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Montag, 7. November 2016

W536V: Historische Handballhallen und Fußball im Schlosspark

Der Blog vom Samstag, den ich erst vergessen hatte (der Beitrag vom Sonntag befindet sich darunter):

TSG Wismar ................................................. 28
HSV Grimmen 92 ......................................... 27
- Datum: Samstag, 5. November 2016 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Mecklenburg-Vorpommern-Liga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 28-27 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 12-10
- Tore: NN
- Gelbe Karten: Nr. 9, 11, 67, Bank (Wismar); Nr. 14, 17, Bank (Grimmen)
- Zeitstrafen: Nr. 6, 11, 21, DQ 19 (Wismar = 8 Minuten); 2x Nr. 11+DQ, 2x Nr. 17, 2x Nr. 10, Nr. 3 (Grimmen = 16 Minuten)
- Platzverweise: Nr. 19 von Wismar (42. Min./ grobes Foul); Nr. 11 (58. Min./ Grobes Foul)
- Austragungsort: Große Sporthalle Wismar (Kap. 1.300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 25 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Über weite Strecken schwaches, aber am Ende richtig spannendes und emotionales Spiel)

SG Roggendorf 96 ........................................... 9
SG Dynamo Wismar ....................................... 0
- Datum: Samstag, 5. November 2016 – Beginn: 14.10
- Wettbewerb: Kreisklasse Schwerin/ Nordwest-Mecklenburg (11. und unterste Liga)
- Ergebnis: 9-0 nach 93 Min. (47/46) – Halbzeit: 5-0
- Tore: 1-0 7. Sebastian Wilk, 2-0 20. Chris Paulsen, 3-0 22. Omar Alkhatib, 4-0 34./ 5-0 43./ 6-0 48./ 7-0 61./ 8-0 85. Benjamin Wilk
- Verwarnungen: Max Berndt, Robert Rüdiger Pröll, Sebastian Wilk (Roggendorf); Thomas Jonitz, Justin Körner, Rene Palesch (Dynamo W.)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Schloßpark Roggendorf (Kap. 1.050, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Wismar nur am rumprollen mit ihren neun Mann, Roggendorf hätte viel höher gewinnen müssen – aber unterhaltsam war der Kick auf alle Fälle!)

HSG ESV Schwerin/ Banzkow-Leezen D .. 11
Hagenower SV D .......................................... 12
- Datum: Samstag, 5. November 2016 – Beginn: 12.15
- Wettbewerb: Bezirksklasse West, Männliche Jugend D (2. und unterste Handballliga der U13)
- Ergebnis: 11-12 nach 40 Min. (20/20) – Halbzeit: 5-5
- Tore: NN
- Gelbe Karten: Nr. 2, 4, 6 (alle Hagenow)
- Zeitstrafen: Nr. 9 (Leezen = 2 Minuten); 2x Nr. 2, Nr. 4, 6, 7, 9 (Hagenow = 12 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sporthalle Schlossstraße Leezen (Kap. 300, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Also bei dem Geeier kann mann nur sagen: das ist noch viel Luft nach oben...)

Sternberger HV C ....................................... 26
TSG Wismar C ............................................. 24
- Datum: Samstag, 5. November 2016 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Bezirksliga West, Männliche Jugend C (3. und unterste Handballliga der U15)
- Ergebnis: 26-24 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 10-13
- Tore: NN
- Gelbe Karten: Nr. 3, 14 (Sternberg)
- Zeitstrafen: 2x Nr. 13 (Sternberg = 4 Minuten); Wismar = 0 Minuten
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sporthalle am Finkenkamp (Kap. 150, davon 75 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes und enges Spiel) SG Roggendorf 96 9:0 SG Dynamo Wismar (11th division, Schwerin/ North-West Mecklenburg) Photos with English Commentary:
a) Handball U15: Sternberger HV v TSG Wismar
b) Handball U13: SG Schwerin/ Leezen v Hagenower SV (+ Leezen Estate)
c) Amateur Football: Roggendorf v Dynamo Wismar (+ Roggendorf Estate)
d) Amateur Handball: TSG Wismar v HSV Grimmen

Mal wieder ein Samstag voller neuer Grounds, heute ganz im Zeichen historischer und ungewöhnlicher Handballhallen und Fußballplätze. Zuerst ging es nach Sternberg in der Mitte Mecklenburgs: dort ist, durch idiotische Beschilderung und mangelnde Hausnummern schwer zu finden, hinter einer Schule eine große, alte DDR-Sporthalle zu finden. Im Finkenkamp heißt die Hütte, ist langgestreckt und hoch, hat zwar keine Tribüne, aber eine Empore mit Holzbänken und tollem Treppenhaus, schöne Glastüren zum Foyer in dem auch ein Kunstwerk mit Sportmotiven hängt und eine schöne Holzverkleidung im Innenraum. Auch der Zeitnehmertisch scheint noch original aus den 60ern oder so zu stammen. Das Spiel der beiden C-Junioren Mannschaften – Sternberger HV (ehemals SV Aufbau Sternberg) und TSG Wismar – war ziemlich flott und gut. Es wogte hin und her, erst zog Sternberg davon, dann brachen sie ein und Wismar schien bis in die Schlussphase hinein besser, doch in den letzten sieben, acht Minuten drehte der Gastgeber noch mal das Spiel und gewann am Ende unter den Anfeuerungen der Eltern und Vereinskameraden mit 26:24, was auch nicht unverdient war. Sternberger HV C 26:24 TSG Wismar C In Leezen, östlich am Schweriner See gelegen, gingen wir schnell etwas einkaufen und schauten uns den knallgelben Gutshof an. Hinter dem Gutshof liegt der Sportplatz, neben einem neobarocken oder klassizistischen Nebengebäude wurde eine Sporthalle errichtet, die ihrer Anschrift „Schlossstraße“ alle Ehre macht: OK, die primitive Klapp-Tribüne ist etwas dürftig, aber die Säulenreihe auf der Mannschaftsseite ist einfach genial! Die Halle wurde wohl komplett neu gebaut, aber möglicherweise nach altem Vorbild. Das Spiel war dann leider unterirdisch, also auch wenn man bei D-Jugend keine hohen Maßstäbe ansetzen sollte: 5-5 nach 20 Minuten und bei den Würfen und der Technik... Am Ende gewann die genauso schlechte Mannschaft aus Hagenow glücklich mit 11:12 trotz 11:10-Rückstand in der 38. Minute. Ich gönne es den Hagenowern aber, da der kleinlich und mehrfach auch noch falsch pfeifende Schiedsrichter merklich die Gastgeber von der HSG Schwerin/ Leezen bevorteilte. 2 zu 12 Strafminuten sind schon auffällig – wenn man gesehen hat, für was die gegen die nur mit 7 Spielern erschienen Hagenower verhängt wurde, dann waren die teilweise richtig auffällig! SG Schwerin/ Leezen D 11:12 Hagenower SV Ganz anders war übrigens der Schiedsrichter beim Fußball in Roggendorf bei Gadebusch. Dort hatte ein gewisser Sportfreund Bade alles im Griff: souverän, richtig entscheidend und durchgreifend gegen die ständig rumprollenden Gäste aus Wismar! Die SG Dynamo aus Wismar hatte das Problem, zum wiederholten Male nur zu neunt erschienen zu sein. Von Beginn an ging die Partie nur in eine Richtung: aufs Dynamo-Tor – nur selten gelangen Entlastungsangriffe, aber auch nie erfolgreich. Schnell hatten ein junger Roggendorfer, ein klassischer Kreisklassestürmer (hohes Kampfgewicht, aber geschickt vorne rumstehen und den Ball reinmachen) und ein junger Syrer – einer der beiden ausländischen Sportfreunde auf dem Feld – zum 3:0 vorgelegt. Dann begann die Show von Benjamin Wilk, der für seine Roggendorfer erst doppelt traf und in Hälfte zwei gleich vier Mal. Mit dem 9:0 war Wismar noch gut bedient: Roggendorf spielte nämlich echt nicht überragend. Aber Wismar war nicht nur aufgrund der zwei Mann weniger chancenlos: die waren auch nur am untereinander vollmaulen, den Gegner vollmaulen, den Schiri vollmaulen, die Fans vollmaulen... Da wurde Zuschauern der Fickfinger gezeigt, Gegenspieler angepöbelt was v.a. nach Abpfiff noch zu einer Rudelbildung führte und einmal auch den Schiri zu einem Schubser provozierte als er zwischen zwei Spielern stand die sich an den Kragen wollten. Reingegrätscht wurde auch noch fleißig, obwohl ja laut Aussagen dieser komischen Küstenkicker der Platz unbespielbar sei. Der Schiri schaute sich die angebliche Kuhle im Spielfeld an und winkte nur ab...

Der Platz war aber mal wieder der Grund für unser Kommen. Der Ordner der mit der Kasse rumging, erklärte uns auch, dass der Gutsbesitzer in den 30ern eine militärische anmutende Mauer um seinen Schloßpark herum baute – mit Ecktürmen usw. – hinter deren Südende nun seit Jahrzehnten schon der Sportplatz liegt. Im Prinzip ist er nur eine Wiese im Schloßpark – und der ist mit seinen Bäumen, Büschen, Teichen, Brücken und Figuren ziemlich verwildert. Auch der Berliner, der nun im kleinen Schloss (Gutshaus) sitzt, bewegt nicht wirklich etwas. In der Halbzeit kann man übrigens auf der Mauerkrone entlang laufen und den ganzen Park umrunden – vom Sportplatz zum Schloss und wieder zurück. Nach dem Spiel schauten wir uns noch die Kirche mit dem Holzturm an. Schon ein echt interessanter Ort, dieses Roggendorf. SG Roggendorf 96 9:0 SG Dynamo Wismar (11th division, Schwerin/ North-West Mecklenburg) Ich zeigte meinem Vater dann das noch interessantere Gadebusch und wir gingen in Wismar in meinem Stammdöner essen; im Wiesenweg, sehr gut besonders für so eine kleine Hütte, und lustig wenn man mit zwei gesprächigen Arbeitern am einzigen Tisch sitzt... Dann schnell zur großen Sporthalle gegenüber des Kurt-Bürger-Stadions. Für angemessene 3€ (Rentner nur 1€) ging es hinein zur Mecklenburg-Vorpommern-Liga-Partie zwischen der TSG Wismar und dem HSV Grimmen. Auch diese Sporthalle wieder ein Knaller: typisches DDR-Foyer mit Treppenhaus mit Ritzen und dem typischen Plaste-Schutzüberzug am Geländer. Im Innenraum symmetrische Sprechertürme, eine Hintertor- und zwei Längstribünen mit schönen, bequemen Holzsitzen mit hoher Lehne. Das Spiel war mal wieder nicht so herausragend, beide Teams blockierten sich erst, die Torhüter die besten auf der Platte – in der zweiten Hälfte ging es mehr hin und her und nachdem sich erst ein Sieg für Grimmen abzeichnete, wurde zum Ende hin ein Sieg für Wismar klarer. Grimmen holte aber erneut auf und verlor nur sehr unglücklich und auch unverdient mit 28:27 in der Schlussminute. Das Schiedsrichtergespann lieferte hier eine sehr gute Leistung ab: die haben sich nicht von dem bescheuerten Gästetrainer bequatschen lassen. Grimmen spielte besonders hart, allerdings war Wismar auch nicht gerade sauber in ihren Aktionen, sodass beide Teams je einen Spieler durch mit Rot geahndetes grobes Foulspiel verloren. Hier wurde schon mehrfach mit Verletzungsabsicht (nicht nur Verletzung billigend) in den Mann gegangen... TSG Wismar 28:27 HSV Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern-Liga) Statistik:
- Grounds: 1.767 (4; diese Saison: 88 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.865 (4; diese Saison: 125)
- Tourkilometer: 250 (250 Auto)
- Saisonkilometer: 26.300 (24.570 Auto, davon 650 Mietwagen/ 770 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 35 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 536 Wochen.

Montag, 24. Oktober 2016

W534IV-V: Je zwei Mal Fußball und ein Mal Handball - von Rindern und Geflügel am Sportplatz und einer sanierten DDR-Halle

Hagenower SV ............................................. 23
HV Altentreptow ......................................... 24
- Datum: Sonntag, 22. Oktober 2016 – Beginn: 16.30
- Wettbewerb: Handball Landespokal Mecklenburg-Vorpommern, 2. Runde (Verbandsliga West gegen Verbandsliga Ost, jeweils 6. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 23-24 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 10-13
- Tore: NN
- Gelbe Karten: Nr. 3, 8, 13, Bank (Hagenow); Nr. 7, 8, 19 (Altentreptow)
- Zeitstrafen: Nr. 3, 7, 10 (Hagenow = 6 Minuten); Nr. 9, 13, 2x 19 (Altentreptow = 8 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sporthalle Otto Ibs (Kap. 500, davon 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 85 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Dürftiges Niveau, Duselsieg, aber sehr spannend)

SG Theodor Körner Lützow ............................ 2
SG Dynamo Schwerin II ................................... 1
- Datum: Sonntag, 23. Oktober 2016 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Schwerin/ Nordwest-Mecklenburg (11. Liga und unterste Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 96 Min. (47/49) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 12. Benjamin Pötsch, 2-0 52. Sven Koska, 2-1 54. Daniel Klein
- Verwarnungen: Florian Rathsmann (Theodor Körner); Felix Quint (Dynamo)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportstätte Theodor Körner Lützow, Pokrenter Straße (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Eher lahmes Spiel)

Ballsportverein Kessin 2000 ............................. 2
Gnoiener SV 1924 II .......................................... 1
- Datum: Sonntag, 23. Oktober 2016 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Warnow Staffel II (11. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 17. Daniel Obeng, 1-1 24. Niklas Graack, 2-1 59. Niklas Graack
- Verwarnungen: Nico Peters (Kessin); Daniel Winter, Elias Hoffmann (Gnoien)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz Bandelstorf (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Flottes und spannendes Spiel)

SSV Einheit Teterow ................................... 36
SG ESV Schwerin/ SG Banzkow-Leezen II 34
- Datum: Samstag, 22. Oktober 2016 – Beginn: 17.30
- Wettbewerb: Handball Landespokal Mecklenburg-Vorpommern, 2. Runde (Verbandsliga Ost gegen Verbandsliga West, jeweils 6. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 36-34 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 19-17
- Tore: NN
- Gelbe Karten: Nr. 5, 9, 11, Bank (Teterow); Nr. 6, 8 (Schwerin)
- Zeitstrafen: Nr. 9, 16, 22 (Teterow = 6 Minuten); 2x Nr. 6, Nr. 9 (Schwerin = 6 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sporthalle Gymnasium Teterow (Kap. 350, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 130 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Zumindest für diese Spielklasse ein hervorragendes Spiel!)

Laager SV 03 ..................................................... 1
Doberaner FC .................................................... 3
- Datum: Samstag, 22. Oktober 2016 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesliga Mecklenburg-Vorpommern Nord (7. Liga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 38. Grenz, 1-1 50. Klein, 1-2 65. Rosenkranz, 1-3 75. Grenz
- Verwarnungen: Kleindorff, Pieper (Laage); Küter, Alshtiwi (Bad Doberan)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz Laage (Kap. 2.150, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 55 (davon 40 zahlende und ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Besseres Mittelmaß, teils tolle Tore)

SV Union Sanitz 03 II ....................................... 2
Eisenbahnersportverein Lok Rostock 1948 II 0
- Datum: Samstag, 22. Oktober 2016 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Warnow Staffel II (11. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-0 nach 94 Min. (48/46) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 69. Möller, 2-0 73. Roder (Elfmeter)
- Verwarnungen, Platzverweise: Karten hatte der Schiri nicht dabei…
- Austragungsort: Heinz Ahrens Sportanlage (Groß Lüsewitz; Kap. 1.110, davon 10 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Schlechtes Spiel mit einer handvoll guter Szenen) BSV Kessin 2:1 Gnoiener SV II Photos with English Commentary:
a) Football in Sanitz - Groß Lüsewitz
b) Football in Laage
c) Handball in Teterow
d) Rostock Region: Groß Lüsewitz, Bandelstorf
e) Football in Bandelstorf (Kessin)
f) Football in Lützow (Theodor Körner)
g) Handball in Hagenow (typical GDR sports hall)
h) West-Mecklenburg: Groß Brütz, Grambow, Gottesgabe, Lützow
i) South-Mecklenburg: Hagenow
SV Hagenow 23:24 HV Altentreptow (Cup) Ein Blick aus dem Fenster ließ die Idee der Radtour nach Groß Lüsewitz und Laage platzen. Wir fuhren mit dem Auto ins Dorf bei Sanitz, wo neben der heimischen Eintracht Sanitz / Groß Lüsewitz auch die Zweite vom SV Union Sanitz Kreisklasse kickt. Heute war die Reserve von ESV Lok Rostock zugast. Der Heinz Ahrens Sportplatz ist mit seiner Holz-Wellblech-Überdachung (nur Stehplätze) und dem modernen Sportlerheim ganz interessant – idyllisch ist die dörfliche Umgebung, zu der auch ein Geflügelgatter direkt im Stadiongelände gehört. Das Spiel lohnte hingegen nicht das Kommen: wenige Torchancen, kaum Zusammenspiel, aber Sanitz als weniger schlechte Mannschaft brachte immerhin zwei Tore – eines davon aber per lächerlichem Elfer – zustande. Dass die anfänglichen Ruppigkeiten durch die Sanitzer nicht schlimmer wurden, war trotzdem verwunderlich: der Schiri hatte nämlich gar nichts im Griff und traf andauernd Fehlentscheidungen. Groß Lüsewitz: Union Sanitz II 2:0 ESV Lok Rostock II Wir schauten noch das schöne Renaissance-Schloss von Groß Lüsewitz an und gingen in Kavelstorf in dem Pizza-Imbiss an der Kirche indisch essen. Dann erreichten wir Laage, das wegen des Flugplatzes Rostock-Laage bekannt ist. Dort befindet sich ein recht stattliches Stadion mit Laufbahn, hohem Graswall, tollen Bäumen (Robinien und Eichen) und einer sechsreihigen Tribüne mit ein paar Schalensitzen vorm Vereinsheim. 3€ ist die Obergrenze an Eintritt, die für Landesliga MV genommen wird – in fast allen anderen Bundesländern werden 4 oder 5€ genommen, bei den meisten MV-Vereinen aber eher nur 2€. Das Spiel war ganz OK: in der ersten Halbzeit viel Leerlauf, nur ein schöner Flachschuss zum 0:1 und wieder etliche komische Schiedsrichterentscheidungen. Doch in der zweiten Hälfte waren die Schiris souverän und die Spieler besser: erst ein flacher Drehschuss ins Eck zum 1:1, dann ein toller 20m Knaller halbhoch neben den Pfosten und danach ein Scherenschlag zum 1:3 Endstand für den Gast aus Bad Doberan. Laager SV 03 1:3 Doberaner FC Da wir mit dem Auto unterwegs waren, fuhren wir noch nach Teterow, wo es für 2€ (ermäßigt nur 1€) ein hervorragendes Handball-Pokalspiel gab. Dafür, dass da zwei Verbandsligisten mittleren Niveaus spielten, war das ein wirklich tolles, schnelles und hochklassiges Spiel. Ein packendes Hin und Her, wo mal der Gastgeber vom SSV Einheit, mal der Gast von der HSG Schwerin-Leezen führte. Hier gab es von versehentlichen Kopfschmeißern bis hin zu genialen Drehwürfen ins lange Eck alles zu sehen! Natürlich gab es auch wieder abstruse Schiedsrichterentscheidungen zu sehen; mein Favorit für die Fehlentscheidung der Saison: ein Schweriner verliert den Ball, der rollt in den Kreis auf die Auslinie zwischen Tor und Ecke zu, der Schweriner hat keine Chance den Ball regelkonform zu erreichen, springt trotzdem in den Kreis und gefährdet dabei den Teterower Torwart, der den Ball wegschlagen will und weder Ball noch Gegner trifft, sondern nur aus der Bewegung heraus den Schweriner anrempelt. Es gibt eine Zwei-Minuten-Strafe gegen den Torwart, da er nach Aussage des Schiris den Schweriner hätte schlagen wollen… Aber auch hier: in Hälfte zwei wurden die Unparteiischen plötzlich souverän und fehlerfrei und die Mannschaften auch noch besser – nun kamen die Drehwürfe und tollen Paraden des älteren Schweriner Tormannes. Ein tolles Spiel, das mit 36:34 an die Teterower ging. Einheit Teterow 36:34 SG Schwerin-Leezen II * Grambow Am Sonntag hatten wir im Prinzip das gleiche Programm: ein bisschen Sightseeing, zwei Fußballspiele und ein Handballpokalspiel. Zuerst ging es mit Sightseeing los: der Dummerstorfer Ortsteil Bandelstorf besteht eigentlich nur aus einer handvoll hässlicher Eigenheime und einem Rittergut mit Fußballplatz auf einer ehemaligen Kuhweide – daher auch spaßhaft Kuhstall-Arena genannt – und das Gut hat halt architektonisch einiges zu bieten: ein Uhrturm, einige Backstein-Nebengebäude und v.a. das weiße Haupthaus mit Turm und Garten. Schließlich hat es auch noch den Platz neben den Kuhställen, umgeben von hohen Bäumen, umgepflügt von Maulwürfen, flankiert von Unkraut und Misthaufen, zu bieten. Das ist ein Dorfplatz wie er im Buche steht! Dort spielte die BSG Traktor Bandelstorf, später BSG Traktor Bandelstorf-Dummerstorf und nun seit 2000 der Ballspielverein Kessin, der aus dem 5km entfernten Dorf Kessin zu seinen Heimspielen anreist. Sicherlich haben es auch ein paar Spieler näher oder weiter, da sie aus Bandelstorf oder noch anderen Dörfern zwischen Kessin und Dummerstorf (letztere haben ja selber einen ganz guten Verein) kommen, doch in jedem Fall gibt es in Kessin keinen Sportplatz. Also wird in Bandelstorf Kreisklasse gegen die Reserve aus Gnoien gekickt. Das Spiel war natürlich nicht hochklassig, aber dafür flott und engagiert geführt. Es war auch spannend, da erst Gnoien mit einem Heber ihres ghanaischen Stürmers in Führung ging, die Kessiner aber mit einem Flachschuss zurückkamen und in der zweiten Hälfte die Partie mit einem halbhohen Schuss aufs kurze Eck über die Hände des Torwarts hinweg drehten. Es wurde auch mal kräftig gegrätscht und gerutscht, aber am Ende blieb das Spiel fair und fand mit dem Gastgeber einen verdienten Sieger. Der Schiedsrichter lieferte eine sehr gute Leistung ab. BSV Kessin 2:1 Gnoiener SV II Weiter ging es nach Westen: erstmal Besichtigungen – Kirche und Gutshof Groß Brütz, Gut mit Jagdschloss und Gestüt (heute auch als Jagdschule genutzt) Grambow und Lützow (beim Fußball wurde uns erklärt, dass das voll sanierte Schloss einem Hamburger Unternehmer gehört und der alte Sportplatz am Schlosspark kaum noch genutzt wird) – und dann Fußball bei einem der wenigen deutschen Vereine, der nach einer historischen Person heißt: dem SV Theodor Körner Lützow. Der Militär, Philosoph und Dichter Körner fiel unweit von Lützow in einer Schlacht gegen napoleonische Truppen. Der Ort heißt wohl auch nach dem Freikorps Lützow. Der neue Platz von Lützow ist etwas kahl und weitläufig – für die untalentierten Kreisklassekicker sind die Abmessungen viel zu groß. Der Graswall ist aber immerhin spektakulär und bietet einen tollen Blick übers Spielfeld. Zugast in der untersten Liga war die Reserve von Dynamo Schwerin. Lützow ging mit einem verwerteten Abpraller in Führung und spielte nach der Pause das 2:0 gut heraus. Kurz darauf die einzige richtig gute Szene der Gäste, schön gedreht am Gegner vorbei und flach ins lange Eck zum 2:1. Der gute, wenn auch sicher ab und an daneben liegende, Schiedsrichter ließ zwar viel nachspielen, aber es blieb beim 2:1. Theodor Körner Lützow 2:1 Dynamo Schwerin II Wir schafften es noch rechtszeitig zum Handball nach Hagenow, ein ganzes Stück südlich von Schwerin. Dort ist die Sporthalle der beste Ground im Ort. Die DDR-Halle wurde saniert, doch sowohl die Holzbänke mit Lehne, als auch die Heizkörper, Geländer, Deckendämmungen und Backsteinverzierungen sind noch original. Architektonisch ein ganz tolles Bauwerk, das notwendige Nachrüstungen (Holzverkleidungen vor die Heizkörper am Spielfeldrand, Prallschutz an den Wänden und Pfeilern, neue Doppelglasfenster aus energietechnischen Gründen usw. – also alles, was bei dem typischen DDR-Standard gefehlt hat) erfahren hat. Bei freiem Eintritt bekam man leider nur eine schwache Partie des Verbandsliga-West Abstiegskandidaten Hagenow und des Verbandsliga-Ost Spitzenteams Altentreptow geboten. Langsam, technisch unbedarft, viele Fehlwürfe. Der Gast lag meistens in Führung, doch wenigstens kämpfte sich Hagenow immer wieder zurück. In den letzten 10 Minuten gingen sie sogar zwischenzeitlich mal in Führung. Doch dilettantische Fehler und eine miserable Siebenmeterquote von 20% (1 von 5) sorgten für eine 23:24-Niederlage. Der Altentreptower Sieg kann aber umgekehrt auch nur als glücklich und wenig verdient bezeichnet werden. Nach dem Spiel schauten wir uns noch etwas in der Altstadt um. Backstein, teilweise auch mit schönem Fachwerk, dominierte dort. Über Landstraßen ging es in weniger als 2 Stunden nach Rostock zurück. SV Hagenow 23:24 HV Altentreptow (Cup) Statistik:
- Grounds: 1.752 (3+3; diese Saison: 73 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.849 (3+3; diese Saison: 109)
- Tourkilometer: 180+290 (Auto)
- Saisonkilometer: 24.620 (22.890 Auto, davon 650 Mietwagen/ 750 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 24 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 534 Wochen.