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Donnerstag, 20. Oktober 2016

W533III: Groundhopping zwischen Rostock und Wismar – 5 Spiele an einem Tag

Bad Doberaner SV 90 II ........................... 24
HSG Uni Rostock ...................................... 23
- Datum: Samstag, 15. Oktober 2016 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern/ West (6. Handballliga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 24-23 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 14-14
- Tore: NN
- Gelbe Karten: 2x Bad Doberan, 3x Rostock
- Zeitstrafen: 4x Bad Doberan (= 8 Minuten); 2x Rostock (= 4 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Stadthalle Bad Doberan (Kap. 300, davon 213 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 90 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes und völlig ausgeglichenes Spiel, das mit einem Duselsieg endete)

SV Schiffahrt und Hafen Wismar ............. 3
Grevesmühlener FC ................................... 1
- Datum: Samstag, 15. Oktober 2016 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: Kreisoberliga Schwerin/ Nordwest-Mecklenburg (9. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 94 Min. (45/49) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 42. Michael Jäke, 1-1 62. Tobias Reiche (Foulelfmeter), 2-1 67. Julian Welk, 3-1 78. Carl-Gustav Schwartz
- Verwarnungen: Alex-Raik Skowronek, Carl-Gustav Schwartz (Wismar); Heinrich Hackert, Marten Boje (Grevesmühlen)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Kunstrasenplatz im Stadionkomplex Kurt Bürger (Kap. 700 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Gutes Mittelmaß)

FC Anker Wismar 1997 II .......................... 1
Greifswalder FC II ...................................... 1
- Datum: Samstag, 15. Oktober 2016 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Landesliga Mecklenburg-Vorpommern Nord (7. Liga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 32. Marcel Heine, 1-1 68. Alexander Glandt
- Verwarnungen: Lasse Krastel (Wismar)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Jahnsportplatz (Kap. 3.500, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Besseres Mittelmaß, spannendes Spiel)

Neuburger SV D ........................................... 8
Mecklenburger SV D II ............................... 2
- Datum: Samstag, 15. Oktober 2016 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Kreisliga D-Junioren, Schwerin/Nordwest-Mecklenburg/ Staffel 1 (4. und unterste Liga der U13)
- Ergebnis: 8-2 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 4-0
- Tore: 1-0 9. (10), 2-0 15. (5), 3-0 25. (16), 4-0 26. (5), 4-1 35. (Nr. 6), 5-1 47. (9), 6-1 49. (9), 7-1 50. (11), 8-1 54. (5), 8-2 59. (Nr. 10)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz am Wallberg (Kap. 1.500, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Juniorenspiel)

Kröpeliner Sportverein 1947 D ................. 13
Obotrit Bargeshagen/ SV Parkentin D II ... 1
- Datum: Samstag, 15. Oktober 2016 – Beginn: 9.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse D-Junioren, Warnow/ Staffel 2 (5. und unterste Liga der U13)
- Ergebnis: 13-1 nach 63 Min. (32/31) – Halbzeit: 6-1
- Tore: 1-0 5. (11), 1-1 10. Helge Kaiser, 2-1 14. (3), 3-1 22. (10), 4-1 24. (10), 5-1 25. (11), 6-1 30. (3), 7-1 34. (10), 8-1 44. (10), 9-1 46. (2), 10-1 48. (10), 11-1 50. (10), 12-1 57. (11), 13-1 61. (10)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz am Stadtholz (Kap. 1.000, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Recht flottes, aber natürlich sehr einseitiges Spiel) Kröpeliner SV D 13:1 Obotrit Bargeshagen/ SV Parkentin D II Photos with English Commentary:
a) Under-13 League in Kröpelin
b) Under-13 League in Neuburg
c) Anker Wismar Res. v Greifswald Res.
d) Schiffahrt/ Hafen Wismar v Grevesmühlen
e) Handball Bad Doberan Res. v Uni Rostock

An diesem Samstag gab es besonders viele Spiele zwischen Rostock und Wismar. Das erste für mich interessante Spiel fand in Kröpelin statt. Das Hauptstadion hatte ich schon besucht – dort spielen die Männer – und nun sollte mal das Nebenstadion – dort finden alle Jugendspiele statt – besucht werden. Das kleine Stadion liegt ganz am Rande der Kleinstadt am Waldstück Stadtholz. Die Umkleiden befinden sich in einem stillgelegten Restaurant in einem Fachwerkgebäude, der Platz hat wie das Hauptstadion auch eine kleine Tribüne mit Holzbänken. Hier auch sehr idyllisch gelegen. Das Spiel war auch nicht schlecht. Am Anfang hielt die Zweite D-Jugend von Bargeshagen/ Parkentin noch mit, doch schon kurz vor der Pause war mit 6:1 alles klar. Vor allem die Schusstechnik bei einigen Kröpelinern war klar besser, sodass das am Ende zu hohe 13:1 keine Überraschung war. Neuburger SV D 8:2 Mecklenburger SV D II Ein anderer interessanter Platz ist der ausbautenlose Sportplatz am Wallberg in Neuburg. Neuburg liegt im östlichen Küstenhinterland von Wismar und Poel und hat eine historische Backsteinkirche und direkt hinterm Platz auch eine Wallburg – ehemalige Burganlage, von der nur noch die Ringwälle zu sehen sind: hier auch noch mit albernen Holzhütten bebaut – zu bieten. Am Fuße des Burghügels tobten die D-Junioren vom Neuburger SV und der II. vom Mecklenburger SV aus Dorf Mecklenburg über den Rasen. Der Blick vom Burgberg aus ist sehr gut. Auch hier war der Leistungsunterschied deutlich: Neuburg ging 4:0 und nach der Pause und einem schnellen Gegentor 8:1 in Führung. Das 8:2 war der Schlusspunkt auf ein absolut mittelmäßiges Spiel. Anker Wismar II 1:1 Greifswalder FC II Dann ging es nach Wismar, wobei ich erstmal genug Zeit hatte, um beim Döner im Gewerbegebiet am Wiesengrund die Spezialausführung mit Käse, Oliven und Peperoni zu essen. Ziemlich im Zentrum liegt dann der Jahn-Sportplatz. Irgendein komischer Typ ohne Ordnerbinde, Karten oder Kasse forderte 2€ ein – wenn der nicht korrupt war, war das der angemessene Eintrittspreis für die Landesliga. Der Jahn-Sportplatz hat eine kleine Sitztribüne mit Holzbänken, dahinter ein auffälliges Sportlerheim und drumherum mehr oder weniger hohe und teils bewachsene Stehstufen. Auch der Baumbestand und die alten Kassenhäuschen fallen auf. Das Spiel war ganz OK: Anker Wismar II und Greifswalder FC II waren erst auf Augenhöhe, dann riss Greifswald das Spiel an sich, kassierte aber einen berechtigten Elfmeter – der wurde wiederum verschossen – und dann einen Gegentreffer mit einer der wenigen guten Aktionen der Heimelf. Nach der Pause war die Partie wieder ausgeglichener, es traf aber nur noch Greifswald. Und naja: das Schiedsrichtergespann traf auch, aber vor allem Fehlentscheidungen – u.a. wurde Wismar ein klarer Elfmeter (zudem mindestens Gelb für den Torwart) verwehrt… SV Schiffahrt und Hafen Wismar 3:1 Grevesmühlener FC Nur 1,5km weiter befindet sich der Sportkomplex Kurt Bürger. Dort spielt die I. von Anker Wismar im sehr schönen Hauptstadion Oberliga und mehrere unterklassige Teams kicken auf dem Kunstrasen und ganz selten auch auf dem Rasen nebenan. Diese beiden Plätze sind mit einer primitiven zweireihigen Stehtribüne miteinander verbunden, durch die ein völlig blödsinniger Zaun wiederum trennend hindurch geht. Das Beste an der Anlage ist der Blick vom Hintertorbereich auf die Nikolai-Kirche. Der Kick zwischen Schiffahrt/ Hafen (ja, noch mit zwei „f“) und dem FC Grevesmühlen war eher mittelmäßig: der Gast ist eine Anti-Fußballer-Truppe, die nur so viel wie nötig zu machen scheint: 9 Spiele, 9 Tore, 12 Punkte. Insgesamt fielen nur 16 Tore in den 9 Spielen der Grevesmühlener. Die Wismarer haben zwar nur 5 Punkte, aber mit 22:26 ein ansprechendes Torverhältnis, was auf 48 und damit dreimal so viele Tore in den 9 Spielen hindeutet. Zum Glück zeigten die Schiffer und Hafenarbeiter, dass sie die bessere Mannschaft sind: vor der Pause die Führung und trotz eines Elfmeter-Gegentores nach dem Seitenwechsel eine souveräne Schlussphase mit zwei schönen Toren zum hoch verdienten 3:1 bei freiem Eintritt. Bad Doberaner SV 90 II 24:23 HSG Uni Rostock Das letzte Spiel des Abends war ein Handballspiel. Die Stadthalle Bad Doberan zeigte dabei nur wieder, was das für ein Scheißkaff ist: Parkplätze gibt es nur im Parkhaus, ich parkte aber kostenlos im Gebüsch am Kunstrasenplatz (absolut hässlicher Platz und die Geisteskranken bauen den neu – als ob die sonst keine Probleme hätten; einfach mal einen noch guten Kunstrasen neu bauen für ein paar Hunderttausend!), und dann wollen die bei dem Kackverein 3€ für Verbandsliga. Da gibt es nur eine Liga drunter. Mecklenburg-Vorpommern ist der quantitativ wie qualitativ schwächste Landesverband im DHB! Und dann Preise wie im Westen, wobei fast alle Ligakonkurrenten auf Eintritt verzichten! Die Halle ist immerhin architektonisch gelungen: drei Reihen Bushaltestellensitze, schöne Säulenreihe hinter der Tribüne und schickes Foyer. Das fehlerbehaftete, aber intensive und schnelle Spiel war eher besser als zu erwarten war. Beide Teams waren völlig ausgeglichen, meist führte die Hochschulsportgemeinschaft der Universität Rostock, doch der SV Bad Doberan 1990 II kam immer wieder zurück ins Spiel. Am Ende hatten sie sogar noch großes Glück: das 24-23 war mehr als unverdient bei dem Spielverlauf. Reiner Duselsieg für die Truppe! Anker Wismar II 1:1 Greifswalder FC II Statistik:
- Grounds: 1.743 (5; diese Saison: 64 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.837 (5; diese Saison: 98)
- Tourkilometer: 130 (Auto)
- Saisonkilometer: 23.360 (21.700 Auto, davon 650 Mietwagen/ 700 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 15 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 533 Wochen.

Montag, 8. April 2013

W349III: Ein Typischer Sportsamstag in Rostock

SG Motor Neptun Rostock II -------------------------------- 1
FSV Nordost Rostock ------------------------------------------ 2
- Datum: Samstag, 6. April 2013 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: Kreisliga Warnow, Staffel I (10. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 42. Nr. 9, 1-1 49. Nr. 8, 1-2 85. TW-Nr.1 (Foulelfmeter)
- Verwarnungen: Nr. 5 (Motor Neptun); Nr. 3, 7 (Nordost)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Hans-Sachs-Allee, Hartplatz I (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (darunter Gästefans: mind. 5)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Einige kuriose Szenen, spannend war das Spiel auch – aber selbst für Kreisliga schwaches Gesamtniveau)

F.C. Hansa Rostock ------------------------------------------- 0
Deutscher Sportclub Arminia Bielefeld ------------------- 2
- Datum: Samstag, 6. April 2013 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. Profiliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 48. Christian Müller, 0-2 61. Manuel Hornig
- Verwarnungen: Julien Humbert (Rostock), Manuel Hornig (Bielefeld)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Ostseestadion, sogenannte DKB-„Arena“ (Kap. 29.500, davon 23.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10.000 (darunter 9.000 zahlende; Gästefans ca. 400)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Gutes Spiel bis zum 0:2, dann absolut unterirdisch)

Sportverein Warnemünde ---------------------------------- 34
Bad Doberaner Sportverein 1990 II ---------------------- 30
- Datum: Samstag, 6. April 2013 – Anwurf: 19.00
- Wettbewerb: Mecklenburg/Vorpommern-Liga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 34-30 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 12-14
- Tore: k.A. (SVW); k.A. (Bad Doberan)
- Siebenmeterquote: Warnemünde 80% (4/5); Bad Doberan 0% (0/2)
- Gelbe Karten: Nr. 9, 14, 19 (SVW); Nr. 5, 6, 9 (Bad Doberan)
- Zwei-Minuten-Strafen: 2x Nr. 2, Nr. 14 (SVW = 6 Minuten); Nr. 3, 7, 8, 9, 11 (Bad Doberan = 10 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sporthalle Gerüstbauerring (Rostock Groß Klein; Kap. 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 120 (darunter Gästefans: ca. 10)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Für eine landesweite Liga sehr dürftiges Spielniveau, aber schöne Tore und packende Spielszenen gab es trotzdem zu sehen)
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Photos with English Commentary:
a) Amateur Football, Rostock City: Motor Neptun Reserve v FSV Nordost
b) Professional Football, Rostock City: F.C. Hansa v DSC Arminia Bielfeld
c) Amateur Handball, Rostock City: Warnemünde v Bad Doberan Reserve

Kein Schnee, kein Regen, kaum Wind, 5-6 Grad, Sonne – aber angeblich ist der Platz an der Steilküste in Rerik unbespielbar. Also kein Juniorenkick um 10 Uhr, sondern ein 11-Uhr-Spiel in den Niederungen des Fußballkreises Warnow. Ein Wunder, dass diese Gehirnamputierten nicht alle Spiele absagten... Natürlich wurde wieder nicht auf Rasen gespielt, aber in der Hans-Sachs-Allee gibt es ohnehin nur Hartplätze. Einer mit rotem Aschebelag, einen mit grauem Aschebelag – und dazwischen eine fünfreihige massive Stehtribüne mit Grasbewuchs. Für die Spieler ist dieser Aschebelag noch schlimmer als Kunstrasen, bei dem die Verletzungsgefahr schon höher als bei Naturrasen ist, doch für den fotografierenden Fan von den Bildern her schöner als Kunstgrün.

Das Spiel als „schön“ zu bezeichnen wäre völlig übertrieben, doch so alle Viertelstunde gab es spektakuläre und sehenswerte Szenen. Bis ein Tor in der Partie des auf Rang 10 (von 12) stehenden Motor Neptun und des Zweitplatzierten FSV Nordost fiel, dauerte es aber fast eine Dreiviertelstunde. Die deutlich aktivere Gastmannschaft konnte mit einer Bogenlampe aus knapp 20m über den starken Heimtorwart treffen. Kurz nach der Pause gelang Motor Neptun der erste von ihren beiden einzigen wirklich guten Schüssen der Partie: 1-1 ins langen Eck. Nach viel Leerlauf, massiver Zeitverzögerung durch die Heimelf, und miesem Gekicke, dass selbst in der Kreisliga (in spielstärkeren Landkreisen zumindest) selten ist, gab es dann einen Foulelfmeter für die Gäste. Die Szene war eigentlich nicht Elfmeterreif, aber fünf Minuten vorher hatte ein Motor-Spieler einen Gegner ungestraft im Strafraum voll umgeholzt. Der Torwart von Nordost verwandelte den Elfer flach und sicher. Den zweiten guten Schuss der Heimelf gab es gleich darauf zu bewundern. Aus dem Mittelkreis über den Torwart in den Kasten! Leider hatten die beiden Motor-Kicker den Ball mehrfach im Anstoßkreis hin und her und über die Mittellinie geschoben. Ein eindeutig irregulärer Anstoß, weswegen dieser geniale Treffer nicht zählte. Der Ausgleich wäre auch unverdient gewesen.

Wie viele andere Zuschauer von Motor Neptun gingen auch wir zum Ostseestadion weiter, um dort einen weiteren Tiefpunkt des FC Hansa Rostock mitzuerleben.
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Hansa gegen Bielefeld vor nicht einmal ansatzweise halbvollen Tribünen. Abstiegskandidat gegen Aufstiegskandidat. Ein munterer Beginn. Hansa spielte trotz gedrückter Stimmung recht gut auf, hielt ab der 15. Minute über weite Strecken mit den Gästen mit und konnte den Arminia-Keeper immer wieder in Schwierigkeiten bringen. Torlos blieb es ob der Unfähigkeit der Rostocker-Pseudoprofis natürlich trotzdem.

Nach dem Seitenwechsel schaffte Bielefeld mit minimalem Aufwand den Pflichtsieg. Der total inkompetente Torwart Brinkies trat über den Ball, legte ihn damit einem Gästestürmer vor, der nur noch einschob. Der charakterlose wie auch dumme Trainer hätte, wenn er diesen Versager schon ins Tor stellt, ihn schnellstmöglich auswechseln müssen – doch er konnte noch einen haltbaren Freistoß ins Tor lassen. Unfassbar, dass einer wie Brinkies Geld mit dem Dreck verdient, den er den teuer bezahlenden Zuschauern bietet. Trainer Fascher ist sowieso der erste Trainer für dessen Rauswurf ich bin: so schlecht die Mannschaft auch ist – mit einem Trainer, der seine Inkompetenz schon in jedem Interview durchblicken lässt, kann man nicht einmal die beschissene Dritte Liga halten.

Das bis zum 0:2 in der 61. Minute noch gute Spiel war in der letzten halben Stunde nicht mehr mit anzusehen. Die Spinner auf der Südtribüne, ohne die gar keine Stimmung mehr wäre, klauten dann unter dem Applaus der zweifelhaften Gestalten im Block Nordost, ein Bielefelder Banner. So freundlich diesmal die Kontrollen waren, so unfähig waren die Ordner, so einen einfach zu verhindernden Diebstahl zu unterbinden. Aber vielleicht wollten sie das auch gar nicht.

Jedenfalls leerte sich das Stadion nach dem 0:2, die Stimmung ging auf Null, da die 400 Gästefans bei allen Bemühungen nicht so stimmgewaltig waren, und auf dem Feld passierte fast nichts. Ein abartiges Niveau in dieser Dritten Liga. Dass es Mannschaften gibt, die noch schlechter sind als dieses Treibgut von der Küste, ist nicht zu glauben. Dass immer noch Tausende diese scheiß Mannschaft sehen wollen, ebenso wenig. Das nächste und letzte Spiel dieser elf unfähigen Idioten schaue ich mir auch nicht wegen denen an, sondern nur wegen des Gegners bzw. viel mehr dessen Stadion. Noch mal auswärts – diesmal in einem der ganz wenigen richtig schönen Stadien im deutschen Profifußball.
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Nach einem guten thailändischen Essen und einem Gespräch mit den typischen versifften und dummen Rentnern die in der Innenstadt wohnen und einen immer anquatschen, wenn man nach dem Spiel noch mit Hansa-Schal unterwegs ist, gab es Handball im hintersten Mittelfeld der Mecklenburg/ Vorpommern-Liga zu sehen.

Die außen mit Graffiti verzierte und von hohen Plattenbauten umgebene Sporthalle Gerüstbauerring in Rostock Groß Klein hat innen eine schöne vierreihige Sitztribüne mit Holzbänken zu bieten. Die typische Kastenform des Gebäudes verspricht freie Sicht aufs Feld. Für so einen guten Platz zahlt man auch 3€, ohne Anrecht auf irgendwelche Ermäßigungen. Eine Unverschämtheit, wenn man bedenkt, dass sich unter dieser landesweiten Liga nur zwei dürftig besetzte Ebenen befinden und das Niveau dieser höchsten mecklenburgischen Liga im Vergleich zu Sachsen oder Hessen, sogar zu Sachsen-Anhalt oder Thüringen, ziemlich niedrig ist. Aber wenigstens ist der Eintritt nicht so teuer wie in Hessen, wenn der Preis schon höher als in Sachsen-Anhalt liegen muss...

Das Spiel war jedenfalls ganz spannend und hatte einige schöne Tore zu bieten, doch außer der Wurfkraft der Spieler hatte es rein gar nichts mit oberem Amateurniveau zu tun. Zu allem Überfluss verletzte sich ein Spieler der Warnemünder auch noch unglücklich und musste mit dem Krankenwagen abgeholt werden. Bad Doberan führte lange, doch gab in der Phase nach der Verletzungspause (48. Minute) das Spiel völlig aus der Hand und verlor mit 34:30. Warnemünde war auch insgesamt gesehen die etwas bessere Truppe. Im Übrigen meckerten sie auch etwas weniger über die Schiedsrichter. OK, die waren ja auch unsicher und trafen einige Fehlentscheidungen – aber wenigstens gleich verteilt gegen beide. Und wie sich die Doberaner über völlig korrekte Hinausstellungen aufregten, die sie mit ihrer Unbedarftheit, die regelmäßig in klaren Fouls resultierte, auslösten, war schon lächerlich. Dorf bei Rostock halt...
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Statistik:
- Grounds: 896 (heute 2 neue; diese Saison: 128 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.757 (heute 3, diese Saison: 180)
- Tageskilometer: 50 (50 Auto)
- Saisonkilometer: 45.730 (36.630 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 2.340 Fahrrad/ 170 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 45 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 349