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Samstag, 5. April 2014

W401I-II: Die Spiele des TSV; Unentschieden bei Alten Herren und Reserve, Sieg der F-Jugend und Niederlage bei der Ersten

TSV Leuna 1919 1:2 VfB IMO Merseburg II
- Datum: Samstag, 5. April 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 4. Nino Hammerschmidt, 1-1 82. Christian Wiesener, 1-2 90. Maher Habesch
- Verwarnungen: Rene Lorber (Leuna)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 90 (davon 71 Zahlende und ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Spannendes aber allenfalls mittelmäßiges Match)

TSV Leuna 1919 II .............................................. - 2
Landsportgemeinschaft Klobikau-Milzau 1899 - 2
- Datum: Samstag, 5. April 2014 – Anstoß: 12.45
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-2 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 0-1 20. Karsten Hennicke, 0-2 26. Markus Starke, 1-2 30. Tino Fiebig, 2-2 78. Florian Müller
- Verwarnungen: Christian Harnisch, Erik Voit (Leuna); 2x Nico Lemme, Mike Breternitz, Enrico Graze (Klobikau)
- Platzverweise: Nico Lemme von Klobikau (90. Gelb-Rot; Foul und Meckern)
- Spielort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon 25 Zahlende und ca. 8 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz ordentliches und v.a. spannendes Spiel)

SV Blau-Weiß Günthersdorf F ............................. 0
TSV Leuna 1919 F ................................................. 5
- Datum: Samstag, 5. April 2014 – Anstoß: 9.00
- Wettbewerb: F-Junioren Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (U9-Junioren-Spielklasse)
- Ergebnis: 0-5 nach 40 Min. (20/20) – Halbzeit: 0-4
- Tore: 0-1 5. Luca, 0-2 10. Lucas, 0-3 14. Lena, 0-4 17. Luca, 0-5 39. Luca
- Freundschafts-Neunmeterschießen: 5-7 für Leuna nach 9:10 Schützen
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte am Kanal, Platz 2 (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 12 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Extrem einseitiges Spiel mit entsprechendem Resultat zugunsten der Leunaer)

S.V. Wacker Wengelsdorf 1919 AH ..................... 2
TSV Leuna 1919 AH ............................................. 2
- Datum: Freitag, 4. April 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 2-2 nach 80 Min. (37/43) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 35.+2 Maik, 1-1 38. Wolf, 1-2 42. Langrock, 2-2 80. Nr. 18
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Wengelsdorf (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel mit völlig ungerechtem Ergebnis: also wie Leuna mit ca. 20:4 Chancen nur 2:2 spielen kann…)  
Photos with English Commentary:
Football Matches of TSV Leuna 1919:
a) Veterans at Wacker Wengelsdorf
b) Under-9 at Blau-Weiß Günthersdorf
c) Reserves against Klobikau-Milzau
d) First XI against IMO Merseburg Reserves

Von den sechs Fußballmannschaften im TSV Leuna sah ich dieses Wochenende vier. Die Alte Herren starteten in diese Saison mit zwei Unentschieden (3:3 und 2:2) und spielten dieses Wochenende beim eher schwachen SV Wacker Wengelsdorf. Die F-Jugend ist 4. von 10 und somit in der Spitzengruppe mit 30 Pkt., also 4 Pkt. Rückstand auf den 1. und 73:8 Toren und hatte in Günthersdorf anzutreten. Die II. Mannschaft ist fernab von Auf- und Abstieg als 8. mit 35:38 Toren und 29 Pkt. im Mittelfeld und stand vor einem Pflichtsieg gegen Klobikau-Milzau (eigentlich sind die Letzter, also 15. vor zurückgezogenem Buna Schkopau mit 28:81 und nur 6 Pkt., also 7 Pkt. Rückstand auf Weißenschirmbach. Und die I. Männermannschaft schließlich ist als 10. vom Aufstieg weiter weg als vom Abstieg – doch das Gleiche gilt für den Gegner IMO II, die punktgleich (25) und nur drei Tore besser (Leuna 33:34, IMO II 35:33) sind.

Wir sahen nur die E-Jugend nicht (die spielte erst Sonntag und ist übrigens 4. von 11, hat ein Torverhältnis von 43:27 und 20 Pkt. und ist somit hinter der Spitzengruppe abgeschlagen) und die Frauenmannschaft (die ist Letzter, hat 3 Punkte durch 3x 0:0, und 0:18 Tore in 9 Spielen).

Freitag ging es also wieder zu den Alten Herren. Kaum war ich auf dem Wengelsdorfer Sportplatz an der Saale angekommen, wollte der Schiri auch schon fünf Minuten vorher anpfeifen. Ein Junge laberte ihn schon passend von der Seite an: „Ey Uwe, du bist heute Schietsi? Pfeif aber ordentlich!“

Gut, so schlecht war der Schiri nun auch wieder nicht, aber ich habe selten so viele genervte Zurufe von Spielern und Fans erlebt, bei den Alten Herren… Bei den teilweise recht unsauberen Zweikämpfen hatte der Unparteiische so seine Schwierigkeiten. Und mit der Zeitnahme auch…

Zum Spielverlauf: in den ersten 10 Minuten gab es ein paar Angriffsversuche der Hausherren, danach war nur noch Leuna aktiv. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erzielte der Vierer aus kurzer Distanz mit einem halbhohen Volleyschuss den Führungstreffer. Nach dem Seitenwechsel hatte Wengelsdorf mit einem Freistoß seine erste richtige Tormöglichkeit und versenkte den Ball im kurzen Eck an der Mauer vorbei und unter Hähnels Arm hindurch. Kurz darauf gab es auch für Leuna Freistoß, der im vierten Versuch von Langrock unter die Latte gezimmert wurde. Danach gab es noch etliche weitere Chancen für die Gäste und eine fünfminütige Unterbrechung, da sich Hermann leider einen Nasenbeinbruch zuzog – der Wengelsdorfer, mit dem er zusammenprallte, musste auch wegen einer blutenden Kopfverletzung behandelt werden. Die völlig unangemessen lange Nachspielzeit (acht Minuten, statt vier oder fünf wie es hätten sein müssen) wurde vom glücklichen Ausgleichstreffer – ein umstrittener Freistoß der erst von Hähnel abgewehrt, aber dann im dritten Versuch eingeschossen wurde – durch Wengelsdorf beendet.

Dieses 2:2 entspricht weder dem Spielverlauf, noch der Chancenverteilung: wenn man bei etwa 20 zu 4 Chancen nur 2:2 spielt ist irgendwas schiefgelaufen. Zu eng sollte man das aber nicht sehen, denn so ärgerlich das Ergebnis auch ist: es ist ja nur ein Freundschaftsspiel. Schlimmer ist da die Verletzung der beiden Sportfreunde, Hermann vom TSV und dem mir nicht bekannten Spieler vom SV Wacker, die hoffentlich schnell wieder auf den Platz können!  
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Samstag hieß es früh aufstehen und mit den Rädern nach Günthersdorf an den Kanal fahren. Die F-Jugend vom TSV Leuna war im westlichsten Ortsteil der Stadt zu Gast. Ausgetragen wurde es leider auf dem unebenen Platz 2: dort kann man nicht so bequem auf dem Graswall flätzend zugucken wie auf Platz 1, sondern muss an der Bande stehen.

Schon beim Aufwärmen konnte man erahnen, wer hier klar überlegen sein würde: Leuna spielte sich schon mit Torschüssen ein und machte Erwärmungsübungen als wir 10 Minuten vor Anpfiff dort aufkreuzten – Günthersdorf kam erst drei Minuten vor Beginn nach und nach aus der Kabine getrottet...

Von der ersten Minute an machte der TSV Druck nach vorne: die Kinder zeigten Spielwitz und Teamgeist und traten so konsequent auf, dass der Gastgeber nur einmal in der ganzen ersten Halbzeit vorm Tor der Leunaer erschien. Und dieser Angriff wurde nicht einmal mit einem Torschuss abgeschlossen, da beherzt aber fair dazwischen gegrätscht wurde! Leuna hingegen schoss im Minutentakt aufs Tor und mit zwei strammen Schüssen von Luca, einem schönen Treffer durch Lucas sowie einem Kopfball von Lena, dem einzigen Mädchen auf dem Feld, stand es hochverdient 0:4.

In der zweiten Hälfte konnte Günthersdorf keinen einzigen Angriff nach vorne bringen, sie kamen sogar kaum über die Mittellinie hinaus, doch die Abwehr hielt nun besser den Angriffen stand und der Torwart der Günthersdorfer zeigte nun einige gute Aktionen. Zwei weitere Treffer gab es doch noch, einer war jedoch ein direkt ins lange Eck gesprungener indirekter Freistoß und wurde vom guten, manchmal aber etwas zu viel laufenlassenden Schiedsrichter zurecht aberkannt.

Während Günthersdorf einige Disziplinprobleme hatte – insbesondere der Siebener, der dauernd am Heulen war und dann auch noch Gegenspieler anschrei (nach mehreren Revanchefouls, Frustaktionen und einem tränenreichen „halt die Fresseehäääääwäääää“ wurde er zum Auswechseln geschickt) – zeigte sich Leuna wirklich anständig im Umgang gegenüber den Gegnern und den eigenen Mitspielern. Spielerisch traten sie in der ersten Hälfte auf sehr hohem Niveau auf. In der zweiten waren sie immerhin noch ausdauernd und diszipliniert genug den Sieg souverän zu halten. Bei diesen Spielereltern ist das nämlich nicht von den Kindern zu erwarten und somit das ganze Auftreten der F-Junioren sehr positiv hervorzuheben!

Über Leunas klangvollsten Ortsteil; Pissen – fuhren wir zurück nach Merseburg und dann zur Sportstätte der Jugend wo auch die Männer nun schon zum zweiten Mal Heimspiele austragen, da im Stadion des Friedens noch (unter anderem) am Kabinentrakt gebaut wird. In der letzten Saison hatte ich aufgrund der Erhöhung der Eintrittspreise bzw. da nicht auf meinen Vorschlag zur Preisestaffelung wie bei Merseburg 99 eingegangen wurde, kein Heimspiel mehr geguckt. Jetzt haben wir aber freundlicherweise zwei Dauerkarten bekommen, sodass ich auch gerne wieder Heimspiele besuche.

Zuerst spielte die Zweite Mannschaft gegen den Tabellenletzten aus Klobikau, setzte diesen auch stark unter Druck, kassierte jedoch nach mehreren vergebenen Chancen einen Konter zum 0:1. Kurz darauf ein weiterer Konter und schon stand es 0:2. Leuna II kam aber noch einmal zurück – vor der Pause traf Fiebig aus dem Getümmel heraus mit einem Volley zum 1:2.

Nach der Pause war leider einiger Leerlauf und das Spiel wurde auch etwas ruppiger. Schiedsrichter Mengel hatte aber alles im Griff – manchmal schien nur die Reaktionszeit etwas langsam… In der Schlussphase war es dann der erst kurz zuvor eingewechselte Müller, der in eine Flanke hinein lief und den Ball gegen die Laufrichtung des Klobikauer Keepers zum Ausgleich versenkte. Das 2:2 war natürlich zu wenig, aber besser als Nichts…

Bei der I. Mannschaft lief es dann leider auf Nichts hinaus: ein toller Beginn; ein weiter Einwurf von Christian Bernhardt, ein geschickter Kopfball von Nino Hammerschmidt und schon stand es 1:0 – doch dann reihenweise vergebene Chancen und Unsicherheiten in der Abwehr. Die Gegner waren einfach zu schnell! In der Schlussphase – nach vielen vergebenen Chancen auf beiden, aber gerade auf der Leunaer Seite – rächte sich das: zwei stark abgeschlossene Konter und es stand 1:2 für die Reserve von IMO Merseburg. Echt scheiße, dass Leuna nicht mal mehr gegen die II. von der Imuuh gewinnen kann…

Ein guter Abschluss des Leunaer Spieltages war dann das hervorragende Essen im Sportlerheim. Die nächsten Spiele der Leunaer, die wir besuchen werden, sind das Altherrenspiel in Bad Dürrenberg und die I. Herren auswärts in Nebra.  
Statistik:
- Grounds: 1.092 (keine neuen; diese Saison: 121 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.016 (Freitag: 1, Samstag: 3; diese Saison: 160)
- Tageskilometer: 90 (Freitag: 30km Fahrrad, Samstag: 40km Fahrrad, 20km Auto)
- Saisonkilometer: 51.450 (50.120 Auto/ 1.240 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 401

Mittwoch, 17. Juli 2013

W364I: Spontaner Testspielbesuch

SV Blau-Weiß Günthersdorf ------------------------------- 4
Radefelder Sportverein 1990 ------------------------------- 3
- Datum: Mittwoch, 17. Juli 2013 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Kreisoberliga Saalekreis (9. Spielklasse, 4. Amateurliga; Aufsteiger aus Kreisliga) gegen Nordsachsenliga (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 3-2
- Tore: 1-0 2. (10), 1-1 15. (10), 2-1 23. (10), 3-1 33. (8), 3-2 40. (15), 3-3 59. (13), 4-3 60. (8)
- Verwarnungen: Nr. 2? (Günthersdorf)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Günthersdorf/ Kötschlitz, Sportplatz am Kanal (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes und torreiches Testspiel) DSC09891 Sportanlage Günthersdorf/ Kötschlitz Photos with English Commentary:
a) Pre-Season: Blau-Weiß Günthersdorf v SV Radefeld
b) Villages next to Günthersdorf: Kötzschlitz, Dölkau, and Pissen

Kurzfristiger geht es ja echt nicht mehr: anderthalb Stunden vor Anpfiff dieser Partie habe ich das Testspiel rausgesucht. Schuld daran ist die mangelnde Organisiertheit der Burgwerbener, die das Testspiel gegen Leuna heute austragen wollten, aber dann doch erst morgen kicken. Danke an Gisbert für die Info – kein Danke an die Vereinswebsite vom SVB und fussball.de! Im Übrigen kann man auch eine Woche vorher wissen, ob man am Mittwoch oder erst am Donnerstag seine Mannschaft voll bekommt!

Eigentlich interessierte mich der Kick am Kanal überhaupt nicht. Aber auf dem mächtigen Graswall kann man so schön bequem zugucken. Der ungeschlagene Aufsteiger aus Günthersdorf spielte gegen den Vierten der eine Klasse höheren Nordsachsenliga. Ich spekulierte ja auch etwas darauf, wieder so gut unterhalten zu werden wie beim letzten Spiel, das ich von Radefeld gesehen habe: ein Heimspiel, das bis zur letzten Minute spannend war und dann in einem zünftigen Handgemenge endete...

Beim letzten Spiel von Günthersdorf blieben mir die Blau-Weißen zudem als üble Treter in Erinnerung, doch heute hatten sich alle im Griff, sodass außer ein paar Pöbeleien – das gehört auch einfach dazu: „Ey Zehner, mach den Kopp zu! Du hast wohl dein Niveau Heeme gelassen?!“ – keine Emotionen aufkamen. Noch nicht einmal als kurz vor Schluss ein Radefelder mit einer klaren Notbremse auf der Strafraumkante vom ansonsten guten Schiedsrichter ungeahndet gestoppt wurde!

Das Spiel lebte dann statt von Emotionen von Toren. Schon nach zwei Minuten spielte der unterklassige Gastgeber die Abwehr der Sachsen aus und netzte ein. Nach einer Viertelstunde brach ein Gästespieler durch die Günthersdorfer Verteidigung und erzielte das 1:1. Es ging gut hin und her, wobei die Gastgeber überraschenderweise deutlich besser waren. Beim 3:1 schien das Spiel entschieden, wobei Radefeld noch vor der Pause dem Keeper den Ball aus den Armen spitzelte.

Bei 3:2 wurden die Seiten gewechselt. Bald nach der Pause gelang den Radefeldern sogar doch der Ausgleich, als erneut dem Torwart – diesmal aber seinem Ersatzmann der in der Halbzeit hereingenommen wurde – der Ball aus den Händen gespitzelt wurde. Im Gegenzug schossen die Günthersdorfer aber den Siegtreffer. Die letzten 30 Minuten war der Gast etwas besser, konnte aber nicht erneut ausgleichen. Bei einem unterklassigen Gegner zu verlieren ist natürlich immer scheiße, aber Radefeld schien nicht in der Erstbesetzung aufgekreuzt zu sein und Günthersdorf wird von manchen als Kandidat für den Durchmarsch in die Landesklasse gehandelt.

Wir fuhren dann auf dem Rückweg eine andere Route, die uns über Pissen führte. Dort hat sich einiges geändert: der Bolzplatz zwischen Kirche und Gutshof hat nun endlich zwei Tore und die Ortsschilder wurden erneuert. Nun steht da „Stadt Leuna. OT Pissen. Saalekreis“ drauf. Wahrscheinlich in der Hoffnung, dass die Ortsschilder jetzt nicht mehr geklaut werden, wenn nicht mehr so fett „Pissen“ auf dem Schild steht... DSC09928 Blau-Weiß Günthersdorf v Radefelder SV Statistik:
- Grounds: 963 (heute 0 neue; diese Saison: 195 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.845 (heute 1, diese Saison: 268)
- Tageskilometer: 40 (40km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 58.600 (47.650 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 4.140 Fahrrad/ 220 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 121 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 364

Donnerstag, 14. Juli 2011

W259I: Extrem dünner Kader, 45 Minuten Unterzahl und schließlich nur Unentschieden in Günthersdorf

SV Blau-Weiß Günthersdorf 2:2 TSV Leuna 1919
Datum: Mittwoch, 13. Juli 2011 – Anstoß: 18.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Kreisliga (10. Liga, 5. Amateurliga) gegen Landesklasse (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1:2
Tore: 0-1 7. Toni Feist, 1-1 18. (Nr. 9), 1-2 43. Christian Bernhardt, 2-2 47. (Nr. 8)
Verwarnungen: 1x Günthersdorf, 2x Leuna
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz am Kanal, Nebenplatz (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Unterhaltsames, teilweise vom Gastgeber überhart geführtes Testspiel – Leuna blieb deutlich hinter ihren Ansprüchen zurück)
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Photos and English version:

Das Semester klingt langsam aus, während die Saison eingeläutet wird. Die vorlesungsfreie Zeit, in der man maximal vormittags mal zu Konsultationen oder so was in die Uni muss und die Mengen an Hausarbeiten und Übersetzungen ebenfalls zu Zeiten zwischen Frühstück und Mittagessen erledigen kann, um Nachmittags und Abends auch unter der Woche zum Sport raus zufahren, beginnt also so langsam. Der Mittwochabend eignete sich hervorragend, um noch mal vor Jahren fotografierte Motive erneut und besser ins Bild zu rücken und vor allem nach Leunas tollem Auftritt in Braunsbedra ein weiteres Testspiel des TSV anzuschauen.

Blau-Weiß Günthersdorf hatte in der Kreisliga als 4. letzte Saison ein gutes Ergebnis erzielt. Gegen die Reserve unseres TSV Leuna gab es ein 0:0 in Leuna und einen 2:0 Sieg in Günthersdorf. Da die erste Mannschaft nie 0:0 spielt und in Braunsbedra so gut drauf war, kamen beide Ergebnisse eigentlich nicht in Frage. Gespielt wurde übrigens nicht auf dem von hohen Graswällen flankierten Hauptplatz, sondern auf dem kargen und engen Nebenplatz.

Leuna begann allerdings nur mit 10 Mann: bis zur 46. als noch Franz Motz hinzukam, blieb es auch dabei. Trotz Unterzahl wussten sie zu Beginn ihre höhere Ligazugehörigkeit zu beweisen: nach nur sieben Minuten landete ein abgefälschter Schuss von Feist im Kasten. Allerdings nutzten die Gastgeber Mitte der ersten Hälfte ihre zahlenmäßige Überlegenheit und eine daraus resultierende Lücke in der Abwehr zum Ausgleichstreffer. Ein Tor von Bernhardt kurz vor der Pause schien die Situation etwas zu entspannen.
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Die zweite Halbzeit lief dann leider völlig anders als erwartet: 11 gegen 11, aber Günthersdorf glich schnell nach der Pause aus. Niki Lorber hatte die Ecke zu weit offen gelassen - aber bis zu diesem Zeitpunkt hatte er immer gut und richtig reagiert. Der bis zur 50. gute Schiedsrichter bekam zunehmend Probleme angesichts der zunehmenden Härte der Günthersdorfer richtige Entscheidungen zu treffen. Dass am Ende zwei Gelbe auf Leunaer Seite und nur eine auf der Seite der Günthersdorfer standen, sind eine Frechheit und ein Armutszeugnis für den Unparteiischen. Schon allein der Vollpfosten mit der 10 hatte drei gelbwürdige Dinger gebracht: foult versteckt und dreckig, aber brüllt rum wenn Feist ihm mal leicht eins auf die Socken gibt – für seine Beschimpfungen wie „Asi“ und „Wichser“ gegen den Gegner, in nächster Nähe zum Schiri, sah er nicht mal Gelb. Ich habe selten eine Mannschaft gesehen, die in ein Testspiel derart unnötige Härte hereinbrachte, wie Günthersdorf. Die Bemerkung eines Leunaers nach einem der in der 2. Hälfte wirklich vielen Fouls war am Zutreffendsten: „Reiß dich zusammen! Das is nur ä Freundschaftsspiel, du Affe!“

Zufrieden mit der Leunaer Leistung war natürlich niemand. Gut, Günthersdorf zeigte zwar in Offensive wie Defensive bessere Szenen als Braunsbedra am Samstag – ihre an sich gute Leistung wurde nur durch streckenweise unfaires Verhalten (zu viele Fouls und viel zu viel Gemecker) geschmälert – und die Kaderdecke war sehr, sehr dünne (mit Lenzen, Hammerschmidt, Degner und Pires fehlten vier wichtige Leute), aber gegen einen zwei Klassen tiefer spielenden Verein sollte mehr drin sein als ein 2:2. Mal schauen, wie’s beim nächsten Testspiel in Leißling und dem ersten Heimtest gegen Einheit Halle so läuft.

Was die oben erwähnten, bekannten Motive angeht, so waren das zum einen der Sportplatz am Kanal vom SV Blau-Weiß – diese Anlage ist eine der schöneren, da sie auf zwei Seiten von hohen Graswällen umgeben ist, hinter denen sich ein Saalekanal und Felder befinden – und zum anderen das Schloss Dölkau, einem derzeit privat genutzten Barockbau mit aufwendigem Eingangstor und großem Garten, und schließlich auch das Dorf Pissen. Warum Pissen so einen schönen Namen hat, hatte ich ja schon mal erklärt – slawischer Wortursprung, hat mit Fischen bzw. Fischteich zu tun – jetzt waren noch mal Aufnahmen der vier wichtigsten Dinge dieses winzigen 100-Einwohner-Dorfes fällig: Kirche, Herrenhaus, Bolzplatz und Ortsschild...
IMG_7011 Ortsschild Pissen
Statistik:
Grounds: 590 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 139 neue)
Sportveranstaltungen: 1.310 (heute eine, diese Saison: 198)
Tageskilometer: 50 (50 Fahrrad)
Saisonkilometer: 43.770 (21.990 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.660 Bahn, Bus, Tram/ 5.110 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 40
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 259