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Dienstag, 11. Februar 2025

W3.0215II: Enge Ergebnisse beim Wolfsburger Profinachwuchs

VfL Wolfsburg U19

2 : 3 (1:1)

VfB Stuttgart U19

- Datum: Samstag, 8. Februar 2025 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: U19 DFB-Nachwuchsliga – Hauptrunde Liga A, Gruppe B (ehem. 1. Bundesliga A-Junioren; d.h. höchste Spielklasse der U19)
- Ergebnis: 2-3 nach 97 (47/50) Minuten – Halbzeit: 1-1

- Tore: 0-1 15. Agzikara, 1-1 24. Odogu, 1-2 53. Penna, 2-2 58. Dittrich, 2-3 77. Bujupi

- Verwarnungen: Penna, Hajdini, Mule, Martin, Lüers (alle Stuttgart)

- Platzverweise: keine   

- Austragungsort: sog. AOK-Stadion (Kap. 5.200, davon 4.400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon vllt. 5 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

EHC Grizzly Adams Wolfsburg

(Young Grizzlys U17)

4 : 3 (1:1/1:0/1:2/3:2)

Eishockey Jugend Kassel

(Young Huskies U17)

- Datum: Samstag, 8. Februar 2025 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: DEB Nachwuchsliga U17 (höchste Spielklasse im Eishockey für Junioren der Jahrgänge 2008-2010)
- Ergebnis: 4-3 nach 60 (3x20) Minuten und Penaltyschießen – Drittel: 1-1, 1-0, 1-2; Penalty-Schießen: 3-2 nach je 7 Schützen

- Tore: 0-1 5.12 Pasoter, 1-1 16.45 Hordiienko, 2-1 27.03 Theuerholz, 2-2 41.18 Kozlov, 2-3 56.11 Wittler, 3-3 58.41 Dessinge, entscheidender Penalty: Hordiienko

- Strafzeiten: 3x Warendorf (Wolfsburg = 6 Minuten), 2x Werner, Kuba, Kozlov (Kassel = 8 Minuten)

- Austragungsort: Eisarena Wolfsburg (Kap. 4.500, davon 3.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

VfL Wolfsburg U19 2:3 VfB Stuttgart U19

Photos with English commentary:

a) Under-19 Football: Wolfsburg vs. Stuttgart

b) Under-17 Ice Hockey: Wolfsburg vs. Kassel

c) Wolfsburg town: Allerpark

Eine samstägliche Radtour bei knapp über null Grad von genau 50 Kilometern Länge brachte mich zu zwei Nachwuchsspielen nach Wolfsburg. Hier zeigte sich heute wohlgemerkt der Profinachwuchs – einmal im Fußball und einmal im Eishockey – obwohl hier weder Eintritt verlangt wurde, noch sonderlich viele Zuschauer kamen. Beide Spiele stiegen auch in lohnenden Grounds.

Zuerst 12 Uhr im AOK-Stadion neben der sogenannten VW-Arena, wo ab 15.30 Uhr die 1. Bundesliga der Männer spielte. Dort war ich schon mal Zaungast, nun hatte ich bei freiem Eintritt und kurzer Zugangskontrolle auf dem linken Bereich der Haupttribüne freie Platzwahl. Sonst war nur der VIP-Bereich offen. Die Stehränge hinter den Toren (schlechte Sicht durch Netze) oder die Sitze gegenüber sind wohl nur bei gut besuchten Spielen offen. Das Stadion ist übrigens ausgesprochen gepflegt, farblich ganz gelungen, überzeugt auf den Längsseiten durch sehr gute Sicht – ist aber architektonisch eher einfallslos. Verglichen mit dem, was viele andere Bundesligisten als Spielort für ihren Profinachwuchs haben, ist das aber besuchenswert. Schöner ist jedoch immer, wenn im Stadion am Elsterweg gespielt wird!

Heute war der VfB Stuttgart zu Gast und die gingen in einem sehr ausgeglichenen und doch sehenswerten Spiel früh in Führung. Nach dem Ausgleich und dem Seitenwechsel ging Stuttgart erneut nach einem Standard in Front, während der VfL einen Elfmeter verschoss (sogar festgehalten!) Das letzte Wort hatte in der Tat auch der Gast aus Baden-Württemberg, der in der Schlussphase noch einen dritten Treffer erzielte. Neben fünf Toren gab es auch fünf gelbe Karten, die allerdings alle für Stuttgart, die auch in der Tat härter und unsauberer spielten.

Beim Eishockey war die Partie der 14- bis 17jährigen genauso ausgeglichen, aber hier mit dem glücklicheren Ende für den Gastgeber. Die Young Grizzlys gerieten gegen die Young Huskies zwar auch erst ins Hintertreffen und glichen vorm ersten Seitenwechsel aus, doch spielten dann ein deutlich besseres zweites Drittel und gingen 2:1 in Führung. Im Schlussdrittel sah es dann zwar ebenfalls nach einer 2:3 Niederlage aus, aber einer der Osteuropäer von Kassel war so bescheuert, kurz vor Schluss ein unnötiges Foul im Mittelkreis zu machen, sodass Wolfsburg in doppelter Überzahl zum 3:3 kam. Es folgte ein Penaltyschießen. Wie zu befürchten war – im Spiel wurde bereits ein Penalty verballert von Wolfsburg – zog sich das lange hin. Nach ich meine je 7 Schützen heiß es 3:2 für Wolfsburg, was ja im Eishockey immer nur als 1:0 für den Sieger des Penalty-shoot-outs gewertet wird. Daher offizieller Endstand 4:3 für Wolfsburg.

Die Nachwuchsligen vom Deutschen Eishockey Bund kann ich übrigens jedem empfehlen, der auf Stimmung und Fans verzichten kann und sich aufs Spiel oder die Hallenarchitektur oder beides konzentrieren will. Man hat meist freien Eintritt. Ich wiederhole noch mal: es kostet nichts! Nicht wie bei den scheiß Handballern, wo man gerne mal 10€ für U19-Bundesliga zahlen muss! Dann hat man freie Platzwahl (keine eingeklappten Tribünen wie bei Handball- oder Volleyball-Nachwuchsliga oft) und kann so gut wie überall herumlaufen. Da meist nur wenige Dutzend Zuschauer kommen, hat man auch extrem viel Auswahl – kann sich, wie ich schließlich gemacht habe, in die Nähe irgendwelcher Eltern oder Nachwuchsspieler setzen, oder eben ganz weit weg von allen mit völlig freier Sicht platzieren und sich die Architektur der Halle (im Fall von Wolfsburg ist die Halle auch bis auf die hässlichen Farben recht gelungen, teilweise gibt es noch Holzbänke und Stehplätze) anschauen.

Es gibt wenige Ausnahmen hinsichtlich der Spielstätten in der Nachwuchsliga: manche der Toppklubs haben kleinere Nebenhallen. Diese sind natürlich teilweise unattraktiv (z. B. Kölner Haie). Andererseits spielen manche der Nachwuchsteams wiederum in den tollen alten großen Eishallen, so z. B. Brehmstraße Düsseldorf oder Wellblechpalast Berlin.   

Young Grizzlies Wolfsburg U17 4:3/pen. Young Huskies Kassel U17

Statistik:

- Grounds: 3.770 (1; diese Saison: 110 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.289 (2; diese Saison: 164)

- Tourkilometer: 50 km Rad

 - Saisonkilometer: 50.960 (25.060 Flugzeug/ 23.790 Auto, davon 8.350 Mietwagen/ 1.970 Fahrrad/ 140 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 9 [letzte Serie: 82, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 215 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 21. November 2016

W537IV: Hessen-Derby in der DEL 2

EC Kassel Huskies .......................................... 2
Löwen Frankfurt ............................................. 1
- Datum: Freitag, 11. November 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: DEL 2 (2. Profi-Eishockeyliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 60 Min. (3x20) – Drittel: 0-1, 2-0, 0-0
- Tore: 0-1 2. Keussen, 1-1 24. Christ, 2-1 28. Downing
- Strafen: Müller 4, Merl 2, Klinge 2, Mapes 2, MacKenzie 2 (Kassel 12 Minuten); Stretch 4, Breitkreuz 4, Stephan 2, Card 2, Cespiva 2 (Frankfurt 14 Minuten)
- Austragungsort: Eissporthalle Kassel (Kap. 6.100, davon 3.600 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 5.500 (davon 5.126 zahlende und ca. 200 Frankfurter)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Phasenweise schwaches Niveau, wenig Spielfluss, aber stets spannend) Kassel Huskies 2:1 Frankfurter Löwen Photos with English Commentary:
a) Ice-Hockey: Kassel Huskies defeat Frankfurt Lions 
b) Harz Region of Lower-Saxony: Wittenburg/ Elze, Brüggen/ Leine, Alfeld/ Leine, Einbeck, Erichsburg, Uslar, Arenborn, Bursfeld, Bramburg 

Da Khatereh am Samstagmorgen aus dem Iran zurückkommt und ich derzeit noch nichts zu tun habe, fuhr ich Freitag los nach Hessen. Zuerst stand Sightseeing im niedersächsischen Vorharz an. In Wittenburg/ Elze war die spektakulär gelegene Wehrkirche leider zu – die Kirchenruine unterhalb des Hügels ist aber auch ganz ansehnlich. Brüggen/ Leine hat einen tollen Gutshof (leider privat) zu bieten. Alfeld/ Leine kann mit Weltkulturerbe aufwarten: allerdings haben mich die Fagus Werke als eines der frühesten Beispieler der architektonischen Moderne (Architekten u.a. Walter Gropius) weniger interessiert als die Fachwerkbauten der von neuerer Industrie überragten Innenstadt. Einbeck war das sehenswerteste heute: viel schönes Fachwerk, das umstrittene Haus mit den Hakenkreuzen habe ich auch gefunden und die zeltförmigen Ziegeldächer des alten Rathauses sind einmalig. Erichsburg ist eine vor sich hin verfallende, privat besetzte Schloßanlage in einem kleinen Kaff bei Einbeck. Uslar hat etwas Stadtbefestigung, Fachwerk, eine offene Kirche usw. zu bieten – aber nicht wirklich was besonderes. Arenborn hat eine schöne Fachwerkkirche. Bursfeld ein sehenswertes Kloster. Und schließlich fuhr ich noch die abenteuerlichen und von Glashütte aus nicht gesperrten Waldwege zur Bramburg, von der nur noch der Turm steht, hoch: scheiße bei den Waldwegen – man darf mangels Beschilderung bis zur Burg fahren, kommt dann aber wegen einer Schranke nicht zum eigentlichen Weg, der nördlich von Hemeln zur Burg ausgeschildert ist, hin. Ob man nach Ellershausen durchkommt oder im Zackzack zur L560 östlich von Hemeln, wollte ich nicht noch probieren, da es dunkel wurde und die Wege steil, rutschig und nicht ungefährlich sind. Einbeck Dann ging es nach Kassel wegen Eishockey. In der DEL 2 trafen zwei hessische Teams aufeinander: Kassel Huskies und Frankfurter Löwen. Es wurde nicht nur tierisch, sondern regionalistisch: „Scheiß Süd-Hessen“ und ähnliche Sprüche gehören da schon dazu. Scheiße war aber v.a. die Sicht: für 15€ kann man da mehr erwarten, da nur bei den Gästen noch gute Plätze frei waren, ging ich zu den Frankfurtern. Die Halle ist halt alt, sehenswert, aber hinter den Sitzplätzen (wo sich ein großer Teil der Stehplätze befindet) völlig verbaut. Am härtesten ging es übrigens v.a. wegen des schwachen Gästesupports auf dem Eis zu. Kaum Spielfluss, andauernd Unterbrechungen. Trotz eines schönen Tores der Frankfurter ein schwaches erstes Drittel. Das zweite war besser und von Kassel bestimmt. Sie drehten die Partie auf 2:1. Das dritte Drittel war noch das beste und packendste, blieb aber torlos.

Ich hatte eine Übernachtung in Lohfelden gebucht: es ist nach wie vor das einzige Accor-Hotel (hier Ibis Budget, wie ETAP nach der Verteuerung heißt) das ich kenne, das kein funktionierendes Internet bietet. Kassel Huskies 2:1 Frankfurter Löwen Statistik:
- Grounds: 1.773 (1; diese Saison: 94 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.871 (1; diese Saison: 131)
- Tourkilometer: 500 (500 Auto)
- Saisonkilometer: 27.610 (25.850 Auto, davon 650 Mietwagen/ 800 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 39 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 537 Wochen.