km von Blankenheimerdorf mit Auto und Fahrrad angereist.

Der 4. und der Tabellenführer standen sich auf dem herrlichen am Dorfrand an einem Waldstück auf einem Höhenzug mit grandiosem Landschaftsblick gelegenen Rasenplatz gegenüber. Blankenheimerdorf ist schon ein paar Punkte enteilt, ging auch früh in Führung. Ein zweifelhafter Elfmeter brachte Mülheim den Ausgleich, nachdem sie weitestgehend gleichwertig und teilweiser auch aktiver waren. Nach der Pause war aber Blankenheimerdorf deutlich besser und gewann verdient – u.a. mit einem 40m-Schuss an den Innenpfosten – mit 1:3.

Eine Szene am Rande: der Kassierer von Mülheim kam mit seiner Ledertasche aus den Gästefans, die alle an der Längsseite standen, hatte zuvor aber offensichtlich nicht bei den eigenen Fans kassiert – weder bei den Deutschen noch bei den Syrern – und mich hielt der für Presse und ließ mich in Ruhe. Das Ganze schien mir schon recht eindeutig, auch wenn ich den Typen natürlich nicht gezielt beobachtet habe. In so einem Fall würde ich aber anstelle von Gästefans in Mülheim (z.B. Keldenich nächsten Sonntag oder Dollendorf-Ripsdorf) unter diesen Umständen die Herausgabe von Eintrittsgeld verweigern: nur Scheißvereine kassieren bei den eigenen Leuten nicht ab und dafür nur bei den Gästen! Dann bitte generell kostenlos (was bei Kreisliga C auch angemessen wäre) und den Spielbetrieb aus Mitgliedsbeiträgen und Sponsoren finanzieren! DJK Grün-Weiß Mülheim 1:3 Arminia Blankenheimerdorf Statistik:
- Grounds: 2.147 (2x; diese Saison: 167 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.308 (2x; diese Saison: 203)
- Tourkilometer: 150 (150km Rad)
- Saisonkilometer: 48.570 (25.390 Auto, davon 4.770 Mietwagen/ 20.060 Flugzeug/ 2.730 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 89 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 610 Wochen.