TSV Leuna 1919 |
0 : 0 (0:0) |
1. FC Zeitz |
-
Datum: Samstag, 8. Juni 2024 – Beginn: 15.00 - Tore: keine -
Verwarnungen: keine -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze) -
Spielbewertung: 3,0/10 |
TSV Leuna 1919
II |
2 : 2 (2:0) |
VfL Roßbach
1921 |
-
Datum: Samstag, 8. Juni 2024 – Beginn: 12.30 - Tore: 1-0 3. Niklas Andreas Zahn, 2-0 42. Daniel Tannenberg,
2-1 85. Patrick Müller, 2-2 88. Phillip Graf -
Verwarnungen: keine -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze) -
Spielbewertung: 5,0/10 |
Spielgemeinschaft
Paschlewwer SV 1920 Großpaschleben / SV Kleinpaschleben 1927 / FSV Trinum
1992 (B-Jugend) |
11 : 2 (6:2) |
SV Gölzau
1924 (B-Jugend) |
-
Datum: Samstag, 8. Juni 2024 – Beginn: 10.00 - Tore: 1-0 3. Josef Ksiazek, 2-0 7. Muhammed Beyai, 3-0 8.
Frederik Pforte, 3-1 11. Jason Schröder, 4-1 12. Muhammed Beyai, 5-1 32.
Jason Kolberg, 6-1 35. Jason Kolberg, 6-2 37. Jason Schröder, 7-2 45.
Alexander Lux, 8-2 51. Alexander Lux, 9-2 55. Alexander Lux, 10-2 59. Abdul
Hamid Al-Falah, 11-2 75. Alexander Hickethier -
Verwarnungen: Sebastian Frens (Gölzau) -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Naherholungszentrum Trinum, Sportplatz (Kap. 1.000 Stehplätze) -
Spielbewertung: 6,5/10 |
Photos with English commentary: a) Leuna: First XI vs. Zeitz, Reserves vs. Roßbach |
Zum Saisonabschluss von Leunas Männermannschaften kam ich
natürlich noch mal angefahren. Endete leider damit, dass ich das (seit 1997
gezählt!) 100. torlose Spiel erlebte. 0:0 ist das dreizehnt häufigste
Ergebnis, dennoch fallen in 97,3 % der Spiele Tore. Das andere unentschiedene
Ergebnis heute – das 2:2 der Zweiten – ist deutlich häufiger. Das 11:2 aus
dem ersten Spiel wiederum erheblich seltener, genauer war es erst das fünfte
von 3.689 besuchten Fußballspielen, welches so endete... |
Zum Vorprogramm des Leuna-Doppelspiels: in Trinum bei Köthen
liegt ein sehr idyllischer Sportplatz. Wenn man sich, wie ich, erstmal den
stillgelegten Platz in Zabitz anschaut, dann kann man von dort aus ein paar
Kilometer auf unbefestigten Wegen von Norden an den Platz heranfahren. Ein
großes Eingangstor ist mit NEZ Trinum beschriftet – das dürfte für
Naherholungszentrum stehen. Eine Vereinsgaststätte und eine Freilichtbühne
gibt es dort. Der Platz ist von Wiesen und Bäumen – u.a. sehr alten Kastanien
und einer Eiche – umgeben. Auch das Dorf ist ganz ansehnlich: unweit des
Platzes befinden sich ein Gutshaus und die Kirche. Die 10-Uhr-Partie der B-Jugend wurde entsprechend dem
Norwegermodell aufgrund der schwachen Personaldecke der Gölzauer 8 gegen 8
auf verkürztem Großfeld gespielt. Aus irgendwelchen Gründen begann Trinum/
Groß Paschleben / Klein Paschleben zu neunt, nachdem es bereits 8 Minuten nach
Anpfiff 3:0 stand, nahm der Heimcoach einen Spieler runter... Bei Pause hieß
es 6:2, am Ende 11:2 – dazu noch mehrere Pfosten- und Lattentreffer. Eine
unterhaltsame, aber natürlich sehr einseitige Partie! |
Die Zweite Mannschaft fiel in der Kreisliga von Platz 7 auf Platz
8 zurück; Das 5. Unentschieden bei 7 Siegen und 10 Niederlagen aus den 22
Spielen, aber schon seit Wochen gesichert, da die beiden Abstiegsplätze mit
dem Rückzieher aus Ziegelroda und der leider völlig überforderten LSG
Klobikau-Milzau (2 Punkte, 18:96 Tore) belegt waren. Heute hätte es ein
Dreier zum Abschluss sein können, denn Zahn traf früh und Rückkehrer
Tannenberg kurz vor der Halbzeit, aber in den letzten fünf Minuten wurde das
noch aus der Hand gegeben und ein Roßbach glich aus. Insgesamt gesehen aber
eine gerechte Punkteteilung und eine solide Saison der II. Mannschaft. |
Beim Spiel der I. Mannschaft wiederum, war deutlich mehr drin
gewesen. Zeitz hatte zwar auch seine Druckphasen, aber dafür, dass die mit
ein paar Punkten Rückstand Tabellenzweiter hinter Aufsteiger VfB Merseburg
wurden, war das wirklich schwach heute. Beim TSV, der insgesamt gesehen mehr
vom Spiel hatte und die gefährlicheren Chancen, haperte es wieder im Sturm.
Die beste Chance für Zeitz führte leider zu einer Kapselverletzung bei Schlussmann
Kreft – an dieser Stelle gute Besserung! So blieb es beim insgesamt enttäuschenden 0:0, welches aber
immerhin Platz 6 mit einer positiven Bilanz (9 Siege, 7 Unentschieden, 8
Niederlagen bei 36:33 Toren) sicherte. Dass bei diesen 7 Unentschieden gleich
drei 0:0 dabei waren und nur in den Spielen von Turbine Halle (2,71 Treffer
pro Spiel) noch weniger Tore fielen als bei Spielen von unserem TSV Leuna (2,88
Tore pro Spiel – zum Vergleich: 4,58 ist natürlich bei den Merseburgern der
Ligarekord und der Ligagesamtschnitt ist bei 3,65) weißt leider auf Defizite
im Sturm hin – zu oft musste man sich in eigentlich attraktiven und
offensiven Spielen ärgern, dass Leuna trotz vieler Chancen z.B. nur 2:2, 1:1
oder 0:0 spielte. Freuen kann man sich dafür, dass in einer 13er-Liga nur 5
Mannschaften vor dem TSV platziert waren und eine unheimliche enge und
spannende Liga gehalten wurde! Keine Mannschaft des TSV Leuna hat es nach
Einführung des gegenwärtigen Ligensystems geschafft, die Landesliga im
Aufstiegsjahr zu halten! Leider mussten nach diesem Spiel auch drei Spieler verabschiedet
werden, mit Mandache und Schulle auch Leunaer Urgesteine und auch der nun
wieder zu seinem Merseburger Heimatverein zurückkehrende Pfennig war gerade
auch durch sein ganzes Engagement mit der Facebookseite, FuPa-Beiträgen etc.
neben seinen starken Leistungen zwischen den Pfosten eine Bereicherung des
Vereins! Wir dürfen alle gespannt sein, wie die Mannschaft in die neue
Saison 2024/2025 hineinfindet! Ich werde wieder in den gewohnten Abständen
(also aller zwei bis vier Wochen, je nach Ansetzungen, Reisen und
Verpflichtungen) von Spielen des TSV berichten – nun also frühestens in vier
Wochen von den ersten Testspielen... |
Statistik: - Grounds: 3.637 (1 neuer; diese
Saison: 223 neue) - Sportveranstaltungen: 5.106 (3; diese Saison: 282) - Tourkilometer: 370 (370km Auto) - Saisonkilometer: 102.070 (58.120 Flugzeug/ 34.870 Auto, davon
15.450 Mietwagen/ 5.890 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 4.010 Fahrrad/ 180 Schiff,
Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 [letzte Serie:
54, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 180 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
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Sonntag, 9. Juni 2024
W3.0180III: Zum Saisonabschluss mein 100. Null-zu-Null
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Montag, 8. Oktober 2012
W323IV: Bad Dürrenberg/ Leuna fügt Glauziger Kloppern erste Saisonniederlage zu
SG SV 85 Glauzig/ LSG Ostrau/ SV Gölzau B ------- 3
SG Eintracht Bad Dürrenberg/ TSV Leuna B -------- 5
Datum: Sonntag, 7. Oktober 2012 – Anstoß: 10.30
Wettbewerb: B-Junioren Landesliga Sachsen-Anhalt, Staffel 4 (4. Liga der 14-16jährigen)
Ergebnis: 3-5 nach 82 Min. (40/42) – Halbzeit: 1-4
Tore: 0-1 12. Blerand Shoshi, 0-2 25. Bledar Shoshi, 1-2 26. Joshua Emmel, 1-3 34. Tom Klapproth, 1-4 36. Martin Kokot, 1-5 43. Benjamin Henze, 2-5 45. Kevin Bork, 3-5 48. Justin Emmel
Verwarnungen: Sven Wache, Pascal Elze, Justin Emmel, Joshua Emmel (natürlich alle Glauzig)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Glauzig (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes, unstet geführtes und in der zweiten Hälfte unnötig spannendes Spiel)
Erst zu spät aufgestanden um die Strecke nach Glauzig mit dem Fahrrad zu bewältigen, dann vom Versuch die erste Hälfte der Strecke (bis Halle) per Bahn und die zweite per Rad zurückzulegen aufgrund des Zugausfalls abgekommen und somit schließlich doch wieder das Auto genommen. Meine Fresse, ist diese Eisenbahn zum Kotzen! Und wie dumm dieses Unternehmen auch ist! „Bahn fahren und sparen“ – ja, wenn die scheiß Bahn überhaupt mal fährt, dann spart man meistens nicht mal; bei Einzeltickets nie und bei Spartickets selten – nur Langzeitkarten wie mein Semesterticket für mittlerweile 115,50€ sind billiger als Autofahren.
Glauzig ist dann jedenfalls so ein Kaff in Anhalt-Bitterfeld an der Kreisgrenze zum Saalekreis, das außer zwei Fußballplätzen und einer spektakulären Industrieruine (ehemalige Zuckerfabrik) nichts hat. Der Platz auf dem Spielbetrieb ist liegt recht kahl von einigen Hecken umgeben am südlichen Ortsrand neben dem Freibad. Der Kleinfeldplatz im Ort, der von hohen Bäumen umgeben ist, ist schöner…
Aber Kleinfeld sind die B-Jugendlichen ja schon lange nicht mehr, also los ging es auf dem Großfeld mit einem einseitigen Spiel der beiden Tabellennachbarn! Die Spielgemeinschaft des SV 85 Glauzig, des SV Gölzau (beide ABI) und der LSG Ostrau (SK) hatte noch gar nicht verloren und die Bad Dürrenberg/ Leunaer Spielgemeinschaft erst einmal gegen Naumburg. Das letzte Spiel gewannen sie im Kreispokal gegen klassenhöhere Weißenfelser! Echt stark! Auch hier begann Dürrenberg/ Leuna echt stark, vergab zwar zu viele Chancen, da sie zu wenig den Abschluss suchten und lieber noch fünf Mal im Strafraum hin und her passten, konnten aber mit 2:0 in Führung gehen. Nach 25 Minuten begann Glauzig schlagartig mit Fußballspielen, nachdem sie zuvor nicht eine Torchance hatten und kaum in die Nähe des Gästestrafraums kamen.
Mit dem 2:1-Anschlusstreffer nahmen allerdings in erster Linie die Ruppigkeiten zu. Die wurden noch eher verstärkt durch die beiden schönen Dürrenberg/ Leunaer Tore zum 3:1 und 4:1. Nach der Pause legten sie gleich mit einem herrlichen Weitschuss hoch ins Eck zum 5:1 nach, doch ließen die Gastgeber dann kommen. Nach einem Doppelschlag stand es nur noch 5:3 und das Spiel war plötzlich ausgeglichen mit leichten Vorteilen für die immer härter spielenden Gastgeber. Zum Glück kann Glauzig/ Ostrau/ Gölzau in erster Linie wohl Rummeckern und Treten, aber nicht guten Fußball spielen – ansonsten hätten sie die Mängel in der Abwehr noch zu einem 5:5 oder 6:5 genutzt. So stellten sie eigentlich mehr den Sportkameraden Daniel Rabe auf die Prüfung, der bei allem Geholze und Gemaule der Dorfjugend den Überblick behalten musste. Der Schiedsrichter lieferte dabei wirklich eine sehr gute Leistung ab. Offensichtlich traf er nicht eine einzige Fehlentscheidung! Insgesamt gesehen übrigens, war das Verhalten der Heimelf aber noch im Rahmen – das muss man dann auch in der Männer-Landesklasse abkönnen, wenn man als spielerisch und technisch gute Mannschaft wie Leuna zu solchen üblen Tretermannschaften wie Ostrau oder gar Spora fährt.
Der Einzige, der wirklich Schelte verdient hat, war der völlig inkompetente Trainer, der mit seinen unterbelichteten Kommentaren noch die Mannschaft zu Fouls anstachelte. Aber das scheint an der Gegend zu liegen, wie der Leuna-Kickers-Webmaster der neben mir dem Spiel der Mannschaft seines Sohnes folgte auch schon anmerkte: Im Nachbardorf Schortewitz habe ich nämlich auch schon mal ein B-Jugend-Spiel erlebt, bei dem sich der Trainer der Heimelf als der größte Schreihals und Schwachkopf hervortat…
Bei Bad Dürrenberg/ Leuna war halt schade, wie sie in der zweiten Halbzeit das Spiel unnötig spannend machten, nachdem sie den Gegner von der 1. bis zur 25. und der 27. bis zur 44. Minute so hervorragend im Griff hatten. Aber in erster Linie zählt der Sieg und dass er fair wie verdient zustande gekommen ist!
Statistik:
Grounds: 805 (heute 1 neuer; diese Saison: 37 neue)
Sportveranstaltungen: 1.627 (heute 1, diese Saison: 50)
Tageskilometer: 80 (80 Auto)
Saisonkilometer: 13.750 (12.530 Auto/ 840 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [Letzte Serie: 12, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 323
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Donnerstag, 29. April 2010
WE194III: Fußball im Künstlerdorf.
SG 1948 Reppichau 3:2 SV Gölzau 1924
Sonntag, 18. April 2010 – Anstoß 14.00
Landesklasse, Staffel 5 (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 3:2 nach 93 Min. (46/48) – Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 35. Großmann, 1:1 50. List, 2:1 59. Deistler, 2:2 72. R. Hartmann, 3:2 85. Lange
Verwarnungen: Gerhardt, Großmann, Spremberg (Reppichau), St. Vogt, Hille (Gölzau)
Platzverweise: keine
Spielort: Waldstadion (Kap. 1.000, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 400 (davon ca. 50 Gäste, offiziell: 262)
Unterhaltungswert: 5,5/10 (Spannendes, aber lange nicht gutklassiges Spiel)
Sightseeing: 8,0 (Sehr ungewöhnliches Dorf)

Photos and English Version:
Match Reppichau vs Gölzau
Reppichau and Pißdorf
Older pictures Reppichau
Pictures Falkenstein
Mit dem Zug ging es zuerst von Merseburg nach Halle, dann weiter nach Köthen und von dort mit den Rädern über Porst und Elsnigk nach Reppichau. Dort sollte man sich nicht nur dem Fußballplatz widmen, sondern auch die Hausfassaden betrachten: dort sind in den letzten Jahren hervorragende Wandmalereien zum Thema „Sachsenspiegel“ – in diesem Sachsenspiegel gucken sich die Sachsen nicht jeden Morgen an, sondern das Ding ist ein mittelalterliches Gesetzbuch, das im 13. Jhdt. von einem Mann aus dem Dorfe zusammengestellt wurde und heute auf der Burg Falkenstein (s. Bilder) im Original (oder ist das jetzt ne Nachbildung?) lagert – entstanden. Dieses Reppichau ist mal eines der ganz wenigen Dörfer (in Deutschland: Orte unter 2.000 Einwohner), das das Prädikat „sehr sehenswert“ verdient. Selbst das Trafohäuschen ist bemalt.
Dafür, dass Reppichau nur 500 Einwohner hat – der Gegner aus Weißandt-Gölzau hat aber auch nur 1.800 Einwohner – ist es echt stark, dass deren Fußballverein eine Mannschaft in der Landesklasse hat. Die zweite Mannschaft ist immerhin Kreisliga (guter 5. Platz). Außerdem gibt es zwei F-Juniorenteams (beide Kreisliga, die I. souveräner Tabellenführer mit Siegen von bis zu 23:1 Toren, die II. immerhin 7. von 11) und eine Frauenmannschaft (Unionsliga und dort 6. von 10). Catering wie Fanartikel sind gut und ungewöhnlich ausgeprägt. Auch die Zuschauerzahl am heutigen Tage spricht dafür, dass Reppichau nicht nur ein Künstler-, sondern auch ein Sportlerdorf ist. Die 262 zahlenden Zuschauer wurden noch von knapp 150 nicht zahlenden begleitet. Vor allem die Seite vorm Sportlerheim stand voll. Die anderen drei Seiten konnte man per Hand durchzählen: allein dort standen und saßen 200 Leute. Leider war die Stimmung total lahm. Aber man kann ja nicht verlangen, dass die älteren Herrschaften fahnenschwenkend „SGR olé olé olé“ oder so was krakeelen.
Was man schon verlangen könnte, wäre eine ordentliche Schiedsrichterleistung, aber das linienlose, mal kleinliche, mal übertrieben lässige, im Zweifel lieber Abseits Gepfeife war grauenhaft. Wenigstens erzielten die Reppichauer, die sehr druckvoll aber schwach vorm Tor agierten, nach über einer halben Stunde das erlösende 1:0.
Lange sah es nach 0:0 zur Pause aus. Gölzau kam in der zweiten Halbzeit endlich mal auch zu Chancen, die sie nach nur fünf Spielminuten in ein Tor umsetzen konnten. Reppichau antwortete in einem nun nach Feldanteilen ausgeglichenen, aber nach Torchancen und Fehlerquote klar zu Gunsten der Heimmannschaft verlaufenden Spiel mit einem zweiten Treffer. Der Ausgleich wurde allerdings durch einen zweiten Torwartfehler begünstigt. In der Schlussphase jedoch, gelang das schönste Tor des Tages: ein Distanzschuss ins Eck zum 3:2. Das Spiel war fair – die Karten waren größtenteils ungerechtfertigt –, mitunter allerdings lahm und fehlerbehaftet. Aber vor allem Reppichau war immer aktiv nach vorne, sodass der Sieg absolut verdient war – vor allem, wenn man sich das katastrophale Auftreten der Gäste bis zur 45. Minute vor Augen führt. Diese hatten allerdings auch viele verletzte Spieler zu beklagen, deshalb: weiterkämpfen, Gölzau, damit wenigstens der 12. Tabellenplatz (von 16) gehalten werden kann! Reppichau hat sich ja in dieser Saison wirklich gut geschlagen, als 6. – jenseits von Auf- und Abstieg.
Wir fuhren über Pißdorf zurück; einem kleinen Dorf, das zu Oranienbaum gehört und eine Kirche, die halbruinös ist hat. Der Turm ist in halbwegs gutem Zustand, das Kirchenschiff aber ohne Dach und Glasfenster. Der Name soll sich laut www.pissdorf.de von „Bischofsdorf“ ableiten, was jedoch aufgrund von Parallelitäten zum Ortsnamen Pissen, welcher sich von einem slawischen Begriff, der mit Fisch zu tun hat, ableitet, äußerst zweifelhaft ist.

Statistik:
Ground Nr. 414 (ein neuer Ground; diese Saison: 83 neue)
Sportveranstaltung Nr. 985 (diese Saison: 127)
Tageskilometer: 130 (100 Eisenbahn, 30 Fahrrad)
Saisonkilometer: 32.080 (20.600 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 2.950 Bus, Bahn, Tram/ 2.530 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 69
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 194
Sonntag, 18. April 2010 – Anstoß 14.00
Landesklasse, Staffel 5 (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 3:2 nach 93 Min. (46/48) – Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 35. Großmann, 1:1 50. List, 2:1 59. Deistler, 2:2 72. R. Hartmann, 3:2 85. Lange
Verwarnungen: Gerhardt, Großmann, Spremberg (Reppichau), St. Vogt, Hille (Gölzau)
Platzverweise: keine
Spielort: Waldstadion (Kap. 1.000, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 400 (davon ca. 50 Gäste, offiziell: 262)
Unterhaltungswert: 5,5/10 (Spannendes, aber lange nicht gutklassiges Spiel)
Sightseeing: 8,0 (Sehr ungewöhnliches Dorf)
Photos and English Version:
Match Reppichau vs Gölzau
Reppichau and Pißdorf
Older pictures Reppichau
Pictures Falkenstein
Mit dem Zug ging es zuerst von Merseburg nach Halle, dann weiter nach Köthen und von dort mit den Rädern über Porst und Elsnigk nach Reppichau. Dort sollte man sich nicht nur dem Fußballplatz widmen, sondern auch die Hausfassaden betrachten: dort sind in den letzten Jahren hervorragende Wandmalereien zum Thema „Sachsenspiegel“ – in diesem Sachsenspiegel gucken sich die Sachsen nicht jeden Morgen an, sondern das Ding ist ein mittelalterliches Gesetzbuch, das im 13. Jhdt. von einem Mann aus dem Dorfe zusammengestellt wurde und heute auf der Burg Falkenstein (s. Bilder) im Original (oder ist das jetzt ne Nachbildung?) lagert – entstanden. Dieses Reppichau ist mal eines der ganz wenigen Dörfer (in Deutschland: Orte unter 2.000 Einwohner), das das Prädikat „sehr sehenswert“ verdient. Selbst das Trafohäuschen ist bemalt.
Dafür, dass Reppichau nur 500 Einwohner hat – der Gegner aus Weißandt-Gölzau hat aber auch nur 1.800 Einwohner – ist es echt stark, dass deren Fußballverein eine Mannschaft in der Landesklasse hat. Die zweite Mannschaft ist immerhin Kreisliga (guter 5. Platz). Außerdem gibt es zwei F-Juniorenteams (beide Kreisliga, die I. souveräner Tabellenführer mit Siegen von bis zu 23:1 Toren, die II. immerhin 7. von 11) und eine Frauenmannschaft (Unionsliga und dort 6. von 10). Catering wie Fanartikel sind gut und ungewöhnlich ausgeprägt. Auch die Zuschauerzahl am heutigen Tage spricht dafür, dass Reppichau nicht nur ein Künstler-, sondern auch ein Sportlerdorf ist. Die 262 zahlenden Zuschauer wurden noch von knapp 150 nicht zahlenden begleitet. Vor allem die Seite vorm Sportlerheim stand voll. Die anderen drei Seiten konnte man per Hand durchzählen: allein dort standen und saßen 200 Leute. Leider war die Stimmung total lahm. Aber man kann ja nicht verlangen, dass die älteren Herrschaften fahnenschwenkend „SGR olé olé olé“ oder so was krakeelen.
Was man schon verlangen könnte, wäre eine ordentliche Schiedsrichterleistung, aber das linienlose, mal kleinliche, mal übertrieben lässige, im Zweifel lieber Abseits Gepfeife war grauenhaft. Wenigstens erzielten die Reppichauer, die sehr druckvoll aber schwach vorm Tor agierten, nach über einer halben Stunde das erlösende 1:0.
Lange sah es nach 0:0 zur Pause aus. Gölzau kam in der zweiten Halbzeit endlich mal auch zu Chancen, die sie nach nur fünf Spielminuten in ein Tor umsetzen konnten. Reppichau antwortete in einem nun nach Feldanteilen ausgeglichenen, aber nach Torchancen und Fehlerquote klar zu Gunsten der Heimmannschaft verlaufenden Spiel mit einem zweiten Treffer. Der Ausgleich wurde allerdings durch einen zweiten Torwartfehler begünstigt. In der Schlussphase jedoch, gelang das schönste Tor des Tages: ein Distanzschuss ins Eck zum 3:2. Das Spiel war fair – die Karten waren größtenteils ungerechtfertigt –, mitunter allerdings lahm und fehlerbehaftet. Aber vor allem Reppichau war immer aktiv nach vorne, sodass der Sieg absolut verdient war – vor allem, wenn man sich das katastrophale Auftreten der Gäste bis zur 45. Minute vor Augen führt. Diese hatten allerdings auch viele verletzte Spieler zu beklagen, deshalb: weiterkämpfen, Gölzau, damit wenigstens der 12. Tabellenplatz (von 16) gehalten werden kann! Reppichau hat sich ja in dieser Saison wirklich gut geschlagen, als 6. – jenseits von Auf- und Abstieg.
Wir fuhren über Pißdorf zurück; einem kleinen Dorf, das zu Oranienbaum gehört und eine Kirche, die halbruinös ist hat. Der Turm ist in halbwegs gutem Zustand, das Kirchenschiff aber ohne Dach und Glasfenster. Der Name soll sich laut www.pissdorf.de von „Bischofsdorf“ ableiten, was jedoch aufgrund von Parallelitäten zum Ortsnamen Pissen, welcher sich von einem slawischen Begriff, der mit Fisch zu tun hat, ableitet, äußerst zweifelhaft ist.
Statistik:
Ground Nr. 414 (ein neuer Ground; diese Saison: 83 neue)
Sportveranstaltung Nr. 985 (diese Saison: 127)
Tageskilometer: 130 (100 Eisenbahn, 30 Fahrrad)
Saisonkilometer: 32.080 (20.600 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 2.950 Bus, Bahn, Tram/ 2.530 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 69
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 194
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