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Sonntag, 4. Dezember 2016

W540VI: Keiner mag Dynamo, Handballhalle mit Fraktal-Fassade, Rekordmeister im Frauenvolleyball

SG Dynamo Wismar ...................................... 0
SV Lüdersdorf 96 ........................................... 4
- Datum: Samstag, 3. Dezember 2016 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Nordwest-Mecklenburg (11. und unterste Spieklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-4 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 44. Marcus Kleinschmidt, 0-2 55./ 0-3 56./ 0-4 87. Domenik Qualmann
- Gelbe Karten: 2x Rene Palesch, 1x Oliver Jürß (Dynamo)
- Rote Karten: Rene Palesch von Dynamo (77. Foul, Trikotausziehen – Gelb-Rot)
- Austragungsort: Sportplatz an der Bebberwiese Dargetzow (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: 8 (3 Heimfans, 4 Gästefans, 1 Neutraler)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel)

SV Grün-Weiß Schwerin wjC ..................... 30
SV Matzlow Garwitz wjC ............................ 20
- Datum: Samstag, 3. Dezember 2016 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: C-Juniorinnen Oberliga Mecklenburg-Vorpommern (1. U15-Mädchenhandball-Liga)
- Ergebnis: 30-20 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 13-11
- Tore: NN
- Gelbe Karten: Nr. 3, 7, 11 (Schwerin); Nr. 13, Trainer (Matzlow)
- Zeitstrafen: Nr. 7 (Schwerin = 2 Minuten); Nr. 9, 13, 14 (Matzlow = 6 Minuten)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sporthalle an der Reiferbahn (Kap. 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Passables Juniorenspiel)

Schweriner Sport Club .................................. 3
VfB 91 Suhl ..................................................... 0
- Datum: Samstag, 3. Dezember 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: 1. Frauen-Volleyballbundesliga
- Ergebnis: 3-0 nach 78 Min. (28/28/22) – Sätze: 25-21, 25-23, 25-13 (= 75:57)
- Strafen: keine
- Austragungsort: Palmberg Arena (Kap. 2.000, davon 1.400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.650 (offiziell 1.732, davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Durchwachsenes, aber überwiegend auf hohem Niveau ausgetragenes Spiel) Dynamo Wismar 0:4 SV Lüdersdorf Photos with English Commentary:
a) Amateur Football: Dynamo Wismar v SV Lüdersdorf
b) Girls’ Handball: Grün-Weiß Schwerin v Matzlow-Gerwitz
c) Women’s Volleyball: Schweriner SC v VfB Suhl
d) Wismar: Sports Venues

Samstag bin ich erstmal alle Sportanlagen in Wismar, die ich noch nicht fotografiert hatte, abgefahren und dann zum Spiel von Dynamo Wismar im Ortsteil Dargetzow. Dort erreicht man auf einem ganz engen Weg zwischen den Häusern hindurch den unangenehmen schwarzen Ascheplatz, der inmitten saftiger, wuchender Wiesen steht. Das Sportlerheim war verwaist, Zuschauer gab es auch fast keine. Gerade mal drei Heimfans, etwas mehr Gäste aus Lüdersdorf. Aber drei Ordner – offenbar um die Spieler des Problemvereins ruhig zu halten. Die benahmen sich heute aber ganz gut, verloren nur mal wieder. Nachdem sie gleichwertig waren, gerieten sie kurz vor der Pause in Rückstand und zeigten in der zweiten Hälfte nichts mehr. Schnell stand es 0:3, kurz vor Ende das 0:4. Da war Dynamo wiedermal nur zu zehnt: ein in der ersten Hälfte mit Gelb verwarnter wird zum Auswechseln gerufen, zieht das Trikot aus und geht runter – Schiri Müller geht hinterher, zeigt Gelb-Rot wegen Trikotausziehens. Regelkonform, aber wer die v.a. in der ersten Hälfte völlig einseitigen Regelauslegungen gegen Wismar bemerkt hat, erkannte in der Entscheidung ausschließlich Boshaftigkeit. Dynamo benimmt sich öfter mal daneben – die Schiedsrichter haben die Typen halt auf dem Kicker. Der milchgesichtige Unparteiische hätte auch einfach hingehen können, dem 10er sagen, dass er ihm eigentlich gelb-rot geben müsste, er aber einfach schnell zum Auswechseln runtergehen soll. Grün-Weiß Schwerin wjC 30:20 SV Matzlow-Garwitz wjC Dann ging es nach Schwerin. Dort interessierte mich die Sporthalle Reiferbahn, die vom Architekturbüro Jäger und Jäger aus Schwerin entworfen wurde. Leider entpuppte sich die Halle als Mogelpackung: außen genial mit Fraktal-Architektur mit geschwungenen Fassadenelementen gestaltet – innen außer bei der Fensterwand nur 0815 mit starken Sichtbehinderungen auf der Obertribüne und wackliger Untertribüne. Jäger und Jäger sind halt keine Weltklasse-Architekten wie Hinrich Baller, der die Lili-Hennoch-Sporthalle in Berlin entwarf. Das Spiel war mir relativ egal: war halt C-Juniorinnen zwischen dem renommierten Frauenhandballverein SV Grün-Weiß Schwerin und dem SV Matzlow Garwitz. Die Gäste hielten lange gut mit, brachen aber in der zweiten Hälfte ein. 30:20 war auch in der Höhe so angemessen. Das Publikum – also Eltern von Spielern beider Teams – ging gut mit. Schweriner SC 3:0 VfB Suhl Dann ging es weiter zur „Palmberg Arena“. Schön in der von-Flotow-Straße geparkt und bei mittlerweile 4 Grad unter Null zur Halle ein kleines Stück gelaufen. Die von der Schönberger Büromöbelfirma gesponsorte Arena ist architektonisch etwas glatt und grau in grau, aber die VIP-Loge ist gut gemacht und die Tribünen sind praktisch mit freier Sicht. Das Spiel gegen Suhl war für den Rekordmeister in den ersten beiden Sätzen schwer, immer wieder auch klare Fehler der Schwerinerinnen, aber im dritten Satz spielten sie stark auf und nach 78 Minuten war das Spiel auch schon mit 3:0 beendet. Dynamo Wismar 0:4 SV Lüdersdorf Statistik:
- Grounds: 1.801 (3; diese Saison: 122 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.900 (3; diese Saison: 160)
- Tourkilometer: 200 (200 Auto)
- Saisonkilometer: 31.320 (29.330 Auto, davon 650 Mietwagen/ 1.030 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 50 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 540 Wochen.

Donnerstag, 24. November 2016

W539Ib: Freizeitturnier in gefährlicher Halle

4. Spieltag der Hallenmeisterschaft des Breitensportverbandes Wismar
- Datum: Mittwoch, 23. November 2016 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Spieltag der Hallenfußballliga des Breitensportverbandes Wismar (Freizeitliga)
- Ergebnisse: Nankatsu Galaxy 0:0 Dargetzower SV, Dynamo Wismar 1:0 PGH Motor, Nankatsu Galaxy (0:0/ Abbr. 3.) PGH Motor, Dynamo Wismar 1:1 Dargetzower SV, Dargetzower SV 0:0 PGH Motor, Nankatsu Galaxy 1:2 Dynamo Wismar
- Strafen: keine
- Austragungsort: Alte Sporthalle Friedenshof (Berthold-Brecht-Halle, Alte Sporthalle der Hochschule/ Käthe-Kollwitz-Promenade; Kap. 50, davon 25 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (überwiegend pausierende Spieler)
- Unterhaltungswert: 2,5/10 (Mit Abstand bestes und einziges gutes Spiel: Nankatsu Galaxy - Dynamo Wismar, der Rest mäßig bis unterirdisch) 4. Spieltag der Hallensaison des BSV Wismar Photos with English Commentary:
Indoor Football: Wismar Indoor Football League

In Wismar gibt es eine relativ rege Sportszene. So gibt es auch einen eigenen Breiten- und Freizeitsportverband, der eine Kleinfeld- und eine Hallenfußballmeisterschaft organisiert. Hallenfußball findet immer so Anfang November bis Ende Februar jeden Mittwochabend um 20 Uhr in der alten Sporthalle der Hochschule (Käthe-Kollwitz-Promenade, auch als (Alte) Sporthalle Berthold-Brecht-Schule oder (Alte) Sporthalle Friedenshof bekannt) statt. Die beiden Sporthallen hinter dem Hochschulsportplatz sind offenbar baugleich: in der von den Freizeitkickern genutzten Halle fiel der kastenförmige, enge Backsteinbaustil auf. Die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen (keinerlei Prallschutz, hereinragende Sprossenwände und Bänke, Gitter an gefährlichen Stellen, fehlende Abdeckungen) sollten dann auch auffallen.

Heute trafen in den sechs Spielen (1x15 Minuten) vier der sieben Teams der Liga aufeinander. Nankatsu Galaxy und die Dargetzower Jungs (die Freizeittruppe vom Dargetzower SV, dessen Wettkampfmannschaft in der Kreisliga NWM spielt) spielten in einem grauenhaften Kick 0:0. Dann gewann Dynamo Wismar ein mäßiges Spiel mit 1:0 gegen PGH Motor. Die Motoristen trafen dann auf Nankatsu Galaxy und einer leistete sich ein folgenschweres Foul nach 3 Minuten und stieß einen von Galaxy an der Auslinie mit offensichtlicher Absicht in die Seite, war dann aber selber schockiert, als der Gegenspieler mit dem Kopf vor ein idiotisch gebautes Fenstergitter der Hallenwartkabine knallte und eine stark blutende Kopfwunde davon trug. Das Spiel wurde beim Stand von 0:0 abgebrochen, nachdem etwa 15 Minuten vergingen, ehe der Gefoulte ambulant behandelt werden konnte. Zum Glück schien es nicht so schlimm gewesen zu sein: nach der Behandlung war er wieder zum Zugucken in der Halle. Dynamo Wismar und Dargetzow trafen dann aufeinander – deren Wettkampfmannschaften teilen sich übrigens einen Fußballplatz (Bebberwiese) – und spielten ein halbwegs ansehnliches 1:1 heraus. Dann der nächste Grottenkick zwischen Dargetzow und PGH Motor – hier aber auch wieder Ärger mit den Motoristen nach einem unmotivierten und ungestraften Foul, aber diesmal verletzte sich zum Glück keiner. Das letzte Spiel des Tages war ein offener Schlagabtausch und mit weitem Abstand das beste – da auch einzig gute – Spiel: Nankatsu Galaxy hielt gut mit gegen Dynamo Wismar, verlor aber durch zwei schöne Tore aus dem Lauf heraus mit 1:2. 4. Spieltag der Hallensaison des BSV Wismar Statistik:
- Grounds: 1.782 (1; diese Saison: 103 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.880 (1; diese Saison: 140)
- Tourkilometer: 120 (120 Auto)
- Saisonkilometer: 30.420 (28.620 Auto, davon 650 Mietwagen/ 840 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 42 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 539 Wochen.

Montag, 7. November 2016

W536V: Historische Handballhallen und Fußball im Schlosspark

Der Blog vom Samstag, den ich erst vergessen hatte (der Beitrag vom Sonntag befindet sich darunter):

TSG Wismar ................................................. 28
HSV Grimmen 92 ......................................... 27
- Datum: Samstag, 5. November 2016 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Mecklenburg-Vorpommern-Liga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 28-27 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 12-10
- Tore: NN
- Gelbe Karten: Nr. 9, 11, 67, Bank (Wismar); Nr. 14, 17, Bank (Grimmen)
- Zeitstrafen: Nr. 6, 11, 21, DQ 19 (Wismar = 8 Minuten); 2x Nr. 11+DQ, 2x Nr. 17, 2x Nr. 10, Nr. 3 (Grimmen = 16 Minuten)
- Platzverweise: Nr. 19 von Wismar (42. Min./ grobes Foul); Nr. 11 (58. Min./ Grobes Foul)
- Austragungsort: Große Sporthalle Wismar (Kap. 1.300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 25 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Über weite Strecken schwaches, aber am Ende richtig spannendes und emotionales Spiel)

SG Roggendorf 96 ........................................... 9
SG Dynamo Wismar ....................................... 0
- Datum: Samstag, 5. November 2016 – Beginn: 14.10
- Wettbewerb: Kreisklasse Schwerin/ Nordwest-Mecklenburg (11. und unterste Liga)
- Ergebnis: 9-0 nach 93 Min. (47/46) – Halbzeit: 5-0
- Tore: 1-0 7. Sebastian Wilk, 2-0 20. Chris Paulsen, 3-0 22. Omar Alkhatib, 4-0 34./ 5-0 43./ 6-0 48./ 7-0 61./ 8-0 85. Benjamin Wilk
- Verwarnungen: Max Berndt, Robert Rüdiger Pröll, Sebastian Wilk (Roggendorf); Thomas Jonitz, Justin Körner, Rene Palesch (Dynamo W.)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Schloßpark Roggendorf (Kap. 1.050, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Wismar nur am rumprollen mit ihren neun Mann, Roggendorf hätte viel höher gewinnen müssen – aber unterhaltsam war der Kick auf alle Fälle!)

HSG ESV Schwerin/ Banzkow-Leezen D .. 11
Hagenower SV D .......................................... 12
- Datum: Samstag, 5. November 2016 – Beginn: 12.15
- Wettbewerb: Bezirksklasse West, Männliche Jugend D (2. und unterste Handballliga der U13)
- Ergebnis: 11-12 nach 40 Min. (20/20) – Halbzeit: 5-5
- Tore: NN
- Gelbe Karten: Nr. 2, 4, 6 (alle Hagenow)
- Zeitstrafen: Nr. 9 (Leezen = 2 Minuten); 2x Nr. 2, Nr. 4, 6, 7, 9 (Hagenow = 12 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sporthalle Schlossstraße Leezen (Kap. 300, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Also bei dem Geeier kann mann nur sagen: das ist noch viel Luft nach oben...)

Sternberger HV C ....................................... 26
TSG Wismar C ............................................. 24
- Datum: Samstag, 5. November 2016 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Bezirksliga West, Männliche Jugend C (3. und unterste Handballliga der U15)
- Ergebnis: 26-24 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 10-13
- Tore: NN
- Gelbe Karten: Nr. 3, 14 (Sternberg)
- Zeitstrafen: 2x Nr. 13 (Sternberg = 4 Minuten); Wismar = 0 Minuten
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sporthalle am Finkenkamp (Kap. 150, davon 75 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes und enges Spiel) SG Roggendorf 96 9:0 SG Dynamo Wismar (11th division, Schwerin/ North-West Mecklenburg) Photos with English Commentary:
a) Handball U15: Sternberger HV v TSG Wismar
b) Handball U13: SG Schwerin/ Leezen v Hagenower SV (+ Leezen Estate)
c) Amateur Football: Roggendorf v Dynamo Wismar (+ Roggendorf Estate)
d) Amateur Handball: TSG Wismar v HSV Grimmen

Mal wieder ein Samstag voller neuer Grounds, heute ganz im Zeichen historischer und ungewöhnlicher Handballhallen und Fußballplätze. Zuerst ging es nach Sternberg in der Mitte Mecklenburgs: dort ist, durch idiotische Beschilderung und mangelnde Hausnummern schwer zu finden, hinter einer Schule eine große, alte DDR-Sporthalle zu finden. Im Finkenkamp heißt die Hütte, ist langgestreckt und hoch, hat zwar keine Tribüne, aber eine Empore mit Holzbänken und tollem Treppenhaus, schöne Glastüren zum Foyer in dem auch ein Kunstwerk mit Sportmotiven hängt und eine schöne Holzverkleidung im Innenraum. Auch der Zeitnehmertisch scheint noch original aus den 60ern oder so zu stammen. Das Spiel der beiden C-Junioren Mannschaften – Sternberger HV (ehemals SV Aufbau Sternberg) und TSG Wismar – war ziemlich flott und gut. Es wogte hin und her, erst zog Sternberg davon, dann brachen sie ein und Wismar schien bis in die Schlussphase hinein besser, doch in den letzten sieben, acht Minuten drehte der Gastgeber noch mal das Spiel und gewann am Ende unter den Anfeuerungen der Eltern und Vereinskameraden mit 26:24, was auch nicht unverdient war. Sternberger HV C 26:24 TSG Wismar C In Leezen, östlich am Schweriner See gelegen, gingen wir schnell etwas einkaufen und schauten uns den knallgelben Gutshof an. Hinter dem Gutshof liegt der Sportplatz, neben einem neobarocken oder klassizistischen Nebengebäude wurde eine Sporthalle errichtet, die ihrer Anschrift „Schlossstraße“ alle Ehre macht: OK, die primitive Klapp-Tribüne ist etwas dürftig, aber die Säulenreihe auf der Mannschaftsseite ist einfach genial! Die Halle wurde wohl komplett neu gebaut, aber möglicherweise nach altem Vorbild. Das Spiel war dann leider unterirdisch, also auch wenn man bei D-Jugend keine hohen Maßstäbe ansetzen sollte: 5-5 nach 20 Minuten und bei den Würfen und der Technik... Am Ende gewann die genauso schlechte Mannschaft aus Hagenow glücklich mit 11:12 trotz 11:10-Rückstand in der 38. Minute. Ich gönne es den Hagenowern aber, da der kleinlich und mehrfach auch noch falsch pfeifende Schiedsrichter merklich die Gastgeber von der HSG Schwerin/ Leezen bevorteilte. 2 zu 12 Strafminuten sind schon auffällig – wenn man gesehen hat, für was die gegen die nur mit 7 Spielern erschienen Hagenower verhängt wurde, dann waren die teilweise richtig auffällig! SG Schwerin/ Leezen D 11:12 Hagenower SV Ganz anders war übrigens der Schiedsrichter beim Fußball in Roggendorf bei Gadebusch. Dort hatte ein gewisser Sportfreund Bade alles im Griff: souverän, richtig entscheidend und durchgreifend gegen die ständig rumprollenden Gäste aus Wismar! Die SG Dynamo aus Wismar hatte das Problem, zum wiederholten Male nur zu neunt erschienen zu sein. Von Beginn an ging die Partie nur in eine Richtung: aufs Dynamo-Tor – nur selten gelangen Entlastungsangriffe, aber auch nie erfolgreich. Schnell hatten ein junger Roggendorfer, ein klassischer Kreisklassestürmer (hohes Kampfgewicht, aber geschickt vorne rumstehen und den Ball reinmachen) und ein junger Syrer – einer der beiden ausländischen Sportfreunde auf dem Feld – zum 3:0 vorgelegt. Dann begann die Show von Benjamin Wilk, der für seine Roggendorfer erst doppelt traf und in Hälfte zwei gleich vier Mal. Mit dem 9:0 war Wismar noch gut bedient: Roggendorf spielte nämlich echt nicht überragend. Aber Wismar war nicht nur aufgrund der zwei Mann weniger chancenlos: die waren auch nur am untereinander vollmaulen, den Gegner vollmaulen, den Schiri vollmaulen, die Fans vollmaulen... Da wurde Zuschauern der Fickfinger gezeigt, Gegenspieler angepöbelt was v.a. nach Abpfiff noch zu einer Rudelbildung führte und einmal auch den Schiri zu einem Schubser provozierte als er zwischen zwei Spielern stand die sich an den Kragen wollten. Reingegrätscht wurde auch noch fleißig, obwohl ja laut Aussagen dieser komischen Küstenkicker der Platz unbespielbar sei. Der Schiri schaute sich die angebliche Kuhle im Spielfeld an und winkte nur ab...

Der Platz war aber mal wieder der Grund für unser Kommen. Der Ordner der mit der Kasse rumging, erklärte uns auch, dass der Gutsbesitzer in den 30ern eine militärische anmutende Mauer um seinen Schloßpark herum baute – mit Ecktürmen usw. – hinter deren Südende nun seit Jahrzehnten schon der Sportplatz liegt. Im Prinzip ist er nur eine Wiese im Schloßpark – und der ist mit seinen Bäumen, Büschen, Teichen, Brücken und Figuren ziemlich verwildert. Auch der Berliner, der nun im kleinen Schloss (Gutshaus) sitzt, bewegt nicht wirklich etwas. In der Halbzeit kann man übrigens auf der Mauerkrone entlang laufen und den ganzen Park umrunden – vom Sportplatz zum Schloss und wieder zurück. Nach dem Spiel schauten wir uns noch die Kirche mit dem Holzturm an. Schon ein echt interessanter Ort, dieses Roggendorf. SG Roggendorf 96 9:0 SG Dynamo Wismar (11th division, Schwerin/ North-West Mecklenburg) Ich zeigte meinem Vater dann das noch interessantere Gadebusch und wir gingen in Wismar in meinem Stammdöner essen; im Wiesenweg, sehr gut besonders für so eine kleine Hütte, und lustig wenn man mit zwei gesprächigen Arbeitern am einzigen Tisch sitzt... Dann schnell zur großen Sporthalle gegenüber des Kurt-Bürger-Stadions. Für angemessene 3€ (Rentner nur 1€) ging es hinein zur Mecklenburg-Vorpommern-Liga-Partie zwischen der TSG Wismar und dem HSV Grimmen. Auch diese Sporthalle wieder ein Knaller: typisches DDR-Foyer mit Treppenhaus mit Ritzen und dem typischen Plaste-Schutzüberzug am Geländer. Im Innenraum symmetrische Sprechertürme, eine Hintertor- und zwei Längstribünen mit schönen, bequemen Holzsitzen mit hoher Lehne. Das Spiel war mal wieder nicht so herausragend, beide Teams blockierten sich erst, die Torhüter die besten auf der Platte – in der zweiten Hälfte ging es mehr hin und her und nachdem sich erst ein Sieg für Grimmen abzeichnete, wurde zum Ende hin ein Sieg für Wismar klarer. Grimmen holte aber erneut auf und verlor nur sehr unglücklich und auch unverdient mit 28:27 in der Schlussminute. Das Schiedsrichtergespann lieferte hier eine sehr gute Leistung ab: die haben sich nicht von dem bescheuerten Gästetrainer bequatschen lassen. Grimmen spielte besonders hart, allerdings war Wismar auch nicht gerade sauber in ihren Aktionen, sodass beide Teams je einen Spieler durch mit Rot geahndetes grobes Foulspiel verloren. Hier wurde schon mehrfach mit Verletzungsabsicht (nicht nur Verletzung billigend) in den Mann gegangen... TSG Wismar 28:27 HSV Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern-Liga) Statistik:
- Grounds: 1.767 (4; diese Saison: 88 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.865 (4; diese Saison: 125)
- Tourkilometer: 250 (250 Auto)
- Saisonkilometer: 26.300 (24.570 Auto, davon 650 Mietwagen/ 770 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 35 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 536 Wochen.