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Mittwoch, 5. Mai 2021

W3.0017.I: Sporttag in Mainz und Umgebung

Deutsche Meisterschaften Langstrecke 2021
- Datum: Samstag, 1. Mai 2021 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: Deutsche Meisterschaften in der Leichtathletikdisziplin Langstreckenlauf (5.000 und 10.000m, Männer, Frauen, U23, U20)
- Ergebnisse: https://ergebnisse.leichtathletik.de/Competitions/Details/4305
- Austragungsort: Bezirkssportanlage Mombach, Otto-Schott-Stadion (Kap.: 1.500, davon 250 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 110 (bis zu ca. 40 Zaungäste und ca. 70 Offizielle innen)
- Spielbewertung: 3,0/10 (Langstrecke ist nun mal langatmig
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 4,0/10 (Teilweise gute Sicht und Fotomöglichkeiten an den Hintertor- bzw. vereinzelt auf einer Längsseite, insgesamt zu wenige brauchbare Plätze am Zaun und zu viel Sichtbeeinträchtigung durch dekoratives Gestrüpp)

TSV Schott Mainz .................................................. 2
TSG Balingen .......................................................... 1

- Datum: Samstag, 1. Mai 2021 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Regionalliga Südwest (4. Spielklasse im Fußball, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 95 Minuten (45/50) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 36. Klostermann, 1-1 60. Ripplinger, 2-1 86. Mairose
- Gelbe Karten: Schwarz, Kern (Mainz); Kurth, Foelsch (Balingen)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Bezirkssportanlage Mombach, Platz 1 (Kap.: 2.500, davon 500 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 55 (bis zu 20 Zaungäste und ca. 35 Offizielle (davon ca. 10 vom Gastverein) innen)
- Spielbewertung: 6,5/10 (Ganz gut und v.a. spannend
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 4,5/10 (Teilweise gute Sicht und Fotomöglichkeiten hinter dem einen Tor bzw. vereinzelt auf beiden Längsseiten, insgesamt zu wenige brauchbare Plätze am Zaun und alle etwas weit weg vom Feld, aber keine Absperrungen und die wenigen Sicherheitskräfte nerven nicht)

FSV Mainz 05 B ..................................................... 1
1. FC Kaiserslautern B .......................................... 2

- Datum: Samstag, 1. Mai 2020 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Testspiel U17 (beide B-Junioren-Bundesliga Südwest)
- Ergebnis: 1-1 nach 85 Minuten (40/45) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 30. Reinheimer, 1-1 42. Merk
- Gelbe Karten: 1x Mainz
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Armsheim (Kap.: 520, davon 20 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 110 (ca. 20 Offizielle innen und ca. 90 Zaungäste, davon mind. 20 Lautrer)
- Spielbewertung: 7,0/10 (Gut und spanned
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 7,5/10 (Auf einer Längsseite gute bis sehr gute Sicht, auf anderen Platzseiten teilweise brauchbare Sicht, sehr gute Fotomöglichkeiten, keine Ordner - aber offenbar völlig verkommene Nachbarn...) FSV Mainz 05 B 1:1 1. FC Kaiserslautern B Photos with English Commentary:
a) U17 Friendly in Armsheim: Mainz 05 vs. 1.FC Kaiserslautern
b) 4th Division Men in Mainz: TSV Schott vs. TSG Balingen
c) Long-distance running in Mainz: German championships 5km and 10km
d) Southern Rhineland: Mainz, Armsheim, Schimsheim, Gau-Bickelheim, Grolsheim, Wallertheim
e) Bonn and Surroundings: Siegauen (Meadows on the Bank of River Sieg)

Kurz nach Aufhebung der Ausgangssperre fuhren meine Eltern in Much los und kamen mich in Bonn abholen. Auf Bundesstraßen und Autobahnen ging es in Richtung Bad Kreuznach. Zwischen Bad Kreuznach und Mainz war ein Jugendtestspiel von Mainz 05 in Armsheim angesetzt. Zuerst schauten wir uns aber die Dörfer Grolsheim, Wallertheim und Gau-Bickelheim an. Alle hatten ansehnliche Kirchen und ein paar einzelne historische Häuser – in letztgenanntem Ort noch am meisten – zu bieten. Armsheim ist mit Schimsheim zusammengewachsen. In Schimsheim gibt es wenig zu sehen, viele Neubauten und die Landschaft ist mit Windkraftschrott und anderem Mist zugestellt. Aber Armsheim ist sehr sehenswert mit vielen alten Häusern (Fachwerk), einem kleinen Schloss und einer beachtlichen Kirche. Gau-Bickelheim Die Kirche sieht man auch vom Platz aus und wenn man auf dem Kunstrasen eine Partie so wie die heutige zwischen Mainz 05 U17 und Kaiserslautern U17 verfolgen will, wegen der gestörten Zwangsmaßnahmen der Regierung aber nicht auf die Anlage darf, dann kann man sich einfach irgendwo an den Zaun stellen. Platz genug ist da und der wurde auch gebraucht für fast 100 Zuschauer, überwiegend Eltern. Ansonsten ist der Platz unspektakulär aber natürlich in hervorragendem Zustand. Das Vereinsheim ist nur sehr hässlich. Hässlich muss auch das Sackgesicht aus der Nachbarschaft sein, das nichts Besseres zu tun hatte, als die Polizei auf friedliche Fußballfans zu hetzen. Als die beiden Streifenbesatzungen bemerkten, dass alle Abstand gem. Hausständen hielten und Masken trugen, zogen sie mit mühsamen Wendemanövern aber wieder ab. Anscheinend kannten die sich aber gar nicht aus, denn wer Ahnung hat, fährt mit dem Streifenwagen nicht in die Sackgasse, sondern geht von der Querstraße aus zu Fuß da rein – und wer richtig Ahnung hat, der fährt erst gar nicht dort hin, da er weiß, dass hier einfach normale Leute ihre Kinder bzw. irgendwelchen Fußball sehen wollen. Hätte sich der asoziale Denunziant zu erkennen gegeben, wäre die Situation aber möglicherweise eskaliert, da außer mir doch einige Eltern sehr gereizt waren durch den bloßen Umstand, dass hier jemand anonym anständigen Fußballfans Ärger machen wollte. In diesem Sinne: Das größte Schwein im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant – angeblich von Hoffmann von Fallersleben, aber zu literarischen Themen will ich mich nicht auslassen, ich habe ja das Spiel noch nicht beschrieben. Beide Teams waren etwa gleichwertig, von Lautern kamen in den ersten 30 Minuten mehr Impulse und Torchancen. Doch kurz vor der Pause war es Mainz, das das 1:0 machte. Nach dem Seitenwechsel glich Kaiserslautern aus, doch außer etlichen guten Chancen in einem wirklich sehenswerten Spiel gab es nichts Zählbares mehr. 1:1 der gerechte Endstand. TSV Schott Mainz 2:1 TSG Balingen Bei Schott Mainz war diesmal etwas mehr los am Zaun. Aber insgesamt stoßen Partien des TSV Schott auf sehr wenig Interesse – ob nun gezwungenermaßen von draußen oder auch von drinnen. Selbst Mainz 05 II in derselben Liga (Regio Südwest) hatte meist mehr Zuschauer. Bester Dialog am Zaun:
Radfahrer [hält an, guckt]: „Wer spielt denn heute bei Schott?“
Zaungast: „Die spielen gegen TSG Balingen. Ist noch 0:0.“
Radfahrer: Ah, OK, Danke. Und rein kommt man nur mit negativem Test, oder?
Zaungast: Nein, wegen der scheiß Politiker gar nicht. Nur Presse und Bonzen. Keine normalen Leute, auch mit Test nicht...
Radfahrer: Ach, das ist ja scheiße. Ich dachte Zuschauen wäre mal langsam erlaubt mit Test.
Aber auch er blieb nicht lange stehen, so hatten wir drei jedoch beste Sicht auf das Feld, wo ein ganz gutes Spiel zwischen zwei schwachplatzierten und eigentlich abstiegsbedrohten Teams (aber es steigen wohl nur 2 ab, mangels Aufsteigern) ablief. Balingen ging vor der Pause in Führung, doch Mainz drehte in den letzten 30 Minuten die Partie noch mit zwei schönen Treffern auf 2:1. Deutsche Meisterschaft Langstrecke In der Halbzeit fiel uns dümmliche Popmusik aus der benachbarten Leichtathletikanlage auf. Deshalb ging ich mal durchs Gestrüpp an den Zaun dort. Keine illegale Coronaparty, sondern die deutschen Meisterschaften im Langstreckenlaufen. Praktischerweise fingen die erst nach Abpfiff der Fußballpartie an. Bei der Langstreckendisziplin drehen die Athleten ihre Stadionrunden dutzende Male, sodass sie 5.000 bzw. 10.000 Meter zurücklegen. Diese Rennen dauern mindestens 15 bzw. 30 Minuten. Wir schauten zwei der vier Rennen, U20 Frauen und U23 Männer. Das Programm wurde zwangsweise abgespeckt, da der Verband zu feige war, normale Amateure, die sich qualifiziert hatten aber nun wegen der geisteskranken Politik Startverbot hatten, einfach temporär als Landeskader oder Berufssportler zu deklarieren. So starteten nur diese Kader- bzw. Berufsathleten. Auch hier ist wieder der Skandal wie beim Fußball, Handball usw.: Die Frage muss sein, warum dürfen normale Sportler (Amateure)
nicht spielen und NICHT: warum dürfen denn die Profis spielen. Die Regierung Merkel begeht wissentlich oder aus Dummheit mit ihren Coronamaßnahmen ein Verbrechen an der Volksgesundheit, was erheblich schwerer wirkt als die Gefährdung der risikobehafteten Minderheit durch soziale Kontakte, welche sich auch selber vor einer Ansteckung mit der Chinagrippe schützen kann, ohne dass die Normalbevölkerung weggesperrt wird.

Leider ist die Langstrecke langatmig, aber wer sich wirklich dafür interessierte, der bekam hier sehr gute Läufe geboten. Ich schaue aber lieber zu, wie Leute Bällen hinterherrennen... Das Stadion ist aber ganz ansehnlich: immerhin eine kleine überdachte Tribüne. Gut 35 Angehörige von Startern fanden sich auf der Straße am Zaun ein. Abartig, dass die Leute nicht völlig normal reindürfen – natürlich auch ohne Test!

Fünf Minuten vor Beginn der Ausgangssperre – die meine Eltern aber eh nicht interessierte – waren sie wieder bei der Familie in Much. Siegauen
Statistik:
- Grounds: 2.784 (2; diese Saison: 126 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.056 (3; diese Saison: 173)
- Tourkilometer: 360 (360km Auto)
- Saisonkilometer: 42.650 (31.700 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 3.210 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 9 [letzte Serie: 6, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 17 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]
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Mittwoch, 27. November 2019

W695III: Via Bingen nach Kaiserslautern zum Hansa-Auswärtsdebakel

1. FC Kaiserslautern .......................................... 2
F.C. Hansa Rostock ............................................ 0
- Datum: Sonntag, 24. November 2019 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. deutsche Profifußballliag)
- Ergebnis: 2-0 nach 93 (45/48) Minuten – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 24. Kühlwetter, 2-0 41. Pick
- Gelbe Karten: Pepic, Sonnenberg, Neidhart, Öztürk (alle Hansa)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Fritz-Walter-Stadion (Kap. 49.780, davon 40.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20.000 (davon 18.009 zahlende und ca. 2.500 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10

HSG Rhein-Nahe Bingen-Büdesheim II ......... 24
Handball-Club Mainz-Gonsenheim ................ 24
- Datum: Sonntag, 24. November 2019 – Beginn: 17.30
- Wettbewerb: Rheinhessenliga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 24-24 nach 60 (30/30) Minuten – Halbzeit: 9-9
- Komplette Statistik: http://spo.handball4all.de/misc/sboPublicReports.php?sGID=1034229
- Austragungsort: Rundsporthalle Büdesheim (Kapazität: 500, davon 350 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 1.FC Kaiserslautern 2:0 F.C. Hansa Rostock Photos with English commentary:
a) Football: Kaiserslautern vs. Hansa Rostock
b) Handball: Bingen Res. vs. Gonsenheim
c) Rhine Hessia: Bingen, Ippesheim 

Auf dem Hin- und Rückweg nach und von Kaiserslautern lag Bingen. Zuerst stand am Morgen Sightseeing an. Die Stadt natürlich sehr ausgestorben, außer einer ganz netten Burganlage und dem auf einer Insel gelegenen und unzugänglichen Zollturm (Mäuseturm) gab es überraschenderweise so gut wie gar keine historischen Gebäude. Die übliche hässliche Stadt im Rheinland also, hier nur landschaftlich schön gelegen und durch eine ganz ansehnliche Burg aufgebessert. Sehenswerter als das pfälzische Kaiserslautern ist Bingen aber allemal... 1.FC Kaiserslautern 2:0 F.C. Hansa Rostock In Lautern angekommen parkte ich kostenfrei weniger als 1km vom Fritz-Walter-Stadion entfernt im Cusanus-Weg. An den Sportanlagen Erbsenberg und Kniebrech (1 bzw. 1,5km entfernt) kann man auch kostenfrei parken. Ansonsten wird überall in Stadionnähe abgezockt mit Parkschein.

Die Eintrittspreise sind dafür niedriger als bei Hansa. Es stellte sich aber heraus, dass die Sicht im Gästeblock durch das Fangnetz generell schlecht ist. Egal ob man die günstigen Stehplätze oder die deutlich teureren Sitzplätze nimmt. Fotos waren nur sehr eingeschränkt möglich. Die meiste Zeit war ich eh am Anfeuern. Die Lust daran vergeht einen aber bei der unterirdischen Leistung der Rostocker Mannschaft. Lautern von Beginn an besser, aber auf dürftigem Niveau. Nach 15 Minuten hätte es auch Elfer geben können für den Gastgeber, gab der Badenser aus dem Raum Rastatt aber nicht. Ab diesem Moment pfiff er aber nur noch einseitig gegen Hansa – gelbe Karten, teils völlig überzogen oder unberechtigt, gab es im gesamten Spiel nur gegen die Rostocker. Eine schlechte Schiedsrichterleistung alles in allem. Schlechter war aber die Leistung der Rostocker Spieler. Die nicht wirklich guten Lauterer gingen kurz nach einer verletzungsbedingten Auswechslung von Nartey (war wohl ohne Gegnerschuld umgeknickt) durch einen durch die Beine gesprungenen Schuss aus Kurzdistanz in Führung. Einige Minuten später ein toller Schuss von der Strafraumgrenze in den Winkel zum 2:0. Von Hansa kam in den gesamten 90 Minuten und v.a. in der schwachen zweiten Hälfte so gut wie gar nichts. Nur von den Rängen kam einiges, wobei das nur zu einem Drittel gefüllte Stadion auf der Heimseite recht wenig zeigte. Eigentlich erschreckend, wie schwach offenbar die Lauterer Fanszene geworden ist. Der Betze brennt nicht mehr wirklich – vielleicht gegen Mannheim und so was noch... HSG Rhein-Nahe Bingen II 24:24 HC Gonsenheim Nach diesem sehr ärgerlichen Spielverlauf ging es wieder zurück nach Bingen. Ein Essenszwischenstopp bei einem Döner-/ Pizzaimbiss in Ippesheim – da in Bingen selber kaum ein Imbiss sonntags geöffnet hat – und dann auf zum Handball in den Bingener Vorort Büdesheim. In der 5. von 9 Ligen spielte für 4€ Eintritt die Zweite Mannschaft der HSG Rhein-Nahe gegen den Mainzer HC Gonsenheim. Sehenswert ist die Halle, da sie zum Rundsporthallentyp zählt: Allerdings zu dem kleinen, etwas beengten Typ mit nur einer siebenreihigen Sitztribüne auf einer Längsseite. Zwei so gut wie baugleiche Hallen stehen auch in Troisdorf und Hagen. Alle drei sind bei weitem nicht so spektakulär wie die große Rundsporthalle in Baunatal - spektakulärer ist auch Bochum hinterm Stadion. Wie auch in Bochum liegt die Rundsporthalle in Bingen direkt zum Fußball benachbart: Beim Spielbesuch bei den Fußballern von Hassia Bingen (Stadion am Hessenhaus) hatte ich die Halle auch schon mal während eines Handballtrainings betreten (siehe Bilder im aktuellen Album).

Heute also auch ein Spielbesuch in dieser ganz interessanten Halle. Vor nur gut 50 Zuschauern, die immer mal mit lautem Gekreische auf den Spielverlauf (v.a. vergebene Chancen) reagierten, lieferten sich Bingen und Gonsenheim ein sehr ausgeglichenes Spiel. Bingen setzte sich immer mal etwas ab, aber der Gast kam stets zurück. Durch schwache Würfe stand es bei Pause nur 9:9. Die zweite Hälfte ging aber 15:15 aus. Am Ende also 24:24 dank einer packenden Schlussphase nach einigen auch längeren Durchhängern in dieser recht ansehnlichen Partie. HSG Rhein-Nahe Bingen II 24:24 HC Gonsenheim Statistik:
- Grounds: 2.539 (1; diese Saison: 96 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.778 (2; diese Saison: 129)
- Tourkilometer: 400 (400km Auto)
- Saisonkilometer: 72.740 (56.340 Flugzeug/ 14.940 Auto, davon 4.670 Mietwagen/ 1.420 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 695

Dienstag, 3. September 2013

W370VI-371I: Erbsenberg und Betzenberg – die Grounds Nr. 999 und 1000

1. Fußball-Club Kaiserslautern --------------------------- 2
FC Energie Cottbus ------------------------------------------ 2
- Datum: Montag, 2. September 2013 – Anstoß: 20.15
- Wettbewerb: 2. Fußball-Bundesliga (2. Profifußballliga)
- Ergebnis: 2-2 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 0-1 8. Ivica Banovic (Foulelfmeter), 1-1 22. Markus Karl, 1-2 45. Marco Stiepermann, 2-2 57. Simon Zoller
- Verwarnungen: Uwe Möhrle, Andre Fomitschow, Julian Börner (alle Cottbus)
- Platzverweise: Florian Dick von K’lautern (8. wg. Notbremse)
- Spielort: Fritz-Walter-Stadion (Kap. 49.780, davon 40.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 26.000 (davon 25.416 zahlende und ca. 250 Gäste)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Spannendes und kämpferisch gutes Spiel)

Verein für Rasenspiele 1906 Kaiserslautern II --------- 1
Sport Club Siegelbach --------------------------------------- 1
- Datum: Sonntag, 1. September 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Süd (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 94 Min. (47/47) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 10. Benedikt Botasow, 1-1 60. Kaan Akten
- Verwarnungen: 2x Marco Lenz, Sebastian Tokarczyk (VfR); Pascal Busche, Benedikt Botasow, Steffen Mannweiler (SCS)
- Platzverweise: Marco Lenz vom VfR (85. wg. wiederholtem Foulspiel)
- Spielort: Waldstadion am Erbsenberg (Kap. 5.350, davon 350 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon 40 zahlende und ca. 20 Gäste)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich unterhaltsames Spiel) VfR Kaiserslautern II v SC Siegelbach at Waldstadion Erbsenberg Photos with English Commentary:
a) Regional Amateur Football at one of the Most Beautiful Stadiums all over Germany: VfR Kaiserslautern II v SC Siegelbach at Waldstadion am Erbsenberg
b) Bundesliga 2nd Level, Monday Night Match: 1. FC Kaiserslautern v FC Energie Cottbus
c) Sightseeing: Esthal Monastery, Wolfsburg Castle Ruin, Nanstein Castle, Old Town of Neustadt/ W. & Kaiserslautern  

Die schon länger stehende Einladung von Kollege Becker aus Kaiserslautern zu einem Heimspiel des 1.FCK konnten wir an den ersten beiden Septembertagen wahrnehmen. Wir kamen erst problemlos durch, mussten dann aber erst einmal den Schlüssel für das Gästezimmer im Kloster Esthal (die billigste kommerzielle Übernachtung im Raum Kaiserslautern: 39€ für DZ und Frühstück) abholen und etwas essen, verzichteten also auf eine Partie vom ESC Kaiserslautern, die eh beschissen angesetzt war. So kamen wir rechtzeitig am Erbsenberg an. Der Erbsenberg ist eine bewaldete Anhöhe neben dem berühmten Betzenberg, wo sich dutzende Sportanlagen die sich in die Sportstätten Erbsenberg und Kniebrech aufteilen, befinden.

Die meisten der Sportanlagen sind ausbautenlose aber landschaftlich schön gelegene Hartplätze, ansonsten Rasenplätze für die das gleiche gilt. Es gibt auch eine Schießanlage, eine Judohalle, eine Anlage für Boule (die Nachbarn aus Frankreich und Luxemburg lassen grüßen), Tennisplätze und diverse Hundesportanlagen. Landschaftlich am spektakulärsten liegt die verfallene und aufgegebene (aber freizugängliche und bespielbare) Anlage des bankrotten ASV am Ende des Kniebrech. Das einzige richtige Stadion hat es dann aber richtig in sich: das Waldstadion am Erbsenberg ist eines der schönsten in ganz Deutschland! Die überdachte Tribüne ist weitestgehend aus Holz, mit dem schicken dunklen Vereinswappen verziert und mit Kunststoff beschlagenen Bänken versehen. Rechts und links befinden sich Stehränge die in ausbautenlose Hintertorwälle übergehen. Letztere sind enorm zugewuchert. Die Gegenseite ist sehr dicht von Bäumen beschattet und hat 14 Reihen auf bewachsenen und unebenen Steinstufen zu bieten. Auf dem Gelände befinden sich auch ein Kriegsgefallenendenkmal, ein Baseballplatz und ein Rasen-Nebenplatz. Ob die Gaststätte noch in Betrieb ist, erschien fraglich. Dass man 2,50€ (ermäßigt 1,00€) für ein Spiel der 10. und somit zweituntersten Liga will, ist schon mehr als fragwürdig. Aber bei dem Umstand, dass Kollege Becker Vereinsmitglied ist und bei dem genialen Stadion legt man sich mal nicht mit dem Kassenwart an…

Wir legten uns auch nicht mit den etwas nervigen Vereinsangehörigen vom VfL am Kniebrech oder dem VfR am Erbsenberg an, die eigentlich die Typen wie uns, die die Sportanlage fotografieren, längst kennen müssten. Sind halt typische Pfälzer Spießer – sehen die ein fremdes Auto auf dem Stadionparkplatz stehen, wird erstmal die Nummer angegafft: „Boah, `SK´ steht da drauf! Wo ist denn das? Schlesisch-Kattowitz vielleicht?!“ Dann die Ausstattung im Heck: „TSV-Leuna-Wimpel? Nie gehört den Verein – ist wohl in Ostpreußen oder so!“ Und schließlich muss man nach ausführlichem Anglotzen fragen, was man hier macht, obwohl es eigentlich klar ist, da hier jedes Wochenende Groundhopper sind. Aber ab da ist dann der Punkt erreicht, wo man in der Pfalz schneller als anderswo mit den Vereinsspießern ins Gespräch kommt. Und wenn man deren Stadion auch noch lobt, bekommt man was vom Vereinsleben erzählt und Sehenswürdigkeiten wie Burgen und Kirchen empfohlen.

Das Spiel wurden von einem weitestgehend souveränen Schiedsrichter geleitet, der mit völlig deplazierten vereinseigenen Linienrichtern und zunehmend genervten Gästen auskommen musste. Beim favorisierten Gast aus Siegelbach lief nämlich nach der stark herausgespielten Führung nicht mehr so viel zusammen, wie man sich dort erhofft hatte. Im zweiten Teil der ersten Spielhälfte kam der VfR besser ins Spiel und vergab guten Chancen (u.a. ein Lattentreffer). Nach der Pause hatte Siegelbach trotz mehrerer guter Attacken weniger Spielanteile und Torgelegenheiten zu verzeichnen und bekam sogar einen herrlichen Weitschuss zum 1:1 in den Winkel eingeschenkt. In der etwas hektischen Schlussphase setzte es für beide Seiten einige Verwarnungen, durch Gelb-Rot musste ein VfRler auch früher zum Duschen, doch am Ergebnis änderte sich nichts mehr. 1:1 war auch nicht ungerecht und wenn auch etwas torarm, war die Partie doch gut und v.a. spannend.

Nach dem Abpfiff wurde es noch lustig, da der 9er von Siegelbach zu uns hochkam und nach handschläglicher Begrüßung nicht etwa fragte, ob wir seinen Treffer zum 0:1 auch gut gesehen hätten, sondern wo wir Hopper eigentlich her seien und was wir noch für Pläne hätten. Also dass man andere Groundhopper auf der Tribüne trifft kommt ja schon mal vor, aber dass einer der Spieler zur Szene gehört hat man deutlich seltener… Nach längerer Unterhaltung kamen wir jedenfalls auf die Essenseinladung von Herrn Becker zurück und fuhren nach einem unterhaltsamen Abend nach Esthal zurück. 1. FC Kaiserslautern v Energie Cottbus, Bundesliga 2nd Div. at Fritz-Walter-Stadion Am nächsten Morgen wurden wir erstmal von einer der sehr freundlichen Schwestern durchs Kloster Esthal geführt. Dann besichtigten wir die Burgruine Wolfsburg bei Neustadt/ Weinstraße, die nicht so kitschig aufgemauert und rekonstruiert ist wie die meisten anderen Burgen in der Pfalz. Neustadt/ Weinstraße ist dann wieder typisch für RPL: ein paar schöne Fachwerkhäuser und romanische Kirchen sind von minderwertigen Betonbauten halb zugebaut. Städtebaulich die letzte Scheiße, aber wenigstens einzelne schöne Gebäude dabei. Wir fuhren noch am Schloss Hambach vorbei und auf den Kalmit, danach hielten wir kurz an der Kirchenruine von Appenthal.

Dann griffen wir auf Kollege Becker als Reiseleiter zurück, der uns die Altstadt und Simultankirche von Otterberg, die Burgruine Nanstein bei Landstuhl und die Innenstadt von Kaiserslautern zeigte. Lautern ist natürlich auch völlig durchsetzt und nur einzelne Gebäude stechen als architektonisch wertvoll hervor. Der Rest ist bestenfalls praktisch aber hässlich, vieles ist aber nicht mal praktisch sondern einfach städtebaulicher Mist. Erschreckend ist übrigens auch das Preiniveau in KL: wie wenig man von der immerhin qualitativ hochwertigen pfälzer Küche für viel Geld auf den Teller bekommt ist schlimm!

Beim 1. FC Kaiserslautern ist man auf der Längsseite dann erst ab 33€ dabei. Hätten wir die Karten nicht geschenkt bekommen, wären wir auf den Stehplätzen der Westtribüne ganz am Rand des Blocks zu finden gewesen… Aber erfreulicherweise konnten wir das Spiel dann ganz bequem in der dritten Reihe neben zwei echten Lautrer Fans – Becker Senior und Junior – erleben. Das Stadion ist ja definitiv eines der architektonisch besten und eines der landschaftlich interessanter gelegenen der Bundesliga. Von der Berglage sieht man von innen aber nichts, zudem kann man das Stadion nur aufgrund der erhöhten Lage von Weitem sehen da das nicht sonderlich starke Flutlicht nicht an Masten sondern in der Dachkonstruktion hängt, doch die steilen Ränge, die rot-bunte Verglasung und die Metallrohr-Dachkonstruktion sind hervorzuheben.

Stimmungsmäßig hält der Betzenberg durch die Westtribüne weitestgehend was er verspricht: dauerndes Anfeuern, alles aber bekannte und wenig einfallsreiche Melodien und Texte. Allerdings habe ich schon lange nicht mehr das klassische „AWH“ gehört, auf das so schön „deine Mutter hat´ ich schon“ gereimt wird. Beim Vereinslied wurde gut mitgegangen, doch mal abgesehen davon, dass es musikalisch regionaltypisch ist, ist das Lied grauenhaft und eines der schlechtesten des deutschen Fußballs. Aber halt regional passend… Den optischen Support kann man bei einem Montagsspiel nicht so erwarten, akustisch war der ja gut. Und was Auswärtsanhang angeht, muss man sagen, dass es topp war, da mit locker 250 Mann aufzukreuzen und dann sogar noch ab und an leicht zu hören sein – stark!

Spielerisch konnten beide die Erwartungen übertreffen, da es sich um ein von Anfang an offensiv und kämpferisch geführtes und packendes Montagsspiel handelte. Kaiserslautern geriet früh unter Druck und der nach der Kurzform einer Zwergantilope benannte Lautrer Kapitän zog die Notbremse im Strafraum. Das Di(c)kdi(c)k musste dann runter und der Elfer ging rein. Lautern fand aber wieder ins Spiel zurück und konnte per Kopf ausgleichen. Cottbus spielte zwar nicht überragend oder gar attraktiv, aber dafür effizient. Mit der dritten Torchance machten sie das zweite Tor vor dem Pausenpfiff ins lange Eck. Nach dem Seitenwechsel war Lautern stark am Drücker und konnte erneut ausgleichen. Den Punktgewinn hielten sie bis zum Schluss gegen einen Mann mehr durch, da Cottbus mit zunehmender Spielzeit an Effizienz verlor und keinen Treffer mehr erzielen konnte.

Wir verabschiedeten uns von unseren freundlichen und freigiebigen Gastgebern, machten ein paar U-Turns um an das am wenigstens teure Benzin zu kommen und dann durch die Nacht nach Merseburg zu brettern: kurz nach 3 Uhr hatten wir dann auch in Merseburg noch eine Tankstelle gefunden, die die anderen um 10 Cent unterbot (Agip hinterm Stadion der IMO am Ottoweg) aber nur mit verbotenen U-Turns ohne Umweg erreichbar war. Um 3.15 waren wir Heeme, aber gegen 9 mussten wir dann auch schon wieder aufstehen wegen beruflicher und ärztlicher Termine… 1. FC Kaiserslautern v Energie Cottbus, Bundesliga 2nd Div. at Fritz-Walter-Stadion Statistik:
- Grounds: 1.000 (2 neue; diese Saison: 29 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.893 (2, diese Saison: 37)
- Tageskilometer: 1.180 (490km + 690km Auto)
- Saisonkilometer: 8.360 (7.440 Auto/ 720 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 163 [letzte Serie: 6, Rekordserie: diese; davor 141, 106 und 101]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 371