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Donnerstag, 30. Juli 2015

W470IV: Testspiel im Damerower Weg

SV Hafen Rostock 1961 ................................... 2
FSV Nordost Rostock ...................................... 4
- Datum: Donnerstag, 30. Juli 2015 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Testspiel (Landesliga Mecklenburg-Vorpommern Nord; 7. Liga, 2. Amateurliga gegen Kreisoberliga Warnow, Staffel II; 9. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-4 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 19. Gunnar Krenth, 2-0 40. Philip Antonio Laines, 2-1 58. Sebastian Kölzow, 2-2 66. Philip Mansour, 2-3 74. Sebastian Kölzow, 2-4 83. Oliver Starck
- Verwarnungen: Henrik Dimter, Hawsar Saleh Mohamed (Hafen), Nr. 2, Benneth Björn Siever, Ron Gideon (Nordost)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Damerower Weg, Kunstrasenplatz Hafen Rostock (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 5 Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmaß mit überraschendem Ergebnis) Pre-Season: Hafen Rostock v Nordost Rostock Photos with English Commentary:
Pre-Season: Hafen Rostock v Nordost Rostock

Donnerstag war auf einem der 20 Plätze im Damerower Weg unweit des Ostseestadions ein Testspiel angesetzt. Der hässliche, geflickte Kunstrasen des SV Hafen war Schauplatz eines mittelmäßigen Spiels des Siebtligisten SV Hafen Rostock 61 gegen den Neuntligisten FSV Nordost Rostock. Hafen ging erwartungsgemäß 2:0 in Führung, doch in der zweiten Hälfte verlor der Favorit völlig den Faden, kassierte vier Tore – darunter zwei haltbare, aber der Torwart mit der 89 war auch schon in Hälfte eins durch Unsicherheiten wie einem rotwürdigen Foul vorm Strafraum aufgefallen – und kam kaum noch vor den Kasten des Gegners. Pre-Season: Hafen Rostock v Nordost Rostock Statistik:
- Grounds: 1.417 (0 neue; diese Saison: 3 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.438 (1; diese Saison: 4)
- Tageskilometer: 30 (30km Auto)
- Saisonkilometer: 280 (220 Auto/ 60 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 470.

Samstag, 30. Mai 2015

W461V: Danke ans Pumpensystem...

Sprintercup Rostock
- Datum: Samstag, 30. Mai 2015 – Beginn: 14.45
- Wettbewerb: Internationaler Wettkampf im Bahnradsport für Mädchen und Jungen
- Ergebnisse: siehe http://www.radsport-mv.de/
- Spielorte: Radrennbahn Damerower Weg (Kap. 600 Stehplätze)
- Zuschauer: max. 20
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Rasante Rennen; kann man sich ruhig noch mal woanders angucken)

HSG Warnemünde .................................................. 5
SV Poseidon Hamburg .......................................... 22
- Datum: Samstag, 30. Mai 2015 – Beginn: 14.15
- Wettbewerb: 2. Wasserball-Bundesliga (2. Spielklasse)
- Ergebnis: 5-22 nach 32 Minuten (4x8); Viertelergebnisse: 0-7, 2-1, 2-8, 1-6
- Tore: NN
- Strafen: NN
- Spielorte: bis 13. Minute Hallenschwimmbad Neptun, 50m-Becken (Kap. 200 Sitzplätze); danach aufgrund eines Pumpenausfalls Hallenschwimmbad Neptun, 25m-Becken (Kap. 2.000, davon 1.500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Viele Tore durch starke Gäste, durch den kuriosen Pumpenzwischenfall wurde das mittelmäßige Spiel noch deutlich aufgewertet)

FSV Nordost Rostock A ........................................ 16
FSV Krakow am See A ............................................ 1
- Datum: Samstag, 30. Mai 2015 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Landesliga A-Junioren Staffel 1 (4. und unterste Spielklasse der U19)
- Ergebnis: 16-1 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeitstand: 5-1
- Tor: 1-0 17. Patrick Raths, 2-0 19. Felix Assmann, 2-1 26. Julian Malchow, 3-1 29. Ole Gliniors, 4-1 35. Ole Gliniors, 5-1 45. Pascal Aster, 6-1 49. Jonas Ehmke, 7-1 52. Jonas Ehmke, 8-1 55. Seak Sperlich, 9-1 57. Jonas Ehmke, 10-1 70. Jonas Ehmke, 11-1 79. Tilo Damm, 12-1 81. Ole Gliniors, 13-1 82. Ronny Christopher Lindgren, 14-1 84. Jan Erik Rosentreter, 15-1 87. Eric Ohde, 16-1 89. Eric Ohde
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Gelbensande (Kap. 1.070, davon 70 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Tore am Fließband, aber trotzdem gute Gegenwehr der nur zu acht angetretenen Gäste) HSG Warnemünde v Poseidon Hamburg (2nd water polo league) Photos with English Commentary:
a) Under-19 Football: Rostock Nordost 16-1 Krakow am See (at Football Ground Gelbensande)
b) Waterpolo Division 2: HSG Warnemünde 5-22 Poseidon Hamburg (at Historic ‘Neptun‘ Indoor Swimming Pool)
c) Track Cycling: Regional Competition for Women and Youth (at Racetrack Damerower Weg, Rostock)
d) Sightseeing: Gelbensande Palace

Der Sportsamstag begann in Gelbensande, das man von Diedrichshagen aus über eine überlastete Bundesstraße nach Osten in etwas über 30km erreicht. Der örtliche Verein, der auf dem von zwei überdachten Holzbänken abgesehen ausbautenlosen Sportplatz spielt, heißt Gelbensander Grashopper, doch heute spielte hier ausweichhalber die A-Jugend des FSV Nordost Rostock. Der Gast aus Krakow am See war mit nur 8 Mann angereist. Lange hielten sie dem Druck der Gastgeber stand, doch als 8. und letzter hatten sie beim Zweitplatzierten so wie so einen schweren Stand. Nach einem Doppelschlag gelang ihnen aber mit ihrem dritten Angriff der Ehrentreffer. Nur langsam kam Nordost in Fahrt, führte bei Halbzeit 5:1. Nach dem Seitenwechsel zogen sie dann davon: mit teilweise spektakulären Toren (Unterkante Latte aus 25m und Winkeltreffer aus 20m) gewann Nordost 16:1. Respekt für so viele Treffer – auch Respekt für Krakow hier durchgehalten zu haben! Wir schauten noch am hinterm Sportplatz gelegenen historistischen Jagdschloss vorbei und stellten uns dann in den stockenden Verkehr nach Rostock. Nordost Rostock U19 v Krakow am See U19: 16-1. Nach einem kurzen Mittagessen fuhren wir zur Neptunschwimmhalle. Die befindet sich neben dem Ostseestadion und ist denkmalgeschützt. Betritt man das Foyer mit seinen Marmorplatten und Balken erahnt man warum. Voll verständlich ist es beim Betreten der Haupthalle, in der sich ein Sprungbecken (1m, 3m, 5m, 7,5m und 10m Sprunganlagen befinden sich dort) und ein 25m Schwimmbecken befinden: dort sind zwei Tribünen mit je sieben Reihen Holzbänke auf gekachelte Treppen angebracht worden, die Wände sind marmorgetäfelt und die Säulen hinter der letzten Reihe sehr dekorativ.

Wenig dekorativ sind die beiden Turnhallen die sich links der Haupthalle bzw. des Foyers befinden und die rechts davon befindliche Halle mit dem 50m-Becken, in dem Wasserball gespielt wird: die ist recht modern und mit einer Minitribüne für 200 Leute ausgestattet. Die HSG Warnemünde ist eine der schwächeren Mannschaften der 2. Liga Nord, Poseidon Hamburg hingegen ist Aufstiegskandidat. So fing das Spiel auch an: Warnemünde schloss keinen Angriff ab und Hamburg warf Tor um Tor. Nach dem 0:7 gab es die erste Viertelpause. Danach warf Hamburg noch das 0:8, ehe die Bademeisterin hereinkam und irgendwas von technischen Problemen rumschrie. Die Schiedsrichter unterbrachen die Partie dann nach 13 Minuten und alle gingen aus dem Wasser, da die Umwälz- und die Chlorpumpe nicht mehr funktionierten. Das sollte ein glücklicher Umstand sein, dass die Anlagen, die bei regelmäßiger Wartung eigentlich nicht plötzlich ausfallen dürften, auf einmal muckten. Denn nach einer Rücksprache mit der Hallenleitung wurde das Wasserballfeld im 25m-Becken der Haupthalle mit ihrem historischen Interieur aus den frühen 50ern aufgebaut. Hier gehört so ein toller Sport auch hin: auch wenn sich die 30, 40 Zuschauer natürlich sehr verloren auf den vielen Holzbänken.

Warnemünde kam jetzt besser ins Spiel als Hamburg, kam auf 2:8 heran, kassierte aber im dritten Drittel wieder etliche Treffer und geriet trotz einiger funktionierender Angriffe völlig aussichtslos unter die Räder. Am Ende verloren sie 5:22. Doch das Ergebnis war mir recht egal: ein Wettkampf in der schönen Haupthalle war das wichtigste und der kuriose Umstand, dass wir erstmals ein einziges Spiel, das auf zwei verschiedenen Anlagen ausgetragen wurde, sahen, war natürlich ein besonderer Knaller... HSG Warnemünde v Poseidon Hamburg (2nd water polo league) Nach diesem denkwürdigen Spiel gab es gleich die nächste neue Sportart, nachdem am Freitag ja schon Beach-Polo in unsere Liste aufgenommen wurde. Die ganz ansehnliche aber nicht besonders zuschauerfreundliche Radrennbahn im Damerower Weg erlebte ein deutschlandweit bzw. nur regional ausgeschriebenes Rennwochenende mit internationalem Starterfeld. Am Samstag waren es Junioren und Juniorinnen die sich auf die schicken schnellen Bahnräder mit ihren starren Narben – wer braucht schon Bremsen? – schwangen und teils mit seltsam anmutenden Stehversuchen ihre Gegner auszutricksen versuchten um dann mit eindrucksvollen Geschwindigkeiten abzuhauen. Die Betonbahn schien sich gut fahren zu lassen, Stürze gab es zum Glück keine, irgendwelche herausragenden Ereignisse aber auch nicht. Doch dieser rasante Sport hat schon Spaß gemacht. Kann man sich noch mal angucken, v.a. wenn er in einer spektakulären Anlage ausgetragen wird. Track Cycling Cup in Rostock Statistik:
- Grounds: 1.378 (heute 4 neue; diese Saison: 223 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.394 (heute 3; diese Saison: 282)
- Tageskilometer: 80 (80km Auto)
- Saisonkilometer: 56.070 (41.460 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.050 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.260 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 79 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 461

Montag, 8. April 2013

W349III: Ein Typischer Sportsamstag in Rostock

SG Motor Neptun Rostock II -------------------------------- 1
FSV Nordost Rostock ------------------------------------------ 2
- Datum: Samstag, 6. April 2013 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: Kreisliga Warnow, Staffel I (10. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 42. Nr. 9, 1-1 49. Nr. 8, 1-2 85. TW-Nr.1 (Foulelfmeter)
- Verwarnungen: Nr. 5 (Motor Neptun); Nr. 3, 7 (Nordost)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Hans-Sachs-Allee, Hartplatz I (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (darunter Gästefans: mind. 5)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Einige kuriose Szenen, spannend war das Spiel auch – aber selbst für Kreisliga schwaches Gesamtniveau)

F.C. Hansa Rostock ------------------------------------------- 0
Deutscher Sportclub Arminia Bielefeld ------------------- 2
- Datum: Samstag, 6. April 2013 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. Profiliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 48. Christian Müller, 0-2 61. Manuel Hornig
- Verwarnungen: Julien Humbert (Rostock), Manuel Hornig (Bielefeld)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Ostseestadion, sogenannte DKB-„Arena“ (Kap. 29.500, davon 23.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10.000 (darunter 9.000 zahlende; Gästefans ca. 400)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Gutes Spiel bis zum 0:2, dann absolut unterirdisch)

Sportverein Warnemünde ---------------------------------- 34
Bad Doberaner Sportverein 1990 II ---------------------- 30
- Datum: Samstag, 6. April 2013 – Anwurf: 19.00
- Wettbewerb: Mecklenburg/Vorpommern-Liga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 34-30 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 12-14
- Tore: k.A. (SVW); k.A. (Bad Doberan)
- Siebenmeterquote: Warnemünde 80% (4/5); Bad Doberan 0% (0/2)
- Gelbe Karten: Nr. 9, 14, 19 (SVW); Nr. 5, 6, 9 (Bad Doberan)
- Zwei-Minuten-Strafen: 2x Nr. 2, Nr. 14 (SVW = 6 Minuten); Nr. 3, 7, 8, 9, 11 (Bad Doberan = 10 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sporthalle Gerüstbauerring (Rostock Groß Klein; Kap. 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 120 (darunter Gästefans: ca. 10)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Für eine landesweite Liga sehr dürftiges Spielniveau, aber schöne Tore und packende Spielszenen gab es trotzdem zu sehen)
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Photos with English Commentary:
a) Amateur Football, Rostock City: Motor Neptun Reserve v FSV Nordost
b) Professional Football, Rostock City: F.C. Hansa v DSC Arminia Bielfeld
c) Amateur Handball, Rostock City: Warnemünde v Bad Doberan Reserve

Kein Schnee, kein Regen, kaum Wind, 5-6 Grad, Sonne – aber angeblich ist der Platz an der Steilküste in Rerik unbespielbar. Also kein Juniorenkick um 10 Uhr, sondern ein 11-Uhr-Spiel in den Niederungen des Fußballkreises Warnow. Ein Wunder, dass diese Gehirnamputierten nicht alle Spiele absagten... Natürlich wurde wieder nicht auf Rasen gespielt, aber in der Hans-Sachs-Allee gibt es ohnehin nur Hartplätze. Einer mit rotem Aschebelag, einen mit grauem Aschebelag – und dazwischen eine fünfreihige massive Stehtribüne mit Grasbewuchs. Für die Spieler ist dieser Aschebelag noch schlimmer als Kunstrasen, bei dem die Verletzungsgefahr schon höher als bei Naturrasen ist, doch für den fotografierenden Fan von den Bildern her schöner als Kunstgrün.

Das Spiel als „schön“ zu bezeichnen wäre völlig übertrieben, doch so alle Viertelstunde gab es spektakuläre und sehenswerte Szenen. Bis ein Tor in der Partie des auf Rang 10 (von 12) stehenden Motor Neptun und des Zweitplatzierten FSV Nordost fiel, dauerte es aber fast eine Dreiviertelstunde. Die deutlich aktivere Gastmannschaft konnte mit einer Bogenlampe aus knapp 20m über den starken Heimtorwart treffen. Kurz nach der Pause gelang Motor Neptun der erste von ihren beiden einzigen wirklich guten Schüssen der Partie: 1-1 ins langen Eck. Nach viel Leerlauf, massiver Zeitverzögerung durch die Heimelf, und miesem Gekicke, dass selbst in der Kreisliga (in spielstärkeren Landkreisen zumindest) selten ist, gab es dann einen Foulelfmeter für die Gäste. Die Szene war eigentlich nicht Elfmeterreif, aber fünf Minuten vorher hatte ein Motor-Spieler einen Gegner ungestraft im Strafraum voll umgeholzt. Der Torwart von Nordost verwandelte den Elfer flach und sicher. Den zweiten guten Schuss der Heimelf gab es gleich darauf zu bewundern. Aus dem Mittelkreis über den Torwart in den Kasten! Leider hatten die beiden Motor-Kicker den Ball mehrfach im Anstoßkreis hin und her und über die Mittellinie geschoben. Ein eindeutig irregulärer Anstoß, weswegen dieser geniale Treffer nicht zählte. Der Ausgleich wäre auch unverdient gewesen.

Wie viele andere Zuschauer von Motor Neptun gingen auch wir zum Ostseestadion weiter, um dort einen weiteren Tiefpunkt des FC Hansa Rostock mitzuerleben.
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Hansa gegen Bielefeld vor nicht einmal ansatzweise halbvollen Tribünen. Abstiegskandidat gegen Aufstiegskandidat. Ein munterer Beginn. Hansa spielte trotz gedrückter Stimmung recht gut auf, hielt ab der 15. Minute über weite Strecken mit den Gästen mit und konnte den Arminia-Keeper immer wieder in Schwierigkeiten bringen. Torlos blieb es ob der Unfähigkeit der Rostocker-Pseudoprofis natürlich trotzdem.

Nach dem Seitenwechsel schaffte Bielefeld mit minimalem Aufwand den Pflichtsieg. Der total inkompetente Torwart Brinkies trat über den Ball, legte ihn damit einem Gästestürmer vor, der nur noch einschob. Der charakterlose wie auch dumme Trainer hätte, wenn er diesen Versager schon ins Tor stellt, ihn schnellstmöglich auswechseln müssen – doch er konnte noch einen haltbaren Freistoß ins Tor lassen. Unfassbar, dass einer wie Brinkies Geld mit dem Dreck verdient, den er den teuer bezahlenden Zuschauern bietet. Trainer Fascher ist sowieso der erste Trainer für dessen Rauswurf ich bin: so schlecht die Mannschaft auch ist – mit einem Trainer, der seine Inkompetenz schon in jedem Interview durchblicken lässt, kann man nicht einmal die beschissene Dritte Liga halten.

Das bis zum 0:2 in der 61. Minute noch gute Spiel war in der letzten halben Stunde nicht mehr mit anzusehen. Die Spinner auf der Südtribüne, ohne die gar keine Stimmung mehr wäre, klauten dann unter dem Applaus der zweifelhaften Gestalten im Block Nordost, ein Bielefelder Banner. So freundlich diesmal die Kontrollen waren, so unfähig waren die Ordner, so einen einfach zu verhindernden Diebstahl zu unterbinden. Aber vielleicht wollten sie das auch gar nicht.

Jedenfalls leerte sich das Stadion nach dem 0:2, die Stimmung ging auf Null, da die 400 Gästefans bei allen Bemühungen nicht so stimmgewaltig waren, und auf dem Feld passierte fast nichts. Ein abartiges Niveau in dieser Dritten Liga. Dass es Mannschaften gibt, die noch schlechter sind als dieses Treibgut von der Küste, ist nicht zu glauben. Dass immer noch Tausende diese scheiß Mannschaft sehen wollen, ebenso wenig. Das nächste und letzte Spiel dieser elf unfähigen Idioten schaue ich mir auch nicht wegen denen an, sondern nur wegen des Gegners bzw. viel mehr dessen Stadion. Noch mal auswärts – diesmal in einem der ganz wenigen richtig schönen Stadien im deutschen Profifußball.
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Nach einem guten thailändischen Essen und einem Gespräch mit den typischen versifften und dummen Rentnern die in der Innenstadt wohnen und einen immer anquatschen, wenn man nach dem Spiel noch mit Hansa-Schal unterwegs ist, gab es Handball im hintersten Mittelfeld der Mecklenburg/ Vorpommern-Liga zu sehen.

Die außen mit Graffiti verzierte und von hohen Plattenbauten umgebene Sporthalle Gerüstbauerring in Rostock Groß Klein hat innen eine schöne vierreihige Sitztribüne mit Holzbänken zu bieten. Die typische Kastenform des Gebäudes verspricht freie Sicht aufs Feld. Für so einen guten Platz zahlt man auch 3€, ohne Anrecht auf irgendwelche Ermäßigungen. Eine Unverschämtheit, wenn man bedenkt, dass sich unter dieser landesweiten Liga nur zwei dürftig besetzte Ebenen befinden und das Niveau dieser höchsten mecklenburgischen Liga im Vergleich zu Sachsen oder Hessen, sogar zu Sachsen-Anhalt oder Thüringen, ziemlich niedrig ist. Aber wenigstens ist der Eintritt nicht so teuer wie in Hessen, wenn der Preis schon höher als in Sachsen-Anhalt liegen muss...

Das Spiel war jedenfalls ganz spannend und hatte einige schöne Tore zu bieten, doch außer der Wurfkraft der Spieler hatte es rein gar nichts mit oberem Amateurniveau zu tun. Zu allem Überfluss verletzte sich ein Spieler der Warnemünder auch noch unglücklich und musste mit dem Krankenwagen abgeholt werden. Bad Doberan führte lange, doch gab in der Phase nach der Verletzungspause (48. Minute) das Spiel völlig aus der Hand und verlor mit 34:30. Warnemünde war auch insgesamt gesehen die etwas bessere Truppe. Im Übrigen meckerten sie auch etwas weniger über die Schiedsrichter. OK, die waren ja auch unsicher und trafen einige Fehlentscheidungen – aber wenigstens gleich verteilt gegen beide. Und wie sich die Doberaner über völlig korrekte Hinausstellungen aufregten, die sie mit ihrer Unbedarftheit, die regelmäßig in klaren Fouls resultierte, auslösten, war schon lächerlich. Dorf bei Rostock halt...
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Statistik:
- Grounds: 896 (heute 2 neue; diese Saison: 128 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.757 (heute 3, diese Saison: 180)
- Tageskilometer: 50 (50 Auto)
- Saisonkilometer: 45.730 (36.630 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 2.340 Fahrrad/ 170 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 45 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 349