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Dienstag, 10. Mai 2022

W3.0070III-IV: Hansa-Nullnummer in Ingolstadt, Komplettierung der Sportanlage Wichsenstein... 4 Spiele und viele Sehenswürdigkeiten zwischen Ingolstadt und der Fränkischen Schweiz!

FC Ingolstadt 04 ........................................... 0
F.C. Hansa Rostock ...................................... 0

- Datum: Samstag, 7. Mai 2022 – Beginn: 13.30
- Wettbewerb: 2. Bundesliga (2. deutsche Profifußballliga)
- Ergebnis: 0-0 nach 94 Minuten (47/47) – Halbzeit: 0-0
- Tore: Leckts Mi do am Orsch
- Gelbe Karten: Preißinger (FCI), Rother (Hansa)
- Rote Karten: leider keine
- Austragungsort: sogenannter Audi-Sportpark (Kap.: 15.200, davon 9.200 Sitzplätze)
- Zuschauer: 6.371 zahlende (davon ca. 3.000 Hansafans)
- Spielbewertung: 2,5/10 (0,0 für den Scheißkick + 2,5 Zusatzpunkte für die gute Stimmung der Hansafans)

FC Gerolfing 1930 ........................................ 2
TSV 1921 Hohenwart ................................... 1

- Datum: Samstag, 7. Mai 2022 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: Kreisliga Donau/Isar (8. Spielklasse, 4. Amateurfußballliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 96 Minuten (46/50) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 25. Genc, 1-1 48. Mitterhuber, 2-1 78. Haunschild
- Gelbe Karten: Alagic, Trainer Lovric (Gerolfing)
- Rote Karten: Porfyriadis von Gerolfing (84. Rot wg. Tätlichkeit)
- Austragungsort: sogenanntes Hörgeräte-Langer-Stadion (Eichenwaldstadion Gerolfing; Kap.: 1.160, davon 160 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon 80 zahlende, ca. 40 Spieler und Betreuer von Rhein-Ahr Sinzig und mehrere neutrale Hansa-Fans)
- Spielbewertung: 7,0/10

SV Gloria Weilersbach 1946 II ................... 1
SpVgg Dürrbrunn-Unterleinleiter 1968 ..... 2

- Datum: Sonntag, 8. Mai 2022 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: A-Klasse Erlangen-Pegnitzgrund (10. Spielklasse, 6. Amateurfußballliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 93 Minuten (46/47) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 11. Augustin, 1-1 13. Trambauer, 1-2 86. Ott
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportanlage Weilersbach, Platz 1 (Kap.: 3.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 40 Gästefans)
- Spielbewertung: 5,5/10

SG FC Wichsenstein / SV Bieberbach ....... 3
Allgemeiner Sport Verein Forth 1988 ........ 0

- Datum: Sonntag, 8. Mai 2022 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisklasse Erlangen-Pegnitzgrund (9. Spielklasse, 5. Amateurfußballliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 90 Minuten (45/45) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 3. Schäfer, 2-0 81. Vollmeier, 3-0 88. Neidhart
- Gelbe Karten: Schäfer (Wichsenstein); Sipos (Forth)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportanlage Wichsenstein, Platz 1 (Kap.: 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 20 Gästefans)
- Spielbewertung: 5,0/10 FC Ingolstadt 04 0:0 F.C. Hansa RostockPhotos with English commentary:
a) FC Ingolstadt vs. Hansa Rostock
b) FC Gerolfing vs. TSV Hohenwart
c) Weilersbach Res. vs. Dürrbrunn-Unterleinleiter
d) Wichsenstein / Bieberbach vs. ASV Forth
e) Upper Bavaria: Neuburg an der Donau, Ingolstadt/ Gerolfing
f) Franconian Switzerland: Igensdorf, Gosberg, Weilersbach in Oberfranken, Wichsenstein, Bärnfels, Leienfels, Wolfsberg

Im dritten Anlauf klappte dann endlich mal der Spielbesuch in Ingolstadt mit einem Hansa-Auswärtsspiel. Für Auswärtsfahrten in Bayern übernachte ich immer auch, mindestens Samstag auf Sonntag. So auch diesmal. Schon kurz vor 5 Uhr ging es am Samstag auf die Piste. Deutlich vor 10 war ich in Neuburg an der Donau. Die Kleinstadt liegt sehr schön und hat eine geschlossene Altstadt mit vielen Kirchen und einem gewaltigen Schloss. In einer Kirche gibt es Reliquien aus echten Menschenknochen, im Schloss sind Graffitos die Besonderheit. Neuburg an der Donau Dann parkte ich im Industriegebiet unweit des Stadions vom FC Ingolstadt. Der sogenannte Audi-Sportpark hat zwar ganz nette Flutlichtanlagen, aber ansonsten ist das ein 0815-Baukasten wie Paderborn oder so. Die oberbayrischen Emporkömmlinge vom FCI waren vor der Partie bereits abgestiegen, Hansa schon gesichert. So bekam man für 22€ einen Dreckskick untersten Niveaus geboten. Hansa die weniger schlechte Mannschaft, Ingolstadt mit zwei, drei gefährlichen Angriffen – aber das war einfach abartig. Das ist Arbeitsverweigerung. Wenn ich einen Tag vorm Urlaub so eine Scheiße im Büro abliefere gibt es Ärger mit dem Chef. Hier haben 22 Leute plus Wechsler ihren Beruf nicht ordnungsgemäß ausgeführt. Ich kann als Hansa-Fan auch nur das sagen, was ich leider seit vielen Jahren sagen muss: Ein Haufen überwiegend qualitativ minderwertiger Profis vertritt den tollsten Verein Deutschlands. Es ist zum Kotzen. Das ist ja nicht nur dieses eine schlechte Spiel, sondern es sind viel zu wenige gute Spiele. So eine scheiß Mannschaft feiere ich natürlich nicht noch – ich ging sofort nach Abpfiff aus dem Stadion.

Einzige Highlights der Partie: zwei Fahnen-Choreos und Pyroaktionen der Hansa-Ultras. Herrlich, wie sich alle Rostocker im Stadion breit machten. Von den gerade einmal 6.300 Zuschauern waren knapp die Hälfte wie ich für den FC Hansa. Trotz dieses scheiß Kicks heute – in dieser Saison hatte ich immerhin aus den ersten beiden Spielen (in Sandhausen und gegen Düsseldorf) zwei knappe Siege in wirklich guten Spielen gesehen. Aber wie gesagt hatte ich da eher Glück. Der 14./15. Platz spricht eine deutliche Sprache: Klassenerhalt ist ja wohl das Mindeste, aber mehr als das Mindeste hat diese Rumpeltruppe wieder nicht hinbekommen! Hoffentlich erwische ich nächste Saison nicht wieder so einen Dreck wie in Ingolstadt heute, denn zumindest auswärts werde ich wieder einige Spiele besuchen, evtl. auch zuhause das ein oder andere. Solange nicht wieder im Herbst/ Winter Lockdown und Zuschauerbeschränkungen kommen. Es sind einfach noch zu viele Eventualitäten... FC Ingolstadt 04 0:0 F.C. Hansa RostockNach 164 Spielen also erstmals wieder ein 0:0. Da muss man doch gleich mal zur Kreisliga nach Gerolfing, einem nach Ingolstadt eingemeindeten Dorf. Das schaute ich mir erstmal an: Spärliche Reste eines Zwischenwerks (Festungsbau) und eine innen ganz ansehnliche Kirche. Ansonsten ein gesichtsloser Ort. Aber die Sportanlage ist ganz schön: vier Reihen Schalensitze unter einem geschwungenen Dach, drumherum Bäume und ein großes Vereinsheim. Wie zu erwarten war, waren ein paar Hansafans zu der Partie gekommen, aber kurios war auch, dass da eine Jugendmannschaft aus der Nähe von Bonn, SC Rhein-Ahr Sinzig aus dem Landkreis Ahrweiler (RLP), zu einem Trainingslager war und dann auch diese Partie verfolgte. Dadurch und durch recht viele Gäste aus Hohenwart, machten Gerolfinger wohl nur die Hälfte der Zuschauer aus.

Eintritt bei den in der Region üblichen 5€ natürlich pervers hoch, in Mecklenburg-Vorpommern kostet Vergleichbares meist 2€ Eintritt. Dafür bekam man hier aber wirklich guten Amateurfußball geboten. Gerolfing gewann 2:1 nach 1:0 Pausenführung und frühem Gegentor nach Wiederbeginn. Ein gestörter Gerolfinger Grieche musste noch kurz nach dem Siegtor vom Feld, da er sich eine Rauferei mit einem Gästespieler leistete. Leider muss man aber auch anfügen, dass die Leistung des jungen Schiedsrichtergespanns unter aller Sau war. Karten gab es nur gegen Gerolfing, obwohl der Gast noch unsauberer spielte – auch vor der Tätlichkeit von dem Gerolfinger gab es ein unsportliches Foul am selben Spieler. Die Unparteiischen waren bei Ingolstadt gegen Hansa neben den Torhütern die besten auf dem Rasen – doch bei Gerolfing gegen Hohenwart waren die drei die schlechtesten Akteure von allen... FC Gerolfing 1930 2:1 TSV 1921 HohenwartIch fuhr wieder die paar Kilometer nach Neuburg an der Donau zurück und übernachtete dort in einem Gasthaus in der Innenstadt. Ziemlich primitive Zimmer, eher hohe Preise in der Gaststube, aber dafür sehr große Portionen und hohe Qualität.

Am Sonntag fuhr ich dann erst mal noch zur Alten Burg, einer ganz ansehnlichen Burgruine etwas außerhalb von Neuburg und dann über Landstraßen und Autobahnen in die Fränkische Schweiz. Erster Besichtigungsstopp war an der sehr schönen Kirche von Igensdorf, dann besichtigte ich die ebenfalls sehenswerte Kirche in Gosberg und danach die Wallfahrtskirche, quasi eine Doppelkirche aus einem Bau aus dem späten 20. Jahrhundert und einem alten Barockbau, in Weilersbach in Oberfranken. Gloria Weilersbach II 1:2 SpVgg Dürrbrunn-UnterleinleiterIn Weilersbach gab es dann auch Fußball. Der sehr schöne Sportplatz hat ein Vereinsheim mit Tribüne und ist in die grünen Hänge mit Blick in die Bergzüge der Fränkischen Schweiz gebaut. Bei freiem Eintritt trat vor immerhin 100 Zuschauern die Reserve von Gloria Weilersbach gegen die Erste der Spielvereinigung Dürrbrunn-Unterleinleiter an. Die Gäste brachten viele Fans mit, gingen auch per Kopf in Führung, aber kassierten dann schnell den Ausgleich gegen den Außenseiter und brauchten ewig, ehe sie mal den Siegtreffer erzielte. 1:2 für den Aufstiegskandidaten mit dem sperrigen Namen SpVgg Dürrbrunn-Unterleinleiter... WichsensteinDann kam ich gerade so noch zum Anstoß im schönen Wichsenstein an. Dort wurde diesmal, im Gegensatz zu meinem ersten Besuch, auf Platz 1 gespielt, sodass ich nun die aus zwei schön gelegenen aber ausbautenlosen Plätzen, welche beide einen Blick zum Wichsenstein (dem „Weißen Stein“, nicht etwa einem Ort zum Onanieren) bieten, bestehende Anlage komplettiert habe. Besonders schön kann man von der Terrasse des Sportlerheims, welches oben am Hang steht, schauen. Die Partie für 3,50€ war bei teils schwülem, teils regnerischen Wetter nicht so überragend, aber die Spielgemeinschaft aus FC Wichsenstein und SV Bieberbach siegte sicher und verdient mit 3:0 gegen den Allgemeinen Sportverein Forth, welcher bereits 1888 gegründet wurde. Genial der Torjubel des Schützens zum 3:0, der seinen Mitspielern zurief: „Joa, endlich, wie geil, ihr Wichser!“ SG FC Wichsenstein/ SV Bieberbach 3:0 ASV Forth 1988 Ich stieg danach noch mal auf den Wichsenstein hoch und besuchte auch die Kirche, die diesmal offen war. Schon ein wirklich schönes Dorf, nicht nur wegen des missverständlichen Namens...
In Bärnfels gibt es eine diesmal außen schöner als innen gestaltete Kirche und eine Felsenburg mit ein paar Mauerresten und einer markanten Felssäule.
In Leienfels stehen noch mehr schöne Burgmauern auf einem tollen Felsen, eine Kapelle gibt es auch – aber definitiv zu wenige Parkplätze, sodass man immer am Straßenrand rumstehen muss.
In Wolfsberg war das besser, dort liegt der Felsen auch besonders exponiert, hat aber von den drei nach dem Spiel besuchten Burgen die wenigsten Mauerreste. Der schön im Tal mit Blick zur Burg liegende Sportplatz ist nun übrigens auf meiner To-Do-Liste. Vielleicht wenn Hansa nächste Saison bei Greuther Fürth spielt und eine Wolfsberger Mannschaft am nächsten Tag heeme...

In Gosberg kam ich dann heute schon zum zweiten Mal vorbei, dort fraß ich erstmal in einem Wirtshaus – ja, Fressen gibt es da: so redet man in der Region halt... – gut und reichlich, ehe ich mich auf den Weg via Forchheim, Würzburg und Frankfurt nach Bonn machte.

Kurios bei dieser Tour: Der Hauptgrund für die Tour, das Hansa-Spiel, war leider das einzige Beschissene an dieser ansonsten wieder einmal sehr lohnenden Wochenendfahrt nach Bayern! SG FC Wichsenstein/ SV Bieberbach 3:0 ASV Forth 1988 Statistik:
- Grounds: 3.087 (Sa 2, So 2; diese Saison: 265 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.426 (Sa 2, So 2; diese Saison: 318)
- Tourkilometer: 1.050 (Sa 490km Auto, So 560km Auto)
- Saisonkilometer: 73.590 (45.580 Auto, davon 12.710 Mietwagen/ 24.470 Flugzeug/ 3.540 Fahrrad/ 30 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 164, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 70 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Donnerstag, 2. November 2017

W588I-II: Feiertage in der Fränkischen Schweiz – Felsformationen und Fußball in kuriosen Sportanlagen

Büchenbacher Sport-Club Erlangen .................... 1
TSV Röttenbach 1927 II ........................................ 4
- Datum: Mittwoch, 1. November 2017 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: A-Klasse Erlangen/ Pegnitzgrund Staffel 1 (10. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-4 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 1-3
- Tore: 0-1 11. Schnappauf (Eigentor), 0-2 20. Afaili, 0-3 24. Fuchs, 1-3 45. Hafenbrädl, 1-4 74. Afaili
- Gelbe Karten: Schnappauf, Steinbauer, Dir (BSC Erlangen); Batz, Zeller, Händel (Röttenbach)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stadion an der Schallershofer Straße 70 a (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon 80 zahlende und ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Sehr gute erste Hälfte, dann einige Durchhänger in Hälfte zwei)

Allgemeiner Sportverein Nürnberg Pfeil Phönix II
..................................... 1:5 (1:1) .................................
................... Turnerschaft 1899 Fürth II ...................
- Datum: Mittwoch, 1. November 2017 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: B-Klasse Nürnberg/ Frankenhöhe Staffel 8 (11. & unterste Liga, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-5 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 27. Eren, 1-1 40. Brandt, 1-2 48. Eren, 1-3 64. Akbas, 1-4 66. Akbas, 1-5 88. Emtekin
- Gelbe Karten: Sickinger (ASN)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Radrennbahn Ziegelstein (Kap. 3.030, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Unterirdischer Kick mit ein paar schönen Treffern)

FC Wichsenstein 1967 .................................... 0
SG SV Wolfsberg/ TSV Geschwand ............. 3
- Datum: Dienstag, 31. Oktober 2017 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisklasse Erlangen/ Pegnitzgrund (9. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 31. Winter, 0-2 43. Igl, 0-3 87. Egloffstein
- Gelbe Karten: Merz, Enwemeka, Hutzler (Wichsenstein); Igl, Zimmerer, Egloffstein (Geschwand)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportanlage Wichsenstein, Platz 2 (Kap. 400 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 120 (davon 100 zahlende und ca. 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Sehr gute erste, deutlich schwächere zweite Hälfte)

Sport Club Kühlenfels II / SV Kirchenbirkig-
Regenthal II ..................................................... 1
SpVgg Weißenohe II/ TSV 09 Gräfenberg II 3
- Datum: Dienstag, 31. Oktober 2017 – Beginn: 12.45
- Wettbewerb: B-Klasse Erlangen/ Pegnitzgrund Staffel 4 (11. & unterste Liga, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 95 Min. (46/47) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 48. Haßold, 1-1 55. Hofmann, 1-2 56. Michel, 1-3 68. Doerres
- Gelbe Karten: Backöfer (Gräfenberg)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Kirchenbirkig (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Allerunterstes Spielniveau, aber Tore sind gefallen, Zweikämpfe gab es ab und an auch und gespielt wurde auf einem Inbegriff eines Dorffußballplatzes...) Pottenstein Photos with English Commentary:
a) 11th Division: SG Kühlenfels II/ Kirchenbirkig II 1:3 SG Weißenohe II/ Gräfenberg II
b) 9th Division: FC Wichsenstein 0:3 SG Wolfsberg/ Geschwand
c) 11th Division: Pfeil Phönix Nuremberg Res. 1:5 Turnerschaft Fürth Res.
d) 10th Division: Büchenbacher SC Erlangen 1:4 TSV Röttenbach Res.
e) Franconian Switzerland: Forchheim, Burg Feuerstein/ Ebermannstadt, Streitburg Castle, Neideck Castle, Gößweinstein, Pottenstein, Kirchenbirkig, Kühlenfels, Wichsenstein, Pegnitz, Hiltpoltstein, Egloffstein
f) Nuremberg & Erlangen: Pictures from Erlangen

Nachdem ich mitbekommen hatte, dass unser Büro auch am 31.10. geschlossen bleibt, nicht wie sonst in NRW nur am 1.11., stellte ich diesen Plan zusammen: zwei vollgepackte Tage mit Groundhopping und Sightseeing in der fränkischen Schweiz.

Dienstag, Reformationstag, Lutherjubiläum und 4 Uhr ging es los...
Erster Halt nach nur dreieinhalb Stunden Fahrt: Forchheim. Dort gibt es u.a. eine Pfalz und mehrere sehenswerte Kirchen und Fachwerkbauten. Interessant ist auch die Burg Feuerstein bei Ebermannstadt, die 1940 von einem Physiker (ein Nazi, allerdings wird er wegen seines angeblich ambivalentem Verhältnis zur Partei gerne reingewaschen) erbaut wurde; nach dem Krieg und der US-Übernahme wurde daraus eine katholische Jugend- und Begegnungsstätte, die dieser typische, im Stile der Ordensburgen errichtete Wuchtbau auch heute ist. Interessant ist dabei v.a. die später hinzugefügte moderne Kirche.
Deutlich ältere Burgen sind die gegenüberliegenden mittelalterlichen Ruinen Streitburg (wenig übrig, toller Blick, man kann fast direkt ranfahren) und Neideck (teilweise erhalten, v.a. ein Turmbereich spektakulär, toller Blick, man kann verbotenerweise mit Allrad über den Haag bis in den Burghof fahren – ansonsten, v.a. bei Feiertagsverkehr, den kurzen Weg entgegen der Beschilderung wandern).
Gößweinstein fand ich enttäuschend: Burg etwas verbaut und sofort Eintritt fällig, Basilika darf nicht innen fotografiert werden – alles sehr touristisch, eng, dennoch versifft und ärmlich wie fast alle Orte in Franken außerhalb von Bamberg, Würzburg und Nürnberg. Auch Pottenstein ist nervig touristisch, aber dafür in der spektakulärsten Landschaft der Region gelegen. So I went to Kirchenbirkig for another match Dann sollte in Pottenstein das erste Spiel der Tour folgen: Rasen in gutem Zustand, trocken, bewölkt, 6 Grad – doch nichts los und was seh ich bei Gesichtsbuch auf der Seite des scheiß TSC Pottsaustein? Spielausfall! Wegen Witterungsbedingungen? Hallo?! Seid ihr geisteskrank?! Schreibt doch wenigstens „nicht genug Spieler zusammenbekommen“ oder „haben uns alle freigenommen über die Brückentage“. Dafür habe ich Verständnis. Muss der Verband auch haben. Aber nicht für so eine Absage auf Fake-News-Niveau.

Andererseits bin ich dadurch auf einen noch besseren, wenn auch ausbautenlosen Ground gestoßen. Erst zum ganz ansehnlichen Platz in Regenthal hochgefahren (ja, RegenTHAL liegt auf dem BERG), da das Spiel dort angesetzt war, da schickte mich aber ein netter Älterer mit bestem Fränkisch den Wendel runter nach Kirchenbirkig. Die Reserve dieser Spielgemeinschaft der Orte Kirchenbirkig, Regenthal und Kühlenfels spielte da auf dem Inbegriff eines Dorffußballplatzes: eine gemähte, wellige, unebene Wiese, krumme Markierungen, die Eckfahnen stehen 1,5m höher als die Torpfosten – jedenfalls ein Teil der Eckfahnen – und ein Holzhüttenverschlag für die Kabinen, auf dessen Stufen einige der paar Dutzend Fans hocken. Drumherum Schotterwege, Wiesen, Weiden, Nadelwald und ein paar Birken.

Das Spiel zweier gutplatzierter Teams der untersten Spielklasse war in der ersten Halbzeit unter aller Sau. Extrem schlechte Schüsse, noch weniger Bewegung als von der Klasse zu erwarten ist. Nach dem Seitenwechsel endlich die Führung für den besseren Gast aus Weißenohe/ Gräfenberg – und dann nahm der Kind an Fahrt auf. Ausgleich, endlich auch mal Zweikämpfe und mehr Chancen, aber immer noch schlechte Schüsse und der teils unsichere Schiri erkennt zwei Abseitstore der Gäste zum 1:3 Endstand an. FC Wichsenstein 0:3 SG Wolfsberg/ Geschwand Sofort weiter nach Westen zurück. Im Markt Gößweinstein gibt es ein idyllisches Dorf mit schöner Felsformation (ein Burgstall), das auf den herrlichen Namen Wichsenstein hört. OK, ich vermute, dass der Begriff von den weißen Felsen (dann Konsonantenverschiebung) kommt. Angeblich gehörte die Burg einem gewissen „Wikker“. Allerdings war sein Nachfahre ein Raubritter und somit ein ziemlicher Wichser...

Nun ja, auch hier in Wichsenstein schien es mir nicht weit her mit Organisation: Auf dem engen, aber landschaftlich ähnlich schönen Nebenplatz (Blick zum Wichsenstein/ Wichsensteiner Fels) wurde gespielt, statt am Hangfuß auf dem Hauptplatz. Der musste ja mal wieder geschont werden – Schwachsinn!

Beide Teams zeigten guten und schnellen Fußball, Wichsenstein zuerst besser, dann kam nach 30 Minuten aber leider der Gast Wolfsberg/ Geschwand ins Spiel, konterte billig zum 0:1, machte nach einem Foul am Torwart das 0:2 und in einer schwächeren zweiten Hälfte, in der Wichsenstein gar nicht mehr präsent war, das 0:3.

Besonders komisch in Hälfte zwei: der Schiri hatte die Jacke ausgezogen, pfiff jetzt normal im Trikot und siehe da: nur noch 10% falsche Entscheidung statt 90% wie in der ersten Hälfte, als er einem im Strafraum gefoulten Gästespieler Gelb wegen Schwalbe gab und Wichsenstein z.B. keine Ecke gewährte, obwohl der Torwart mit beiden Händen dran war, und eigentlich gar keine korrekte Entscheidung traf, aber einen Geschwander Pöbler vom Spielfeldrand verweisen ließ, der sich beschwerte über seine unterirdische Leistung.

Nachdem es beim Fußball immer nur Fränkisch zu hören gab – was ich aber sehr gut fand so – gab es im Hotel in Pegnitz fast gestelztes Hochdeutsch. Die Ratsstube ist wie wohl alle Unterkünfte in der Region etwas zu teuer, hat aber ganz gute Zimmer, nettes Personal und gutes Frühstück. FC Wichsenstein 0:3 SG Wolfsberg/ Geschwand ASN Pfeil Phönix II 1:5 Turnerschaft Fürth II Am nächsten Morgen schaute ich mich erstmal kurz in Pegnitz um: in fünf Minuten hat man die paar ansehnlichen Häuser und die Kirche aber schon besichtigt...

Hiltpoltstein liegt dann wieder mitten in der Felsenlandschaft der fränkischen Schweiz und hat ein toll gelegenes Burgschloss und etwas Fachwerk zu bieten. Weiter durch die Felsenlandschaft geht es nach Egloffstein: dort befinden sich Burgschloss und Kirche wieder direkt nebeneinander in toller Bergspornlage oberhalb des eher primitiv auf den Felsen gebauten Dorfes mit seinen engen Gassen. Erlangen Dann ab nach Nürnberg. Im Ortsteil Ziegelstein steht die Ruine einer Radrennbahn, auf der nach einem schweren Unfall erst keine Steherrennen mehr gefahren wurden und dann im Laufe der 70er die Radsportler ganz auszogen, da es in Nürnberg noch mehrere andere bessere Anlagen gab und teilweise heute noch gibt. Nun verfällt und überwuchert die Betonbahn, die Tribünen sind eingeebnet aber dennoch bleiben eindrucksvolle Wälle. Eine sehr schöne Sportanlage, die interessante Nebenplätze hat: es gibt in einigen Teilen Bayerns Sandplätze statt Aschenplätze. Hab ich das letzte Mal in Marokko gesehen – da aber nicht als Nebenplatz...

Für total perverse 3€ Eintritt (unterste Liga, gestern kostenlos bei Kirchenbirkig: krank der Verein aus Nürnberg!) gab es einen Grottenkick zwischen der Reserve von Pfeil Phönix und der II. der Turnerschaft Fürth zu sehen. Die Gäste gewannen verdient aber zu hoch 1:5. Wenn man das Vereinswappen gesehen hat, wundert man sich eigentlich nur noch mehr, dass bei einem Verein mit deutschem Namen nur Migranten spielen. Fast nur türkischstämmige Spieler, die sich zwar schön mit den ASN-Leuten unterhielten, aber ein erschreckend schlechtes Deutsch sprachen. Scheinen sprachlich zumindest noch mehr unter sich zu sein als hier in NRW. Sind halt nicht alle in Bayern lebenden Türken so sprachlich kompetent wie Django Asül...    Büchenbacher SC Erlangen 1:4 TSV Rötenbach II Das zweite Spiel fand in einem noch interessanteren Stadion statt: an der Schallershofer Straße steht ein Eingangsportal, das man durchfährt, um dann mitten im Gelände zu parken. Rechts wieder ein Sandplatz, links ein satter Rasen. Auf der einen Längsseite steht halb eine Tribüne mit Stehstufen und toller Terrasse mit Sportlerheim und Sprecherturm. Es gibt viele Blumenverzierungen und schöne Bäume im ganzen Gelände, teils wachsen die auch aus den Stehstufen, die auf zwei Seiten rundlaufen. Zwei Anzeigetafeln gibt es außerdem noch.

Zur Geschichte des BSC Erlangen bitte hier klicken.  Zu Gast war heute der TSV Röttenbach, dessen Namenszusatz ERH Landkreis Erlangen-Höchstadt heißt, da es mehr als nur ein Röttenbach gibt. Angeblich war es die II. Mannschaft, doch so wie die in dem flotten Spiel auftraten, waren da bestimmt zur Hälfte Kicker der I. Mannschaft. Ansonsten wäre das Spiel des Vorletzten beim 6. nicht so einseitig zugunsten des abstiegsgefährdeten Gastes verlaufen. Nach 0:3 nur ein Torerfolg kurz vor dem Seitenwechsel. Am Ende 1:4. Büchenbacher SC Erlangen 1:4 TSV Rötenbach II Zwischen den Spielen hatte ich mir noch Erlangen angeschaut: das Stadtzentrum mit dem Schloss ist schon ganz sehenswert, aber doch etwas durchsetzt. Andere namhafte fränkische Städte wie Würzburg und Bamberg sind viel sehenswerter. Die Rückfahrt verlief bis auf einen kleinen Stau bei dem scheiß FFM Aiport gut.

Als Fazit bleibt, dass die Fränkische Schweiz noch überteuerter ist als die Sächsische Schweiz, wobei die Sehenswürdigkeiten in Sachsen noch besser als in Franken sind. Allerdings lohnt sich die Fränkische Schweiz landschaftlich, kulturell und architektonisch dennoch sehr. Fußballerisch ist sie leider schlecht organisiert und eher niveauarm, aber dafür gibt es landschaftlich sehr schöne Grounds. In den Städten (Nürnberg, Erlangen, aber auch woanders in Bayern) gibt es sowieso tolle Stadien im Freistaat. Die lohnen sich immer zu besuchen – trotz oft wirklich unangemessener Eintrittspreise wie in BaWü auch. Ein Lob an den Bayrischen Fußballverband: die Statistiken auf der Website sind äußerst informativ und gut gemacht! Dabei gibt es in Bayern oft gar nicht so viele Karten, es scheint mir eher disziplinierter zuzugehen, als in vielen anderen Bundesländern. Aber ich wohne dazu wohl einfach schon zu lange in NRW... View on Hiltpoltstein Statistik: (Di+Mi)
- Grounds: 2.044 (Di 2, Mi 2; diese Saison: 63 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.191 (Di 2, Mi 2; diese Saison: 86)
- Tourkilometer: 930 (Di 460km Auto, Mi 470km Auto)
- Saisonkilometer: 18.750 (11.890 Auto, davon 920 Mietwagen/ 6.060 Flugzeug/ 800 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 588 Wochen.