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Donnerstag, 21. November 2019

W695I: Handballpokal am Mittwochabend

Poppelsdorfer HV Bonn .......................................... 24
TuS Niederpleis 1901 Sankt Augustin .................... 32
- Datum: Mittwoch, 20. November 2019 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Kreispokal Bonn-Euskirchen-Sieg (Viertelfinale; 1. Kreisklasse Bonn-Euskirchen-Sieg; 9. Handballliga, 6. Amateurliga gegen Landsliga Mittelrhein; 7. Handballliga; 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 24-31 nach 60 (30/30) Minuten – Halbzeit: 11-18
- Tore: NN
- Gelbe Karten: NN
- Zeistrafen: NN
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sporthalle der Gewerblichen Bildungsanstalten Bonn (Kapazität: 120, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 Poppelsdorfer HV Bonn 24:32 TuS Niederpleis Sankt AugustinPhotos with English commentary:
Handball, District Cup: PHV Bonn vs. TuS Niederpleis

Gerade noch rechtzeitig fand ich am Dienstagabend heraus, dass Mittwochabend ein Handballkreispokalspiel in der Sporthalle der Gewerblichen Bildungsanstalten stattfindet. Die Halle wird als Ausweichstätte vom Poppelsdorfer HV genutzt. Meist nur für Jugendspiele, aber heute eben Männerpokal gegen den zwei Klassen höher spielenden TuS Niederpleis. Wegen notwendiger Überstunden im Büro passte es haargenau, kurz vor 20 Uhr dort direkt von der Arbeit hinzufahren.
Die außen etwas zugesprayte Halle liegt abseits der Autostraßen zwischen der mit Lärmschutzwänden abgeschirmten Autobahn und den Sportplätzen von Boluspor, nördlich vom Sportpark Nord. Will man also mit dem Auto dorthin, parkt man an der Josefshöhe auf dem großen Schotterparkplätz und geht den Fußweg zwischen Kunstrasen und Hartplatz entlang auf die Fußgänger und Radfahrerbrücke zu. Innen ist die Halle genauso idiotisch gebaut wie in Tannenbusch oder die in der Hindenburgallee: völlig ausreichend Platz für Handball, ganz ordentliche lichte Höhe, im Gegensatz zu den beiden anderen genannten Halle gibt es auch noch eine verglaste Empore vor den Kabinen von der aus man auch zugucken kann, aber egal wo man zuguckt: das Ergebnis ist nur für die Spieler auf dem Feld zusehen, da auf der Gegenseite nicht genug Platz gelassen wurde für ein Kampfgericht, obwohl das von den Markierungen her machbar gewesen wäre. Wenn man unten Sitz, sitzen zudem die Wechselspieler ständig im Weg rum.
Das Spiel war allerdings auch nicht so sehenswert. Für 9. gegen 7. Liga im Pokal hätte es auch besser sein können, war aber sehr langsam und niveauarm. Der unterklassige Gastgeber ging erst 3:0 in Führung, geriet dann aber schnell ins Hintertreffen und lag 11:18 bei Pause vor den gerade einmal 12 Zuschauern bei selbstverständlich freiem Eintritt hinten. Nach der Pause hatte Poppelsdorf auch mal wieder eine starke Phase, in der sie auf 3 Tore Rückstand verkürzen konnten, aber kurz darauf kassierten sie wieder 4 Buden am Stück und unterlagen trotz besserer und ausgeglichener zweiter Halbzeit mit 24:32. Poppelsdorfer HV Bonn 24:32 TuS Niederpleis Sankt AugustinStatistik:
- Grounds: 2.536 (1; diese Saison: 93 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.774 (1; diese Saison: 125)
- Tourkilometer: 20 (20km Rad)
- Saisonkilometer: 72.240 (56.340 Flugzeug/ 14.540 Auto, davon 4.670 Mietwagen/ 1.320 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 695

Montag, 11. Dezember 2017

W593II-III: Volleyball, Handball, Basketball – nur noch Hallensport findet statt

Sieglarer TV 1897 FR ....................................... 51
RheinStars Köln FR III ................................... 45
- Datum: Sonntag, 10. Dezember 2017 – Beginn: 17.45
- Wettbewerb: Landesliga NRW/ 1, Damen (5. Frauenbasketballliga)
- Ergebnis: 51-45 nach 40 Min. (4x10) – Viertel: 24-14, 11-14, 10-5, 6-12
- Punkte: NN
- Fouls: NN
- Austragungsort: Sporthalle Am Bergeracker (Troisdorf-Oberlar, Kap. 700, davon 550 Sitzplätze; heute freigegeben: 50 Sitz- und 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (keine Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Auch in der Liga hätte es besser sein dürfen)

HSG Sieg (FC Hennef/ Siegburger TV) mJC . 29
Poppelsdorfer HV Bonn mJC .......................... 21
- Datum: Sonntag, 10. Dezember 2017 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga Bonn-Rhein-Sieg, männliche Jugend C (3. U15-Handballliga)
- Ergebnis: 29-21 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 12-10
- Tore: NN
- Gelbe Karten: NN
- Zeitstrafen: NN
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sporthalle Anno Gymnasium Siegburg (Kap. 300, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnitt)

SG Sechtem 1971 ............................................... 87
Barmer TV 1846 Wuppertal ............................ 78
- Datum: Samstag, 9. Dezember 2017 – Beginn: 18.15
- Wettbewerb: 2. Regionalliga NRW 1 (5. Basketballliga, 2. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 87-78 nach 40 Min. (4x10) – Viertel: 31-15, 24-19, 17-20, 15-24
- Punkte: NN
- Fouls: NN
- Austragungsort: Sporthalle des Humboldt-Gymnasiums Bornheim (Kap. 600, davon 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (keine Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Anfangs ganz schlechtes Basketball, aber als Barmen etwas ins Spiel kam, wurde es besser)

VC Menden-Much III ........................................ 3
Sieglarer TV 1897 ............................................... 0
- Datum: Samstag, 9. Dezember 2017 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Rheinland Bezirksliga 3 (8. Volleyballliga, 6. Amateurliga, unterste Spielklasse im Leistungsbereich)
- Ergebnis: 3-0 nach 68 Min. (24/19/25) – Sätze: 25-19, 25-14, 25-19
- Strafen: keine
- Austragungsort: Sporthalle Katholische Grundschule Buisdorf (Kap. 50, davon 12 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (keine Gäste)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel)
VC Menden-Much III 3:0 Sieglarer TV Photos with English Commentary:
a) Volleyball: VC Menden-Much III 3-0 Sieglarer TV
b) Basketball: SG Sechtem 87-78 Barmener TV
c) Handball: HSG Sieg U15 29-21 Poppelsdorf U15
d) Women’s Basketball: Sieglarer TV 51-45 RheinStars III

Der Winter brach geringfügig stärker als am letzten Wochenende über NRW herein. Diesmal gab es so gut wie gar keine Fußballspiele, obwohl z.B. Samstag fast kein Schnee fiel und Sonntag zumindest alle Kunstrasenplätze bespielbar waren. Aber selbst Hallensportarten erlebten Ausfälle. Es klingt unglaublich, aber es wurde ein Hallenhockeyspiel wegen angeblich gefährlicher Anreisewege abgesetzt. Also dass Bergisch Gladbach ein Katastrophengebiet gewesen wäre, glaube ich kaum. Dass Rheinländer nicht Autofahren können, weiß ich ja schon lange – aber der Blick auf die Tabelle lässt eher weniger auf Autofahrerprobleme, als vielmehr auf Spielerdeckenprobleme und Wettbewerbsverzerrung schließen...

Hallenhockey kam also doch nicht in Frage als Alternative, so ging es zum Volleyball. Unterklassig in einer engen, etwas veraltet wirkenden Schulsporthalle in Buisdorf. Die Schule hier – auch wieder so typisch Rheinland wie das zu blöd zum Autofahren – eine katholische Grundschule. Der gastgebende TV Sieglar verlor in drei Sätzen, trotz versuchter Schiedsrichterbeeinflussung, glatt und verdient gegen die III. Mannschaft von Much-Menden, einer recht weitgefassten Volleyballspielgemeinschaft, die auch überregional mit der I. Mannschaft antritt. SG Sechtem 1971 87:78 Barmer TV 1846 Wuppertal Dann gab es noch Basketball. 2. Regionalliga in einer völlig anderen Halle in Bornheim am Humboldt Gymnasium. Sehr groß, viele eher ungewöhnliche moderne Formen, grelle Farben, viel Symmetrie. Außer bei den quer versetzten Tribünen, das war etwas seltsam. 5€ Eintritt – bei Reserveteams ist die Liga oft kostenlos zu sehen, aber die sogenannten „Toros“ aus Sechtem (ein Ortsteil von Bornheim) beschäftigen ganz offensichtlich – wie fast alle Vereine der Regionalligen) – ein paar (Halb-)Profis, obwohl der Sponsorenpool nicht groß wirkte oder nur zurückhaltend wirbt in der Halle. Dasselbe gilt für den Gast aus Wuppertal, den Barmer TV, wobei für beide Teams auch gilt, dass sie im hinteren Bereich der Tabelle zu finden sind. Warum die nur etwa 50 Zuschauer aber ein so unterirdisches Niveau im ersten Viertel geboten bekamen, war auch aus der Tabelle nicht ersichtlich. Sechtem stolperte irgendwie hektisch durch die völlig überforderte Abwehr der ganz ungenau und maximal auf Landesliganiveau spielenden Gäste und zog 31:15 davon. Das Spiel schien entschieden, doch Wuppertal kam dann etwas ins Spiel und es wurde besser. Dennoch 21 Punkte Unterschied bei Halbzeit. Erst in der deutlich besseren zweiten Hälfte kam der Gast noch ein Mal heran. Am Ende ein 9-Punkte-Sieg der Sechtemer. SG Sechtem 1971 87:78 Barmer TV 1846 Wuppertal HSG Sieg mC 29:21 Poppelsdorfer HV Bonn mC Sonntag ging es erst spät los: 15 Uhr ein Juniorenhandballspiel im Anno Gymnasium Siegburg, welches sich gegenüber vom Stadion befindet. Die Halle ist sehr groß, hat extrem kantige Formen und Oberflächen und eine Obertribüne mit beschissener Sicht: die Reling ist zu hoch, man muss entweder stehen (am besten auf den Bänken) oder in der ersten Reihe sitzen und den Kopf vors Geländer drücken um zwischen den Stangen durch zu glotzen. Zu sehen gab es ein ganz ordentliches Spiel zwischen in der 3. von 4 U15-Ligen, zwischen dem 1. und dem 3.: HSG Sieg und HV Poppelsdorf. Letztere hielten bis zur Mitte der zweiten Hälfte die Partie offen, konnten aber am Ende doch nichts gegen die Angriffe der Gastgeber ausrichten und verloren somit verdient 29:21. Lustig waren v.a. zwei Szenen: kurz vor Schluss ein langer Pass der HSG Sieg nach vorne, ein Mitspieler kriegt in gegen den Hinterkopf und von dort prallt der Ball in die Arme des anderen mitgelaufenen Stürmers – und der verwandelt den Ball! Und: irgendein bescheuerter Balkanpapa vom Gastverein, Serbe wahrscheinlich, regte sich sinnlos in gebrochenem Deutsch und derbem Slawisch über den Schiri auf, bis der Poppelsdorfer Trainer mit deutlichen Gesten um Ruhe bat. Sieglarer TV 1897 51:45 RheinStars Köln III Dann noch einmal Basketball, diesmal in Troisdorf-Oberlar, am Bergeracker. Die Halle ist ziemlich groß, etwas verwinkelt, v.a. wenn nur der zugesprayte Hintereingang offen ist und hat eine (heute mal wieder eingeklappte Untertribüne, sowie Stehränge auf beiden Längsseiten. Zuerst schaute ich noch den Rest vom Männerspiel: Sieglarer TV gegen RheinStars Köln III oder so, viertes Viertel und Verlängerung, welche an die Gastgeber ging – zähle ich aber nicht. Dann traten die Frauen an: in der 5. von 7. Ebenen gab es nach ganz ansehnlichem Beginn ein immer schlechter werdendes Spiel zwischen den Sieglarerinnen und der III. Mannschaft von RheinStars Köln. Es endete 51:45, spannend war es dennoch nie, da es ab Mitte des ersten Viertels von Sieglar dominiert wurde. Was allerdings überraschte, wenn man das professionelle Gehabe des Gästetrainers mit dem lockereren Auftreten des Heimtrainers verglich...

Dieses Wochenende also nur Hallensport, mieses Wetter und auch eher mieses Niveau. Aber nächstes Wochenende geht es wieder zum Fußball (Niveau aber nicht ganz absehbar), nur halt eben Fußball – denn am kommenden Samstag bin ich über 2.000km weiter südlich... Sieglarer TV 1897 51:45 RheinStars Köln III Statistik (Samstag und Sonntag):
- Grounds: 2.072 (4; diese Saison: 91 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.222 (4; diese Saison: 117)
- Tourkilometer: 80 (Sa 50km Rad, So 30km Rad)
- Saisonkilometer: 20.790 (13.450 Auto, davon 920 Mietwagen/ 6.060 Flugzeug/ 1.280 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 41 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 593 Wochen. ************************************************* 
So sah übrigens fussball.de heute früh aus:
Und so sah meine Anfahrt mit dem Rad zum Hand- und Basketball aus: Schneetiefe 2-5cm, Temperatur: 2-5 Grad.
Fazit: wenn ich noch Radfahren kann, hätten andere auch Fußball spielen können. Wie 90% der in Deutschland witterungsbedingt abgesagten Spiele: unnötig und lächerlich!

Montag, 9. November 2015

W484IV: Bestes Rugby-Stadion in NRW und noch eine miese Handballhalle in Bonn

Poppelsdorf HV Bonn 1985 .......................... 37
HSG Siebengebirge-Thomasberg III ........... 33
- Datum: Sonntag, 8. November 2015 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Bonn/ Rhein/ Sieg; 8. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 37-33 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 19-18
- Tore: NN
- Gelbe Karten: Nr. 5, 13 (Poppelsdorf); Nr. 10, 17 (Siebengebirge)
- Zeitstrafen: Nr. 5, 13 (Poppelsdorf = 4 Minuten); Nr. 3, 9, 17 (Siebengebirge = 6 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sporthalle Bertold-Brecht-Gesamtschule (Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon keine Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Sehr torreiches und ganz gutes Spiel)

Wald-Merscheider-Turnverein Solingen . 49
Rugby Club 1960 Hürth ............................ 14
- Datum: Sonntag, 8. November 2015 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Regionalliga NRW/ Rheinland (3. und unterste deutsche 15er-Rugby-Liga)
- Ergebnis: 49-14 nach 88 Min. (42/46) – Halbzeit: 22-7
- Punkte: 5-0 12. Try (NN), 10-0 17. Try (Nr. 3) + 12-0 Conversion (9), 12-5 38. Try (8) + 12-7 Conversion (16), 15-7 40. Freekick +1 (9), 20-7 40.+1 Try +1 (10) + 22-7 Conversion (9), 27-7 46. Try+1 (18) + 29-7 Conversion (9), 34-7 55. Try (8), 39-7 61. Try (22) + 41-7 Conversion (9), 46-7 73. Try (5), 49-7 76. Freekick (9), 49-12 80.+5 Try 14v14 (8) + 49-14 Conversion (16)
- Gelbe Karten (10-Minuten-Zeistrafen): Nr. 12 von Solingen (79.); Nr. 5 und 16 von Solingen (75. bzw. 39.)
- Rote Karten (Platzverweise): keine
- Spielort: Jahnkampfbahn Solingen-Wald (Kap. 6.000, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Durch die Solinger ein richtig gutes Spiel in diesem tollen Stadion – Hürth leider ziemlich überfordert) WMTV Solingen 49:14 RC Hürth Photos with English Commentary:
a) RUGBY: 3RD DIVISION AT JAHNKAMPFBAHN SOLINGEN, WMTV v RC HÜRTH
b) Handball: 8th Division in Bonn-Tannenbusch, Poppelsdorf v HSG Siebengebirge III

Heute stand in erster Linie der wohl beste Rugby-Ground im NRW und sicher auch ganz West-Deutschland – und falls Stahl Brandenburg nicht mehr im noch ein bisschen spektakuläreren und schöneren Stadion am Quenz spielen sollte, auch generell der beste Rugby-Ground in ganz Deutschland – auf dem Plan. Die sollten statt in dem langweiligen Ding in Heidelberg mal wenigstens jedes zweite Spiel dieser Söldnertruppe, die sich als deutsche Nationalmannschaft bezeichnet, da austragen! Da, in der Jahnkampfbahn Solingen-Wald! Sogar eine eigene Website hat diese tolle Sportanlage: http://www.jahnkampfbahn.de/! Das 1928 erbaute Stadion wurde in den letzten fast 90 Jahren baulich kaum verändert: die Lage in einem Bachtal ist ja schon nicht schlecht, aber wie mit so asymmetrischen Tribünen (eine überdachte und von Stehplätzen flankierte Sitztribüne und eine Stehtribüne) diese Bachtallage ausgenutzt wurde, ist schon richtig gut! Und dann die Details runden das Ganze natürlich ab: die Bande ums Spielfeld herum ist kein Alu-0815 sondern noch die Original-Bande aus Steinpfosten mit Holzbalken drauf, die Holzbänke der überdachten Tribüne haben Lehnen, im Hintertorbereich befinden sich zwei große alte Bäume mit Einfassungen, überall gibt es Stechpalmenhecken hinter den Stehbereichen, die Kassenhäuschen sind rautenförmige Backsteinmauerwerksgebilde, der Sprecherturm mit seiner Uhr ist auch gemauert und baulich sehr gelungen...

Es gibt auch unterklassig American Football in diesem Ground zu sehen – die Zeiten, in denen hier regelmäßig Fußball gespielt wurde, sind vorbei – aber ich würde viel mehr Rugby empfehlen: bei diesem tollen Sport ist es nicht so schlimm, dass kein Fußballverein hier mehr spielt! OK, es ist nur die unterste Liga und das Spiel heute war auch noch Vorletzter gegen Letzter – der Absturz vom Gast aus Hürth, der vor 20 Jahren zu den besten Clubs Deutschlands zählte, ist noch viel dramatischer; krasses Schicksal eines ehemaligen Trainiers inklusive: Olivier Voisin wurde 2013 bei Idlib von Soldaten der Assad-Armee erschossen, als er mit einem Kampfverband der Freien Syrischen Armee mitlief um deren Tätigkeiten fotografisch zu dokumentieren (Bildjournalist war nun mal sein Hauptberuf) – aber es lohnte sich zu kommen!

Solingen war die bessere Mannschaft und hatte Hürth fast durchweg im Griff. Nach zwei Versuchen, davon einer mit Erhöhung, kam zwar Hürth auch zu 7 Punkten, aber vor der Pause zog Solingen – v.a. in Überzahl nach einer Zeitstrafe gegen den Gast – mit 22:7 Punkten davon. Nach dem Seitenwechsel baute Solingen den Vorsprung aus: 4 Versuche, davon zwei mit Erhöhung, und ein Freekick und die reguläre Spielzeit war bei 49:7 beendet. Erst in der lange bemessenen Nachspielzeit gelang Hürth ein weiterer Versuch mit Erhöhung zum 49:14 Endstand. WMTV Solingen 49:14 RC Hürth Ich hatte mein Rad in die Bahn von Bonn via Köln (ab da mit uraltem RB) nach Solingen und war dann die 5km bergauf gefahren zum Walder Stadion. Nun ging es bergab und mit einem neueren RB nach Köln. Da hatte ich dann die Zeit so bemessen, dass ich mit dem Rad nach Bonn-Tannenbusch zum Anpfiff der Kreisklasse-Partie im Handball zwischen Poppelsdorf (Bonn) und Siebengebirge-Thomasberg III (Königswinter) kam.

Die Halle der Bertold-Brecht-Gesamtschule stellte sich allerdings als vom selben verblödeten Architekturbüro versaut wie die Halle der Gesamtschule in Bad Godesberg heraus. Rein zweckmäßiger 0815-Bau mit grobem Denkfehler: wenn auf der einen Längsseite nur 20cm zwischen Handballfeld-Auslinie und Wand und auf der anderen 180cm sind, dann müssen Spieler + Zeitnehmer und Zuschauer sich die eine, übertrieben breite Längsseite teilen, was zu Sichtbehinderungen (und bei Asi-Vereinen auch zu verhinderbaren Konfrontationen) führt. Richtig bewiesen, dass der Sportstättenbauer kein Sportfan ist, hat er allerdings damit, dass er die Anzeigetafel ebenfalls auf der breiten Längsseite aufhängt, sodass nur die Spieler und Schiris auf dem Feld die Tafel ohne Verrunkungen und Rumlaufen ablesen können – nicht aber die Zuschauer bzw. schlichtweg alle, wie es bei einer Tafel auf der anderen Längsseite der Fall wäre! So einen unpraktischen Scheiß habe ich aber bisher wirklich nur in Bonn gesehen – Architekturbüros in anderen Städten oder zumindest Bundesländern können wohl doch klarer Denken als hier in Bonn…

Das Spiel war auf einem erfreulich guten Niveau für die niedrige Klasse. Es ging munter hin und her, Poppelsdorf war außer in der Anfangsphase stets knapp vorne. Siebengebirge III hielt immer gut mit, konnte aber nie so anziehen, dass sie mal an den Gastgebern vorbeiziehen würden. Dazu war ihr Torwart auch zu schwach (schien ohnehin eigentlich Feldspieler zu sein). Bei Halbzeit stand es 19:18 – was in unteren Handballklassen ja oft ein Endstand ist – und am Ende setzte sich der Poppelsdorfer HV verdient mit 37:33 durch. Die sicheren Schiedsrichter mussten in dieser fairen Partie nur 5 Zeitstrafen (=10 Strafminuten) aussprechen. Da war also keine Trennung zwischen Spieler- und Zuschauerbänken nötig (so wie z.B. vor genau 5 Jahren, als ich einen persönlichen Handballrekord erlebte, als bei Zwenkau gegen Meerane je nach Statistik 50 bis 60 Strafminuten und 5 bis 7 Platzverweise zu verzeichnen waren) – so sinnvoll die auch gewesen wäre wegen der schlechten Sicht… Poppelsdorfer HV 37:33 HSG Siebengebirge-Thomasberg III Statistik:
- Grounds: 1.496 (2 neue; diese Saison: 81 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.532 (2; diese Saison: 98)
- Tageskilometer: 150 (100 Bahn, 50km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 24.610 (14.580 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.280 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.130 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 72 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 484.