Die U21-Weltmeisterschaft im Handball findet derzeit in Deutschland
und Griechenland statt. Ja, Deutschland und Griechenland. Macht natürlich
super Sinn, diese geographische Einteilung. Natürlich auch hervorragend, dass
in Athen bei der griechischen Auswahl so 500 bis 600 Zuschauer kommen und bei
den anderen Partien zwischen 50 und 75. Eine echte Handballnation. Keine
Ahnung, was die Griechen da wieder an Schmiergeld gezahlt haben, um vier
Vorrundengruppen und einige Zwischenrunden- und Platzierungsspiele zu
erhalten... In Deutschland kommen selbst bei uninteressanten Partien mehrere
Hundert meist sogar über 1.000 Zuschauer in Hannover, Magdeburg und Berlin
zusammen. Allerdings ist auch in Deutschland manches kritikwürdig: Die drei
Hallen sind außer für Deutschland- und Finalspiele völlig überdimensioniert.
Wahrscheinlich ist die IHF aber so größenwahnsinnig und nicht der DHB. Der
DHB steht aber in der Verantwortung für die schlechten Fanartikel. Ich habe
Abstand von deren Kauf genommen, da das Design und der penetrante Aufdruck
des Verbandslogos abstoßend sind und die Qualität – wie leider schon seit
längerem gewohnt, auch z. B. aus der Fußballbundesliga – offenbar chinesisch ist.
Verglichen mit der Qualität der Fanartikel von US-Profiligen (Major League
Soccer usw. – dort wird aber auch wenigstens in den USA produziert und das
Zeug ist nicht teurer als in Deutschland) ist das deutsche Merchandising
durchweg schlechter. Die Eintrittspreise waren sehr fair: oft nur 5€ für zwei
Spiele, bei Deutschland in der Vorrunde 15€. Allerdings konnten nur Onlinetickets
gelöst werden, hier sollten wohl Personalkosten gespart werden. In Magdeburg
war das für einen Rentner am Einlass sehr ärgerlich: Der hatte nämlich kein
Smartphone und musste daher kurz vor Anwurf noch jemanden finden, der ein
Ticket für ihn schnell online kauft und dann sein Bargeld dafür annimmt.
Ansonsten fiel mir auf, dass die Ordner zurückhaltend Präsenz zeigten und ein
sehr faires und dennoch begeistertes Publikum in Magdeburg und Hannover
zugegen war. Das ist auch beim Handball nicht selbstverständlich, zumindest
nicht im Ligenbetrieb – ich war aber noch nie bei einem Länderspiel der
Deutschen vor diesem U21-Match gegen Libyen. |
Photos with English commentary (FLICKR): a)
Handball Under-21 World Cup in Hanover: Germany vs. Libya, Brazil vs. Costa Rica b) Handball Under-21 World Cup in Magdeburg: France vs. Poland, Faroes vs. Spain |
Brasilien (U21) |
38:17 (22:9) |
Costa Rica (U21) |
-
Datum: Dienstag, 20. Juni 2023 – Beginn: 17.15 - Statistiken: Handball-Weltverband -
Austragungsort: Stadionsporthalle Hannover (sog. Swiss Life Hall, Kap. 4.460
Sitzplätze) |
Der erste Tag der WM war der Dienstag, 20. Juni. Dort fanden in
Magdeburg und Hannover leicht zeitversetzt jeweils vier Vorrundenspiele
statt. Wir hatten Karten für die beiden Abendpartien in Hannover besorgt,
wobei die Abendsession schon 17.15 begann. Für die hier antretenden Teams ist
das ja noch früher Nachmittag... Brasilien traf auf Costa Rica; eine der
besseren Handballnationen vom amerikanischen Kontinent, wo dieser Sport stets
weit hinter Sportarten wie Fußball, Baseball, Volleyball oder Basketball
zurücksteht, gegen ein ganz kleines Licht des Handballs. Die völlig
einseitige Partie wurde nach 16:8 Halbzeitstand mit 38:17 von den
Brasilianern gewonnen. Diese zeigten auch etliche schöne Spielzüge und Würfe
und konnten sich so immerhin in die Platzierungsrunde für die Ränge 11-16
retten. |
Deutschland (U21) |
35:14 (18:4) |
Libyen (U21) |
-
Datum: Dienstag, 20. Juni 2023 – Beginn: 19.30 - Statistiken: Handball-Weltverband -
Austragungsort: Stadionsporthalle Hannover (sog. Swiss Life Hall, Kap. 4.460
Sitzplätze) |
Dann das Highlight heute. Deutschland bekam eine einfache Gruppe
zugespielt oder zugelost. Nur nordafrikanische Teams, darunter die ganz guten
Tunesier und Algerier (die aber hinter Ägypten als einziger Weltklassenation
im Handball außerhalb Europas weit zurückstehen) aber auch die schwachen
Libyer. Und diese hatte die DHB-U21-Auswahl heute vor der Brust. Libyen
begann gut, doch Deutschland hatte sich schnell darauf eingestellt. Nach
zwischenzeitlicher 1:2-Führung war nur noch Deutschland am Drücker. Libyen
einfallslos und extrem schwach in der Offensive. Nur der Torwart war wirklich
gut, sodass aus dem 18:4 bei Halbzeit nichts noch schlimmeres als ein 35:14
wurde. Nach diesem Abend war allerdings auch klar: Die Handballmafia IHF
sollte ihre Weltmeisterschaften nicht so unsinnig auf 32 Teams inflationär
aufdunsen. Mehr als 16 Teams haben keine Weltklasse. Außerhalb Europas hat
nur Ägypten Weltklasse und ein bisschen konkurrenzfähig sind nur noch
Brasilien, Tunesien, Algerien, Katar, Japan und Südkorea oder so. So sehr ich
Grönland auch schätze, aber wenn die 63:13 gegen Bahrain verlieren oder eben
auch Libyen und Costa Rica heute – die sind ja nur zum Sporturlaub bei der
WM, dabei sein ist alles... Beim Fußball mittlerweile undenkbar, dass in
einer WM zweistellige Ergebnisse erzielt werden. Die Leistungsunterschiede
der beiden Teams heute sind ja vergleichbar mit einem 11:0 oder 12:1 im
Fußball. Das gab es nur ein einziges Mal bei einer Fußball-WM: 1982 in
Spanien (Ungarn 10:1 El Salvador). Die IHF sollte da nachsteuern, denn sowohl
bei U21 als auch bei Männer- und Frauen-WMs sind gut ein Viertel der
Vorrundenergebnisse einfach abstrus, weil etliche Teams zu schwach sind! |
Frankreich (U21) |
37:33 (20:19) |
Polen (U21) |
-
Datum: Freitag, 23. Juni 2023 – Beginn: 18.15 - Statistiken: Handball-Weltverband -
Austragungsort: Bördelandhalle Magdeburg (sog. GETEC Arena, Kap. 6.600, davon
5.900 Sitzplätze; heute 5.500 Sitzplätze nutzbar) |
In Magdeburg gab es dann wirklich richtig guten Handball am
Freitag zu sehen. An den letzten (also dritten) Spieltagen der
Vorrundengruppen gab es auch mehrere Entscheidungen, wie hier zwischen Polen und
Frankreich um den Einzug in die Runde der letzten 16. Dass Deutschland 3
afrikanische Nationen in seiner Gruppe hat, aber Frankreich, Kroatien und Polen
als drei sehr starke europäische Nationen sich gegenseitig ausschalten, ist
natürlich eine Farce und wahrscheinlich von der IHF so gewollt. Die
ausgeglichene Partie wurde bis zum Schluss von den leicht besseren Franzosen
insofern bestimmt, als dass sie immer wenige Tore Vorsprung hatten. Das
spektakuläre 37:33 sorgte fürs Weiterkommen mit Kroatien zusammen. |
Spanien (U21) |
31:34 (10:21) |
Färöer (U21) |
-
Datum: Freitag, 23. Juni 2023 – Beginn: 20.15 -
Statistiken: Handball-Weltverband -
Austragungsort: Bördelandhalle Magdeburg (sog. GETEC Arena, Kap. 6.600, davon
5.900 Sitzplätze; heute 5.500 Sitzplätze nutzbar) |
Überraschenderweise noch besser war das Abendspiel, wegen dem wir
überhaupt nach Magdeburg fuhren. Färöer war mit zwei Siegen gegen Angola und
Japan gestartet, Spanien hatte die beiden Länder ebenfalls besiegt, aber mit
etwas weniger Toren Unterschied. Nun zeigten die Färöer eine ganz kuriose
Taktik. Eigentlich geht es mir auf den Sack, wenn ständig der Torwart
rausgeht und ein 7. Feldspieler rein – aber wenn man das System so gut spielt
wie die Färöer, kann man auch mal 4, 5 Empty-Net-Tore kassieren. Unglaublich,
dieses Tempo bei den Wechseln und die konsequente Spielweise der Färinger!
Eine fantastische Leistung, die sich in bis zu 12 Toren Vorsprung
manifestierte! Am Ende wurde es noch mal knapp, aber die hervorragende Partie
endete mit einem 31:34 Sieg der Färinger. 50.000 gegen fast 50.000.000, in der Halle waren gut 150 Färinger und viele Deutsche auf deren Seite, nur eine lächerliche Gruppe von gut 10 Spaniern war zugegen. Auswärts fahren die Iberer nie groß rum, ganz schwach! Färöer hat übrigens ab der neuen Saison zwei Bundesligaspieler. Ich hoffe das Beste für die beiden, auch wenn sie zu scheiß Vereinen gegangen sind. Die Färöer spielen übrigens um die Ränge 5 bis 8, nachdem sie nach zwei weiteren Siegen im Viertelfinale Serbien 27:30 unterlagen. |
Statistik: - Grounds: 3.407 (0; diese Saison: 277 neue) - Sportveranstaltungen: 4.814 (4; diese Saison: 333) - Tourkilometer: 190km (190km Auto) - Saisonkilometer: 60.940 (42.190 Auto, davon 9.030 Mietwagen/ 15.060
Flugzeug/ 3.630 Fahrrad/ 60 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 50
[letzte Serie: 12, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit:
Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 130 Wochen in
Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen
von KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |
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Donnerstag, 29. Juni 2023
W3.0130I&III: Einige Eindrücke von der Handball-U21-WM
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U21 WM Handball
Donnerstag, 16. Juni 2022
W3.0076I: Luxemburg und Färöer erzielen mein Wunschergebnis am Dienstagabend
Luxemburg ........................................................ 2
Färöer ................................................................. 2
- Datum: Dienstag, 14. Juni 2022 – Beginn: 20.45
- Wettbewerb: Nations League, Liga C, Gruppe 3
- Ergebnis: 2-2 nach 95 Minuten (46/49) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 12. Gerson Rodrigues (Elfmeter), 2-0 49. Leandro Barreiro, 2-1 57. Jóannes Bjartalíð, 2-2 59. Jóannes Bjartalíð
- Gelbe Karten: Gerson Rodrigues (LUX)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stade de Luxembourg (Luxemburg-Stadt/ Kockelscheuer; Kap.: 9.386 Sitzplätze)
- Zuschauer: 5.325 (davon ca. 20 Färinger)
- Spielbewertung: 7,0/10
Photos with English commentary:
Nations League: Luxembourg vs. Faroe Islands
Am Dienstag ging es zu dritt gleich noch mal nach Luxemburg. Die Partie vom Samstag gegen die Türkei (0:2 vor 70 % türkischen Zuschauern) schlug immer noch ein paar Wellen. Das ist wirklich mehr als lächerlich von den Luxemburgern! Gegen Färöer verschärfte Kontrollen, die durch die Inkompetenz des Sicherheitsdienstes unnötig lange dauerten bei immerhin über 5.000 Zuschauern. Dann dümmliche Banner der aktiven Fanszene, dass dem Verband/ Sicherheitsdienst/ Polizei wem auch immer „unsere Sicherheit wohl egal“ sei. In der ersten Halbzeit zudem Stimmungsboykott durch die M-Block Fanatics, die am Samstag noch eine Rennerei mit Türken angezettelt haben, aber jetzt jammern. Haben die wohl noch nach dem Spiel, als ich schon weg war, kassiert, oder was? Sind eh nur, wie fast alle Ultras, lächerliche Selbstdarsteller. Wenn ich an den Besuch am Samstag denke, war mir aufgefallen, dass sich von den Türken überwiegend fair verhalten wurde – das konnten meine Mitreisenden auch bestätigen. Dass man sein Stadion ausverkauft bekommt, ist halt ein Armutszeugnis und zeigt deutlich, wie wenig die Luxemburger für Sport zu begeistern sind im Vergleich zu den Türken – mit der schieren Anzahl der Bevölkerung hat das herzlich wenig zu tun. Wenn man eine niedrige dreistellige Anzahl Ultra-Selbstdarsteller braucht, um irgendeine Art von Stimmung im Stadion zu erzeugen, ist man schon irgendwie arm dran. Bevor der M-Block wieder anfeuerte, war nämlich tote Hose bzw. die 20-25 Färinger ab und an zu hören. Bei denen ist auch immer mehr los als in Luxemburg. Ein letzter Punkt zu Samstag: Was ja für Aufregung sorgte, waren die vielen Flitzer. Heute wieder ein Luxemburger nach Spielschluss auf dem Feld, aber am Samstag war das ja nach und nach ein ganzes Dutzend. Mindestens die ersten beiden waren Luxemburger: ein Impfgegner und dann ein bekannter Handballer. Die Idioten vom Tageblatt haben den erst als Türken identifizieren wollen, doch das ist ein bosnischstämmiger Luxemburger, der als Stammtorwart bei HB Esch schon ein etwas bekannterer Sportler ist. Man stelle sich mal vor, ein bekannterer Deutscher Handballer wie Matthias Musche vom SC Magdeburg läuft bei einem Länderspiel der DFB-Elf in sagen wir mal Berlin aufs Spielfeld und macht den Thomas Müller so an wie der Hadrovic den Barreiro da am Samstag und kassiert dann dafür bis auf Weiteres Stadionverbot... Das ist halt Luxemburg, immer wieder lustig und sympathisch dort – auch wenn ich wie gesagt das Verhalten im Nachgang zum Türkeispiel einfach nur lächerlich finde von FLF, Presse und aktiver Fanszene!
Heute gegen Färöer gab es dann ein anderes Spiel zu sehen. Luxemburg drückte auf das Gästetor, Rodrigues schindete nach nicht mal einer Viertelstunde einen Elfmeter, den er selber verwandelte und Luxemburg hatte auch danach etwas mehr Chancen, wobei die Färinger gleichermaßen gefährlich vorm Tor der Roten Löwen auftraten. Kurz nach der Pause ging Luxemburg dann aber 2:0 in Führung, wieder einmal einer der Portugiesen: Barreiro. Diesmal wurde er von keinem Handballer angepöbelt, konnte aber auch nicht verhindern, dass Bjartalíð für seine 50.000-Einwohner-Insel binnen 3 Minuten zwei Schüsse aus 20 Metern abfeuerte, die für den am Ende nicht unverdienten Punktgewinn der Färöer reichten. In den letzten 20 Minuten war nur noch Luxemburg am Drücker, doch da fehlen ihnen trotz aller Steigerungen die Klasse und das Niveau, um hier noch ein Siegtor zu erzielen. Das war mir aber auch mehr als Recht, denn so hatte unsere deutsche Fangruppe mit einem 2:2 ein Ergebnis, was für die beiden uns so sympathischen Länder Luxemburg und Färöer im Spiel gegeneinander wunschgemäß war. Denn wenn einem beide Länder gefallen, ist natürlich ein torreiches Unentschieden ideal! Für dieses schöne Spiel hat die kurze Nacht übrigens sehr gelohnt!
Statistik:
- Grounds: 3.115 (0; diese Saison: 293 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.460 (1; diese Saison: 352)
- Tourkilometer: 400 (390km Auto, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 78.330 (49.850 Auto, davon 12.710 Mietwagen/ 24.470 Flugzeug/ 3.980 Fahrrad/ 30 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 33 [letzte Serie: 164, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 76 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].
Färöer ................................................................. 2
- Datum: Dienstag, 14. Juni 2022 – Beginn: 20.45
- Wettbewerb: Nations League, Liga C, Gruppe 3
- Ergebnis: 2-2 nach 95 Minuten (46/49) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 12. Gerson Rodrigues (Elfmeter), 2-0 49. Leandro Barreiro, 2-1 57. Jóannes Bjartalíð, 2-2 59. Jóannes Bjartalíð
- Gelbe Karten: Gerson Rodrigues (LUX)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stade de Luxembourg (Luxemburg-Stadt/ Kockelscheuer; Kap.: 9.386 Sitzplätze)
- Zuschauer: 5.325 (davon ca. 20 Färinger)
- Spielbewertung: 7,0/10
Photos with English commentary:Nations League: Luxembourg vs. Faroe Islands
Am Dienstag ging es zu dritt gleich noch mal nach Luxemburg. Die Partie vom Samstag gegen die Türkei (0:2 vor 70 % türkischen Zuschauern) schlug immer noch ein paar Wellen. Das ist wirklich mehr als lächerlich von den Luxemburgern! Gegen Färöer verschärfte Kontrollen, die durch die Inkompetenz des Sicherheitsdienstes unnötig lange dauerten bei immerhin über 5.000 Zuschauern. Dann dümmliche Banner der aktiven Fanszene, dass dem Verband/ Sicherheitsdienst/ Polizei wem auch immer „unsere Sicherheit wohl egal“ sei. In der ersten Halbzeit zudem Stimmungsboykott durch die M-Block Fanatics, die am Samstag noch eine Rennerei mit Türken angezettelt haben, aber jetzt jammern. Haben die wohl noch nach dem Spiel, als ich schon weg war, kassiert, oder was? Sind eh nur, wie fast alle Ultras, lächerliche Selbstdarsteller. Wenn ich an den Besuch am Samstag denke, war mir aufgefallen, dass sich von den Türken überwiegend fair verhalten wurde – das konnten meine Mitreisenden auch bestätigen. Dass man sein Stadion ausverkauft bekommt, ist halt ein Armutszeugnis und zeigt deutlich, wie wenig die Luxemburger für Sport zu begeistern sind im Vergleich zu den Türken – mit der schieren Anzahl der Bevölkerung hat das herzlich wenig zu tun. Wenn man eine niedrige dreistellige Anzahl Ultra-Selbstdarsteller braucht, um irgendeine Art von Stimmung im Stadion zu erzeugen, ist man schon irgendwie arm dran. Bevor der M-Block wieder anfeuerte, war nämlich tote Hose bzw. die 20-25 Färinger ab und an zu hören. Bei denen ist auch immer mehr los als in Luxemburg. Ein letzter Punkt zu Samstag: Was ja für Aufregung sorgte, waren die vielen Flitzer. Heute wieder ein Luxemburger nach Spielschluss auf dem Feld, aber am Samstag war das ja nach und nach ein ganzes Dutzend. Mindestens die ersten beiden waren Luxemburger: ein Impfgegner und dann ein bekannter Handballer. Die Idioten vom Tageblatt haben den erst als Türken identifizieren wollen, doch das ist ein bosnischstämmiger Luxemburger, der als Stammtorwart bei HB Esch schon ein etwas bekannterer Sportler ist. Man stelle sich mal vor, ein bekannterer Deutscher Handballer wie Matthias Musche vom SC Magdeburg läuft bei einem Länderspiel der DFB-Elf in sagen wir mal Berlin aufs Spielfeld und macht den Thomas Müller so an wie der Hadrovic den Barreiro da am Samstag und kassiert dann dafür bis auf Weiteres Stadionverbot... Das ist halt Luxemburg, immer wieder lustig und sympathisch dort – auch wenn ich wie gesagt das Verhalten im Nachgang zum Türkeispiel einfach nur lächerlich finde von FLF, Presse und aktiver Fanszene!
Heute gegen Färöer gab es dann ein anderes Spiel zu sehen. Luxemburg drückte auf das Gästetor, Rodrigues schindete nach nicht mal einer Viertelstunde einen Elfmeter, den er selber verwandelte und Luxemburg hatte auch danach etwas mehr Chancen, wobei die Färinger gleichermaßen gefährlich vorm Tor der Roten Löwen auftraten. Kurz nach der Pause ging Luxemburg dann aber 2:0 in Führung, wieder einmal einer der Portugiesen: Barreiro. Diesmal wurde er von keinem Handballer angepöbelt, konnte aber auch nicht verhindern, dass Bjartalíð für seine 50.000-Einwohner-Insel binnen 3 Minuten zwei Schüsse aus 20 Metern abfeuerte, die für den am Ende nicht unverdienten Punktgewinn der Färöer reichten. In den letzten 20 Minuten war nur noch Luxemburg am Drücker, doch da fehlen ihnen trotz aller Steigerungen die Klasse und das Niveau, um hier noch ein Siegtor zu erzielen. Das war mir aber auch mehr als Recht, denn so hatte unsere deutsche Fangruppe mit einem 2:2 ein Ergebnis, was für die beiden uns so sympathischen Länder Luxemburg und Färöer im Spiel gegeneinander wunschgemäß war. Denn wenn einem beide Länder gefallen, ist natürlich ein torreiches Unentschieden ideal! Für dieses schöne Spiel hat die kurze Nacht übrigens sehr gelohnt!
Statistik:- Grounds: 3.115 (0; diese Saison: 293 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.460 (1; diese Saison: 352)
- Tourkilometer: 400 (390km Auto, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 78.330 (49.850 Auto, davon 12.710 Mietwagen/ 24.470 Flugzeug/ 3.980 Fahrrad/ 30 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 33 [letzte Serie: 164, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 76 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].
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