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Mittwoch, 22. Mai 2024

W3.0177III-0178I: Pfingsten 24 – Kreisklassespiele in der Heide zwischen Celle und Gifhorn, Hansa-II-Regionalliga-Abschiedstour und das Stadtderby von Peine

Verein für Bewegungsspiele Peine von 1904

4 : 2 (2:2)

SV Bosporus Peine 1986

- Datum: Montag, 20. Mai 2024 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: Kreisliga Peine (8. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-2 nach 100 (49/51) Minuten – Halbzeit: 2-2

- Tore: 0-1 14. Arayici, 0-2 21. Eigentor, 1-2 42. T. Driesen, 2-2 45.+2 K. Driesen, 3-2 50. K. Driesen, 4-2 76. C. Kocak

- Verwarnungen: 2x Saliba, 2x Capli, weitere unbekannt (VfB); 2x Kaya, E. Kocak, weitere unbekannt (Bosporus)

- Platzverweise: Saliba vom VfB (90.+5 Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels) und Capli vom VfB (48. Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels); Kaya von Bosporus (53. Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels)

- Austragungsort: VfB-Platz (Kap. 3.170, davon 170 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 350 (davon ja ca. 150 Anhänger der jeweiligen Teams, der Rest Neutrale)
- Spielbewertung: 6,0/10

FC Viktoria 1889 Berlin Lichterfelde-Tempelhof

2 : 2 (1:0)

F.C. Hansa Rostock II

- Datum: Sonntag, 19. Mai 2024 – Beginn: 17.30
- Wettbewerb: Regionalliga Nordost (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 2-2 nach 95 (47/48) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tore: 1-0 14. Yildirim, 2-0 69. Scacun, 2-1 81. Wollschläger, 2-2 91. Sperner

- Verwarnungen: keine

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stadion Lichterfelde (Kap. 3.500, davon 1.500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 300 (gemeldet: 402 zahlende, Gästefans: ca. 20)
- Spielbewertung: 5,5/10

FSV 63 Luckenwalde

1 : 3 (1:1)

Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig

- Datum: Sonntag, 19. Mai 2024 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Regionalliga Nordost (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 94 (47/47) Minuten – Halbzeit: 1-1

- Tore: 0-1 6. Kaymaz, 1-1 38. Plumpe, 1-2 66. Mäder, 1-3 73. Hilßner

- Verwarnungen: Hellwig, Butendeich, Koplin (Luckenwalde); Harant, Mäder, Jäpel (BSG Chemie)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Werner-Seelenbinder-Stadion Luckenwalde (Kap. 3.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.700 (davon 1.457 zahlende und ca. 900 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

SG Oerrel-Langwedel 2023 (FC Oerrel 1968 / SV Langwedel 1930)

0 : 2 (0:1)

Sportvereinigung Gifhorn II

- Datum: Samstag, 18. Mai 2024 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Halbfinale Gifhorner Kreisklassenpokal (2. Kreisklasse gegen 1. Kreisklasse Gifhorn, d.h. 10. gegen 9. Spielklasse, 6./5. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 97 (49/48) Minuten – Halbzeit: 0-1

- Tore: 0-1 45.+4 D. Zickert, 0-2 81. W. Zickert

- Verwarnungen: 2x Langwedel, 3x Gifhorn

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz Stille Heide (Langwedel; Kap. 1.150, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 160 (davon mind. 15 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

TuS Hohne-Spechtshorn

4 : 0 (2:0)

TuS Eicklingen von 1910

- Datum: Samstag, 18. Mai 2024 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Celle (9. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-0 nach 92 (46/46) Minuten – Halbzeit: 2-0

- Tore: 1-0 17. Lumma, 2-0 31. Nickel, 3-0 56. Bergande, 4-0 84. Thiele

- Verwarnungen: 1x Spechtshorn, 1x Eicklingen

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz Hohne-Spechtshorn (Kap. 300 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 15 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

Lingwedel

Photos with English commentary:

a) 9th Division Celle: Hohne-Spechtshorn vs. Eicklingen

b) District Cup Lower Leagues Gifhorn: Oerrel-Langwedel vs. SV Gifhorn Reserves

c) 4th Division in Brandenburg: Luckenwalde vs. Chemie Leipzig

d) 4th Division in Berlin: Viktoria 1889 vs. Hansa Rostock Reserves

e) 8th Division in Peine: VfB vs. Bosporus Derby

f) Sightseeing Celle / Gifhorn Region: Hohne, Spechtshorn, Texas, Lingwedel, Langwedel

g) Central Brandenburg: Luckenwalde old town

h) Berlin: Lichterfelde historic sights

Dieses Pfingsten machte ich keine größere Tour und diesmal gab es auch keine Motorsportveranstaltungen in meiner Nähe, aber immerhin fünf interessante Fußballspiele. Ob Kreisklasse in der Heideregion zwischen Celle und Gifhorn, einem Regionalliga-Nordost-Doppler zum Abschied von Hansa II oder einem Kreisliga-Stadtderby im niedersächsischen Peine...

TuS Hohne-Spechtshorn 4:0 TuS Eicklingen

Das erste Spiel am Samstag erreichte ich nach über 40 Kilometer zügiger Radfahrt. In Hohne im Landkreis Celle findet man einige schöne Fachwerkhäuser mit einem für die Heideregion typischen Baustil sowie eine große Kirche. Im benachbarten Spechtshorn sind die Häuser leider sehr monoton. Zwischen beiden Orten liegt ein unspektakulärer Rasenplatz mit blau-gelber Reling auf einer Längsseite und einem Backstein-Sportlerheim. Der TuS Hohne-Spechtshorn wurde anfangs vom Gast aus Eicklingen, welcher wohl mit einem traktorgezogenen Planwagen angereist war, hinten reingedrängt, doch erzielte mit der ersten Offensivszene gleich das 1:0 im x-ten Nachschuss. Danach zogen sie das Spiel an sich, gingen 2:0 und nach dem Seitenwechsel bald 3:0 in Führung. Ein Elfmeter, der erst im Nachschuss saß, besorgte den 4:0 Endstand.   

SG Oerrel-Langwedel 0:2 SV Gifhorn II

Nach einer Dreiviertelstunde durch die Heide-, Wald- und Weidelandschaft – die Strecke führte mich u.a. über Texas, einem 1949 gegründeten Wohnplatz mit vier, fünf Häusern, welcher von einem Fliegerhorst genutzt wurde, der 1945 von den Amis zerbombt wurde; daher bei Neugründung der Name Texas – kam ich erst nach Lingwedel und dann nach Langwedel. Da gab es das nächste Spiel. Im weitestgehend gesichtslosen Langwedel liegt an der Hauptstraße ein wirklich schöner Dorfplatz mit kleinen Graswällen, vielen Bäumen, Vereinsheim und heute auch Hüpfburg usw. Anscheinend war da ein Vereinsfest, was auch die Spielankündigung im Liveticker erklärt: „Es ist Samstag, der 18. Mai 2024. Bewölkter Sonnenschein mit Aussicht auf Nässe. Es soll wohl ordentlich Zapfbier und Mischen geben. Dazu noch ein Flunkyballturnier stattfinden. Perfekte Vorraussetzungen, um sich in Langwedel mal ordentlich die Dachrinne zu verbiegen!“

Auch bei diesem Spiel wieder freundlicherweise freier Eintritt. Nach und nach kam auch dieses Halbfinale des Kreisklassenpokals in Schwung. Der favorisierte Gast (SV Gifhorn II) brauchte aber bis in die Nachspielzeit von Hälfte eins, ehe sie mit einem 20-Meter-Knaller in den Winkel die Führung erzielten. In der besseren zweiten Hälfte hatte der Gast dann wieder einen späten Treffer – 81. Minute, Konterabschluss ins lange Eck – und trifft somit im Finale am 16. Juni (Saisonabschluss) auf Hankensbüttel II.

Luckenwalde

Den Sonntag bewegte ich das Auto gen Luckenwalde. Erstmal in die Altstadt – auf dem Weg dahin einen Chemiker mit markantem sportlichen Autoaufkleber aber wenig sportlicher Fahrweise überholt... Die Gästefans sind aber entweder in Kneipen gegangen oder gleich am Stadion aufgeschlagen. Ich schaute mich erstmal in der Altstadt etwas um. Schöne alte Backsteinkirche und Stadtturm, Rathaus sieht auch ganz OK aus, eine Kirche aus dem 20. Jahrhundert hat einen hohen Turm, manche Jugendstilhäuser sind saniert und haben schön verzierte Fassaden, ein paar Denkmäler aus dem 19./20. Jahrhundert gibt es auch – aber auch viel Verfall und Leerstand. Ausgestorben war es da um 12 auch im Stadtzentrum...

Dafür war am Stadion richtig was los, aber etwas mehr Gäste- als Heimfans. Die fast ringsum laufenden Stehstufen waren recht gut belegt, die mittig auf einer Längsseite aufgebaute Sitztribüne war richtig voll. Markant ist der Sprecherturm – der Sprecher erzählte auch viel...

Luckenwalde hatte eine kleine aber laute Fangruppe, die sich nicht als Ultras sondern als „Supporter“ sieht. Schienen auch ganz normale Leute zu sein. Das ist ja bei einem Teil des Chemie-Anhangs nicht der Fall, was aufgrund der bewegten Vereinsgeschichte auch kein Zufall ist. So vielleicht 300 Ultras gingen gut ab, allerdings leider wie üblich: dümmlicher Dauersupport ohne jeden Bezug zum Spiel garniert mit ein bisschen Repressalien-Gewimmer und einer winzigen giftgrünen Rauchbombe...

Definitiv aber eine unterhaltsame Atmosphäre und für die 10€ bekam man auch ein gutes Spiel geboten. Chemie ging sehr früh in Führung, in einem dann ausgeglichenen Spiel traf Luckenwalde vor der Pause zum 1:1. Anders als im Hinspiel, wo es beim 1:1 blieb, setzte sich Chemie in der zweiten Hälfte, in der sie auch durchweg besser und torgefährlicher waren, verdient mit 1:3 durch.

FSV Luckenwalde 1:3 Chemie Leipzig

Dann ging es nach Berlin. Ich parkte in der Krahmerstraße und lief erstmal ein bisschen rum: brutalistische Betonbauten, der Teltowkanal, ein Gutshaus aus dem 18. Jahrhundert mit Park und zwischen all den 19./20. Jh. Wohnblöcken noch ein brandenburgischer Dorfanger, auf dem zwei Kirchen und ein Turm stehen. Schon interessant da!

Auch das Stadion ist ein sehenswertes Gebäude in dieser Ecke Berlins: Typischer 20er-Jahre Baustil. Da wurden noch schöne Sportstätten gebaut! Die konkave Haupttribüne ist überdacht und mit neuen Sitzen versehen. Auch auf der Vortribüne gibt es zum Teil Sitzschalen, ansonsten kann man auf ein paar Stufen oder auf der Wallkrone ringsrum stehen. Viktoria Berlin nimmt sich heraus, einen Einheitspreis von 14€ zu erheben – keine Differenzierung nach Steh- oder Sitzplatz. Aber nicht mal Eintrittskarten gedruckt – was für Abzocker!

Ganz komisch auch: Angeblich waren über 400 Zuschauer da, doch selbst meine Schätzung von 300 ist freundlich kalkuliert. Stimmung gibt es bei so einem Kick leider eh keine.

Viktoria hat ja keine richtigen Fans und was sollten z. B. Hansafans zur Reserve gehen, wenn die Profis zeitgleich wieder einmal gegen Paderborn versagen und absteigen. Leider keinen Spielabbruch geschafft – das wäre die Krönung auf diese Dreckssaison gewesen! Diese ganze scheiß Mannschaft geht hoffentlich komplett weg – kein einziger Spieler hat da irgendein Format, nicht mal für 3. Liga!

Auch die U23 ist ziemlicher Schrott. Eine Handvoll Spieler hat das Niveau für Regionalliga oder 3. Liga – der Rest ist Ausschussware und dementsprechend ist der Doppelabstieg logisch. Als Vorletzter geht es runter in die Oberliga. Zum Abschied schaffte man bei der Viktoria einen schmeichelhaften Punktgewinn. Wenigstens noch ein bisschen versöhnlich, dass man, nachdem man 80 Minuten unterlegen war und schnell zurücklag, doch noch in der Schlussphase auf 2:2 ausglich!

Ansonsten muss das Fazit der Hansa-Saison leider lauten: Beschissen und erbärmlich, was der gesamte Verein da (Profis, Reserve, einige Jugendteams, der Vorstand, die Ultras) da ablieferte. Da muss eigentlich mal richtig Kahlschlag gemacht werden, sonst versacken die in der Regionalliga wie Jena, Erfurt und Konsorten!

Viktoria Berlin 2:2 Hansa Rostock II

Am Pfingstmontag machte ich nur eine Radtour nach Peine. Im sehr schönen Stadion vom VfB, welches ein Eingangsportal, verfallene niedrige Stufen auf einer und bessere, höhere auf der anderen Seite sowie eine Holztribüne mit Sprecherturm hat, bekam man für die üblichen zu hohen 4€ Einlass. Das Stadtderby zwischen VfB und SV Bosporus – beide stammen aus dem Süden von Peine – stand an und zog eine mittlere dreistellige Besucherzahl an. Stimmung gab es dennoch fast keine. Ich muss auch sagen, dass ich – sowie ich die freundlichen Leute am Eingang passiert hatte – immer wieder von Leuten unfreundlich gemustert wurde, fürs Grüßen haben die das Maul nicht aufgekriegt, Umgangston untereinander war auch so, wie man sich das klischeemäßig in Peine-Süd vorstellt – das mag in NRW normal sein, aber in Niedersachsen habe ich noch nie so viele unangenehme Leute auf einen Haufen gesehen. Nur neutrale Besucher von einem anderen Verein in der Gegend waren umgänglich – die wollen natürlich, dass ich auch mal zu denen komme...

Auf dem Feld ging es auch ganz gut ab: Am Ende bekam der VfB zwei und Bosporus einen Platzverweis. Jeweils Gelb-Rot, weil zu viel gefoult und gemeckert wurde. Überraschend war Mittelfeldteam Bosporus die ganze erste halbe Stunde klar besser und ging 0:2 in Führung. Vor der Pause jedoch noch mal richtig Druck vom Tabellenführer VfB und ein Torwartfehler in der Nachspielzeit und schon stand es unentschieden. In der zweiten Hälfte kam vom Gast nichts mehr und der VfB siegte noch 4:2. In der Nachspielzeit noch eine Schubserei, aber nach Spielschluss gab es Handshake – selbst in Peine-Süd verträgt man sich also schnell wieder...

VfB Peine 4:2 SV Bosporus Peine

Statistik:

- Grounds: 3.626 (Sa 2, So 2, Mo 1 neue; diese Saison: 212 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.090 (Sa 2, So 2, Mo 1; diese Saison: 266)

- Tourkilometer: 640 (Sa 110km Rad, So 480km Auto, Mo 50km Rad)

- Saisonkilometer: 100.830 (58.120 Flugzeug/ 33.870 Auto, davon 15.450 Mietwagen/ 5.890 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 3.770 Fahrrad/ 180 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 41 [letzte Serie: 19, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 178 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Mittwoch, 22. Februar 2023

W3.0112III: Erfolgreicher Sonntag für Hansa-Mannschaften in Berlin

F.C. Hertha 03 Zehlendorf

0:4

F.C. Hansa Rostock II (U23)

- Datum: Sonntag, 19. Februar 2023 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: NOFV-Oberliga Nordost-Nord (5. Spielklasse, 2. Halbprofiliga)

- Ergebnis: 0-4 nach 91 (46/45) Minuten – Halbzeit: 0-2

- Tore: 0-1 22. Lukas Scherff, 0-2 35. Sascha Schünemann, 0-3 53. Felix Ruschke, 0-4 88. Mahir Huber

- Gelbe Karten: NN (Zehlendorf); David Kinner (FCH)

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Ernst-Reuter-Sportfeld (Kap. 5.000, davon 1.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 315 (davon ca. 100 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

FC Viktoria 1889 Berlin A (U19)

1:7

F.C. Hansa Rostock A (U19)

- Datum: Sonntag, 19. Februar 2023 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: A-Junioren Bundesliga Nord/ Nordost (1. Spielklasse der U19)

- Ergebnis: 1-7 nach 94 (48/46) Minuten – Halbzeit: 0-4

- Tore: 0-1 21. Thomas Rotfuß, 0-2 32. Antek Wrebiakowski, 0-3 38. Antek Wrebiakowski, 0-4 45.+1 Tim Krohn, 0-5 56. Tim Krohn, 1-5 58. Gia Huy Phong, 1-6 68. Lucas Sperner, 1-7 74. Leo Bera

- Gelbe Karten: NN, NN (Viktoria); NN (FCH)

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Ernst-Reuter-Sportfeld, Kunstrasenplatz 6 (Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 160 (davon angeblich nur 40 Zahlende und ca. 50 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,5/10

Fußball-Vereinigung Wannsee C

1:0

Friedrichshagener SV 1912 C

- Datum: Sonntag, 19. Februar 2023 – Beginn: 9.00
- Wettbewerb: 1. C-Junioren Landesliga Berlin Staffel 1 (3. Spielklasse der U15)

- Ergebnis: 1-0 nach 78 (38/40) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tor: 1-0 25. Anonymer Wannseer  

- Gelbe Karten: hatte der Schiri nicht mit

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Stadion Wannsee, Kunstrasen (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 4,0/10

Berlin

Photos with English commentary (FLICKR):

a) Under-15: Wannsee vs. Friedrichshagen

b) Under-19: Viktoria Berlin vs. Hansa Rostock

c) 5th Division: Hertha Zehlendorf vs. Hansa Rostock Reserves

d) Berlin: Wannsee, Zehlendorf

Am Samstag traf ich mich in Berlin zum Fußball und wir zogen wegen Nachwuchsteams des FC Hansa über mehrere Plätze des südwestlichen Teils der Hauptstadt. Das erste Spiel war allerdings keines von Hansa: Die U15 des FV Wannsee spielte schon um 9 Uhr gegen Friedrichshagen C und gewann durch einen schönen Kopfball 1:0. Ansonsten ein auch für diese Liga nicht überzeugendes Spiel auf einem schön gelegenen und ansehnlich gestalteten Kunstrasennebenplatz, auf dem sich aber zu viele unsinnige Verbotsschilder finden. Unweit der Sportstätte befindet sich auch die sehenswerte Villensiedlung am Wannsee, wo man das Haus der Wannseekonferenz besichtigen kann oder auch die Villa von Liebermann.

FV Wannsee C 1:0 Friedrichshagener SV C

Nach diesen kurzen Besichtigungen am Wannsee fuhren wir nach Zehlendorf. Das Ernst-Reuter-Sportfeld hat neben dem Hauptstadion noch ein halbes Dutzend Nebenplätze, die teils eher für Hockey als für Fußball Verwendung finden. Ein reiner Fußballkunstrasen ist jedoch Platz Nr. 6 der etwas am Rande der Anlage – ideal für Zaungäste – liegt. Wir zahlten aber die üblichen 4€ für Vollzahler bei der Juniorenbundesliga – mein Vater wurde als Rentner sogar kostenlos reingelassen, obwohl ermäßigt eigentlich 2€ wäre. Wenn der Kassenwart bei anderen auch so freundlich war, würde das die viel zu niedrige Zuschauerzahl bei fussball.de erklären: Es waren etwa viermal so viele Besucher da, wie zahlende Zuschauer angegeben wurden. Es waren schon allein mehr als 40 Hansa-Fans anwesend. Einzelne legten sich dann auch mal mit den drei Asozialen von Viktoria an, die da immer rumprollten „Ihr seid hier in Berlin“. Na, das hat man bei euch Spasten ja sofort gemerkt, dass wir in Berlin sind...

Auf dem Feld ging es weitestgehend fair und diszipliniert zu, allerdings zeigte sich der Gastgeber nach der Pause ab und an gefrustet. Auch wenig verwunderlich: Hansa U19 nahm Viktoria U19 völlig auseinander. Dass hier Tabellennachbarn im Abstiegsbereich gegeneinander spielten, war nicht zu sehen: Hansa sehr gut, Viktoria kaum Bundesligareif. 0:4 bei Pause, 1:7 am Ende!

Viktoria Berlin A 1:7 F.C. Hansa Rostock A

0:4 am Ende hieß es dann auf dem Hauptplatz. Während der Kunstrasen Nr. 6 sehr hässlich ist und viel zu wenig Zuschauerkapazität innerhalb des Zauns bietet, ist das Hauptstadion mit dem alten Portal und der schönen Tribüne mit lehnenlosen Bänken und moderner Dachkonstruktion sowie den Stehrängen auf der Gegenseite sehr sehenswert. Auf der gesamten Anlage stehen markante Nadelbäume.

Spitzenspiel der Oberliga für recht stolze 8€ (ermäßigt 5€); außerhalb der Hauptstadt ist das meistens billiger (z. B. 6€ und 4€). Aber man bekam ein lohnendes Spiel zu sehen. Zuerst der Tabellenzweite Zehlendorf mit einem Lattentreffer und mehreren weiteren Chancen, doch dann riss Hansa U23 die Partie an sich und ging 0:2 in Führung. Nach der Pause der Gastgeber völlig ideenlos und Hansa noch mit einem tollen Weitschuss und einem gut herausgespielten Treffer zum oben bereits genannten 0:4. Hansa II ist somit 3 Punkte und einige Tore voraus – wenn nichts schief läuft im Verein, dürften sie auch in die Regionalliga aufsteigen!  

Zwischen den beiden Partien gingen wir in der deutschen Gaststätte nebenan sehr gut (aber dementsprechend auch teuer) essen.

Hertha Zehlendorf 0:4 F.C. Hansa Rostock II

Statistik:

- Grounds: 3.2999 (3; diese Saison: 170 neue)

- Sportveranstaltungen: 4.686 (3; diese Saison: 205)

- Tourkilometer: 420km Auto

- Saisonkilometer: 41.060 (28.410 Auto, davon 6.020 Mietwagen/ 1.930 Fahrrad/ 10.800 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 15 [letzte Serie: 7, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 112 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 20. Mai 2013

W355VI: Ein eher schwacher Sportsonntag in der Hauptstadt – Hertha holt mit 10 gegen 14 noch einen Punkt und auf dem Maifeld verlieren sich ein paar Dutzend Cricketfreunde

Hertha, Berliner Sport-Club -------------------------------- 1
FC Energie Cottbus ------------------------------------------- 1
- Datum: Sonntag, 19. Mai 2013 – Anstoß: 13.30
- Wettbewerb: 2. Fußballbundesliga (2. Profiliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 30. Nicolas Farina, 1-1 87. John Anthony Brooks
- Verwarnungen: Fabian Lustenberger (Hertha); Uwe Möhrle, Michael Schulze (Energie)
- Platzverweise: 45. Min. Maik Franz von Hertha wg. angeblicher Notbremse
- Spielort: Olympiastadion Berlin (Kap. 77.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 67.000 (davon 63.267 zahlende und ca. 2.000 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Dürftiges Spielniveau und gute, für den Anlass aber wiederum nicht überzeugende Stimmung)

Sport-Club Charlottenburg D ------------------------------ 5
Berliner SV Grün-Weiß Neukölln 1950 D ---------------- 6
- Datum: Sonntag, 19. Mai 2013 – Anstoß: 12.00
- Wettbewerb: Finale des sogenannten Volksbank-Cups (Jugendturnier, Modus: 1x20 Minuten Kleinfeld)
- Ergebnis: 5-6 nach 20 Min. (0:0) und Neunmeterschießen
- Tore: k.A.
- Neunmeterschießen: 5-6 nach jeweils 6 Schützen
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Olympiastadion Berlin (Kap. 77.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 3.000
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Wirklich guter Jugendfußball, aber sinnloser Modus und torlos bis ins Neunmeterschießen)

Berliner FC Viktoria 1889 ------------------------------ 154/??
Berlin Cricket Club -------------------------------------- 101/10
- Datum: Sonntag, 19. Mai 2013 – First Ball Bowled: 11.30
- Wettbewerb: Cricket Bundesliga Ost (1. deutsche Cricketliga, Oststaffel)
- Ergebnis: BFC gewinnt mit 53 Runs nach 50:39 Overs und ca. 470 Min.
- Batting Statistics BFC: k.A.
- Batting Statistics BCC: k.A.
- Bowling Statistics BFC: k.A.
- Bowling Statistics BFC: k.A.
- Spielort: Maifeld (Kap. 41.000, davon 1.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 5
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Phasenweise ganz ordentliches Batting, aber selbst die letzten drei Stunden zogen sich noch ziemlich hin)

Der Sports & Social Club Berlin-Brandenburg - 135/??
Britannia Cricket Club (Berliner SV 1892) ------ 138/??
- Datum: Sonntag, 19. Mai 2013 – First Ball Bowled: 11.00
- Wettbewerb: Cricket Bundesliga Ost (1. deutsche Cricketliga, Oststaffel)
- Ergebnis: Britannia gewinnt mit 3 Runs nach 50:43 Overs und ca. 450 Min.
- Batting Statistics DSSC: k.A.
- Batting Statistics Brit.: k.A.
- Bowling Statistics DSSC: k.A.
- Bowling Statistics Brit.: k.A.
- Spielort: Maifeld (Kap. 41.000, davon 1.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Über weite Strecken sehr niedriges Niveau, aber ganz ansehnliche Schlussphase) DSC05278 
Photos with English Commentary:
a) German Bundesliga, 2nd Level: Hertha BSC v Energie Cottbus
b) German Cricket League at Maifeld, Berlin: DSSC BB v Britannia & BFC Victoria v BCC

Da wir das Hinspiel an einem Montagabend in Cottbus gesehen hatten und das Olympiastadion eine noch interessante Sportstätte als das Stadion der Freundschaft ist, hatten wir vor Wochen bereits Karten für das letzte Saisonspiel des Tabellenführers der 2. Liga bestellt: Hertha gegen Energie im Stadion des eindrucksvollen Olympiageländes von Berlin, dessen 1930er-Baustil nach wie vor in wuchtigen Säulengängen und symmetrischen Formen mit Pylonen und pseudo-griechischen Athletenstatuten erhalten ist, obwohl das Fußball- und Leichathletikstadion innen ziemlich stillos modernisiert wurde.
Leider war die Sportstätte, die wir für einen überdurchschnittlich hohen Betrag von 22€ pro Karte schon zwei Stunden vor Anstoß betraten, das Beste an diesem Sportsonntag. Auch das ausgesprochen eindrucksvolle und wie immer sehr ruhige Maifeld, das wir nach dem Hertha-Spiel aufsuchten, gab einer eher schwachen Sportveranstaltung noch einen Pluspunkt.
 DSC05409 
Nach einem ganz netten Jugendspiel, das als Vorspiel ausgetragen und aufgrund des Turniermodus’ im Neunmeterschießen entschieden wurde, begann das 17. Heimspiel der Berliner Hertha. Das Spiel war weit unterm Bundesligadurchschnitt: ab und an Aktionen der Berliner vorm Cottbuser Tor, dann ein starker Cottbuser Konter, der nach einer ebenso starken Parade des Ersatzkeepers fast geklärt scheint, daraufhin ein Handspiel des Cottbusers Farina und ein Treffer desselbigen. Damit eröffneten die „Un“parteiischen um Deniz Aytekin einen Reigen von Fehlentscheidungen, die allesamt zu Lasten der Berliner gingen. Einen solchen Skandal wie durch Stark und die DFB-Mafia bei Fortuna Düsseldorf (die absolut gerechterweise gestern abstieg!) gab es natürlich nicht, aber dass Hertha unbeliebt beim Verband mit dem Düsseldorfer Chef ist, war mal wieder eindeutig zu sehen. Ein Cottbuser ließ sich, statt durchzulaufen, auf dem Weg zum Tor mit dem Merseburger Maik Franz im Rücken fallen und lud Aytekin so zu einer lächerlichen roten Karte gegen den ohnehin bei vielen Schiedsrichtern unbeliebten Franz ein.

Doch auch mit 10 Mann gewann die Hertha gegen die 14 Gegner noch einen Punkt: in einer wirklich schwachen zweiten Hälfte zeigte Cottbus wenig, Hertha fast gar nichts, schlug aber im richtigen Moment zu und traf per Kopf zum 1:1. Den Aufstieg mit Rekordpunktzahl gönne ich dem Verein und der Mannschaft – ich hoffe für sie auch, dass sie sich mal wieder dort etablieren und nicht andauernd auf- und absteigen. Besser ein Hauptstadtvertreter mit Niveau, als solcher Dreck wie Düsseldorf, der nur durch offensichtlichen Betrug in der 1. Liga anlandete, oder das Spielzeug eines Geschäftsmannes, was als TSG 1899 Hoffenheim bezeichnet wird.

Wem ich diesen Erfolg nicht gönne, sind die Hertha-Fans. Also diese Ansammlung von Dörfern, die zu einer Großstadt gewuchert sind, ist zwar interessant und sehenswert, aber 1. hässlich und 2. nervtötend. Entsprechend war auch das Publikum bei der Hertha. Stimmung habe ich von Cottbus ja keine erwartet, da dort in den letzten Jahren einiges zurückgegangen ist: ein paar Mal rot-weißen Rauch gab es, doch akustisch nicht viel vom mäßig gefüllten Gästesektor. Das Hertha-Publikum lebte natürlich von der Masse: es ist „hip“ in dieser Stadt zu wohnen, also zieht jeder Idiot dort hin – daraus folgt, dass es „in“ ist, bei Hertha zu gucken, die sich auf ein Publikum von über 60.000 verlassen kann. Keine Choreo, nur ein paar Spruchbänder und Fahnen bei einem symbolträchtigen Spiel ist wirklich schwach. Da kann auch nicht drüber weg täuschen, dass das Hüpfen und Grölen der Ultras mal ab und an von anderen Fans, denen auf den teureren Plätzen, mitgetragen wurde. Interessant war auch zu beobachten, wie der klassische Yuppie-Abschaum sich daneben benahm: vier Liter Bier in 90 Minuten und dann beim Torjubel vom Sitz fallen und noch rumpöbeln, dass ein anderer dran Schuld gewesen sei. Dann soll der Spast seine Soja-Latte saufen, wenn der kein Bier in solchen Mengen verträgt! Aber das ist eben ein typischer Berliner... 
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Nach der langweiligen und unspektakulären Siegesfeier – war halt doch ein sinnloses Spiel – gingen wir zum Cricket rüber. Auf dem Maifeld, das man durch den Glockenturm-Eingang betritt, verloren sich 20 Zuschauer und 44 Spieler sowie 4 Schiedsrichter. Die herrliche, historische Anlage bot eine eindrucksvolle Kulisse für diese Randsportveranstaltung.

Beide Spiele liefen parallel auf relativ knapp bemessenen Cricketfeldern. Das Spielniveau war für eine erste Spielklasse sehr dürftig. In Anbetracht der Tatsache, dass sich Cricket in Deutschland in den letzten Jahren mal wieder ein bisschen entwickelt hat und die deutsche Nationalmannschaft zu den besten europäischen Amateurteams zählt, hätte ich ein Niveau wie auf Korfu erwartet. Alle vier Teams blieben aber hinter diesen Erwartungen zurück. Von den beiden relativ klar verlaufenen Spielen zog das Spiel von BFC Viktoria gegen Berlin CC das größere Interesse auf sich. Hier gab es auch mal einen Sechs-Punkte-Schlag zu sehen und die Wickets fielen hier doch recht spektakulär.

Als mit dem BFC Victoria und dem Britannia Cricket Club zwei Sieger feststanden, war es schon wieder nach 19 Uhr und wir machten uns langsam auf den Weg nach Hause. Die Fahrt war ja nun nicht unlohnend, aber auch wirklich kein Knaller – also den Spruch „Berlin ist eine Reise wert“ sollte man halt nicht überbewerten...
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Statistik:
- Grounds: 927 (heute 1 neue; diese Saison: 159 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.801 (heute 4, diese Saison: 224)
- Tageskilometer: 400 (400 Auto)
- Saisonkilometer: 52.250 (42.400 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.050 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 355