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Donnerstag, 25. Juni 2020

W0004I-II: Ein weiteres Tenniswochenende in Bonn und der Region

* Samstag: Ü40 in Bonn-Beuel *

Bonner SV Roleber 1919 (H40) .......................... 5
TK Am Stadtwald Rheinbach (H40) II .............. 4
- Datum: Samstag, 20. Juni 2020 – Beginn: 9.15
- Wettbewerb: Herren 2.Bezirksliga Linksrheinisch Gr. 025 (6. Liga der Ü40-Herren)
- Ergebnis: 5-4 Matches, 10-9 Sätze und 78-72 Spiele nach 6 Einzeln und 3 Doppeln sowie ca. 315 Minuten
- Statistiken: https://tvm.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaTENDE.woa/wa/meetingReport?meeting=10116618&federation=TVM&championship=LRH+S+2020
- Austragungsort: Tennisanlagen Roleber (Kapazität: Court 1: 64, davon 4 Sitzplätze / Court 2: 14, davon 4 Sitzplätze plus 20 Stehplätze außerhalb der Anlage, Court 3: 0 Plätze + 20 Stehplätze außerhalb der Anlage)
- Zuschauer: bis zu 9 (davon 1 Gästefan/ wegen Coronahysterie beschränkt auf max. 100, die hier gar nicht normal auf die Anlage gehen würden)
- Unterhaltungswert: 4,5/10

TC Blau-Weiß Bonn-Beuel (H40) ...................... 0
Tennis- und Hockey-Club Brühl (H40) II ......... 9
- Datum: Samstag, 20. Juni 2020 – Beginn: 14.45
- Wettbewerb: Herren 1.Bezirksliga Linksrheinisch Gr. 023 (5. Liga der Ü40-Herren)
- Ergebnis: 0-9 Matches, 0-18 [0-12] Sätze und 23-110 [23-74] Spiele nach 6 Einzeln (3 Doppel nicht ausgespielt) sowie ca. 200 Minuten
- Statistiken: https://tvm.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaTENDE.woa/wa/meetingReport?meeting=10116820&federation=TVM&championship=LRH+S+2020
- Austragungsort: Tennisanlagen Limpericher Str. 145/ Blau-Weiß Bonn (Kapazität: Court 1: 60 Stehplätze / Court 2: 75 Stehplätze, Court 3: 64 Plätze, davon 4 Sitzplätze)
- Zuschauer: bis zu 8 (keine Gästefans/ wegen Coronahysterie beschränkt auf max. 100)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 SV Altenahr H40 7:7 TC Vallendar 83 H40Photos with English commentary:
a) Tennis in Bonn: Roleber vs. Stadtwald Rheinbach II (40+) and Blau-Weiss Beuel vs. THC Brühl II (40+)
b) Bonn: Tram Turning Loop Beuel Limperich

Während in Sachsen einige Fußballpokalspiele ohne Fans bzw. vor Zaungästen stattfanden, wurden die ersten Fußballtestspiele mit Publikum in NRW ausgetragen. Alle angesetzten Jugendpartien wurden wieder abgesetzt. Stattgefunden haben lediglich drei, vier Männerspiele, darunter vereinsinterne Kicks wie Deutz 05 II gegen I. Das war mir aber im Vorfeld alles zu unsicher, da nicht davon auszugehen war, dass überhaupt irgendwo der Ball rollt und bevor ich einen Revisit auf einem mittelmäßigen Fußballplatz wie Gruhlwerk Brühl mache, fahre ich lieber weiter Tennisplätze ab und verbringe da entsprechend viele Stunden. Vielleicht schaue ich nächste Woche mal bei einem Testspiel vorbei. Nachdem die ersten den Anfang gemacht haben, kriegen vielleicht ein paar andere Vereine/ Teams/ Spieler auch den Arsch hoch. Was Verbände, Vereine, aber auch Spieler in fast allen Sportarten hierzulande abziehen ist unter aller Sau. Wer keine Vorerkrankungen hat und wegen der Chinagrippe nicht Fußball, Hockey oder Handball spielen will, muss echt seinen letzten Rest Hirnmasse irgendwo zwischen Homeoffice und virtuellem Raum verloren haben. Und wer Vorerkrankungen hat sollte eh bei Wettkampfsport sehr vorsichtig sein. Herz- und Lungenschwächen und dann Fußball oder Handball spielen? Ganz schlechte Idee: habe ich bei einem Weißenfelser Fußballer auch schon erleben müssen in Leuna. Aber wie gesagt: Tennis ist seit anderthalb Wochen der einzige Zuschauersport in einigen Teilen Deutschlands – und davon machte ich weiter regen Gebrauch. Bonner SV Roleber 1919 H40 5:4 TK Am Stadtwald Rheinbach H40 IIAm Samstag ging es erst einmal ganz lässig zum Bonner SV Roleber 1919. Hinterm Fußballplatz gibt es eine zweiteilige Anlage mit fünf ausbautenlosen Tennisplätzen. Die drei Plätze vorm schönen, teils aus Fachwerk errichteten Clubhaus, sind für den Wettkampfbetrieb. Court 3 kann aber nur von außerhalb der Anlage richtig eingesehen werden. Selbst Court 1 ist ziemlich beengt, aber alles schön von Bäumen umgeben.

Atmosphäre auch entspannt, hier von beiden Vereinen auch wirklich gesprächiger und freundlicher Anhang. Am lustigsten war aber der ehemalige Spieler der Bonn Gamecocks, der sich als Tennisfan outete und die überwiegend nur mittelmäßigen Partien begeistert verfolgte – beim Spiel war er allerdings nur anwesend, da er gerade zuhause einen Platzverweis erhalten hatte... Bonner SV Roleber 1919 H40 5:4 TK Am Stadtwald Rheinbach H40 IIAuch bei Blau-Weiß Bonn-Beuel waren die Zuschauer sehr gesprächig und die Atmosphäre sehr freundlich. Hier wurde mir nur gesagt, dass weniger Leute als sonst da gewesen seien, mehrere Mannschaften v. a. deshalb abgemeldet wurden, da sie keinen Bock auf Wettkampfspiele ohne anschließendes geselliges Beisammensein (auch jetzt hat das winzige Clubhaus keinen Gastrobetrieb und die Terrasse ist bei Chinagrippe-Mindestabständen nicht von zwei Mannschaften zu belegen) hatten. OK, diese Ausrede für Mannschaftsrückzüge ist nicht ganz so idiotisch, wie Angst vor der Infektion mit der Chinagrippe, aber wenn man ein bisschen einfallsreich ist, dann kann man sogar unter Beachtung der Abstandsspielregeln ein geselliges Beisammensein auf der Anlage organisieren: z. B. jeder hockt sich wie ein Beduine mit Essen und Trinken auf sein Handtuch in 1,5m Abständen auf dem Court 1...

Wie auch immer: Gegen den favorisierten Gast hatte Blau-Weiß keine Chance. Den einzigen Ehrenpunkt vergab ein an sich gut spielender Beueler nach einer 5:1-Führung mit 5:7/ 0:6. Brühl II führte Beuel hier wirklich vor. Was ich nicht leiden kann, ist die Unsitte, nach einem 1:5 oder wie hier 0:6 nach den Einzeln rum zu sülzen und keine Doppel mehr spielen zu wollen. Man ließ die 0:9 Niederlage also am Ende kampflos über sich ergehen. Dennoch ist mir Blau-Weiß Beuel vom Umfeld her ein sympathischer Verein und die Anlage ist auch sehr schön. Zwar auch hier kein Platz mit Tribüne ausgestattet, aber hohe Bäume schirmen von Straßen und hässlichen Wohnhäusern ab und diverse kleinere Büsche, Bäume und andere dekorative Pflanzen runden die Anlagen ästhetisch wirklich schön ab. TC Blau-Weiß Bonn-Beuel H40 0:9 THC Brühl H40 IIMeine Eltern hatten übrigens in Rostock einen schwierigeren Tennistag; Es schiffte wie Sau, daher wurden die Verbandsligaspiele in Warnemünde in die Tennishalle Schmarl verlegt. Dort fuhren sie als Anhalter mit einem Offiziellen im Kleinbus hin... Den Tag drauf kreuzte mein Vater dann weitere Rostocker Tennisgrounds: ohne Regen, draußen, unweit des Ostseestadions...

* Sonntag: Im Ahrtal und auf der Hardthöhe *

SV Altenahr (H40) ............................................... 7
TC Vallendar 83 (H40) ........................................ 7
- Datum: Sonntag, 21. Juni 2020 – Beginn: 9.30
- Wettbewerb: Herren 40 B-Klasse Rheinland Gruppe 089 (nominell 6. Liga, derzeit 5. Liga der Ü40-Altherren)
- Ergebnis: 7-7 Teampunkte nach 3-3 Matches, 7-6 Sätzen und 47-51 Spielen nach 4 Einzeln und 2 Doppeln sowie ca. 285 Minuten
- Statistiken: https://rl-tvrp.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaTENDE.woa/wa/meetingReport?meeting=10198909&federation=RPF&championship=RL+2020
- Austragungsort: Tennisanlagen Altenahr (Kapazität: Court 1: 90, davon 10 Sitzplätze / Court 2: 70 Stehplätze, davon 4 Sitzplätze)
- Zuschauer: bis zu 6 zzgl. bis zu 4 pausierenden Spielern (keine Gästefans/ wegen Coronahysterie beschränkt auf max. 250, die gar nicht auf die Anlage passen)
- Unterhaltungswert: 4,0/10

TC Blau-Weiß Duisdorf (H30) ........................... 5
TC Bayer Dormagen (H30) ................................. 4
- Datum: Sonntag, 21. Juni 2020 – Beginn: 14.45
- Wettbewerb: Herren 30 2. Bezirksliga Mittelrhein, Gruppe 015 (6. Liga der Ü30-Altherren)
- Ergebnis: 5-4 Matches, 10-13 Sätze und 74-95 Spiele nach 6 Einzeln und 3 Doppeln sowie ca. 360 Minuten
- Statistiken: https://tvm.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaTENDE.woa/wa/meetingReport?meeting=10116632&federation=TVM&championship=LRH+S+2020
- Austragungsort: Tennisanlagen Wesselheideweg/ Blau-Weiß Duisdorf (Kapazität: Court 2: 70 Stehplätze, Court 4: 40 Stehplätze, Court 6: 50 Stehplätze)
- Zuschauer: bis zu 10 (keine Gästefans/ wegen Coronahysterie beschränkt auf max. 100)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 TC Blau-Weiß Bonn-Beuel H40 0:9 THC Brühl H40 IIPhotos with English commentary:
a) Tennis in der Eifel und dem Ahrgebirge: Altenahr vs. Vallendar (30+)
b) Tennis in Bonn: BW Duisdorf vs. Bayer Dormagen (40+)

Sonntag ging dann erstmals wieder eine Tour ziemlich schief. Ich hatte eine knallharte Tour geplant, klappte auch mit 5 Uhr 30 aufs Rad, schaffte es aber nur 16km bis Röttgen. Dann war die Luft raus – aus dem Hinterreifen... Also auf der Felge zurück und aufs Auto umgestiegen. Zusammen mit den anderen Mängeln des mittlerweile 20 Jahre (!!!) alten Mountainbikes (wackliger Steuerkopf, verschlissene Kette/ Kassette, unmögliche Schaltung) entschloss ich mich noch auf der Rückfahrt bei nächster Gelegenheit ein neues Mountainbike anzuschaffen. Mit was für Schwierigkeiten das in den Zeiten der Chinesischen Grippe verbunden ist, beschreibe ich mal bei Gelegenheit in einem anderen Spielbericht.

Dann ging auch noch Folgendes schief. Ich komme mit dem Auto also 9.30 Uhr (30 Minuten nach angesetztem Beginn bei diesem Scheißverein TuWi Adenau an – und, genau: keine Sau da. Als ich 14.45 noch mal am Platz aufkreuze, packen die Spieler hingegen zusammen: die Deppen sind erst gegen 10 Uhr am Platz gewesen, haben dann so einen Rotz gespielt, dass Bad Breisig in Rekordzeit gewann und waren so trotz einer selbst für Rheinländer extremen Verspätung des Beginns kaum nach dem Ende der Vormittagspartie in Altenahr fertig. Diese Partie besuchte ich aber. TC Blau-Weiß Duisdorf H30 5:4 TC Bayer Dormagen H30Von Adenau war ich entsprechend verärgert um 9.30 wieder nach Altenahr zurückgefahren und dort noch vor 10 also gegen Ende der ersten Sätze der ersten Einzel bei einer Ü40 (mal wieder!) Partie angekommen. SV Altenahr traf auf TC Vallendar. Eine recht unterhaltsame aber etwas langatmige Partie. Jedes der 4er Teams gewann ja 2 Einzel und dann teilten sie sich auch in den Doppeln die Siege gerecht auf. Ein spannendes Unentschieden also. Die Jungs aus Altenahr waren sympathische Gastgeber gegenüber den wenigen Fans bzw. dem einzigen Neutralen – mir. Auf dem Feld ging es teilweise etwas gereizt zu, was v.a. an dem Gemaule der russlanddeutschen Spätaussiedler lag: Vallendar spielte mit 3 Russlanddeutschen, die sich immer wieder mal über verdeckte Schläge beim Doppel oder lauten Ausrufen, obwohl der Ball angeblich noch spielbar war, beschwerten...

Das Highlight war dennoch die Anlage. Drei Tennisplätze und ein Schuppen als Vereinsheim und das in einem Talkessel der Ahr, von Bäumen umgeben und von Felsen eingerahmt unterhalb der Burgruine Altenahr, zu der man einen freien Blick hat, bzw. von der aus man auch die Tennisplätze toll sieht. Außerdem führt noch die Eisenbahn über die Brücke direkt am Platz vorbei. Und apropos Brücke: die Zufahrt zu den Plätzen ist nur für Pkw unter 1,90 Breite geeignet – mein Dacia (1,80m Radstand, von Außenspiegel zu Außenspiegel 2m) passte nur gerade so da durch – die Spiegel lagen direkt über dem Geländer, das zum Glück niedrig genug war, sonst wären die Spiegel weg gewesen... Bei einem Auto auf dem Parkplatz hätte ich übrigens gerne die Spiegel abgetreten: ein Firmenwagen der Mobilcom Debitel. Noch läuft ja mein Vertrag bei diesem Sauhaufen, aber nicht mehr lange. Die beiden Spieler, die da am Platz ab und an telefoniert hatten, hatten sicher kein mobilcom – denn ich hatte mal wieder keinen Empfang im Ahrtal mit dieser Drecksfirma... TC Blau-Weiß Duisdorf H30 5:4 TC Bayer Dormagen H30Von dieser sehr originellen Anlage ging es dann zum nächstbesten gescheiten Spiel in Bonn, das auf dem Rückweg lag. Leider nun von einer wirklich tollen Anlage direkt auf eine total öde: So ein schönes Fußballstadion da im Wesselheideweg in direkter Nachbarschaft zu den Tennisplätzen des TC Blau-Weiß Duisdorf, aber so langweilige Tennisplätze! Keine Tribüne, nicht mal Bänke und alles völlig steril. Nur die Anlage in Geislar ist noch hässlicher!

Das Spielniveau war auch teils enttäuschend – ich hatte dieselbe Liga deutlich besser noch am letzten Sonntag im Siebengebirge gesehen – doch nach über lange Strecken öde Partien gab es noch wirklich tolle Doppel zu sehen. 4 Siege für Duisdorfs Ü30, 2 Siege für Bayer Dormagen – doch die ersten beiden Doppel wurden von den Gästen gewonnen und erst im Champions Tiebreak holte Duisdorf sich den entscheidenden Punktgewinn im dritten Doppel. Durch die hohen Niederlagen der beiden unterlegenen Einzel- bzw. Doppelspieler der Bonner kam es auch zu der kuriosen Statistik, dass Dormagen mehr Sätze und deutlich mehr Spiele holte, als der Sieger Duisdorf. SV Altenahr H40 7:7 TC Vallendar 83 H40Statistik:
- Grounds: 2.647 (11; diese Saison: 202 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.873 (4; diese Saison: 224)
- Tourkilometer: 210km (Sa 20km Rad, So 30km Rad + 160km Auto)
- Saisonkilometer: 92.160 (62.440 Flugzeug/ 25.990 Auto, davon 7.160 Mietwagen/ 3.750 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 40 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 22 des Jahres 2020 (25.-31.05.), d.h. seit 4 Wochen in Folge [letzte Serie und Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Mittwoch, 4. Dezember 2019

W696III: Lange Radtour bei eisigen Temperaturen zu einem ganz ansehnlichen Spiel unterhalb der Nürburg

SSV Herschbroich 1980 ...................................... 2
TuS Hausen 1894 II ............................................. 1
- Datum: Sonntag, 1. Dezember 2019 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Kreisliga D, Rhein-Ahr, Süd (11. und unterste Fußballliga; 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 93 (45/48) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 Köntopp, 1-1 57. Wirfs, 2-1 63. Schäfer
- Gelbe Karten: 2x Herschbroich, 3x Hausen
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Herschbroich (Kapazität: 250 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 SSV Herschbroich 2:1 TuS Hausen IIPhotos with English commentary:
a) 11th Division Football: Herschbroich vs. Hausen Res.
b) Ahrgebirge: Altendorf-Ersdorf, Kalenborn, near Burtscheider Hof, Altenburg, Hönningen, LIERS (CHURCH), Niederadenau

Da kein Niederschlag angekündigt wurde und am Vortag so gut wie alle Spiele in der Region stattfanden, fuhr ich doch nicht mit dem Auto, sondern machte trotz Temperaturen zwischen 0 und 2 Grad eine Radtour. Mit ordentlicher Kleidung (u.a. wasserdichter Thermo-Sporthose und Pullover plus Hansa-Kapuzenshirt unter der Jacke) geht das auch. In Bonn war so um kurz nach 8 noch kaum jemand unterwegs, sodass ich die schwachsinnigen roten Ampeln gekonnt überfahren konnte, bis Meckenheim war die Strecke recht leicht und mir längst bekannt. Dann probierte ich etwas Neues aus: Statt die scheiß Bundesstraße von Grafschaft bis Altenahr zu fahren (erst ab Altenahr gibt es wieder Radwege, welche die Ahr entlang parallel zur Bundesstraße, aber auch teils länger und steiler bis Adenau führen) fuhr ich über die Feld- und Waldwege über den „Eifelfuß“ nach Kalenborn und dann die parallel westlich der Bundesstraße führenden Waldwege am Burtscheider Hof vorbei bis zur Kreuzung vor Altenahr. Definitiv angenehmer als die enge und stark befahrene Bundesstraße zu nehmen – aber solche unebenen und teils matschigen Schotterwege fahre ich lieber mit dem Auto als mit dem Rad. Zudem sind da bis zu 20% Steigung und Gefälle, teils im Wechsel und sehr eng. Der Ahrradweg bis Adenau war wie gesagt sehr gut fahrbar, außer mir auch kaum jemand unterwegs – lauter Ökoradfahrer und andere Weicheier halt in der Gegend... Ich hielt noch u.a. in Hönningen an der sehenswerten Kapelle und in Liers an der sehr schönen Kirche – diese ist für die Region ziemlich alt und mit einer ungewöhnlichen kreuzförmigen Deckenkonstruktion sowie einer hölzernen Empore versehen. In Adenau fährt man dann innerorts über das direkte Nachbardorf Breidscheid ins benachbarte Herschbroich hoch. Hönningen1,5km steile Nebenstraße, dann hat man die Ortsmitte erreicht. Der Ort liegt landschaftlich sehr schön in einem hochgelegenen Tal vor massiven bewaldeten Höhenzügen, die Gebäude sehen jedoch – bis auf die schöne, etwas verbaute, aber leider verschlossene Kirche – ziemlich mies aus. Die miesesten Hütten stehen dabei in der Nürburger Straße. Am Ortsendeschild stehen die hässlichsten Privathäuser und die unmöglich aussehenden Hütten (Vereinsheim und Duschcontainer) des Vereins SSV Herschbroich. Aber der Rasenplatz liegt dafür schön in der Landschaft, es gibt zwei überdachte Sitzbänke, die Vereinsleute sind ganz freundlich – auch wenn die sich verständlicherweise wunderten: „Dass du alle Plätze in der Gegend abfährst ist Klasse, auch Adenau, Reifferscheid – super / Aber hier nach Herschbroich von Bonn aus bei der Witterung?!“ – und man hat sogar teilweise einen super Blick auf die Burgruine Nürburg, nach der der berühmte Ring heißt, sowie auf das eben erwähnte Dorf Reiferscheid (v.a. die erhöht liegende Kirche).

Das Spiel kostete die in der Gegend üblichen 2€ Eintritt und war für einen Kick der untersten Spielklasse ganz gut und sehenswert. Die zweite Halbzeit war dabei besser als die erste. In der ersten traf nur der Gast aus Hausen (Nachbarort von Mayen) mit einem schönen Weitschuss. Nach der Pause drehte Herschbroich die Partie und ging nicht unverdient 2:1 binnen 6 Minuten in Führung. An Einsatz ließ es keines der beiden Teams vermissen. Der Schiri machte seine Sache gut und sicher, pfiff vielleicht etwas viel Abseits, was Hausen II schließlich auch um die Ausgleich brachte. Ich habe den Spieler aber auch ca. 50cm im Abseits gesehen – also kein Grund, hier wie ein Hausener den Schiri als „Flachwichser“ zu bezeichnen...
Aber so geht es halt auf dem Dorf verbal zur Sache, so muss das sein! Eines der beiden nicht ausgetragenen Spiele in der Region an diesem Wochenende wurde ja folgendermaßen im Vereinsticker des SV Wershofen/Hümmel auf fussball.de kommentiert: „Weil Plaidt mit der Frauen F Jugend angetreten ist und ein Großteil der Spielerinnen eine akute Muschischleimhaut Entzündung hatte konnte das Spiel leider nicht angepfiffen werden“... Den nicht angetretenen Gast bepöbeln – genau mein Niveau, richtig so Jungs!

Nach diesem recht unterhaltsamen Spiel fuhr ich die Strecke fast genauso zurück wie ich sie gekommen war. Überraschenderweise waren dabei die Steigungen auf den Waldwegen von Altenahr nach Kalenborn doch noch schlimmer als auf dem Hinweg von Grafschaft nach Kalenborn oder jene bei Adenau. SSV Herschbroich 2:1 TuS Hausen IIStatistik:
- Grounds: 2.541 (1; diese Saison: 98 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.782 (1; diese Saison: 133)
- Tourkilometer: 130 (130km Rad)
- Saisonkilometer: 72.930 (56.340 Flugzeug/ 14.940 Auto, davon 4.670 Mietwagen/ 1.610 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 696

Dienstag, 17. September 2019

W685II: Burgen und Fußball im Ahrtal

SG Ahrtal Dümpelfeld/ Hönningen/ Insul/ Schuld
..................................... 1:2 (1:2) ..............................
..................... Sportverein 1946 Kripp ...................
- Datum: Samstag, 14. September 2019 – Beginn: 15.30
- Wettbewerb: Kreisliga B, Ahr (9. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 95 (45/50) Minuten – Halbzeit: 1-2
- Tore: 1-0 7. Schäfer, 1-1 21. Meyer, 1-2 44. Thiebes
- Gelbe Karten: 2x Ahrtal, 3x Kripp
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Insul (Kapazität: 1.220, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 20 Gäste)
- Unterhaltungswert: 4,5/10

SG Hocheifel Adenau/ Reifferscheid/ Leimbach II
..................................... 2:1 (2:0) ................................
...................... SSV Herschbroich 1980 ....................
- Datum: Samstag, 14. September 2019 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Kreisliga D, Rhein-Ahr/ Süd (11. und unterste Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 94 (45/49) Minuten – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 6. Jüngling, 2-0 40. Prämaßing, 2-1 75. Schmitz
- Gelbe Karten: Hoffmann, Prämaßing, Müller (Hocheifel II); 2x Wirfs, Jax, Lindenau, Schmitz, Schöppner (Herschbroich)
- Rote Karten: Wirfs von Herschbroich (55. Min./ wdh. Foul)
- Austragungsort: Eifelstadion (Adenau; Kapazität: 3.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 20 Gäste)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 AltenahrPhotos with English commentary:
a) 9th Division: SG Ahrtal vs. Kripp (in Insul)
b) 11th Division: SG Hocheifel II vs. Herschbroich (in Adenau)
c) Rureifel: Are Castle in Altenahr, Chapel and Castle Ruin in Pützfeld, Chapel in Insul

Am Samstag machte ich eine 120km-Radtour ins Ahrtal. Dort standen so ziemlich die letzten Sehenswürdigkeiten, die ich dort noch nicht besucht habe, auf dem Programm. Die Burg Are ist eine oberhalb von Altenahr liegende Ruine mit mehreren Türmen, teilweise erhaltenen Schildmauern und tollem Blick über den Ort. Die Burg liegt auf einem steilen Felsen und ist frei zugänglich. Einzelne Bereiche sind aber abgesperrt. An einem schönen Samstag ist die Anlage gut besucht.
In Pützfeld ist die Burg hingegen alles andere als gut besucht: das liegt daran, dass sie in den 1860er Jahren als Steinbruch missbraucht und weitestgehend abgetragen wurde. Aus dem Schutthügel ragt ein netter Torbogen heraus. Ansonsten ist die Niederungenburg auf einer Wiese hinter dem Penny (links am Penny vorbei gehen und links vor den Gärten bis hinter den Kik oder was das für ein Ramschladen da ist, gehen!) zugewachsen. Es gibt aber auf dem anderen Ahrufer noch eine sehenswerte Wallfahrtskapelle auf einer Anhöhe vor einem Felsen.

Insul ist dann weniger sehenswert. Eine kleine, nicht sonderlich interessante Kirche/ Kapelle und zwei, drei Fachwerkhäuser haben die da... SG Ahrtal 1:2 SV KrippAußerdem haben die aber – im Gegensatz zu Altenahr und Pützfeld – einen Fußballplatz. Schön im Grünen am Dorfrand gelegen, rundherum eine Reling, es gibt auch ein Vereinsheim, viele Bäume und die Höhenzüge nah dran. Dort spielt regelmäßig die Spielgemeinschaft Ahrtal, bestehend aus SC Dümpelfeld, SV Hönningen/ Ahr, SV Eintracht Schuld und eben dem SV Insul. Der Gastgeber ging früh in Führung, kassierte dann aber zwei Tore in einer ganz guten ersten Hälfte. Die zweite Hälfte war über weite Strecken schwach, erlebte nur in der Schlussphase einige gute Szenen vor beiden Toren, u.a. wurde der SG Ahrtal zweifelhafterweise ein Tor aberkannt, dass durch einen Torwartfehler zustande gekommen war. Beide Seiten maulten aber auch immer wieder unberechtigt den zugegebenermaßen bei Weitem nicht immer richtig liegenden Schiri voll... SG Ahrtal 1:2 SV KrippIch schaffte es kurz vorm Anstoß in Adenau zu sein. Das dortige Eifelstadion ist zwar eigentlich nur ein Sportplatz – ein Stadion müsste eine Tribüne vorweisen und weder eine Terrasse eines Sportlerheims, noch terrassierte Hänge ohne künstliche Befestigungen sind Tribünen – aber dafür ist die Anlage sehenswerter als viele Stadien. Herrlich in die bergige, bewaldete, grüne Landschaft eingepasst, hohe Graswälle, einige Sitzgelegenheiten, ein Steinblock mit Turnvater-Jahn-Porträt unter einer der vielen Tannen, unter dem Eifelstadion und seinem Nebenplatz (dort gibt es eine Stehtribüne, also ein richtiges Stadion) fließt außerdem noch kanalisiert der Wimbach durch, wobei man den Kanaleintritt hinter der Hintertorkurve sehen kann und ein recht modern wirkendes Sportlerheim. Eine wirklich tolle Anlage!

Da konnte man – zumal kein Eintritt erhoben wurde – auch entspannt darüber hinwegsehen, dass hier in der untersten Liga auch unterstes Niveau geboten wurde. Die Heimelf – hier mit ihrer Zweitvertretung – ist eine Spielgemeinschaft aus den benachbarten Orten Adenau, Reifferscheid und Leimbach (also TuWi (Turn- und Wintersportverein) Adenau 1925 + SV Reifferscheid 1954 + SV Leimbach 1973) und zugast war ein weiterer Nachbarort, der aber keine Spielgemeinschaft nötig hat: SSV Herschbroich. Auch dieses Spiel ging 2:1 aus – für die SG Hocheifel II. SG Hocheifel II 2:1 SSV HerschbroichStatistik:
- Grounds: 2.501 (2; diese Saison: 58 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.730 (2; diese Saison: 81)
- Tourkilometer: 120 (120km Rad)
- Saisonkilometer: 51.980 (44.140 Flugzeug/ 7.080 Auto, davon 1.680 Mietwagen/ 720 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [letzte Serie: 72, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 685

Samstag, 28. April 2018

W613II: Ein Hartplatz am Fluss mit Burgblick im schöneren Kreuzberg

Eisenbahner Sportverein Kreuzberg 1927 ........ 3
Sportverein 1946 Kripp ....................................... 0
- Datum: Freitag, 27. April 2018 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Kreisliga B Ahr (9. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 94 Min. (47/47) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 61. Heintz, 2-0 72. Hoffmann, 3-0 77. Jacobs
- Gelbe Karten: T. Schäfer, J. Schäfer (Kripp)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Kreuzberg (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 80 (davon 70 zahlende und ca. 15 Gäste)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 ESV Kreuzberg 3:0 SV Kripp Photos with English commentary:
a) Football: Kreuzberg defeat Kripp by 3:0
b) Eifel: Kreuzberg castle and village

Die Strecke wäre ich auch mit dem Rad gefahren, aber nach der Arbeit war die Zeit zu knapp, also ging es mit dem Auto ins Ahrtal. Im Altenahrer Ortsteil Kreuzberg gibt es im Gegensatz zum hässlich zubetonierten Berliner Stadtteil gleichen Namens schöne, felsige und bewaldete Berge, das enge Tal mit dem flachen, steinigen Fluss und auf einem der Berge eine kleine Burg und Kapelle – leider Privatbesitz und alles verrammelt.

In Sichtweite der Burg, herrlich eingepasst in die tolle Landschaft, liegt der Fußballplatz des Eisenbahnersportvereins – ja, eine Bahnlinie quetscht sich auch noch durch das enge Tal... Der Hartplatz am Flussufer bietet keinen so guten Belag und keinerlei Zuschauerplätze, aber dafür ein tolles Panorama.

Das Spiel war auch nicht schlecht für die verhältnismäßig günstigen 2€ Eintritt: zwar trotz etlicher Chancen für Kreuzberg und einigen für den Gast aus Kripp torlos, doch nach der Pause zeigte sich der Gastgeber als die bessere Mannschaft und zog drei zu null von dannen. Kripp hatte nur noch wenige Torgelegenheiten und wurde insgesamt überhaupt nicht ihrem guten Tabellenplatz gerecht. Kreuzberg Statistik:
- Grounds: 2.160 (1; diese Saison: 180 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.338 (1; diese Saison: 223)
- Tourkilometer: 80 (80km Auto)
- Saisonkilometer: 50.390 (26.830 Auto, davon 4.770 Mietwagen/ 20.060 Flugzeug/ 3.110 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 102 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 613 Wochen.