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Montag, 6. November 2023

W3.0149IV: Unentschieden in Schenkenberg, Kantersieg in Osternienburg

FC Hertha Osternienburg 1920

6 : 0 (1:0)

SV Friedersdorf 1920 II

- Datum: Sonntag, 5. November 2023 – Beginn: 14.00

- Wettbewerb: Kreisliga Anhalt-Bitterfeld (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)

- Ergebnis: 6-0 nach 92 Minuten (46/46) – Halbzeit: 1-0

- Tore: 1-0 17. Falkenberg, 2-0 53. Falkenberg, 3-0 56. Scholl, 4-0 76. Kulb, 5-0 83. Kulb, 6-0 88. Falkenberg

- Verwarnungen: 2x Hertha, 1x Friedersdorf

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz Osternienburg (Kap. 1.020, davon 20 Sitzplätze)

- Zuschauer: ca. 70 (davon angeblich nur 32 zahlende und ca. 6 Gäste)

- Spielbewertung: 6,0/10

SV Concordia Schenkenberg 1952 (C-Junioren)

1 : 1 (0:0)

JFV Union Torbau (II. C-Junioren)

- Datum: Sonntag, 5. November 2023 – Beginn: 10.30

- Wettbewerb: C-Jugend Nordsachsenliga Großfeld (4. und unterste Großfeldklasse der U15)

- Ergebnis: 1-1 nach 74 Minuten (37/37) – Halbzeit: 0-0

- Tore: 1-0 53. Kriegel, 1-1 60. Halla

- Verwarnungen: NN

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportanlage Schenkenberg (Kap. 1.400 Stehplätze)

- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 10 Gäste)

- Spielbewertung: 2,5/10

Concordia Schenkenberg C 1:1 Union Torgau C II

Photos with English commentary (FLICKR):

a) Men’s Football: Osternienburg vs. Friedersdorf Res.

b) Youth Football: Schenkenberg vs. Torgau Res.

c) Anhalt District: Elsnigk, Scheuder, Lausigk, Naundorf vor der Heide (and older pictures from Osternienburg)

Am Sonntag schaffte ich es erstmal, die Anlage in Schenkenberg bei Delitzsch zu komplettieren. Ich fand es vor zwei Jahren natürlich dumm, dass Leuna gegen die I. Mannschaft auf dem Nebenplatz spielte – ganz abgesehen von dem blöden Ende des Testspiels. Aber heute fanden mehrere Jugendspiele parallel statt. Schenkenberg scheint von der Nähe zu Delitzsch und auch Leipzig zu profitieren. Schön, wie viel da los ist. Nicht so schön allerdings, was ich von dem hohen Graswall auf dem Feld sah: Kopfloses Gebolze. Schenkenberg I und Union Torgau II lieferten ein ausgesprochen schlechtes Spiel ab. Erst in der zweiten Halbzeit fielen Tore, wobei der 1:1 Ausgleich zum Endstand sehr glücklich für den Gast – die deutlich inaktivere und schwächere Mannschaft – war. Mancher ließ dann auch seinen Frust am Schiri aus, der in der Tat mehrfach klare Fouls gegen Schenkenberg einfach laufen ließ.

Scheuder

Auf dem Weg zum Männerfußball in Anhalt, schaute ich mir ein paar Dörfer an. Naundorf vor der Heide lag halt schön abgelegen, hatte aber nichts zu bieten. Lausigk hat eine interessante Kirche, einige historische Häuser und einen Gedenkstein für die „sowjetischen Freunde“. Der Straßenzustand ist mitunter auch sehr sowjetisch. Genauso sieht es im benachbarten Scheuder aus. Die Kirche von Scheuder ist sehr alt und schön gestaltet. Ein Gut verfällt vor sich hin, der „Kulturpark“ ist auch heruntergekommen. Elsnigk hat ebenfalls eine markante, wenn auch wenig attraktive Kirche. Das gleiche gilt für Osternienburg, wo ich keine neueren Bilder hinzufügte, sondern gleich auf den Platz ging.

Hertha Osternienburg 6:0 SV Friedersdorf II

Besagter Sportplatz hat einen Haupt- und einen ungenutzten Nebenplatz. Der Hauptplatz hat eine schicke Reling, liegt in der öden aber meist grünen Landschaft, drumherum auch ein paar Häuser, kaum Bäume, ein beengtes Vereinsheim mit großem Grillstand, zwei Anzeigetafeln (davon eine elektronische) und – als Highlight – einen sehr aufwändig gestalteten Eingangsbereich mit Kassenhäuschen, Schild, einer Art Gedenkstein mit Vereinswappen, Fahnenmasten und Fußball.

Die Partie war aufgrund des sehr schwachen Gegners aus Friedersdorf eher gemächlich, doch nach nur einem Tor bei Pause, kam Osternienburg torhungrig aus der Kabine. Am Ende hieß es 6:0 in einer sehr einseitigen und dann doch ganz guten Partie. Von Friedersdorf konnte man immerhin neue Schimpfworte lernen: „Mann, solche Bummskrücken, Alter!“ Aber die besten Sprüche hatte der betagte Sprecher von Hertha Osternienburg, der mehrfach ausführlich kommentierte, wenn z. B. ein Tor gefallen oder jemand ausgewechselt wurde. Werbung für kommende Partien machte er auch. Da gab sich einer echt Mühe! Erschreckend war aber – wenn wir schon bei Alter sind – der Altersschnitt auf der Anlage. Der Verein hat auch keine Jugendmannschaft. Beim Hockey scheint es besser auszusehen. Feld- und Hallenhockey sind nämlich in dem Dorf seit jeher bedeutender als Fußball – und das nächste Mal in dem Kaff, werde ich bestimmt mal Leuna Hockey auf dem Feld anschauen!

Hertha Osternienburg 6:0 SV Friedersdorf II

Statistik:

- Grounds: 3.524 (2; diese Saison: 102 neue)

- Sportveranstaltungen: 4.950 (2; diese Saison: 129)

- Tourkilometer: 250km (250km Auto)

- Saisonkilometer: 14.950 (12.840 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0 Flugzeug/ 1.930 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn / 180 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 158 [letzte Serie: 12, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 149 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Mittwoch, 14. August 2013

W368I: Ein Derby an der Mulde – 2 Ligen zwischen den Teams aber nur 50m zwischen den Sportanlagen

SV Friedersdorf 1920 ----------------------------------------- 3
T.S.V. Mühlbeck 1896 ---------------------------------------- 2
- Datum: Dienstag, 13. August 2013 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: Testspiel (Landesklasse Staffel 5; 8. Liga, 3. Amateurliga, Absteiger aus Landesliga Süd gegen Kreisliga Anhalt-Bitterfeld; 10. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 11. (14), 2-0 14. (18), 2-1 31. (4), 2-2 46. (4), 3-2 70. (14)
- Verwarnungen: Nr. 2, 6 (Mühlbeck)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sport- und Freizeitzentrum Friedersdorf (Kap. 2.575, davon 75 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 25 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und unerwartet spannendes Spiel) DSC03012 Stadion Friedersdorf (Sport- und Freizeitzentrum) Photos with English Commentary:
a) Friendly: SV Friedersdorf v TSV Mühlbeck
b) Berlin City Centre and Botanical Garden

Auch diese Woche begann Dienstag mit Groundhopping. Da eine gute Freundin mittlerweile in Berlin arbeitet, fuhr ich zu einem Termin vom alten Groundhopper in der Hauptstadt mit. Nach unseren beiden Treffen hieß es dann, sich aus dieser völlig überfüllten Ansammlung brandenburgischer Dörfer zu schieben: 8km bis zur Autobahn - 55 Minuten. Danach wurde es besser, sodass wir das Groundhoppingziel des Tages genauso wie unsere beiden Treffen zuvor genau 10 Minuten vor Beginn erreichten.

In Friedersdorf an der Mulde bei Bitterfeld fand ein lustiges Testspiel statt. Friedersdorf und Mühlbeck trennen zwei Ligen, aber die Sportanlagen sind direkt aneinander gebaut. Vom Graswall des Friedersdorfer Stadions zum Nebenplatz der Mühlbecker Sportanlage sind es 50m. Die zwei Sportplätze von Mühlbeck sind so ausbautenlos wie der Nebenplatz des Sport- und Freizeitzentrums Friedersdorf. Doch außer in Wiederherstellung befindlichen Tennisplätzen und einer mittleren Sporthalle hat dieses Sportzentrum vor allem ein richtig gutes Stadion zu bieten. Die Fußballstätte ist ziemlich weitläufig und hat einen enormen Graswall. Außer Bäumen steht da auch eine Tribüne drauf. 75 orange Schalensitze unter einem großen, nach unten gezogenen Wellblechdach. Praktisch und halbwegs schön gemacht!

Beim ausgesprochen gesprächigen und freundlichen Kassenwart entrichtete man den ermäßigten Preis von 2€ für dieses Nachbarschaftsduell. Der SV Friedersdorf war vom vereinsbesten Höhenflug abgestürzt: letzte Saison waren es fünf Punkte Rückstand aufs rettende Ufer in der Landesliga. Die Kreisliga, wo TSV Mühlbeck auf Platz 6 landete, wurde abgebrochen, da man durch die Flut von sinnlosen Nachholspielen, die man im Winter problemlos hätte austragen können, keinen Puffer mehr hatte, als die schweren Überflutungen im Juni kamen. In anderen Ländern, wo man auch in Extremsituationen noch organisieren kann, wartet man zwar, bis keine Helfer mehr gebraucht werden, macht gleichzeitig die Stadien ausfindig, in denen man spielen kann und trägt dann dort ganze Spieltage auf neutralem Platz von 8 Uhr morgens an Samstagen und Sonntagen aus – aber auf so etwas kommt man in Deutschland nicht, schon gar nicht im Land der Frühaufsteher, die auch entsprechend früh wieder müde werden...

Die Spieler waren aber auch am heutigen Abend noch ziemlich aufgeweckt. Vor allem die Favoriten kamen in einem guten Spiel rechtzeitig aus dem Knick. Zwei schöne Tore bis zur 15. Spielminute und die Partie schien entschieden. Doch dann machte der Kreisligist Druck. Ein Elfmeter wurde ihnen zwar verwährt, doch nach über einer halben Stunde wurde ein Solo zum Anschlusstreffer verwertet. Nach der Pause glich Mühlbeck sofort aus. Erst mit einem abgefälschten Freistoß konnte der hoch favorisierte Gastgeber den Siegtreffer nach 70 Minuten zum 3:2 markieren. In erster Linie sollte aber nicht die Leistung von Friedersdorf kritisiert, sondern die starke Darbietung der Mühlbecker gelobt werden! DSC03045SV Friedersdorf v TSV Mühlbeck (friendly match) Statistik:
- Grounds: 985 (heute 1 neuer; diese Saison: 14 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.869 (heute 1, diese Saison: 13)
- Tageskilometer: 410 (410km Auto)
- Saisonkilometer: 3.340 (2.950 Auto/ 390 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 141 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 368

Mittwoch, 2. Mai 2012

W301I: Einseitiges Pokalfinalspiel in Anhalt-Bitterfeld

SV Friedersdorf 1920 6:1 SV 1922 Pouch-Rösa
Datum: Dienstag, 1. Mai 2012 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Finale des Kreispokals Anhalt-Bitterfeld, sogenannter „Opel-Cup“ (Landesklasse Staffel 5, 8. Liga, 3. Amateurliga gegen Kreisoberliga ABI, 9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 6-1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 4-0
Tore: 1-0 24. Christian Grunert, 2-0 29. Christian Grunert, 3-0 38. Maximilian Hübner, 4-0 40. Marcell Siedler, 4-1 45. Nico Böttcher, 5-1 48. Martin Ungefroren, 6-1 84. Marc Prause
Verwarnungen: 2x Marc Prause (Friedersdorf); Danilo Schwarze, Tobias Grune, Nico Böttcher (Pouch-Rösa)
Platzverweise: 84. Marc Prause (67. Foulspiel, 84. beleidigender Torjubel)
Spielort: Stadion der Bergarbeiter, Holzweißig (Kap. 2.000 Stehplätze)
Zuschauer: max. 700 (offiziell 950, davon ca. 100 Pouch-Rösa und 100 Friedersdorf)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Sehr einseitiges aber nicht langweiliges Spiel)
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Photos with English Commentary:

Zum 1. Mai gab es wieder eine ordentliche Auswahl an Kreispokalfinalspielen. Wir entschieden uns für eine lange Radtour nach Holzweißig. Durch die beschissene Ausschilderung und Sackgassen aufgrund der ebenso beschissenen ICE-Strecke kamen wir am Ende auf 111km. Und das Ganze nur für das Kreispokalendspiel von Anhalt-Bitterfeld – denn Sehenswürdigkeiten, die man sich noch vor dem Spiel hätte angucken können, gibt es in Holzweißig und Umgebung, was zum Raum Bitterfeld-Wolfen, also der hässlichsten Region Sachsen-Anhalts, gehört, keine.

So hässlich wie Holzweißig ist auch die Namensgebung für die Pokale: wenn man zulässt, dass der Frauen-Kleinfeld-Kreispokal durch Sponsoring als „Mc Donalds Anhalt Cup“ beleidigt wird, muss man schon ziemlich krank im Kopf sein. „Opel Cup“ bei den Männern ist auch reichlich hirnlos. Aber wenigstens gibt es dann keinen Ärger mit Ausschanklizenzen, wie bei diesen scheiß Brauereien, die sich überall die Pokalnamen und damit verbundenen Lizenzen erkaufen. Schade, dass viele Fußballfans zu primitive Säufer sind, als dass ein Boykott von Krombacher und Co. erfolgreich wäre. Wieso kann man sich zum Spiel nicht mit billigem Wein besaufen? So könnte man das Problem Namenssponsoring in den Griff kriegen!

Wie man das Problem hanebüchene Zuschauerzahlangaben in den Griff kriegen soll, weiß ich aber auch nicht. Da sind nach dem Reppichau das Frauenpokalfinale gewonnen hat, doppelt so viele Zuschauer zum Männerspiel anwesend. Zum Frauenfinale werden 229 gemeldet, zum Männerspiel 950. Bei der Stadionkapazität wäre das eine Auslastung von fast 50%. Beim Durchzählen bin ich auf 600 gekommen. Maximal 700 Zuschauer waren da. Und da melden die 950! Leute, habt ihr die Zuschauer, die bei beiden Finals anwesend waren doppelt gezählt, oder was?! Meine Güte! Aber wo Kreispokale von Mc Donalds und Opel – also beschissenem Essen und beschissenen Autos – gesponsort wird, kann es nicht weit her sein mit Zuschauerangaben. Aber immerhin: normalerweise fantasieren Vereine die Zahlen nach unten wegen Steuern und sonst was – hier wurde mal maßlos übertrieben! Seit dem Radball-Weltpokal in Mücheln letztes Jahr, wo man von 200 Zuschauern 1.000€ Eintrittsgeld eingenommen hatte und dann 1.000 Zuschauer meldete, ist das die nach oben hin falscheste Zahl überhaupt...
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Die 600, 700 Zuschauer waren übrigens wie wir beide größtenteils neutral. Nur allenfalls 100 von Pouch und 100 von Friedersdorf hatten sich eingefunden und unterstützten ihre jeweiligen Mannschaften nicht einmal nennenswert. Pouch-Rösa ist immerhin Dritter in der Kreisoberliga, doch der Aufstieg ist nicht mehr schaffbar. Friedersdorf lässt eine Klasse darüber alle hinter sich und ist kaum noch vom Aufstieg in die Landesliga abzubringen. Entsprechend war die Favoritenrolle verteilt und auch wenn der Stadionsprecher diese Rolle kleinreden wollte, so zeigte sich doch von Beginn an, wie zutreffend meine Erwartungen an einen glatten Sieg der Friedersdorfer waren.

Die Defensive der Friedersdorfer stand sicher, sodass Pouch nicht wirklich durchkam. Umgekehrt hatte die Abwehr von Pouch-Rösa immer wieder verständliche Probleme mit den starken und schnellen Stürmern von Friedersdorf. Mit zwei Treffern in fünf Minuten legte Grunert bereits lange vor der Pause den Grundstein für den Pokalsieg. Innerhalb von drei Minuten verdoppelten Hübner und Siedler den Vorsprung. Nur Böttcher traf für die andere Seite: kurz vor der Pause kam der etwas langsame, da sehr stämmige Stürmer des Kreisoberligisten gut in Schussposition und verwandelte klasse ins lange Eck.

Nach dem Seitenwechsel legte Friedersdorfs Kapitän Ungefroren ganz unverfroren zum 5:1 nach. Danach gab es doch etwas den befürchteten Leerlauf, ehe der Einwechsler Prause auf sich aufmerksam machte: kurz nach seiner Einwechslung foulte er unnötig, dann erzielte er einen klasse Treffer zum 6:1 und machte beim Jubeln irgendwelche dummen Sprüche oder Gesten, auf die ich nicht geachtet habe, wofür er dann vom Feld gestellt wurde. Die letzten sechs Minuten wurden locker herunter gespielt und nach dem Aufruf zur Siegerehrung kam es dann auch endlich zu einem Platzsturm von rund 100 Friedersdorfern. Allerdings war die Pitch Invasion sehr unmotiviert: die Fans latschten im Rentnerspaziertempo auf die Mannschaften am Siegerehrungspult zu; kein Jubeln, kein Grölen, kein Gerenne. Das war der lahmste Platzsturm den ich je gesehen habe!

Mit fünf Toren Unterschied, also konkret mit 6:1, geht so schnell kein zweites Pokalfinale ab! Unsere B-Jugend von Bad Dürrenberg/ Leuna holte zum Beispiel zur gleichen Zeit den Pokal mit einem 1:0 – herzlichen Glückwunsch übrigens! Auch Brachstedt gewann 1:0 sein Finale gegen Merseburg 99 bei den Männern im Saalekreis. Bei einem Endstand von 6:1 muss man sich leider schon fragen, wie es eigentlich der Unterlegene ins Finale geschafft hat, zumal dessen Ergebnisse in Halb-, Viertel- usw. Finals auch nicht knapper waren, als jene vom Sieger. Bei grenzwertigen Eintrittspreisen von 3,50€, enormen Cateringpreisen von 2€ für Roster und Buletten und ebenso viel für 0,4l Getränke und zudem Null-Stimmung auf den Rängen, frage ich mich übrigens, welches Finale ich am nächsten 1. Mai gucke. Kreispokal in Anhalt-Bitterfeld sicherlich nicht noch mal!
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Statistik:
Grounds: 727 (heute 1 neuer; diese Saison: 133 neue)
Sportveranstaltungen: 1.510 (heute 1, diese Saison: 196)
Tageskilometer: 110 (110 Fahrrad)
Saisonkilometer: 54.240 (25.730 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.000 Bahn, Bus, Tram/ 2.370 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 58
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 301